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	<title>Kommentare zu: Der Knacks (Roger Willemsen)</title>
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	<description>Wöchentlich aktualisiert: die Bücher Top-Seller bei Amazon</description>
	<pubDate>Sun, 20 May 2012 17:57:35 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Gerard</title>
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		<dc:creator>Gerard</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 09:00:03 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;nicht einmal geschenkt!&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;wie es eine urlaubsbekanntschaft so treffend ausdrückte, dieses buch will man nicht einmal geschenkt. 
&lt;br /&gt;nachdem ich von roger willemsen "kleine lichter" gelesen und geliebt habe war ich immer auf der suche nach neuen kostbarkeiten von ihm. bisher vergeblich: der knacks ist für mich ein unlesbares, hochgestochenes buch, das mit schachtelsätzen und fremdworten nur so um sich wirft und den eindruck erwachen lässt, man hat es mit einem pseudointellektuellen angeber zu tun. die  essays wiederholen sich inhaltlich und kreisen um den ominösen knacks durch worthülsen und unglaublicher leeeeeeereeeeee.&lt;br&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>nicht einmal geschenkt!</strong><br />wie es eine urlaubsbekanntschaft so treffend ausdrückte, dieses buch will man nicht einmal geschenkt.<br />
<br />nachdem ich von roger willemsen &#8220;kleine lichter&#8221; gelesen und geliebt habe war ich immer auf der suche nach neuen kostbarkeiten von ihm. bisher vergeblich: der knacks ist für mich ein unlesbares, hochgestochenes buch, das mit schachtelsätzen und fremdworten nur so um sich wirft und den eindruck erwachen lässt, man hat es mit einem pseudointellektuellen angeber zu tun. die  essays wiederholen sich inhaltlich und kreisen um den ominösen knacks durch worthülsen und unglaublicher leeeeeeereeeeee.</p>
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		<title>Von: Dominika</title>
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		<dc:creator>Dominika</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 09:00:03 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;nicht einmal geschenkt!&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;wie es eine urlaubsbekanntschaft so treffend ausdrückte, dieses buch will man nicht einmal geschenkt. 
&lt;br /&gt;nachdem ich von roger willemsen "kleine lichter" gelesen und geliebt habe war ich immer auf der suche nach neuen kostbarkeiten von ihm. bisher vergeblich: der knacks ist für mich ein unlesbares, hochgestochenes buch, das mit schachtelsätzen und fremdworten nur so um sich wirft und den eindruck erwachen lässt, man hat es mit einem pseudointellektuellen angeber zu tun. die  essays wiederholen sich inhaltlich und kreisen um den ominösen knacks durch worthülsen und unglaublicher leeeeeeereeeeee.&lt;br&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>nicht einmal geschenkt!</strong><br />wie es eine urlaubsbekanntschaft so treffend ausdrückte, dieses buch will man nicht einmal geschenkt.<br />
<br />nachdem ich von roger willemsen &#8220;kleine lichter&#8221; gelesen und geliebt habe war ich immer auf der suche nach neuen kostbarkeiten von ihm. bisher vergeblich: der knacks ist für mich ein unlesbares, hochgestochenes buch, das mit schachtelsätzen und fremdworten nur so um sich wirft und den eindruck erwachen lässt, man hat es mit einem pseudointellektuellen angeber zu tun. die  essays wiederholen sich inhaltlich und kreisen um den ominösen knacks durch worthülsen und unglaublicher leeeeeeereeeeee.</p>
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		<title>Von: Brian</title>
		<link>http://www.top10-buecher.de/ISBN-3100921054-Roger-Willemsen-Der-Knacks/comment-page-1#comment-66386</link>
		<dc:creator>Brian</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 17:34:03 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Unverständlich&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Das Thema ist sehr interessant, der Knacks, ein Ereignis oder eine Entwicklung, die die Lebenslinie ineine andere Richtung unwiderruflich laufen läßt. Stephen King schreibt im Turm, die Welt hätter sich weitergedreht. Aber dieses Buch habe ich schlicht nicht verstanden. Der Autor konnte mir jedenfalls über weite Passagen nichts nahebringen. Wer sich für sowas interessiert sollte es mal mit Anselm Grün versuchen, der schreibt über ganz ähnliche Themen und ich verstehe jedes Wort. Bei Grün erstaunt es mich immer wieder wie der mit einfachen Wort den Nagel auf den Kopf trifft. Hier hatte ich den Eindruck dass der Autor vor lauter Bildung den Nagel umkreist aber nicht trifft. Grück schreibt von der Lebenslinie die man suchen soll und dass man die Wunden zu Perlen verwandeln soll, da ist mir viel eher klar um was es geht und ich denke mir dass der Autor jhier dass wohl auch ausdrücken wollte.&lt;br&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unverständlich</strong></p>
<p>Das Thema ist sehr interessant, der Knacks, ein Ereignis oder eine Entwicklung, die die Lebenslinie ineine andere Richtung unwiderruflich laufen läßt. Stephen King schreibt im Turm, die Welt hätter sich weitergedreht. Aber dieses Buch habe ich schlicht nicht verstanden. Der Autor konnte mir jedenfalls über weite Passagen nichts nahebringen. Wer sich für sowas interessiert sollte es mal mit Anselm Grün versuchen, der schreibt über ganz ähnliche Themen und ich verstehe jedes Wort. Bei Grün erstaunt es mich immer wieder wie der mit einfachen Wort den Nagel auf den Kopf trifft. Hier hatte ich den Eindruck dass der Autor vor lauter Bildung den Nagel umkreist aber nicht trifft. Grück schreibt von der Lebenslinie die man suchen soll und dass man die Wunden zu Perlen verwandeln soll, da ist mir viel eher klar um was es geht und ich denke mir dass der Autor jhier dass wohl auch ausdrücken wollte.</p>
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	<item>
		<title>Von: Suse</title>
		<link>http://www.top10-buecher.de/ISBN-3100921054-Roger-Willemsen-Der-Knacks/comment-page-1#comment-43847</link>
		<dc:creator>Suse</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 13:51:01 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Mitschwimmer im Zeitgeist: Die Welt wäre schön, wäre da nicht der Mensch&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Knacks meint die Brüche im Leben, die oft genug schon beizeiten auftreten, sei es durch Bewußtwerdung oder durch ein Ereignis, das dem Leben eine Änderung gibt. Aber auch einen Knacks, der allmählich das Leben verändert, sich unmerklich heranschleicht, durch Altern, Einsamkeit, Enttäuschung. Hierfür findet der äußerst sensible Willemsen in zahlreichen Kapiteln vom Kinderleben über unser Zeitempfinden bis zum Sterben oft recht originelle Beispiele. So vermutet er, die Kindheit erscheine als Paradies, weil sich der Kummer im Rückblick als kindlich erweist. Mit dem krebskranken Vater lernt er, die Stimmungen nach dem neuesten Befund auszurichten. Der Autor entdeckt in uns den negativen Konjunktiv: Etwas ist schön, wäre da nicht...Er spricht von der Einsamkeit der Großmutter in ihrem sinnlos spezialisierten Greisenalter. Daß seine Mutter ihre Mutterliebe wie ein Amt verwaltete; ihre Währung war Schuld und Liebesentzug. Alter, erklärt er, beginne an dem Tag, an dem man ein Medikament verschrieben bekommt, das man bis an sein Lebensende einnehmen muß. Leider gehen dem Autor schon bald so originelle Sätze aus, er verzettelt sich und langweilt über weite Teile hinweg. Dazu mag sein Konzept beitragen, das darin besteht, Aussagen von bekannten Persönlichkeiten der Kulturgeschichte oder auch gänzlich Unbekannte (Frau L.) zu zitieren und sie als eine Art Beweisführung für seine Thesen zu nutzen. Man wird also andauernd mit Äußerungen von Augustinus bis Picasso und Frau L. konfrontiert, die sich selbst gar nicht durch Sachkenntnis über den Knacks auszeichnen, in der Regel auch nur einmal genannt werden, und entsprechend ihrem Bekanntheitsgrad eher ablenken. Demzufolge hat das Buch ein mehrseitiges Personenregister, das vermerkt, auf welcher Seite Amy Winehouse (einmal) erwähnt wird, aber nichts zu ihrer Person. So ein pseudowissenschaftliches Vorgehen ist mir unverständlich. Der Knacks bei W. besteht natürlich auch in unserem Umgang mit der Natur: Die Krankheit der Welt mit Namen Homo Sapiens". Auch wenn Willemsen keiner Religion anhängt, läßt er den Kosmonauten von der Schöpfung sprechen. Wie kann er die Natur über den Menschen stellen? Hat sie denn einen Wert"? Das Buch hinterläßt einen deprimierenden Eindruck, weil das mit dem Knacks stimmt, und unser Leben endgültig entzaubert. Lesen sollte man es deshalb.
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mitschwimmer im Zeitgeist: Die Welt wäre schön, wäre da nicht der Mensch</strong></p>
<p>Knacks meint die Brüche im Leben, die oft genug schon beizeiten auftreten, sei es durch Bewußtwerdung oder durch ein Ereignis, das dem Leben eine Änderung gibt. Aber auch einen Knacks, der allmählich das Leben verändert, sich unmerklich heranschleicht, durch Altern, Einsamkeit, Enttäuschung. Hierfür findet der äußerst sensible Willemsen in zahlreichen Kapiteln vom Kinderleben über unser Zeitempfinden bis zum Sterben oft recht originelle Beispiele. So vermutet er, die Kindheit erscheine als Paradies, weil sich der Kummer im Rückblick als kindlich erweist. Mit dem krebskranken Vater lernt er, die Stimmungen nach dem neuesten Befund auszurichten. Der Autor entdeckt in uns den negativen Konjunktiv: Etwas ist schön, wäre da nicht&#8230;Er spricht von der Einsamkeit der Großmutter in ihrem sinnlos spezialisierten Greisenalter. Daß seine Mutter ihre Mutterliebe wie ein Amt verwaltete; ihre Währung war Schuld und Liebesentzug. Alter, erklärt er, beginne an dem Tag, an dem man ein Medikament verschrieben bekommt, das man bis an sein Lebensende einnehmen muß. Leider gehen dem Autor schon bald so originelle Sätze aus, er verzettelt sich und langweilt über weite Teile hinweg. Dazu mag sein Konzept beitragen, das darin besteht, Aussagen von bekannten Persönlichkeiten der Kulturgeschichte oder auch gänzlich Unbekannte (Frau L.) zu zitieren und sie als eine Art Beweisführung für seine Thesen zu nutzen. Man wird also andauernd mit Äußerungen von Augustinus bis Picasso und Frau L. konfrontiert, die sich selbst gar nicht durch Sachkenntnis über den Knacks auszeichnen, in der Regel auch nur einmal genannt werden, und entsprechend ihrem Bekanntheitsgrad eher ablenken. Demzufolge hat das Buch ein mehrseitiges Personenregister, das vermerkt, auf welcher Seite Amy Winehouse (einmal) erwähnt wird, aber nichts zu ihrer Person. So ein pseudowissenschaftliches Vorgehen ist mir unverständlich. Der Knacks bei W. besteht natürlich auch in unserem Umgang mit der Natur: Die Krankheit der Welt mit Namen Homo Sapiens&#8221;. Auch wenn Willemsen keiner Religion anhängt, läßt er den Kosmonauten von der Schöpfung sprechen. Wie kann er die Natur über den Menschen stellen? Hat sie denn einen Wert&#8221;? Das Buch hinterläßt einen deprimierenden Eindruck, weil das mit dem Knacks stimmt, und unser Leben endgültig entzaubert. Lesen sollte man es deshalb.</p>
<p></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Matti</title>
		<link>http://www.top10-buecher.de/ISBN-3100921054-Roger-Willemsen-Der-Knacks/comment-page-1#comment-37106</link>
		<dc:creator>Matti</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 23:51:01 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Interessantes Thema schlecht verpackt&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Willemsen ist vor allem assoziativ in seinem Buch, was ein nicht immer passender Gegensatz zu seiner teilweise sehr akademischen Ausdrucksweise und den hin und wieder theoretisch anmutenden Teilen ist, denn von einer eher theoretischen Herangehensweise erwartet man dann auch eine gewisse durchdachte und hilfreiche Struktur. Die aber ist nicht wirklich zu entdecken. Auch erwartet man in diesem Fall eine gewissen Kürze, den Blick auf das Wesentliche und eine Reduktion im Sinne des roten Fadens. Aber auch dies ist nicht gegeben. 
&lt;br /&gt;Im eher literarischen Ansatz darf der Autor mehr durchscheinen. Allerdings ist auch hier das Maß entscheidend. Leider gelangt man beim Lesen dieses Essays immer wieder zu dem Eindruck, dass Willemsen sich beim Schreiben selbst auf die Schulter geklopft, mit purem Entzücken einzelne Passagen gelesen und sich im Anschluss zu seiner Genialität beglückwünscht hat. Als Leser fühlt man sich dabei so manches Mal zum stillen Bewunderer degradiert. 
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Von jemandem, der sehr offensichtlich schreiben kann - denn es sind durchaus gelungene Passagen enthalten - erwartet man als Leser mehr als diese hochstilisierte, verklausulierte und pathethische Sprache, die das Lesen zu allem anderen als einem Genuss macht. Dass die Erwartungen nicht erfüllt werden, ist sehr schade, denn als reflektierter und mitdenkender Leser hätte man sich gerne zusammen mit dem Autor auf die Suche gemacht nach diesen haarkleinen Rissen im eigenen Leben, dem Leben anderer und der Welt. 
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Für alle, die an dieser Stelle noch nicht genau wissen, was sie im Buch sprachlich erwartet, hier eine kleine Passage - wer die mag, greife beherzt und beruhigt zu: Der Knacks wirft sein Licht über die Rede wie ein Stroboskop: er ist nicht das Licht, er ist das Prinzip seiner Brechung, und ihn ihm splittert alles. Es entsteht eine gescheiterte Rede. Nicht, weil der Rede über das Scheitern das eigene Scheitern gut stünde, nicht, weil sie so kokett wäre, sich der geschlossenen Form zu verweigern, nicht um dieses linkische Gesicht von Geistesgegenwart zu zeigen, sondern weil sie nicht anders kann, scheitert sie und nimmt nur in diesem stillen Moment, das sie sich ihrem Misslingen ausliefert, die Pose einer Rede an, die nicht ausschließlich scheitern muss.&lt;br&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Interessantes Thema schlecht verpackt</strong><br />Willemsen ist vor allem assoziativ in seinem Buch, was ein nicht immer passender Gegensatz zu seiner teilweise sehr akademischen Ausdrucksweise und den hin und wieder theoretisch anmutenden Teilen ist, denn von einer eher theoretischen Herangehensweise erwartet man dann auch eine gewisse durchdachte und hilfreiche Struktur. Die aber ist nicht wirklich zu entdecken. Auch erwartet man in diesem Fall eine gewissen Kürze, den Blick auf das Wesentliche und eine Reduktion im Sinne des roten Fadens. Aber auch dies ist nicht gegeben.<br />
<br />Im eher literarischen Ansatz darf der Autor mehr durchscheinen. Allerdings ist auch hier das Maß entscheidend. Leider gelangt man beim Lesen dieses Essays immer wieder zu dem Eindruck, dass Willemsen sich beim Schreiben selbst auf die Schulter geklopft, mit purem Entzücken einzelne Passagen gelesen und sich im Anschluss zu seiner Genialität beglückwünscht hat. Als Leser fühlt man sich dabei so manches Mal zum stillen Bewunderer degradiert. </p>
<p>Von jemandem, der sehr offensichtlich schreiben kann - denn es sind durchaus gelungene Passagen enthalten - erwartet man als Leser mehr als diese hochstilisierte, verklausulierte und pathethische Sprache, die das Lesen zu allem anderen als einem Genuss macht. Dass die Erwartungen nicht erfüllt werden, ist sehr schade, denn als reflektierter und mitdenkender Leser hätte man sich gerne zusammen mit dem Autor auf die Suche gemacht nach diesen haarkleinen Rissen im eigenen Leben, dem Leben anderer und der Welt. </p>
<p>Für alle, die an dieser Stelle noch nicht genau wissen, was sie im Buch sprachlich erwartet, hier eine kleine Passage - wer die mag, greife beherzt und beruhigt zu: Der Knacks wirft sein Licht über die Rede wie ein Stroboskop: er ist nicht das Licht, er ist das Prinzip seiner Brechung, und ihn ihm splittert alles. Es entsteht eine gescheiterte Rede. Nicht, weil der Rede über das Scheitern das eigene Scheitern gut stünde, nicht, weil sie so kokett wäre, sich der geschlossenen Form zu verweigern, nicht um dieses linkische Gesicht von Geistesgegenwart zu zeigen, sondern weil sie nicht anders kann, scheitert sie und nimmt nur in diesem stillen Moment, das sie sich ihrem Misslingen ausliefert, die Pose einer Rede an, die nicht ausschließlich scheitern muss.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Brigitte</title>
		<link>http://www.top10-buecher.de/ISBN-3100921054-Roger-Willemsen-Der-Knacks/comment-page-1#comment-36671</link>
		<dc:creator>Brigitte</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 01:17:02 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Der Knacks&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Wunderbare deutsche Sprache. Willemsen war sicher der Star seiner Deutschlehrer. Schon alleine wegen der Sprache lohnt sich das Lesen.
&lt;br /&gt;Buch wie neu, danke.&lt;br&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Knacks</strong><br />Wunderbare deutsche Sprache. Willemsen war sicher der Star seiner Deutschlehrer. Schon alleine wegen der Sprache lohnt sich das Lesen.<br />
<br />Buch wie neu, danke.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Wanda</title>
		<link>http://www.top10-buecher.de/ISBN-3100921054-Roger-Willemsen-Der-Knacks/comment-page-1#comment-35145</link>
		<dc:creator>Wanda</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 10:00:04 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Laute und leise Knackse&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Seit Lektüre der "Deutschlandreise" läßt mir Roger Willemsen keine Ruhe mehr: mit ihm ins Innerste des Landes zu reisen war ein nachhaltiges Erlebnis, horizonterweiternd und auch blickverstellend. Nun dieser "Knacks"! Jeder hat ihn in seinem Leben erleben oder erleiden müssen, sanft oder brutal, vielleicht auch dabei die Orientierung und den Boden unter den Füßen verloren, manchmal ging es auch glimpflich ab und Veränderungen vollzogen sich ganz leise und schleichend und nebenbei. Der Autor beschreibt viele "Knackse" unterschiedlicher Schwere in ihren Auswirkungen auf das Leben und Weiterleben und beweist aufs Neue, dass er außer Dichter und Autor ein kritischer Zeitgenosse und grandioser Philosoph ist. Lesen, lesen, lesen!!!&lt;br&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Laute und leise Knackse</strong><br />Seit Lektüre der &#8220;Deutschlandreise&#8221; läßt mir Roger Willemsen keine Ruhe mehr: mit ihm ins Innerste des Landes zu reisen war ein nachhaltiges Erlebnis, horizonterweiternd und auch blickverstellend. Nun dieser &#8220;Knacks&#8221;! Jeder hat ihn in seinem Leben erleben oder erleiden müssen, sanft oder brutal, vielleicht auch dabei die Orientierung und den Boden unter den Füßen verloren, manchmal ging es auch glimpflich ab und Veränderungen vollzogen sich ganz leise und schleichend und nebenbei. Der Autor beschreibt viele &#8220;Knackse&#8221; unterschiedlicher Schwere in ihren Auswirkungen auf das Leben und Weiterleben und beweist aufs Neue, dass er außer Dichter und Autor ein kritischer Zeitgenosse und grandioser Philosoph ist. Lesen, lesen, lesen!!!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Ken</title>
		<link>http://www.top10-buecher.de/ISBN-3100921054-Roger-Willemsen-Der-Knacks/comment-page-1#comment-30881</link>
		<dc:creator>Ken</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 02:34:03 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;"Jene werden keine Grenzen setzen ihrer Bosheit..." (Zitat Leonardo da Vinci)&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Roger Willemsen ist sympathisch und nett, er redet und redet, will mitteilen, flutet über, ein Sonnenschein der Gedanken. Er schreibt so wie er spricht. Vieles muss man überlesen, schnell lesen, um jene Perlen zu fischen, die sich so ausdrücken: "Wenn Kinder um nichts spielen, spielen sie um ihre Ehre. Wenn Politiker aufs Ganze gehen, geben sie ihr Ehrenwort." Seine Ableitung des herrischen Ehrenwortes, das in der femininen Logik keinen Platz hat: grandios!
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Ich habe dieses Buch immer wieder gelesen, bin auf unterschiedlichsten Seiten eingestiegen und die Satzperlen entdeckt, die er so wortreich umschreibt, in großen Gedankenableitungshinführungssätzen. Und man wird fast auf jeder Seite fündig. Er sollte diese Sätze einfach hervorheben, unterstreichen, gelb markieren, dann könnte man um diese Sätze herum lesen, von ihnen weg, zu ihnen hin, ganz im Stil moderner, lateraler Literatur. 
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Roger Willemsen bietet keine leichte Kost, zweifellos. Aber er fordert zum Mitdenken auf, zum wirklichen Einlesen. Ein leichter Husch drüber weg, das geht hier nicht. Wenn man sich einlässt, Zeit hat, gewinnt man, zweifellos. Sein welkender Blick auf das Herbstliche, Novembrige, sein lustvolles Verglühen am Schlechten der Welt, das Zitat von Leonardo da Vinci sitzt in der 12: "Wesen auf der Welt werden sein auf Erden, die werden ewig streiten, das eine wider das andere, mit sehr großem Schaden und häufigem Tod auf jeder Seite. Jene werden keine Grenzen setzen ihrer Bosheit; mit ihren rasenden Gliedern wird ein Großteil der Bäume von der Erde unermesslichen Wäldern niedergemacht."
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;"Geburt und Tod sind die einzigen Kategorien, unter denen jeder Mensch gewöhnlich schön erscheint." Roger Willemsen gelingt eine schwierige Gradwanderung zwischen Gefühl und Realität, zwischen optimistischer Melancholie und einem stärkeren Erleben des Augenblicks. So wie Astronauten zuletzt nur noch Naturgeräusche auf ihre Flüge mitnahmen (Regen, Vogelgesang, Wind, Donner) gelingt es Willemsen den Knacks, also die Einbrüche des Lebens, in etwas Natürliches, Schönes und Menschliches umzuwandeln. Ein Astronaut der tieferen Gedanken, vergleichbar den wirklichen Astronauten des Alls, die alle von einer bewahrten Schöpfung träum(t)en. &lt;br&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Jene werden keine Grenzen setzen ihrer Bosheit&#8230;&#8221; (Zitat Leonardo da Vinci)</strong><br />Roger Willemsen ist sympathisch und nett, er redet und redet, will mitteilen, flutet über, ein Sonnenschein der Gedanken. Er schreibt so wie er spricht. Vieles muss man überlesen, schnell lesen, um jene Perlen zu fischen, die sich so ausdrücken: &#8220;Wenn Kinder um nichts spielen, spielen sie um ihre Ehre. Wenn Politiker aufs Ganze gehen, geben sie ihr Ehrenwort.&#8221; Seine Ableitung des herrischen Ehrenwortes, das in der femininen Logik keinen Platz hat: grandios!</p>
<p>Ich habe dieses Buch immer wieder gelesen, bin auf unterschiedlichsten Seiten eingestiegen und die Satzperlen entdeckt, die er so wortreich umschreibt, in großen Gedankenableitungshinführungssätzen. Und man wird fast auf jeder Seite fündig. Er sollte diese Sätze einfach hervorheben, unterstreichen, gelb markieren, dann könnte man um diese Sätze herum lesen, von ihnen weg, zu ihnen hin, ganz im Stil moderner, lateraler Literatur. </p>
<p>Roger Willemsen bietet keine leichte Kost, zweifellos. Aber er fordert zum Mitdenken auf, zum wirklichen Einlesen. Ein leichter Husch drüber weg, das geht hier nicht. Wenn man sich einlässt, Zeit hat, gewinnt man, zweifellos. Sein welkender Blick auf das Herbstliche, Novembrige, sein lustvolles Verglühen am Schlechten der Welt, das Zitat von Leonardo da Vinci sitzt in der 12: &#8220;Wesen auf der Welt werden sein auf Erden, die werden ewig streiten, das eine wider das andere, mit sehr großem Schaden und häufigem Tod auf jeder Seite. Jene werden keine Grenzen setzen ihrer Bosheit; mit ihren rasenden Gliedern wird ein Großteil der Bäume von der Erde unermesslichen Wäldern niedergemacht.&#8221;</p>
<p>&#8220;Geburt und Tod sind die einzigen Kategorien, unter denen jeder Mensch gewöhnlich schön erscheint.&#8221; Roger Willemsen gelingt eine schwierige Gradwanderung zwischen Gefühl und Realität, zwischen optimistischer Melancholie und einem stärkeren Erleben des Augenblicks. So wie Astronauten zuletzt nur noch Naturgeräusche auf ihre Flüge mitnahmen (Regen, Vogelgesang, Wind, Donner) gelingt es Willemsen den Knacks, also die Einbrüche des Lebens, in etwas Natürliches, Schönes und Menschliches umzuwandeln. Ein Astronaut der tieferen Gedanken, vergleichbar den wirklichen Astronauten des Alls, die alle von einer bewahrten Schöpfung träum(t)en. </p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Finja</title>
		<link>http://www.top10-buecher.de/ISBN-3100921054-Roger-Willemsen-Der-Knacks/comment-page-1#comment-30882</link>
		<dc:creator>Finja</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 02:34:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">#comment-30882</guid>
		<description>&lt;strong&gt;Unsägliches Blendwerk&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Der überflüssigste Satz, den ich jemals in einem Buch gelesen habe: Damit war ein Apercu geboren". Und das auch noch gleich zu Beginn! Oh Roger...
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Bereits zu seiner aktiven Fernsehzeit konnte ich nicht umhin, in Willemsen stets den Lothar Matthäus der ach so Intellektuellen und mit Bildung Vollgepfropften zu sehen: er redet und redet, er formuliert, er drechselt, er fabuliert, er entwirft Bilder und Assoziationen und Querverweise ohne Unterlass - schön klingt das und äußerst elegant -, aber wo bitte ist die Substanz hinter diesem gleißenden, eloquenten Blendwerk? Eine lecker aussehende Nuss ohne Kern. Eine Theaterkulisse. Es erinnerte mich immer unschön an das häufig im Hörsaal anzutreffende Uni-Geschwafel derjenigen, die dringend ihre Luft verpacken müssen - genügend Fremdwörter und ausreichend Zitate hineingepackt, dann ist es fast schon eine eigene Leistung. Man kommt wunderbar damit durch und häufig gereicht es sogar zu höheren Weihen.
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Ich werde nie vergessen, wie einst ein von Willemsen interviewter Promi (hab leider den Namen vergessen) irritiert nachfragte: Was wollen Sie eigentlich inhaltlich mit ihrer Frage wissen? Ich habe sie nämlich nicht verstanden." Darauf Willemsen, wie immer spitzbübisch lächelnd: "Ich auch nicht." Tja, ertappt.
&lt;br /&gt;Und so ist es auch im Buch. Der Autor hat nicht viel zu sagen. Er hat nicht viel zu erzählen. Also wird es hübsch eingepackt und hinter blumigen Geschwafel versteckt.
&lt;br /&gt;"Die Beschleunigung verriet sich im Komparativen."
&lt;br /&gt;"Will er ihm vorbeugen, muss er dem Imperativ seiner physischen Strapaze folgen."
&lt;br /&gt;Gekünstelt ist das, eitel und selbstverliebt. Unsäglich. 
&lt;br /&gt;&lt;br&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unsägliches Blendwerk</strong><br />Der überflüssigste Satz, den ich jemals in einem Buch gelesen habe: Damit war ein Apercu geboren&#8221;. Und das auch noch gleich zu Beginn! Oh Roger&#8230;</p>
<p>Bereits zu seiner aktiven Fernsehzeit konnte ich nicht umhin, in Willemsen stets den Lothar Matthäus der ach so Intellektuellen und mit Bildung Vollgepfropften zu sehen: er redet und redet, er formuliert, er drechselt, er fabuliert, er entwirft Bilder und Assoziationen und Querverweise ohne Unterlass - schön klingt das und äußerst elegant -, aber wo bitte ist die Substanz hinter diesem gleißenden, eloquenten Blendwerk? Eine lecker aussehende Nuss ohne Kern. Eine Theaterkulisse. Es erinnerte mich immer unschön an das häufig im Hörsaal anzutreffende Uni-Geschwafel derjenigen, die dringend ihre Luft verpacken müssen - genügend Fremdwörter und ausreichend Zitate hineingepackt, dann ist es fast schon eine eigene Leistung. Man kommt wunderbar damit durch und häufig gereicht es sogar zu höheren Weihen.</p>
<p>Ich werde nie vergessen, wie einst ein von Willemsen interviewter Promi (hab leider den Namen vergessen) irritiert nachfragte: Was wollen Sie eigentlich inhaltlich mit ihrer Frage wissen? Ich habe sie nämlich nicht verstanden.&#8221; Darauf Willemsen, wie immer spitzbübisch lächelnd: &#8220;Ich auch nicht.&#8221; Tja, ertappt.<br />
<br />Und so ist es auch im Buch. Der Autor hat nicht viel zu sagen. Er hat nicht viel zu erzählen. Also wird es hübsch eingepackt und hinter blumigen Geschwafel versteckt.<br />
<br />&#8220;Die Beschleunigung verriet sich im Komparativen.&#8221;<br />
<br />&#8220;Will er ihm vorbeugen, muss er dem Imperativ seiner physischen Strapaze folgen.&#8221;<br />
<br />Gekünstelt ist das, eitel und selbstverliebt. Unsäglich. </p>
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		<title>Von: Arney</title>
		<link>http://www.top10-buecher.de/ISBN-3100921054-Roger-Willemsen-Der-Knacks/comment-page-1#comment-29961</link>
		<dc:creator>Arney</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 05:34:12 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Selbstverliebt - geschraubt - verschwurbelt&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;"Man verzögert sich und ist in diesem Augenblick bei sich, festgehalten von einem Zustand vor der Tat, gebrochen in der Nicht-Identität mit dem eigenen Handeln und doch eingefroren in der Immunität des Moments..."!  
&lt;br /&gt;Das ist noch ein wenig geschraubter Satz in diesem Buch. Gibt es keine Lektoren mehr? Nullkommanull Leidenschaft in diesem künstlichen, technokratisch-intellektuellen Text; bei dem Thema ein arges Versäumnis! - Ansonsten mag ich Willemsen, in diesem Fall aber: Au weia, Finger von...
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Zum Hörbuch: Meistens sind professionelle Sprecher einfach besser!&lt;br&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Selbstverliebt - geschraubt - verschwurbelt</strong><br />&#8220;Man verzögert sich und ist in diesem Augenblick bei sich, festgehalten von einem Zustand vor der Tat, gebrochen in der Nicht-Identität mit dem eigenen Handeln und doch eingefroren in der Immunität des Moments&#8230;&#8221;!<br />
<br />Das ist noch ein wenig geschraubter Satz in diesem Buch. Gibt es keine Lektoren mehr? Nullkommanull Leidenschaft in diesem künstlichen, technokratisch-intellektuellen Text; bei dem Thema ein arges Versäumnis! - Ansonsten mag ich Willemsen, in diesem Fall aber: Au weia, Finger von&#8230;</p>
<p>Zum Hörbuch: Meistens sind professionelle Sprecher einfach besser!</p>
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