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23 Kommentare zu „Krabat: Roman Buch zum Film (Otfried Preußler)“
Kinderbuch ganz groß Ich finde, dass dieses Buch in Schulen gelesen werden sollte. Die Story und die Rethorik sind super und ich liebe es einfach. Für Kinder und auch für Erwachsene gleichermaßen spannend und bezaubernd…
schön… aber… Mir hat Krabat sehr gut gefallen!! Trotzdem haben mir die anderen Bücher, wie “Die kleine Hexe” und “Das kleine Gespenst” einen Tick besser gefallen.
Aber die Geschichte ist sehr spannend erzählt und es war schön zu sehen, wie sich Krabat im Laufe der Zeit verändert.
Und es zeigt mir, dass man immer an sich selbst glauben soll!!!
Wozu die Aufregung? Also gut, da hab ich dieses Buch also auch gelesen, weil es plötzlich so viel “beschrieben” wird. Ich weiß nicht, was das Tamtam darumherum soll.
Das Buch ist als Jugendbuch sicherlich ganz in Ordnung. Der 14-jährige Krabat wird von einer dunklen Macht in eine Mühle gelockt und diese Macht wird ihn 3 Jahre seines Lebens beherrschen. Er lernt währenddesssen die Liebe, den Tod, Freundschaft, Enttäuschungen, Arbeit - kurzum das Leben kennen und muss sich am Ende auch noch entscheiden…
Nette Geschichte, für das Zielpublikum (eben Jugendliche um die 13, 14 Jahre) ganz ordentlich geschrieben. Als Erwachsener war mir das dann aber doch etwas zu wenig. Die Charaktere nur gestreift, das Ende mit Verlaub wie wir in Österreich sagen “sehr gehudelt” und mir persönlich hat die Spannung im Buch gefehlt. Da ist nichts, was mich wirklich gefesselt hätte. Vieles kratzt halt nur an der Oberfläche (auch die eher kreativeren, phantasievolleren Passagen).
Ein wenig überrascht bin ich, dass dieses Buch anscheinend jetzt in den Schulen verwendet wird. Es hat sich einiges geändert, seit ich die Schulbank gedrückt habe. Aber da ziehe ich dann doch einen “Faust” diesem Buch vor - könnte daran liegen, dass Goethe halt was “Handfesteres” ist. Aber zurück zur Schule: man kann bestimmt sehr viele Interpretationen und Analysen bzw. Schlüsse auf das Leben im Allgemeinen machen. So gesehen also doch was für den Deutschunterricht.
Begeistert hat es mich nicht, enttäuscht auch nicht. Ein wenig langatmig vielleicht und gewisse Fragen, die das Ganze vielleicht interessanter gemacht hätten, bleiben total unbeatwortet. Für Jugendliche ist es aber, so könnte ich mir vorstellen, bestimmt ein nettes Buch. Für Erwachsene: na ja.
Mut zum Innehalten, zur kraftvollen Ruhe… Mich überrascht es, daß “Krabat” heutzutage offensichtlich ein Schul-Literaturbuch ist. Das bezeugen hier ja etliche Schüler-Rezensionen.
Donnerwetter! Denn gefällige Kinder- und Jugendbuchkost ist es nun weniger, sondern bei aller Erzählruhe sehr mystisch, tiefgründig, spirituell.
Der Harry-Potter-Vergleich, den ich hier manchmal las, ist nicht ganz fair, da man in dem Falle Äpfel mit Birnen vergleicht. Bloß, weil Magie im Spiel ist, fallen für mich die beiden Werke nicht in einen Bereich.
Potter ist ein reines Abenteuerbuch, Phantastische Kinder- und Jugendbuchliteratur, wo es viel um Kampf gegen das Böse, Spannung pur, Herzensweisheiten und Freude am Magischen gibt. Und DEN Helden und seine Freunde.
“Krabat” hingegen basiert nicht auf einer bunten Autoren-Phantasie, sondern auf einer Sage. Ich habe mir das Buch spontan gekauft, weil mich (zugegeben) die Film-Besprechungen neugierig gemacht haben. Und ich wollte erst das Buch lesen, was mir in der deutschen Literatur-Fülle bisher nicht auffiel. Genauso, wie Preußler in meinem DDR-Kinderbuchschrank nicht vorkam. Selbst olle Hotzenplotz und die kleine Hexe waren nur Begriffe, mehr nicht.
Also holte ich jetzt den verpaßten Klassiker nach und bin tief beeindruckt. Erst irritierte mich die Ruhe der Erzählweise, der zuweilen fast schon monotone Rhythmus. Da ist man heutzutage eben mehr “Action” und Bewegung gewohnt.
Krabats Herkunft wird schmucklos und wortarm beschrieben: Daß die Eltern an einer schlimmen Krankheit starben und Krabat früh zum Waisen wurde, ist nahezu ein Nebensatz. Danach hätte er beim Pfarrer in geordneten Verhältnissen aufwachsen können, aber das hielt der Rauheits- und Schlichtheits-gewohnte, barfüßige Hirtensohn nicht aus. Er schloß sich Betteljungs an und ersang sich mit denen eben das täglich Brot.
Bis eines Nachts im Traume Raben erscheinen und eine magisch-faszinierende Stimme Krabat in eine bestimmte Mühle befiehlt. Drei Mal träumt Krabat von diesem Ruf, dann folgt er ihm tatsächlich.
Er findet sich mit elf anderen Müllerburschen als Lehrling eines unheimlichen Meisters wieder. Tagsüber wird tatsächlich hart gearbeitet und das Müller-Handwerk gelernt. Einmal wöchentlich aber erhalten die Jungs, in Rabengestalt, Unterricht in schwarzer und sonstiger Magie. Wobei es dem Meister egal zu sein scheint, ob seine Jungs hier etwas lernen. Jeder erhält den Unterricht, wird abgefragt (ohne Konsequenz bei Versagen) - und was jeder nun daraus macht, ist die Sache des Einzelnen.
Manches ist unterschwellig-bedrohlich. So Träume Krabats, in denen er versucht, aus der Mühle zu fliehen - vergeblich. Oder die aufkeimende Beobachtung, daß einer der Jungs wohl als Spitzel für den Meister fungiert, der Ungehorsam hart bestraft. Allerdings unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Der Leser erlebt nur einmal direkt eine Bestrafung Krabats mit, der - in ein Pferd verwandelt - vom Meister fast zuschanden geritten wird. - Oder der Bericht des Burschenältesten, Tonda, der sich Krabats annimmt und ihm erklärt, daß “Verlieben” für die Müllersjungs gefährlich ist: Sie brächten Mädchen kein Glück.
Doch es bleibt über weite Strecken eben eine unterschwellige Bedrohung, auf die sich Preußler faszinierenderweise verläßt. Er hat die Ruhe, ausgiebig den Alltag, die Lehrzeit, die drei Jahre Krabats an der Mühle sich entwickeln zu lassen. Ohne “Knalleffekt”.
Dafür baut er die drei Lehrjahre an Fixpunkten wie Jahreszeiten, dadurch immer wiederkehrende Pflichten der Jungs und traditionellen Feiertagshandlungen auf, die mir mehr Gefühl für die Zeit, Entwicklungen gaben als viele Autoren-Inhaltserklärungen es hätten schaffen können. Ich entwickelte mich quasi mit Krabat mit, wenn ich, lesend, im zweiten und dritten Jahr die selben Abläufe “routiniert” wieder erlebte, die Krabat (mit mir zusammen) vorher als Neuling erfuhr.
Nun kann Krabat erfahrener auf diese Alltagsmomente reagieren und seinerseits Neulinge so begleiten, wie Tonda einst ihn beglitt.
Denn: Jedes Jahr an Silvester kommt einer der Burschen zu Tode und wird schnellstmöglich beerdigt. Und noch am selben Abend durch einen neuen Jungen ersetzt.
Warum… darüber wird nicht geredet. Es ist eben so, und es ist besser, es nie zu thematisieren. Bei zwölf Kameraden ist die Chance recht groß, daß alljährlich der Kelch an einem vorbeigeht und einen Anderen trifft…
Und da ist auch noch der nächtliche Besucher mit der Feuerfeder, vor dem der Meister Angst zu haben scheint und der in regelmäßigen Abständen nachts die Mühle mit seinem Auftrag beansprucht bis zum Morgengrauen.
Krabat gerät so nach und nach in Bewährungssituationen: Es geht um Kameradschaft. Zusammenhalt. Aber auch Gehorsam. Der Meister ist ja nicht nur widerlich und gefährlich, sondern faszinierend. Und Krabat lernt viel, ist ehrgeizig, und Lob läßt ihn nicht kalt.
Es wird spürbar, daß er durch seine innere Kraft und Neugier für den Meister sowohl zur Bedrohung als auch zur interessanten Figur mit Nachfolge-Qualitäten wird. Denn auch der Meister ist “nur” ein Mensch, der einst seinen Weg wählte und eine dunkle Macht entwickelte. Der eines Tages an einen Schüler übergeben und weiter hinaus will, als eine Mühle es ihm bieten kann. Willensstarke, begabte Schüler sind für ihn also sowohl Chance und auch Gefahr - je nachdem, wie sie sich entscheiden…
Und für mich als Leserin wurde es gut fühlbar, daß es um mehr geht als um eine klassische Gut-Böse-Entscheidung. MACHT ist auch ein Elixier, begehrenswert, faszinierend. Wer verstünde es nicht, daß Wohlstand, Einfluß, Anerkennung verlockend klingen, wenn als Gegenangebot ein Leben im Elend droht? Belanglos, voller Leid, Hunger, Qual und Mühe…
Natürlich verliebt sich Krabat. Natürlich hat er Angst um das Mädchen, dessen Namen er geheimhält und den auch der Leser nie erfährt.
Er erkennt auch so nach und nach, daß es in der Gemeinschaft Kräfte gibt, die er lange ignorierte. Daß man sich bei aller Abhängigkeit vor so einem Meister auch schützen und emanzipieren kann. Nicht immer absolut, aber man muß auch nicht NUR ausgeliefert sein.
Ich liebe auch das häufige Märchen-Erlösungs-Bild, wo ein Liebender den Geliebten aus einer Menge heraus erkennen muß. Chancenlos, eigentlich. In “Jorinde und Joringel” ist die Geliebte als Vogel unter anderen Vögeln zu ermitteln. In einem anderen Märchen sind die Mädchen bis aufs Haar gleich, und der Bewerber schafft es nur mit Hilfe von Tieren (Bienen), die erkennen, daß die Geliebte als Einzige zum Frühstück Honig aß.
Dieses Motiv baut Preußler hier wunderbar ein…
Ein Buch, das man wohl mehrfach lesen muß, von Zeit zu Zeit, ehe man es wirklich erfaßt hat in seiner ganzen Tiefe. Es gibt mir nichts vor, nimmt mir nichts ab. Ich muß innehalten und mich drauf einlassen. Ansonsten rauscht es, angeblich Höhepunktelos, an mir vorbei.
Ich bin nun sehr gespannt auf den Film und weitere Preußler-Bücher! Und darauf, wie das Buch zu Weihnachten meinem Neffen gefällt, wie es also auf Kinder wirkt…
Unterm Strich durchaus empfehlenswert Und das meint die Klasse 7c des Kreisgymnasiums Bad Krozingen, die den Roman kurz vor dem Filmstart 2008 gelesen hat:
In unserer Klasse gab es teilweise übereinstimmende, aber auch sehr unterschiedliche Meinungen zu Otfried Preußlers Roman, positive wie negative. Hier eine Zusammenfassung des Ganzen:
Manche haben das Buch als sehr spannend empfunden, andere als etwas langweilig. Durch die zurückgehaltenen Informationen, die überall in der Geschichte eingebaut sind, wirkt das Geschehen sehr geheimnisvoll. Da der Roman vor allem von schwarzer Magie” handelt, herrscht insgesamt eine relativ dunkle oder düstere Atmosphäre vor. Otfried Preußler hätte vielleicht noch etwas mehr weiße Magie” einfließen lassen können, wie er das ja teilweise tut.
Das Leben Krabats und der anderen Müllerburschen in der Mühle hat der Autor sehr treffend beschrieben, leider wurde aber viel wiederholt, was die Geschichte für einige von uns etwas langatmig und eintönig erscheinen ließ. Auch weil der Ablauf des zweiten Jahres dem Ablauf des ersten Jahres sehr glich.
Der Roman enthält viele fantastische Motive, zum Beispiel eine fliegende Kutsche, ein Zauberbuch -Koraktor” genannt-, dessen Blätter schwarz sind, dessen Schrift aber weiß ist, die elf Raben, die schließlich wieder zwölf sind, das Mädchen Kantorka mit ihrer anderen Art” von Magie und den Herrn Gevatter, der eine Umschreibung dessen ist, was sich manche Menschen vielleicht als den Tod oder den Teufel vorstellen. Nur um mal einige Beispiele zu nennen.
Andererseits ist das Buch aber auch realistisch geschrieben. Mit Dörfern, Städten,Gegenden und Landschaften, die es auch in der Wirklichkeit gibt. Oder den verschiedenen Bräuchen und dem Tagesablauf der Müllerburschen auf der Mühle. So kann man sich ganz gut vorstellen, wie das Leben vor etwa 300 Jahren im Wendland ausgesehen hat.
Schade ist, wie schon erwähnt, die hohe Anzahl an lückenhaften Informationen. Der Schluss war vielen zu ungenau, und es blieben viele Fragen offen:
- Wieso mussten die Müllerburschen Knochen und Zähne mahlen?
- Was passiert am Ende mit den Müllerburschen?
- Welcher Art war die Verbindung zwischen dem Herrn Gevatter und dem Meister? Und wieso hat diese Verbindung überhaupt existiert?
Die Antworten auf diese Fragen fehlen. Vielleicht wollte Otfried Preußler, dass der Leser sich die Antwort selbst ausdenkt. Oder aber er wollte sich nicht festlegen und alles erklären.
Noch mehr wollen wir euch jetzt aber nicht verraten. Falls einige den Eindruck bekommen haben sollten, dass es sich nicht lohnt, diesen Roman zu lesen, müssen wir widersprechen: Alles in allem haben wir dieses Buch gerne gelesen und können es nur weiterempfehlen !!!!!
Brezan versus Preußler Vorab: “Buch zum Film” ist reines Marketing, das Buch gibt es schon seit Langem, und der Stoff ist, auch als literarische Bearbeitung, noch viel älter. Wer diesen in einer tiefergehenden, radikaleren und sprachlich reicheren Version lesen möchte, dem seien die Krabat-Bücher des sorbischen Schriftstellers Jurij Brezan empfohlen. Es gibt drei Bücher, von denen nur das erste, “Die schwarze Mühle”, ein Jugendbuch ist - aber dafür schon ziemlich heftig. Es wurde kürzlich vom sorbischen Verlag Domowina neu aufgelegt. Das erste Buch wurde in der Aufbau-Euphorie des Sozialismus geschrieben, das zweite in der Erkenntnis der Probleme dieses Systems, das dritte, “Krabat oder die Verwandlung der Welt”, nach der Wende. Letzteres ist gerade bei Suhrkamp als Taschenbuch neu aufgelegt worden, mit einem Vorwort von Peter Handke. In der Behandlung des Stoffes und auch von der Sprache her ist Brezan unübertroffen, da kann Preußler, ehrlich gesagt, einpacken. Allerdings ist Preußler viel bekannter, sicher hängt das mit seiner eher schlichten Darstellung zusammen, die für sich genommen als Märchen ja durchaus reizvoll ist. Andererseits geht dieser Bekanntheitsunterschied wohl auch auf den “literaturbetrieblichen Systemkrieg” nach der Wende zurück, bei dem viele gute Werke (und Autoren) unter die Räder kamen. Wirklich problematischer ist jedoch, dass Preußler auch die Lehrmaterialien für Schulen zum Thema verfasst hat. Hier wäre ein unabhängiger Autor besser gewesen, der sich auf beide Versionen hätte beziehen können.
Kindheitserinnerung Das Buch habe ich bereits als Kind gelesen und es hat mich damals schon fasziniert. Durch den Film ( den ich bisher nicht gesehen habe ) wurde ich wieder an das Buch erinnert und ich habe es mir gekauft und nochmals gelesen. Es war wie damals faszinierend. Natürlich sieht man es als Erwachsener mit etwas anderen Augen, aber es ist trotzdem ein empfehlenswertes Buch! Auch für Erwachsene!
Krabat — das Buch !! TOP Hier mal wieder ein Buch was sich wirklich lohnt. Nach dem Film und dem Hörbuch .. kann ich es nur jedem empfehlen egal welches Alter.
Das Buch lohnt sich auf jeden Fall. Spannend und interesant bis zur letzen Seite.
Krabat Ein Buch welches, schnell zu lesen ist, ist eine sehr gute Handlung, allerdings werden Szenen durch das erlebte öfters wiederholt, so dass es manchmal langweilig ist, es zu lesen, aber dadurch man selber wissen möchte was passiert, liest man automatich weiter. (man kann die betreffenden Seiten auch überblättern, die Handlung bzw. der Zusammenhang geht dadurch nicht verloren) Das Buch ist auf jeden Fall empfehlenswert
Krabat von Otfried Preussler (2008) besonders gute schnelle Lieferung, durch den Großdruck schnell und gut zu lesen. Eine gute Ergänzung oder auch nach oder vor dem Film immer noch lesenswert. Auch heute noch ein gutes Kinderbuch auch für Erwachsene.
Einfach super !!!!!! Krabat von Otfried Preußler ist einfach ein wunderbares Buch indem man in eine andere Welt eintauchen kann. Es geht um einen Jungen namens Krabat der eines Tages zu einer Mühle gerufen wird in der man nicht nur das Mühlerhandwerk erlährnt. Dort erlebt er jede Menge merkwürdige und schaurige Dinge. Außerdem begibt er sich in höchste Gefahr. Und wenn du jetzt wissenwillst wie das Buch weiter geht dann kauf es!!!!!!!!!!!
In 3 Tagen durchgelesen Dieses Buch ist sehr spannend, ohne ausschweifungen, geschrieben.
Es kommen kaum Fremdwörter darin vor, wo man ständig nachschlagen muß.
Leider ist der Film mit dem Buch nicht vergleichbar. Aber das ist ja immer so.
Wer gerne Harry Potter ließt, wird dieses Buch lieben.
Absolut lesenswert Komm nach Schwarzkollm, zur Mühle im Koselbruch! Diesen Ruf hört der 14-jährige Waisenjunge Krabat eines Nachts im Traum. Nachdem er diesen traum 3 Mal geträumt hat, folgt er dem unheimlichen Ruf und zieht zur Mühle im Koselbruch, wo er vom grusligen einäugigen Müllermeister empfangen wird. Mitten in der Nacht wird er wach und findet sich umringt von seinen 11 Müllerburschen und späteren Kameraden. Krabat hat schwer zu schuften, als Müllerlehrling, aber er findet auch einen guten Freund, der ihm das Leben ein wenig leichter macht. Zuerst kann sich Krabat keinen Reim auf die unheimlichen Vorkommnisse machen, aber als er dann eines Freitag nachts endlich in die schwarze Schule aufgenommen wird um Zauberei zu lernen, beginnt er sich seinen Teil zusammen zu reimen. Als sein guter Freund Tonda in der ersten Sylvesternacht auf mysteriöse Weise stirbt, und ein Jahr später sein Freund Michal, beschließt er die beiden zu rächen und alle anderen vom Meister zu befreien.
Dies ist ein sehr schönes Buch und für Kinder eine schwere Kost, weshalb ich es nicht zur einfachen Kinder- und Jugendliteratur zählen würde. Preußlers ruhiger Erzählstil macht die ganze Sache zum Teil noch unheimlicher, lässt den Leser aber klar der Handlung folgen. Der Schluss kommt ein wenig abrupt, aber nicht unerwartet für Preußlers Stil, denn überschwängliche Ausschmückungen sucht man hier vergeblich.
prodesse et delectare Die Handlung ist im Südsachsen, des frühen 18. Jahrhunderts angesiedelt.
Krabat, ein vierzehnjähriger sorbischer (wendischer) Bettlerjunge, gerät, von einem Traum geführt, als Müllerlehrling in die schwarze Schule eines Müllermeisters. Neugier ist es, neben der dunklen Macht des Müllers, wohl, die ihn nicht von Anfang an davon laufen lässt. Noch sind die Vorteile die ihn die Anstellung bietet größer: ein Bett, Essen, ein oder zwei Freunde - und die Verlockung der Macht der Magie. Doch mehr und mehr überwiegen die Schattenseiten dieser Macht. Und Krabat bemerkt, dass er sich wehren muss. Und so läuft es auf den Kampf von Gut und Böse hinaus. Liebe, Freundschaft und Mut, in ihrer reinen Form, erweisen sich als die Mittel die es ermöglichen das Böse zu besiegen.
Preuslers Buch basiert auf eine alten lausitzer (genauer: wendischen) Volkssage. Durch die genaue Beschreibung des Mühlenalltages, so wie die Schilderung von Aberglauben und Brauchtums der ländlichen Bevölkerung vermag er sowohl die düster Atmosphäre zu verstärken, als auch, unterstützt durch Syntax und Vokabular, die Zeit in der die Geschichte angesiedelt ist lebhaft hervortreten zu lassen ohne dabei jedoch die Lesbarkeit des Textes zu beeinträchtigen.
Die zwölf Mitgesellen und der Müller bleiben zunächst Randfiguren. Genau damit unterstütz Preußler die unsichere, düstere Atmosphäre auf dem Mühlenhof. Erst nach und nach kristallisieren sich Freund und Feind deutlich heraus.
Krabat reift in den drei Lehrjahren (eigentlich neun Menschenjahre) auf der Mühle zu einem selbstständig denkenden Individuum mit eigene Wertmaßstäben heran. Diese Entwicklung erst ermöglicht es ihm sich gegen die Verlockungen der Macht für den vielleicht beschwerlicheren aber richtigen Weg ohne Magie zu entscheiden. Doch erst durch Unterstützung, durch Liebe (Kantorka) und der Freundschaft (Tonka, Juro) ist ein Sieg möglich. Und so ist Krabat auch ein Entwicklungsroman.
Preusler ist bei der Zeichnung der Figuren und der Herausstellung der Werte genauer und konsequenter als die Quelle, was angesichts eines gestiegenen Lebensstandards (in der Quelle behält Krabat seine Zauberkräfte und sichert sich und Andern dadurch das Überleben), veränderten Sozial- und Gesellschaftsstrukturen und der Einteilung der Zeitgeschichte in Vor- und Nach-Freud nicht wundert. Auch spielt die Gattung dabei eine nicht unerhebliche Rolle: natürlich hat ein 250-seitiges Jugendbuch mehr Möglichkeiten zur Entfaltung der Charaktere, als eine zunächst mündlich tradierte Sage.
Dieses Buch ist ein absolutes Meisterwerk, welches ein differenziertes Bild auf die damalige Zeit liefert und dabei spannend unterhält. Der aufmerksame und aufgeschlossen Leser (egal welchen Alters) erhält gleichsam eine Vielzahl kulturgeschichtlicher Informationen. Und damit ist Preuslers Krabat in bester Horaz -Manier (be) lehrend und unterhaltend.
Nicht nur ein Kinderbuch Otfried Preußler - als Kinderbuch-Autor durchaus bekannt, hat mit dem Werk: “Krabat” ein Meisterstück abgeliefert.
Man begleitet den 14jährigen Waisenjunge Krabat auf dem Weg durch die Abenteuer in der Mühle in Koselbruch am Schwarzen Wasser.
Das es dabei nicht immer mit normalen Dingen zugeht, sollte klar sein, wenn man denn weiß, dass Magie im Spiel ist.
Der Schreibstil ist so spannend, dass ich persönlich diese 350 Seiten an 2 Tagen komplett durchgelesen habe - man kann gar nicht anders - man verfällt in einem Bann bei diesem Buch - man muß wissen, wie es mit Krabat und den anderen Lehrjungen auf der Mühle weiter geht.
Das Buch malt die Geschichte bis ins kleinste Detail aus, ohne jemals langweilig zu werden. Wer den Film gesehen hat, und ihn bereits sehr gut fand, wird bei dem Buch nicht enttäuscht werden - umgekehrt ist es eher so, denn der Film scheint lediglich eine Zusammenfassung des Buches zu sein, viele Details werden verschwiegen - ja ganze Szenen sind dort entfallen. Fragen, die man sich bei dem Film noch nicht einmal gestellt hat, werden in dem Buch beantwortet…
Für alle die gerne lesen ist dieses Buch mehr wie empfehlenswert - egal, wie alt man ist.
Tolles Jugend- und Erwachsenenbuch Ausdrücklich kann ich das Buch auch Kindern zum Lesen empfehlen. Sicher, es sterben auch (wenige) Menschen in der Geschichte - ist schlimm, aber dies wird nicht detailliert beschrieben. Und ganz nebenbei, auch bei Hänsel und Gretel stirbt jemand Das Buch ist nicht zu gruselig und auch nicht zu spannend, es befindet sich dabei in etwa auf dem Niveau der Grimm-Märchen. Auch Erwachsene können sich ohne Zweifel dem Werk von Preußler zuwenden. Es ist ein phantastisches Abenteuer des jungen Krabat, der mit vielen Themen zu kämpfen hat, die auch heute noch mehr als aktuell sind (wie z.B. Freundschaften, Nächstenliebe, Helfen und Gerechtigkeit).
Ein Werk mit Niveau und Klasse! Dieses Buch hat Niveau und Anspruch, im Gegensatz zu manch anderer neumoderner Fantasygeschichte und ist nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich sehr gut. Ein absoluter Leckerbissen der Literatur, einer der besten Jugendromane aller Zeiten. Super! Abwechslungsreich und unterhaltsam.
Nicht nur ein Kinderbuch Otfried Preußler - als Kinderbuch-Autor durchaus bekannt, hat mit dem Werk: “Krabat” ein Meisterstück abgeliefert.
Man begleitet den 14jährigen Waisenjunge Krabat auf dem Weg durch die Abenteuer in der Mühle in Koselbruch am Schwarzen Wasser.
Das es dabei nicht immer mit normalen Dingen zugeht, sollte klar sein, wenn man denn weiß, dass Magie im Spiel ist.
Der Schreibstil ist so spannend, dass ich persönlich diese 350 Seiten an 2 Tagen komplett durchgelesen habe - man kann gar nicht anders - man verfällt in einem Bann bei diesem Buch - man muß wissen, wie es mit Krabat und den anderen Lehrjungen auf der Mühle weiter geht.
Das Buch malt die Geschichte bis ins kleinste Detail aus, ohne jemals langweilig zu werden. Wer den Film gesehen hat, und ihn bereits sehr gut fand, wird bei dem Buch nicht enttäuscht werden - umgekehrt ist es eher so, denn der Film scheint lediglich eine Zusammenfassung des Buches zu sein, viele Details werden verschwiegen - ja ganze Szenen sind dort entfallen. Fragen, die man sich bei dem Film noch nicht einmal gestellt hat, werden in dem Buch beantwortet…
Für alle die gerne lesen ist dieses Buch mehr wie empfehlenswert - egal, wie alt man ist.
prodesse et delectare Die Handlung ist im Südsachsen, des frühen 18. Jahrhunderts angesiedelt.
Krabat, ein vierzehnjähriger sorbischer (wendischer) Bettlerjunge, gerät, von einem Traum geführt, als Müllerlehrling in die schwarze Schule eines Müllermeisters. Neugier ist es, neben der dunklen Macht des Müllers, wohl, die ihn nicht von Anfang an davon laufen lässt. Noch sind die Vorteile die ihn die Anstellung bietet größer: ein Bett, Essen, ein oder zwei Freunde - und die Verlockung der Macht der Magie. Doch mehr und mehr überwiegen die Schattenseiten dieser Macht. Und Krabat bemerkt, dass er sich wehren muss. Und so läuft es auf den Kampf von Gut und Böse hinaus. Liebe, Freundschaft und Mut, in ihrer reinen Form, erweisen sich als die Mittel die es ermöglichen das Böse zu besiegen.
Preuslers Buch basiert auf eine alten lausitzer (genauer: wendischen) Volkssage. Durch die genaue Beschreibung des Mühlenalltages, so wie die Schilderung von Aberglauben und Brauchtums der ländlichen Bevölkerung vermag er sowohl die düster Atmosphäre zu verstärken, als auch, unterstützt durch Syntax und Vokabular, die Zeit in der die Geschichte angesiedelt ist lebhaft hervortreten zu lassen ohne dabei jedoch die Lesbarkeit des Textes zu beeinträchtigen.
Die zwölf Mitgesellen und der Müller bleiben zunächst Randfiguren. Genau damit unterstütz Preußler die unsichere, düstere Atmosphäre auf dem Mühlenhof. Erst nach und nach kristallisieren sich Freund und Feind deutlich heraus.
Krabat reift in den drei Lehrjahren (eigentlich neun Menschenjahre) auf der Mühle zu einem selbstständig denkenden Individuum mit eigene Wertmaßstäben heran. Diese Entwicklung erst ermöglicht es ihm sich gegen die Verlockungen der Macht für den vielleicht beschwerlicheren aber richtigen Weg ohne Magie zu entscheiden. Doch erst durch Unterstützung, durch Liebe (Kantorka) und der Freundschaft (Tonka, Juro) ist ein Sieg möglich. Und so ist Krabat auch ein Entwicklungsroman.
Preusler ist bei der Zeichnung der Figuren und der Herausstellung der Werte genauer und konsequenter als die Quelle, was angesichts eines gestiegenen Lebensstandards (in der Quelle behält Krabat seine Zauberkräfte und sichert sich und Andern dadurch das Überleben), veränderten Sozial- und Gesellschaftsstrukturen und der Einteilung der Zeitgeschichte in Vor- und Nach-Freud nicht wundert. Auch spielt die Gattung dabei eine nicht unerhebliche Rolle: natürlich hat ein 250-seitiges Jugendbuch mehr Möglichkeiten zur Entfaltung der Charaktere, als eine zunächst mündlich tradierte Sage.
Dieses Buch ist ein absolutes Meisterwerk, welches ein differenziertes Bild auf die damalige Zeit liefert und dabei spannend unterhält. Der aufmerksame und aufgeschlossen Leser (egal welchen Alters) erhält gleichsam eine Vielzahl kulturgeschichtlicher Informationen. Und damit ist Preuslers Krabat in bester Horaz -Manier (be) lehrend und unterhaltend.
Absolut lesenswert Komm nach Schwarzkollm, zur Mühle im Koselbruch! Diesen Ruf hört der 14-jährige Waisenjunge Krabat eines Nachts im Traum. Nachdem er diesen traum 3 Mal geträumt hat, folgt er dem unheimlichen Ruf und zieht zur Mühle im Koselbruch, wo er vom grusligen einäugigen Müllermeister empfangen wird. Mitten in der Nacht wird er wach und findet sich umringt von seinen 11 Müllerburschen und späteren Kameraden. Krabat hat schwer zu schuften, als Müllerlehrling, aber er findet auch einen guten Freund, der ihm das Leben ein wenig leichter macht. Zuerst kann sich Krabat keinen Reim auf die unheimlichen Vorkommnisse machen, aber als er dann eines Freitag nachts endlich in die schwarze Schule aufgenommen wird um Zauberei zu lernen, beginnt er sich seinen Teil zusammen zu reimen. Als sein guter Freund Tonda in der ersten Sylvesternacht auf mysteriöse Weise stirbt, und ein Jahr später sein Freund Michal, beschließt er die beiden zu rächen und alle anderen vom Meister zu befreien.
Dies ist ein sehr schönes Buch und für Kinder eine schwere Kost, weshalb ich es nicht zur einfachen Kinder- und Jugendliteratur zählen würde. Preußlers ruhiger Erzählstil macht die ganze Sache zum Teil noch unheimlicher, lässt den Leser aber klar der Handlung folgen. Der Schluss kommt ein wenig abrupt, aber nicht unerwartet für Preußlers Stil, denn überschwängliche Ausschmückungen sucht man hier vergeblich.
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26. Januar 2009 um 11:00 Uhr
Kinderbuch ganz groß
Ich finde, dass dieses Buch in Schulen gelesen werden sollte. Die Story und die Rethorik sind super und ich liebe es einfach. Für Kinder und auch für Erwachsene gleichermaßen spannend und bezaubernd…
26. Januar 2009 um 11:00 Uhr
schön… aber…
Mir hat Krabat sehr gut gefallen!! Trotzdem haben mir die anderen Bücher, wie “Die kleine Hexe” und “Das kleine Gespenst” einen Tick besser gefallen.
Aber die Geschichte ist sehr spannend erzählt und es war schön zu sehen, wie sich Krabat im Laufe der Zeit verändert.
Und es zeigt mir, dass man immer an sich selbst glauben soll!!!
26. Januar 2009 um 11:00 Uhr
Wozu die Aufregung?
Also gut, da hab ich dieses Buch also auch gelesen, weil es plötzlich so viel “beschrieben” wird. Ich weiß nicht, was das Tamtam darumherum soll.
Das Buch ist als Jugendbuch sicherlich ganz in Ordnung. Der 14-jährige Krabat wird von einer dunklen Macht in eine Mühle gelockt und diese Macht wird ihn 3 Jahre seines Lebens beherrschen. Er lernt währenddesssen die Liebe, den Tod, Freundschaft, Enttäuschungen, Arbeit - kurzum das Leben kennen und muss sich am Ende auch noch entscheiden…
Nette Geschichte, für das Zielpublikum (eben Jugendliche um die 13, 14 Jahre) ganz ordentlich geschrieben. Als Erwachsener war mir das dann aber doch etwas zu wenig. Die Charaktere nur gestreift, das Ende mit Verlaub wie wir in Österreich sagen “sehr gehudelt” und mir persönlich hat die Spannung im Buch gefehlt. Da ist nichts, was mich wirklich gefesselt hätte. Vieles kratzt halt nur an der Oberfläche (auch die eher kreativeren, phantasievolleren Passagen).
Ein wenig überrascht bin ich, dass dieses Buch anscheinend jetzt in den Schulen verwendet wird. Es hat sich einiges geändert, seit ich die Schulbank gedrückt habe. Aber da ziehe ich dann doch einen “Faust” diesem Buch vor - könnte daran liegen, dass Goethe halt was “Handfesteres” ist. Aber zurück zur Schule: man kann bestimmt sehr viele Interpretationen und Analysen bzw. Schlüsse auf das Leben im Allgemeinen machen. So gesehen also doch was für den Deutschunterricht.
Begeistert hat es mich nicht, enttäuscht auch nicht. Ein wenig langatmig vielleicht und gewisse Fragen, die das Ganze vielleicht interessanter gemacht hätten, bleiben total unbeatwortet. Für Jugendliche ist es aber, so könnte ich mir vorstellen, bestimmt ein nettes Buch. Für Erwachsene: na ja.
26. Januar 2009 um 11:00 Uhr
Mut zum Innehalten, zur kraftvollen Ruhe…
Mich überrascht es, daß “Krabat” heutzutage offensichtlich ein Schul-Literaturbuch ist. Das bezeugen hier ja etliche Schüler-Rezensionen.
Donnerwetter! Denn gefällige Kinder- und Jugendbuchkost ist es nun weniger, sondern bei aller Erzählruhe sehr mystisch, tiefgründig, spirituell.
Der Harry-Potter-Vergleich, den ich hier manchmal las, ist nicht ganz fair, da man in dem Falle Äpfel mit Birnen vergleicht. Bloß, weil Magie im Spiel ist, fallen für mich die beiden Werke nicht in einen Bereich.
Potter ist ein reines Abenteuerbuch, Phantastische Kinder- und Jugendbuchliteratur, wo es viel um Kampf gegen das Böse, Spannung pur, Herzensweisheiten und Freude am Magischen gibt. Und DEN Helden und seine Freunde.
“Krabat” hingegen basiert nicht auf einer bunten Autoren-Phantasie, sondern auf einer Sage. Ich habe mir das Buch spontan gekauft, weil mich (zugegeben) die Film-Besprechungen neugierig gemacht haben. Und ich wollte erst das Buch lesen, was mir in der deutschen Literatur-Fülle bisher nicht auffiel. Genauso, wie Preußler in meinem DDR-Kinderbuchschrank nicht vorkam. Selbst olle Hotzenplotz und die kleine Hexe waren nur Begriffe, mehr nicht.
Also holte ich jetzt den verpaßten Klassiker nach und bin tief beeindruckt. Erst irritierte mich die Ruhe der Erzählweise, der zuweilen fast schon monotone Rhythmus. Da ist man heutzutage eben mehr “Action” und Bewegung gewohnt.
Krabats Herkunft wird schmucklos und wortarm beschrieben: Daß die Eltern an einer schlimmen Krankheit starben und Krabat früh zum Waisen wurde, ist nahezu ein Nebensatz. Danach hätte er beim Pfarrer in geordneten Verhältnissen aufwachsen können, aber das hielt der Rauheits- und Schlichtheits-gewohnte, barfüßige Hirtensohn nicht aus. Er schloß sich Betteljungs an und ersang sich mit denen eben das täglich Brot.
Bis eines Nachts im Traume Raben erscheinen und eine magisch-faszinierende Stimme Krabat in eine bestimmte Mühle befiehlt. Drei Mal träumt Krabat von diesem Ruf, dann folgt er ihm tatsächlich.
Er findet sich mit elf anderen Müllerburschen als Lehrling eines unheimlichen Meisters wieder. Tagsüber wird tatsächlich hart gearbeitet und das Müller-Handwerk gelernt. Einmal wöchentlich aber erhalten die Jungs, in Rabengestalt, Unterricht in schwarzer und sonstiger Magie. Wobei es dem Meister egal zu sein scheint, ob seine Jungs hier etwas lernen. Jeder erhält den Unterricht, wird abgefragt (ohne Konsequenz bei Versagen) - und was jeder nun daraus macht, ist die Sache des Einzelnen.
Manches ist unterschwellig-bedrohlich. So Träume Krabats, in denen er versucht, aus der Mühle zu fliehen - vergeblich. Oder die aufkeimende Beobachtung, daß einer der Jungs wohl als Spitzel für den Meister fungiert, der Ungehorsam hart bestraft. Allerdings unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Der Leser erlebt nur einmal direkt eine Bestrafung Krabats mit, der - in ein Pferd verwandelt - vom Meister fast zuschanden geritten wird. - Oder der Bericht des Burschenältesten, Tonda, der sich Krabats annimmt und ihm erklärt, daß “Verlieben” für die Müllersjungs gefährlich ist: Sie brächten Mädchen kein Glück.
Doch es bleibt über weite Strecken eben eine unterschwellige Bedrohung, auf die sich Preußler faszinierenderweise verläßt. Er hat die Ruhe, ausgiebig den Alltag, die Lehrzeit, die drei Jahre Krabats an der Mühle sich entwickeln zu lassen. Ohne “Knalleffekt”.
Dafür baut er die drei Lehrjahre an Fixpunkten wie Jahreszeiten, dadurch immer wiederkehrende Pflichten der Jungs und traditionellen Feiertagshandlungen auf, die mir mehr Gefühl für die Zeit, Entwicklungen gaben als viele Autoren-Inhaltserklärungen es hätten schaffen können. Ich entwickelte mich quasi mit Krabat mit, wenn ich, lesend, im zweiten und dritten Jahr die selben Abläufe “routiniert” wieder erlebte, die Krabat (mit mir zusammen) vorher als Neuling erfuhr.
Nun kann Krabat erfahrener auf diese Alltagsmomente reagieren und seinerseits Neulinge so begleiten, wie Tonda einst ihn beglitt.
Denn: Jedes Jahr an Silvester kommt einer der Burschen zu Tode und wird schnellstmöglich beerdigt. Und noch am selben Abend durch einen neuen Jungen ersetzt.
Warum… darüber wird nicht geredet. Es ist eben so, und es ist besser, es nie zu thematisieren. Bei zwölf Kameraden ist die Chance recht groß, daß alljährlich der Kelch an einem vorbeigeht und einen Anderen trifft…
Und da ist auch noch der nächtliche Besucher mit der Feuerfeder, vor dem der Meister Angst zu haben scheint und der in regelmäßigen Abständen nachts die Mühle mit seinem Auftrag beansprucht bis zum Morgengrauen.
Krabat gerät so nach und nach in Bewährungssituationen: Es geht um Kameradschaft. Zusammenhalt. Aber auch Gehorsam. Der Meister ist ja nicht nur widerlich und gefährlich, sondern faszinierend. Und Krabat lernt viel, ist ehrgeizig, und Lob läßt ihn nicht kalt.
Es wird spürbar, daß er durch seine innere Kraft und Neugier für den Meister sowohl zur Bedrohung als auch zur interessanten Figur mit Nachfolge-Qualitäten wird. Denn auch der Meister ist “nur” ein Mensch, der einst seinen Weg wählte und eine dunkle Macht entwickelte. Der eines Tages an einen Schüler übergeben und weiter hinaus will, als eine Mühle es ihm bieten kann. Willensstarke, begabte Schüler sind für ihn also sowohl Chance und auch Gefahr - je nachdem, wie sie sich entscheiden…
Und für mich als Leserin wurde es gut fühlbar, daß es um mehr geht als um eine klassische Gut-Böse-Entscheidung. MACHT ist auch ein Elixier, begehrenswert, faszinierend. Wer verstünde es nicht, daß Wohlstand, Einfluß, Anerkennung verlockend klingen, wenn als Gegenangebot ein Leben im Elend droht? Belanglos, voller Leid, Hunger, Qual und Mühe…
Natürlich verliebt sich Krabat. Natürlich hat er Angst um das Mädchen, dessen Namen er geheimhält und den auch der Leser nie erfährt.
Er erkennt auch so nach und nach, daß es in der Gemeinschaft Kräfte gibt, die er lange ignorierte. Daß man sich bei aller Abhängigkeit vor so einem Meister auch schützen und emanzipieren kann. Nicht immer absolut, aber man muß auch nicht NUR ausgeliefert sein.
Ich liebe auch das häufige Märchen-Erlösungs-Bild, wo ein Liebender den Geliebten aus einer Menge heraus erkennen muß. Chancenlos, eigentlich. In “Jorinde und Joringel” ist die Geliebte als Vogel unter anderen Vögeln zu ermitteln. In einem anderen Märchen sind die Mädchen bis aufs Haar gleich, und der Bewerber schafft es nur mit Hilfe von Tieren (Bienen), die erkennen, daß die Geliebte als Einzige zum Frühstück Honig aß.
Dieses Motiv baut Preußler hier wunderbar ein…
Ein Buch, das man wohl mehrfach lesen muß, von Zeit zu Zeit, ehe man es wirklich erfaßt hat in seiner ganzen Tiefe. Es gibt mir nichts vor, nimmt mir nichts ab. Ich muß innehalten und mich drauf einlassen. Ansonsten rauscht es, angeblich Höhepunktelos, an mir vorbei.
Ich bin nun sehr gespannt auf den Film und weitere Preußler-Bücher! Und darauf, wie das Buch zu Weihnachten meinem Neffen gefällt, wie es also auf Kinder wirkt…
26. Januar 2009 um 11:00 Uhr
Unterm Strich durchaus empfehlenswert
Und das meint die Klasse 7c des Kreisgymnasiums Bad Krozingen, die den Roman kurz vor dem Filmstart 2008 gelesen hat:
In unserer Klasse gab es teilweise übereinstimmende, aber auch sehr unterschiedliche Meinungen zu Otfried Preußlers Roman, positive wie negative. Hier eine Zusammenfassung des Ganzen:
Manche haben das Buch als sehr spannend empfunden, andere als etwas langweilig. Durch die zurückgehaltenen Informationen, die überall in der Geschichte eingebaut sind, wirkt das Geschehen sehr geheimnisvoll. Da der Roman vor allem von schwarzer Magie” handelt, herrscht insgesamt eine relativ dunkle oder düstere Atmosphäre vor. Otfried Preußler hätte vielleicht noch etwas mehr weiße Magie” einfließen lassen können, wie er das ja teilweise tut.
Das Leben Krabats und der anderen Müllerburschen in der Mühle hat der Autor sehr treffend beschrieben, leider wurde aber viel wiederholt, was die Geschichte für einige von uns etwas langatmig und eintönig erscheinen ließ. Auch weil der Ablauf des zweiten Jahres dem Ablauf des ersten Jahres sehr glich.
Der Roman enthält viele fantastische Motive, zum Beispiel eine fliegende Kutsche, ein Zauberbuch -Koraktor” genannt-, dessen Blätter schwarz sind, dessen Schrift aber weiß ist, die elf Raben, die schließlich wieder zwölf sind, das Mädchen Kantorka mit ihrer anderen Art” von Magie und den Herrn Gevatter, der eine Umschreibung dessen ist, was sich manche Menschen vielleicht als den Tod oder den Teufel vorstellen. Nur um mal einige Beispiele zu nennen.
Andererseits ist das Buch aber auch realistisch geschrieben. Mit Dörfern, Städten,Gegenden und Landschaften, die es auch in der Wirklichkeit gibt. Oder den verschiedenen Bräuchen und dem Tagesablauf der Müllerburschen auf der Mühle. So kann man sich ganz gut vorstellen, wie das Leben vor etwa 300 Jahren im Wendland ausgesehen hat.
Schade ist, wie schon erwähnt, die hohe Anzahl an lückenhaften Informationen. Der Schluss war vielen zu ungenau, und es blieben viele Fragen offen:
- Wieso mussten die Müllerburschen Knochen und Zähne mahlen?
- Was passiert am Ende mit den Müllerburschen?
- Welcher Art war die Verbindung zwischen dem Herrn Gevatter und dem Meister? Und wieso hat diese Verbindung überhaupt existiert?
Die Antworten auf diese Fragen fehlen. Vielleicht wollte Otfried Preußler, dass der Leser sich die Antwort selbst ausdenkt. Oder aber er wollte sich nicht festlegen und alles erklären.
Noch mehr wollen wir euch jetzt aber nicht verraten. Falls einige den Eindruck bekommen haben sollten, dass es sich nicht lohnt, diesen Roman zu lesen, müssen wir widersprechen: Alles in allem haben wir dieses Buch gerne gelesen und können es nur weiterempfehlen !!!!!
12. Februar 2009 um 03:34 Uhr
Brezan versus Preußler
Vorab: “Buch zum Film” ist reines Marketing, das Buch gibt es schon seit Langem, und der Stoff ist, auch als literarische Bearbeitung, noch viel älter. Wer diesen in einer tiefergehenden, radikaleren und sprachlich reicheren Version lesen möchte, dem seien die Krabat-Bücher des sorbischen Schriftstellers Jurij Brezan empfohlen. Es gibt drei Bücher, von denen nur das erste, “Die schwarze Mühle”, ein Jugendbuch ist - aber dafür schon ziemlich heftig. Es wurde kürzlich vom sorbischen Verlag Domowina neu aufgelegt. Das erste Buch wurde in der Aufbau-Euphorie des Sozialismus geschrieben, das zweite in der Erkenntnis der Probleme dieses Systems, das dritte, “Krabat oder die Verwandlung der Welt”, nach der Wende. Letzteres ist gerade bei Suhrkamp als Taschenbuch neu aufgelegt worden, mit einem Vorwort von Peter Handke. In der Behandlung des Stoffes und auch von der Sprache her ist Brezan unübertroffen, da kann Preußler, ehrlich gesagt, einpacken. Allerdings ist Preußler viel bekannter, sicher hängt das mit seiner eher schlichten Darstellung zusammen, die für sich genommen als Märchen ja durchaus reizvoll ist. Andererseits geht dieser Bekanntheitsunterschied wohl auch auf den “literaturbetrieblichen Systemkrieg” nach der Wende zurück, bei dem viele gute Werke (und Autoren) unter die Räder kamen. Wirklich problematischer ist jedoch, dass Preußler auch die Lehrmaterialien für Schulen zum Thema verfasst hat. Hier wäre ein unabhängiger Autor besser gewesen, der sich auf beide Versionen hätte beziehen können.
16. Februar 2009 um 22:34 Uhr
Gutes Buch
Gutes Buch, das sich locker lesen lässt. Und das nicht nur von Kindern und Jugendlichen…
16. Februar 2009 um 22:34 Uhr
Kindheitserinnerung
Das Buch habe ich bereits als Kind gelesen und es hat mich damals schon fasziniert. Durch den Film ( den ich bisher nicht gesehen habe ) wurde ich wieder an das Buch erinnert und ich habe es mir gekauft und nochmals gelesen. Es war wie damals faszinierend. Natürlich sieht man es als Erwachsener mit etwas anderen Augen, aber es ist trotzdem ein empfehlenswertes Buch! Auch für Erwachsene!
19. Februar 2009 um 05:17 Uhr
Bewertung
Nach der Zahlung erfolgte der Versand einige Tage später, es kam sehr gut verpackt bei mir zu hause an.
19. Februar 2009 um 09:00 Uhr
Krabat — das Buch !! TOP
Hier mal wieder ein Buch was sich wirklich lohnt. Nach dem Film und dem Hörbuch .. kann ich es nur jedem empfehlen egal welches Alter.
Das Buch lohnt sich auf jeden Fall. Spannend und interesant bis zur letzen Seite.
Ein echter Tipp.
21. Februar 2009 um 22:17 Uhr
Ein Meisterwerk!
Das Buch hat mich mehr als überrascht und einen bleibenden Eindruck hinterlassen, sowohl inhaltlich als auch sprachlich.
Die Geschichte ist so schnörkellos und gerade erzählt, die Sätze so einfach gehalten, dass man das Gefühl hat, die Worte seien in Stein gemeißelt.
Zum Lesen ein Genuss… leider viel zu kurz!
23. Februar 2009 um 16:51 Uhr
Krabat
Ein Buch welches, schnell zu lesen ist, ist eine sehr gute Handlung, allerdings werden Szenen durch das erlebte öfters wiederholt, so dass es manchmal langweilig ist, es zu lesen, aber dadurch man selber wissen möchte was passiert, liest man automatich weiter. (man kann die betreffenden Seiten auch überblättern, die Handlung bzw. der Zusammenhang geht dadurch nicht verloren) Das Buch ist auf jeden Fall empfehlenswert
28. Februar 2009 um 05:17 Uhr
Krabat von Otfried Preussler (2008)
besonders gute schnelle Lieferung, durch den Großdruck schnell und gut zu lesen. Eine gute Ergänzung oder auch nach oder vor dem Film immer noch lesenswert. Auch heute noch ein gutes Kinderbuch auch für Erwachsene.
9. März 2009 um 00:34 Uhr
Einfach super !!!!!!
Krabat von Otfried Preußler ist einfach ein wunderbares Buch indem man in eine andere Welt eintauchen kann. Es geht um einen Jungen namens Krabat der eines Tages zu einer Mühle gerufen wird in der man nicht nur das Mühlerhandwerk erlährnt. Dort erlebt er jede Menge merkwürdige und schaurige Dinge. Außerdem begibt er sich in höchste Gefahr. Und wenn du jetzt wissenwillst wie das Buch weiter geht dann kauf es!!!!!!!!!!!
ICH KANN ES NUR EMPFELEN!!!
8. April 2009 um 19:51 Uhr
In 3 Tagen durchgelesen
Dieses Buch ist sehr spannend, ohne ausschweifungen, geschrieben.
Es kommen kaum Fremdwörter darin vor, wo man ständig nachschlagen muß.
Leider ist der Film mit dem Buch nicht vergleichbar. Aber das ist ja immer so.
Wer gerne Harry Potter ließt, wird dieses Buch lieben.
19. April 2009 um 14:34 Uhr
Absolut lesenswert
Komm nach Schwarzkollm, zur Mühle im Koselbruch! Diesen Ruf hört der 14-jährige Waisenjunge Krabat eines Nachts im Traum. Nachdem er diesen traum 3 Mal geträumt hat, folgt er dem unheimlichen Ruf und zieht zur Mühle im Koselbruch, wo er vom grusligen einäugigen Müllermeister empfangen wird. Mitten in der Nacht wird er wach und findet sich umringt von seinen 11 Müllerburschen und späteren Kameraden. Krabat hat schwer zu schuften, als Müllerlehrling, aber er findet auch einen guten Freund, der ihm das Leben ein wenig leichter macht. Zuerst kann sich Krabat keinen Reim auf die unheimlichen Vorkommnisse machen, aber als er dann eines Freitag nachts endlich in die schwarze Schule aufgenommen wird um Zauberei zu lernen, beginnt er sich seinen Teil zusammen zu reimen. Als sein guter Freund Tonda in der ersten Sylvesternacht auf mysteriöse Weise stirbt, und ein Jahr später sein Freund Michal, beschließt er die beiden zu rächen und alle anderen vom Meister zu befreien.
Dies ist ein sehr schönes Buch und für Kinder eine schwere Kost, weshalb ich es nicht zur einfachen Kinder- und Jugendliteratur zählen würde. Preußlers ruhiger Erzählstil macht die ganze Sache zum Teil noch unheimlicher, lässt den Leser aber klar der Handlung folgen. Der Schluss kommt ein wenig abrupt, aber nicht unerwartet für Preußlers Stil, denn überschwängliche Ausschmückungen sucht man hier vergeblich.
24. April 2009 um 15:00 Uhr
prodesse et delectare
Die Handlung ist im Südsachsen, des frühen 18. Jahrhunderts angesiedelt.
Krabat, ein vierzehnjähriger sorbischer (wendischer) Bettlerjunge, gerät, von einem Traum geführt, als Müllerlehrling in die schwarze Schule eines Müllermeisters. Neugier ist es, neben der dunklen Macht des Müllers, wohl, die ihn nicht von Anfang an davon laufen lässt. Noch sind die Vorteile die ihn die Anstellung bietet größer: ein Bett, Essen, ein oder zwei Freunde - und die Verlockung der Macht der Magie. Doch mehr und mehr überwiegen die Schattenseiten dieser Macht. Und Krabat bemerkt, dass er sich wehren muss. Und so läuft es auf den Kampf von Gut und Böse hinaus. Liebe, Freundschaft und Mut, in ihrer reinen Form, erweisen sich als die Mittel die es ermöglichen das Böse zu besiegen.
Preuslers Buch basiert auf eine alten lausitzer (genauer: wendischen) Volkssage. Durch die genaue Beschreibung des Mühlenalltages, so wie die Schilderung von Aberglauben und Brauchtums der ländlichen Bevölkerung vermag er sowohl die düster Atmosphäre zu verstärken, als auch, unterstützt durch Syntax und Vokabular, die Zeit in der die Geschichte angesiedelt ist lebhaft hervortreten zu lassen ohne dabei jedoch die Lesbarkeit des Textes zu beeinträchtigen.
Die zwölf Mitgesellen und der Müller bleiben zunächst Randfiguren. Genau damit unterstütz Preußler die unsichere, düstere Atmosphäre auf dem Mühlenhof. Erst nach und nach kristallisieren sich Freund und Feind deutlich heraus.
Krabat reift in den drei Lehrjahren (eigentlich neun Menschenjahre) auf der Mühle zu einem selbstständig denkenden Individuum mit eigene Wertmaßstäben heran. Diese Entwicklung erst ermöglicht es ihm sich gegen die Verlockungen der Macht für den vielleicht beschwerlicheren aber richtigen Weg ohne Magie zu entscheiden. Doch erst durch Unterstützung, durch Liebe (Kantorka) und der Freundschaft (Tonka, Juro) ist ein Sieg möglich. Und so ist Krabat auch ein Entwicklungsroman.
Preusler ist bei der Zeichnung der Figuren und der Herausstellung der Werte genauer und konsequenter als die Quelle, was angesichts eines gestiegenen Lebensstandards (in der Quelle behält Krabat seine Zauberkräfte und sichert sich und Andern dadurch das Überleben), veränderten Sozial- und Gesellschaftsstrukturen und der Einteilung der Zeitgeschichte in Vor- und Nach-Freud nicht wundert. Auch spielt die Gattung dabei eine nicht unerhebliche Rolle: natürlich hat ein 250-seitiges Jugendbuch mehr Möglichkeiten zur Entfaltung der Charaktere, als eine zunächst mündlich tradierte Sage.
Dieses Buch ist ein absolutes Meisterwerk, welches ein differenziertes Bild auf die damalige Zeit liefert und dabei spannend unterhält. Der aufmerksame und aufgeschlossen Leser (egal welchen Alters) erhält gleichsam eine Vielzahl kulturgeschichtlicher Informationen. Und damit ist Preuslers Krabat in bester Horaz -Manier (be) lehrend und unterhaltend.
21. Mai 2009 um 10:00 Uhr
Nicht nur ein Kinderbuch
Otfried Preußler - als Kinderbuch-Autor durchaus bekannt, hat mit dem Werk: “Krabat” ein Meisterstück abgeliefert.
Man begleitet den 14jährigen Waisenjunge Krabat auf dem Weg durch die Abenteuer in der Mühle in Koselbruch am Schwarzen Wasser.
Das es dabei nicht immer mit normalen Dingen zugeht, sollte klar sein, wenn man denn weiß, dass Magie im Spiel ist.
Der Schreibstil ist so spannend, dass ich persönlich diese 350 Seiten an 2 Tagen komplett durchgelesen habe - man kann gar nicht anders - man verfällt in einem Bann bei diesem Buch - man muß wissen, wie es mit Krabat und den anderen Lehrjungen auf der Mühle weiter geht.
Das Buch malt die Geschichte bis ins kleinste Detail aus, ohne jemals langweilig zu werden. Wer den Film gesehen hat, und ihn bereits sehr gut fand, wird bei dem Buch nicht enttäuscht werden - umgekehrt ist es eher so, denn der Film scheint lediglich eine Zusammenfassung des Buches zu sein, viele Details werden verschwiegen - ja ganze Szenen sind dort entfallen. Fragen, die man sich bei dem Film noch nicht einmal gestellt hat, werden in dem Buch beantwortet…
Für alle die gerne lesen ist dieses Buch mehr wie empfehlenswert - egal, wie alt man ist.
13. Juli 2009 um 19:34 Uhr
Tolles Jugend- und Erwachsenenbuch
Das Buch ist nicht zu gruselig und auch nicht zu spannend, es befindet sich dabei in etwa auf dem Niveau der Grimm-Märchen. Auch Erwachsene können sich ohne Zweifel dem Werk von Preußler zuwenden. Es ist ein phantastisches Abenteuer des jungen Krabat, der mit vielen Themen zu kämpfen hat, die auch heute noch mehr als aktuell sind (wie z.B. Freundschaften, Nächstenliebe, Helfen und Gerechtigkeit).
Ausdrücklich kann ich das Buch auch Kindern zum Lesen empfehlen. Sicher, es sterben auch (wenige) Menschen in der Geschichte - ist schlimm, aber dies wird nicht detailliert beschrieben. Und ganz nebenbei, auch bei Hänsel und Gretel stirbt jemand
1. Mai 2010 um 08:34 Uhr
Ein Werk mit Niveau und Klasse!
Dieses Buch hat Niveau und Anspruch, im Gegensatz zu manch anderer neumoderner Fantasygeschichte und ist nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich sehr gut. Ein absoluter Leckerbissen der Literatur, einer der besten Jugendromane aller Zeiten. Super! Abwechslungsreich und unterhaltsam.
1. Mai 2010 um 08:34 Uhr
Nicht nur ein Kinderbuch
Otfried Preußler - als Kinderbuch-Autor durchaus bekannt, hat mit dem Werk: “Krabat” ein Meisterstück abgeliefert.
Man begleitet den 14jährigen Waisenjunge Krabat auf dem Weg durch die Abenteuer in der Mühle in Koselbruch am Schwarzen Wasser.
Das es dabei nicht immer mit normalen Dingen zugeht, sollte klar sein, wenn man denn weiß, dass Magie im Spiel ist.
Der Schreibstil ist so spannend, dass ich persönlich diese 350 Seiten an 2 Tagen komplett durchgelesen habe - man kann gar nicht anders - man verfällt in einem Bann bei diesem Buch - man muß wissen, wie es mit Krabat und den anderen Lehrjungen auf der Mühle weiter geht.
Das Buch malt die Geschichte bis ins kleinste Detail aus, ohne jemals langweilig zu werden. Wer den Film gesehen hat, und ihn bereits sehr gut fand, wird bei dem Buch nicht enttäuscht werden - umgekehrt ist es eher so, denn der Film scheint lediglich eine Zusammenfassung des Buches zu sein, viele Details werden verschwiegen - ja ganze Szenen sind dort entfallen. Fragen, die man sich bei dem Film noch nicht einmal gestellt hat, werden in dem Buch beantwortet…
Für alle die gerne lesen ist dieses Buch mehr wie empfehlenswert - egal, wie alt man ist.
1. Mai 2010 um 08:34 Uhr
prodesse et delectare
Die Handlung ist im Südsachsen, des frühen 18. Jahrhunderts angesiedelt.
Krabat, ein vierzehnjähriger sorbischer (wendischer) Bettlerjunge, gerät, von einem Traum geführt, als Müllerlehrling in die schwarze Schule eines Müllermeisters. Neugier ist es, neben der dunklen Macht des Müllers, wohl, die ihn nicht von Anfang an davon laufen lässt. Noch sind die Vorteile die ihn die Anstellung bietet größer: ein Bett, Essen, ein oder zwei Freunde - und die Verlockung der Macht der Magie. Doch mehr und mehr überwiegen die Schattenseiten dieser Macht. Und Krabat bemerkt, dass er sich wehren muss. Und so läuft es auf den Kampf von Gut und Böse hinaus. Liebe, Freundschaft und Mut, in ihrer reinen Form, erweisen sich als die Mittel die es ermöglichen das Böse zu besiegen.
Preuslers Buch basiert auf eine alten lausitzer (genauer: wendischen) Volkssage. Durch die genaue Beschreibung des Mühlenalltages, so wie die Schilderung von Aberglauben und Brauchtums der ländlichen Bevölkerung vermag er sowohl die düster Atmosphäre zu verstärken, als auch, unterstützt durch Syntax und Vokabular, die Zeit in der die Geschichte angesiedelt ist lebhaft hervortreten zu lassen ohne dabei jedoch die Lesbarkeit des Textes zu beeinträchtigen.
Die zwölf Mitgesellen und der Müller bleiben zunächst Randfiguren. Genau damit unterstütz Preußler die unsichere, düstere Atmosphäre auf dem Mühlenhof. Erst nach und nach kristallisieren sich Freund und Feind deutlich heraus.
Krabat reift in den drei Lehrjahren (eigentlich neun Menschenjahre) auf der Mühle zu einem selbstständig denkenden Individuum mit eigene Wertmaßstäben heran. Diese Entwicklung erst ermöglicht es ihm sich gegen die Verlockungen der Macht für den vielleicht beschwerlicheren aber richtigen Weg ohne Magie zu entscheiden. Doch erst durch Unterstützung, durch Liebe (Kantorka) und der Freundschaft (Tonka, Juro) ist ein Sieg möglich. Und so ist Krabat auch ein Entwicklungsroman.
Preusler ist bei der Zeichnung der Figuren und der Herausstellung der Werte genauer und konsequenter als die Quelle, was angesichts eines gestiegenen Lebensstandards (in der Quelle behält Krabat seine Zauberkräfte und sichert sich und Andern dadurch das Überleben), veränderten Sozial- und Gesellschaftsstrukturen und der Einteilung der Zeitgeschichte in Vor- und Nach-Freud nicht wundert. Auch spielt die Gattung dabei eine nicht unerhebliche Rolle: natürlich hat ein 250-seitiges Jugendbuch mehr Möglichkeiten zur Entfaltung der Charaktere, als eine zunächst mündlich tradierte Sage.
Dieses Buch ist ein absolutes Meisterwerk, welches ein differenziertes Bild auf die damalige Zeit liefert und dabei spannend unterhält. Der aufmerksame und aufgeschlossen Leser (egal welchen Alters) erhält gleichsam eine Vielzahl kulturgeschichtlicher Informationen. Und damit ist Preuslers Krabat in bester Horaz -Manier (be) lehrend und unterhaltend.
1. Mai 2010 um 08:34 Uhr
Absolut lesenswert
Komm nach Schwarzkollm, zur Mühle im Koselbruch! Diesen Ruf hört der 14-jährige Waisenjunge Krabat eines Nachts im Traum. Nachdem er diesen traum 3 Mal geträumt hat, folgt er dem unheimlichen Ruf und zieht zur Mühle im Koselbruch, wo er vom grusligen einäugigen Müllermeister empfangen wird. Mitten in der Nacht wird er wach und findet sich umringt von seinen 11 Müllerburschen und späteren Kameraden. Krabat hat schwer zu schuften, als Müllerlehrling, aber er findet auch einen guten Freund, der ihm das Leben ein wenig leichter macht. Zuerst kann sich Krabat keinen Reim auf die unheimlichen Vorkommnisse machen, aber als er dann eines Freitag nachts endlich in die schwarze Schule aufgenommen wird um Zauberei zu lernen, beginnt er sich seinen Teil zusammen zu reimen. Als sein guter Freund Tonda in der ersten Sylvesternacht auf mysteriöse Weise stirbt, und ein Jahr später sein Freund Michal, beschließt er die beiden zu rächen und alle anderen vom Meister zu befreien.
Dies ist ein sehr schönes Buch und für Kinder eine schwere Kost, weshalb ich es nicht zur einfachen Kinder- und Jugendliteratur zählen würde. Preußlers ruhiger Erzählstil macht die ganze Sache zum Teil noch unheimlicher, lässt den Leser aber klar der Handlung folgen. Der Schluss kommt ein wenig abrupt, aber nicht unerwartet für Preußlers Stil, denn überschwängliche Ausschmückungen sucht man hier vergeblich.