Körperglück: Wie gute Gefühle gesund machen (Werner Bartens)
Hier kaufen und weitere Informationen…
Schlagworte: Werner Bartens
Dieser Beitrag wurde vor am Montag, 22. Februar 2010 um 11:00 Uhr veröffentlicht und unter Rezensionen gespeichert. Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS-2.0-Feed verfolgen.
Sie können einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrer Website hierher setzen.
26. Februar 2010 um 22:51 Uhr
Ein sehr empfehlenswertes populärwissenschaftliches Buch über Psychosomatik
Das neue Buch des Arztes und Wissenschaftsjournalisten der Süddeutschen Zeitung, Werner Bartens nähert sch der Psychosomatik von den alltäglichen Symptomen her. Locker, ohne Anmerkungen, aber dennoch immer auf der Höhe der Zeit, beschreibt er, “wie gute Gefühle gesund machen.”
Besonders gefallen hat mir das Kapitel “Wie Kinder stark werden.” Dort entmystifiziert er nicht nur die Modekrankheit ADHS,indem er unter anderem einen Familientherapeuten zitiert, der für diesen Satz empörte Reaktionen “betroffener” Eltern erntete:
“Viele Kinder mit der Diagnose haben kein Aufmerksamkeitsdefizit. Ihre
Aufmerksamkeit ist nur nicht da, wo Eltern und Lehrer sie gerne hätten.”
Sondern, so wie am Ende jedes anderen Kapitels hat er auch hier thesenartige Merksätze aufgelistet, die ich hier in voller Länge zitieren möchte, weil sie so grundlegend sind und so wichtig für langfristige Veränderungen. Denn mit dem Wohl unserer Kinder fängt alles an:
Sieben lange wirkende Tatsachen übe früh geliebte Kinder
1.Frühkindlicher Missbrauch, emotionale Verwahrlosung, extreme Strenge und häufiger Familienstreit führen zu mehr Depressionen, Angststörungen und anderen psychischen Leiden in späteren Jahren - aber auch Diabetes, verkalkte Herzkranzgefäße, Übergewicht und Bluthochdruck sind häufiger.
2. Wer in frühen Jahren verwöhnt und geliebt wird, ist bei späteren Belastungen entspannter und stressresistenter als jene, die von ihren Müttern weniger verhätschelt werden.
3. Je positiver die Reize und Einflüsse in früher Kindheit sind, desto gesünder und widerstandsfähiger werden die Kinder - und bleiben es ihr Lebenlang.
4. Frühgeborene entwickeln sich besser, wachsen schneller und bekommen weniger Hirnschäden, wenn sie Wärme und Zuwendung bekommen. Berührungen sind in dieser Phase wichtiger als verbaler Zuspruch.
5. Wenn Kinder in Waisenhäusern vernachlässigt werden, leiden sie später nicht nur häufiger an Kontaktängsten und Bindungsstörungen, sondern auch öfter an Krankheiten.
6. Werden Kinder beschämt oder gar gedemütigt, werden sie eher aggressiv und wütend. Gleichzeitig sind sie körperlich anfälliger.
7. Stress in der frühen Kindheit schädigt dauerhaft das Immunsystem und schwächt damit die Abwehr gegen feindliche Erreger.
Von dieser zuspitzenden, zusammenfassenden Qualität sind alle Schlußthesen aller Kapitel. Wer also zunächst wenig Zeit hat zum Lesen dieses Buches, kann sich mit den auf grauen Seiten abgedruckten Thesen einen ersten Überblick verschaffen und sich so für die weitere, ggf. auch kursorische Lektüre einladen lassen.
Ich kann das Buch nur empfehlen.
23. März 2010 um 20:17 Uhr
Studien über Studien
Habe mir unter dem Titel etwas ganz anderes vorgestellt, darum war ich beim lesen auch enttäuscht, da es auch preislich etwas höher liegt.
Eigentlich werden nur Studien von Patienten dargelegt mit Anmerkungen.
Was habe ich gelernt, dass z.B.- Schmerzen meist nicht von da herkommen wo man denkt, sondern meist psychisch verankert sind.
- Diagnosen oft vorschnell gestellt werden.
- Psyche ist der Spiegel des Körperglücks
Das Kapitel über Kinder ist sehr kurz gehalten, was mich eigentlich am meisten interessierte.
Die Forschungsergebnisse sind teils ganz interessant und verwunderlich.
18. April 2010 um 21:34 Uhr
Körperglück
sehr gutes Buch - super gute Artikel- prima zusammnengetragen- sehr gut zu lesen- sehr empfehlenswert!!
4. Mai 2010 um 19:00 Uhr
Körper Glück Werner Bartens
gut zum lesen mit guten Tips unterhaltlich und man kann es mit gutem Gewissen weiterempfelen
7. Juni 2010 um 17:51 Uhr
Neugierde wird belohnt
In einer Wochenzeitung wurde das Buch “Körperglück” vorgestellt. Neugierig geworden, habe ich es bestellt und auch sehr schnell bekommen. Meine Erwartungen wurden übertroffen. Vor mir offenbarten sich Einsichten in das menschliche Gefühlsleben von einer Bandbreite, die ich nicht für möglich gehalten habe.
7. Juni 2010 um 17:51 Uhr
Neugierde wird belohnt
In einer Wochenzeitung wurde das Buch “Körperglück” vorgestellt. Neugierig geworden, habe ich es bestellt und auch sehr schnell bekommen. Meine Erwartungen wurden übertroffen. Vor mir offenbarten sich Einsichten in das menschliche Gefühlsleben von einer Bandbreite, die ich nicht für möglich gehalten habe.
7. Juni 2010 um 17:51 Uhr
Glück ist gesund
Gute Gefühle machen uns gesund, schlechte Gefühle (Stress, Kummer, Hektik) machen uns krank - psychosomatisch betrachtet. Der Autor liefert klare, verständliche Beispiele aus der Medizin und Psychologie zum Thema. Meine Lieblingsstelle als Tierfreund: “Wer sich täglich um seinen Hund oder die Katze kümmert (…) genießt allein dadurch bereits einen gewissen Schutz vor Herzinfarkt, Schlaganfall und anderen Zivilisationskrankheiten (S. 49). Gut sind auch die zusammenfassenden Thesen nach jedem Kapitel.
Ein leicht zu lesendes Buch mit Erkenntniswert.
7. Juni 2010 um 17:51 Uhr
verständlich und informativ
Dieses Buch kaufte ich ursprünglich für meine Mutter, las es aber zuerst. Vieles war mir nicht neu, da ich selbst an einer chron. Erkrankung leide und gelernt habe, trotzdem gut gelaunt zu sein. Ob meine Mutter mit den Anleitungen des Autors zurecht kommt, bezweifle ich. Aber das Buch kann ich zur Unterstützung zum Bewältigen und Umgang mit einer Erkrankung wirklich nur empfehlen.
7. Juni 2010 um 17:51 Uhr
Glück ist gesund
Gute Gefühle machen uns gesund, schlechte Gefühle (Stress, Kummer, Hektik) machen uns krank - psychosomatisch betrachtet. Der Autor liefert klare, verständliche Beispiele aus der Medizin und Psychologie zum Thema. Meine Lieblingsstelle als Tierfreund: “Wer sich täglich um seinen Hund oder die Katze kümmert (…) genießt allein dadurch bereits einen gewissen Schutz vor Herzinfarkt, Schlaganfall und anderen Zivilisationskrankheiten (S. 49). Gut sind auch die zusammenfassenden Thesen nach jedem Kapitel.
Ein leicht zu lesendes Buch mit Erkenntniswert.
7. Juni 2010 um 17:51 Uhr
verständlich und informativ
Dieses Buch kaufte ich ursprünglich für meine Mutter, las es aber zuerst. Vieles war mir nicht neu, da ich selbst an einer chron. Erkrankung leide und gelernt habe, trotzdem gut gelaunt zu sein. Ob meine Mutter mit den Anleitungen des Autors zurecht kommt, bezweifle ich. Aber das Buch kann ich zur Unterstützung zum Bewältigen und Umgang mit einer Erkrankung wirklich nur empfehlen.
19. Juni 2010 um 10:00 Uhr
Sehr gut
Ich habe das Buch noch nicht gelesen, sondern meinem Partner
geschenkt. Danach lese ich es erst.
19. Juni 2010 um 10:00 Uhr
Nicht schlecht - aber zu wenig wirklich Neues
Der Buchtitel klingt vielversprechend und der Inhalt des Buches ist auch nicht schlecht. Das Problem ist aber, dass man das meiste schon in ähnlicher Form an anderer Stelle gehört oder gelesen hat. So haben die Kapitel Überschriften wie etwa: “Vorsicht vor negativen Gedanken”, “Optimismus ist gesund”, “Krank durch Unzufriedenheit” oder “Senken sie ihren Stressspiegel”. Alles gut und richtig, wer wollte das bestreiten. Aber es gibt inzwischen so viele Ratgeber für ein glücklicheres Leben mit ähnlichen Botschaften , dass es für mich schwer war, das Besondere an diesem Buch zu erkennen.
Es gibt aber auch tolle Stellen. So ist zum Beispiel ein Kapitel überschrieben mit “Grosse Leistungen mit letzter Kraft”. Das hört sich spannend an und ist es auch. Geschildert wird unter anderem die Geschichte eines jungen Mädchens, die als einzige einen Flugzeugabsturz in den Anden überlebt. Sie bricht sich dabei Schlüsselbein und Schienbein und reißt sich das Kreuzband. Normalerweise kann man damit kaum einen Meter laufen. Und trotzdem bewegt sie sich allein 11 Tage durch den Urwald, bis sie letzlich gerettet wird - getrieben von dem Willen zu überleben.
Solche Schilderungen die im Gedächtnis hängen bleiben gibt es aber zu wenig, bzw. hätte man sich mehr davon gewünscht. Deshalb kann man das Buch nach meiner Meinung nur bedingt empfehlen.
19. Juni 2010 um 10:00 Uhr
Anregung zum Nachdenken
Das Buch ist wirklich empfehlenswert und regt dazu an über das Eine und Andere im eigenen Leben nachzudenken und zu ändern.
7. Juli 2010 um 09:51 Uhr
Man verliert nichts, wenn man es nicht liest
Der Autor zitiert in seinem Buch aus 196(!) anderen Büchern und stellt in Kurzform die Ergebnisse von 130(!) Studien vor. Dazu gibt es zahlreiche Beispiele und Geschichten aus der medizinischen Praxis, die er scheinbar aus Gesprächen mit Ärzten erhalten hat. Die Quintessenz aus all diesen Zusammentragungen ist, dass man in der medizinischen Behandlung den ganzheitlichen Ansatz, der Körper und Seele gleichermaßen berücksichtigt, endlich deutlich und mehr anwenden sollte. Ein Wunsch, eine hilfreiche Erkenntnis, die nicht neu ist. Auch nicht neu ist, was der Autor bemängelt, dass dieser Ansatz in der Praxis nach wie vor zu selten gewählt wird. Hierfür gibt er dann mal ein paar Tipps wie Ärzte und Patienten den richtigen Weg zu einer ganzheitlichen und optimalen Behandlung finden können; die aber auch nicht neu sind. Auch weiß man inzwischen zur Genüge, dass viele Erkrankungen psychische Hintergründe haben können, dass das aber nicht sein muss, und dass man mit einer stabilen seelischen Verfassung manche dann doch körperlichen Krankheiten wesentlich besser ertragen kann und diese nicht so in ihrer Symptomatik gefördert werden. Der Autor erzählt mittels seiner Aufzählungen der unterschiedlichsten Studien und Zitaten also nichts Neues.
Wie gute Gefühle gesund machen - so der Untertitel des Buches - erklärt der Autor kaum. Ein paar läppische Hinweise wie lassen sie sich vom Glück anstecken, atmen sie mal tief durch und bauen sie Stress ab, kommen dem Leser, der eine tiefer gehende Verarbeitung der Erkenntnisse erwartet hatte, da schon wie eine Ohrfeige vor. Dazu gibt es dann immer nach jedem Kapitel eine Zusammenfassung mit den wichtigsten Erkenntnissen wie z. B. Zärtlichkeit kann den Blutdruck senken oder wer sich vernachlässigt fühlt, hat öfter Husten. Spätestens an diesen Stellen ärgert man sich, dass man das Buch gekauft hat. Durch diesen Ärger und den Kaffee, der einen während des Lesens vor Müdigkeit bewahren soll, schnellt dann der Blutdruck hoch und weil man sich vor lauter Aufregung verschluckt und von dem Autor in der Form vernachlässigt fühlt, dass er seine Leser wohl nicht ernst nimmt, bekommt man einen Hustenanfall. Hat man dann aber z. B. in Form einer lieben Ehefrau Glück, von dem man sich anstecken lassen kann, streichelt diese einem nett übers Haar, hält ein Bonbon und ein Glas Wasser parat und alles reguliert sich wieder. Was zu beweisen war!
Letztlich kann man sich natürlich selbst mühen und alles aus den Zitaten, Geschichten und Studienergebnissen selbst herausziehen. Ja, Reichtum macht nicht tatsächlich glücklicher, aber seltener krank, wahrscheinlich, weil man mehr Zeit und Geld für eine bessere Versorgung durch sich selbst und diverse Behandler hat. Ja, Südländer haben nicht weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen, weil sie sich besser ernähren, sondern weil man dort noch des Essens wegen isst und nicht als Begleitung zum Fernsehen oder aus psychischen Gründen. Außerdem haben die besseres Wetter und mehr Liebe in der Familie. Ja, Placebos können manchmal genau so helfen wie richtige Medikamente, denn der Glaube versetzt Berge. Und ja, jede Studie ist natürlich nur ein Hinweis auf Gründe und Tendenzen, kein endgültiger Beweis, denn es gibt nur eine Regel, die von der Ausnahme, und dass gewisse Mehrheiten natürlich dennoch ein Indiz für eine gute Lebensführung und damit bessere Gesundheit sein können. Also probieren sie das doch mal aus, und wenn’s nicht klappt, nehmen sie das nächste. Übersetzt: Werden Sie mal reich und sehen sie, ob die leidigen Rückenschmerzen aufhören oder lieben sie doch ihre Frau mal und erfreuen sich ggf. am sinkenden Blutdruck.
So geht es praktisch das ganze Buch durch. Wenn Sie sich vorstellen, sie würden statt zu lesen, mit dem Autor sprechen, sähe das ungefähr so aus: Autor: “Menschen sind nach einer Scheidung weniger gesund, als die, die langfristig in ihrer Ehe bleiben, so eine Studie. Sehen Sie!” Mit dieser Erkenntnis lässt er sie dann erst mal alleine. Der Leser weiß nun, statistisch gesehen, habe ich eine größere Chance auf ein gesundes Leben, wenn ich bei meinem Partner oder meiner Partnerin bleibe. Der Leser sagt darauf: “Aha! Und jetzt?” “Natürlich”, so der Autor, “wenn sie sich ständig streiten und Kochtöpfe an den Kopf werfen, dann ist das auch nicht gesund. Zu den aktuellen Kopfprellungen kommt dann auch noch seelische Pein.” Leser: “O.K., in dem Fall wäre also eine Trennung besser.” Autor: “Hm, bedenken Sie aber, dass allein lebende, trotzt fehlendem Beziehungsstress, auch nicht gesündere Werte erreichen als verheiratete Probanden, so eine Studie. Und dann habe ich da noch eine nette Geschichte von einem Kollegen aus der Arztpraxis mit der allein stehenden alten Frau, deren Wunde schneller heilte, weil sie mal einen einfühlsamen Chirurgen vorfand.” Leser: “Haben Sie die Adresse von dieser seltenen Spezies von Arzt?”
Wie das alles geht und ob es denn am Ende tatsächlich so ist, kann der Autor nicht beantworten, er liefert auch keine wirklich tiefer gehenden Ansätze, wie man auf seine Gefühle einwirken kann, wie man glücklich wird und so länger lebt. Insofern hält das Buch nicht, was der Titel und die reißerischen Inhaltsangaben auf dem Umschlag versprechen. Auf die Lektüre kann man also auch verzichten, denn nachher ist man weder schlauer als zuvor und nur ansatzweise gut unterhalten worden.
Warum zwei Sterne und nicht den eigentlich verdienten einen? Durch die ganzen Studienergebnisse, an die man anders so schnell nicht gekommen wäre, kann man jetzt beim Kaffe oder Essen mit Freunden mit großen Weisheiten daher kommen und sogar sagen, dass dies wissenschaftlich untersucht bis bewiesen wurde. Außerdem gelang es mir eine Pizza ohne schlechtes Gewissen (siehe Studie zu Pizza und Herzinfarkt, S. 58) zu essen. Danke.