Ich, Nojoud, 10 Jahre, geschieden (Nojoud Ali)
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Schlagworte: Nojoud Ali
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31. Januar 2009 um 10:17 Uhr
Unvorstellbar im Jahre 2008
Die zehnjährige Nojoud lebt mit ihrer Familie im Jemen,als ihre unbeschwerte Kindheit plötzlich ein jähes Ende nimmt. Ihr Vater verheiratet sie ohne ihre Einwilligung mit einem älteren Mann.Sie muß fortan im Haus ihrer Schwiegermutter als verheiratete Frau wohnen und arbeiten.Von ihrem,bis dahin völlig unbekannten, Ehemann wird sie täglich missbraucht und misshandelt.Wenn sie weint oder sich wehren will,schlägt die Schwiegermutter auch noch zu. Doch Nojoud gelingt das fast Unmögliche. Sie schafft es, in die Hauptstadt zu gelangen und beim Gericht um die Scheidung zu bitten.Das Ganze ist im Jahr 2008 passiert, unfassbar ist die Vorstellung,das es heute noch so etwas gibt.Und wenn man dem Buch glauben darf,ist es im Jemen völlig normal,kleine Mädchen zu verheiraten.Ein Sprichtwort soll lauten: ” Eine Hochzeit mit einem neunjährigen Mädchen ist der Garant einer glücklichen Ehe. “. Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und auf jeden Fall hochinteressant. Einen Punktabzug bekommt es,weil die Schrift groß ist und das Buch sehr dünn,nur 184 Seiten.Dafür empfinde ich 14,95 zu teuer. Laut Buchbeschreibung sollen es über 200 Seiten sein.
1. Februar 2009 um 18:17 Uhr
Unter lauter Pädos?
Wenn man das Buch gelesen hat, das übrigens von Delphine Minoui ganz aus der Perspektive der betroffenen zehnjährigen Nojoud geschrieben ist, kommt der Leser zu der Erkenntnis, dass die islamische Gesellschaft eine Brutstätte für Pädophilie sein muss, die sich die (zumindest dörfliche) Billigung von Ehen im zarten Alter von 8 - 10 Jahren zunutze macht, Mädchen sexuell missbrauchen und bei Weigerung schwer misshandeln zu können - das alles unter dem Deckmantel einer von Allah geschützten Ehe. Um das Mass voll zu machen, jonglieren die Eltern (vornehmlich die Väter und Brüder) der missbrauchten Kinder mit dem Begriff “Ehre”, mit dem sie der Umwelt ein Tabu setzen, über solche “Beziehungen” zu schweigen. Zitat: Vor kurzem ist ein neunjähriges Mädchen drei Tage nach ihrer Hochzeit … gestorben. Ihre Eltern … haben sich beim Ehemann entschuldigt, als hätten sie schlechte Qualität geliefert, und ihm die siebenjährige Schwester als Wiedergutmachung angeboten. Zitat Ende.
Ich frage mich zu Recht, mit welchem Recht der sog. Westen sich (zB in Afganistan) in solche (aus unserer Sicht) verquaste Kulturen einmischt und meint, sog westliche Werte vermitteln zu müssen, während die Gesellschaft (bzw das jeweilige Stammesdenken) sich gar nicht verändern will.
Da bleibt intelligenten Menschen nur die Abwanderung übrig.
In der Geschichte im Buch bleibt Nojoud (noch) bei ihren Eltern wohnen, besucht die 2. Klasse der Grundschule, erduldet die Anfeindungen der Nachbarn, weil sich das Mädchen durch ihre Scheidung gegen “Sitten und Gebräuche” aufgelehnt hat und will später mal Jura studieren, um gegen den Missbrauch von Kindern zu kämpfen, denn sowohl ihr Ex-Ehemann als auch ihr verkuppelnder Vater wurden vor Gericht nicht belangt, obwohl nach jemenitischem Recht das heiratsfähige Alter auf 14 Jahre festgesetzt ist.
23. Februar 2009 um 18:00 Uhr
Eine sehr emotionale Geschichte
Dieses unglaubliche, von einem kleinen Mädchen erzählten Schicksal (nach europäischer Auffassung) wurde von der Journalistin Delphine Minoui sehr einfühlsam niedergeschrieben. Dieses Buch geht wahrscheinlich jedem, der es gelesen hat, zu Herzen. Obwohl die einzelnen Kapitel nicht sehr ausführlich erzählt wurden, teilweise eher wie eine Zusammenfassung, kann sich der Leser die Qual der kleinen Nijoud bildlich vorstellen und bekommt zwangsläufig eine unglaubliche Wut auf eine Tradition, die dem heutigen Zeitgeist weit entfernt ist und die Menschenrechte mit Füßen tritt. Dieses Buch gewährt nicht nur Einblick in die immer noch aktuelle Geringschätzung der jungen Frau im Jemen, was Nijoud nicht nur an ihrem eigenen Erlebten sondern auch anhand des Schicksals ihrer Schwester Mona erzählt. Um noch mehr Einblick in diese mittelalterliche Lebensweise und Einstellung dieser Menschen zu erhalten, wäre es wünschenswert gewesen, wenn die Gefühle und Gedanken von Nijoud ausführlicher beschrieben worden wären. Der Sieg von Nijoud über die Tradition und das mit Sicherheit erfolgte Trauma hätte Delphine Minoui noch ausführlicher darstellen sollen. Es wäre auch eine Erläuterung der Freisprechung sowohl von Nijouds Ehemann als auch von ihrem Vater wichtig gewesen, da für den Leser nicht unbedingt nachvollziehbar ist, dass der Richter die Eheschließung und den anschließenden Mißbrauch ihres Ehemannes sowie die Zustimmung des Vaters zur Heirat, verurteilt aber dennoch beide freispricht.
Trotz der fehlenden Ausführlichkeit ist dieses Buch so emotional erzählt und gewährt so tiefe Einblicke in eine andere Kultur, dass es empfehlenswert wäre, dieses Buch in den höheren Klassen der Schulen zu lesen und zu besprechen.
5. März 2009 um 06:51 Uhr
geschieden mit 10 aber ohne Kindheit…
ImJemen herrschen teilweise heute noch die selben Familienbräuche wie vor 100 Jahren: Junge Mädchen, teilweise schon ab dem 10. Lebensjahr, werden mit älteren Männern verheiratet. Besser gesagt: sie werden verkauft um die eigene Familie finanziell einigermassen über die Runden zu bringen. Und die Mädchen, überhaupt die Frauen, werden dazu weder gefragt noch gehört.
Auch Nojoud war noch so ein ind, das dieses Schicksal erleben musste. Mit knapp 10 Jahren wurde sie -gegen ihren Willen- mit einem fast 30jährigen Mann zwangsverheiratet. In der Famlie der Schwiegereltern erlebt sie eine qualvolle Zeit - und das plötzliche Ende ihrer Kindheit. Nojoud will sich den erniedrigungen und Schlägen ihres Ehemannes nicht beugen, sie flüchtet in die nächste Grossstadt und sucht Zuflucht beim Gericht. Eine Anwältin nimmt sich dem kleinen Mädchen an, kämpft mit ihr im ihr Recht, um die Scheidung. Das kleine Mädchen befreit sich so aus ihrer Zwangsehe, sie darf wieder Kind sein, zur Schule gehen.
Inzwischen ist sie im Jemen, auf der ganzen Welt bekannt und zugleich ein Vorbild für alle Frauen und Mädchen, die zwangsverheiratet sind und die der Kindheit beraubt wurden. Ihr Mut zum Ausbruch aus der Zwangsehe, ihre gerichtliche Scheidung macht sie stolz und berühmt und gewährt ihr -vielleicht auch vielen anderen, die es ihr gleichtunn wollen und werden- doch noch eine Kindheit.
19. März 2009 um 01:34 Uhr
Wers nicht gelesen hat…
Aufmerksam wurde ich über einen Bericht in einer großen Zeitung. Neugierig in den abgedruckten Auszügen.
Das hat mich dazu gebracht dieses Buch zu kaufen. Und ich habe es nicht bereut. Sicherlich ist es leicht geschrieben, doch wenn man es liest begreift man, in was für eine Welt diese Mädchen aufwachsen. Erschüttert und mitfühlend liest man das Buch zu Ende und weiß doch ganz genau, dass auch der mutige Schritt der Protagonistin nichts ändern wird! Und das stimmt traurig.
Wer das Buch nicht gelesen hat, hat was verpasst. Wer es nie lesen wird, verschließt die Augen.
Fazit: Lesenswert, regt zum Nachdenken an.
21. März 2009 um 02:34 Uhr
Ich, Najoud, zehn Jahre, geschieden
Solche Tatsachen sollen viel öfter an die Öffentlichkeit kommen.Wie kann ein Vater nur solche weitreichende Entscheidung für sein Kind treffen.
23. März 2009 um 05:51 Uhr
Traurig, aber wahr, …
…. daß es in einigen Ländern dieser Welt per Tradition noch in Ordnung ist, daß Kinderschändung zum Alltag gehört. Es gibt Anlaß zur Hoffnung, daß sich hin und wieder das eine oder andere Kind dagegen auflehnt und sich mit großem Mut gegen seine Peiniger erhebt, so wie Nojoud aus dem Jemen, die das große Glück hatte, am Gericht gleich mehrere Helfer zu gewinnen, die sie aus ihrer Qual befreiten. Ein Hoffnungsschimmer für andere Mädchen, die gegen ihren Willen und viel zu früh, sprich als Kinder, verheiratet werden. Ein meiner Ansicht nach wirklich sehr lesenswertes Buch.
23. März 2009 um 05:51 Uhr
Macht betroffen
Das Buch macht betroffen, andererseits aber auch Hoffnung, da es dem Mädchen gelingt, sich gegen ihr Schicksal zu wehren und ihr Recht auf eine eigene Kindheit durchzusetzen. Das Buch ist gut geschrieben und lässt sich flüssig lesen, allerdings ist es mir an vielen Stellen emotional zu knapp und oberflächlich. Immerhin vermittelt es einen guten Einblick in die Kultur des Jemens, wo noch heute jede Frau im Durchschnitt mehr als 6 (!) Kinder zur Welt bringt. Es gehört damit zu den geburtenstärksten Ländern der Erde. Sehr hohe durchschnittliche Geburtenraten sind ohnehin meist ein Ausdruck davon, dass die Frauen dort mit dem Kinderkriegen sehr früh anfangen.
Sehr überrascht hat mich das Beschriebene aber im Grunde nicht, eher die Tatsache, dass das Mädchen in der Lage war, ihre Rechte auf diese Weise (legal) durchzusetzen. Und wenn ich mir einen Film wie Die Farbe Lila anschaue, dann werden dort eigentlich ganz ähnliche Verhältnisse beschrieben, und zwar mitten in den USA und so fürchterlich lange auch noch nicht her.
5. April 2009 um 11:17 Uhr
Wir leben in einer anderen Welt
Es ist aus der Sicht der Menschen, die in der westlichen Welt wohnen, nicht zu begreifen, dass man Kinder zwangsverheiratet !
Die Sitten dort im Osten sind aber anders. Ich toleriere auf gar keinen Fall, dass diese Praktik bestehen bleibt. Es müsste auch dort unter hoher Strafe stehen. Ebebso wie ein “Ehrenmord” !
So etwas darf es einfach nicht geben.
22. April 2009 um 05:51 Uhr
echt lesenswert!
Missbrauch und Gewalt an einem kleinen Mädchen, getarnt in einer Ehe! Das wird in dem Buch offen beschrieben. Sehr mutig von der kleinen Nojoud sich zu wehren. Leider schaffen das nur die Wenigsten.
Wirklich zu empfehlen!
2. Juni 2009 um 06:34 Uhr
Fassungslos
Die Lebensgeschichte der kleinen Nojoud hat mich tief getroffen und ich kann kaum glauben, dass es Menschen gibt, die so etwas ihren Kindern antun, auch wenn sie in bitterster Armut leben. Ich wünsche von Herzen, dass es diesem kleinen mutigen Mädchen gelingt, ihren Traum, Anwältin zu werden, zu verwirklichen. Schon aus diesem Grund kann ich alle nur auffordern, dieses Buch zu kaufen, denn der Erlös kommt der Ausbildung Nojouds zu Gute.
11. Juni 2009 um 07:51 Uhr
Bewegende Geschichte eines missbrauchten Kindes
Sehr interessant und einfühlsam geschrieben. Die Geschichte vom Missbrauch eines 10-jährigen Mädchens durch Eltern, die sie mit einem brutalen Kinderschänder verheiratet haben. Leider ein nicht unübliches Verfahren in armen Ländern um zu überleben. Sehr bewegend…
11. Juni 2009 um 08:34 Uhr
Traurig, aber wahr…. wir leben in einer anderen Welt
Die Lebensgeschichte der kleinen Nojoud hat mich tief sehr getroffen und ich kann kaum glauben, dass es Menschen gibt, die so etwas ihren eigenen Kindern antun, auch wenn sie in großer, sehr großer Armut leben. Ich wünsche von Herzen, dass es diesem kleinen mutigen Mädchen gelingt, ihren Traum, Anwältin zu werden, zu verwirklichen. Missbrauch unde Gewalt an einem kleinem Mädchen, getarnt in der Ehe. Das wird in diesem Buch sehr offen beschrieben. Es war sehr mutig von der kleinen Nojoud sich zu wehren. Die wenigsten schaffen dies bzw. trauen sich das aus Angst, vor den Folgen, die dies haben könnte nicht.
Es ist aus der Sicht der Menschen, die in der westl. Welt wohnen, nicht zu begreifen, dass man Kinder zwangsverheiratet ! Die Sitten dort im Osten sind aber anders. Ich toleriere auf gar keinen Fall, dass diese Praktik bestehen bleibt. Es müsste auch dort unter hoher Strafe stehen.
17. Juni 2009 um 18:00 Uhr
HÜ
Die 10jährige Jemenitin Nojoud wächst in ärmlichen Verhältnissen in einem kleinen Dorf in Khadji mit ihren Eltern und den 13 Geschwistern auf. Sie besucht noch die Schule bis zur 2. Klasse, ist aber gezwungen, abzubrechen, da die Familie umziehen muss und der Vater den Job als Straßenkehrer verliert. Um weniger Mäuler stopfen zu müssen, werden die Töchter schon mit 10 Jahren zwangsverheiratet. Ein Bote bietet Nojouds Vater an, sie als Frau zu nehmen. Die Heirat folgt bald darauf und das kleine Mädchen geht durch die Hölle. Sie wird beschimpft, geschlagen und vergewaltigt. Nach einigen Monaten gelingt es ihr endlich, sich zu befreien und ihre Geschichte publik zu machen. Heute lebt Nojoud wieder mit ihren Eltern zusammen in Jemens Hauptstadt Sanaa.
Mir hat das sehr gut gefallen. Es erzählt die Geschichte aus der Sicht der 10jährigen und ist einfach zu lesen. Zwar kommen im Buch häufig jemenitische Wörter vor, doch dafür gibt es am Ende Worterklärungen und auch eine kurze Zusammenfassung der Geschichte Jemens.
Es ist sehr empfehlenswert und gibt Anlass das eigene Leben zu überdenken.
27. Juni 2009 um 07:00 Uhr
Ich, Nojoud,zehn Jahre, geschieden von Nojoud Ali
Traurige Geschichte, aber leider Realität.
Habe beim lesen mitgelitten und mich mit Nojuod mit gefreut.
21. Juli 2009 um 19:17 Uhr
Sehr traurig, aber lesenswert
Das Buch ist verständlich geschrieben, so das man es ohne Probleme in einem Rutsch durchlesen kann. Der Inhalt ist sehr traurig, ist aber leider die pure Wahrheit über eine gestohlene Kindheit, ein unglaublich mutiges Mädchen und ein doch herzerwärmendes Happyend. Ich war beim lesen dieses Buches immerwieder aufs neue erschüttert wie altäglich es in anderen Kulturen zu sein scheint, das man einfach mal eben so seine kleine Tochter verkauft und dafür noch nicht mal bestraft wird. Umso faszinierender finde ich diesen unglaublichen Mut den Nojoud hat, um alles zu tun um sich scheiden zu lassen, und damit einen Stein ins Rollen bringt. Das Buch einer Heldin- lesenswert
16. August 2009 um 22:51 Uhr
Erschreckend, aber leider gängige Praxis in weiten Teilen der Welt.
Packend schildert die Autorin Minoui Nojouds Geschichte, Gedanken und Erlebnisse. Eine Zwangsehe, die so schon schlimm genug ist, vielen Frauen (und auch Männern) aber erst im späteren Alter widerfährt, erlebt hier ein Kind von 10 Jahren. Sie schildert auf lebhafte Weise ihr Leben vor der Heirat, ein relativ sorgloses Leben in ihrem Dorf Khardji, mit der Zuversicht eines Kindes und ihren Besuch in der Schule. Sie erzählt von der Geschichte ihrer Schwester, deren Umstände ebenso weniger glücklich waren und von der Sorge um ihre kleine Schwester in der Hoffnung, dass diese nicht gleiches Schicksal erfährt. Schließlich erfolgt die Heirat selbst, die damit grausamen Zustände und die Beziehung zu ihrem Ehemann und der Schwiegermutter. Sie erzählt von ihren Weg ins Gericht, den Mut und den Entschluss den sie fasste und die Verzweiflung, die sie dort hin trieb.
Was mich an dem Buch aber wirklich erschüttert hat, waren die Zeichnungen Nojouds, die dort auch veröffentlich sind. Hier erkennt man wirklich das kleine Kind, das kleine Mädchen in ihr. Bunte Häuser und Bäume, Blümchen und Menschen. Ein Kind, das nicht mehr Kind sein durfte. Erschreckend. Auch enthält das Buch einige Fotografien von ihr, mit Jornalisten und ihrer Rechtsanwältin, ihrer Familie und in ihrer Schule.
Bis hierhin 5 Sterne. Einen Stern Abzug gibt es von mir für den Preis (aktuell 14,95 Euro), nicht weil ich finde, dass sie an dem Buch nichts verdienen sollte (ich würde ihr gern das dreifache des Geldes in die Hand drücken), sondern weil ich das Gefühl nicht los werde, der Verlag hat hier absichtlich mal die Medienbrisanz und das Interesse an Nojoud genutzt, um ein 184 Seiten Buch in recht großer Schrift für einen vergleichsweise hohen Preis zu verkaufen.
2. September 2009 um 03:34 Uhr
Zwangsehe mit einem Kind! Unvorstellbar, aber wahr!!
Vom Fall der kleinen Nojoud habe ich 2008 aus einer Illustrierten erfahren.
“Damals” war ich einfach nur fassungslos und habe das ganze ungläubig durchgelesen, aber die Geschichte ist wahr!
Das Buch, dass ihre traumatischen Erlebnisse nun schildert, ist wirklich sehr gut geschrieben, man kann gut verfolgen wie das alles in Nojouds Augen gewirkt haben muss. Ich habe es an einem Tag bereits durchgelesen gehabt, da ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Langweilig wird einem beim Lesen nie, dennoch habe ich einen Kritikpunkt anzuführen, der aus meiner Sicht doch sehr ins Gewicht fällt:
Die Situationen hätten etwas ausführlicher beschrieben sein können!
Die schlimme Zeit bei ihrem Ehemann wird in ein paar Seiten knapp zusammen gefasst und dann flieht sie auch schon.
Ich hätte erwartet das ihr Alltag als neunjährige Ehefrau etwas besser verdeutlicht und beschrieben worden wäre. Es ist also alles sehr knapp gehalten und daher auch keine Kunst es an einem Tag durchzulesen. Dennoch wirklich interessant und sehr lesenswert. Ich kann es ohne Bedenken weiterempfehlen!
15. April 2010 um 16:00 Uhr
Ein sehr trauriges Tatsachenbuch
Dieses Buch ist wahre und brutale Realität, man kann sich gar nicht vorstellen, was sich alles auf dem gleichen Erdball abspielt.
Dieses 10jährige Mädchen musste Höllenqualen durchleiden, was - Gott sei Dank - selbst sehr viele Erwachsene nicht erleiden müssen. Verrat, Mißhandlungen und Gewalt an der Tagesordnung und all das an einem kleinen Kind. Dieses Mädchen wurde in Kürze erwachsen, auf eine ganz miserable Art und Weise.
Sowas darf normal wirklich nie und nimmer passieren. Ich hoffe für Nojoud, dass es ihr mittlerweile besser geht.
1. Mai 2010 um 12:17 Uhr
HÜ
Die 10jährige Jemenitin Nojoud wächst in ärmlichen Verhältnissen in einem kleinen Dorf in Khadji mit ihren Eltern und den 13 Geschwistern auf. Sie besucht noch die Schule bis zur 2. Klasse, ist aber gezwungen, abzubrechen, da die Familie umziehen muss und der Vater den Job als Straßenkehrer verliert. Um weniger Mäuler stopfen zu müssen, werden die Töchter schon mit 10 Jahren zwangsverheiratet. Ein Bote bietet Nojouds Vater an, sie als Frau zu nehmen. Die Heirat folgt bald darauf und das kleine Mädchen geht durch die Hölle. Sie wird beschimpft, geschlagen und vergewaltigt. Nach einigen Monaten gelingt es ihr endlich, sich zu befreien und ihre Geschichte publik zu machen. Heute lebt Nojoud wieder mit ihren Eltern zusammen in Jemens Hauptstadt Sanaa.
Mir hat das sehr gut gefallen. Es erzählt die Geschichte aus der Sicht der 10jährigen und ist einfach zu lesen. Zwar kommen im Buch häufig jemenitische Wörter vor, doch dafür gibt es am Ende Worterklärungen und auch eine kurze Zusammenfassung der Geschichte Jemens.
Es ist sehr empfehlenswert und gibt Anlass das eigene Leben zu überdenken.
4. Juni 2010 um 02:51 Uhr
Eine bewegende Erzählung
Dieses Buch hat mich sehr tief betroffen und bewegt.
Auf dem Cover kann man Nojoud sehen, die sich mit verschränkten Armen auf einem Auto aufstützt und nachdenklich zur Seite schaut.
Die zehnjährige Nojoud erzählt hier ihre Geschichte, wie sie von ihrer Familie mit einem Mann verheiratet wurde, der 22 Jahre älter war als sie. Der Vater verheiratet sie aus Geldnot an einen Mann, um ein Maul weniger zu stopfen zu haben”. Dieser Mann versprach der Familie, sie nicht anzurühren, bis sie in die Pubertät kommen würde, hat dieses Versprechen aber nicht gehalten. Nojoud wird von ihm missbraucht und geschlagen, woraufhin sie eines Tages zum Gericht geht.
Sich einem Mann zu unterwerfen und für die Küche und die Kinder da zu sein, sind allerdings Bräuche, die in ihrer Kultur im Jemen so üblich sind. Als verheiratete Frau darf man dort nur verschleiert aus dem Haus, doch Nojoud hat sich oft dagegen gewehrt, da sie noch so jung ist, und dafür Schläge bekommen.
Sie erzählt ihre Geschichte, die mir sehr unter die Haut gegangen ist.
Die Erzählung ist in der Ichform geschrieben und sehr groß gedruckt. Es fiel mir dadurch sehr leicht, das Buch zu lesen und ich hatte es in kurzer Zeit durch, da ich auch sehr gefesselt war davon.
Ich habe richtig mit Nojoud mitgelitten.
Die Erzählung ist aus dem Jahr 2008. Es hat mich sehr erschüttert, dass es so etwas heute noch gibt und wie in manchen Kulturen noch gelebt wird.
Fazit:
Ein Bericht, der mich sehr erschüttert und zu Tränen gerührt hat. Gut, dass es noch Menschen gibt, die gegen so etwas kämpfen.
4. Juni 2010 um 02:51 Uhr
Eine bewegende Erzählung
Dieses Buch hat mich sehr tief betroffen und bewegt.
Auf dem Cover kann man Nojoud sehen, die sich mit verschränkten Armen auf einem Auto aufstützt und nachdenklich zur Seite schaut.
Die zehnjährige Nojoud erzählt hier ihre Geschichte, wie sie von ihrer Familie mit einem Mann verheiratet wurde, der 22 Jahre älter war als sie. Der Vater verheiratet sie aus Geldnot an einen Mann, um ein Maul weniger zu stopfen zu haben”. Dieser Mann versprach der Familie, sie nicht anzurühren, bis sie in die Pubertät kommen würde, hat dieses Versprechen aber nicht gehalten. Nojoud wird von ihm missbraucht und geschlagen, woraufhin sie eines Tages zum Gericht geht.
Sich einem Mann zu unterwerfen und für die Küche und die Kinder da zu sein, sind allerdings Bräuche, die in ihrer Kultur im Jemen so üblich sind. Als verheiratete Frau darf man dort nur verschleiert aus dem Haus, doch Nojoud hat sich oft dagegen gewehrt, da sie noch so jung ist, und dafür Schläge bekommen.
Sie erzählt ihre Geschichte, die mir sehr unter die Haut gegangen ist.
Die Erzählung ist in der Ichform geschrieben und sehr groß gedruckt. Es fiel mir dadurch sehr leicht, das Buch zu lesen und ich hatte es in kurzer Zeit durch, da ich auch sehr gefesselt war davon.
Ich habe richtig mit Nojoud mitgelitten.
Die Erzählung ist aus dem Jahr 2008. Es hat mich sehr erschüttert, dass es so etwas heute noch gibt und wie in manchen Kulturen noch gelebt wird.
Fazit:
Ein Bericht, der mich sehr erschüttert und zu Tränen gerührt hat. Gut, dass es noch Menschen gibt, die gegen so etwas kämpfen.