Wüstenblume (Waris Dirie)

Das Leben der aus Somalia stammenden Waris Dirie, das sie in ihrer Autobiographie Wüstenblume beschreibt, liest sich wie ein modernes Märchen vor exotischer Kulisse. Zu einem richtigen Märchen gehört auch eine gehörige Portion Grausamkeit und Gewalt und nicht zu vergessen, das Wichtigste: ein Happy-End. Geboren wurde Waris in der Wüste Afrikas, zog mit ihrer Familie, einem Nomadenstamm, von Wasserstelle zu Wasserstelle, ständig im Kampf ums tägliche Überleben. Sie hütete die Tiere, und der erste grausame Einschnitt in ihre Welt der Kindheit war ihre Beschneidung mit fünf Jahren. Mit vierzehn wollte sie ihr Vater dazu zwingen, einen viel älteren Mann zu heiraten. Waris rebelliert und sieht keine andere Möglichkeit, als wegzulaufen, um ihrem Schicksal zu entkommen. Sie flieht in die Hauptstadt Mogadischu und bekommt die Chance, als Dienstmädchen mit dem somalischen Botschafter, einem Verwandten ihrer Mutter, nach London zu reisen. Mit welcher Schlitzohrigkeit es Waris gelingt, nachdem ihr Onkel wieder zurück nach Somalia berufen wird, in London zu bleiben, sich ihr Überleben zu sichern, sogar britische Bürgerin zu werden, liest sich überaus amüsant. Ein Fotograf, der sie entdeckt hat, bekniet sie tatsächlich zwei Jahre lang, Aufnahmen von ihr machen zu dürfen. Sie hat es ihrer ungeheuren Zähigkeit zu verdanken, die sie schon früh als Nomadenmädchen erlernt hat, daß sie mittlerweile zu den Topmodels der Modebranche gehört. Seit einiger Zeit setzt sie sich vehement als UNO-Sonderbotschafterin gegen die Genitalverstümmelung von Frauen ein, die sie selbst schmerzvoll erlitt. –Manuela Haselberger 

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31 Kommentare zu „Wüstenblume (Waris Dirie)“

  1. Pharamond sagt:

    Dieses Buch hat tiefe Spuren hinterlassen…
    …quasi ganze Schlaglöcher in meiner Seele. Das was die Autorin hier beschreibt, klingt für uns Otto-Normal-Europäer immer nach tragischen Einzelschicksalen. Meist werden wir eh nur an Weihnachten von irgendwelchen Hilfsorganisationen auf diese Themen angesprochen. Und noch bevor wir Zeit finden darüber nachzudenken, ist das auch schon wieder vergessen. Diese Dinge scheinen für uns so unsagbar weit weg!

    Ich hatte mir das Buch von meiner Mama geliehen und beim Lesen hat man dann sehr viel Zeit, sich mit dem Umgang mit minderwertigen Objekten namens “Frau” in einigen Teilen der Welt zu befassen. Das ist schwer zu verkraftende Realität. Und diese ist wirklich bewegend geschrieben, da sie eben nicht von einem aussenstehenden Beobachter sondern von Waris Dirie selbst erlebt und niedergeschrieben wurde.

    Fazit: Das Buch ist absolut empfehlenswert! Bei mir hat es eine neue Vorliebe für Autobiografien geweckt, aber ich habe bisher noch keine wieder gefunden, die mich so berührt hat - für Tipps bin ich jederzeit offen ;-)!

  2. Alva sagt:

    Es öffnet einem die Augen
    So eine bewegende und zugleich teilweise traurige Geschichte hab ich selten gelesen. Ich hab das Buch mittlerweile zum dritten Mal durch und muss sagen, diese Geschichte wird einfach nicht langweilig, vermutlich liegt es daran, dass man sich als Europäer nur schwer vorstellen kann, was dieser Frau in ihren frühen Jahren alles widerfahren ist und mit wie viel Willenskraft sie an ihr Ziel gekommen ist.

    Aber besonders muss ich das Buch loben, weil es auf ein wichtiges Thema aufmerksam macht - die Beschneidung von Mädchen.

    Mein Lob an Waris Dirie, dass sie sich an so ein heikles Thema gewagt hat und auch nicht vor ihrer eigenen Vergangenheit halt gemacht hat.

  3. Melitta sagt:

    Tolles Buch
    Ein sehr interessantes Buch, einfach aber doch so geschrieben, dass es einen in seien Bann zieht. Waris Dirie gibt Einblicke in ihre Kindheit in Somalia, die dortige Kultur, Probleme des Landes, ihre eigene Flucht und wie sie sich in “der anderen Welt” im modernen Westen zurechtfinden muss. Was ich an ihrer Erzählweise bewundere ist, dass sie ihr Heimatland Somalia und dessen Kultur stets mit großem Respekt und ohne zu verurteilen beschreibt und versucht zu zeigen, dass nicht alles am Leben in einem Entwicklungsland schlecht ist, sondern das auch das Leben in der “modernen Welt” hart sein kann. Sie lässt einen eine Perspektive auf das Land sehen, die man allein vielleicht nie entdeckt hätte.

  4. Adalbero sagt:

    Wunderbares Buch!
    Habe dieses Buch jetzt zum zweiten mal gelesen und bin immer noch begeistert wie beim ersten mal! Es erschüttern einen wirklich dass so grausame rituale wie die beschneidung der frauen es noch tatsächlich heutzutage praktieziert wird! An machen stellen des buches wurde mir richtig übel…den die erzählungen sind so schmerzlich, brutal und mitleiderregend zu gleich! ein wirklich tolles buch! TOP!

  5. Berthe sagt:

    Knallhart, frech und ungeschminkt
    Weibliche Genitalverstümmelung, ein grausames und schwieriges Thema, erzählt von einer Betroffenen. Eine harte und unverblümte Erzählung von einer starken Frau die zwei extrem verschiedene Welten erlebt. Die Nomadin aus Solmaia, bzw. Das Model aus London, Waris Dirie, erzählt mit einer unverblümten und frischen Art über sich und die Welt- wie Sie sie erlebte.

    Empfehlenswert!

  6. Stine sagt:

    Somalisches Frauenschicksal Beschneidung, Flucht
    Dieses Buch handelt vom Schicksal der mutigen Somalierin Dirie WARIS, die im Alter von 5 Jahren Das Schicksal einer Totalbeschneidung erleidet ( Klitoris, äußere + innere Schamlippen, sog. pharaonische Beschneidung”) SIe lebt als Nomadenkind mit Ihren ELtern und Geschwistern in der Wüste und sollte im Alter von 13 Jahren mit einem 60-jährigen Mann verheiratet werden. Sie flieht zu Verwandten und arbeitet 4 Jahre als Hausmädchen, besser wohl “Haussklavin” bei einer Familie in London, wo ihr Schulbesucht verwehrt wird und so gut wie keine Bezahlung erfolgt. Mit knapp 18 Jahren wird sie von einem Fotografen entdeckt und macht Karriere als Fotomodel mit teils erheblichen Problemen wegen Reisepaß und Aufenhaltsgenehmigung. Zwei Scheinehen nimmt sie auf sich, um einen britischen Paß zu bekommen.Als erfolgreiches Model besucht Sie ihre Mutter in Somalie und setzt sich für die Rechte der Frauen und gegen die Beschneidung ein, welche täglich fast 6000 Frauen weltweit erleiden müssen. Ein sehr persönliches, emotional geschriebenes Buch einer mutigen Frau, die trotz Karriere und Erfolg ihre Verbundenneit mit der Natur , ihr Bescheidenheit und ihre Natürlichkeit bewahrt hat. Hat mir sehr gut gefallen.

  7. heinz-ulrich sagt:

    Eine wahre Biografie über Beschneidung!
    Eine Biographie, die einen nachdenklich stimmt und traurig macht, das in unser heutigen Zeit, noch soviele Mädchen und Frauen verstümmelt werden, oder an der Infektion danach daran sterben. Waris Dirie beschreibt die Schmerzen bei der Menstruation, beim Wasserlassen so, dass man sie fast körperlich selbst spürt, oder nachvollziehen kann. Ein Buch, dass jeder lesen sollte!

    Inhaltsangabe des Buchcovers: “Waris Dirie stammt aus einer Nomadenfamilie in Somalia. Diese zieht von Wasserstelle zu Wasserstelle, ständig im Kampf ums Überleben. Im Alter von 5 Jahren hat sie das grausame Erlebnis der Beschneidung, ein Schicksal, das sie mit vielen afrikanischen Frauen teilt. Als sie mit 14 zur Heirat gezwungen werden soll, flieht sie über Mogadischu nach London. Zuerst arbeitet sie als Hausmädchen und wird dann als Model entdeckt.”

    Als Afrikafan, mit Favorit Kenia, lese ich viele Biografien von afrikanischen Frauen. In diesem Buch stehen die weibliche Beschneidung / Verstümmelung im Vordergrund.

    Habe schon Biografien über Kindersoldaten, Harem, Steinigung, Prostitution und weibliche Beschneidungen gelesen. Dies ist alles schwerverdauliche Kost, und für mich oft nicht begreiflich, dass in der heutigen modernen Zeit noch so viel Not und Probleme auf dieser Welt sein müssen!

    Obwohl für mich Kenia ein Paradies an Landschaft, Tieren und freundlichen Menschen ist, interessiere ich mich sehr für die Problematik dieses Landes, die vor allem Kinder und Frauen betrifft.

    Auch auf meinen zwei Keniareisen mit je 2500 km langen Safaris, habe ich dieses Land nicht nur mit Touristenaugen gesehen, sondern mir fiel, genauso die Armut und das Elend auf.

    Wenn wir alle sensibler und wissender um diese Probleme wären, habe ich die Hoffnung, dass die Welt nicht mehr zusieht, wie Kinder in den Krieg ziehen müssen, Frauen und Kinder beschnitten werden, oder ihren Körper verkaufen müssen!

    Meinen Respekt zolle ich den Frauen: Miriam Kwalenda, Waris Dirie, Senait G. Mehar…

  8. Christine sagt:

    Tolles Buch, das zum Nachdenken anregt!
    Waris Dirie schreibt über ihre Kindheit als Nomadenmädchen in der Wüste Somalias und über ihren weiteren, unglaublichen Lebensweg, der sie nach London und New York und schließlich als Supermodel auf die Titelseiten der renommiertesten Mode-Magazine bringt.

    Dieser “Traum” vom Model, den sie plötzlich lebt, ist jedoch stets überschattet von einer traumatischen Kindheitserfahrung, die ihr ganzes Leben auf tragische und schmerzhafte Weise einschränkt: sie wurde als Fünfjährige beschnitten.

    Waris Dirie schreibt mit einer unglaublichen Ehrlichkeit und Schonungslosigkeit, dabei trotzdem mit Leichtigkeit und einer gewissen Portion Humor.

    Ihre Beschneidung wird in einem Kapitel beschrieben - so furchtbar grausam und eklig, dass wohl nicht nur bei mir diese fassungslose Wut aufstieg. Und trotz dieses fürchterlichen Erlebnisses und dem daraus entstandenen eisernen Willen, etwas gegen die Beschneidung junger Mädchen zu tun, ist sie stolz, eine Somali zu sein. Sie fühlt sich hin und hergerissen zwischen zwei Welten. Sie beschreibt die religiösen Vorstellungen ihres Landes und erklärt, wie es zu diesem Brauch gekommen ist. Sie gibt niemandem die Schuld, weil sie weiß, dass die Beschneidungszeremonie einfach viel zu tief in der Seele ihres Landes steckt: selbst die unwissenden jungen Mädchen sehnen sie ja herbei, so tief sitzt der Glaube an ihre Richtigkeit.

    Aber Waris Dirie wehrt sich dagegen und fühlt sich dazu berufen, ihr Land aufzuklären. Eine mutige, bewundernswerte Frau!

    Ein spannendes Buch, das gleichzeitig Lesevergnügen und Fassungslosigkeit beim Leser hervorruft. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Nun freue ich mich auf den Film, der am 24. September in die Kinos kommt, und werde wohl weitere Bücher von Waris Dirie lesen.

  9. Mauritius sagt:

    Pionierin
    Waris Dirie ist eine der ersten gewesen, die sich literarisch mit dem Themenfeld Afrika, Männerriten, Beschneidung beschäftigt hat. Ihr Buch “Wüstenblume” ist mittlerweile fast schon ein Klassiker. Und auf die Verfilmung kann man sicher gespannt sein. Und die Lektüre des Buches ist weiterhin jedem zu empfehlen, der sich mit diesem Thema näher beschäftigen möchte.

  10. Saskia sagt:

    WOW!
    Das Buch WÜstenblume von Waris Dirie ist ein packendes und fesselndes Schicksalsdrama,das eine wahre Geschichte einer jungen Frau erzählt!

    Dies ist ein Buch,das man an einem Tag lesen kann - sofern man die Zeit dafür hat:)

    Man lernt eine andere Kultur kennen,die einem die Tränen in die Augen treibt!

    Die Geschichte reist einen so sehr mit,das man am liebsten die ganze Zeit über den Kopf schütteln wurde…

    Eine junge FRau,eigentlich noch ein Kind,die so viel durchmacht und trotzdem nie aufgfibt ist wirklich bewundernswert und unglaublich faszinierend!

    Dieses Buch MUSS man einfach gelesen haben!!

  11. Rudolf sagt:

    Aufklärung goes life.
    Viel zu wenig weiß man über fremdländische Kulturen und Bräuche, viel zu wenig versteht man die Sitten anderer Länder. Umso schockierender sind dann Tatsachenberichte, die Einblick gewähren und aufklären sollen, aber auf gänzliches Unverständnis stoßen, weil dort Prozeduren als normal angesehen werden, die in unseren Regionen unvorstellbar sind.

    Wüstenblume ist ein solcher Tatsachenbericht, in dem erzählt wird, wie sehr afrikanische Mädchen in jungen Jahren verstümmelt werden - bis heute. Waris Dirie berichtet von ihren Erfahrungen als junges Mädchen und über ihre Flucht aus dem Leben als Nomadin und vor einer Zwangsehe, und lässt dabei kein einziges der schlimmen Details aus. Doch der Leser erfährt auch viel über ihre Entdeckung und den Weg zum Topmodel-Dasein sowie die Schwierigkeiten, die die Beschneidung in jungen Jahren im Laufe ihres (Sexual-)Lebens mit sich bringt.

    Bemerkenswert ist dabei der Abstand, den die Autorin halten kann. In keinem Moment des Lesens erhält man den Eindruck, dass auf irgendwen mit dem Finger gezeigt und eine Schuldzuweisung betrieben wird, obwohl man dafür wahrscheinlich Verständnis aufbringen könnte.

    Doch kann bei Ritualen fremder Kulturen die Frage nach Schuld überhaupt beantwortet werden? Und wo würde die Suche nach dem oder den Schuldigen beginnen? Bei der Regierung? Bei den Vorfahren, die das Ritual angeschafft haben? Oder beim Volk selbst, das an diesem festhält?

    Die Beantwortung dieser und vieler weiterer Fragen bietet wahrscheinlich Stoff für unzählige weitere Bücher und sollte grundsätzlich zum Thema gemacht werden.

    Waris Dirie schafft es ohne vorwurfsvolle Töne, über das Schicksal junger afrikanischer Mädchen zu berichten und in jedem einzelnen Leser das Bedürfnis zu wecken, selbst etwas für die Änderung dieser grausamen Rituale zu tun. Auch zeigt sie mit Wüstenblume, dass es Teile auf der Welt gibt, die noch immer unerforscht sind, obwohl zumindest die Namen bekannt sind.

    ——————————————————————————–

    Fazit:

    Eine Botschaft an die Welt, die Augen zu öffnen und etwas gegen die Misshandlungen in anderen Kulturen zu tun. Und ein schönes Beispiel dafür, dass man es trotz schlimmer Kindheit zu Großem bringen kann.

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    Wertung:

    Von einer Wertung wird abgesehen, da es sich um persönliche Lebenserfahrungen handelt.

    (Originalrezension für Literatopia.de)

  12. Gotthard sagt:

    In erster Linie eine bewegende Autobiographie
    Oft wird das Buch auf die Beschneidung von Frauen reduziert, aber vor allem handelt es sich um eine Autobiographie, die die Stationen eines bewegten Lebens beschreibt, vom Nomadenleben in Afrika bis zum Aufstieg als Model. Für mich als Fan von Autobiographien die beste, die ich je gelesen habe.

  13. Sonja sagt:

    Blühende Phantasie
    Habe Waris als Student gekannt. Sie hat eine blühende Phantasie, die den Umgang mit ihr sehr erlebnisreich machte. Das Buch ist wunderbar geschrieben, die Realität etwas ausgemalt.

  14. German sagt:

    Respekt !!
    Ich habe großen Respekt vor Waris, die sich einfach hinstellen kann und offen über das schlemmste berichtet, das ihr widerfahren ist: Ihre eigene Beschneidung.

    Und das nicht nur einmal, sondern immer und immer wieder redet sie davon…. das ist auch richtig so.

    Das Buch fängt ziemlich harmlos an, Waris erzählt wie sie ihre Kindheit in der Wüste empfand, Tiere zu hüten machte ihr Spass.

    Sie wuchs behütet mit vielen Geschwistern auf und ihr Vater beschützte alle.

    Viel später merkt sie jedoch, dass es nicht nur Schutz ist, sondern auch Beobachtung, was ihr Vater tat. Er ließ keine Männer zu.

    Als Aman, Waris Schwester, beschnitten wurde, war Waris noch zu klein. Sie wünschte es sich herbei wie ein Deutsches Kind Weihnachten. Es ist ein Fest einer Afrikanischen Frau. Sie wusste ja nichts genaues darüber. Ihre Mutter redete nicht davon und auch Aman, die sie später als sie beschnitten war danach fragte, sagte ihr nichts dazu.

    Als es für Waris an der Zeit war mit der Beschneiderin zu gehen war sie erstaunt, dass es in die Wüste ging.

    Keine Ärztliche Aufsicht, kein steriler Raum, keine sterilen Geräte…. nichts !!

    Die Frau holte ein blutverschmiertes Messer aus einem Beutel und brach Dornen von einem Zweig ab, das war alles.

    Waris hatte Glück zu überleben und nicht an einer Blutvergiftung wie unzählige Mädchen vor ihr zu sterben.

    Auch AIDS, dass ja auch ein unabsehbares Risiko bei solchen Ritualen ist, bekam sie nicht.

    Waris hat jedoch ihr Leben lang mit den Folgen zu kämpfen. Schmerzen, Depressionen anders zu sein, Probleme während der Periode………..

    Doch damit nicht genug:

    Als die körperlichen Wunden geschlossen waren, wollte sie ihr Vater mit einem Kumpel von ihm verheiraten. Ihr zukünftiger Mann war gebrechlich und steinalt.

    Zum ersten Mal in ihrem Leben lehnte sie sich gegen ihre Eltern auf und lief fort. Fort, in eine ungewisse Zukunft. Genau wie Aman damals. ….

    Waris hat es geschafft. Geschafft, wovon viele Mädchen träumen: Auf alle großen Laufstege der Welt zu kommen, Mode zu präsentieren und viel Geld verdienen. Geld, das sie niemals hatte.

    Sie setzt sich heute auch angagiert gegen diese Ritualen ein. Sie möchte, dass niemehr ein Mädchen beschnitten wird, niemand mehr diese Qualen erleiden muss.

    Bisher ist in einem Land die Weibliche Beschneidung unter Strafe gestellt worden….. viel zu wenig, aber doch ein Anfang…….

  15. Annike sagt:

    Ein sehr optimistisches Buch
    Es geht in diesem Buch auch um die Beschneidung von Frauen. Einen viel nachhaltigeren Eindruck hinterließ auf mich jedoch die sehr intensive Beschreibung eines Lebens in zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, auch wenn vielleicht manches geschilderte Erlebnis frei erfunden sein mag. Ich finde, sie schreibt recht einfach und dennoch sehr schön, manchmal dann etwas sprunghaft, aber nie langweilig. Man merkt, dass sie einen unbedingten Lebenswillen besitzt, anders wäre eine solche Karriere vom Nomadenmädchen zum Top-Model auch kaum erklärbar. Beeindruckt hat mich der ungemeine Optimismus, der immer wieder zwischen den Zeilen herauslugt: man kann die Welt verbessern, wenn man will.

  16. moritz sagt:

    Naja
    Ihre Geschichte ist schon unglaublich!!!! Wenn sie denn wirklich so war!

    Die Schreibweise machte auf mich den Eindruck, dass einiges nicht so abgelaufen ist, wie sie es dargestellt hat. Dennoch zeiht man nach diesem Buch den Hut vor ihr! Oder eher vor den Frauen und Kindern dieser Kultur :-(

    Ich habe bei weitem schon deutlich bessere Bios gelesen.

    Wenn es dabei bleibt, dass die Bücher meistens besser sind, als die Filme - dann schade.

    Ich vermute allerdings, dass hier der Film wahrscheinlich besser sein wird, als das Buch. Ich hoffe es jedenfalls :-)

  17. Jane sagt:

    Wahsinn!
    Hab das Buch nach der Erscheinung schon einmal gelesen und jetzt vor kurzem wieder!

    Ich bin wieder Mal tiffst beeindruckt von der Kraft die diese Frau in ihrem Leben aufbringen musste um aus dieser Hölle ihrer Kindheit/Jugend zu entkommen. Es ist wirklich bewegend und zutiefst rührend!

    Dieses Werk öffnet einen Einblick in das schreckliche Ritual das sogut wie alle Kinder in den “noch nicht zivilisierten” Wüstenvölkern über sich ergehen lassen müssen.

    Das Buch soll vor allem Augen öffnen… nur wie kann man Nomadenvölker davon überzeugen, dass ihre Rituale schrecklich sind? Diese Menschen leben in einer vollkommen anderen Welt, die sich kein Mensch aus Europa nur annähernd vorstellen könnte. Es ist traurig zu wissen, was manche Kinder durchleben müssen!

  18. Alyssa sagt:

    Sehr gutes Buch
    Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

    ich wrde es acuh weiterempfehlen.

    Man erfährt, wie hart das Leben in Somalia ist.

    Waris, Die Hauptperson wurde bereits mti 5 Jahren beschnitten, was für sie sehr harte Folgen hat.

    Mit 13 Jahren soll sie dann einen 60-jährigen Mann heiraten, reist deshalb zu ihrer Tante aus.

    Diese lassen sie nach London fliegen , wo sie dann eine Kariere als Model beginnt.

    Ich empfehle das Buch weiter

  19. Gerardo sagt:

    Ein bewegendes Schicksal!!
    Wüstenblume ist ein wunderschönes Buch, mit einem ernsten und bewegenden Hintergrund. Von einem armen Mädchen aus Afrika zu einem der gefragtesten Models der 90er Jahre. Das ist eine Geschichte wie im Film, ein Märchen, aber Märchen haben auch immer eine Schattenseite. Und genau diese Schattenseite ist ein wichtiger Aspekt dieses Buchs. Die Beschneidung von Frauen! Ich finde es sehr bewundernswert, dass Frauen wie Waris Dirie, die die Genitalverstümmelung am eigenen Körper erfahren mussten, über ihre Erfahrungen berichten. Denn so können noch mehr Menschen auf dieses grausame Ritual aufmerksam gemacht werden.

    Das Buch erzählt nicht nur eine wunderbare Lebensgeschichte, es hat mich auch über das Ritual der Beschneidung aufgeklärt und mir Informationen geliefert, die mir völlig neu waren. Genitalverstümmelung bei Frauen gehört für mich zu den größten Verbrechen, die es immer noch gibt.

    Deshalb finde ich dieses Buch so wichtig, neben der schönen Geschichte, wie es jemand von ganz unten nach ganz oben geschafft hat, wird auch auf ein oft verdrängtes oder für nicht so wichtig gehaltenes Thema hingewiesen. Ich finde es ist an der Zeit gegen diese abergläubische Tradition zu kämpfen, sodass irgendwann kein einziges Mädchen mehr beschnitten wird.

  20. Anderl sagt:

    Buch
    Sehr schön geschrieben und niemals langweilig . Sehr schockierend aber dennoch aufklärend keine umschweife was mit den jungen frauen geschieht .

  21. Christiane sagt:

    erschütternd
    Ein erschütterndes Buch.. Wie Mütter zulassen können das ihre Kinder dermaßen verstümmeln, gequält und geschunden werden, ist mir unverständlich. Einfühlsam beschreibt Waris Dirie ihre Lebensgeschichte und man leidet mit ihr mit, gewinnt tiefe Einblicke in eine andere für einen selber unverständliche Kultur und legt dieses Buch tief betroffen aus der Hand. Ein mutiges Buch, das absolut lesenswert ist.

  22. Aurica sagt:

    enttäuschend
    das buch wurde mir empfohlen. als ich es mir bestellte, erwartete ich dadurch einen genaueren einblick über die vergangenheit eines beschnittenen mädchens zu erhalten, ihre bewältigungsstrategien und entwicklung aufgrund dieser vergangenheit.

    das buch ist in Dritteln geteilt: 1. Drittel: Kindheit: sehr spannend, ermöglicht einen wirklich kleinen aber interessanten einblick in eine für mich so unverständliche kultur

    2/3: sozialisationsprozess: leider nur sehr oberflächlich. viele fragen, die sich mir stellten, konnten hier nicht beantwortet werden

    3/3: MODELDASEIN: dieser teil ist dafür umso ausführlicher und man erfährt ca. 1000 details übers modelleben, die man nie hätte wissen müssen/wollen/brauchen!

    literarisch auch nicht herausragend!

    fazit: super buch für anwärterinnen von Germany’s next topmodel!

  23. Serhilda sagt:

    enttäuschend
    das buch wurde mir empfohlen. als ich es mir bestellte, erwartete ich dadurch einen genaueren einblick über die vergangenheit eines beschnittenen mädchens zu erhalten, ihre bewältigungsstrategien und entwicklung aufgrund dieser vergangenheit.

    das buch ist in Dritteln geteilt: 1. Drittel: Kindheit: sehr spannend, ermöglicht einen wirklich kleinen aber interessanten einblick in eine für mich so unverständliche kultur

    2/3: sozialisationsprozess: leider nur sehr oberflächlich. viele fragen, die sich mir stellten, konnten hier nicht beantwortet werden

    3/3: MODELDASEIN: dieser teil ist dafür umso ausführlicher und man erfährt ca. 1000 details übers modelleben, die man nie hätte wissen müssen/wollen/brauchen!

    literarisch auch nicht herausragend!

    fazit: super buch für anwärterinnen von Germany’s next topmodel!

  24. elsa sagt:

    Eines der besten Bücher die es gibt!
    Bin überwältigt von der Geschichte! Spannend und sehr interessant erzählt die Autorin ihre Geschichte. Man möchte gar nicht daran denken das es ein Erfahrungsbericht ist!

    Fazit: Eines der besten Bücher das ich je gelesen habe!

  25. Ger sagt:

    Eines der besten Bücher die es gibt!
    Bin überwältigt von der Geschichte! Spannend und sehr interessant erzählt die Autorin ihre Geschichte. Man möchte gar nicht daran denken das es ein Erfahrungsbericht ist!

    Fazit: Eines der besten Bücher das ich je gelesen habe!

  26. Mabel sagt:

    Alles supi
    Der Artikel ist schnell und gut verpackt bei mir angekommen, das war super. Das Buch ist in einem sehr guten Zustand - toll.

  27. Gerold sagt:

    Alles supi
    Der Artikel ist schnell und gut verpackt bei mir angekommen, das war super. Das Buch ist in einem sehr guten Zustand - toll.

  28. Gabriele sagt:

    Unglaublich mitreißend
    Ich habe mir das Buch vor ein paar Tagen gekauft, um es während der Fahrt in den Urlaub zu lesen. Zumindest wollte ich damit anfangen. Aber ich konnte nicht mehr aufhören, da mich die Geschichte so mitgerissen hat. Die Beschreibung einer Person, die irgendwie nicht weiß, wo sie hingehört, die glücklichen aber auch schmerzvollen Erinnerungen an die Heimat, das ‘neue’ Leben in der Großstadt, ….

    Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen, da es sehr fesselnd verfasst ist, die Gedanken an die Heimat und die Geschehnisse werden so geschildert, dass man es sich perfekt vorstellen kann. In meinem Kopf ist ein richtiger ‘Film’ abgelaufen. Einfach nur eines der besten Bücher, die ich bisher gelesen habe.

  29. Silvetta sagt:

    Ungewöhnlichen Karriere
    Ich hatte sie Diskussion als das Buch erschien nicht verfolgt. So hatte ich keine Vorstellungen bzw. Erwartungen an die Geschichte der Waris Dirie. Ich wusste nicht mal, dass sie ein mehr oder weniger bekanntes Model war/ist, geschweige denn kannte ich die durchaus schlimme Beschneidungsgeschichte. Nachdem ich nun die Geschichte gelesen habe, sind meine Gefühle gemischt. Gut geschrieben finde ich das Buch nicht. Entweder liegt es an der von Dirie oft beschriebenen mangelnden Bildung (schlechtes Englisch, kein Lesen und Schreiben in Somalia gelernt, etc.), an einer schlechten Übersetzung oder einfach daran, dass mich Autobiographien meist nicht fesseln. Sprachlich ist das kein Offenbarungseid. Die Geschichte selbst hat aber etwas. Es ist interessant, wie Dirie die extremen Unterschiede zwischen Nomadenleben und unseren Industrienationen sehr wohl gut abwägen kann. Auch wenn es ihr in der “zivilisierten Welt” (was heißt schon zivilisiert) scheinbar besser geht, findet sie durchaus Haare in der Suppe. Gerade das Zeitgefühl unterscheidet sich in Afrika (und nicht nur Somalia) wirklich. Es gilt was du heute kannst besorgen, das reicht auch noch morgen. Auch wenn sie Zwangsheirat und Beschneidung klar und deutlich ablehnt, sieht sie doch auch positive Dinge in ihrer Heimat. Auch ob alles geschilderte so 100% stimmt, bezweifle ich. So ist es doch sehr merkwürdig, dass ihre erste Scheinehe äußerst günstig mit der Scheidung durch den Tod zum genau richtigen Zeitpunkt beendet ist. Wer will es ihr verübeln, da sie durch ihre Popularität das Sich-selbst-vermarkten sicher gelernt hat.

  30. Castor sagt:

    Intensiv
    In ihrem Buch beschriebt die Autorin sehr bewegend ihren Werdegang. Intensiv beschreibt sie ihre Kindheit. Nicht anklagend aber trotzdem nachdrücklich setzt sie sich für die Abschaffung der Beschneidung ein. Nach ihrer Erzählung wird auch deutlich warum dieses völlig sinnlose Ritual abgeschafft werden sollte.

  31. Alvord sagt:

    Intensiv
    In ihrem Buch beschriebt die Autorin sehr bewegend ihren Werdegang. Intensiv beschreibt sie ihre Kindheit. Nicht anklagend aber trotzdem nachdrücklich setzt sie sich für die Abschaffung der Beschneidung ein. Nach ihrer Erzählung wird auch deutlich warum dieses völlig sinnlose Ritual abgeschafft werden sollte.

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