Die verblödete Republik: Wie uns Medien, Wirtschaft und Politik für dumm verkaufen (Thomas Wieczorek)
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Schlagworte: Thomas Wieczorek
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11. Mai 2009 um 11:00 Uhr
Erwartungen nicht erfüllt
Als ich das Buch im Buchladen gesehen hab, hatte ich mich eigentlich darauf gefreut. Auf dem Weg nach Hause habe ich das Vorwort gelesen und meine Erwartungen schienen sich zu erfüllen, aber weit gefehlt. Schon die ersten Kapitel haben mich überzeugt, dass ich das Geld auch in ein anderes Buch hätte investieren können. Zwar gibt es an der ein oder anderen Stelle interessante Denkanstöße, aber im Großen und Ganzen halte ich es doch für zu populisitsch und hochgespielt, abgesehen davon, dasses auch inhaltliche Fehler gibt, die auf eine schlechte Recherche hinweisen, so zum Beispiel, dass es angeblich verboten sei, Artikel 1 bis 20 GG zu ändern (was so nicht stimmt) oder der Mythos, Paul Potts. der Opernsänger aus UK besitze einen Doktortitel.
11. Mai 2009 um 11:00 Uhr
Langweilig
Zurecht wird hier nach dem Geisteszustand der Deutschen gefragt, immerhin saugt die Dummheit am Volk, wie ein Schwarzes Loch Materie verschlingt. Leider scheint der Autor dieses Dilemma missverstanden zu haben und präsentiert sich selbst als Phrophet, der die Weisheit mit Löffeln gefressen haben will. Dabei schlägt er wie ein zorniges Kind, dem das Eis weg genommen wurde, wild um sich, ohne zu wissen was es eigentlich will. Die (leider ermüdende und teilweise fachlich falsche) Predigt beschränkt sich so auf Populismus und Polemik, mit niedrigem Sinngehalt, die bestenfalls an die Reden der Partei Die Linke. erinnert. Verschwörungstheorien und Ideologien sind zwar ganz schick, helfen aber nicht. Sie tragen lediglich weiter zur Verblödung der Gesellschaft bei. Ein schlechtes Buch, dabei hatte der Titel den Eindruck erweckt, dem Schwarzen Loch, wider der Natur, entkommen zu können.
11. Mai 2009 um 11:00 Uhr
Großes Gerede ohne tiefen Inhalt
Nachdem ich mir vor einiger Zeit das Buch “Generation doof” und “Der Deutschland-Clan” gekauft hatte, bekam ich nun aus der Verwandtschaft dieses Werk geschenkt.
Der Autor spricht wichtige Themen an, die insgesamt stärker in der Öffentlichkeit diskutiert werden sollten. Leider schafft der Autor es nicht, ein einziges Thema wirklich tiefgründig zu analysieren um nach den Ursachen für gewisse Missstände zu suchen, so bleibt es nur eine abgehackte Schilderung von Zuständen. Des Weiteren sollte er seine Thesen zu sozialen Ungerechtigkeiten auch mal begründen und nicht nur so in den Raum stellen. Sicherlich sind seine “Schlussfolgerungen” und Behauptungen nicht aus der Luft gegriffen, aber auch nicht ausreichend belegt, wie man es von einem erfahrenen Journalisten erwartet.
Ich weiß nicht ob der Autor damit provozieren möchte oder es ernst meint, aber in seinem Buch gibt es nur zwei Bevölkerungsschichten: arme, ungebildete Arbeiter und Angestellte und superreiche Firmenerben, denen jeder Cent durch Glück in die Tasche gefallen ist.
Es ist Herrn Wiezoreck zu Gute zu halten, dass er viele Quellen angibt, wenn er aktuelle Vorgänge beschreibt. Dabei zitiert er verdächtig oft den Spiegel bzw. Spiegel online. Ist das nun das letzte vertrauenswürdige Medium? Oder war es seine einzige Quelle?
11. Mai 2009 um 11:00 Uhr
Nachdenkenswert - aber wo bleiben Lösungsansätze ?
Nach den schlechten Kritiken war ich sehr skeptisch in die Lektüre gegangen, habe dann aber doch vieles Nachdenkenswerte gefunden.
Besonders die Gedanken zum Demokratieverständnis der Politiker und Medien waren sehr anregend. Und auch zur Frage der Gerechtigkeit hat er Interessantes zusammengetragen (z.B. das Lotterielos als Beruhigungspille für die “Armen”).
Mich stören aber besonders zwei Schwachpunkte:
1. Die Rolle der “Unterschicht” wird zwar in düstersten Farben gemalt.
Dabei verfällt der Autor aber in ein starkes Schwarz-Weiß-Klischee.
Es gibt für ihn scheinbar nur das Heer der dumm gehaltenen, manipulierten Unterschicht und die Kaste der Firmenerben.
Für die Menschen dazwischen hat er kein Auge und auch kein Gefühl.
2. Der Schluss
Es wäre schön gewesen, wenn Wieczorek nicht nur kritisiert hätte (und das zuweilen äußerst verletzend und persönlich - da verfällt er genau in diese “Personalisierung” von Tatsachen, unter denen unsere Medien so leiden.), sondern auch deutlicher seine Lösungsansätze aufgezeigt hätte.
… oder will er das am Ende gar nicht, weil er sonst keinen Stoff für weitere “gesellschaftskritische” Bücher hätte?
11. Mai 2009 um 11:00 Uhr
Hochgespielt…
Mit großer Freude habe ich dies Büchlein im Buchladen gesehen und es fand direkt Einzug in meinen Urlaubskoffer, auf dass ich mich im französischen Nachbarland der Muse der Verblödung der BRD hingeben könne…doch weit gefehlt!
Der Autor schreibt, schreibt und schreibt! Interessante Themen werden angesprochen (ohne Frage sensible Themen, die uns alle angehen), wohl aber findet in KEINSTER WEISE eine tiefergehende Betrachtung oder Analyse statt. Oberflächlich und auch populistisch geht es durch die Seiten. Position wird keine bezogen, vielmehr werden ALLE Parteien und Sichtweisen bedient und dazu die ewigen alten Leichen aus dem Keller geholt, die man schon nicht mehr hören kann. Daneben stört mich persönlich der Schreibstil des Autors und der dicht gepackte Text, der aber keine Inhalte zu vermitteln vermag. Teilweise kam ich vor wie bei Hilbert Meyer (viel Verpackung und am Ende keine Aussage)! Nach sieben Seiten habe ich angefangen den Rest zu überfliegen und nach knapp 20 Minuten war ich mit dem Büchlein durch und habe mich wieder in die Sonne gelegt - mit einem bitteren Nachgeschmack.
“Butter bei die Fisch” (wie man es vom Titel vielleicht erwartet hätte) findet hier in keinster Weise statt! Somit täuscht diese Werk den Kunden.
Fazit: Typisches Werk der heutigen Zeit! Der geistige Kleinbürger wird sich daran ergötzen, da es genau seinen Ton trifft. Der Rest fragt sich (zu Recht), was der Auor uns eigentlich mitteilen will. Keine Kaufempfehlung.
28. Mai 2009 um 05:00 Uhr
Einseitige Darstellung
Die Darstellungen in dem Buch empfinde ich als sehr einseitig. Es enthält zwar interessante Denkanstösse und berechtigte Kritik an Medien, Politik und Wirtschaft, beschreibt aber kaum die vorhandenen Schattenseiten der “verblödeten” große Masse und stellt diese in meinen Augen viel zu positiv dar.
Die “da Oben” böse, die “da Unten” mißbraucht und gegeneinander aufgehetzt und nur in absoluten Einzelfällen destruktiv, das ist für mich eine zentrale Aussage des Buches. Das entspricht meiner Meinung allerdings auf keinen Fall der Realität.
Der Autor liefert mit diesem Buch kein umfassendes Bild.
Für mich ist das Buch - leider doch - recht links orientiert.
1. Juni 2009 um 03:34 Uhr
Hört euch “beide Seiten” an…
Eher zufällig bin ich vor kurzer Zeit in eine Buchhandlung gestolpert und auch zufällig habe ich das Buch in einer Ecke gefunden. Der Autor war mir bislang völlig unbekannt - da ich aber politisch interessiert bin, habe ich doch zugegriffen…. zum Glück!
Nach den ersten 30 Seiten hatte ich so gedacht wie eine negative Rezension hier - linkes Gewäsch - nur anders verpackt.
Aber ich habe weitergelesen und das Buch als erfrischend kontrovers und vielseitig empfunden. Sicherlich muss man auch die Einzelmeinung des Autors hinterfragen, aber genau den Denkanstoss der mir dieses Buch gibt habe ich auch gebraucht.
Wie hundertausende von Deutschen höre ich mir auch nur unkritisiert und unkommentiert oft die Infos der Massenmedien an. Ob die nun vom Image “links”- oder “rechtsgerichtet” eingeordnet werden. Hier gibt es endlich einen anderen Blick mit diesem Buch.
Sicherlich - einen großteil der Infos kann ich nicht bewerten - aber kann ich das auch in den Massenmedien? Wer sagt mir denn das Info XY soweit korrekt sind? Warum sind viele Meldungen und Infos die ich in diesem Buch gelesen habe niemals aufgefallen? ..und ich konsumiere viele News aus vielen Quellen online und offline.
Meiner Meinung hat dieses Buch einen versuchten neutralen Blick verdient.
Egal welche Partei man wählt - lasst euch und eure Meinung kritisch hinterfragen!
Wer nicht auch andere Blickwinkel akzeptiert ist zum Infozombie des Informationszeitalters geworden.
6. Juni 2009 um 04:00 Uhr
schlecht-tendeziös-beleidigend
Der Autor hat sicher oft Recht, versucht dies auch mit vielen Zitaten zu belegen, aber ich habe selten ein Buch gelesen, das so vor Selbstgefälligkeit getrieft hat.
ein literarischer Amoklauf voller Beleidigungen, deshalb für mich eindeutig ein Fehlkauf der in der Ablage Rund landet. Dies gelang bei mir erst 3 Büchern !!!!!!!!!!!!!!!!!1
9. Juni 2009 um 06:00 Uhr
Vielversprechender Titel, mehr nicht
Der Titel klingt vielversprechend, das Vorowrt macht neugierig auf mehr. Doch was dieses Buch bietet ist mehr als enttäuschend. Anstatt Dinge aufzudecken, den Leser möglicherweise aufzuklären und einen möglichen Lösungsansatz aus unserer Misere zu liefern, wird hier mit einer unglaublichen Subjektivität vielmehr der Ist-Zustand beschrieben. Jeder, der wachsam durch die Welt geht, wird das Beschriebene auch ohne Buch gut kennen.
Zwar werden hier auch einige Denkanstöße gegeben und einige interessante Fakten geliefert, aber im Allgemeinen kann man sich das Geld auch sparen!
Schade, denn eine objektive Auseinandersetzung mit diesem Thema wäre sicher interessant gewesen.
18. Juni 2009 um 18:17 Uhr
Pflichtlektüre
Das Buch sollte zur Pflichtlektüre aller, die von sich meinen die Weisheit mit Löffeln zu speisen und die gern das Fahrrad zweimal erfinden möchten, werden. Ausgesprochen gut analysiert und den Nagel auf den Kopf getroffen. Aufwachen liebe Nation!!
18. Juni 2009 um 18:17 Uhr
Aus vollem Herzen ja, aber…
Da hat er wieder richtig fundiert zugelangt, der Thomas und eigentlich nicht die Falschen getroffen, gerade auch für Wertekonservative ein köstliches und sehr wichtiges Buch, wenngleich die radikale Linksaußenposition des Autors unverkennbar ist- es müßte ihm bekannt sein, daß nur 10% der Einkommenssteuerzahler in diesem Land 50% der Einnahmen generieren und somit den Sozialstaat garantieren. Freilich erscheint einem die neoliberale Verschwörung als Ursache aller Mißstände überzogen und als Ideologe verdächtig macht er sich durch konsequentes Verschweigen eines gravierenden gesellschaftlichen Mißstandes: den herrschenden Staatsfeminismus mit seiner viele Milliarden schweren Quoten-, Gleichstellungs- und Scheidungsindustrie, die Resourcen vernichtet und die Solidarität nicht nur zwischen den Geschlechtern atomisiert hat. Kein Wort über eine der Hauptursachen des Ruins der Mittelschicht: Scheidung und lebenslange Unterhaltsverpflichtungen, die nach deutschem Recht selbst Besserverdiener in ALG II- Nähe drücken können, Vermögen vernichten und die Begeisterung für diesen Staat sehr in Grenzen hält um nicht zu sagen revolutionäres Potential bildet neben dem goldenen Kalb kinderlose Karrierefrau. Auch scheint es ihm völlig zu entgehen, daß seit Jahren ein immer mehr anschwellender Braindrain via Auswanderung Hochqualifizierter die Grundlagen des Sozialstaates immer mehr aushöhlt- leider besteht die Welt nicht nur aus der BRD und und einer auf sie begrenzbaren Nabelschau, das Primat der Wirtschaft ist leider (dies betone ich ausdrücklich!) nicht zu leugnen, wenn man den Fortschritt ‘Sozialstaat’ will, denn dieser ist teuer, der Sozialetat der mit Abstand größte Haushaltsposten.
Worin er ohne Wenn und Aber Recht hat: als Bildung gilt heute irgend ein Firlefanz aus neoliberalem Geschwätz statt Goethe, Humboldt, Kant und es adelt ihn, auf Schwanitz mit seinem Opus über die Bildung zu verweisen. Vielleicht lesen Sie’s auch! Wunderbare Welten tun sich darin auf! Nur Mut!
qed, lt. Schwanitz ‘ungebildeter’ Naturwissenschaftler, ihm, Wiczorek und einigen anderen darin Recht gebend.
18. Juni 2009 um 18:17 Uhr
Verblödet wird der Leser
Nun habe ich mich durch das gesamte Buch gequält, leider wurde es auch hinten nicht besser. Anfangs wirkt der agressive Schreibstil noch amüsant, aber nach 50 Seiten ermüdet man doch, ständig von neoliberalen Schreiberlingen und speichelleckenden Politikern zu lesen. Viele, durchweg abwertende Attribute für alle und jeden - nur der Autor hat natürlich den Durchblick.
Den kann er bei seinem verbalen Amoklauf aber nicht vermitteln. Da wird die “menschenverachtende” EU-Verfassung bejammert - ohne freilich auch nur ein konkretes Beispiel zu geben, warum der Autor die als solche empfindet. Klar, man kann über die Verfassung diskutieren, man kann vielleicht sogar zu dem Schluss “menschenverachtend” kommen. Aber ich erwarte doch von einem Autoren, der gegen eine vermeintlich verblödete Republik schreibt, dass er selber Argumente liefert und seine eigene Ansicht dann konsequent begründet. Hier aber wird nur gehetzt, oftmals unlogisch. Da ist dann der Einzelne natürlich ein armes Opfer, welches Notgedrungen beim Discounter kauft. Der Discounter ist natürlich alleine Schuld an den niedrigen Preisen und damit den niedrigen Löhnen.
Hier malt jemand primitiv Schwarz/Weiß. Nun gut, das tut die “neoliberale Kampfpresse” und die vom Autoren offenbar besonders geliebte Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft auch. Aber wer sich großspurig als Kritiker einer verblödeten Republik aufspielt, sollte mehr als eine billige Polemik bieten. Fundierte Sachargumente wären angebracht.
Was die Quellen angeht: Hier wird überwiegend Sekundärliteratur aus der einschlägigen Presse von Spiegel bis Welt zitiert. Gerade die Quellen also, die dann an anderer Stelle als nachplapperer neoliberaler Sprüche kritisiert werden.
Nein - das Buch ist es nicht wert.
21. Juni 2009 um 23:00 Uhr
Mut, ein seltenes Gut…
Tja, da wagt es jemand offen Dinge auszusprechen, die zugegeben echt wehtun. Nebenbei hält der Autor auf schonungslose Weise einem Großteil der Gesellschaft den Spiegel vor. Verständlich auch, dass ausgerechnet die Angesprochenen sich beleidigt fühlen und (durch die Blume gesagt) dem Schreiber lieber gerne verbieten würden, das dargelegte auszusprechen, statt sich Gedanken über die realpolitischen und realsoziokulturellen Verhältnisse in der BRD zu machen. Oder sogar über sich selbst. Denn die Demokratie, die wir so lieb gewonnen hatten, die gibt es längst nicht mehr. Um dem Journalisten zu schaden bzw. ihn zu verunglimpfen spricht man dann gerne von schlechter Recherche, zweifelhaften Quellen und billiger Polemik. Darüber hinaus versucht man solchen unbequemen Zeitgeistern gerne auch mit Rechtsanwälten einen finanziellen Schaden zuzufügen. Im Juristenjargon heißt das das dann Unwahre Tatsachenbehauptung”. Es ist eigentlich immer die gleiche Prozedur. Als Redakteur eines Stadtmagazins weiß ich ein Lied davon zu singen. Dass die Bürger in Deutschland immer mehr ihrer demokratischen Rechte zu Gunsten einer scheinbaren Sicherheit opfern, das merken sie aber leider nicht. Denn dazu sind sie, wie der Autor im Buch richtig festgestellt hat, meistens zu dumm bzw. zu bequem. Oder besser ausgedrückt - ihr siebter Sinn ist sanft im Nirvana des Nirgendwo entschlafen.
Fazit: Darf man so ein Buch überhaupt schreiben? Nein, das geht zu weit!!!” - werden jetzt all die devoten Masochisten schreien. Wir möchten lieber weiter schlummern und unsere Ruhe haben. Leser, die aber gut recherchierte Action” in Form von Real-Satire mögen, die sollten unbedingt zugreifen. Denn dieses Buch will aufrütteln, und das schafft man eben nicht mit kuscheligen Sätzen wie: Ich habe Euch alle lieb!!” Da muss man auch manchmal über das eigentliche Ziel hinausschießen. Bitte mehr davon!!
21. Juni 2009 um 23:00 Uhr
Teilweise Zustimmung
Nun, wer dieses Buch liest, hat als politisch Interessierter auch vorher schon über die Umstände und Manipulationsversuche Bescheid gewusst und die, die dieses Buch lesen sollten, werden es nicht tun.
Ist dem Autor noch zuzustimmen, wenn er die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Mißstände verdeutlicht und anprangert, wird spätestens in dem Kapitel “Ausländer” klar, wo er steht. Schreibt er doch u.a., die Zusammenballung von Ausländern in eigenen Viertel sei politisch gewollt. Die tatsächliche Ursache ist natürlich: Gleich und gleich gesellt sich gerne. Somit ist am Ende des Buches klar, bei dem Autor handelt es sich um einen linksradikalen Gutmenschen, der ebenfalls nur über eine verzerrte Wahrnehmung der Realität verfügt, so wie all jene, die er in seinem Buch kritisiert.
Leider nur teilweise lesenswert.
28. Juni 2009 um 12:17 Uhr
Wie wahr !!!
Einfach die Sprache und gut recherchiert macht dieses Buch lesenswert, man bekommt eine neue Sicht auf den desolaten Zustand unseres Landes. Aber warum finde ich den Titel nicht auf den 1. Rängen der Bestsellerlisten ???
Es bleibt zu wünschen dass dieses Buch ein Bestseller wird. Pflichtlektüre für mündige Bürger.
8. Juli 2009 um 16:00 Uhr
Ja bin ich den blöd ???
Erinnern sie sich noch als die Fussball Weltmeisterschaft gelaufen ist und die Politiker unangenehme Gesetze verabschiedete. Schön unauffällig.
Dass in der deutschen Medienlandschaft viel schief geht wissen wir ja nicht erst seit dem Auftritt des Bücherpapstes bei einer Gottschalk Gala. Warum muss ein Moderator von Frontal seine Sendung verlassen und nun das Auslandsjournal moderieren? Er war einer jener Journalisten die sich stets gegen die Machenschaften der Energiekonzerne engagiert hat. Ich könnte hier Seitenweise weiter schreiben.
Freie Berichterstattung ist nicht gewollt. Um den Hauch der Demokratie noch aufrecht zu erhalten lässt man einmal im Monat in der Anstalt (ZDF) wenigstens noch etwas Wahrheit aufkommen. Für alle die sich nicht mehr nur berieseln lassen wollen sondern noch einen Kopf zum denken haben, die müssen dieses Buch einfach lesen.
Absolut empfehlenswert.
8. Juli 2009 um 16:00 Uhr
Die verblödete Republik
Dieses Buch kann Augen öffnen was in diesem Land wirklich passiert. Leider können ( oder wollen ? )viele Menschen nicht die Wahrheit erkennen.Fragen Sie mich nicht warum !!!Wenn ich es wüßte würde ich es allen sagen. Ich hab da im Moment nur so einen Verdacht.Aber einfach mal selber lesen.
12. Juli 2009 um 02:51 Uhr
Für Menschen, denen unsere Demokratie tatsächlich etwas bedeutet.
Man mag den Stil des Autors zwar kritisieren, unangemessen ist er aber dennoch nicht.
Es muss auch nicht alles haargenau im Detail stimmen und zu 100 Prozent tatsächlich der Wahrheit entsprechen, was der Autor in seinem Buch beschreibt. Wer das verlangt, verlangt etwas, was das Buch nicht leisten kann.
Andererseits: Wie viele Menschen und Bürger in Deutschland, die sich selbst als “aufgeklärt” und “gebildet” bezeichnen würden, übernehmen aber die gefilterten Informationen, die Tag für Tag in den Zeitungen, Zeitschriften, Gazetten, im Radio und vor allem im Fernsehen verbreitet werden, nahezu ungefragt als “Wahrheit” hin.
Aus Lügen werden aber keine Wahrheiten, nur weil sie ständig in den Medien wiederholt werden, oder vielleicht doch?
Das Buch eines engagierten Demokraten, für den dieses Wort keine leere Hülse ist.
15. Juli 2009 um 16:17 Uhr
Keine Überraschung für Bildungsbürger, aber dennoch interessant
Wieczerorek spricht in seinem neuesten Band viele wichtige Punkte an, die den Wandel zum neoliberalen Gedankengut in einigen Schichten der Bevölkerung dokumentieren. Befördert wurde dieser Prozeß nach seiner Ansicht von Medien, Wirtschaft und Politik, die teilweise plakativ, teilweise subtil, den Erosionsprozeß staatlicher Handlungsmacht zu einem Zustand beförderten, der unsere Volkswirtschaft in die Nähe neoliberaler Volkswirtschaften, wie die USA oder Großbritannien gebracht hat.
Wieczorek beschreibt dies, indem er seine Argumente mit Beispielen unterlegt, wobei er seinem Anspruch, mit seinem Buch auch Hintergründe des oben beschriebenen Prozesses aufzuzeigen, nicht immer gerecht wird. So bleibt er seinem Grundkonsens, des neoliberalen “Un”geistes in vielen Bereichen des täglichen Lebens, treu, belegt dies aber oft mit einer Aneinanderreihung von Zitaten und Anektdoten, die zwar einen roten Faden aufweisen, aber mit dem Nachteil behaftet sind, nicht die systemkritische Sichtweise in ein übergeordnetes neues Ordnungsmodell auf Basis unserer demokratischen Grundordnung überzuleiten. So wäre z. B. eine Stärkung des Bundeskartellamtes wünschenswert, um monopolistische und verkrustete Strukturen stärker zu begrenzen. Zur Stärkung staatlicher Handlungsspielräume, um Märkte bei Marktversagen (z.B. Finanzkrise) zu neuen Rahmenbedingungen zu führen, sei auf das neueste Werk vom einzigen nicht neoliberalen Wirtschaftsweisen Prof. Peter Bofinger zu verweisen. Insgesamt aufgrund der oben aufgezeigten leichten Schwäche der weitgehend fehlenden Lösungsansätze daher die Bewertung von “nur” vier Punkten für dieses Buch.
19. Juli 2009 um 05:17 Uhr
Demokratie braucht Bücher wie dieses
Ein Buch, das denen die Augen öffnet, die bisher nicht sahen. Schade nur, das meist nur die zu dem Buch greifen, die sich sowieso mit dem Thema auseinandersetzen. Die aber, die es wirklich lesen müßten, damit ihnen endlich die Augen aufgehen, lesen weiter Bild Zeitung und sehen Gerichts-, Psyscho- und Kochshows. Wir brauchen mehr Bücher wie dieses.
19. Juli 2009 um 05:17 Uhr
Unter Niveau
Der Titel klingt vielversprechend und deckt sich weitgehend mit meinem Bild unserer heutigen Gesellschaft. Der Stil des Autors ist jedoch weit unter Niveau. Ich habe mich von dem in der Ankündigung verwendeten Attribut “Parteienforscher” täuschen lassen - zumal mir bisher nur hochkompetente Vertreter dieser Fachrichtung via TV untergekommen waren.
Mag der Autor auch mit vielen seiner Thesen richtig liegen, so lässt er es doch an soliden Begründungen fehlen. Das ganze Werk ist ein einziger Rundumschlag, im Stile einer mit Verbalinjurien gespickten Schimpfkanonade. Und auch über den politischen Standort des Verfassers muss nicht lange gerätselt werden: Linksaußen.
Prädikat: Enttäuschend
19. Juli 2009 um 05:17 Uhr
Viel Lärm, wenig Substanz
Man muss Thomas Wieczorek ein breites Wissen über die politische Szene zugestehen. Allerdings ist jede Zeile durchsetzt von seiner recht offensichtlichen Weltanschauung, nach der neoliberale Menschenverächter die arbeitende Bevölkerung ausbeuten und ihnen diese Ausbeutung noch als Freiheit verkaufen. Das Herz des Autors schlägt links, könnte man hier meinen. Man kann über soziale Gerechtigkeit und die Ausgestaltung des Sozialstaates sicher streiten. Wieczorek versäumt es allerdings, eine geordnete Analyse der Ist-Situation anzustellen und propagiert einseitig den Kampf für mehr soziale Gerechtigkeit, höhere Steuern und ein stärkeres in die Pflicht nehmen der gut situierten Bevölkerungsteile. Auch wenn ich ihm in vielen Bereichen zustimme, halte ich sein Buch eher für rhetorisch gutes “Aggrotainment”. Über vieles hatte man sich aber schon aufgeregt. Wenn ich mich jetzt erneut aufregen soll, brauche ich danach ALternativen oder einen Sandsack. Beides liefert das Buch nicht und so legt man das Buch stets mit schlechtem Gefühl beiseite. Wer erst noch wütend werden muss, der lese also dieses Buch. Für alle anderen empfehle ich “Die Entstehung des Wohlstands” von Beinhocker, “Das System” von von Arnim oder “Media Control” von Noam Chomsky. Diese Bücher sind meiner Ansicht nach nachhaltiger und fokussierter auf bestimmte Problemfelder.
22. Juli 2009 um 19:51 Uhr
Wie uns Herr Wieczorek für dumm verkauft…
Ich kann Herrn Wieczoreks Medienschelte unterstützten, auch sein recht polemischer Stil hat durchaus amüsante Züge.
Jedoch zeugt es nicht von großer Ideenkraft, sich nur in Klischees zu ergehen. Er macht es sich sehr leicht, zu vielen Punkten, die er anprangert, einfach eine Gegenposition einzunehmen.
Lösungen bietet das Buch keine. Noch nicht mal vernünftige Bestandsaufnahme. Dazu ist es auch zu unstrukturiert, und seine Tiraden besitzen - trotz umfangreichen Quellenverzeichnisses - wenig objektive Begründung. Man wird für viele Themen immer gegenteilige Argumente finden (speziell wenn man dauernd Rudolf Hickel zitiert…) - das macht einen aber noch lange nicht zum Aufklärer - und meckern kann jeder.
Herr Wieczorek legt in diesem Buch seine eigene Meinung dar, was in Ordnung wäre, wenn er es nicht als die große Wahrheit verkaufen würde.
22. Juli 2009 um 19:51 Uhr
Ein grandioses Buch
Ich habe das Buch in kürzester Zeit gelesen. Es liefert sehr wertvolle Denkanstöße. Der Schreibstil ist satirisch und provokant. Der Autor hinterfragt verkrustete Denkmuster und die vermeintliche Objektivität verschiedener Massenmedien und bringt den Leser somit selbst zum Nachdenken. Das neoliberale Weltbild wird als das entlarvt was es ist, was vor allem dem politisch eher links orientierten Leser interessieren dürfte, allerdings jeden interessieren sollte. Jemand der sich in seinem Weltbild wohlfühlt, oder sich selbst gern für etwas Besseres hält, könnte sich vom Autor gekränkt fühlen.
Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen.
22. Juli 2009 um 19:51 Uhr
Wichtiges Thema, wichtige Inhalte - leider im dauerrabaukigen Ton
Gewollte Massenverblödung ist ein Fakt, und sie stabilisiert ein politisch-wirtschaftliches System, deren Fugen ächzen. Das Thema Wieczoreks ist daher wichtig. Und er hat mit seiner Attacke zumeist einfach recht. Wie er es allerdings beschreibt, hat dazu geführt, dass ich das Buch nach 60 Seiten leider erst einmal zur Seite lege.
Autor Thomas Wieczorek hat vielleicht als Berliner oder als Ex-BILD-ler eine äußerst rabaukige Schreibe. Es wird geschimpft und geschimpft und geschimpft. Ob dies dann etwas an zusätzlicher Erhellung bringt oder auch nicht. Der alleinige Schimpfrausch droht Ersatzbefriedigung für die nötigen politischen Handlungen zu werden. Sich so schön aufregen reicht schon? Wer das mag, gut.
Bei wem es indessen nicht ganz so dauergrell ankommen muss, der wird mit den Autoren glücklicher, von denen Wieczorek seine Ideen teilweise hat, etwa Noam Chomsky. Oder es wären etwa die “Blätter für deutsche und internationale Politik” oder andere unorthodoxe Medien vorzuziehen. Was bei mir der Fall ist. Oder lesen Sie beides und nehmen Sie es als Anlass, innerhalb Ihrer Möglichkeiten aktiv zu werden - vorwärts gegen die allgemeine Verblödung!
30. Juli 2009 um 02:17 Uhr
Irgendwie richtig - irgendwie unterhaltsam - irgendwie destruktiv
Der Autor schreibt nichts wirklich falsches: In der Politik (von der Kommune bis in Europa und darüber hinaus) spielen die Lobbyisten der Wirtschaft die Köche und die Gesetzgebungsorgane spielen die Kellner. Und damit das Volk das auch nicht merkt und nichts gegen diesen Generalangriff auf die Demokratie unternimmt, wird es desinformiert, gespalten, gegeneinander aufgesetzt oder auch ruhiggestellt. Zentrale Denkfabrik für Desinformationskampagnen aller Art ist die Intitiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), die nicht nur “unabhängige Experten” in alle möglichen Talkshows und Nachrichtensendungen schickt um dort die “Alternativlosigkeit” neoliberaler Politik unters Volk zu bringen, sondern sogar Seifen-Oper-Dialoge über zentrale gesellschafts- und wirtschaftspolitische Themen schreibt und gegen Geld auch in diese Seifenopern lanciert und auch dem Papst beim Verfassen seines Werks “Das Soziale neu denken” mit der Feder zur Seite stand. Man müsste darüber wirklich empört sein. Bin ich auch.
Aber noch empörender erscheint es mir, dass Wieczorek mit seinem Buch eine wichtige Chance vertut und außerdem sich entlarvend wenig von denjenigen unterscheidet, die er geißeln möchte. Das Buch besteht aus mehr Behauptungen als echten Belegen, der Autor möchte als unterhaltsamer Aufklärer gefallen und gefällt sich selbst in ellenlangen Kraftphrasen, die irgendwie unterhaltsam sind, bis man sie erbricht. Seine Haltung ist einfach unaushaltbar destruktiv, statt bissig. Man wird einfach den Eindruck nicht los, dass Wieczorek selbst mit seinem Buch - wie mit seinen anderen ähnlich lautenden Titeln auch - mit einer misslungenen Skandalisierung des Themas nur Kasse machen möchte, ohne auch nur einen Zentimeter Veränderung zu bewirken.
Womit ich beim Hauptkritikpunkt bin: Wenn die Dinge nun so stehen, wie er schreibt, wenn wir alle Statisten in einer von der INSM gesteuerten pseudodemokratischen Seifenoper sind: Welche Möglichkeiten sieht er, daran etwas zu ändern? Hier bleibt Wieczorek sehr pauschal und dünn, denn er müsste von seinem gewollt skandalisierenden Ton Abstand nehmen.
Daher mein Rat: Man sollte sich erst einmal in der Nachbarschaft und im Freundeskreis umhören, ob jemand dieses Buch bereits gekauft hat (zu diesen Verblödeten zähle ich leider auch). Dann kann man es sich leihen und sich das Geld sparen. Hat man es gekauft und gelesen, kann man es so benutzen, wie der persiflierte Poldi auf EinsLive:
“Ich leg das Buch unterm Fernseher. Steht der Fernseher schief, sind die Augen vom Claus Kleber gerade. Sind die Augen vom Claus Kleber gerade, ist seine Frisur schief. Jaa, wie man’s macht, macht man’s verkehrt, nä?”
2. August 2009 um 18:34 Uhr
Lass dich nicht runterziehen von einem der mit sich und der Welt nicht in Ordnung ist
Ich habe das Buch heute angefangen zu lesen. Recht schnell musste ich mich wundern: hmmm … komischer Ton, seltsame Ansichten, gibt es da auch was Neues? Also habe ich zu blättern angefangen, verschiedene Themengebiete angeschnitten, in Summe vielleicht 30 Seiten gelesen. Ich mache es kurz: das waren bereits 29 Seiten zu viel.
Worum geht es in dem Buch? Man nehme eine lange Reihe beliebiger Beobachtungen aus dem alltäglichen Leben. Und beschreibe wenn schon nicht die schlechtest mögliche Interpretation, dann doch die dümmst mögliche. Und so zieht sich das durch. Irgendwo ein positives Wort? In den paar von mir gelesenen Seiten nicht erkennbar. Irgendwelche neuen Erkenntnisse? Es ist nicht gerade neu, dass ein Journalist theoretisch ein hehres Berufsethos hat, aber rein praktisch jeden Tag eine Zeitung produzieren muss die auch gelesen werden will. Man könnte lange darüber debattieren ob es der Leser ist, der nur die reißerischen Artikel liest und damit den Journalisten verführt oder ob die Sache nicht auch andersrum liegen könnte. Von solch minimaler Komplexität wird man im Buch zum Glück nicht überfordert. Der Lehre des Autors ist einfach: lieber Leser da gibt es nichts weiter nachzudenken, meine Negativ-Interpretation ist die einzig die du dir zu eigen machen solltest.
Da liegt dann auch irgendwo der Hund begraben. Es wäre einfach zu unterstellen der Autor ist einfach ein Miesepeter, der schlicht mit sich und der Welt nicht im Reinen ist. Es stellt sich aber die Frage soll dann der Versuch erlaubt sein, den Leser auf das gleiche negative Level, die gleiche Miesepetrigkeit runter zu ziehen? Ich habe mir dann mal überlegt, wenn ich das Buch meinem Freund sicher nicht empfehlen kann, würde er vielleicht dazu taugen meinen größten Feind runter zu ziehen und dem den Tag zu versauen? Mir fallen schon ein paar Leute ein, die mich nerven. Aber keiner ist so weit oben in der Negativliste wie dieser Autor. Tja und bei dem ist ja eh Hopfen und Malz schon verloren.
Es bleiben mir nur zwei Dinge: erstens das Zitat am Anfang “Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher - Albert Einstein”. Ja dieses Buch ist auf Papier manifestierte Demonstration der erwähnten menschlichen Eigenschaft. Schlimmer noch wenn es nicht aggressiv macht wie in meinem Fall, dann kann es einem nur den Tag verderben. Und zweitens der letzte Satz auf der letzen Seite: “Diese Buch ist Aufklärung im besten Sinne - für alle, die sich das Selberdenken nicht verbieten lassen”. Könnte nicht treffender sein: lass dir das Selberdenken nicht verbieten und spar dir die Zeit- und Geldvergeudung mit dem Pamphlet. DIE schlechte Laune braucht sich nun wirklich niemand freiwillig antun.
2. August 2009 um 18:34 Uhr
Teil der Verblödung
Das Buch ist stellenweise recht witzig geschrieben, deshalb der zweite Punkt. Ansonsten habe ich mich darüber geärgert, da es letztlich einer Ideologie folgt, die Teil der allgemeinen Verblödungsstrategie ist.
Seit vielen Jahren gilt in unserem Land die Devise: “Jede einigermaßen hohe Kompetenz - und zwar beider Geschlechter - ist nach Möglichkeit der Wirtschaft zur Verfügung zu stellen. Dort wird sie gebraucht und nur dort wird sie vergütet. Nachhaltigkeitsgesichtspunkte sind demgegenüber hinten anzustellen. Familienarbeit ist also mit dem Beruf zu vereinbaren und gegenüber dem Beruf nachrangig.”
Das ist eine Strategie, die den kurzfristigen Interessen der Wirtschaft genügt, jedoch den langfristigen Interessen der Gesellschaft zuwiderläuft. Die Gesellschaft sollte eigentlich am langfristigen Erhalt ihres Humanvermögens interessiert sein. Dennoch lässt man es zu, dass es seitens der Wirtschaft praktisch vollständig geplündert wird, und zwar aus deren kurzfristigen Profitinteressen heraus.
Das hat (fast zwangsläufig) zu dem Phänomen geführt, dass Menschen mit hohen Kompetenzen (egal ob männlich oder weiblich) vorrangig arbeiten gehen und dann wenige Kinder haben, während diejenigen mit geringeren Kompetenzen eher mehr Kinder bekommen. Das gilt selbst in Bezug auf die Beherrschung der deutschen Sprache.
Folgerichtig sank seit 1981 der durchschnittliche IQ der deutschen Bevölkerung von damals 107 auf nun etwa 98. PISA bestätigte diesen Trend. Das Schlimme daran: IQ ist maßgeblich erblich. Der durchschnittliche IQ der Deutschen sinkt seit vielen Jahren deshalb, weil Menschen mit hohem IQ weniger Kinder haben als solche mit niedrigerem IQ. Entsprechend haben solche mit hervorragenden deutschen Sprachkenntnissen weniger Nachkommen als andere mit geringeren Sprachkenntnissen.
Und an genau diesen Trend passen sich die Medien seit vielen vielen Jahren an. Sie wissen, dass sich in 30 Jahren sowieso kaum jemand mehr für gut ausgearbeitete Essays interessieren wird. Dafür werden bei den meisten allein schon die Sprachkenntnisse nicht reichen. Also geht alles in Richtung blöd: BILD, Britt, Fernsehgerichte und Co lassen grüßen.
Eine Ursache dieser Entwicklung ist die hartnäckige Weigerung der Sozialwissenschaften, die Faktenlage endlich ernst zu nehmen. Dort sitzt man praktisch jede Untersuchung zum IQ, deren Ergebnisse den lieb gewonnenen Ideologien widersprechen, mit der Bemerkung aus: Man könne Intelligenz sowieso nicht sauber definieren, also besagten diese Tests gar nichts - man hält uns also für blöd. Stattdessen wird schnell von sozialen Benachteiligungen gesprochen und die Gesellschaft aufgefordert, diese durch Bildungsmaßnahmen zu beheben, damit auch die Kinder solcher Schichten später die Chance erhalten, nun ihrerseits wenige Nachkommen zu haben (denn sie haben sich als klug genug dafür erwiesen). Immerhin wäre das alles möglich, da man - so die sozialwissenschaftliche Gutmenschenideologie - mit den richtigen staatlichen Bildungsmaßnahmen aus jedem Bürger einen Einstein machen kann. Dafür gibt es zwar überhaupt keine wissenschaftlichen Belege, die braucht es aber auch nicht, denn in den Kreisen reicht allein schon der Wunsch, dass die Welt doch bitte so sein möge.
Wie auch immer: Der Autor entpuppt sich an vielen Stellen als Anhänger all dieser problematischen Soziologen-Ideologien, bei denen es sich letztlich um die theoretische Rechtfertigung der Verblödungsstrategien im Dienste der kurzfristigen Profitinteressen der Wirtschaft handelt. Gleichzeitig läuft er mit einem klaren Feindbild durch die Gegend: Die da oben sind schlimm und manipulieren alle anderen.
Ganz schön blöd!
2. August 2009 um 18:34 Uhr
Wer verblödet wen?
Dem Autor ist zuzustimmen: Diese Republik ist so veblödet, daß sie dieses Buch zu einem Bestseller macht statt es einfach in die Tonne zu werfen.
Das Buch besteht aus sinnlosen Verdächtigungen, Beschimpfungen und unflätiger Sprache. Argumente und Nachweise dafür bleibt der Autor schuldig. Statt dessen werden am laufenden Band Behauptungen aufgesetllt, die weder nachprüfbar, noch falsifizierbar sind. Heiliger Popper hilf!!
Diese Buch ist weder gute Wissenschaft, noch guter Journalismus. Es stört den Autor auch nicht, daß ja die Mehrzahl seiner Leser diese angeblich so blöden und korrupten Politiker gewählt haben, was den Schluß nahelegt, daß er alle seine Leser für blöd hält. Da mag er angesichts des Erfolgs dieses Buches sogar Recht haben.
6. August 2009 um 12:51 Uhr
Peinliche Polemik
Im Prinzip ist bei all den anderen 1-Sterne-Bewertungen bereits fast alles gesagt, daher nur noch einmal in aller Kürze:
- Der Autor beklagt durchaus existente Probleme, allerdings ohne eine Ursachenanalyse durchzuführen oder gar Lösungen anzubieten. Statt dessen beschränkt er sich darauf, für alle Misstände der Welt die “Reichen und Mächtigen” verantwortlich zu machen - wer immer das auch sein soll.
- Die Auswahl der Quellen und Mittel ist zutiefst einseitig. Zuerst lamentiert der Autor groß darüber, dass Meinungsforschungsinstitute allesamt von Politik und Unternehmen bestochen würden. Im Rest des Buches zitiert er dann in einem fort selbst aus Meinungsumfragen, die gerade zu seinen Thesen passen.
- Anstelle des Arguments tritt die phrasenhafte Wiederholung von Anschuldigungen und Behauptungen, die dadurch auch nicht wahrer werden (”marktradikale Hardliner”, die “Reichen und Mächtigen” oder wahlweise auch einfach die “politische Kamarilla” an sich sind an allem schuld).
- Die Sprache wirkt schon nach wenigen Seiten unerträglich ätzend. Kritik ist immer persönlich und beleidigend, nie sachlich. Teilweise wirkt der Text wie eine Aneinanderreihung von Beschimpfungen, Lästereien und Häme - leider ohne dabei wenigstens unterhaltsam zu sein, wie die Polemiken anderer Autoren (zB Henryk Broder).
- Obwohl der Autor die Rolle der Medien beklagt, die unhinterfragt gängige Klischees abdrucken würden, beschränkt er als Journalist sich ebenfalls darauf, in seinem Buch althergebrachte Klischees abzudrucken ohne auch nur zu versuchen, diese argumentativ zu belegen oder gar kritisch zu hinterfragen. Gerade er als Journalist wäre an dieser Stelle eigentlich zu Demut und Selbstkritik verpflichtet, davon findet sich im Buch jedoch keine Spur - im Gegenteil: Der Autor erkennt als Einziger die wahren Probleme und deren Ursachen.
- Infolgedessen werden schließlich auch Verschwörungstheorien ausgekramt, die aus der Mottenkiste beider politischer Extremränder stammen. So dient etwa der “Kampf gegen den Terror” aus Sicht des Autors einzig dazu, von den wahren Problemen abzulenken. Die Anschläge von New York, Madrid und London hat es nach dieser Logik offenbar nicht gegeben. Zahlreiche andere Thesen bewegen sich auf ähnlichem Stammtischniveau.
Nach dem Lesen des Buches bleibt schließlich der diffuse Eindruck, dass die “Reichen und Mächtigen” sich einmal wöchentlich treffen (vermutlich in der Münchner Allianz-Arena, denn wo sonst wäre genug Platz für all die Leute) um sich dort abzusprechen, wie sie die Welt weiterhin unterjochen und in ein möglichst grausames Jammertal verwandeln können. Man hat es hier also offenbar mit der größten, elaboriertesten, zugleich seltsamerweise jedoch auch am besten geheim gehaltenen Verschwörung der Weltgeschichte zu tun.
Fazit: Als Polemik ohne Ernsthaftigkeitsanspruch kann das Buch für den Einen oder Anderen durchaus unterhaltsam sein - vorausgesetzt der Leser steht politisch irgendwo zwischen Linkspartei und DKP.
Randnote: Mit etwas Humor könnte man das Buch auch als selbsterfüllte Prophezeiung betrachten: Die Tatsache, dass es sich in Deutschland so gut verkauft, beweist wahrscheinlich, dass die Republik tatsächlich verblödet. Schade nur, dass dem Autor diese Ironie wohl nicht bewusst war.
14. August 2009 um 05:17 Uhr
Auf den Punkt gebracht
Ich hätte mir vor zehn Jahren nicht vorstellen können, dass eine Gesellschaft so dermaßen verblöden kann. Nach dem Ende der DDR und ihres dogamatischen Weltbildes war ich glücklich, dass endlich ein unzensierter Zugang zu allen Informationsbereichen besteht. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass die neoliberale Ideologie noch sehr viel dogmatischer daherkommt als alles, was ich unter der sogenannten DDR-Diktatur erlebt habe. Das Gefährliche daran ist, wie subtil über die Massenmedien diese Ideologie in die Hirne der Menschen geimpft wird. Insofern ist diese kapitalgesteuerte Verblödung noch gefährlicher als jede sich offen zur Gewalt bekennende Diktatur, da man gegen diese auch wie in der DDR 1989 geschehen auch vorgehen kann.
“Die Ideologien haben unter anderem den Zweck, die nicht mehr gültigen Regeln des gesunden Menschenverstandes zu ersetzen; die Ideologieanfälligkeit der modernen Massen wächst genau in dem Maß , wie gesunder Menschenverstand (und das ist der common sense, der Gemeinsinn, durch den wir eine uns allen gemeinsame Welt erfahren und uns in ihr zurechtfinden) offenbar nicht mehr zureicht, die öffentlich politische Welt und ihre Ereignisse zu verstehen.” (Hannah Arendt, Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft, München, Zürich 2006, S. 41)
Es ist erschreckend, wie sehr die Kategorien totaler Herrschaft, die Hannah Arendt in Auseinandersetzung mit dem Stalinismus und dem Nationalsozialismus geprägt hat, sich auf unsere sogenannte Demokratie anwenden lassen. Übrigens hätte Hannah Arendt die DDR niemals als Dikatatur bezeichnet.
Ich bin also froh, das jemand den Mut gefunden hat, die Subtilität des gegenwärtigen gesellschaftlichen Geschehens, dass sich in den Massenmedien widerspiegelt, so genau auf den Punkt zu bringen. Leider wird es diese Kritik nicht zur Massentauglichkeit bringen und ich kann die negativen Kritiken überhaupt nicht verstehen. Es gab 1933 schon einmal ein Bündnis zwischen den Kapitaleliten und den Unterschichten mit den bekannten Folgen. Dieses Bündnis ist über die Massenmedien schon wieder hergestellt. Mir wird daher angst und bange und ich kann den “Optimismus” über den gesellschaftlichen Zustand, den hier einige Rezensenten hier verbreiten, nicht nachvollziehen. Was Thomas Wieczorek schreibt, ist meines Erachtens nicht mit rechts oder links einzuordnen, sondern nur von grosser Sorge getragen.
14. August 2009 um 05:17 Uhr
Die verblödete Republik
Die Ansichten des Autors sind nicht falsch und es ist alles was er beschreibt nachvollziehbar und entspricht vielfach eigenen Beobachtungen.So sind u.a. seine Abhandlungen zur Medienlandschaft, oder zur Rentenlüge ein Spiegel für den Grad der bereits vorhandenen Verdummung unserer Gesellschaft, die Einschaltquoten und die Verkaufszahlen beweisen das hinlänglich (leider). Viele der im Buch aufgezählten Themen zeigen auf unterhaltsame Art die alltägliche traurige Wirklichkeit.
ABER genau das ist der Mangel, es werden die Probleme leider nur beschrieben ohne tiefgründiger Hintergründe, Ursachen und Absichten, dieser von oben gesteuerten Verblödung zu benennen. Dieses Buch soll unterhalten, aber um Gottes Willen nichts verändern. Erkenntnisse ohne Schlussfolgerungen sind nichts wert. Die Beschreibung eines Zustandes nutzt doch nur dem Verursacher, denn es wird suggeriert:”Man kann ja doch nichts verändern”
Das Buch ist entweder 100 Seiten zu lang,oder es fehlt ein zweiter Band um eben auch fundierte Schlussfolgerungen und Lösungsansätze zu bieten.
Wieczorek wäscht den Pelz ohne ihn nass zu machen.
14. August 2009 um 05:17 Uhr
Unstrukturiert und am Thema ziemlich vorbei
Anders als der Buchtitel vermuteten läßt wird das ( überaus wichtige und zutreffende ) Thema der zunehmenden Verblödung vom Autor weitgehend verfehlt. Statt dessen ist es eine einzige Kampagne gegen Marktwirtschaft und Kapitalismus, der Schreibstil ist nicht viel niveauvoller als bei vielen Dingen welche der Autor in seinem Buch anzuprangern versucht.
Auch werden so gut wie keine Alternativen benannt. Das einzig zutreffende war der Abschnitt über die Medien, ganz düster wird es auf Seite 282 wo
der Autor den SPIEGEL allen Ernstes in die Nähe von Josef Mengele rückt.
Insgesamt eine ziemlich wirre Hetzschrift gegen alles und jeden und - wie oben erwähnt - am Thema völlig vorbei. Nicht empfehlenswert.
18. August 2009 um 03:51 Uhr
Thema und Zielstellung verfehlt
Wenn der Autor quasi rührselig über die Zustände berichtet, dann wird sein Buch selbst zum Widerschein der von ihm vorgeblich kritisierten Zustände. Wildes Durcheinander der Argumente und der Darstellung reihen das Werk selbst ein in die Kategorie der Verblödung.
So wird abwechselnd mal der angebliche “Turbokapitalismus” (wo gibts den den in dieser überegulierten Republik) und dann wieder der Politikerstaat kritisiert. Kurz darauf wieder die Wichtigkeit der Steuern(ohne Abwägung des notwendigen Umfanges) seitennah verquickt mit dem Schüren der Angst vor der Marktwirtschaft. Und wiederum gut vermischt mit dem Lob des Sozialstaates (wobei er verschweigt, dass der nur gut funktionierte als die Marktwirtschaft noch arbeiten durfte). Zwischendurch die Kritik des Neoliberalismus mit niveaulosen, unkommentierten oder aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten. Und dann wieder scheinbare Zustandsbeschreibungen, die das billigste Boulevardblatt nicht anders schreiben könnte.
Für mich das schlechteste Buch der letzten Monate. Leider hat der Autor seine Quellen weder richtig gelesen noch verstanden. Der Rest wirkt wie zusammengeklebte Ausschnitte aus beliebig zusammengesuchten Zeitungen. Schade, das Thema hätte Besseres verdient. Ich habe von dem Quatsch nur die Hälfte geschafft.
18. August 2009 um 03:51 Uhr
Eines der schlechtesten Bücher, die ich mir je gekauft habe
Wie bereits in anderen Rezensionen erwähnt wurde, hat der Autor einen unglaublich aggressiven, unangenehmen Schreibstil.
Für ein Buch, das sich kritisch mit verschiedenen Themen auseinandersetzen will, kratzt der Autor oft nur an der Oberfläche und wird den angesprochenen Themen damit nicht mal im Ansatz gerecht.
Mich haben beim Lesen besonders die Themensprünge gestört. Gerade wenn ein Thema angerissen wurde und ich mir dachte “jetzt wird es interessant” springt der Autor zum nächsten Punkt.
Der Autor hat mich mit diesem Buch dazu motiviert, meine erste Rezension zu schreiben.
Ganz klare Empfehlung: Finger weg!
Es ist mir absolut unverständlich, wie dieses Buch so erfolgreich sein kann.
18. August 2009 um 03:51 Uhr
Verblödet ist ein sehr dehnbarer Begriff…
…den der Autor reichlich überbeansprucht.
Zwar kann ich ihm in vielen Dingen vom Prinzip her recht geben, aber ein ganzes Buch mit platter Polemik zu füllen und ohne die geringste Differenzierung auf alles einzudreschen was sich ihm in den Weg stellt, trägt nicht wirklich für über 300 Seiten.
Für mich ein klarer Fall fürs Altpapier. Schade, denn der Ansatz hat mir gut gefallen.
18. August 2009 um 03:51 Uhr
Stammtischphilosophie hat auch eine Darseinsberechtigung!
Ein Buch zu schreiben, dass sich mit politischen und sozialen Problemen unserer Gesellschaft befasst, ist ja grundsätzlich nicht falsch. Manchmal braucht es auch einen Autor, der radikal und ohne Rücksicht auf Verluste, seine und die vermeintlich allgemeine Meinung publiziert. Mit diesem Buch ist Thomas Wieczorek das auch gut gelungen. Die üblichen Aufreger-Themen, die Woche für Woche im Vereinsheim X oder am Stammtisch Y durchgelots werden stehen im Mittelpunkt. Erfrischend ist jedoch, dass auch exotischere Gebiete, wie Zeitschriften (Bild, Spiegel) oder Proletentum angesprochen und abgearbeitet werden. Fakt ist jedoch auch, dass das Buch ziemlich pessimistisch und übertrieben wirkt - von der dauer-ironischen Schreibweise des Auors einmal abgesehen. Jedes Kapitel schildert entweder Zustände wie in Ruanda oder Kasachstan und vermittelt den Eindruck, dass spätestens nächstes Jahr der Staatsbankrott, die Revolution oder gar die Apokalypse an die Haustür klopft. Zudem fehlt eine Gegenseite, die zu den Äußerungen Stellung beziehen kann, geschweigedenn wird eine Lösung angeboten oder überhaupt erdacht. Das Buch wirkt dadrch polemisch und dogmatisch, stellt jeden Satz als Tatsache da und macht einen auf Bibel 2.0.
Grundsätzlich kann man das Buch als Denkanstoß benutzen, es macht einen sensibler für Ungleichgewicht jeder Art und zeigt Problematiken auf, die jeden betreffen. Manches schockiert, manches lässt einen schmunzeln - Unterhaltung ist also garantiert. Leider sind die Argumente und Meinungen zu einseitig und ziehen alles Geschehen ins Lächerliche oder aber ins Tragische. Jede Ungereimtheit, jede Meinungsverschiedenheit wird gnadenlos an den Pranger gestellt. Teilweise kommt man sich wirklich vor, als säße man bei einer Wahlkampfveranstaltung der Linken oder am Stammtisch des örtlichen Sportvereins. Allein die Kapitel, in denen irrelevante Themen wie der Komiker Mario Barth, zu Tode geschrieben werden, zeigen, dass sich Herr Wieczorek gerne über Gott und die Welt aufregt und sich an Lächerlichkeiten aufgeilt.
18. August 2009 um 03:51 Uhr
Sehr empfehlenswert, leider kaum für die Betroffenen :-))
Ein großartiger Lesegenuss, hab es gleich zweimal nacheinander verschlungen, damit mehr im Kopf bleibt!
Das was man immer schon geahnt hat über die bewußte Verblödung unserer Gesellschaft jetzt mal schwarz auf weiß. Gerade vielleicht auch vor der anstehenden Regierungs-Wahl ganz wichtig, aber: (Auszug: “Könnten Wahlen etwas ändern wären sie bereits abgeschafft! Rosa Luxemburg)
In diesem Sinne wird zwar das Allgemeinwissen echt erweitert aber die Machtlosigkeit der Änderung der Umstände auch noch klarer. Aber noch ein zweites Zitat: “Das zustimmende Volk wurde von den alten Griechen mit “Idiotes” benannt und der streitbare Einzelgänger als “Polites”, zumindest steht es in etwa so im Buch und das war sehr erheiternd auch wenns eigentlich erst ist!
22. August 2009 um 02:17 Uhr
Er hat nicht Unrecht
Wesentlich fundierter, präziser und besser recherchiert als das thematisch ähnliche “Seichtgebiete” von Michael Jürgs, und Wieczorek beschränkt sich auch - im Gegensatz zu Jürgs - nicht nur auf das Fernsehen, sondern bezieht sich hauptsächlich auf die Politik , die Wirtschaft und die Printmedien. Auch wenn man mit dem Autor vielleicht nicht in allen Punkten übereinstimmt, in vielem hat er nicht Unrecht.
22. August 2009 um 02:17 Uhr
Schade . . .
Zu diesem Thema hätte man sicher viel mehr schreiben können. Der Ansatz erinnert allerdings - leider - an die Versuche von Prof. Dawkins und Unglaubensgenossen, einen Kreuzzug gegen alle Formen von Religion zu unternehmen. Die Anhänger klatschen begeistert Applaus (und kaufen die Bücher), die Gläubigen (bzw. hier Liberalen und Konservativen) fühlen sich abgestossen. Denn Hand aufs Herz: Lässt sich wirklich jemand von einem Text bekehren, in dem er im Schnitt zweimal auf jeder Seite beleidigt und einmal lächerlich gemacht wird? So bleibt die alternative Leseempfehlung das Programm der “Linken” zur Bundestagswahl: Wesentlich kürzer, gleicher Inhalt und vollkommen gratis.
22. August 2009 um 02:17 Uhr
Entweder ich bin zu blöd….
Ich hatte mir das Buch in der Erwartung einer kurzweiligen, amüsanten aber dennoch informativen Abendlektüre gekauft. Leider enttäuscht das Buch in allen drei Bereichen: die sich ständig wiederholenden Hasstiraden auf alles und jeden werden nach spätestens 30 Seiten einfach langweilig, der wirklich sehr aggressive und teilweise beleidigende Schreibstil ist nicht amüsant sondern befremdlich und informativ ist höchstens das Quellenverzeichnis. Das Buch ist dermaßen unstrukturiert geschrieben, das habe ich selten bei einem Buch gesehen. Es wird wahllos zwischen den Themen gesprungen, kein Thema wird wirklich erschöpfend behandelt und es werden keine Argumente für beide Positionen angeführt, stattdessen schmückt sich der Autor lieber mit Zitaten von Keynes und Co.
Es ist für mich unverständlich, wie sich ein promovierter Volkswirt derart unstrukturiert und einseitig äußern kann und das auf 320 Seiten! Nee, nee, getretener Quark wird breit nicht stark…
26. August 2009 um 03:17 Uhr
Immer noch “verblödet”…
Zufällig sah ich das Buch in der Ecke einer Buchhandlung als Bestseller präsentiert. Da es in seiner Aufmachung auffällt und der Klappentext wie auch das Inhaltsverzeichnis interessant klangen kaufte ich es als Urlaubslektüre.
Leider muss ich sagen, hielt das Buch für mich nicht ganz, was es versprach. Oder vielmehr es ist so eine Sache. Der Autor behandelt komplizierte geselschaftliche Problem und insbesondere Probleme politischer Natur, die man eigentlich nur verstehen kann, wenn man eine gewisse Ahnung hat und im derzeitigen politischen Diskurs Deutschlands zuhause ist.
Der Ton des Autors ist bisweilen sehr belehrend und angeberisch. Man hat den Eindruck, dass er auf biegen und brechen zeigen muss, dass er eben umfassend gebildet ist und ein Recht hat die Gesellschaft und besonders die Politiker zu kritisieren. Diese fast schon leiernd aufgezählten Bildungsbeweise des Autors nerven und führen zu nichts. Sein Standpunkt sollte neutraler sein. Da er aber letztendlich auf allen Gruppen herumhackt und alles kritisiert, ohne dies wirklich konstruktiv zu tun, bleibt man als Leser mit einem großen Fragezeichen im Kopf zurück. Bisweilen ist die “Unterschicht” der Böse, dann die Poliiker, dann die Intellektuellen…
Das Buch gleicht einer Abrechnung mit allen Gruppen und Untergruppen unserer derzeitigen deutschen Gesellschaft, ohne jedoch konstruktiv zu kritisieren und Lösungsvorschläge zu liefern. Bisweilen hat man den Eindruck, dass der Autor selbst sich als zu kurz gekommen sieht und er eine etwas beleidigte Altitüde an den Tag legt.
Nach vollendeter Lektüre fragt man sich, was man nun neues weiß und ist so klug als wie zuvor…
Man wünscht sich oft postive Kritik, nach dem Motto: Was darf ich denn tun, um nicht verblödet zu sein, was soll ich dneken, was soll ich konsumieren, wem darf ich trauen, was soll ich fernsehen, was soll ich Lesen, wem darf ich noch trauen… Aber der Autor schweigt sich darüber aus und man bleibt “verblödet”…
Wenn man Verschwörungstheorien mag und daran glauben möchte, so findet der geneigte Leser vielfältige Möglichkeiten diese oft sehr konstruierten und aus scheinbar persönlicher Beleidigung entstandenen Theorien in sein Disskussionsrepertoire zu übernehmen.
Dann geschieht genau das, was Wieczorek so sehr kritisiert und den “verbödeten” Deutschen ankreidet: Der Mensch, der sich mehr oder minder erfolgreich durch dieses Buch gekämpft hat hat nun den Kopf voller Ideen und Verschwörungen, dass er diese einfach unreflektiert an die Öffentlichkeit weitergeben kann und als Referenz diese Buch angibt. Er fühlt sich nun weniger verblödet und tut damit genau das, was im Buch so sehr kritisiert wird…
Was positiv wiegt, ist die relativ lange Literaturliste und die zahlreichen Fußnoten und Belege. Es steckt lange und auch solide Recherchearbeit hinter diesem Buch, nur die Umsetzung ist wenig gelungen.
3. September 2009 um 08:34 Uhr
Sehr empfehlenswert für Jungwähler
Ich halte es für ein absolut wichtiges und mutiges Buch über unsere manipulierte Gesellschaft.
Mich wundert es schon, das sich überhaupt noch jemand getraut, in dieser so genannten meinungsfreiheitlichen “Demokratie” so etwas zu schreiben.
Das Wieczorek sich damit keine Freunde macht, kann man an den” getroffenen Hunden “sehen die schon in den Rezensionen bellen.
Dieses Buch sollten gerade unsere Jugendlichen lesen, damit sich endlich aus ihren falschen Werten und eingetrichterten Toleranz konstruktive Kritik entwickelt.
Das Buch ist weder links noch rechts sondern einfach entlarvend kritisch auf allen gesellschaftlichen Ebenen.
Solange es keinen Volksentscheid gibt, gibt es auch keine Demokratie. Was müssen die Politiker für Angst vor ihrem eigenen
Volk haben?
7. September 2009 um 15:17 Uhr
Bestes Beispiel für erhoffte Verblödung der potentiellen Leserschaft
Selbstverständlich sollte man Meinungsbekundungen aus Politik und Wirtschaft kritisch gegenüber stehen. Ob es dazu aber dieses Buches bedarf, bezweifel ich. Sicherlich enthält es - weitere - Denkanstöße. Wer nicht selbst darauf kommt und zugleich über die nötige objektive Urteilsfähigkeit verfügt, kann unbeschadet darin blättern. Auch wenn es aufgrund des “direkten und einfachen” Schreibstils Überwindung kostet, sich bis zum Ende durchzukämpfen. Erwartet habe ich von einem solchen Buch ehrlich gesagt mehr als schlichte Aufzählungen, Hasstriaden und Schwarz-Weiß-Malerei einfach einmal “anders herum”. Alternativen, kritisches Weiterdenken - Fehlanzeige. M.E. spiegelt bereits der Titel des Buches das vom Autor zwar allseits mahnend kritisierte, jedoch bei der potentiellen Leserschaft zugleich erhoffte Niveau wider. Ich frage mich, warum ein solch oberflächliches Lamentieren als Bestseller bezeichnet wird - wieder einmal ein Spiegelbild unserer verblödeten Republik…
7. September 2009 um 15:17 Uhr
schwach, schwach, schwach
Bin mit dem Buch noch nicht fertig, quäle mich durch die Seiten. Kann aber jetzt schon sagen, dass mich die vielen Kraftausdrücke, die nicht zu Ende gedachten Gedanken und Schlüsse des Autors und vor allem die oft reißerischen Worte gar nicht überzeugen.
7. September 2009 um 15:17 Uhr
Ein Buch, zu hart für das Deutsche Gemüt
Einige der Rezensionen hier auf Amazon vermitteln einem das Gefühl, dass der Autor mitten in’s Schwarze getroffen hat - getroffene Hunde bellen nunmal am lautesten. Was mich allseits irritiert, ist die Kritik, dass keine Lösungsvorschläge oder ähnliches gemacht werden. Doch wer erwartet sowas von einem derartigen Buch? Mit derartigem Titel und derartigem Cover? Ist es hierzulande nicht mehr erlaubt, einmal verbal sich die Wut über einen Staat von der Seele zu schreiben, der (nachgewiesenermaßen) immer mehr von Lobbyisten gesteuert wird, welche ganze Gesetze beschlussfertig für Ministerien schreiben, in welchem anscheinend Dinge, welche alle anderen großen Industriestaaten vorexerzieren, seltsamerweise nicht möglich sein sollen aus vermeintlichen “Sachzwängen”; einem Staat, in welchem ständig und zu jedwedem Thema die Uhren anders zu ticken scheinen, als anderswo auf der Welt?
Nein, den 1-Sterne-Kritikern hier nach zu urteilen, darf man das nicht, wenn man nicht ein entsprechendes Ratgeber-Kompendium mit Gegenvorschlägen gleich mitliefert - wenn nicht sowieso alles reine Verschwörungstheorie ist - so schlimm _kann_ - nein - darf (!) es ja nicht sein!
Wieczoreks Vergangenheit als Satiriker lässt sich in diesem Buch vortrefflich an der Schreibe erkennen und seine Nonchalance und fehlender Respekt gegenüber Politikern ist erfrischend und längst überfällig - die Art und Weise, wie sich die gewählten “Volksvertreter” inzwischen bar jeder externen Kritik sehen, gehört verbal bestraft und wird in diesem Buch auch zur genüge getan. Dabei ist Wieczorek nicht der große “Aufdecker” und investigative Autor, als den ihn manche verorten wollen. Das sehr ausführlich geratene Quellenverzeichnis zeigt nur, dass hier die vereinzelt veröffentlichten Artikel und Nachrichtenschnipsel gegen den allgemeinen Gesellschaftskonsens schlichtweg gesammelt und mit eigener Würze versehen wiedergegeben wurden.
So formuliert ein Prof. Dr. Rudolf Hickel (im Buch mehrfach zitiert) schon seit Jahren auf einsamen Posten gegen den Irrsinn eines Hans-Werner Sinn und Co. im ARD Presseclub und anderswo, doch als einsame Stimme gegen die Markt-Deregulierer wollte keiner auf ihn hören. Nun nach dem Investment-Kollaps meinen es alle von Anfang an besser gewusst zu haben, gesagt hatte es publik jedoch nur einer.
Man möge das Buch daher als das nehmen, als was es konzipiert ist: Eine Glosse, eine Polemik, ein mit persönlicher Note von der Seele geschriebenes Buch, angefacht durch die eigene Frustration über diverse Entwicklungen in unserem Lande. Dass er nicht Unrecht hat, zeigt allen voran, dass es eben keinen Aufstand des “Volkes” gibt, weder jetzt, noch in den vergangenen Jahren. Die Deutschen sind ein obrigkeitshöriges Volk, und jedes Mal, wenn einem Mitbürger der Satz “ach die Politiker wissen schon, was sie tun” über die Lippen kommt, wird es einem Angst und Bange um dieses Land. Wir haben nunmal leider keine demokratische Tradition, auf die wir uns berufen können - im Gegensatz zu Amerika oder Frankreich, wo sich die Bürger nicht so einfach die Butter vom Brot nehmen lassen.
Es ist, um es kurz zu fassen, so als ob Gerhard Dombrowski ein Buch geschrieben hätte - respektlos, tendentiös, links und mit Argumenten, die nicht von der Hand zu weisen sind. Eine investigative Aufklärerschrift ist es jedoch nicht - wer dies erwartet, möge sich in der Deutschen Wohlfühlliteratur umschauen.
11. September 2009 um 21:34 Uhr
Die verblödete Republik
Schon auf der Seite 28 gibt Thomas Wieczorek das Motto seines Buches bekannt. Er zitiert den 4. US-Präsidenten und Vater der US-Verfassung James Madison, der laut Noam Chomski schon vor zweihundert Jahren bekannt haben soll, worin das Ziel der Demokratie besteht; nämlich darin, die Minderheit der Wohlhabenden gegen die Mehrheit zu schützen.
Wenn das den Kern ausmacht, der sich hinter aller ideologisch propagandistischen Umhüllung der neuzeitlichen Demokratie verbirgt, folgt daraus logisch die Notwendigkeit, systematisch die Volksmassen zu verblöden. Nur so lässt sich die faktische Herrschaft einer Minderheit von Besitzbürgern, Kapitaleignern und Großfinanzjongleuren über die Mehrheit nachhaltig ausüben.
Wieczorek zeigt mit konkreten Beispielen auf, wie die Verdummungsmechanismen besonders in den letzten zwanzig Jahren wirkungsvoll funktionieren und wie die von der Großfinanz und -wirtschaft im Jahre 2000 mit viel Geld ins Leben gerufene “Neue Initiative Soziale Marktwirtschaft” daran mitwirkt. Er nennt dankenswerterweise Ross und Reiter, so dass man die oftmals selbsternannten “unabhängigen” Experten besser zuordnen kann.
Ein Muss für all jene, die in einer Demokratie leben wollen, wo Name und Wortbedeutung übereinstimmen und wo sie durch die Gewährleistung eines Mindestmaßes an Freiheit von Not und Ausgrenzung für möglichst viele Menschen erst praktisch erlebbar wird.
Wenn auch die mehrmalige Bezugnahme auf Zitate und Kommentare von Henryk M. Broda ein wenig irritiert, leistet der offenbar nicht vom neufreiheitlichen Hauptstrang angesteckte Wieczorek einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung.
Rudolf Reddig
11. September 2009 um 21:34 Uhr
geht nicht weit genug
Die Themen, die Wieszorek anspricht, sind m.E. richtig, gehen mir nicht weit genug. Ich hätte mir viel mehr praxisnahe Beispiele gewünscht, wie man mit Billigung der Politiker am Denken gehindert werden soll, bzw. wo überall “Volksverarsche” stattfindet.
Thema Verkehrspolitik:
Firmen karren ihre Produkte quer durch Europa, um noch den kleinsten Kostenvorteil einzelner Länder auszunutzen. Discounter wie Aldi oder LIDL verschandeln mit ihren Filialen den letzten Fleck in Europa, überschwemmen die Länder mit ihren Einheitsprodukten und zerstören dort den Einzelhandel. Produkte, die ohne weiteres in der Region hergestellt und vertrieben werden könnten (Milchprodukte, Bier, Brot, Obst), werden ebenfalls durch das ganze Land gekarrt und sind, weil Transportkosten ein vernachlässigbarer Kostenfaktor geworden sind, leider oft billiger als die vor Ort hergestellten Produkte. Biermarken wie Öttinger, Warsteiner und Paulaner oder Molkereiprodukte von Weihenstephan (= Müllermilch) werden durch die Republik gefahren und sind deutschlandweit erhältlich.
Eine der Folgen: Überfüllte Straßen und immer mehr Staus. Aber statt das sich Politiker oder Medien ernsthaft hinstellen und den Zusammenhang zwischen Billigprodukten aus fernen Produktionsstandorten und dem Verkehrsinfarkt benennen, wird eine Scheindiskussion entfacht über die Baustellen während der Sommerferien und die angebliche Unfähigkeit der Straßenbaubehörden, weil sie mit dem Asphaltieren der Natur nicht nachkommen. Symptombekämpfung statt ehrlicher Ursachenforschung.
Thema Denkblockade durch Dauerberieselung
Eine effektive Methode, Menschen am Denken zu hindern, ist auch, sie so oft es geht mit musikähnlichen Geräuschen zu terrorisieren. Radionachrichten werden nicht nur immer kürzer und oberflächlicher, sondern auch mit völlig sinnlosen Hintergrundgeräuschen unterlegt. Das sorgt dafür, dass sich der Hörer nie wirklich entspannen und aufmerksam zuhören kann, sondern dass er mit ständig neuen Sinnesreizen künstlich “unter Strom” gehalten wird.
Bei Fernsehnachrichten wird immer mehr mit bewegtem Hintergrund gearbeitet: Bloß den Konsumenten nicht zur Ruhe, sprich, zum Nachdenken kommen lassen.
Selbst Fluggesellschaften haben sich diesem fürchterlichen Trend angeschlossen und quälen ihre Passagiere bereits beim Boarden mit Sinnlosmusik.
Die Partei, die als erstes mit einer Lärmschutzforderung auf diesen Gebieten aufwartet, hat meine Stimme.
Thema Inhaltsangaben bei Lebensmitteln
Hier ging Wieczorek zwar darauf ein, aber viel zu kurz und oberflächlich, um den eigentlichen Skandal herauszuarbeiten: Dass es ein Horst Seehofer schafft, die “Lebensmittelampel” zu verhindern, also eine klar erkennbare Kennzeichnungspflicht für Zucker, Salz, Kalorien und Fette, weil es die Konzerne so wollen, ist immer noch viel zu wenig beachtet worden.
Ein Politiker, der sich Verbraucherschutzminister nennt, stellt sich hin und behauptet, der Verbraucher wolle keine klare Kennzeichnung oder er fürchtet einen Standortnachteil für die Firmen. Das ist Volksverarsche in Reinform, auf die viel zu wenig eingegangen wurde.
Alles in allem war das Buch ein Anfang, ein erster Augenöffner vielleicht. Allerdings ist es entweder an der Zeit, selbst alles und jedes zu hinterfragen und sich zu überlegen, ob hier nicht auch wieder Verblödung stattfundet.
Oder Wieczorek muss noch einen zweiten Teil mit noch mehr Beispielen schreiben
11. September 2009 um 21:34 Uhr
Sind Sie nicht meiner Meinung - dann haben Sie sich verblöden lassen!
Schon beim Lesen der Einleitung wird klar, das der Autor eine ganz bestimmte politische Richtung vertritt. Er tritt für mehr Staatswirtschaft ein und unterstellt Mitbürgern, die eine andere Meinung vertreten eine systematische Desinformationskampagne.
Beispiel Mindestlohn: den handelt der Autor auf zwei Seiten ab. Klar ist der besser als der Kombilohn, für den der Autor nur ca 1 Seite benötigt. Das auf diesem Detaillierungsgrad keine belastbaren Aussagen getroffen werden können dürfte wohl jedem klar sein. Die negative Einkommenssteuer oder weitere andere Konzepte zur Sicherung des Einkommens von Geringverdienern werden erst gar nicht erwähnt. Sonst könnte der Leser auf den Gedanken kommen, das es Alternativen zum Mindestlohn gibt - mit Vor- und Nachteilen. Der Leser darf nur nicht anfangen selbst zu denken. Wer der Meinung ist, andere Lösungen zur Sicherung von Einkommen und Arbeitsplätzen wären besser, dem wird unterstellt das man der Meinung ist, das “eine steinreiche Marktwirtschaft eine menschenwürdige Bezahlung der Arbeitnehmer nicht verkraftet” (S.63).
Dem Autor fehlt es am Respekt vor den Andersdenkenden. Das Buch suggeriert: “Wenn Du nicht genau dieser Meinung bist - dann hast Du Dich verblöden lassen!”. Aussagen der Andersdenkenden werden überspitzt wiedergegeben und dann wird den Andersdenkenden Radikalismus unterstellt.
Klar wird auch mal wieder das Feindbild Springer breit getreten. Vergessen hat jedoch der Autor das Medienimperium der SPD und die Gefahr der Einflussnahme der Partei in der Berichterstattung.
Verblödet der Autor mit seinem Machwerk selbst die Republik?
20. September 2009 um 12:34 Uhr
Keine Glanzleistung
Hab das Buch heute kurz überflogen und dabei das Kapitel gelesen, in dem der Autor darzustellen versucht, Kapital trage nichts zur Wertschöpfung bei. Sorry, aber das ist ein bisschen unterirdisch. Hab das Buch gleich mit spitzen Fingern zurückgestellt. Kann natürlich sein, daß der Rest des Buches ganz brilliant ist.
4. Oktober 2009 um 00:17 Uhr
informativ und aufklärend
dieses buch sollte jeder deutsche gelesen haben und danach handeln!
damit diese gesellschaft wieder anfängt für Werte und eine bessere Zukunft zu kämpfen.
sie macht sich selber krank. hoffen wir das man durch dieses buch ein bisschen medizin weitervermitteln kann um dinge zu verändern!
8. Oktober 2009 um 14:34 Uhr
Interessant, aber etwas einseitig?
Interessant der Titel, interessant der Inhalt, mit dem der Leser für mein Empfinden von der politischen Seite her etwas einseitig beeinflußt wird/werden soll. Aber dennoch: Lesenswert um zu sehen, wie und von wem man alles für blöd verkauft wird, wenn man es noch nicht weiß…
13. Oktober 2009 um 07:51 Uhr
die verblödete Republik
Das Buch kam pünktlich und in einem sehr gutem Zustand bei uns an. Dieses Buch ist sehr realitätsnah geschrieben. Man kann sich nur wünschen, dass dieses Buch sehr viele Menschen lesen. Auch wir haben es in unserem Freundeskreis angepriesen. Echt ein tolles Buch .
18. Oktober 2009 um 00:51 Uhr
Pflichtlektüre für alle Deutschen!!
Dieses Buch sollte Pflichtlektüre für alle Deutschen werden.
Der Autor gibt nur jeden erdenklichen Hinweis auf unsere ach - so reine Medienwelt.
Manipulation wohin man blickt.
22. Oktober 2009 um 21:00 Uhr
Inhalt: gut - Stil: zu laut
Einen Stern für das gut recherchierte Thema und für die vielen Fakten, die ich bisher noch nicht kannte. Einen Stern dafür, dass er einem die Augen öffnet für die allgegenwärtige Manipulation selbst durch seriöse Medien. Einen weiteren Stern für die vielen Anregungen, kritisch mit Nachrichten und sogenannten Expertenmeinungen umzugehen. Einen Stern Abzug für die nöhlige, motzige Schreibe, die einen nach 100 Seiten dann doch irgendwann nervt. Ebenfalls einen Stern Abzug dafür, dass Wiezcorek zwar mehrere Seiten lang auf die Bild-”Zeitung” eindrischt, es aber nicht für nötig befindet, in seinem Lebenslauf zu erwähnen, dass er bei ebendieser drei Jahre lang Chefreporter war. Wenn es am Platzmangel liegt: Das einjährige Volontariat bei der dpa hätte er durchaus weglassen können…
31. Oktober 2009 um 08:00 Uhr
Kritik ohne Lösungsalternativen
Der Autor Thomas Wieczorek beschreibt in seinem Buch “Die verblödete Republik” eine Vielzahl von Taktiken und Machenschaften der Politik, Wirtschaft und Medien, welche mehr oder minder gezielt auf eine Volksverdummung hinwirken.
Als Leser erwartete ich mir von dem Buch insbesondere die sachliche Information über Hintergründe in Politik, Wirtschaft und Medien, die ohne tiefgreifende Recherchen dem Bürger nicht bewusst werden können. Als Maßstab sah ich den gut informierten Bürger, der sich regelmäßig über das aktuelle politische und wirtschaftliche Geschehen informiert - der also über ein gewisses Basisverständnis in Bezug auf die politische und wirtschaftliche Landschaft in Deutschland verfügt.
Nach den ersten Seiten wurde mir bereits bewusst, dass der Autor unverständlicherweise einen krassen Kahlschlag durch die drei “Hauptangeklagten” Politik, Wirtschaft und Medien vornimmt und scheinbar alles in Frage stellt (Pseudorechtsstaat, Pseudosozialstaat, Pseudoumweltschutz, Pseudofriedenspolitik, Pseudoemanzipation, Pseudo…). Neben kritischen Gedanken, die sicher in vielen Fällen berechtigt sind, hätte ich mir vielmehr auch Lösungsalternativen oder ergänzende positive Sachverhalte gewünscht. Durch das gesamte Buch zieht sich somit nämlich eine negative Stimmung, die bei einem uninformierten Bürger nur den Rückschluss zulässt, von Geburt bis zum Tode hintergangen zu werden.
Besonders kritisch sehe ich das Themengebiet Elite. Herr Wieczorek verzichtet auf eine Definition, wer oder was Elite ist, sodass dieser nebulöse Begriff in der Folge mit Geschäftsführern, Vorständen und Managern gleichgesetzt wird. In diesem Zusammenhang handelt der Autor die wirtschaftswissenschaftlichen Bachelor- und Masterstudiengänge als für einen späteren Job unbrauchbare Ausbildungsgänge ab und zitiert den Bachelor als “Studienabschluss der Studienabbrecher”. Ergänzt wird dieses Thema, das meines Erachtens vollkommen unvollständig und einseitig beleuchtet wird, von einem aggressiven Schreibstil, der den Gedanken aufkommen lässt, das subjektive Empfinden des Autors stehe hierbei deutlich vor einer objektiven Information und Aufklärung.
Als positive Attribute möchte ich hervorheben, dass das Buch immer wieder zum Nachdenken anregt, gerade im Zusammenhang mit den Medien, Sachverhalte kritischer zu beäugen und die eigene Meinung nicht von den Medien abhängig zu machen. Wer dieses Vorgehen nicht schon vorher verinnerlicht hat, könnte durch das Buch sicher dazu angeregt werden - auch wenn es hierfür keine Handlungsempfehlung gibt, sondern vielmehr den Leser dazu auffordert, mit den Fakten selbst fertig zu werden.
31. Oktober 2009 um 08:00 Uhr
Sammelsurium an Episoden, aber keine neuen Erkenntnisse
Man fragt sich, ob der große Verkaufserfolg dieses Buches vielleicht schon ein Beleg für die Verblödung der Republik ist. Doch halten wir den Käufern zu Gute, dass sie den Inhalt vor dem Kauf noch nicht beurteilen konnten. Als Käufer stellt man sich ja angesichts des Titels implizit auf die Seite der Nicht-Verblödeten, genau wie der Autor sich selbst auf die Seite der Eingeweihten stellt. Allein hierin liegt schon eine Anmaßung.
Welche Erkenntnisse liefert nun das Buch ? Ich meine, so gut wie keine neuen. Es handelt sich bei dem Text um eine lange Aufzählung von Episoden und Geschichten, die der Autor offenbar durch fleissiges Sammeln von Zeitungsartikeln und Fernsehausschnitten zusammengetragen hat. Vieles ist altbekannt, manches weniger, dann aber auch von untergeordneter Bedeutung. Fast alle diese Ereignisschnipsel werden kurzschlussartig als Beleg für “neoliberales” oder “marktradikales” Gedankengut genommen, den Schimpfwörtern par excellence in diesem Buch. Logische Argumentation oder kausales Herleiten sind die Sache des Autors nicht.
So wird dann so ziemlich jeder in der Öffentlichkeit präsente Politiker oder Medienvertreter diffamiert. Alle sind Bestandteil der großen Verblödungsmaschinerie, alle handeln nur im Interesse kurzfristiger Profitmaximierung, alle kennen nur ökonomische Werte. Differenzierung, Augenmaß, ein erkennbarer Zweifel an der eigenen Wahrheit - Fehlanzeige.
Schade also um die vertane Gelegenheit, tatsächlich etwas über gesteuerte Versuche zur Massenverblödung zu erfahren. In diesem Buch finden sich nur Verleumdungen.
31. Oktober 2009 um 08:00 Uhr
Zu sehr Meinungsmache!!!
Mir hat das Buch nicht gefallen es ist das Geld nicht wert.Das ganze ist platte Meinungsmache (man kann alles kritisieren), ist so ein möchtegernintellektuelles Buch. Im Buch hat nicht`s gestanden was nicht eh schon jeder weiss.
Inhalt des Buches kurz und knapp, die Reichen und Politiker sind an allem Schuld.
31. Oktober 2009 um 08:00 Uhr
LESEN, LESEN, LESEN!!!!!!
Zufällig habe ich dieses Buch und von Al Gore Angriff auf die Vernunft nacheinander gelesen.
Aus meiner Sicht ist dieses hier die deutsche Variante von Angriff auf die Vernunft.
Zusammen wird eins klar, mit Schwarzgelb steht uns genau dass bevor, was die Amerikaner gerade hinter sich haben.
Eine radikaler Demokratieabbau bis an den Rand des Zusammenbruchs im Inneren und bis zum völligen Vertrauensverlust nach außen.
Westerwelle gestern fast wörtlich: Wer die Erhöhung des Freibetrages für Kindergeld als kalte Politik bezeichnet gehört zu den Hirnverbrannten.
Ich werde dieses Buch mindestens ein 2. Mal lesen.
Selbstverständlich kann man eine gewisse Unstrukturiertheit und auch mangelnde Tiefe bei jedem aufgegriffenem Thema vorwerfen.
Diesen Anspruch erhebt das Buch zum Glück aber gar nicht.
Eher hat die Beliebigkeit der Verblödung zur Folge, dass auch genauso beliebig jedes Thema/Bereich genommen werden kann, um fündig zu werden.
Und dem Autor Linkslastigkeit vorzuwerfen und gleichzeitig mangelndes Aufzeigen von Lösungen ist genau der Mechanismus der Verblödung die hier deutlich gemacht wird.
Das Buch gehört in den Schulstoff.
Auch ohne viel Vorbildung, bietet es eine Fülle von Denkanstössen auf unterhaltsame Art.
Wer sich strukturierter mit dem Verständnis von Demokratie beschäftigen möchte, dem kann ich zu Al Gore als Teil 2 raten, wenngleich das dort vergleichsweise staubtrocken zugeht.
31. Oktober 2009 um 08:00 Uhr
Unglaublich
Wenn das alles der Wahrheit entspricht, sollte man sich mit Grausen von der deutschen Politik abwenden. Geldverschwendung, Geltungssucht und sogar noch Belohnung dafür bekommen, ist einer Bananenrepublik würdig. Aber Geld ist vom Bürger ja genug da….
5. November 2009 um 09:51 Uhr
Zettelkasten einseitiger Zitate und Beispiele ohne Reflektion
Schade um die 8,95 , schade um die Zeit, die die Lektüre verschlungen hat. Es hat sich nicht gelohnt. Das ganze Buch ist eine Zumutung. Der Stil ist schnodderig, eine Ansammlung von unverdauten Versatzstücken und Zitaten, nichts wird wirklich reflektiert, intellektuell ein äußerst niedriges Niveau. Es ist schon erstaunlich, dass der Verlag ein solches Machwerk als Bestseller darstellt.
Was habe ich angesichts des Titels eigentlich erwartet? Okay, ich war von vornherein skeptisch. Das bin ich immer dann, wenn der Titel reißerisch klingt. Dennoch könnte sich ja hinter einem populistischen Titel eine redliche Auseinandersetzung mit der Wissensgesellschaft stehen. Wissensgesellschaft ist als Begriff in aller Munde und möchte verdeutlichen, dass unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft, unser Wohlstand immer mehr von Wissen abhängt. Dies könnte man in Kontrast setzen mit der These, dass es gar nicht an dem ist, sondern im Gegenteil, in unserer (deutschen) Gesellschaft eine Abnahme von Wissen zu verzeichnen sei. Okay, das wäre eine These, das wäre ein interessanter Ansatzpunkt. Doch Wiecziorek ist auf einem anderen Dampfer.
Er verfolgt ein extrem simples Argumentationsmuster: Es werden willkürlich, ohne Begründung und ohne Sinnzusammenhang irgendwelche Aussagen aufgegriffen und unterstellt, die Bevölkerung würde so denken. Dies gilt zum Beispiel hinsichtlich der Gutgläubigkeit an der Effizienz der Marktwirtschaft. Er diskutiert nicht lange sondern sagt, das ist Quatsch und diesen Quatsch glauben die Menschen, weil eine Gruppe von Verschwörern (Medien, Wirtschaft und Politik) es den Menschen einbläut. Mehr noch, er behauptet oberstes Staatsziel sei die Verblödung der Bevölkerung” (13). Das ist wirklich äußerst platt und ohne Gehalt. Die angebliche Verblödung scheint sich konzentriert beim Autor niedergeschlagen zu haben.
Die Ausführungen lassen jegliche Differenzierung vermissen. Aus irgendwo aufgegriffenen Beispielen oder Pressezitaten wird sofort abgeleitet, daraus ließe sich der Geisteszustand der Republik ableiten. Nein, ein bisschen mehr Tiefgang wäre schon schön gewesen.
5. November 2009 um 09:51 Uhr
Zettelkasten einseitiger Zitate und Beispiele ohne Reflektion
Schade um die 8,95 , schade um die Zeit, die die Lektüre verschlungen hat. Es hat sich nicht gelohnt. Das ganze Buch ist eine Zumutung. Der Stil ist schnodderig, eine Ansammlung von unverdauten Versatzstücken und Zitaten, nichts wird wirklich reflektiert, intellektuell ein äußerst niedriges Niveau. Es ist schon erstaunlich, dass der Verlag ein solches Machwerk als Bestseller darstellt.
Was habe ich angesichts des Titels eigentlich erwartet? Okay, ich war von vornherein skeptisch. Das bin ich immer dann, wenn der Titel reißerisch klingt. Dennoch könnte sich ja hinter einem populistischen Titel eine redliche Auseinandersetzung mit der Wissensgesellschaft stehen. Wissensgesellschaft ist als Begriff in aller Munde und möchte verdeutlichen, dass unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft, unser Wohlstand immer mehr von Wissen abhängt. Dies könnte man in Kontrast setzen mit der These, dass es gar nicht an dem ist, sondern im Gegenteil, in unserer (deutschen) Gesellschaft eine Abnahme von Wissen zu verzeichnen sei. Okay, das wäre eine These, das wäre ein interessanter Ansatzpunkt. Doch Wiecziorek ist auf einem anderen Dampfer.
Er verfolgt ein extrem simples Argumentationsmuster: Es werden willkürlich, ohne Begründung und ohne Sinnzusammenhang irgendwelche Aussagen aufgegriffen und unterstellt, die Bevölkerung würde so denken. Dies gilt zum Beispiel hinsichtlich der Gutgläubigkeit an der Effizienz der Marktwirtschaft. Er diskutiert nicht lange sondern sagt, das ist Quatsch und diesen Quatsch glauben die Menschen, weil eine Gruppe von Verschwörern (Medien, Wirtschaft und Politik) es den Menschen einbläut. Mehr noch, er behauptet oberstes Staatsziel sei die Verblödung der Bevölkerung” (13). Das ist wirklich äußerst platt und ohne Gehalt. Die angebliche Verblödung scheint sich konzentriert beim Autor niedergeschlagen zu haben.
Die Ausführungen lassen jegliche Differenzierung vermissen. Aus irgendwo aufgegriffenen Beispielen oder Pressezitaten wird sofort abgeleitet, daraus ließe sich der Geisteszustand der Republik ableiten. Nein, ein bisschen mehr Tiefgang wäre schon schön gewesen.
7. November 2009 um 13:00 Uhr
Die verblödete Republik von Thomas Wieczorek (2009)
DAS WAS ICH SCHON LANGE BEOBACHTET HABE IN DEUTSCHLAND, HAT SICH WIEDER EINMAL BESTÄTIGT! WAS WIR VON DEN MEDIEN ALLES VORGESETZT BEKOMMEN, IST ALLES BEWUSST GEMACHT, DAMIT DAS VOLK NICHT MERKT WIE UNSERE POLITIKER UND DIE WIRTSCHAFTMANAGER SICH DIE TASCHEN VOLL STOPFEN.
DIESES BUCH SOLLTE JEDER EINMAL GELESEN HABEN, STATT VOR DEM FERNSEHER ZU HÄNGEN,DANN WÜRDEN VIELE BÜRGER ANDERS DENKEN!!!
13. November 2009 um 05:00 Uhr
..und fast nichts als die Wahrheit…
Also ich stimme dem Autor zu 90% zu. Vier Punkte gibt es nur ob der unnötigen Kraftausdrücke.
Viele Kommentatoren schreiben, sie vermissen Lösungsansätze. Es gibt keine. Die einzige Lösung wäre meiner
Meinung nach, bei Null anzufangen.
Noch ein Wort zu den Ein-Punkt-Bewertern: mich würde interessiere, wie alt diese Leute sind. Ich glaube,
dieses Buch kann man erst ab einer gewissen Lebenserfahrung einschätzen.
16. November 2009 um 01:34 Uhr
Die verblödete Republik von Thomas Wieczorek
Kurzbeschreibung
So wenig Niveau war nie! Selbst Qualitätsmedien berichten ausführlich und mit Hingabe vom Dschungelcamp oder Deutschland sucht den Superstar. Gleichzeitig dürfen von der Wirtschaft finanzierte Professoren auch in der Tagesschau dreist als unabhängige Experten auftreten. Ihre Phrasen werden uns als alternativlose Wahrheiten verkauft - während kritische Politsendungen im Nachtprogramm verschwinden. In seinem neuen Buch deckt Thomas Wieczorek die Auswüchse der allgemeinen Massenverblödung auf. Und er geht der Frage nach: Wird sie bewusst betrieben? Und von wem? Und mit welchem Ziel? Das Ergebnis seiner Recherchen ist Aufklärung im besten Sinne.
Über den Autor
Thomas Wieczorek, Jahrgang 1953, ist Journalist und Parteienforscher. Nach einem VWL-Studium an der FU Berlin arbeitete er u.a. für dpa und Reuters und als freier Journalist für die “Frankfurter Rundschau”, Deutschlandfunk, Südwestfunk sowie den “Eulenspiegel”. Thomas Wieczorek, der über “Die Normalität der politischen Korruption” promovierte, ist Autor mehrerer Bücher.
Fazit:
Witzig, frisch - und mit genial scharfer Zunge [...] Der Autor galoppiert literarischen mit scharfem Tempo durch alle Bereiche von Medienwelt und Staatsbetragen. Nun mag die Art und Weise kontrovers diskutiert werden, spannend zu lesen ist das Buch allemal. Hinzu kommt ein angenehm satirisch bis herrlich giftiger und geistig nicht zu trivialer Schreibstil. Selektiv lesen muss man auch hier, selber denken ist immer von Vorteil. Hintergründe werden deutlich gemacht und an vielen Stellen Mechanismen der Macht offen gelegt, die vielen Bürgern so nicht klar gewesen sein dürften.
Wieczorek haut mit ironisierender Erbostheit drauf - auf gekaufte Experten in der Tagesschau, gesponserte Seifenoper-Dialoge, korrupte Printmedien
In seinem neuen Buch deckt Thomas Wieczorek die Auswüchse der allgemeinen Massenverblödung auf. Und er geht der Farge nach: Wird sie bewusst betrieben? Und von wem? Und…
25. November 2009 um 00:17 Uhr
Vergeudetes Geld!
Der Autor dieses Buches ist ein geistloser Selbstdarsteller. Seine seitenlangen Schimpfkanonaden erinnern an einen greisen, grenzdebilen Alkoholiker, der im Leben nichts mehr erreichen kann und sich selbst schon irgendwie abgeschrieben hat, sich aber noch mitteilen will!
Ihnen gefällt meine Ausdrucksweise nicht? Dann lassen Sie die Finger von diesem Buch!
Ich lese gerne kritische Texte, sonst hätte ich das Buch wohl nicht erworben. Was aber auf dem Klappentext noch Spannung und eventuell auch Aufdeckung verspricht, gerät im Buch zu einer Schelte auf alles und jeden in der Republik!
Schwarz-Weiß-Malerei Allerorten. Hier die bösen Neoliberalen, da die braven Marxisten. Die Theorien der jeweiligen Ideologen (Smith, Marx, Keynes, Hayek, Adorno) sind denn auch nur in Auszügen und teilweise verfälscht dargestellt. Zitate von Politikern, Philosophen, Wirtschaftstheoretikern etc. werden ergänzt um eigene Meinungen, die aber aussehen wie Zitate. Soll heissen, man legt den Zitierten Worte in den Mund, die sie nie gesagt haben, die das eigentlich gesagte aber in ganz anderem Licht erscheinen lassen.
Dann überhaupt das Thema zielgerichtete Verdummung. Die Medien sind natürlich Träger der Verdummung. Gesteuert durch die auf der Klappe genannten großen Unbekannten im Hintergrund. Leider bleiben diese auch irgendwie diffus unbekannt. Es sind die “Neoliberalen”. Es wird kritisiert, dass ARD und ZDF in ihren Formaten zu wenig Aufklärung betreiben. Zwei Sendungen werden jedoch positiv hervorgehoben. Andererseits aber wird erwähnt, dass die Menschen einfach nicht hinschauen. Sie sehen die Vorabendserien und schalten vor den Nachrichten ab. Sie schalten arte erst gar nicht ein. Und die beiden positiv hervogehobenen Sendungen werden auch von der großen Masse gemieden. Was denn nun? Werden wir gezielt verdummt, oder wollen wir es etwa gar nicht anders?
Die Symptome der Gesellschaft beschreibt der Autor zum Teil durchaus richtig. Die Aufklärung der Probleme gerät allerdings viel zu sehr zur einseitigen Schelte auf “die Neoliberalen”. Die DDR wird verklärt, Marx geht über alles. Man gewinnt den Eindruck, dass der Autor nur die eine Meinung gegen die andere austauschen will.
Wenn er dann in den Behauptungen gipfelt, dass große Zahl an Autounfällen unter jungen Männern auf die marktradikalen Gesetze zurückzuführen seien und Fans von Volksmusik ausschliesslich dumme Alkoholiker seien, wird es eine Mischung aus lächerlich und ärgerlich. In diesem Stil werden zahlreiche Gruppen im Lande beschimpft.
Ich habe das Buch einzig in der Hoffnung gelesen, eine Antwort des Autor auf die Probleme der Gesellschaft zu erhalten. Er scheint sich damit zu begnügen, dass Marx die Antworten gegeben hat. Eigene hat er nicht - ach doch: Wikipedia erwähnt er auf der letzten Seite als gute Möglichkeit Informationen einer breiten Masse zur Verfügung zu stellen.
Na dann braucht uns ja nicht mehr bange sein…..
25. November 2009 um 00:17 Uhr
Vergeudetes Geld!
Der Autor dieses Buches ist ein geistloser Selbstdarsteller. Seine seitenlangen Schimpfkanonaden erinnern an einen greisen, grenzdebilen Alkoholiker, der im Leben nichts mehr erreichen kann und sich selbst schon irgendwie abgeschrieben hat, sich aber noch mitteilen will!
Ihnen gefällt meine Ausdrucksweise nicht? Dann lassen Sie die Finger von diesem Buch!
Ich lese gerne kritische Texte, sonst hätte ich das Buch wohl nicht erworben. Was aber auf dem Klappentext noch Spannung und eventuell auch Aufdeckung verspricht, gerät im Buch zu einer Schelte auf alles und jeden in der Republik!
Schwarz-Weiß-Malerei Allerorten. Hier die bösen Neoliberalen, da die braven Marxisten. Die Theorien der jeweiligen Ideologen (Smith, Marx, Keynes, Hayek, Adorno) sind denn auch nur in Auszügen und teilweise verfälscht dargestellt. Zitate von Politikern, Philosophen, Wirtschaftstheoretikern etc. werden ergänzt um eigene Meinungen, die aber aussehen wie Zitate. Soll heissen, man legt den Zitierten Worte in den Mund, die sie nie gesagt haben, die das eigentlich gesagte aber in ganz anderem Licht erscheinen lassen.
Dann überhaupt das Thema zielgerichtete Verdummung. Die Medien sind natürlich Träger der Verdummung. Gesteuert durch die auf der Klappe genannten großen Unbekannten im Hintergrund. Leider bleiben diese auch irgendwie diffus unbekannt. Es sind die “Neoliberalen”. Es wird kritisiert, dass ARD und ZDF in ihren Formaten zu wenig Aufklärung betreiben. Zwei Sendungen werden jedoch positiv hervorgehoben. Andererseits aber wird erwähnt, dass die Menschen einfach nicht hinschauen. Sie sehen die Vorabendserien und schalten vor den Nachrichten ab. Sie schalten arte erst gar nicht ein. Und die beiden positiv hervogehobenen Sendungen werden auch von der großen Masse gemieden. Was denn nun? Werden wir gezielt verdummt, oder wollen wir es etwa gar nicht anders?
Die Symptome der Gesellschaft beschreibt der Autor zum Teil durchaus richtig. Die Aufklärung der Probleme gerät allerdings viel zu sehr zur einseitigen Schelte auf “die Neoliberalen”. Die DDR wird verklärt, Marx geht über alles. Man gewinnt den Eindruck, dass der Autor nur die eine Meinung gegen die andere austauschen will.
Wenn er dann in den Behauptungen gipfelt, dass große Zahl an Autounfällen unter jungen Männern auf die marktradikalen Gesetze zurückzuführen seien und Fans von Volksmusik ausschliesslich dumme Alkoholiker seien, wird es eine Mischung aus lächerlich und ärgerlich. In diesem Stil werden zahlreiche Gruppen im Lande beschimpft.
Ich habe das Buch einzig in der Hoffnung gelesen, eine Antwort des Autor auf die Probleme der Gesellschaft zu erhalten. Er scheint sich damit zu begnügen, dass Marx die Antworten gegeben hat. Eigene hat er nicht - ach doch: Wikipedia erwähnt er auf der letzten Seite als gute Möglichkeit Informationen einer breiten Masse zur Verfügung zu stellen.
Na dann braucht uns ja nicht mehr bange sein…..
28. November 2009 um 22:17 Uhr
Provozierend und auf erfrischende Weise zum Nachdenken anregend
Das Buch provoziert und regt auf erfrischende Weise zum Nachdenken an. Eine Verschwörung zur Massenverblödung kann ich aber nicht erkennen, eher ein graduelles Abrutschen, das zufällig und nicht gesteuert erscheint.
Wieczorek drischt gerne auf die ‘Volksverblöder’, ‘halbgebildeten Nachplapperer’ und ‘Selbstreferenten’ ein. Fast im gleichen Atemzug bemüht er als Zeugin für Reich-Ranickis “gerechten Zorn” (FAZ vom 12. Oktober 2008) über die Verleihung des “Deutschen Fernsehpreises” Elke Heidenreich. Dieselbe Frau Heidenreich, die sich schon als würdige Nachfolgerin des alten Mannes wähnte und aus verschmähter Liebe nun “bleibend böse” mit ihm ist. Was sprach ihr ‘Sechster Sinn’ doch zu ihr: “… geh’ nicht zu früh, es ist immer grässlich da, und du bist selbst fernsehberühmt, und sie setzen dich in Reihe vier und filmen ununterbrochen deine Reaktionen.” Diese heuchlerische Suada fügt sich geradezu nahtlos in die Reihe der Äußerungen mehr oder minder begnadeter Selbstdarsteller, die der Autor an anderer Stelle mit Recht geißelt.
Wenn man etwas aus diesem Buch lernen kann, dann ist es, den eigenen Verstand bemühen, nicht alles glauben und vor allem nachplappern, was man irgendwo gehört oder gelesen hat!
10. Dezember 2009 um 19:17 Uhr
Schmalspurkost
Das Buch war für mich insgesamt ein Fehlkauf. Zu plump sind die andauernden Salven auf hiesige Probleme. Ohne Tiefgang, an der Oberfläche angekraft… es wird von einem Punkt zum nächsten gehastet… der rote Faden gleicht einem ZickZack-Kurs. Für mich viel zu aufgedreht und in die Tiefe viel zu schlecht recherchiert.
Beispiel: Das der “Homo oeconomicus” schon lange in den Wirtschaftswissenschaften (!) als unrealistisch gilt, ist dem Autor anscheinend noch nicht bekannt. (Stichwort: “Verhaltensökonomik” oder “Neue Institutionenökonomik”)
Studiere VWL und lese gerne etwas aus dem linken Spektrum (neben Bücher von Neoliberalen). Dieses Buch wirkt doch etwas unseriös und billig - gut das hätte man sich nach dem Titel auch denken können. War wohl mein Fehler.
Den Zweiten Stern gibt es für die allgemeine Thematik (das man sich kritisch mit der Gesellschaft auseinandersetzt). Ansonsten hätte ich einen Stern gegeben!
11. Dezember 2009 um 23:00 Uhr
Das Buch hat mich enttäuscht.
Leider verfällt der Autor oftmals in linke Lebenslügen. Die wahren Ursachen unserer Verblödung und unserer zunehmenden Verarmung kann oder will Wieczorek nicht erkennen. So kann er auch keine tauglichen Rezepte für eine Gesundung unseres Landes anbieten. Ein Schaumschläger, der sich gut vermarktet, aber nur punktuell Wahrheiten rüberbringt. Für Kirchenhasser und unverbesserliche Marxisten bedingt geeignet, für werteorientierte Wahrheitssucher dagegen nicht.
15. Dezember 2009 um 02:34 Uhr
Totaler Fehlkauf
Der Titel des Buchs, der eine Generalabrechnung vermuten lässt, täuscht. Wieczorek schreibt politisch sehr einseitig und die Formulierungen sind oft polemisch und unsachlich. Durch fragwürdige Vergleiche mit Rassentheorien und wiederholte Zitate aus dem kommunistischen Manifest fühle ich mich verblödet. Ebenfalls dadurch, dass der Autor Kritik an bestimmten Parteien und Medien gezielt auslässt. Die wenigen Lichtblicke im Buch können das Ruder nicht rumreißen. Für eine überparteiliche und sachlichere Kritik an Verzerrungen und Falschdarstellungen der Medien und Politiker hätte ich gerne mein Geld investiert, so bleibt leider die Feststellung, mein Geld verschwendet zu haben.
15. Dezember 2009 um 02:34 Uhr
Kurz und Knapp
Der Autor hat viel Detailwissen, sitzt aber ständig in seinem Krähenwinkel.
Durch diese einseitige Meinungsmache hat er sicherlich seinen Teil zur allgemeinen Verblödung geleistet.
Kleine Info: Er hat 2 Jahre für BILDerbuch gearbeitet, sagt doch eigentlich alles….
23. Dezember 2009 um 19:00 Uhr
Schade
Ich habe das Buch leider geschenkt bekommen und konnte mir somit vorher nicht die Rezensionen durchlesen, denn ansonsten hätte ich mir das Buch nie freiwillig gekauft.
Das Buch strotzt nur so vor Polemik und Populismus. Seitenweise unbegründete Hasstiraden. Themensprünge innerhalb der Kapital um von fehlenden Nachweisen abzulenken.
Wo sind die Beweise zu den aufgestellten Behauptungen?
Wo sind die Vorschläge wie der Autor es besser machen würde?
Schade,
um den Baum, der für die Erstellung der Seiten umgeschnitten werden musste.
um die Tinte, die man anderweitig hätte besser einsetzen können.
um die Arbeitszeit der beteiligten Personen wie Lektoren oder Buchdrucker.
Morgen werde ich mich noch bei meinem Postboten dafür entschuldigen, dass er dieses Buch zustellen musste.
23. Dezember 2009 um 19:00 Uhr
wie wahrheit tut weh !
hallo
der mann hat absolut recht mit dem was er schreibt. das schlimmste an der ganzen sache ist er untertreibt noch. die menschheit ist wirklich so verkommen und verblödet.
MfG Che
23. Dezember 2009 um 19:00 Uhr
Verblödentes Buch
Tatsächlich scheint die Republik zu verblöden - und dieses Buch hilft kräftig dabei mit. Statt Aufklärung, Recherche und Witz überschüttet der Autor den Leser mit Häme,lähmender Ignoranz und altgedienten Feindbilder, die in einem wütenden Pamphlet zu einem ungeniesbaren Wörterbrei vermischt wurden - der keinerlei Nährwert für einen anspruchsvollen Leser enthält.
28. Dezember 2009 um 06:34 Uhr
einfach nur schlecht
Dieses Buch ist einfach nur schlecht.
Mehr braucht man zu den anderen Rezensionen gar nicht zu schreiben.
28. Dezember 2009 um 06:34 Uhr
Sehr gutes Sachbuch mit einigen literarischen Abstrichen
kann dieses buch nur empfehlen.hab es inzwischen durchgelesen & darin gegebene infos stichprobenartig nachrecherschiert - konnte bisher keine sachfehler entdecken.dieses buch regt auf jeden fall zum nachdenken,SELBSTdenken und,zumindest bei mir persönlich,zu aktivismus an. Wieczirek verwendet einen provokanten,agressiven schreibstil,der hier vielfach kritisiert wurde; dies ist reine geschmackssache,allerdings ist es anscheinend die intention des autors,die thematik sarkastisch zu behandeln,was mir persönlich gut gefällt,es ist einfach erfrischender als ein staubtrockender text. leider sind einige zusammenhänge nicht gut erklärt,hier ist eigeninitiative/rechersche gefragt. in einigen rezessionen war außerdem die rede davon,der autor greife kommunistisches gedankengut auf; dieses buch ist partei- und ideologieübergreifend,enthält also elemente aus ALLEN “richtungen”,rechts wie links.darüberhinaus finde ich es persönlich auch gut,dass der autor einige medien namentlich angreift und teilweise bloßstellt - jedem das,was er verdient.
dieses buch ist sicherlich nichts,der informationsweitergabe in schulbuchmanier favourisiert,wenn man jedoch einen sarkastischen,informativen blick auf unsere gesellschaft,wirtschaft und politik werfen möchte,ist dieses buch die richtige grundlage dafür!
Pascal A.
28. Dezember 2009 um 06:34 Uhr
Brilliant mit leichten Abstrichen
Auch falls dieses Buch eine “Zusammenfassung” anderer Autoren mit eigenen Schlussfolgerungen ist - es trifft (nachvollziehbar und nachprüfbar) die Situation auf den Kopf!
Eine etwas ausführlichere “Anleitung” zur Behebung dieser Missstände würde es dem “Zufallskäufer” vielleicht auch zugänglicher machen (als Diskussions-/Denkanstoß: “…siehst Du, wie das in dem Buch steht könnte es doch auch gehen…”).
Ja,ja - es soll auch selbst nachgedacht werden - ich weiß…
Fazit: Sehr (und hoffentlich oft) zu empfehlen!
28. Dezember 2009 um 06:34 Uhr
Dieses Buch strotzt nur so vor Fehlern…
Nichts als die Wahrheit?
Bei den Arbeitslosenzahlen sind ALG-II-Empfänger (Hartz-IV) rausgerechnet? Es ist wohl eher so dass die rausgerechnet werden, die zum Zeitpunkt der Erhebung entweder sich in einer Maßnahme befanden, krank waren, sich in einer stationären Behandlunge befanden oder die, die “nur” ergänzendes ALG-II bekommen - sprich: Die, die dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung standen.
Paul Potts kann nur halbwegs singen? Paul Potts wurde durch eine Telekom-Werbung und anschließen durch Youtube berühmt? Ich habe das Video schon fast ein Jahr vor der Telekom-Werbung auf Youtube gesehen. Und die Oper, aus dem er einzelne Stücke gesungen hat, ist auch nicht ganz ohne. Und der Autor maßt sich an, beurteilen zu können, ob PP halbwegs einen Ton trifft?
An manchen Stellen hatte ich das Gefühl, dass beim Autor die Paranoia langsam überhand nimmt…
Kleiner Tipp: Nicht immer einfach alles glauben…
1. Januar 2010 um 16:51 Uhr
Eine polemische Anklage - kein Harmoniegesülze
Klar, der Autor teilt schon ziemlich aus. Es gibt aber auch allen Grund dazu. Denn was ich bei den hier sehr negativ ausfallenden Kritiken vermisse, ist dass jenseits aller scharfen Polemik am Tatbestand einer zunehmenden Trivialisierung und Verblödung des politischen und wirtschaftlichen Diskurses am Ende doch kein Zweifel bestehen kann. Da dieses Buch eine Polemik ist, finde ich es auch statthaft und der Absicht angemessen, wenn es einseitig ist. Das ist Sinn und Zweck der Übung. Harmoniesüchtigen Zeitgenossen oder solchen, die sich unversehens durch das Buch in der Kritik sehen, mag das nicht gefallen. Es zeigt aber auch schon wie wenig kritikfähig unser Alltag bereits geworden ist, wenn sofort Stimmen laut werden, die wie im schulseligen Besinnungsaufsatz dem Autor auch noch die Gegenposition abverlangen. Nein, warum denn !? Hier stellt jemand seine sehr pointierte Sichtweise dar. Und schon sitzt der deutsche Michel einmal mehr aufgebracht im Sofa und nimmt übel. Übrigens sehe ich den Autor auch nicht in der Pflicht jenseits der von ihm angebotenen Sicht auch noch für alles gleich eine Lösung anbieten zu müssen. Das sind Forderungen, die man eher an Politik, Medien und Wirtschaft stellen sollte. Erst recht zu Zeiten, wo die Steuersenkung für Hotelbetriebe wichtiger ist als dringende Ausgaben für die Bildung und das ZDF zur medienpolitischen Anstalt der CDU verkommt…
1. Januar 2010 um 16:51 Uhr
Unerträgliche Arroganz
Im Gegensatz zu anderen Lesern konnte ich mich nicht durch das gesamte Buch quälen und habe es nach den ersten paar Seiten auf Seite gelegt. Der Autor leistet mit diesem Buch selbst einen nicht unerheblichen Beitrag zur Verblödung der Republik.
Schon auf den ersten Seiten gab es reichlich Widersprüche. So werden zum einen die Politiker als unfähig dargestellt, zum anderen wird ihnen aber die Fähigkeit zugetraut, eine Verschwörung (Verblödung der Bevölkerung) im großen Stil durchzuführen.
Der Autor schlägt auf alles ein, was ihm nicht gefällt (z. B. Rosamunde Pilcher) und erlaubt sich in unerträglicher Arroganz ein Urteil über die Leute, die so etwas mögen.
Wer sich gerne beschimpfen lässt, sollte dieses Buch unbedingt lesen.
6. Januar 2010 um 04:00 Uhr
Oft wahr und unterhaltend
finde ich dieses Buch ! Natürlich ist vieles sehr überspitzt und viele Thesen sind fragwürdig, von so manchem habe ich nicht genug Ahnung, um dem zuzustimmen oder dagegen zu argumentieren, aber das Buch regt eben auch zum Diskutieren an! Auf jeden Fall fand ich es sehr anregend zu lesen, habe sehr oft über viele wirklich geniale Formulierungen des Autors laut gelacht und mich vielfach sehr bestätigt gefühlt in dem, was ich selber denke und meine. Demjenigen, der auch schon lange mit einem Gefühl des Unwohlseins beispielsweise die deutsche Medienlandschaft betrachtet und sich fragt, ob er der einzig Vernünftige in diesem Zirkus der Welt ist, kann dieses Buch nur empfohlen werden.
6. Januar 2010 um 04:00 Uhr
Klassenkampfrethorik
Ich habe vor dem Kauf leider nur den Klappentext gelesen ohne eine Leseprobe aus dem Inhalt zu nehmen. Hätte ich das getan, wäre mir mit ziemlicher Sicherheit aufgefallen, daß ich das Geld hätte besser investieren können. Das Buch besteht in großen Teilen aus wüsten Beschimpfungen, platter Schwarz-Weiß-Malerei und einer gehörigen Portion Klassenkampfrethorik. Um die Theorie, die der Autor entwickelt, daß die “Verblödung” eine gezielte Kampagne der Mächtigen und Reichen ist, zu glauben, muß man als Leser meines Erachtens ein ziemlich schlichtes Gemüt aufweisen. Wenn man auf jeder Buchseite das Wort “Neoliberalismus” im Zusammenhang mit mehr oder weniger häßlichen Adjektiven lesen muß macht das Lesen keinen allzu großen Spaß und es erinnert eher an Reflexe als an feinsinnige Analyse. Ich persönlich glaube nicht, daß die Ursache für die gegenwärtigen Probleme (sei es das Auseinanderklaffen der Schere zwischen Arm und Reich, die Bildungsmisere, die Wirtschaftskrise) einzig auf einer manipulativen Elite beruhen, wie es Wieczorek in dem vorliegenden Buch vertritt.
14. Januar 2010 um 23:00 Uhr
Broschierter Blödsinn
Kompendium der Unzufriedenheit mit Gesellschaft und Politik in unserem Land anhand von gängigen Klischees. In Kapiteln über den politisch verblödeten Bürger, dem Pseudosozialstaat, dem Pseudorechtsstaat, Indoktrination durch Medien usw. resümiert er die Zeitungsartikel der letzten Jahre, die sich reißerisch und angeblich unkritisch mit Problemen unserer Demokratie und unseres Rechtsstaats auseinandersetzen. Trotz seiner pauschalen Vorwürfe kommt er nicht umhin, kritische Stimmen zu zitieren, die er vorher für unsere Verblödung verantwortlich gemacht hat. Eine Legitimation für seinen Auftritt als Anwalt für eine bessere Demokratie bleibt er zwangsläufig schuldig, da er Verantwortlichkeiten nicht benennt, Alternativen nicht mal ansatzweise erörtert. Wenn er also (wem?) einen Spiegel vorhalten will, zu was dann und mit welchem Recht? Lebensformen können nicht bestimmt werden und scheitern, wenn es die Menschen nicht wollen”, schreibt er. Also wollen die Deutschen den von ihm kritisierten Lebensstil offenkundig. Ekelhafte miese Stimmungsmache in ihrer Redundanz mit dem Aufkleber Der Bestseller”. Fazit: selber blöd.
14. Januar 2010 um 23:00 Uhr
Broschierter Blödsinn
Kompendium der Unzufriedenheit mit Gesellschaft und Politik in unserem Land anhand von gängigen Klischees. In Kapiteln über den politisch verblödeten Bürger, dem Pseudosozialstaat, dem Pseudorechtsstaat, Indoktrination durch Medien usw. resümiert er die Zeitungsartikel der letzten Jahre, die sich reißerisch und angeblich unkritisch mit Problemen unserer Demokratie und unseres Rechtsstaats auseinandersetzen. Trotz seiner pauschalen Vorwürfe kommt er nicht umhin, kritische Stimmen zu zitieren, die er vorher für unsere Verblödung verantwortlich gemacht hat. Eine Legitimation für seinen Auftritt als Anwalt für eine bessere Demokratie bleibt er zwangsläufig schuldig, da er Verantwortlichkeiten nicht benennt, Alternativen nicht mal ansatzweise erörtert. Wenn er also (wem?) einen Spiegel vorhalten will, zu was dann und mit welchem Recht? Lebensformen können nicht bestimmt werden und scheitern, wenn es die Menschen nicht wollen”, schreibt er. Also wollen die Deutschen den von ihm kritisierten Lebensstil offenkundig. Ekelhafte miese Stimmungsmache in ihrer Redundanz mit dem Aufkleber Der Bestseller”. Fazit: selber blöd.
14. Januar 2010 um 23:00 Uhr
Schwund des letzten Hoffnungsschimmers
Mit diesem Buch wird dem Leser die letzte Hoffnung auf ein gutes Durchschnitts-Leben genommen.
Herr W. schafft es durchgängig negativ zu berichten, dabei lässt er kein aktuelles Thema aus.
Einen Stern bekommt er aber doch, nämlich für die geschilderte Tatsache, dass der Mensch bewusst durch überzogene Negativwerbung von seinen eigenen Problemen abgelenkt werden soll.
14. Januar 2010 um 23:00 Uhr
Schwund des letzten Hoffnungsschimmers
Mit diesem Buch wird dem Leser die letzte Hoffnung auf ein gutes Durchschnitts-Leben genommen.
Herr W. schafft es durchgängig negativ zu berichten, dabei lässt er kein aktuelles Thema aus.
Einen Stern bekommt er aber doch, nämlich für die geschilderte Tatsache, dass der Mensch bewusst durch überzogene Negativwerbung von seinen eigenen Problemen abgelenkt werden soll.
14. Januar 2010 um 23:00 Uhr
Er hat ja recht, aber…
Mit großen Erwartungen habe ich mir das Buch bestellt und wurde leider sehr enttäsucht. Was der Autor auf 307 Seiten von sich gibt ist ein Sammelsurium von Altbekanntem sowie lieblos zusammengewürfelten “Zitaten”. Ein Büchlein mit 25 Seiten hätte wohl die gleiche Aussagekraft besessen.
14. Januar 2010 um 23:00 Uhr
Er hat ja recht, aber…
Mit großen Erwartungen habe ich mir das Buch bestellt und wurde leider sehr enttäsucht. Was der Autor auf 307 Seiten von sich gibt ist ein Sammelsurium von Altbekanntem sowie lieblos zusammengewürfelten “Zitaten”. Ein Büchlein mit 25 Seiten hätte wohl die gleiche Aussagekraft besessen.
14. Januar 2010 um 23:00 Uhr
Ein Volltreffer
Bevor ich zum Lob für den mutigen Beitrag des Autors komme, erlaube ich mir einen kurzen “Seitenhieb” auf die negativen Rezensionen. Die habe ich nämlich zuerst gelesen und musste schon ein bißchen lachen. Ohne irgend jemand beleidigen zu wollen - aber so viel “Stuss” habe ich schon lange nicht mehr gelesen.
Mir gefiel das Buch außerordentlich! Es ist nur eine Bestätigung dessen, was wir täglich erdulden müssen.
Solange Leute wie Dieter Bohlen öffentlich beleidigen und auf niederstem Niveau junge Menschen fertig machen dürfen, solange das Fernsehen versucht, uns rund um die Uhr mit Schwachsinn vollzustopfen, solange Politiker vorsätzlich unsere Steuern in Milliardenhöhe “verjubeln” und Unternehmen wie Müller-Milch subventionieren, solange kriminelle Banker ungestraft ihr Unwesen treiben dürfen, während tausende Familien nicht wissen wie sie das Geld für die Miete auftreiben sollen, und solange eine Bundeskanzlerin und ihre Minister in fetten Staatskarossen spazieren fahren und sogar dümmste Gemeinderäte und Provinzbürgermeister sich allen Ernstes für “Politiker” halten und das Geld ihrer Bürger verfressen; so lange braucht es Autoren wie Thomas Wieczorek, der uns die Augen öffnen möchte, weil uns der Blick für die Realität abhanden gekommen ist.
Jawohl - das Buch ist herausragend! Ein Volltrefer zur richtigen Zeit!
14. Januar 2010 um 23:00 Uhr
Ein Volltreffer
Bevor ich zum Lob für den mutigen Beitrag des Autors komme, erlaube ich mir einen kurzen “Seitenhieb” auf die negativen Rezensionen. Die habe ich nämlich zuerst gelesen und musste schon ein bißchen lachen. Ohne irgend jemand beleidigen zu wollen - aber so viel “Stuss” habe ich schon lange nicht mehr gelesen.
Mir gefiel das Buch außerordentlich! Es ist nur eine Bestätigung dessen, was wir täglich erdulden müssen.
Solange Leute wie Dieter Bohlen öffentlich beleidigen und auf niederstem Niveau junge Menschen fertig machen dürfen, solange das Fernsehen versucht, uns rund um die Uhr mit Schwachsinn vollzustopfen, solange Politiker vorsätzlich unsere Steuern in Milliardenhöhe “verjubeln” und Unternehmen wie Müller-Milch subventionieren, solange kriminelle Banker ungestraft ihr Unwesen treiben dürfen, während tausende Familien nicht wissen wie sie das Geld für die Miete auftreiben sollen, und solange eine Bundeskanzlerin und ihre Minister in fetten Staatskarossen spazieren fahren und sogar dümmste Gemeinderäte und Provinzbürgermeister sich allen Ernstes für “Politiker” halten und das Geld ihrer Bürger verfressen; so lange braucht es Autoren wie Thomas Wieczorek, der uns die Augen öffnen möchte, weil uns der Blick für die Realität abhanden gekommen ist.
Jawohl - das Buch ist herausragend! Ein Volltrefer zur richtigen Zeit!
14. Januar 2010 um 23:00 Uhr
einfach nur ärgerlich ….
Der Anspruch des Buches:
Laut Klappentext deckt der Autor “die Abgründe der Massenverblödung auf” und geht der Frage nach “Wer sind die Drahtzieher im Hintergrund?”
Der Inhalt des Buches:
Bewiesen werden soll eine globale Verschwörung: “..ist Verblödung unausgesprochenes oberstes Staatsziel” (siehe Seite 23).
Die Verschwörer sind: DIE “Neoliberalen” (erscheinen in jedem Kapitel), der “Homo oeconomicus” (s.S. 130 ff) und “gewisse Kreise” (s.S. 302 u.a.)
Unterstützt werden diese Verschwörer vom “selbsternannten Bildungsbürgern” (s.S.20) und den “selbsternannten Eliten” (s.S.73) unter Beteiligung durch “die Schwarzers, Illgners, Merkels, Wills und Pooths” (s.S.110). “Auch Kirchen tragen zur Volksverblödung bei” (s.S.29 und S.249ff)
Gesteuert wird das ganze im Tagesgeschäft zurzeit von der “Initiative Neue soziale Marktwirtschaft (INSM)” (s.S.56 u.a.)
Erfüllungsgehilfen sind natürlich die Parteien: “Union, SPD, FDP, Grünen” (s.S.57 u.a);
wobei die Linkspartei mit Lafontaine DIE “Alternative” ist (s.S.158 ff) aber auch schon unterwandert wird.
Institutionen wie der DIHK (s.S.95), “Greenpeace, BUND, World Willife Fund (WWF).. Google” (s.S.96) und die deutsche Bischofskonferenz (s.S. 250) sind Teil der Verschwörung und zumindest willfährige Werkzeuge.
Namentliche Mitglieder der Verschwörung sind:
Die “Väter des Grundgesetzes” (s.S.37), Konrad Adenauer (s.S.36), “Franz Josef Strauß, Herbert Wehner, Rainer Barzel … Helmut Schmidt” (s.S.47), Ludwig Erhard (s.S.55),
Helmut Kohl (s.S.50), Gerhard Schröder (s.S.51u.a.), Roland Koch, Klaus Wowereit (s.S.52), “Otto Graf Lambsdorf, Wolfgang Schäuble” (s.S.54 u.a.), Sigmar Gabriel (s.S.96), Colin Powell (s.S.113) und selbstverständlich Bill Clinton, Bush und Angelika Merkel.
(Und das sind nur ca. 30% der Politiker die in diesem Buch genannt werden.)
Weitere Mitglieder der Verschwörung sind natürlich die Wirtschaftsbosse “Von A wie Ackermann bis Z wie Zumwinkel” (s.S.119), “die Aldi-Brüder, die Familie Quandt, die Familie Braun, Otto, Oetker ..” (s.S.123),
Transportiert wird die Verblödung über die Medien “ARD, ZDF, Sat.1 und RTL” (s.S.232) und alle anderen “Schmuddelsender” (s.S.247), natürlich “Bild” (wer hätte das gedacht ?) und die ganze sonstige “Journalie”: “Axel Springer und Spiegel, Burda und Bertelsmann, Frankfurter Allgemeine Zeitung sowie Gruner und Jahr…sowie der Otto-Versand” (s.S. 296).
Helfershelfer hierbei sind u.a.:
Anne Will (s.S.84 u.a.), Maischberger (s.S.104 u.a.), Oliver Pocher (s.S. 233), Oliver Geissen und Co. (s.S. 241ff) und der Chef-Redakteur der Welt Thomas Schmid (s.S. 234).
Heidi Klum und Mario Barth sind nach Meinung des Autors so tief in diese Verschwörung verstrickt, dass er ihnen gleich jeweils ein ganzes Kapitel widmet (s.S. 238ff und 279ff).
Aber auch José Carreras (s.S.69), Tim Mälzer (s.S.70), “Veronica Ferres, Maria Furtwängler und Franz Beckenbauer” (s.S.96), Michael Schuhmacher und Thomas Gottschalk (s.S.125), Daniel Küblböck (s.S.230) und die “Faststaatsoberhäuptin Schwan” (s.S. 224) sind irgendwie Teil dieser Verschwörung.
Am Rande ist zu vermerken:
Obwohl der Autor im Klappentext sein Volkswirtschaftsstudium heraus stellt, hat er mit anderen Studienfächern so seine Probleme: BWL-Absolventen sind “Fuzzis und Systemzwerge” und “graduierte Idioten” (s.S.26), “Der Bachelor ist der Studienabschluss für Studienabbrecher” (s.S. 269) und “Naturwissenschaftliche Kenntnisse müssen zwar nicht versteckt werden, aber zur Bildung gehören sie nicht.” (s.S.304)
Ganz abstrus, peinlich paranoid wird es, wenn der Autor behauptet
“Eine besonders perfide Taktik war und ist die planmäßige Ansiedlung von Ausländern in bestimmten Ghettos” (s.S. 292)
und das “die Rundum-Panik mit dem Terrorismus” geschürt wird, damit “gewisse Kreise” “ein deutsches Guantanamo” einrichten können und aus Angst dann “Geschäftsleute nicht mehr per Telefon oder Internet miteinander verkehren”, “Freunde nur noch unter vier Agen über Politik reden” und “Bürger auf den Kauf von Büchern verzichten” (s.S.300ff).
Fazit:
Was jeder schon wusste (z.B.: auch Politiker lügen, neue Modetrends werden wegen des Umsatzes gesetzt, die “Bild” hat nichts mit Bildung zu tun und das Fernsehprogramm wird immer schlechter) wird hier zu einer Verschwörungstheorie aufgeblasen und durch Karl-Marx-Zitate untermauert.
Was der Autor anderen vorwirft (siehe “Bullshit” s.S.173 u.a.) betreibt er selber in Reinkultur: Jeder kann sich vor dem Gang zum Stammtisch ein privates Feinbild aus dem Buch aussuchen und mit den dort gegebenen Stichworten als Pseudo-Insider-Ober-Experte seine bierseeligen Freunde beeindrucken. Na prima.
14. Januar 2010 um 23:00 Uhr
einfach nur ärgerlich ….
Der Anspruch des Buches:
Laut Klappentext deckt der Autor “die Abgründe der Massenverblödung auf” und geht der Frage nach “Wer sind die Drahtzieher im Hintergrund?”
Der Inhalt des Buches:
Bewiesen werden soll eine globale Verschwörung: “..ist Verblödung unausgesprochenes oberstes Staatsziel” (siehe Seite 23).
Die Verschwörer sind: DIE “Neoliberalen” (erscheinen in jedem Kapitel), der “Homo oeconomicus” (s.S. 130 ff) und “gewisse Kreise” (s.S. 302 u.a.)
Unterstützt werden diese Verschwörer vom “selbsternannten Bildungsbürgern” (s.S.20) und den “selbsternannten Eliten” (s.S.73) unter Beteiligung durch “die Schwarzers, Illgners, Merkels, Wills und Pooths” (s.S.110). “Auch Kirchen tragen zur Volksverblödung bei” (s.S.29 und S.249ff)
Gesteuert wird das ganze im Tagesgeschäft zurzeit von der “Initiative Neue soziale Marktwirtschaft (INSM)” (s.S.56 u.a.)
Erfüllungsgehilfen sind natürlich die Parteien: “Union, SPD, FDP, Grünen” (s.S.57 u.a);
wobei die Linkspartei mit Lafontaine DIE “Alternative” ist (s.S.158 ff) aber auch schon unterwandert wird.
Institutionen wie der DIHK (s.S.95), “Greenpeace, BUND, World Willife Fund (WWF).. Google” (s.S.96) und die deutsche Bischofskonferenz (s.S. 250) sind Teil der Verschwörung und zumindest willfährige Werkzeuge.
Namentliche Mitglieder der Verschwörung sind:
Die “Väter des Grundgesetzes” (s.S.37), Konrad Adenauer (s.S.36), “Franz Josef Strauß, Herbert Wehner, Rainer Barzel … Helmut Schmidt” (s.S.47), Ludwig Erhard (s.S.55),
Helmut Kohl (s.S.50), Gerhard Schröder (s.S.51u.a.), Roland Koch, Klaus Wowereit (s.S.52), “Otto Graf Lambsdorf, Wolfgang Schäuble” (s.S.54 u.a.), Sigmar Gabriel (s.S.96), Colin Powell (s.S.113) und selbstverständlich Bill Clinton, Bush und Angelika Merkel.
(Und das sind nur ca. 30% der Politiker die in diesem Buch genannt werden.)
Weitere Mitglieder der Verschwörung sind natürlich die Wirtschaftsbosse “Von A wie Ackermann bis Z wie Zumwinkel” (s.S.119), “die Aldi-Brüder, die Familie Quandt, die Familie Braun, Otto, Oetker ..” (s.S.123),
Transportiert wird die Verblödung über die Medien “ARD, ZDF, Sat.1 und RTL” (s.S.232) und alle anderen “Schmuddelsender” (s.S.247), natürlich “Bild” (wer hätte das gedacht ?) und die ganze sonstige “Journalie”: “Axel Springer und Spiegel, Burda und Bertelsmann, Frankfurter Allgemeine Zeitung sowie Gruner und Jahr…sowie der Otto-Versand” (s.S. 296).
Helfershelfer hierbei sind u.a.:
Anne Will (s.S.84 u.a.), Maischberger (s.S.104 u.a.), Oliver Pocher (s.S. 233), Oliver Geissen und Co. (s.S. 241ff) und der Chef-Redakteur der Welt Thomas Schmid (s.S. 234).
Heidi Klum und Mario Barth sind nach Meinung des Autors so tief in diese Verschwörung verstrickt, dass er ihnen gleich jeweils ein ganzes Kapitel widmet (s.S. 238ff und 279ff).
Aber auch José Carreras (s.S.69), Tim Mälzer (s.S.70), “Veronica Ferres, Maria Furtwängler und Franz Beckenbauer” (s.S.96), Michael Schuhmacher und Thomas Gottschalk (s.S.125), Daniel Küblböck (s.S.230) und die “Faststaatsoberhäuptin Schwan” (s.S. 224) sind irgendwie Teil dieser Verschwörung.
Am Rande ist zu vermerken:
Obwohl der Autor im Klappentext sein Volkswirtschaftsstudium heraus stellt, hat er mit anderen Studienfächern so seine Probleme: BWL-Absolventen sind “Fuzzis und Systemzwerge” und “graduierte Idioten” (s.S.26), “Der Bachelor ist der Studienabschluss für Studienabbrecher” (s.S. 269) und “Naturwissenschaftliche Kenntnisse müssen zwar nicht versteckt werden, aber zur Bildung gehören sie nicht.” (s.S.304)
Ganz abstrus, peinlich paranoid wird es, wenn der Autor behauptet
“Eine besonders perfide Taktik war und ist die planmäßige Ansiedlung von Ausländern in bestimmten Ghettos” (s.S. 292)
und das “die Rundum-Panik mit dem Terrorismus” geschürt wird, damit “gewisse Kreise” “ein deutsches Guantanamo” einrichten können und aus Angst dann “Geschäftsleute nicht mehr per Telefon oder Internet miteinander verkehren”, “Freunde nur noch unter vier Agen über Politik reden” und “Bürger auf den Kauf von Büchern verzichten” (s.S.300ff).
Fazit:
Was jeder schon wusste (z.B.: auch Politiker lügen, neue Modetrends werden wegen des Umsatzes gesetzt, die “Bild” hat nichts mit Bildung zu tun und das Fernsehprogramm wird immer schlechter) wird hier zu einer Verschwörungstheorie aufgeblasen und durch Karl-Marx-Zitate untermauert.
Was der Autor anderen vorwirft (siehe “Bullshit” s.S.173 u.a.) betreibt er selber in Reinkultur: Jeder kann sich vor dem Gang zum Stammtisch ein privates Feinbild aus dem Buch aussuchen und mit den dort gegebenen Stichworten als Pseudo-Insider-Ober-Experte seine bierseeligen Freunde beeindrucken. Na prima.
23. Januar 2010 um 20:51 Uhr
Zwiespalt
Trotz beträchtlicher Schwächen eine sehr lohnenswerte Ansammlung verschiedenster Gedankensplitter zum teils traurig-verlogen-verkommenen Zustand einer im wahrsten Sinne des Wortes intellektuell und moralisch schleichend verkommenen Gesellschaft. Der Autor ätzt, spitz zu und polemisiert, dass es bisweilen eine wahre Freude ist. Die Pointen sitzen, treffsicher auf den Punkt gebracht, sprachteil ein Genuss. Andererseits ist die Freude bisweilen aber auch alles andere als ungetrübt. Selten hat mich ein Autor so in ein Wechselbad der Gefühle versetzt, von heller Begeisterung bis schwerweigender Befremdung. Passagen ungeteilter Zustimmung einerseits, und Versatzstücke andererseits, denen ich nicht folgen konnte und wollte und hinsichtlich derer ich mich des Eindruckes nicht erwehren konnte, dass der Autor bei seiner Leserschaft in seiner tendenziösen Herangehensweise genau auf die Dummheit, Verblödetheit, Ignoranz und fehlende ethische Kritikfähigkeit abzielt, die er doch gerade so schonungslos der Gesellschaft als Spiegel vorzuhalten vorgibt.
Dennoch: Die Anschaffung des Buches habe ich nicht bedauert. Ein schonungslose Bestandsaufnahme ohne Rücksich auf das Ansehen der Person in den Mainstreammedien, gepaart mit scharfsichtiger Beobachtungsgabe, reichlich Anregungen zum Überprüfen eigener Positionen, aber auch Vieles, was meines Erachtens ein offener Leser ohne starre Scheuklappen als Zumutung an seine Intelligenz und Urteilsfähigkeit betrachten muss. Wen das nicht stört, der ist mit der Lektüre des Buches bestens unterhalten und beschäftigt. Wer sich hingegen einen entspannten Abend machen möchte, ohne sich über den sein Publikum teils selbst verblödenden Autor aufzuregen, sollte von einer Anschaffung des Buches tunlichst Abstand nehmen.
23. Januar 2010 um 20:51 Uhr
Der harte Ton war überfällig!
Viele beschweren sich hier über den rüden Tonfall des Autors, zu unrecht wie ich finde.
Eher das Gegenteil trifft zu, es wird zu viel “gekuschelt” wenn in Deutschland über wirklich wichtige Themen gesprochen wird.
Und da setzt dieses Buch an - der Ton in der politischen Diskussion muss härter werden!
Ich hatte die letzten Jahre schon Angst, ich wäre der einzige dem die unzähligen Volksverdummungsaktionen auffallen.
Keiner in der Republik hat so richtig Lust auf wirklich kontroverse Diskussionen.
Keiner traut sich, auch mal Grundsatzkritik am gesamten System zu üben.
Ist die (a)soziale Marktwirtschaft der Weisheit letzter Schluss?
Dieses Buch ist kein Kompendium der politischen Entgleisungen, ich verstehe es als Denkanstoß und hervorragende Diskussionsgrundlage.
Und diese war in der harten Form mehr als überfällig, wie man an den Rezensionen sehr gut ablesen kann!
23. Januar 2010 um 20:51 Uhr
Gelungenes zynisches, manchmal überzeichnetes Werk
Um es kurz zu machen…dieses Buch ist für jeden geschrieben, der sich mit dem Thema Leben auseinandersetzen will. Denn wir leben nun einmal in einem Staat, der momentan nicht wirklich funktioniert. Das ist sehr schade, denn wir könnten viel mehr daraus machen. Dieses Buch deckt auf und regt zum Nachdenken an. Dabei überzeichnet vielleicht der Autor ein wenig, aber auch schon die großen Philosophen wie Kant und Stein neigten oft dazu zu übertreiben, wenn es aber der Realität und der Wahrheit diente. Ich möchte nur einen Warnschuss an alle abfeuern, die sich bereits persönlich angegriffen gefühlt haben, denn ihre Idole wurden, nach deren Meinung, durch den Dreck gezogen. Seid doch einfach ein Individuum, welches für die Gemeinschaft eintreten will. Denn eines muss ich dem Buch groß anrechnen: Das es nur gemeinsam vorwärts gehen kann, aber auch nur dann, wenn sich jeder einzelne für die Gemeinschaft bildet. Wir werden momentan verblödet und dumm gehalten, denn die Lage wird für die Regierungen schwieriger und werfe man einen Blick in die Geschichte, würde jeder es jetzt mit der Angst zu tun bekommen. Dieses Buch ist sehr gut!
28. Januar 2010 um 10:00 Uhr
Ganz schön clever, Herr Wieczorek!
Vorab: aufgrund der Rezensionen hier hatte ich nicht vor, auch nur einen Cent für das Buch ausgegeben, und siehe da: ich bekam es zu Weihnachten geschenkt.
Ein cleveres Bürschchen, dieser Herr Wieczorek, welches die Zeichen der Zeit erkannt hat und sich selbst dessen bedient, was er in seinem Buch seitenweise anprangert und kritisiert: der Verblödung der Menschen in unserer Republik.
“Blöd” ist nämlich, Aufklärung betreiben zu wollen, ohne wirklich etwas zu klären.
Ja, der Autor meint, uns dort abholen zu können, wo wir stehen: triefend vor Selbstmitleid und ewig lamentierend suchen gewiss viele Menschen die Bestätigung dafür, dass sie ständig übervorteilt, hintergangen und von durchtriebenen Menschen aus Medien, Wirtschaft und Politik für dumm verkauft werden, denn das erspart ihnen die Eigenverantwortung, das Handeln. Aber muss man dafür Geld ausgeben, ein Buch erwerben? Ich meine nein, denn das alles gibt es völlig kostenlos, wie vieles, was umsonst ist.
Da es uns allen hierzulande noch viel zu gut geht, um ersthaft etwas am Status quo zu verändern, verblöden wir mit Büchern wie diesem ein Mal mehr, denn hier lesen wir seitenweise von vermeintlichen oder tatsächlichen Problemen, was uns nicht klüger, nicht zufriedener macht, solange wir keine Lösungsansätze z. B. des Herrn W. diskutieren, ausarbeiten und schließlich in die Tat umsetzen. Mit einem vollen Magen und aus einer gesicherten Existenz heraus meckert es sich eben noch immer am besten.
Eine Aufmachung und ein Stil wie ein bekanntes deutsches Boelevardblatt sichern eben in dieser “verblödeten Republik” Quote, egal, ob es sich um die Einschalt- oder die Absatzquote (etwa für ein Buch) handelt.
Vielleicht spielt der Autor den “uralten Kalauer”, den er auf S. 63 aufgreift, selbst nach: “Für zehn Mark erfahren Sie, wie Sie schnell reich werden”. Wer zahlt, erhält den Tipp: “Geben Sie doch auch so ein Inserat auf”.
Wer ein nicht klüger machendes Buch über die Verblödung schreibt (deskriptiv-polemisierend statt konstruktiv), ist einfach clever! Volltreffer, Herr Wieczorek!
5 Sterne für die eigentlich simple, aber wirkungsvolle Marketingstrategie.
Übrigens: gern verschenke ich das Buch (gegen Übernahme der Versandkosen), denn einen solchen “ultimativen Rundumschlag” (S. 248)werde ich mir kein weiteres Mal antun.
28. Januar 2010 um 10:00 Uhr
Absolut lesenwert und aufschlussreich!
Der Autro spricht Missstände konkret an und erklärt sie. nach kritischem Durchdenken der Aussagen, kann ich sie alle nur bestätigen u.a., da ich Wirtschaft studiert habe. Die kritik am Homo oeconomicus und am Neoliberalismus ist eindeutig berechtigt und anhand von Beispielen sehr gut anschaulich gemacht.
1. Februar 2010 um 23:51 Uhr
Erfüllt nicht die Erwartungen
Dieses Buch reiht sich nahtlos in die Reihe dümmlicher Publikationen ein, die es eigentlich an den Pranger stellen möchte. Der Autor reißt verschiedene Themen schlagwortartig an und formuliert daraus eine Sensation im Stile der BILD-Zeitung. Gründliche Recherche oder eine Argumentation sucht man vergebens.
Wenn der Text wenigstens witzig wäre, hätte das Buch vielleicht seine Daseinsberechtigung. Leider sind die Formulierungen einfach nur arrogant. Dabei kann man unseren Politikern wohl kaum vorwerfen, dass sie keine Fehler machen. Aber zu investigativem Journalismus hat es wohl nicht gereicht.
1. Februar 2010 um 23:51 Uhr
Erfüllt nicht die Erwartungen
Dieses Buch reiht sich nahtlos in die Reihe dümmlicher Publikationen ein, die es eigentlich an den Pranger stellen möchte. Der Autor reißt verschiedene Themen schlagwortartig an und formuliert daraus eine Sensation im Stile der BILD-Zeitung. Gründliche Recherche oder eine Argumentation sucht man vergebens.
Wenn der Text wenigstens witzig wäre, hätte das Buch vielleicht seine Daseinsberechtigung. Leider sind die Formulierungen einfach nur arrogant. Dabei kann man unseren Politikern wohl kaum vorwerfen, dass sie keine Fehler machen. Aber zu investigativem Journalismus hat es wohl nicht gereicht.
6. Februar 2010 um 14:51 Uhr
Bildzeitungs-Niveau
Mit hohen Erwartungen habe ich mir zwei Bücher bestellt. Dieses “Werk” hier und noch eins eines unbekannten Autors. Bei diesem hier hätte ich meinen Geldbeutel lieber zugelassen. Das Buch bewegt sich auf schönstem Bildzeitungs-Niveau - wo wohl auch die “Weisheiten” des Autors herkommen.
Das Wutbuch - Mir reichts! Armes Deutschland Zur Info: Dieses Buch war das zweite und das ist deutlich besser recherchiert, wirklich abseits des Mainstreams und sehr weit entfernt vom nicht vorhandenen Niveaus des hier rezensierten.
6. Februar 2010 um 14:51 Uhr
Zukunft in Blödheit
Ein erschreckender Bericht über unsere heutigen Zustände - die Ergänzung zu “Seichtgebiete - warum wir hemmungslos verblöden”.
Nun wird aber die systembedingte Verblödung kombiniert mit einer geschíckten Manipulation der Verbraucher - alles schon dagewesen und etwa von Packard betreits vor Jahrzehnten beschrieben: “Die geheimen Verführer”.
Man kann wirklich nur alles kritisch unter die Lupe nehmen und allein schon der “gesunde Menschenverstand” wird erkennbar machen, was Unsinn ist und was nicht. Vielleicht werden die Leser des Büchleins nach dessen Lektüre mißtrauischer und bewerten die ihnen zugehenden Informationen kritischer als zuvor.
Und das betrifft ein Land, das früher die Elite der Forschung in seinen Universitäten und Instituten beherhergen durfte. Mit dem Land der Nobelpreisträger ist es vorbei, wenn man dem Büchlein glauben darf.
6. Februar 2010 um 14:51 Uhr
Die verblödete Repuplik
Dieses Buch müßte in den oberen Schlulklassen Pflichtlektüre werden. Jeder Bundesbürger solte es gelesen haben.
16. Februar 2010 um 01:00 Uhr
Einseitig, meinugnsaufzwängend, langatmig
Ich habe mich durch die hälfte des Buches gequält bis mir “Die verblödete Republik” einfach zu blöd wurde.
Der Autor beschreibt durchweg alles was er finden kann negativ, ich hätte mir ein Buch gewünscht das Neutral beschreibt, sowohl die “eine” als auch die “andere” Seite aufgreift, zum Nachdenken über Lösungsansätze anregt.
Da wurde ich bei diesem Buch gründlich enttäuscht. Die negative Meinung des Autors zwingt einen nur diese Sichtweise anzunehmen, wobei er versucht mit eingeworfenen, aus dem Nichts kommenden, winzigen Zitaten von Politikern ohne deren Herkunft und eigentlichen Sinn nachvollziehen zu können, seine Ansicht zu Beweisen.
Das zieht sich zumindest das halbe Buch lang, über die anderer Hälfte kann ich nichts sagen, obwohl ich befürchte das diese genau so ausschaut und der Inhalt, wie schon in der ersten Hälfte, sich stetig wiederholt.
Fazit: Für alle eine Empfehlung, die Depressiv in die Welt schauen und sich am liebsten von der Brücke stürzen wollen weil alles so schlecht ist.
Nicht geeignet für Leute die sich eine Eigene Meinung bilden wollen mithilfe eines Buches, das ein neutrales Fundament bietet -> nicht mit diesem Buch!
16. Februar 2010 um 01:00 Uhr
Irgendetwas
muß dieses Buch ja haben, denn sonst hätte es nicht bereits über hundert Bewertungen. Überschwenglich positiv, oder abgrundtief bösartig mit Schaum vor dem Mund in den Rezensionen - dazwischen ist nicht viel.
Ja, Wieczorek ist verbal kein Kind von Traurigkeit. Er holzt, was das Zeug hält, frei nach dem Motto: Auf grobe Klötze gehören grobe Keile. Und wer die widerwärtigen öffentlichen Ausfälle (und auch noch historisch falschen Äußerungen: ALG2/Hartz4-Erhöhungen führen zu spätrömischer Dekadenz = Rom ging an faulen Sklaven und Arbeitern kaputt??? Nee, Guido, Geschichte 6, setzen!!!) Westerwelles dieser Tage gegenüber den Arbeitslosen verfolgt, möchte dem Autor beipflichten. Gut, dieses Beispiel ist natürlich nicht im Buch enthalten, sooo aktuell ist es nicht, es erschien im Frühjahr 2009, dafür aber zahlreiche andere.
Und Wieczorek ledert kräftig ab, gegen Korruption, Machmißbrauch, Privatisierungs-Irrsinn, verblödende Medien, und ihre Repräsentanten, und - eines seiner Hauptthemen - die Ideologie des neoliberalen Wahnsinns. Er tut dies wortgewaltig und fundiert, agressiv, böse, meckernd, schimpfend, polemisch und oft sogar richtig witzig, und zitiert dazu eben NICHT andauernd Marx, wie einige Negativ-Rezensenten hier glauben machen wollen, sondern er nimmt sich u. a. die Gottväter der neoliberalen Chicago-Linie wie Hayek und Friedman anhand deren eigener Äußerungen genauso vor, wie unsere diesen Leitbildern blind glaubenden Regierenden.
2 Beispiele - Zitat 1: “Erinnert man sich…an seine (Hayeks) Verhöhnung des Begriffes “sozial”, so wird klar, warum Angela Merkel in einem Kommentar für die “Financial Times Deutschland” schreibt: “Friedrich August von Hayek hat die geistigen Grundlagen der freiheitlichen Gesellschaft im Kampf gegen staatlichen Interventionismus und Diktatur herausgearbeitet. In der Globalisierungsdebatte sind seine Ideen wieder hochaktuell.” Bei so viel Marktanbetung fragt sich der vertrauensselige Bürger, warum sich gerade neoliberale Frontkämpfer gegenüber dem Staat ähnlich gebärden wie der scheinselbständige Sprößling, der sich jegliche Einmischung seiner Eltern streng verbittet und doch pausenlos nach Papas Scheck schreit. Auf dem Höhepunkt der globalen Finanzkrise rief ausgerechnet Vorzeigemanager Josef Ackermann …nach dem Staat, da die Selbstheilungskräfte des glorreichen Marktes nicht mehr ausreichten. … Überhaupt gibt es so gut wie keine Branche, die nicht mehr oder minder am Tropf des ungeliebten Staates hängt … so macht “freie” Marktwirtschaft natürlich Spaß.” (Zitat Ende)
Zur verlogenen Mindestlohn-Debatte schreibt Wieczorek im Kapitel “Mindestlohn - Existenzminimum gefährdet den Aufschwung” das Folgende : Zitat 2: “…Wie ernst der früheren Arbeitnehmerpartei SPD die Sache ist, kitzelte Oskar Lafontaine aus den Ex-Genossen heraus, als seine Fraktion im Juni 2007 einen Antrag zur Einführung von Mindestlöhnen in den Bundestag einbrachte, der fast wortwörtlich einer SPD-Unterschriftenaktion glich. Peinlicher gings nicht: In namentlicher Abstimmung stimmten die SPD-Abgeordneten gegen ihren eigenen Text. Viel interessanter aber sind die Argumente der Gegner. So warnte Ende 2007 das Institut für Wirtschaftsforschung (IFO), ein flächendeckender Mindestlohn könne bis zu 1,9 Millionen Arbeitsplätze kosten - und schoss damit einen kapitalen Freudschen Bock: Dies nämlich hieße, daß auch eine steinreiche Marktwirtschaft eine menschenwürdige Bezahlung der Arbeitnehmer nicht verkraftet. Denn was bedeutete der Streit um den Post-Mindestlohn und die PIN AG anderes als die Botschaft: Ohne Hungerlöhne ist die Briefzustellung in der Bundesrepublik des 21. Jahrhunderts leider nicht mehr nöglich.”
SOWAS steht eben NICHT in BILD - die Behauptung mancher Negativ-Bewerter, hier läge BILD als Buch vor, ist schlicht Quatsch. Daß manche mit dem deftigen Sprachstil Wieczoreks nicht klarkommen, kann ich zwar durchaus verstehen (mir geht es nicht so), dadurch werden allerdings die Inhalte nicht automatisch falsch. (Wer es etwas weniger polemisch vorzieht, kann sich gerne mal Albrecht Müllers sehr gutes Buch “Meinungsmache - Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wollen” näher anschauen.)
Wieczorek verblödet seine Leser eben genau NICHT, wenngleich man sicher nicht ALLES inhaltlich teilen muß, was er schreibt, aber darauf kommt es ja auch nicht an, schließlich ist er kein Guru. Wieczorek liefert eine Menge an Denkanstößen. Wer möchte, kann auch den ausführlichen Anmerkungen hinterherforschen - immerhin 467 an der Zahl. Er schreibt in einer durchaus interessanten Mischung aus fundierter Information, deftiger Polemik und erfrischenden satirischen Momenten - seine “Eulenspiegel”-Autoren-Tätigkeit schlägt immer mal wieder sympathisch durch, ein wacher Leser kann hier sicher zwischen Fakten, Argumenten und Überzeichnungen differenzieren. Und daß Wieczoek kaum Lösungen für die angesprochenen Probleme angibt, ist kein Qualitätskriterium für das Buch. Es gibt meines Wissens bis heute kein Gesetz in Deutschland, welches vorschreibt, daß der Kritiker gefälligst alle Lösungen mitzuliefern habe. Mir hat das Buch recht gut gefallen, und streckenweise sogar richtig Spaß gemacht. Es ist eben erfrischend anders als das neoliberale Mainstream-Verdummungs-Gelaber à la Miegel, Hüther, Straubhaar, oder jetzt Marc Beise. Und es darf auch gerne so drastisch polemisch sein, denn gerade in der letzte Woche haben z. B. Vertreter der Möven-Pickles-Partei in Sachen Demagogie und Menschenverachtung gezeigt, daß noch längst nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist - da dürfte in Zukunft noch weitaus Schlimmeres zu erwarten sein.
Was wären wir (bereits jetzt) für ein Staat, wenn man gegen sowas nicht (mehr) öffentlich zurückholzen dürfte - und das gilt selbstverständlich für den Autor wie für uns alle. 5 Sterne!
16. Februar 2010 um 01:00 Uhr
Nur schimpfen ist einfallslos
Klar darf man Missstände anpragern und wenn auch Lösungsvorschläge schön wären, wäre eine auch eine intellegente und neutrale Analyse der Lage der Republik wertvoll. Leider wird man bei dem Author nicht das Gefühl los, dass er sich intellektuell überlegen fühlt und meint nun die ganzen Bild-Lesern, Fussball-Freunden und Fernseh-Schauern eines Besseren belehren zu müssen. Das erscheint mir doch wenig hilfreich zur erfolgreichen Meinungsbildung.
25. Februar 2010 um 14:00 Uhr
Gute Einführung in eine kritische Denkweise über unser Gesellschaftssystem
Ich hatte das Buch vor einer Weile gelesen, mir etwas Gedanken darüber gemacht und nun spreche ich eine Kaufempfehlung aus. Ich vergebe 5 Sterne, weil ich das Buch trotz aller Kontroversen und einiger Schwächen für sehr lesenswert, insbesondere für Laien wie mich, halte.
Ich hatte zuvor die Bücher “Generation Doof” von Anne Weiss und Stefan Bonner und “Gauner muss man Gauner nennen” von Ulrich Wickert gelesen, die sich um ähnliche Themen drehen. Und beide Bücher fand ich nicht ganz so gelungen wie dieses Werk.
Bei dem Titel “Die Verblödete Republik” polarisiert das Buch natürlich stark. Das erkennt man auch sehr gut an den breit gestreuten Rezensionen. Aber der Titel lässt mehr Polemik vermuten, als den Leser tatsächlich erwartet. Und tatsächlich halte ich etwas Polemik bei den wichtigen Themen, die uns alle betreffen für durchaus angebracht.
Das Buch ist als Kritik der heutigen kapitalistischen Gesellschaftsform insbesondere in Deutschland gedacht. Es soll politisch wenig Informierten den Einstieg in die alltäglichen Diskussionen der Medienlandschaft erleichtern und über ungeahnte Gefahren aufklären.
Gefahren liegen laut Autor in der abhängigen Berichterstattung, in der Nähe vieler Politiker zur Industrie, in Think - Tanks, die als unpolitische Gruppierungen erscheinen (z.B. “Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft” (INSM), “Kronberger Kreis”, Kieler “Institut für Weltwirtschaft” (IfW), “Institut zur Zukunft der Arbeit” (IZA)) und in Personen, die im Fokus der Öffentlichkeit stehen und zu unkritisch gesehen werden (z.B. Klaus Kleber).
Das Buch stellt einige der Mächtigen Institutionen und Personen hinter den Kulissen vor und beleuchtet deren Absichten und Dankweise. Dabei werden zum besseren Verständnis auch die Urheber der Denkrichtungen und ihre Ideen genannt (Adam Smith, J. M. Keynes). Und es wird auch auf die Widersprüche zu den Urhebern dieser Ideen und deren heutigen Umsetzung hingewiesen.
Das Buch ist sehr stark strukturiert und einzelne Themenkomplexe erstrecken sich nur über wenige Seiten. Daher kann auch nur von einem “Anriss” der Themen die Rede sein, richtig tief geht der Autor nicht in die Materie. Das wirkt zwar oberflächlich, ist aber imho gut, denn dem interessierten Leser werden viele Aspekte gezeigt, die er bei Interesse selbst beliebig durch Fachliteratur vertiefen kann. Die zahlreichen Quellenangaben helfen dabei. Eine Tiefere Behandlung aller Themen würde ganze Buchbände füllen.
Bei alle dem “Bashing” das in vielen Rezensionen beklagt wird (und das zugegebenermaßen ab und zu mono wirkt), stellt der Autor seine Themen imho doch differenziert genug dar:
Ein paar Beispiele:
Medien im Allgemeinen z.B. “Bild”, “Focus”, “Spiegel” werden kritisiert, doch kommen “Spiegel”, “Welt” und “Süddeutsche Zeitung” etwas besser weg und die “NachDenkSeiten” werden als positive Beispiele genannt.
Die Nachrichtensendungen “RTL -Aktuell” und die “Tagesthemen” werden kritisiert, aber Sendungen wie “Monitor” oder “Frontal 21″ gelobt.
Der marktradikale Vordenker Adam Smith wird mit zwei Werken zitiert, wovon eines als negativ (Wohlstand der Nationen) und eines als positiv (Die Theorie der ethischen Gefühle) aufgefasst wird.
Unser Papst Benedikt wird in seinen Ansichten kritisch hinterfragt. Der Fall des verurteilten Steuerhinterziehers “Klaus Zumwinkel” wird ebenfalls kritisch beleuchtet, was ein etwas anderes Licht auf seine Arbeit bei der Post und seinem Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung wirft.
Medien wie die Bildzeitung, Deutschlands größtes tägliches Boulevardblatt mit einer Auflage von 3,5 Millionen, flankieren seit Jahren Hartz IV in der ihr eigenen sozialdemagogischen Tradition. Auch hetzen sie die Gesellschaft gegeneinander auf mit Scheindebatten (Alt gegen Jung, Mann gegen Frau, Arbeitslose gegen Arbeiter etc.) um von den Systemproblemen abzulenken. Der Artikel mit Titeln wie “Trotz schwacher Märkte VW leistet sich Jobgarantie” suggeriert besispielsweise, dass eine Jobgarantie Luxus wäre und “Kürzung von Hartz IV motiviert zur Jobsuche” suggeriert eine Notwendigkeit der Absenkung der Harz IV Sätze. Diese Artikel sind damit eindeutig politisch und nicht neutral, nur muss man sich dessen erst mal bewusst werden.
Natürlich werden auch die Politiker extralange beleuchtet und die “Verdienste” der Regierungen insgesamt (z.B. die vielen Privatisierungen, das Ausstellung gegenseitiger Expertisen, Aufbau eines Überwachungsstaates, Rauchverbot (?))
Die paar Euro sind wirklich ne sinnvolle Investition.
25. Februar 2010 um 14:00 Uhr
Generation Doof reloaded
Haut in die gleiche Kerbe wie “Generation Doof”, aber - um im Bild zu bleiben - nur einen Spanbreit tiefer. Die Kernthese, Neo-Liberalismus bedinge ein ungebildetes, unpolitisches Volk, wird gleich zu Beginn des Buches aufgestellt. Zusammen mit Paul Sethes (FAZ Herausgeber) Zitat, daß “Pressefreiheit die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu sagen” ist, weiß man schon fast alles wichtige, was das Buch zu erzählen hat. Statt Milton Friedman zu sezieren, wie es Naomi Klein tat, wird auf Dieter Bohlen eingedroschen. Und dann verliert sich das Buch in der Breite. Nichts wird analysiert, aber alles wird erwähnt. Mehr als einmal steigert sich Wieczoreks Ausdrucksweise zur Hasspredikt. Ist auch hier wieder der Blick auf die Verkaufszahlen wichtiger als die Botschaft?
Fazit: Wie schon “Generation Doof” ein eher überflüssiges Buch. Einige bittere Wahrheiten werden ins Gedächtnis gerufen, aber neues ist kaum zu erfahren.
25. Februar 2010 um 14:00 Uhr
Gute Einführung in eine kritische Denkweise über unser Gesellschaftssystem
Ich hatte das Buch vor einer Weile gelesen, mir etwas Gedanken darüber gemacht und nun spreche ich eine Kaufempfehlung aus. Ich vergebe 5 Sterne, weil ich das Buch trotz aller Kontroversen und einiger Schwächen für sehr lesenswert, insbesondere für Laien wie mich, halte.
Ich hatte zuvor die Bücher “Generation Doof” von Anne Weiss und Stefan Bonner und “Gauner muss man Gauner nennen” von Ulrich Wickert gelesen, die sich um ähnliche Themen drehen. Und beide Bücher fand ich nicht ganz so gelungen wie dieses Werk.
Bei dem Titel “Die Verblödete Republik” polarisiert das Buch natürlich stark. Das erkennt man auch sehr gut an den breit gestreuten Rezensionen. Aber der Titel lässt mehr Polemik vermuten, als den Leser tatsächlich erwartet. Und tatsächlich halte ich etwas Polemik bei den wichtigen Themen, die uns alle betreffen für durchaus angebracht.
Das Buch ist als Kritik der heutigen kapitalistischen Gesellschaftsform insbesondere in Deutschland gedacht. Es soll politisch wenig Informierten den Einstieg in die alltäglichen Diskussionen der Medienlandschaft erleichtern und über ungeahnte Gefahren aufklären.
Gefahren liegen laut Autor in der abhängigen Berichterstattung, in der Nähe vieler Politiker zur Industrie, in Think - Tanks, die als unpolitische Gruppierungen erscheinen (z.B. “Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft” (INSM), “Kronberger Kreis”, Kieler “Institut für Weltwirtschaft” (IfW), “Institut zur Zukunft der Arbeit” (IZA)) und in Personen, die im Fokus der Öffentlichkeit stehen und zu unkritisch gesehen werden (z.B. Klaus Kleber).
Das Buch stellt einige der Mächtigen Institutionen und Personen hinter den Kulissen vor und beleuchtet deren Absichten und Dankweise. Dabei werden zum besseren Verständnis auch die Urheber der Denkrichtungen und ihre Ideen genannt (Adam Smith, J. M. Keynes). Und es wird auch auf die Widersprüche zu den Urhebern dieser Ideen und deren heutigen Umsetzung hingewiesen.
Das Buch ist sehr stark strukturiert und einzelne Themenkomplexe erstrecken sich nur über wenige Seiten. Daher kann auch nur von einem “Anriss” der Themen die Rede sein, richtig tief geht der Autor nicht in die Materie. Das wirkt zwar oberflächlich, ist aber imho gut, denn dem interessierten Leser werden viele Aspekte gezeigt, die er bei Interesse selbst beliebig durch Fachliteratur vertiefen kann. Die zahlreichen Quellenangaben helfen dabei. Eine Tiefere Behandlung aller Themen würde ganze Buchbände füllen.
Bei alle dem “Bashing” das in vielen Rezensionen beklagt wird (und das zugegebenermaßen ab und zu mono wirkt), stellt der Autor seine Themen imho doch differenziert genug dar:
Ein paar Beispiele:
Medien im Allgemeinen z.B. “Bild”, “Focus”, “Spiegel” werden kritisiert, doch kommen “Spiegel”, “Welt” und “Süddeutsche Zeitung” etwas besser weg und die “NachDenkSeiten” werden als positive Beispiele genannt.
Die Nachrichtensendungen “RTL -Aktuell” und die “Tagesthemen” werden kritisiert, aber Sendungen wie “Monitor” oder “Frontal 21″ gelobt.
Der marktradikale Vordenker Adam Smith wird mit zwei Werken zitiert, wovon eines als negativ (Wohlstand der Nationen) und eines als positiv (Die Theorie der ethischen Gefühle) aufgefasst wird.
Unser Papst Benedikt wird in seinen Ansichten kritisch hinterfragt. Der Fall des verurteilten Steuerhinterziehers “Klaus Zumwinkel” wird ebenfalls kritisch beleuchtet, was ein etwas anderes Licht auf seine Arbeit bei der Post und seinem Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung wirft.
Medien wie die Bildzeitung, Deutschlands größtes tägliches Boulevardblatt mit einer Auflage von 3,5 Millionen, flankieren seit Jahren Hartz IV in der ihr eigenen sozialdemagogischen Tradition. Auch hetzen sie die Gesellschaft gegeneinander auf mit Scheindebatten (Alt gegen Jung, Mann gegen Frau, Arbeitslose gegen Arbeiter etc.) um von den Systemproblemen abzulenken. Der Artikel mit Titeln wie “Trotz schwacher Märkte VW leistet sich Jobgarantie” suggeriert besispielsweise, dass eine Jobgarantie Luxus wäre und “Kürzung von Hartz IV motiviert zur Jobsuche” suggeriert eine Notwendigkeit der Absenkung der Harz IV Sätze. Diese Artikel sind damit eindeutig politisch und nicht neutral, nur muss man sich dessen erst mal bewusst werden.
Natürlich werden auch die Politiker extralange beleuchtet und die “Verdienste” der Regierungen insgesamt (z.B. die vielen Privatisierungen, das Ausstellung gegenseitiger Expertisen, Aufbau eines Überwachungsstaates, Rauchverbot (?))
Die paar Euro sind wirklich ne sinnvolle Investition.
25. Februar 2010 um 14:00 Uhr
Generation Doof reloaded
Haut in die gleiche Kerbe wie “Generation Doof”, aber - um im Bild zu bleiben - nur einen Spanbreit tiefer. Die Kernthese, Neo-Liberalismus bedinge ein ungebildetes, unpolitisches Volk, wird gleich zu Beginn des Buches aufgestellt. Zusammen mit Paul Sethes (FAZ Herausgeber) Zitat, daß “Pressefreiheit die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu sagen” ist, weiß man schon fast alles wichtige, was das Buch zu erzählen hat. Statt Milton Friedman zu sezieren, wie es Naomi Klein tat, wird auf Dieter Bohlen eingedroschen. Und dann verliert sich das Buch in der Breite. Nichts wird analysiert, aber alles wird erwähnt. Mehr als einmal steigert sich Wieczoreks Ausdrucksweise zur Hasspredikt. Ist auch hier wieder der Blick auf die Verkaufszahlen wichtiger als die Botschaft?
Fazit: Wie schon “Generation Doof” ein eher überflüssiges Buch. Einige bittere Wahrheiten werden ins Gedächtnis gerufen, aber neues ist kaum zu erfahren.
2. März 2010 um 11:00 Uhr
Tumbe Polemik
Zugegeben, man hätte es sich beim Titel schon denken können, W. holt zu einem Rundumschlag aus, dem wirklich alles und jeder zum Opfer fällt. Aus verkaufstaktischer Sicht gar nicht dumm, denn während sicherlich fast jeder einen Punkt findet, an dem er sagt “Genau, dass sehe ich auch so!” sind die Verunglimpfungen der Leser (also Bürger) recht gut überspielt.
Da stellt sich gleich die Frage, welche Leser der Autor eigentlich erreichen will. Die “Bildungsbürger” - wie er sie nennt - wohl nicht, denn sie sind es ja, die im Buch als “neoliberal” und “marktradikal” folglich “asozial” beschimpft werden (zur Wortwahl später mehr). Bleibt noch das von ihm erfundene “Halbbildungsbürgertum” und die “bildungsfernen Schichten”. Da Ersteres ebenfalls regelmäßiger Kritik und Häme ausgesetzt ist, bleibt nur die, vom Autor ausgemachte, Zielgruppe der im Buch verrissenen “Bild-Zeitung” sowie des Autorenkollegen Sick mit seinen Büchern (übrigens der Tiefpunkt unkollegialen Verhaltens in diesem Buch). Nur wenn dies die Zielgruppe ist, worin unterscheidet sich W. dann von den Geschmähten?
Einen roten Faden lässt das Buch gänzlich vermissen. Es ist eine Aneinanderreihung polemischer Aussagen, oft von anderen Personen zitiert und mit den immer gleichen Vokabeln kommentiert. Nur machen schlaue Zitate noch keine stichhaltige Argumentation. Die Adjektive “neoliberal” und “marktradikal” werden so inflationär benutzt, dass man damit ein ganzes Kapitel füllen könnte. Dabei wird gar nicht klar, was der Autor unter diesen Worten versteht (mal abgesehen davon, dass das Wort “neoliberal” in sich keinen Sinn ergibt, aber das ist ein anderes Thema). Das eine Mal sind mit “neoliberal” Ansichten einzelner Parteien zur Wirtschaftspolitik gemeint (wobei es das gesamte Parteienspektrum trifft), und ein anderes Mal sind “Neoliberale” eine Gruppe von Menschen, die sich vor Allem durch ihre eingeschränkte Bildungsbreite auszeichnet (Karl Marx als Erfinder von Winnetou!?), um nur zwei Verwendungen beispielhaft zu nennen
Mehr Inhalt und weniger Effekthascherei wäre wünschenswert gewesen. Tiefpunkt selbiger ist wohl die Uminterpretation eines Zitates, aus welcher die Unterteilung der “Unterschichtenjugend” in “deutsch” und “mit Migrationshintergrund” folgt, wobei letztere Gruppe als “entwürdigter” und “perspektivloser” zu gelten habe.
Also Herr W.: Der Rundumschlag ist Ihnen gelungen, ein gutes Buch aber nicht!
2. März 2010 um 11:00 Uhr
Linkes Gejammer über die böse BRD
Beim Kauf des Buches war ich noch guter Dinge, daß hier ein Autor versucht, die Hintergründe über die mehr oder weniger schleichende Verblödung unseres einst stolzen Volkes aufzudecken. Allerdings wird schon nach wenigen Kapiteln deutlich, was sich bereits beim Lesen der Biographie des Autors abzeichnete: Hier jammert ein Überleibsel der untergegangenen DDR über die ach so böse BRD, was an sich ja auch richtig und wichtig ist, jedoch in einer derart subjektiven,trotzigen und weinerlichen Art, daß es kaum Spaß machte, dieses Machwerk komplett zu lesen. Herr Wieczorek lässt kaum eine Gelegenheit aus, die amtierenden Systemparteien auf ihre Fehler aufmerksam zu machen, während die ehemalige SED-PDS-nun-Linkspartei verdächtig glimpflich davonkommt. Desweiteren beklagt er sich über sog. “Bullshitter”, die mit Halbwissen prahlen und dennoch kleine Lichter sind, jedoch wird ihm seine eigene Aurgumentation und das doch weit auslandende Quellenverzeichnis zum Verhängnis und entlarvt ihn als dasselbe, was er verachtet: Menschen, die sich von den Medien und der allgemeinen Stimmungsmache indoktrinieren lassen und unreflektiert z.B. über die bösen Rechten hetzt, die er als “braune Dumpfbacken” oder schlicht Faschisten bezeichnet. Was ihn dabei als ein weiteres Opfer der BRD-Gehirnwäsche entlarvt ist die Tatsache, daß er sich nicht anders verhält als die hiesige Medien- und Politikerkaste und stumpf polemisiert, anstatt die vorgespielte, jedoch nie für alle Bewohner dieses Landes wirklich garantierte Meinungsfreiheit anzuprangern, kurzum die enorme Steuergelderverschwendung “Kampf gegen Rechts”. Allein dieses hätte ein eigenes Kapitel in einem Werk verdient, daß die Verdummung unseres Volkes thematisiert.
7. März 2010 um 08:00 Uhr
Einseitige Darstellung
Zwar ist das Werk zweifelsfrei gut recherchiert und suggeriert uns, die Welt und unsere Gesellschaft mit Hilfe des Autors gut zu verstehen und vor allem: zu entlarven, aber das Ganze hinterlässt doch schnell einen sehr schalen Beigeschmack.
Schalen Beigeschmack deshalb, weil die Darstellung einfach viel zu plakativ ist und sich damit rein methodisch auf Bildzeitungsniveau bewegt und zudem sich das ganze Werk schon nach wenigen Seiten wie eine Streitschrift der Linkspartei anhört. Darüber hinaus wird einfach alles in Grund und Boden geredet, ohne auch nur im Mindesten nach einer brauchbaren Alternative zu suchen oder eine solche auch nur als Vorschlag zu erwähnen. (Vielleicht auch zu unserem Glück, denn mit einer hier vorgestellen anderen Lösung wärs möglicherweise noch schlimmer!)
Ich finde, der Autor eines solchen Buches, welches ohne Zweifel seine Berechtigung in unserer Geselschaft hat, sollte es sich nicht ganz so leicht machen, insbesondere dann, wenn er Springerpresse und Bildzeitungsmethoden an zahlreichen Stellen kritisiert.
Insgesamt muss man aber auch sagen, dass das Buch, mit all seinen Schwächen, an zahlreichen Stellen einfach Recht und damit auch natürlich seine “Berechtigung” hat.
Als Hörbuch ist es gut gelesen und für diesen Preis ist es als Gedankenanstoss, oder auch nur als Aufforderung, sich mit den Ecken, Kanten und Abgründen unserer Politik, Wirtschaft und damit unserer Gesellschaft auseinaderzusetzen, durchaus zu empfehlen, nur sollte man sich beim lesen/hören seine Kritikfähigkeit bewahren.
7. März 2010 um 08:00 Uhr
Ein Buch für Selbstdenker
Meinen Vater hielt ich für irre, als er 1989 nach der Wende unkte: “So, jetzt muß der Kapitalist nicht mehr beweisen, daß es dem Arbeiter in seinem System besser geht als in dem anderen - jetzt wird der Arbeiter wieder klargemacht.”
Während meiner ganzen Kindheit und Jugend hörte ich mir sein Geschimpfe auf die Medien als Verdummung der Massen an und schüttelte darüber den Kopf. Als in den 80ern das Vormittagsfernsehen begann, kommentierte er dies mit: “Damit werden die Arbeitlosen von der Straße gehalten. Die gucken jetzt fern, statt zu demonstrieren.”
Ich weiß schon länger, daß er eigentlich nur eine sehr empfindliche Antenne hat und immer hatte.
Er wird von mir dieses Buch bekommen.
Zum Buch selbst, bzw. zu einigen Kritikpunkten hier. Ja, er bietet keine Lösungsvorschläge an - ja, auch ich hatte mir die irgendwie erhofft. Wer aber einmal kurz nachdenkt, muß einsehen, daß dies unmöglich ist und sich sogar verbietet. Ein Informationsmedium, daß heute noch unabhängig und seriös erscheint, kann morgen schon unterwandert sein - bzw. würde ganz sicher baldmöglichst unterwandert werden. Wer also noch nicht völlig verblödet ist, wird sein Hirn, seine Kritikfähigkeit und sein Urteilsvermögen schon selbst (re)aktivieren müssen.
Man könnte das Verlangen nach Antworten vom Autor auch als Bereitschaft deuten, sich das Hirn gleich wieder vom nächstbesten Heilsbringer vernebeln zu lassen. Es kann niemand allein die Antwort auf alle Fragen haben. Deshalb ist es ja so wichtig, daß wir alle selbst unseren Verstand gebrauchen, Standpunkte finden, diese demokratisch in einen Topf werfen um von der Summe aller durchdachten - und eben nicht zitierten - Standpunkte profitieren zu können.
Völlig absurd finde ich die Kritik, daß der Autor sich dem Bildzeitungslevel genähert hätte. ‘Tschuldigung, wie bitte sonst, soll man sich in diesem Medienlärm noch Gehör verschaffen? Selbstverständlich muß man - quasi als Gegengift zum “Hirngift” - zu geeigneten Mitteln greifen um vergifteten Konsumenten die Augen über andere Autoren, sei es Funk, Film oder Print zu öffnen.
Mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein wird das Buch aber aller Wahrscheinlichkeit nach leider nicht sein. Zu perfekt funktioniert die Matrix
7. März 2010 um 08:00 Uhr
Aufklärung gegen Verblödung…
“Dieses Buch ist Aufklärung im besten Sinne - für alle, die sich das Selberdenken nicht verbieten lassen!”
Dieser Spruch schmückt den Einband ebenso wie der Aufkleber “SPIEGEL Bestseller”. Zu recht!
Der Autor Thomas Wieczorek schafft es auf eine anprangernd ironische Art den Leser zu fesseln und gleichzeitig locker aufzuzeigen, wo der Bürger gezielt in die Schattenseiten gezogen wird.
Nach einem kurzen einleitendem Teil zur aktuellen Situation geht es sofort an die Substanz:
Zunächst geht es zielstrebig auf der politischen Ebene um die unzähligen (Macht)mittel der Politik, wie der Bürger (politisch) entmündigt wird und so von rationalen entscheidungen abgelenkt wird.
Der zweite Teil widmet sich dem Weltbild der Marktwirtschaft, denn nicht an allem ist die Globalisierung schuld: Wer ist denn an der Globalisierung schuld? Vom Sachzang, den zockenden Bankern bis zur Konjukturanalyse wird hier jeder Bereich genau erläutert.
Es folgt die Indoktrination: Wie der Mainstream die Bürger mitreist und wie die Medien dabei helfen. Längst sind nicht nur die Privatsender von der Wirtschaft gesteuert…
Der vierte Teil beschäftigt sich damit, wie wir abgelenkt werden: von Fußball, Helden, Religion und unserer gesteuerten Freizeit.
Doch auch die Bildung ist längst nicht mehr frei und fern von staatlichen Einflüssen.
Schließlich geht es um die Aufhetzung der verschiedenen Bevölkerungsgruppen gegeneinander, damit die Aufmerksamkeit nicht etwa auf den politischen Fehltritten liegt, sondern auf dem alltäglichen Sumpf der Gossenstreitigkeiten…
Dieses Buch könnte der Bibel gleichgesetzt weden.
Jeder, der sich slebst mit der zunehmenden Verblödung unserer Gesellschaft, dem monostrukturellen TV-Programm oder der Konzentration an politischen Nachrichtenin den Medien beschäftigt hat wird in diesem Buch weitreichende und fortführnde Zusprache sowie neue Denkanstöße erhalten.
Man könnte sich wahrlich Fragen, wieso die Politik dieses Buch nicht verbietet - hoffentlich denkt sie nicht, ihre Bürger würden das Buch aufgrund mangelndes Interesses oder gar mangelnder Bildung sowieso nicht lesen… (dies wäre nur Bestätigung für die Inhalte des Buches im besten Sinne!)
Dieses Werk ist Allgemeinbildung im besten Sinne!!
Durch die locker eingeflochtene, zum Teil unterschwellige Ironie, die stets mit Quellen bedachten Ausführungen einzelner Aspekte und die oftmals offenen Resumées geben dem Leser jede Menge Gesprächsstoff - nicht nur für den Stammtisch!
Einzelne Zitate von heute, gestern und der Antike führen zu einer Untermalung der immer wiederkehrenden Aktualität. Ebenso führt der Bezug zu anderen Schriftwerken (wie George Orwell’s 1984) zur Anregung sich auf diesem Gebiet weiterzubilden.
Wer sich, seinem Gehirn und seinen Mitmenschen etwas Gutes tun möchte - oder gar einen Anstoß braucht um offen Kritik zu üben - findet in diesem Buch zahlreiche Argumentationsketten!
Das beste Buch des Jahres!
PFLICHT für JEDEN, der sich das eigene DENKEN nicht verbieten lässt…
(Selbst mich als “Lesemuffel” hat dieses Buch gefesselt und zum Lesen weiterer solcher sozialkritischen Werke gebracht!)
12. März 2010 um 06:34 Uhr
ich danke dem autor!!!!
vielen dank für dein buch!!! du schreibst genau das, was ich mir schon immer dachte: wir sollen alle für dumm verkauft werden - abwrackprämie… klar, und die stinker pusten CO2!!! weiter raus, erschießt mich und dann kassiert abwrackprämie, ich puste mit jedem atemzug CO2 raus!!
ich wußte schon immer, daß mit u3 krippenplätzen nicht mütter wieder leichter arbeit bekommen sollen, nein, man kann dann bequemer die kinder von klein auf zurechtbiegen. querulanten werden dann gesondert “gefördert” oder mit angeblicher adhs mit medikamenten ruhiggestellt… und wo läuft das hin? man bekommt für die elite ein williges, arbeitendes sklavenvolk.
ich bin zwar erst beim “paul potts” zum lesen angelangt, aber schon, daß ich von seiner vorgeschichte nix wußte und genau das glaubte, er sei ein kleiner doofer handyverkäufer, der jetzt den durchbruch geschafft hat, zeigt, daß th. wieczorek RECHT hat.
bitte mehr solche aufklärung (und besser günstiger, damit ALLE das lesen können!!!)
geniales buch!
12. März 2010 um 06:34 Uhr
Die ungefliterte Wahrheit
Dieses Buch übersteigt meine Erwartungen um einiges.
Es spricht mir regelrecht aus dem Herzen.
Wenn man es gelesen hat und es auch verstanden hat, nimmt man erst die Verdummung war die man bisher erlebt hatte.
Es öffnet Ihnen die Augen zu einer realistischen und ungeschönigten Welt.
Ich kann es nur empfehlen!
12. März 2010 um 06:34 Uhr
Für die angesprochenen Unterschichten
Der Inhalt richtet sich wahrscheinlich an die im Buch angesprochenen Unterschichten.
Eine andere Zielgruppe die mit dem gebotenen zufrieden wäre kann ich mir nicht vorstellen.
Nur einfach alles kritisieren und schlecht reden ergibt kein gutes Buch, sondern in diesem Fall das absolute Gegenteil. Selten habe ich mich so gelangweilt und musste mich zwingen die CD zu Ende zu hören.
Am Ende der CD hört diese mehrfach mitten im Satz auf. Das passt also sehr gut zum Inhalt und ist mir alles zusammen nur einen Stern wert.
Erspart euch die CD und kauft euch für das Geld lieber was Aufbauendes.
12. März 2010 um 06:34 Uhr
Die ungefliterte Wahrheit
Dieses Buch übersteigt meine Erwartungen um einiges.
Es spricht mir regelrecht aus dem Herzen.
Wenn man es gelesen hat und es auch verstanden hat, nimmt man erst die Verdummung war die man bisher erlebt hatte.
Es öffnet Ihnen die Augen zu einer realistischen und ungeschönigten Welt.
Ich kann es nur empfehlen!
12. März 2010 um 06:34 Uhr
Für die angesprochenen Unterschichten
Der Inhalt richtet sich wahrscheinlich an die im Buch angesprochenen Unterschichten.
Eine andere Zielgruppe die mit dem gebotenen zufrieden wäre kann ich mir nicht vorstellen.
Nur einfach alles kritisieren und schlecht reden ergibt kein gutes Buch, sondern in diesem Fall das absolute Gegenteil. Selten habe ich mich so gelangweilt und musste mich zwingen die CD zu Ende zu hören.
Am Ende der CD hört diese mehrfach mitten im Satz auf. Das passt also sehr gut zum Inhalt und ist mir alles zusammen nur einen Stern wert.
Erspart euch die CD und kauft euch für das Geld lieber was Aufbauendes.
17. März 2010 um 06:51 Uhr
Leute - unbedingt lesen!!!
Vieles ist sicher bekannt, dennoch: düsterste Ahnungen werden durch gnadenlose Beweislast bestätigt, und allerletzte Illusionen verschwinden im Reißwolf von Wieczoreks messerscharfer, bissiger Analyse. Hier schreibt einer, der die Mechanismen der Verblödung von innen her kennt und sie uns von außen betrachten lässt, so dass man im Laufe des Buches einen Prozess der Ent-Blödung durchläuft.
Nix da, billige Verschwörungstheorie! - Systematisch und logisch wird hier auf den Punkt gebracht, dass der sozial und humanistisch denkende Mensch durch Wissen und Aufgeklärtheit zu mündigen eigenen Entscheidungen finden kann statt sich weiterhin von neoliberalen Raffkes einseifen zu lassen, die nur ihren ureigensten Vorteil zum Ziel haben und dies mit allen erdenklichen skrupellosen Mitteln der Verdummung, Vernebelung, Verhetzung verfolgen.
Dass es in der Darstellung bisweilen herrlich polemisch und sarkastisch zugeht, die Sprache gewitzt und unabgehoben daherkommt, erhöht immerhin das Vergnügen an der Lektüre, das sonst im Grausen untergehen würde.
Unbedingt lesen - fünf Sterne!
17. März 2010 um 06:51 Uhr
Leute - unbedingt lesen!!!
Vieles ist sicher bekannt, dennoch: düsterste Ahnungen werden durch gnadenlose Beweislast bestätigt, und allerletzte Illusionen verschwinden im Reißwolf von Wieczoreks messerscharfer, bissiger Analyse. Hier schreibt einer, der die Mechanismen der Verblödung von innen her kennt und sie uns von außen betrachten lässt, so dass man im Laufe des Buches einen Prozess der Ent-Blödung durchläuft.
Nix da, billige Verschwörungstheorie! - Systematisch und logisch wird hier auf den Punkt gebracht, dass der sozial und humanistisch denkende Mensch durch Wissen und Aufgeklärtheit zu mündigen eigenen Entscheidungen finden kann statt sich weiterhin von neoliberalen Raffkes einseifen zu lassen, die nur ihren ureigensten Vorteil zum Ziel haben und dies mit allen erdenklichen skrupellosen Mitteln der Verdummung, Vernebelung, Verhetzung verfolgen.
Dass es in der Darstellung bisweilen herrlich polemisch und sarkastisch zugeht, die Sprache gewitzt und unabgehoben daherkommt, erhöht immerhin das Vergnügen an der Lektüre, das sonst im Grausen untergehen würde.
Unbedingt lesen - fünf Sterne!
22. März 2010 um 10:00 Uhr
Die verblödete Republik
Dieses Buch ist alles andere als gelungen. Der Autor ist sehr oft sehr polemisch und sehr selten objektiv.
Wenn mich jemand fragen würde worum es in diesem Buch geht, müsste ich mit ”Weiß ich nicht” beantworten, weil ich in dem Buch keinen roten Faden erkennen konnte, weil die Informationen/Enthüllungen… kaum einen Zusammenhang zueinander hatten.
Eigentlich würde das Buch nur einen Stern von mir bekommen, aber da der Autor die Leser motiviert kritisch zu denken, hat es 2 Sterne bekommen.
Es gibt sehr viel bessere Bücher zum Thema Brainwashing, Desinformation…
22. März 2010 um 10:00 Uhr
Ein Buch das jeder Deutsche lesen sollte
Man hat ja bei Verschwörungstheorien seine Zweifel, und auch wenn diese Buch von keiner handelt: wenn man sieht wie sehr die Menschen für Dumm verkauft werden, möchte man fast an eine glauben. Eigentlich stehen in dem Buch nur einfache Fakten, die auch nicht wirklich Geheimnisse sind. Da kommt ein Mann und erzählt uns eigentlich selbstverständliches. Fakten eben.
Der alte Herr Ford meinte einmal, wenn die Mehrheit der Bürger unser Finzanz- und Politiksystem verstehen würde, bräche am nächsten Tag die Revolution aus. In diesem Sinne muss man attestieren, dass es die meisten eben leider nicht wirklich begriffen haben. Dass sich was tut, das zu erwarten kann man getrost aufgeben. Wer sich aber wenigstens die Genugtuung verschaffen will die Dinge zu erkennen wie sie sind, der wird dieses Buch als Wohltuend empfinden. Für Leute die lieber in der wohligen Ignoranz leben, ist es aber nichts.
Ein Stern Abzug, weil die Schilderung etwas unsystematisch zusammengewürfelt ist, der Autor etwas zu sehr durch unterschiedliche Themen springt.
27. März 2010 um 10:51 Uhr
Die Verblödete Republik geschrieben für degenerierte Zeitgenossen und angehende Stammtischphilosophen
Vorweg als Legi darf man so schreiben….
Ich habe mir dieses Buch im vorbeigehen aus dem Supermarktregal mitgenommen als es noch kein bestseller war. Leider habe ich es einfach ohne querzulesen eingepackt, und habe mich um der lieben investition willen dann doch etwas mit der lektüre Beschäftigt. Die gewählte Formulierung läst die Wurzeln von Herrn Wieczorek bei der Bild klar erkennen. Polemisch aufreißerisch werden mehr oder weniger bekannte Wunden der Gesellschaft fleißig mit Salz bestreut, ohne jedoch auch nur ansatzweise auf alternativen bzw. Lösungen einzugehen. Manche Begriffe verwendet der Buchautor scheinbar genauso leichtfertig wie beim einstigen Geschichten Blatt.
Es wird pauschalisiert und vereinfacht das sich die Balken biegen. Die oberflächliche maximalpopulistische schreibweise die der Autor gewählt hat um die seichten nachforschungen zum ein oder anderen Argument zu untermalen werden dem Thema leider nicht einmal Ansatzweise gerecht.
Eigentlich sehr schade dabei hätte es so schöne Ansätze gegeben. Survival of the fittest ein Mythos… oder wie das deutsche Kindergeld die Wählerstruktur der Zukunft formt… …TV & MC Doof (Brot und Spiele)- Wie die Demokratie zu 4th best solution absteigt.
ein ebenbürdiger Hollywoodstreifen der deutlich unterhaltsammer ist mit tieferer Message und noch oberflächlicherer Umsetzung ist “Idiocracy” hier ist die Zeit deutlich besser investiert mit höherem unterhaltungswert und mindestens ebenbürdigem Erkenntnisstand nach dem Konsum.
27. März 2010 um 10:51 Uhr
Die Verblödete Republik geschrieben für degenerierte Zeitgenossen und angehende Stammtischphilosophen
Vorweg als Legi darf man so schreiben….
Ich habe mir dieses Buch im vorbeigehen aus dem Supermarktregal mitgenommen als es noch kein bestseller war. Leider habe ich es einfach ohne querzulesen eingepackt, und habe mich um der lieben investition willen dann doch etwas mit der lektüre Beschäftigt. Die gewählte Formulierung läst die Wurzeln von Herrn Wieczorek bei der Bild klar erkennen. Polemisch aufreißerisch werden mehr oder weniger bekannte Wunden der Gesellschaft fleißig mit Salz bestreut, ohne jedoch auch nur ansatzweise auf alternativen bzw. Lösungen einzugehen. Manche Begriffe verwendet der Buchautor scheinbar genauso leichtfertig wie beim einstigen Geschichten Blatt.
Es wird pauschalisiert und vereinfacht das sich die Balken biegen. Die oberflächliche maximalpopulistische schreibweise die der Autor gewählt hat um die seichten nachforschungen zum ein oder anderen Argument zu untermalen werden dem Thema leider nicht einmal Ansatzweise gerecht.
Eigentlich sehr schade dabei hätte es so schöne Ansätze gegeben. Survival of the fittest ein Mythos… oder wie das deutsche Kindergeld die Wählerstruktur der Zukunft formt… …TV & MC Doof (Brot und Spiele)- Wie die Demokratie zu 4th best solution absteigt.
ein ebenbürdiger Hollywoodstreifen der deutlich unterhaltsammer ist mit tieferer Message und noch oberflächlicherer Umsetzung ist “Idiocracy” hier ist die Zeit deutlich besser investiert mit höherem unterhaltungswert und mindestens ebenbürdigem Erkenntnisstand nach dem Konsum.
6. April 2010 um 21:17 Uhr
Sehr amüsant und lehreich!!!
Ich habe das Buch zu Ostern bekommen.Anfangs dachte ich naja,aber nach der ersten Seite war ich voll überzeugt.Der Autor schreibt mit einem erfrischenden Stil, und erinnert mit bissigen Beispielen an Bastian Sicks Erfolgsreihe “Der Dativ…..”.
Jeder,der sich für Politik interessiert,sollte dieses Buch gelesen haben, da es mit Wortwitz und dem Inhalt auf jeden buildet und man die nächsten Nachrichten,Wahlkampfreden und TV-Duelle mmit anderen Augen sieht.
6. April 2010 um 21:17 Uhr
Polemik hart an der Schmerzgrenze…
Wer hier eine seriöse Abhandlung über den Zustand unserer Republik erwartet, wird sicherlich enttäuscht werden…der Autor startet hier einen gnadenlosen Rundumschlag gegen die Mißstände dieser Republik, dabei verschont er so gut wie kein Segment des öffentlichen Lebens; ob Politik, Bildungssystem, Fernsehen, Kultur, Presselandschaft, alle kriegen ihr “Fett” weg. Äußerst subjektiv nimmt Thomas Wieczorek den alltäglichen Stumpfsinn dieses Landes aufs Korn. Wird dieses Land von marktradikalen Kapitalisten mit billigender Inkaufnahme der politischen Eliten bewußt an den Rand des totalen Schwachsinns geführt, damit das gemeine Volk bloß nicht aufmüpfig wird ? Gehen öffentlich-rechtliches Fernsehen und die privaten Sender eine unheilige Allianz mit dem Springerverlag ein, um die kollektive Volksverdummung zu forcieren ? Wenn man das Buch bierernst nimmt, könnte man dies glatt glauben, manchmal bedarf es wohl der Groben Keule, um den potentiellen Leser aus seiner Lethargie herauszuholen. Zwischen den Zeilen wird dann jedoch eine gehörige Portion Ironie erkennbar, dadurch wird die Lektüre erst erträglich und gestaltet sich kurzweilig. Über den objektiven Wahrheitsgehalt läßt sich streiten, lesenswert ist dieses Buch auf jeden Fall.
6. April 2010 um 21:17 Uhr
Sehr amüsant und lehreich!!!
Ich habe das Buch zu Ostern bekommen.Anfangs dachte ich naja,aber nach der ersten Seite war ich voll überzeugt.Der Autor schreibt mit einem erfrischenden Stil, und erinnert mit bissigen Beispielen an Bastian Sicks Erfolgsreihe “Der Dativ…..”.
Jeder,der sich für Politik interessiert,sollte dieses Buch gelesen haben, da es mit Wortwitz und dem Inhalt auf jeden buildet und man die nächsten Nachrichten,Wahlkampfreden und TV-Duelle mmit anderen Augen sieht.
6. April 2010 um 21:17 Uhr
Herz erfrischend!
Ich habe dieses Buch in der Hamburger Bahnhofsbücherei gekauft, als ich auf meinen Zug nach Hannover wartete und nichts zu lesen dabei hatte. Der Titel hat mich erst etwas irritiert, doch nach dem ich kurz reingelesen hatte, wusste ich, das wird eine interessante Lektüre! Ja, für halbwegs gebildete Bürger gibt es in diesem Buch nichts wirklich Neues zu lesen, doch es ist so herrlich polemisch und satirisch geschrieben, das ich so manches Mal lauthals lachen musste. Wieczorek ist es in seinem Buch gelungen, einen Rundumschlag zu verteilen und uns, dem Volk, aufzuzeigen, mit welcher Naivität wir durch die Medien, durch die Wirtschaft und die Politik tagtäglich für dumm verkauft werden sollen.
Zum Glück bin ich mir ziemlich sicher, das ganz viele Bürger in unserem Lande nicht blöd sind und die Manipulationen mehr und mehr durchschauen…Alleine, wenn sich Guido Westerwelle aufbläst und im Ton der festen Überzeugung hinaus trötet: Arbeit muss sich wieder lohnen…und dabei keinen Lachflash bekommt, der muss sich ernsthaft fragen, ob er möglicherweise einen Realitätsverlust erlitten hat.
Dieses Buch ist so herzerfrischend geschrieben, ich habe es nicht mehr aus der Hand gelegt und in einem Zuge durchgelesen!
6. April 2010 um 21:17 Uhr
Polemik hart an der Schmerzgrenze…
Wer hier eine seriöse Abhandlung über den Zustand unserer Republik erwartet, wird sicherlich enttäuscht werden…der Autor startet hier einen gnadenlosen Rundumschlag gegen die Mißstände dieser Republik, dabei verschont er so gut wie kein Segment des öffentlichen Lebens; ob Politik, Bildungssystem, Fernsehen, Kultur, Presselandschaft, alle kriegen ihr “Fett” weg. Äußerst subjektiv nimmt Thomas Wieczorek den alltäglichen Stumpfsinn dieses Landes aufs Korn. Wird dieses Land von marktradikalen Kapitalisten mit billigender Inkaufnahme der politischen Eliten bewußt an den Rand des totalen Schwachsinns geführt, damit das gemeine Volk bloß nicht aufmüpfig wird ? Gehen öffentlich-rechtliches Fernsehen und die privaten Sender eine unheilige Allianz mit dem Springerverlag ein, um die kollektive Volksverdummung zu forcieren ? Wenn man das Buch bierernst nimmt, könnte man dies glatt glauben, manchmal bedarf es wohl der Groben Keule, um den potentiellen Leser aus seiner Lethargie herauszuholen. Zwischen den Zeilen wird dann jedoch eine gehörige Portion Ironie erkennbar, dadurch wird die Lektüre erst erträglich und gestaltet sich kurzweilig. Über den objektiven Wahrheitsgehalt läßt sich streiten, lesenswert ist dieses Buch auf jeden Fall.
6. April 2010 um 21:17 Uhr
Herz erfrischend!
Ich habe dieses Buch in der Hamburger Bahnhofsbücherei gekauft, als ich auf meinen Zug nach Hannover wartete und nichts zu lesen dabei hatte. Der Titel hat mich erst etwas irritiert, doch nach dem ich kurz reingelesen hatte, wusste ich, das wird eine interessante Lektüre! Ja, für halbwegs gebildete Bürger gibt es in diesem Buch nichts wirklich Neues zu lesen, doch es ist so herrlich polemisch und satirisch geschrieben, das ich so manches Mal lauthals lachen musste. Wieczorek ist es in seinem Buch gelungen, einen Rundumschlag zu verteilen und uns, dem Volk, aufzuzeigen, mit welcher Naivität wir durch die Medien, durch die Wirtschaft und die Politik tagtäglich für dumm verkauft werden sollen.
Zum Glück bin ich mir ziemlich sicher, das ganz viele Bürger in unserem Lande nicht blöd sind und die Manipulationen mehr und mehr durchschauen…Alleine, wenn sich Guido Westerwelle aufbläst und im Ton der festen Überzeugung hinaus trötet: Arbeit muss sich wieder lohnen…und dabei keinen Lachflash bekommt, der muss sich ernsthaft fragen, ob er möglicherweise einen Realitätsverlust erlitten hat.
Dieses Buch ist so herzerfrischend geschrieben, ich habe es nicht mehr aus der Hand gelegt und in einem Zuge durchgelesen!
8. Mai 2010 um 20:17 Uhr
Ideologie des Sozialismus/Kommunismus
Nicht empfehlenswert. Sehr einseitig linksarrogant geschriebenes Buch. Es wird eine hanebüchene allumfassende Verschwörungstheorie der “Neoliberalen” unterstellt, die den einfachen Bürger durch Reformen und Sozialabbau unterdrückt und ausnimmt. Dabei wird vollkommen ausgeblendet, dass die BRD einen durch Sozialismus, dem der Autor offensichtlich frönt, vollkommen heruntergewirtschafteten Staat, die DDR, “übernehmen” musste. Bis heute, 20 Jahre nach der Wiedervereinigung, muss das Geld für den Osten im Westen mitverdient werden. Die Auswirkung der Globalisierung auf Deutschland wird ebenso ausgeblendet. Menschen die anderer Meinung als der Autor sind werden als “Bullshiter” verunglimpft. Sicherlich sind einige Ansichten des Autors richtig: z.B. die Medienkritik und die Machtlosigkeit bzw. die Unterwerfung des Staates gegenüber der Finanz- und der Großindustrie. Die linksideologische einseitige, durch Sozialromantik geprägte Ausrichtung lässt dieses Werk allerdings wenig realistisch erscheinen.
8. Mai 2010 um 20:17 Uhr
Ideologie des Sozialismus/Kommunismus
Nicht empfehlenswert. Sehr einseitig linksarrogant geschriebenes Buch. Es wird eine hanebüchene allumfassende Verschwörungstheorie der “Neoliberalen” unterstellt, die den einfachen Bürger durch Reformen und Sozialabbau unterdrückt und ausnimmt. Dabei wird vollkommen ausgeblendet, dass die BRD einen durch Sozialismus, dem der Autor offensichtlich frönt, vollkommen heruntergewirtschafteten Staat, die DDR, “übernehmen” musste. Bis heute, 20 Jahre nach der Wiedervereinigung, muss das Geld für den Osten im Westen mitverdient werden. Die Auswirkung der Globalisierung auf Deutschland wird ebenso ausgeblendet. Menschen die anderer Meinung als der Autor sind werden als “Bullshiter” verunglimpft. Sicherlich sind einige Ansichten des Autors richtig: z.B. die Medienkritik und die Machtlosigkeit bzw. die Unterwerfung des Staates gegenüber der Finanz- und der Großindustrie. Die linksideologische einseitige, durch Sozialromantik geprägte Ausrichtung lässt dieses Werk allerdings wenig realistisch erscheinen.
6. Juni 2010 um 04:17 Uhr
Nicht nur diese Republik ist verblödet
sondern ich muss es auch gewesen sein, als ich mir dieses Buch gekauft habe…Eine abstruse Sammlung vollkommen zusammenhangloser “Zitate”, der Einfachheit halber gleich so 1-2 pro Seite, damit die Seitenzahl zusammenkommt… Der Autor mus ganze Heerscharen von Lektoren beschäftigen, die für ihn die Quellen sichten….Das Buch ist mit heisser Nadel gestrickt, schnell hingekliert und auf “Blödzeitung”-Niveau und Stil. Der Autor bezeichnet dann mal so eben alles was ihm nicht so in den linken Kram passt als “neoliberal” und prügelt dann munter drauflos…Dabei kriegen alle ihr Fett weg…Alle???Nein, nicht ganz…da gibt es ja noch Gottseidank die Linkspartei, die wird von der allgemeinen Massenschelte ausgenommen…Hier wird in linkspopulistischer, ätzender Art eine abstruse Verschwörungstheorie entwickelt, die paranoide Züge trägt… Ich werde mir weitere “Werke” des Herrn W. bestimmt nicht antun…Dazu ist mir meine Zeit und mein Geld zu schade, um mir einen derartigen Mist anzutun…Schade, dass man hier keine “Minussterne” verleihen kann, hier wäre die größtmögliche Anzahl gerade genug gewesen…So muß ich 1 Stern “verleihen”…
6. Juni 2010 um 04:17 Uhr
Nicht nur diese Republik ist verblödet
sondern ich muss es auch gewesen sein, als ich mir dieses Buch gekauft habe…Eine abstruse Sammlung vollkommen zusammenhangloser “Zitate”, der Einfachheit halber gleich so 1-2 pro Seite, damit die Seitenzahl zusammenkommt… Der Autor mus ganze Heerscharen von Lektoren beschäftigen, die für ihn die Quellen sichten….Das Buch ist mit heisser Nadel gestrickt, schnell hingekliert und auf “Blödzeitung”-Niveau und Stil. Der Autor bezeichnet dann mal so eben alles was ihm nicht so in den linken Kram passt als “neoliberal” und prügelt dann munter drauflos…Dabei kriegen alle ihr Fett weg…Alle???Nein, nicht ganz…da gibt es ja noch Gottseidank die Linkspartei, die wird von der allgemeinen Massenschelte ausgenommen…Hier wird in linkspopulistischer, ätzender Art eine abstruse Verschwörungstheorie entwickelt, die paranoide Züge trägt… Ich werde mir weitere “Werke” des Herrn W. bestimmt nicht antun…Dazu ist mir meine Zeit und mein Geld zu schade, um mir einen derartigen Mist anzutun…Schade, dass man hier keine “Minussterne” verleihen kann, hier wäre die größtmögliche Anzahl gerade genug gewesen…So muß ich 1 Stern “verleihen”…
17. Juni 2010 um 20:00 Uhr
Was nützt’s
Eigentlich bin ich nur durch Zufall vor einiger Zeit auf dieses Buch gestoßen, - um’s vorweg zu nehmen, der Autor hat recht.
So etwas ist schwer zu schreiben, und kann eigentlich nur eine Aneinanderreihung von Negativ-Beispielen sein.
Aber was soll’s : Diese Woche bestand unsere/meine Tageszeitung auch jeden zweiten Tag aus “Phrasendrusch” statt interessanter
gutgeschriebener Artikel. -…Wenn eine Zeitung zum Großteil nur noch aus (einer Aneinanderreihung) von Schlagwörtern wie: “casting”,
“Rudelgucken”,”Public Viewing”, “geil”, u.ä. Murks statt Hintergrung besteht, - dann wird sie für mich obsolet, geht mir auf den Geist,
wird überflüssig,belanglos,und schürt hirnrissige (um nicht zu sagen schwachsinnige) Klischees statt Information,- …und das auf allerunterstem
“Commedy”+”Zoten”-Niveau.
Das hat mit “rechts”oder”links”oder Aversionen gegen die “Springerpresse” garnichts zu tun ! - Das sei den Ideologen von “RTL” oder “Bild” oder …ins
Buch geschrieben .- - “Aber mir sind zum Beispiel die (differenzierte) Publikationen des “Open Society Institut” allemal lieber, - als dümmlicher Phrasendrusch.
- Lezteres mag populistisch sein(und wenig hilfreich),ersteres ist interessant und spannend.
23. Juni 2010 um 17:51 Uhr
Mut
Ob man nun den Schreibstil von Hrn. Wieczorek mag oder nicht, verändert doch nicht die Tatsache, dass wir mehr mutige Autoren, wie ihn brauchen. Man muss dankbar sein, für die gewissenhafte Aufklärung, die der Autor bezüglich der Unglaublichkeiten, die Wirtschaft und Politik täglich mit uns anstellen, betreibt. Man wird viel kritischer und sensibler für Pseudoinformation aus den Medien. Und sieht nun auch, was man schon irgendwie fühlte. Ausserdem enttarnt man halt auch, was die Medien einem bieten. Man kann diesem Mann einfach nur dankbar sein, dass er in Grauzonen recherchiert, wo die Leute sicherlich nicht gerade bereitwillig und freudig Details offen legen. Das Buch bietet immer wieder konkrete Beispiele und Informationen und rechtfertigt damit damit den polemischen Schreibstil des Autoren. Ich bin noch nicht ganz durch, aber schon jetzt macht mich das Buch wütend über die Zustände in unserer Republik und ich frage mich, was man tun kann. Ich hoffe, er gibt noch Tipps zum Ende, wohin man seinen Zorn dirigieren kann, um Dinge zu verbessern. Danke Hr. Wieczorek, dass Sie die Arbeit machen, die eigentlich alle Journalisten machen sollten.
23. Juni 2010 um 17:51 Uhr
Polemisch und beleidigend
Vom Autor, der in kurzen Abständen Titel veröffentlicht wie »Wie unfähige Manager unser Land ruinieren«, »Wie unfähig unsere Politiker wirklich sind« oder »Wie uns Banken, Spekulanten und Politiker in den Ruin treiben«, kommt dieses Buch, das durchgehend in einem polemischen, teils auch einfach nur unangemessen beleidigenden Tonfall verfasst ist.
Das Buch malt ein schwarz-weißes Weltbild: Manager, Politiker und Neoliberale sind gierig und böse und das Volk ist dumm bzw. lässt sich für dumm verkaufen. Ein roter Faden durch das Buch ist nicht erkennbar, so wettert der Autor auf einer Buchseite zusammenhangslos gegen Hartz-IV und gegen Autobahnraser. Die ständigen Wiederholungen der selben Aussagen in unterschiedlichsten Kapiteln werden bald langweilig und lassen fast den Eindruck entstehen, als hätte eine bestimmte Seitenzahl unbedingt erreicht werden müssen. Das ganze ist gespickt mit Zitaten, die gelegentlich aus dem Kontext gerissen sind — auch eine Form der Verdummung, in diesem Fall des Lesers.
Fazit: Das Buch macht den Eindruck, als hätte es der Autor im Zustand ständiger Wut und Erregung verfasst, keine gute Voraussetzung, um ein gelungenes Werk zu schaffen. Einen zweiten Stern bekommt es nur, weil einige Beobachtungen — vom unangemessenen Tonfall einmal abgesehen — doch ganz zutreffend sind.
29. Juni 2010 um 18:00 Uhr
Lehrstoff
Für einen halbwegs geistig auf der Höhe Stehenden, ist der Inhalt natürlich nichts
sonderlich Neues. Nur sind die passenden Beispiele mehr als amüsant und entlarvend.
Eine Stimmungsmache konnte ich hier in keinster Weise erkennen, sondern das Bemühen,
das leider, trotz Aufklärung, Unvermeidliche bildlich darzustellen. Denn die Hampelmänner
dort oben oder die geschmierte, meinung-machende Presse & Medien wird wohl so schnell
keiner zum Teufel jagen
Passend zum Inhalt wurde, als Bestätigung, kurz nach dem WM-Gejaule vom Sonntag (27.6.2010),
das ominöse SWIFT-Abkommen durchgewunken. Wer noch mehr Bestätigung für Thesen á la
“Spiele fürs Volk” braucht, sollte in dieses Buch schauen.
Das für mich beste Zitat aus dem Buch:
“Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.”
5. Juli 2010 um 19:51 Uhr
gibt Anstoß zum Nachdenken, aber zu hetzerisch und teils einseitig
Dieses Buch ist zu empfehlen, um sich Denkanstöße zu holen und die Themen aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Es geht um den Sozialstaat, Kritik an der neoliberalen Sichtweise, die Medien und wie sie einen manipulieren und die Bevölkerung von wirklich wichtigen Themen ablenken, das Bildungssystem, Religion, die Hetze die teils gegen Unterschicht/Rentner/Ossis/Ausländer geführt wird und weitere Themen.
Herr Wieczorek hat im Grunde auch Recht mit allem was er anführt (denke ich zumindest, ich habe die Fakten schließlich nicht überprüft, wie ich zugeben muss), allerdings würde ich diesem Buch nicht unvoreingenommen alles glauben, da es in einem sehr hetzerischen Ton und mit einer sehr einseitigen Betrachtung geschrieben worden ist (in der Regel lassen sich Dinge immer aus mehreren Perspektiven beleuchten) und einige Beispiele zur Untermauerung seiner Thesen sind etwas aus dem Kontext gerissen bzw. verzerrt und überspitzt dargestellt. Mich hat das Geschimpfe teils etwas gestört. Man kann auch kritisieren ohne dauernd Schimpfwörter zu verwenden. Andererseits braucht man vielleicht auch eine solche Sprache, um gewisse Leute “aufzuwecken” und zu zeigen “Guck mal, so sieht die Welt wirklich aus…”
Dennoch kann ich dieses Buch empfehlen. Man kommt darüber ins Denken, ob der Sozialstaat wirklich so sozial ist, wie er vorgibt und fragt sich, warum für einige Sachen Geld da ist und dann an den Ärmsten (ALG2-Empfänger, Renter) gepsart und gegen diese Leute, die eh schon schlimm genug dran sind noch zusätzlich von Medien, Politik etc. Hetze betrieben wird. So mancher glaubt ja die Sachen, die in Talkshows laufen, obwohl die Leute dort alle für 100 oder 200 Euro praktisch dafür bezahlt werden kurz den Proleten zu geben, der einfach nur keinen Bock auf Arbeit hat. Genauso die Frage, wo wir eine Demokratie sind, in welcher das Volk angeblich bestimmt, wenn viele gar nicht mehr wissen, wen sie überhaupt wählen sollen und die Politiker sowieso machen, was sie wollen, da sie angeblich eh besser wissen, was für das Volk gut ist, als das Volk selbst es wissen kann.
Dass jetzt die neoliberalen Leser aufschreien und dem Buch schlechte Bewertungen geben ist nachvollziehbar. Teils liest es sich tatsächlich wie eine neoliberale Verschwörung und eventuell etwas überzogen. Aber ich bin der Meinung, dass es im Kern die Wahrheit ist. Wenn man sich ansieht, wie sich die Arbeitsbedingungen bzw. der Sozialstaat sowie die Wirtschaft in den letzten Jahren gewandelt haben sollte man sich wirklich die Frage stellen, ob dies tatsächlich zu Gunsten des Volkes sein kann und die Entwicklung der Wirtschaft ist kein unveränderliches Naturgesetz, dem sich die Menschen wie einer Naturgewalt hilflos unterzuordnen haben, sondern sie kann beeinflusst werden.
Zusammenfassend kann ich also sagen, dass das Buch auf jeden Fall empfehlenswert ist, allerdings kritisch gelesen werden muss, da es starkt überzogen und hetzerisch geschrieben wurde. Man muss ja auch nicht alles glauben, was einem gesagt/ geschrieben wird.
5. Juli 2010 um 19:51 Uhr
gibt Anstoß zum Nachdenken, aber zu hetzerisch und teils einseitig
Dieses Buch ist zu empfehlen, um sich Denkanstöße zu holen und die Themen aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Es geht um den Sozialstaat, Kritik an der neoliberalen Sichtweise, die Medien und wie sie einen manipulieren und die Bevölkerung von wirklich wichtigen Themen ablenken, das Bildungssystem, Religion, die Hetze die teils gegen Unterschicht/Rentner/Ossis/Ausländer geführt wird und weitere Themen.
Herr Wieczorek hat im Grunde auch Recht mit allem was er anführt (denke ich zumindest, ich habe die Fakten schließlich nicht überprüft, wie ich zugeben muss), allerdings würde ich diesem Buch nicht unvoreingenommen alles glauben, da es in einem sehr hetzerischen Ton und mit einer sehr einseitigen Betrachtung geschrieben worden ist (in der Regel lassen sich Dinge immer aus mehreren Perspektiven beleuchten) und einige Beispiele zur Untermauerung seiner Thesen sind etwas aus dem Kontext gerissen bzw. verzerrt und überspitzt dargestellt. Mich hat das Geschimpfe teils etwas gestört. Man kann auch kritisieren ohne dauernd Schimpfwörter zu verwenden. Andererseits braucht man vielleicht auch eine solche Sprache, um gewisse Leute “aufzuwecken” und zu zeigen “Guck mal, so sieht die Welt wirklich aus…”
Dennoch kann ich dieses Buch empfehlen. Man kommt darüber ins Denken, ob der Sozialstaat wirklich so sozial ist, wie er vorgibt und fragt sich, warum für einige Sachen Geld da ist und dann an den Ärmsten (ALG2-Empfänger, Renter) gepsart und gegen diese Leute, die eh schon schlimm genug dran sind noch zusätzlich von Medien, Politik etc. Hetze betrieben wird. So mancher glaubt ja die Sachen, die in Talkshows laufen, obwohl die Leute dort alle für 100 oder 200 Euro praktisch dafür bezahlt werden kurz den Proleten zu geben, der einfach nur keinen Bock auf Arbeit hat. Genauso die Frage, wo wir eine Demokratie sind, in welcher das Volk angeblich bestimmt, wenn viele gar nicht mehr wissen, wen sie überhaupt wählen sollen und die Politiker sowieso machen, was sie wollen, da sie angeblich eh besser wissen, was für das Volk gut ist, als das Volk selbst es wissen kann.
Dass jetzt die neoliberalen Leser aufschreien und dem Buch schlechte Bewertungen geben ist nachvollziehbar. Teils liest es sich tatsächlich wie eine neoliberale Verschwörung und eventuell etwas überzogen. Aber ich bin der Meinung, dass es im Kern die Wahrheit ist. Wenn man sich ansieht, wie sich die Arbeitsbedingungen bzw. der Sozialstaat sowie die Wirtschaft in den letzten Jahren gewandelt haben sollte man sich wirklich die Frage stellen, ob dies tatsächlich zu Gunsten des Volkes sein kann und die Entwicklung der Wirtschaft ist kein unveränderliches Naturgesetz, dem sich die Menschen wie einer Naturgewalt hilflos unterzuordnen haben, sondern sie kann beeinflusst werden.
Zusammenfassend kann ich also sagen, dass das Buch auf jeden Fall empfehlenswert ist, allerdings kritisch gelesen werden muss, da es starkt überzogen und hetzerisch geschrieben wurde. Man muss ja auch nicht alles glauben, was einem gesagt/ geschrieben wird.
11. Juli 2010 um 22:17 Uhr
Woher nur dieser Hass auf den Staat?
Schreiben kann er - und zwar mit grimmig polemischer, maßlos überzeichnender Feder voll galligem Humor. Die präzise Beschreibung und Analyse ist seine Sache nicht. Wie manchem der von ihm gescholtenen Politiker geht es ihm nur um Wirkung. Er scheint daher ganz im Sinne des Buchtitels davon auszugehen, dass seine Leser in der Regel Bürger jener “verblödeten Republik” sind. Der soziale Zusammenhalt wird indes auch durch Schriftsteller gefährdet, die vor allem eines können: alles und jeden verhöhnen.
Der Komplexität moderner ebenenübergreifender Governance-Strukturen wird sein Werk nicht gerecht, mag man sich auch vereinfachende Modelle der Wirklichkeit wünschen. Es ist durchaus richtig, das Verhalten von Akteueren notfalls scharf zu kritisieren und auch die Strukturen der Makroebene immer wieder zu hinterfragen. Es kommt jedoch der Verdacht auf, dass in ihm überholte dezisionistische Vorstellungen von einem “Schweinesystem” weiterleben, das von einer manipulativen privatnützigen Herrscherclique gesteuert wird. Fraglos bestehende Missstände - übrigens auch in Italien oder Nigeria - sind aber nur eine Seite unseres Staates - meint ein Kommunitarist.
11. Juli 2010 um 22:17 Uhr
Seltsame Theorien über Korruption
Ich bin voller Begeisterung an das Lesen dieses Buches gegangen. Es bis zum Ende zu lesen ist mir dann aber doch sehr schwer gefallen.
Es ist gespickt von seltsam entwickelten Theorien über Verschwörungen - nach dem Motto: Alle “Offiziellen” sind Verbrecher und führen uns Normalbürger hinters Licht - mit Big Brother Prinzip.
Wenn das Buch nicht so langatmig wäre, könnte man es als eine Art Satire beschreiben.