Bekenntnisse eines Economic Hit Man: Unterwegs im Dienst der Wirtschaftsmafia (John Perkins)
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Schlagworte: John Perkins
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17. Mai 2010 um 11:00 Uhr
Allgemeine Globalisierungskritik und wenig Insiderinformationen
Was kann man Perkins glauben? Das ist das grundsätzliche Problem bei dem Buch. Was Perkins schreibt, ist angeblich seine eigene Geschichte. Er beschreibt aber selten Details und eine solche Geschichte könnten sich auch ein Entwicklungshilfekritiker und ein Verschwörungstheoretiker zusammen ausdenken:
Der Autor behauptet ein Economic Hit Man (EHM) gewesen zu sein. Ziel der Tätigkeit als EHM wäre es, anderen Ländern (offenbar meist aus der Dritten Welt) hohe Schulden aufzubürden, die sie nicht mehr zurückzahlen könnten und sie so von den USA abhängig zu machen.
Dabei ging Perkins folgendermaßen vor: Er war bei einem Unternehmen angestellt, das im Ausland Infrastrukturprojekte durchführte, und fertigte manipulierte Gutachten an, die die positiven Effekte der Projekte übertrieb. Dadurch wurden die ausländischen Kunden, offenbar meist staatliche Einrichtungen, verführt großzügige Dimensionen der Projekte zu akzeptieren. Die Anlagen wurden meist von amerikanischen Unternehmen gebaut, die Gelder flossen von der Weltbank und anderen westlichen Banken an amerikanische Unternehmen. An die Bank zurückzahlen mußte das Entwicklungsland. Die erhofften Impulse der Projekte auf Wirtschaft und Gesellschaft der armen Länder waren offenbar meist gering, wenn nicht sogar negativ, die Schulden blieben.
Egal wieviel davon wahr ist, immerhin gelingt es Perkins neben seinem andauernd schlechtem Gewissen auch Abläufe darzustellen, wie westliche Unternehmen von Entwicklungshilfe profitieren, Projekte den Einheimischen schaden und Staatschulden aufgebaut werden. Außerdem zeigt er, wie durch Entwicklungshilfe und Schulden Druck auf Entwicklungsländer ausgeübt wird.
Andererseits sind seine Schilderungen - außer beruflich meist allgemein - auch manchmal widersprüchlich und lückenhaft. Beispiele:
- Perkins erweckt den Anschein, als ob er indirekt im Auftrag von Geheimdiensten oder Regierung der USA gehandelt hätte. Die beschriebenen Täuschungen könnte er aber auch einfach im finanziellen Interesse des privaten Unternehmens durchzuführen. Die einzige Aktivität eines Geheimdienstes im Buch ist ein Persönlichkeitstest.
- Er spricht wiederholt von einer Verschwörung zwischen Konzernen, Banken und Regierung um die Weltherrschaft zu erringen, aber auch davon, daß sie nicht verschworen wären.
- Er deutet Bestechung an, und daß beim Versagen der EHM, wenn sich Opfer nicht täuschen oder bestechen lassen, die “Schakale” aktiv würden. Deren Einsätze Perkins aber bei den angeführten Beispielen anscheinend nur vermutet oder vom Hörensagen kennt.
17. Mai 2010 um 11:00 Uhr
Genre ade…
Wirtschaftsthriller. Politthriller. Historische Erzählung. Tatsachenbericht. Insider-Analyse. New Age Buch. Gewissensappell. Systemkritik. Gesellschaftskritik. Blick hinter die Kulisse. Aufruf zur Veränderung. Aufruf zur Besinnung.
fesselnd. packend. aufregend. aufwühlend. nicht-aus-der-Hand-legbar. mitreißend. aufweckend. schockierend. ehrlich. informativ. hintergründig. aufklärend. atemberaubend. tiefschürfend.
17. Mai 2010 um 11:00 Uhr
Allgemeine Globalisierungskritik und wenig Insiderinformationen
Was kann man Perkins glauben? Das ist das grundsätzliche Problem bei dem Buch. Was Perkins schreibt, ist angeblich seine eigene Geschichte. Er beschreibt aber selten Details und eine solche Geschichte könnten sich auch ein Entwicklungshilfekritiker und ein Verschwörungstheoretiker zusammen ausdenken:
Der Autor behauptet ein Economic Hit Man (EHM) gewesen zu sein. Ziel der Tätigkeit als EHM wäre es, anderen Ländern (offenbar meist aus der Dritten Welt) hohe Schulden aufzubürden, die sie nicht mehr zurückzahlen könnten und sie so von den USA abhängig zu machen.
Dabei ging Perkins folgendermaßen vor: Er war bei einem Unternehmen angestellt, das im Ausland Infrastrukturprojekte durchführte, und fertigte manipulierte Gutachten an, die die positiven Effekte der Projekte übertrieb. Dadurch wurden die ausländischen Kunden, offenbar meist staatliche Einrichtungen, verführt großzügige Dimensionen der Projekte zu akzeptieren. Die Anlagen wurden meist von amerikanischen Unternehmen gebaut, die Gelder flossen von der Weltbank und anderen westlichen Banken an amerikanische Unternehmen. An die Bank zurückzahlen mußte das Entwicklungsland. Die erhofften Impulse der Projekte auf Wirtschaft und Gesellschaft der armen Länder waren offenbar meist gering, wenn nicht sogar negativ, die Schulden blieben.
Egal wieviel davon wahr ist, immerhin gelingt es Perkins neben seinem andauernd schlechtem Gewissen auch Abläufe darzustellen, wie westliche Unternehmen von Entwicklungshilfe profitieren, Projekte den Einheimischen schaden und Staatschulden aufgebaut werden. Außerdem zeigt er, wie durch Entwicklungshilfe und Schulden Druck auf Entwicklungsländer ausgeübt wird.
Andererseits sind seine Schilderungen - außer beruflich meist allgemein - auch manchmal widersprüchlich und lückenhaft. Beispiele:
- Perkins erweckt den Anschein, als ob er indirekt im Auftrag von Geheimdiensten oder Regierung der USA gehandelt hätte. Die beschriebenen Täuschungen könnte er aber auch einfach im finanziellen Interesse des privaten Unternehmens durchzuführen. Die einzige Aktivität eines Geheimdienstes im Buch ist ein Persönlichkeitstest.
- Er spricht wiederholt von einer Verschwörung zwischen Konzernen, Banken und Regierung um die Weltherrschaft zu erringen, aber auch davon, daß sie nicht verschworen wären.
- Er deutet Bestechung an, und daß beim Versagen der EHM, wenn sich Opfer nicht täuschen oder bestechen lassen, die “Schakale” aktiv würden. Deren Einsätze Perkins aber bei den angeführten Beispielen anscheinend nur vermutet oder vom Hörensagen kennt.
17. Mai 2010 um 11:00 Uhr
Genre ade…
Wirtschaftsthriller. Politthriller. Historische Erzählung. Tatsachenbericht. Insider-Analyse. New Age Buch. Gewissensappell. Systemkritik. Gesellschaftskritik. Blick hinter die Kulisse. Aufruf zur Veränderung. Aufruf zur Besinnung.
fesselnd. packend. aufregend. aufwühlend. nicht-aus-der-Hand-legbar. mitreißend. aufweckend. schockierend. ehrlich. informativ. hintergründig. aufklärend. atemberaubend. tiefschürfend.
17. Mai 2010 um 11:00 Uhr
U.S aussenpolitik at best!
genau so ein buch sollte man lesen, wenn man sich fragt, warum die USA im Irak oder sonst wo sind….
17. Mai 2010 um 11:00 Uhr
U.S aussenpolitik at best!
genau so ein buch sollte man lesen, wenn man sich fragt, warum die USA im Irak oder sonst wo sind….
17. Mai 2010 um 11:00 Uhr
Eher eine Eigenreflexion
Sicherlich ein spannendes Thema. Trotzdem ist das Buch eher geschrieben worden, damit der Autor seine Taten reflektieren kann und sich dadurch besser fühlt. Nachvollziehbar, dass eine Tätigkeit als EHM belastet.
Dennoch viel zu lang und zu viele Details, die keinen Menschen interessieren.
Hätte man auf 100 Seiten runterdampfen können.
17. Mai 2010 um 11:00 Uhr
Eher eine Eigenreflexion
Sicherlich ein spannendes Thema. Trotzdem ist das Buch eher geschrieben worden, damit der Autor seine Taten reflektieren kann und sich dadurch besser fühlt. Nachvollziehbar, dass eine Tätigkeit als EHM belastet.
Dennoch viel zu lang und zu viele Details, die keinen Menschen interessieren.
Hätte man auf 100 Seiten runterdampfen können.
17. Mai 2010 um 11:00 Uhr
Starker Beginn, schwaches Ende
Habe das Buch gleich nach Erhalt verschlungen. Der Beginn des Buches ist ganz stark. Spannung, Enthüllung und Handlungsdichte während das Ende an Informationen zu Wünschen übrig lässt und eigentlich das bereits geschriebene wiederholt
17. Mai 2010 um 11:00 Uhr
Starker Beginn, schwaches Ende
Habe das Buch gleich nach Erhalt verschlungen. Der Beginn des Buches ist ganz stark. Spannung, Enthüllung und Handlungsdichte während das Ende an Informationen zu Wünschen übrig lässt und eigentlich das bereits geschriebene wiederholt
17. Mai 2010 um 12:00 Uhr
Bekenntnisse eines Economic Hit Man v. John Perkins
Hallo,
Verpackung super, dazu kostenfrei.
Kontakt sehr schnell und gut.
Ware sehr gut.
Nach Überweisung, sehr schnelle Lieferung.
Hier paßte alles. So wünscht man es sich.
Mfg.
Peter Schäl
peso2000
14. Juni 2010 um 20:34 Uhr
War Perkins ein Killer?
Unter “Hitman” versteht man normalerweise einen Killer, oder jemanden, der bei Mordaufträgen mitwirkt. Das Buch beschreibt die Kontakte des Autors zu politisch-wirtschaftlich einflussreichen Personen und stellt damit seine eigene Wichtigkeit heraus. Die eigentliche Aufgabe von John Perkins war nicht, spezielle Personen umzubringen sondern die Erstellung von Wirtschaftsgutachten, die zu fehlgeleiteten Investitionen verführen sollten. Das Buch lässt, wie in einem spannenden Krimi, eine Killerfunktion des Autors erwarten, und in dieser Erwartung verharrt der Leser gespannt bis zum Schluss. Zweifellos ist die Tätigkeit verbrecherisch und der eines “Hitman” gleich zu setzen. Die Bekehrung wird in Aussicht gestellt aber es bleibt ein “Warten auf Godot”.
Lesenswert ist es dennoch für alle, denen so etwas neu ist.
14. Juni 2010 um 20:34 Uhr
War Perkins ein Killer?
Unter “Hitman” versteht man normalerweise einen Killer, oder jemanden, der bei Mordaufträgen mitwirkt. Das Buch beschreibt die Kontakte des Autors zu politisch-wirtschaftlich einflussreichen Personen und stellt damit seine eigene Wichtigkeit heraus. Die eigentliche Aufgabe von John Perkins war nicht, spezielle Personen umzubringen sondern die Erstellung von Wirtschaftsgutachten, die zu fehlgeleiteten Investitionen verführen sollten. Das Buch lässt, wie in einem spannenden Krimi, eine Killerfunktion des Autors erwarten, und in dieser Erwartung verharrt der Leser gespannt bis zum Schluss. Zweifellos ist die Tätigkeit verbrecherisch und der eines “Hitman” gleich zu setzen. Die Bekehrung wird in Aussicht gestellt aber es bleibt ein “Warten auf Godot”.
Lesenswert ist es dennoch für alle, denen so etwas neu ist.
8. Juli 2010 um 17:51 Uhr
Ein Muss für Menschen, die sich für informiert und aufgeklärt halten wollen
Dieses Buch sollte in jeder Schule der angeblich “westlich zivilisierten Welt” gelesen werden.
Es stellt sich nämlich eine Frage, welche auch der Autor aufwirft:
Wie kann man von einer Demokratie sprechen, wenn das wählende Volk keine Ahnung von der tatsächlich stattfindenden internationalen Politik und Wirtschaft hat und wenn den Menschen die maßgeblichen Funktionen und Handlungen unserer Vertreter und der eigentlichen Machthabenden überhaupt nicht kennen?
Ich habe auch das Nachfolgebuch mit dem (leider reißerischen deutschen) Titel “Weltmacht ohne Skrupel” sehr “genossen”.