Wer bin ich - und wenn ja wie viele?: Eine philosophische Reise (Richard David Precht)

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132 Kommentare zu „Wer bin ich - und wenn ja wie viele?: Eine philosophische Reise (Richard David Precht)“

  1. zo sagt:

    “Wer bin ich - und wenn ja wie viele?” hat mich in einer Lebensphase “erwischt”, in der ich mir darüber tatsächlich immer häufiger Gedanken gemacht habe.

    Ich erhoffte mir also von diesem Buch, ein paar Antworten oder wenigstens ein paar Denkanstöße. Nicht unbedingt, ob es Gott gibt oder nicht. Oder was der Sinn des Lebens ist. Dazu hat - glaube ich - sowieso jeder seine ganz eigene Einstellung und seinen eigenen Glauben. Und das ist - glaube ich wiederum - auch ganz gut so.

    Na ja, wirkliche Antworten habe ich nun nicht gefunden. Mag aber auch daran liegen, dass ich vielleicht noch nicht einmal die Fragen kennen.

    Was ich mit Sicherheit zu dem Werk von Richard David Precht aber sagen kann ist, dass es mich sehr bewegt hat und garantiert auch sehr zum Nachdenken angeregt hat. Auch hat es mir - ganz leicht und locker - die Philosophie wieder ein Stückchen näher gebracht.

    Es gefällt mir immer besser mich mit diesen Themen und Gedanken zu beschäftigen. Und daran ist garantiert auch Prechts Wer bin ich … “schuld”.

  2. zo sagt:

    Faszinierend an dem Buch ist, wie spielerisch Precht mit den unterschiedlichsten Themen umgeht und sie dem interessierten Neuling so nahe bringen kann, dass dieser hungrig auf “mehr” wird. Ich jedenfalls, habe das Buch genossen.

  3. zo sagt:

    Das Buch an sich ist sehr gut was die beinhaltenden Informationen betrifft.

    ABER, jetzt kommt das Große ABER, es ist viel zu wissenschaftlich aufgebaut. Der Umschlag des Buches lässt einen eher einfachen Text mit übersichtlichen und essenziellen Informationen ewarten, doch dieses Buch ist gefüllt mit unnützen Informationen jeglicher Philosophen. Wie sie aufgewachsen sind, was sie getan haben, wer ihre Eltern waren und woher sie stammen und letztendlich dann WAS sie gesagt haben und was sie so berühmt gemacht hat.

    Meiner Meinung nach könnte man das Werk um zwei drittel reduzieren und dabei würden die wichtigen Intentionen des Buches immer noch an den Mann gebracht werden.

    Fazit: Guter Inhalt, nur viel zu viel um den heißen Brei herumgeredet.

  4. zo sagt:

    Nach der Lektüre von Prechts “Wer bin ich und wenn ja, wie viele?” überkommt mich ein “Faust-Feeling”: “Habe nun, ach! Philosophie (hier: die 400 Seiten lange “philosophische Reise” von Herrn Precht) … durchaus studiert, mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor!”, denn auf die entscheidende Frage: “Wer bin ich?”, die auch Faust umtrieb, gibt das Buch keine Antwort!

    Die Enttäuschung wird noch vergrößert durch das Vorkommen vieler sachlicher Fehler. So kam ich beim Lesen zu mehr “Aua”- als zu den erhofften “Aha”-Erlebnissen! Einige Beispiele: Die Menschenfamilie “Hominae” gibt es nicht. Es ist die der “Hominidae”. Dendriten sitzen nicht an Axonen, sondern entspringen typischerweise den Zellleibern der Neuronen. Nervenimpulse wandern nicht “von einer Synapse … in eine andere”, sondern von der prä- zur postsynaptischen Membran der Synapse. Mitochondrien sind keine Zellorgane, sondern Zellorganellen. Die “Gattung Homo sapiens” auf Seite 246 tut einem Biologen besonders weh! Außerdem darf man nicht, nur weil man möglicherweise betonen möchte, dass an der Uni Parma Hervorragendes in der Hirnforschung geleistet wird, diese zur ältesten Universität Europas erklären. Die befindet sich nun einmal in Bologna und wurde bereits 330 Jahre früher gegründet! Störend wirken zudem die vielen vermeidbaren Schreibfehler. Und, und, und …

    Prechts Buch wurde trotz dieser Mängel zum Bestseller. Warum? Mag sein, dass sich viele Leser mit dem “Weg als Ziel” zufrieden geben und weniger interessiert sind an einer überzeugenden Antwort auf die im Buchtitel gestellte Frage. Wahrscheinlicher aber ist, dass das Glücksversprechen von Frau Heidenreich: “Wenn Sie dieses Buch lesen, haben Sie den ersten Schritt auf dem Weg zum Glück schon getan”, nicht unerheblich dazu beigetragen hat. Dem Versprechen folgte jedoch bei mir die Enttäuschung!

    Dennoch, es gibt sie, die Antworten auf die sog. “letzten Fragen”: “Wer bin ich?” und “Was ist der Sinn des Lebens?”, allerdings nicht aus philosophischer sondern aus naturwissenschaftlicher Sicht! Das entsprechende Angebot erhält man unter dem Stichwort/Tag “Welt-Erklärung” hier bei amazon.de.

  5. zo sagt:

    Precht gibt einen unaufgeregt ruhigen Streifzug duch die Philosophie von den Anfängen bis zum neurologischen Bezug der Gegenwart. Das Buch ist lesbar, unterhaltsam und dabei anspruchsvoll. Bravo.

  6. Werner sagt:

    Buchtitel passt nicht zum Inhalt
    Als ich den Titel des Buches “Wer bin ich und wenn ja, wieviele?” gelesen habe und dann weiterhin gesehen habe, dass es sich um eine “philosophische Reise” handelt, war ich sehr daran interessiert, das Buch zu lesen. Allerdings habe ich ziemlich schnell mit dem Lesen aufgehört (bereits nach sechs Kapiteln), denn das Buch hält meiner Meinung nach keinesfalls was es verspricht. Beim Lesen des Klappentextes bekommt man richtig “Appetit” auf das Lesen des Buches. Von “lustvollem und spielerischem Nachdenken” ist da die Rede. Allerdings kann ich mich dieser Aussage überhaupt nicht anschließen. Das Buch ist eine Mischung aus verschiedenen Schulbüchern und zwar aus Geschichte, Biologie und schließlich der Hirnforschung, gepaart mit wenigen Details der Philosophie. Die einzelnen Kapitel des Buches sind teilweise sehr lustig überschrieben, fangen auch in den meisten Fällen recht lustig und interessant an. Allerdings verliert man beim Lesen schnell das Interesse, da man glaubt, in einem Schulbuch zu lesen. Der Aufbau der einzelnen Kapitel ist so gut wie immer derselbe. Es beginnt mit einer kleinen, interessanten Geschichte, die sich über maximal eine Buchseite erstreckt. Dann kommt der geschichtliche Teil in Form von Lebensläufen und Lebensstationen einzelner Philosophen, Wissenschaftler, Mathematiker und Hirnforscher. Danach nimmt Precht zumeist auf die Biologie Bezug, erklärt Zusammenhänge von heutigem Verhalten und der Urzeit und leitet somit schließlich zum “Hauptteil” seines Buches, nämlich der Hirnforschung, über. Nach dieser Überleitung wird der Leser regelrecht mit Fachbegriffen aus der Hirnforschung “beschossen”. Wie funktionieren die einzelnen Windungen, welche Hirnteile gibt es usw. Am Schluss eines jeden Kapitels versucht Precht dann nochmals auf die zu Anfangs jedes Kapitels dargestellten “Einstiegsgeschichten” Bezug zu nehmen und somit ein Kapitel abzurunden. Der Titel des Buches müsste lauten: “Wer bin ich, und wenn ja wieviele, eine Reise durch die einzelnen Bestandteile des menschlichen Gehirns”. Ich kann keinesfalls behaupten, dass das Buch amüsant geschrieben ist bzw. zu lustvollem und spielerischem Nachdenken anregt, denn es liest sich wirklich, wie bereits erwähnt, wie ein riesiges Schulbuch aus verschiedenen Unterrichtsfächern. Die Philosophie dient in diesem Buch, wenn überhaupt, zumeist zur Überleitung zu den Argumenten der Hirnforschung. Ich war von diesem Buch sehr enttäuscht, vergebe aber trotzdem zwei Sterne, denn zweifelsohne hat sich Precht beim Schreiben des Buches sehr viel Mühe gegeben und verbindet wirklich viele, unterschiedliche Disziplinen der Wissenschaft miteinander. Leider macht es absolut keinen Spass, diese “Mischung” zu lesen.

  7. Sofia sagt:

    Titel und Inhalt passen nicht zusammen
    Für mich paßt gleich mehreres nicht zusammen. “Spielerisch” wird mehrmals behauptet, ich konnte aber nichts davon entdecken. Das Glücksversprechen von Frau Heidenreich kann ich auch nicht nachvollziehen, denn vom Glück handelt das Buch nur im letzten Zehntel. Auch philosophisch ist es nur teilweise, der Anteil von Hirnforschung, Medizin und Biologie (davon vor allem Evolutionstheorie) überwiegt bei weitem. Die aufgeworfenen Fragen werden behandelt, aber nicht beantwortet, sodaß der Leser ratlos zurückbleibt. Am besten haben mir noch die Kapitel über Pränataldiagnostik, künstliche Befruchtung, Embryonenschutz und Stammzellenforschung gefallen, doch was genau haben sie mit Philosophie zu tun? Hier scheinen die wahren Stärken des Autors zu liegen, doch dann hätte das Buch von Titel und Inhalt her anders ausgerichtet werden müssen.

  8. Faustus sagt:

    Gute einfache und leichte Kost
    Precht reisst viele Gebiete der Philosophie an und kreuzt sie mit der Neurophysiologie und Historie.

    Es bietet eine gute Grundlage, um von hieraus die für jeden jeweils interessanten Themen weiter zu vertiefen und lässt sich leicht und locker weglesen.

  9. Adeline sagt:

    Nerv getroffen…
    Da werden nun seit Plato, ebenfalls ein Bestseller-Autor, philosophische Bücher geschrieben und der Buchmarkt im wahrsten Sinne des Wortes damit überschwemmt und dann (zwischendurch denkt man, philosophisch lässt sich keine “Quote” mehr machen) kommt irgendwann ein Autor wie der mittlerweile “berühmte Herr Precht” und entfesselt eine Massenbegeisterung mit seinem Buch, wie wir sie schon für nicht mehr möglich gehalten hatten. Nicht nur als Philosoph (wenn man einer wäre) frägt man sich, was die Faktoren sind, die das verursachen. Es ist, denke ich, hauptsächlich ein zweifaches: die “Durststrecke”, die durchlaufen wurde, bis wieder jemand “den Nerv” des allgemeinen Geschmacks trifft, als auch die richtige Mischung von Philosophie, die bei Leibe sehr schwierig sein kann und einem Stil, der dieses Schwierige interessant und richtig verpackt an den Mann zu bringen vermag. Und diese “magische Mischung” hat Herr Precht gefunden. Das Buch kann gelesen werden wie die allmorgendliche Tageszeitung und nachher kennt man Philosophen, Strömungen und Geschichten aus dem Philosophenland. Alles so geschrieben, dass einem nicht langweilig wird, man etwas lernt und die wichtigsten Philosophen und ihre “Beiträge zur Philosophie” kennen lernt. Ein großes Lob für die eingängige Darstellung. Es handelt sich um ein Buch in historischer Perspektive: das Denken anderer, z.B. das Niklas Luhmanns wird vorgestellt und diskutiert. Aber - wie sollte es anders sein - es mischen sich einige Wermutstropfen ein: kein Buch, in dem man “philosophieren” lernte; kein Buch das das Studium irgendeines Denkers der “Schulphilosophie” wie Kant oder Hegel ersparen könnte: will man, nachdem man weiß wer und wieviele man ist, selber philosophisch “Ernst” machen, dann hat man noch nicht mal einen halben Schritt auf das Handwerk der Philosophie hin gemacht. Es ist und bleibt ein Buch aus dem Bereich Belletristik, auf die Bedürfnisse des Gelegenheitslesers zugeschnitten. Für eine ernste Auseinandersetzung z.B. mit der Moralphilosophie Kants oder dem sog. deutschen Idealismus ist es zu oberflächlich und unspezifisch. Und es finden sich Passagen die man mit Verlaub auch hätte weglassen können ohne dass der Inhalt Schaden genommen hätte: Philosophie hat nichts mit der “Berüchtigtheit” oder der Doppelmoral eines Philosophen zu tun (bei Heidegger so dagestellt); es wäre vielleicht eine Nebenbermerkung bei der Abhandlung oder Beschreibung der Heideggerschen Philosophie angebracht gewesen (die aus einsehbaren Gründen nicht erfolgen kann); beschränkt es sich aber auf diese Bemerkungen, ist es schlicht deplaziert, zumal Heidegger einer der einflussreichsten Denker dastellt, dessen Bedeutung noch nicht mal in fachwissenschaftlichen Abhandlungen auslotbar ist. Andererseits wird aber wohltuend auch philosophisch (es geht also doch) “ausgeteilt”: der Aufsatz über den selbst ernannten Messias der Philosophie Ludwig Wittgenstein und den Unsinn, den er im Alter zunehmend verbreitete, hat mir sehr gefallen.

    Fazit: ein schönes Büchlein, in zwei Nachmittagen zu lesen; der Anspruch allerdings, ein philosophisches Werk zu sein, bleibt unerfüllt, es ist ein “fluffig lesbares” Buch über Philosophen.

  10. Gerion sagt:

    So lala…
    Ich hatte in freudiger Erwartung mir dieses Buch zum Geburtstag gewünscht und war sozusagen schon gierig nach dem Inhalt.

    Nun habe ich circa die Hälfte gelesen und Ernüchterung macht sich breit.

    Ob ich es bis zum Schluss lesen werde, weiß ich nicht.

    Prechts Stil ist nicht schwierig, aber tendenziell langeweilig. Er erzählt viel über andere Philosophen und stellt deren Sichtweise vor, aber wirkliche Erkenntnisse kommen nicht vor.

    Bislang hatte das Buch keinen wirklichen intellektuellen Wert für mich. Ein Erkenntnisgewinn blieb folglich aus.

    Das Buch ist nicht geeignet eine Durststrecke zu überwinden, mehr eine zu erzeugen.

    Ich kann das Buch dem uniteressierten Leser nicht empfehlen und dem bereits vorgebildeten Leser nur raten nicht zu viel zu erwarten!

  11. Anette sagt:

    Fesselnd
    Ich war gespannt und neugierig auf dieses Buch. Soeben habe ich die letzte Seite gelesen und es mit einem Lächeln aus der Hand gelegt. Bisher habe ich mich nicht mit Philosophie beschäftigt, aber das Buch hat mich einfach gefesselt. Ich werde es noch einmal lesen, denn vieles darin hat mich nachdenklich gemacht.

  12. Adalbrecht sagt:

    Unterhaltend und umfassend
    Richard David Precht schreibt beeindruckend über philosophische Fragen und auch wenn es mein erstes Buch ist, das ich von ihm gelesen habe, kann ich den Autor nur weiterempfehlen. Der Inhalt des Buches ist sehr verständlich und auch für Einsteiger in die Philosophie, Neurowissenschaftten und Psychologie wirklich zu empfehlen!

    Richard Precht beschäftigt sich hier mit den Fragen wer wir sind, was der Mensch ist und wie er so funktioniert. Woher stammen unsere Reaktionen, unsere Ängste und Freuden, inwiefern sind wir mit unserer Evolution verbunden und was bedeutet es Mensch zu sein!? Diese Fragen schlängeln sich von Kapitel zu Kapitel, in denen er spannende und interessante Themen anspricht und neue Denkanstöße gibt. Dabei verliert er nie die Hauptthematik aus den Augen, den Menschen. Man merkt, dass sich der Autor nicht nur ein paar zusammengesuchte Gedanken zu diesem Thema gemacht hat, sondern sich intensiv damit auseinandergesetzt hat.

    Das Buch soll zum Nachdenken anregen und es kann passieren, dass Sie in der Mitte des Kapitels aufhören zu lesen. Da dieses Buch ziemlich viele Informationen, wie zB. Biographien und Theorien enthält, wird der Leser, welcher sich “frisch” mit diesen geisteswissenschaftlichen Bereichen auseinandersetzt, langsamer mit dem Buch vorankommen, da er die Menge erst einmal “verdauen” muss. Doch erlaubt die Gliederung des Buches jederzeit einen “Wiedereinstieg”, der Leser kann also kapitel weise vorgehen, ohne den roten Faden zu verlieren.

  13. Reamonn sagt:

    Anfang am Feuer
    An einem Sonntagmorgen in aller Herrgottsfrühe habe ich das Buch zu lesen begonnen. Das Buch hatte ich geschenkt bekommen und wusste nicht recht was mich erwartet. Während der Raum langsam von dem Feuer des Kamins erwärmt wurde, lass ich die Einleitung. Zuerst war ich müde und mir wir war kalt, plötzlich aber ich war aufgeregt und glücklich. Der Autor hatte mich gepackt, endlich mal wieder ein Buch was versprach einem neue Ideen zu geben, Kernfragen zu beantworten und was das Beste ist mit einem Literaturverzeichnis.

    Diesen morgendlichen Erwartungsdruck hielt das Buch nicht stand, konnte es auch nicht. Ich kann mich anderen Rezensenten nur anschließen, der Autor ist etwas selbst verliebt und, die Einzelnen Themen häufig etwas oberflächlich ausgeführt.

    Aber der Autor hält “Taran und das Zauberschwein”, sowie die gesamten Zyklus auch für die besten Kinderbücher und er gib t immer Anregungen selbst Aktivität zu entfalten und weiter zu denken. Letztlich ist das alles was zählt. Ideen erschließen sich nicht vollständig ohne Mühe durch Kurzzusammenfassungen, der Autor wäre auch der letzte der das Behauptet.

    Der Moment an dem ich mich erinnern werde ist der Anfang am Feuer, das ist eine ganze Menge. Also lest selber.

  14. Isaac sagt:

    Mal wieder nicht zum Lesen gekommen - her mit dem Hörbuch!
    Allerdings ist dieses Hörbuch als Begleiter auf der Autobahn nur begrenzt geeignet. Dafür ist es denn doch einen Tick zu anstrengend, will meinen: die Gedanken schweifen ständig ob des gerade gehörten ab und am Ende kann man sich weder auf das Hörbuch noch auf das Autofahren konzentrieren. Nicht gut.

    Mein Eindruck von diesem (Hör)Buch ist der einer interessanten, lesens- und hörenswerten populärwissenschaftlichen “Abhandlung” über die Geschichte der Philosophie und allerhand Nebenthemen. Über all diese Denktheorien hatte ich mir, ehrlich gesagt, noch nie Gedanken gemacht. Und so fand ich das Hörbuch hochspannend und durchaus anregend. Irgendwann einmal werde ich mich tiefergehend mit diesem Thema auseinandersetzen. Und das ist doch schon mal ein guter Anfang…

  15. Christiana sagt:

    Leben und warum?
    Es ist ein sehr anregendes Buch.Für alle, die über das Leben an sich gerne nachdenken,ist es einfach klasse.

  16. Gefin sagt:

    Ein anregendes Buch!
    Es geht mal wieder um die großen philosophischen Fragen des Menschen und seines Daseins. Dies allerdings verknüpft mit den Erkenntnissen aus Psychologie und Biologie. Die Struktur des Buches ist angelehnt an die bekannten kantischen Fragen “Was kann ich wissen?” - “Was soll ich tun?” - “Was darf ich hoffen?”.

    Kapitel 1: Was kann ich wissen?
    - Was ist Wahrheit?
    - Wie funktioniert mein Gehirn?
    - Wer ist “Ich”?
    - Was sind Gefühle?

    Kapitel 2: Was soll ich tun?
    - Warum soll ich gut sein?
    - Kann ich wollen, was ich will?
    - Ist Abtreibung moralisch?
    - Warum sollen wir die Natur schützen?

    Kapitel 3: Was darf ich hoffen?
    - Gibt es Gott?
    - Was ist Liebe?
    - Was ist Freiheit?
    - Hat das Leben einen Sinn?

    Ein gutes Buch, das jedem Reflektierenden bei der Antwort hilft auf die Frage, wieviele er denn nun ist.

  17. Martin sagt:

    Fachwissen für alle!
    Dieses Buch bietet einen guten Überblick über Wissensgebiete wie Evolution, Anthropologie, Psychologie, Philosophie, Soziologie, Neurologie u. a. Es ist sehr gut verständlich und wird nie zäh, sondern bleibt immer spannend! Aus meiner Sicht ein wirklich gutes, empfehlenswertes Buch.

  18. Isaak sagt:

    Wer bin ich - und wenn ja, wieviele
    zu extrem philosophisch und langatmig. Ich bin erst am anfang und überlege schon zu überblättern…naja, viell. wirds ja noch- ich bin gespannt

  19. Patricia sagt:

    Einfach gelungen
    Sicherlich keine akademische Meisterleistung, jedoch ein Meisterwerk für Einsteiger der Philosophie. Es macht Spass es zu lesen, es eröffnet neue Gedanken und zeigt einem auf, womit sich die Philosophie seit je her beschäftigt hat.

  20. Doro sagt:

    Zu eindimensional
    Schon lange hat mich ein Buch nicht mehr so zum Nachdenken gebracht wie das Werk von Richard David Precht. In knappen Kapiteln schreibt der Autor über philosophische Fragen. Beginnend damit, was der Mensch wissen kann, über das, was er tun soll, bis dahin, was er denn schlussendlich hoffen darf.

    Precht, Philosoph und interessierter Biologe, der den Menschen mit seinen Verweisen auf die Hirnforschung beschreibt, betrachtet diesen jedoch zu eindimensional - wenn auch dem aktuelle Zeitgeist entsprechend. Precht wurde mit dem Publizistikpreis für Biomedizin ausgezeichnet und irgendwie kommt beim Lesen das Gefühl auf, als würde er der Biomedizin nun etwas zurückgeben wollen. Die Philosophie wird verdrängt und wird nur noch dort geduldet, wo die Hirnforschung zum jetzigen Stand des Wissens im Dunkeln tappt. Dabei schreibt er dies, als wären seine Ansichten unumstößlich. Seine Erklärungen gibt er so aufdrängend wieder, dass es dem Leser schwer fällt, eigenständige Schlüsse zu ziehen. Vielmehr zwängt er seine Sichtweise dem Leser auf. Das Problem dabei ist, dass seine Schlussfolgerungen zwar in sich logisch, aber oftmals doch nicht der Wahrheit letzter Schluss sind / sein können.

    So schreibt er zwar im ersten Kapitel über “Wahrheit”, dass es so etwas wie eine objektive Wahrheit nicht geben kann, widerspricht sich aber in den folgenden Kapiteln, wenn er die Ergebnisse der Hirnforschung als einzig wahre Erkenntnis darstellt. Zwar formuliert der Autor dies nie explizit, doch scheint dies ganz deutlich zwischen den Zeilen hervor.

    Gerade die Fokussierung auf die Naturwissenschaften alleine, sorgt für eine einseitige Betrachtung. Vor allem bei einem so komplexen Thema wie der Moral, wäre eine interdisziplinäre Perspektive zielführender gewesen. Gefühle werden bei Precht nur als biochemischen Prozess im Gehirn des Menschen verstanden. Auch wenn die Hirnforschung immer mehr den komplexen Mechanismen des Gehirns auf die Schliche kommt, so wird uns zwar immer mehr bewusst, was genau im Gehirn bei Gefühlen wie Liebe oder sogar bei moralischen Überlegungen passiert, doch warum dies so passiert, was der tatsächliche Auslöser ist (ob instinktiv oder doch durch einen noch unbekannten Faktoren), davon ist die Wissenschaft - so schreibt auch der Autor - noch meilenweit entfernt.

    Lediglich die philosophische Erkenntnis, dass der Mensch mit seinem Primatenhirn keine objektive Realität erfahren kann, tröstet darüber hinweg, dass es im Leben vielleicht doch um mehr geht, als nur um Triebe, den instinktiven Drang danach, die eigene Spezies zu schützen, um ihr eigenes Überleben zu sichern. Denn auch gerade menschliche Sehnsüchte und Wünsche treiben den Menschen an, genau so wie uns das Verspüren von Hunger dazu verleitet, uns nach etwas Essbarem umzusehen. Zu sagen, der Mensch handle moralisch gut weil es zu seinen angeborenen Instinkten gehöre, entzieht vielen Menschen das Fundament, auf welchem sie ihre Nächstenliebe praktizieren und hinterlässt das “intelligente Tier” namens Mensch. Die Aussage, Moral (oder moralisches Verhalten) wäre in einem bestimmten Bereich unseres Gehirn verankert, mag zwar den Erkenntnissen der Hirnforschung entsprechen und kann damit biologisch erfasst werden, doch greift der hieraus gezogene, alles erklärende Schluss, die Funktion der Moral sei lediglich jene, die eigene Spezies zu schützen, nicht. Die Funktionen der Moral sind viel fundamentaler. Die Motivation, gut zu sein, weil ein Instinkt mir offenbar einredet, gut zu sein sei wichtig, ist bei weitem nicht so stark wie die Motivation aus einem religiösen Anreiz heraus. Es zeigt sich wiederum, dass eine rein naturwissenschaftliche Betrachtung der Fragestellung der Sache nicht gerecht wird. Dabei stellt sich bei solchen Betrachtungen die Frage nach dem Vorhandensein eines Gottes gar nicht zwangsläufig. Die Frage ist viel profaner: Welche Funktionen übernimmt der Glaube an einen Gott? Allein die Tatsache, dass Millionen von Menschen an einen Gott glauben, sorgt dafür, dass Menschen sich dementsprechend verhalten. Der Glaube an etwas Übernatürliches gehört seit jeher zur Wesensart des Menschen und wirkt sich sowohl in positiven wie natürlich auch in negativen Belangen aus. Somit ist die Untersuchung der Moral weit mehr als eine eindimensionale - nur triebhafte - Betrachtung; sie muss interdisziplinär erfolgen. Zu sagen, diese menschlichen Sehnsüchte seien Humbug oder unwissenschaftlich, wäre damit naiv. Das faktische Vorhandensein dieser menschlichen Gedanken und Wünsche, macht sie zu einem Teil des Menschen und damit gehören sie unweigerlich zu seiner Art.

    Diese Tatsachen zeigen, dass zwar nicht alle, aber doch viele Fragen zum Menschen nicht auf eine einzige wissenschaftliche Disziplin zu reduzieren sind, womit Aussagen welche behaupten, sie können philosophische, soziologische und psychologische Erkenntnisse allein durch ihre Disziplin beantworten, zum Scheitern verurteilt. Auch der Autor schreibt - und das kann man ihm zu gute halten - das der Mensch sich nie selbst in seiner Gänze erfassen kann. Er kann sich nicht von sich selbst lösen, sich selbst nicht zum Objekt seiner Untersuchungen. Darüber hinaus wird der die Erkenntnisfähigkeit des Menschen durch seine wahrnehmbaren Sinneserfahrungen beschränkt.

    Welche Gründe können nun angeführt werden, die das Buch zu einem lesenwerten Werk machen? Dies ist zum einen die sehr unterhaltsame Sprache, mit welcher Precht durch seine rund 10-seitigen Kapitel führt. Eingebettet sind seine Aussagen und “Erkenntnisse” in amüsante Geschichten, die dem Verständnis der zu behandelnden Fragestellung dienlich sind. Wer also einen groben Überblick über philosophische Fragestellungen und den aktuellen Stand der Hirnforschung zu diesen Themen haben möchte, ist mit diesem Buch gut beraten. Auch begleitet die Hirnforschung den Leser nur im ersten Drittel des Buches sehr penetrant und taucht dahingegen später nur noch sporadisch auf. Man sollte jeodoch eine gehörige Portion Kritikfähigkeit und den Willen sich selbst Gedanken zu machen, mit auf die Reise durch dieses kurzweilige Werk nehmen.

  21. Dortje sagt:

    Kurzrezension
    Dieses Buch sollte jeder lesen, der sich Gedanken darüber macht, warum er in der Welt ist, und warum es selbige gibt.
    Der Titel machte mich neugierig. Er versprach mir einen Autor mit Witz. Und er hat mich nicht enttäuscht.

  22. Annique sagt:

    Wer bin ich + wenn ja, wie viele
    Die gesamte literarische Ausführung des Buches ist interessen- und lesenswert.
    Vielleicht sind manche “Floskeln” etwas weit ausgeholt….aber so ist der Mensch ja in Gesprächen auch sehr oft!!!!

    Ich lese im allgemeinen sehr viel, ob private oder berufliche “Lektüre”, ob psychologisch oder pädagogisch etc., aufgrund einer beruflichen Maßnahme bin ich auf den Schriftsteller gekommen und bin begeistert.

    Note 1+ - sehr empfehlenswert

  23. Berti sagt:

    Hochglanz
    Hab ich mich doch tatsächlich vom vielversprechenden Titel und Cover verführen lassen…
    Den Schreibstil würde ich als Amerikanisch bezeichnen, durchsetzt von persönlichen Erfahrungen und Stories. Ich mag diesen demonstrativ lockeren und entertainenden Stil überhaupt nicht. Die einzelnen Themengebiete werden allesamt interessant angerissen und verlaufen dann im Sande. Ich habe mich dann auf einzelne Kapitel beschränkt, die besonders interessant waren und das Buch direkt weiterverkauft.
    Möglicherweise muss man sich auf den Stil einlassen und kann einiges für sich herausziehen, aber als gute Zusammenfassung der Philosophie, als die es sich vorstellt, hat es mir nicht genügt.

  24. Barnabas sagt:

    Nur mit Vorerfahrungen zu lesen
    Das Buch dreht sich um philosophische Fragen. Allerdings dürfte es für den unbedarften Leser, der nicht schon einiges gelesen hat zu Evolutionsbiologie und Hirnforschung, aber auch zu Philosophie und Psychologie, etwas schwierig sein, Zugang zu finden.

    Die Fragen, wer wir sind, was der Mensch ist und wie er funktioniert, werden miitlerweile ja in der Schule in Ethikunterricht oder Religion behandelt. Es ist die klassische Frage aus dem Mittelalter:

    Ich komm’, weisz nit woher,
    Ich bin, ich weisz nit wer,
    Ich sterb’ und weisz nit wann,
    Ich geh’, weisz nit wohin,
    Mich wundert’s, dasz ich fröhlich bin.

    Das Buch soll eigentlich zum Nachdenken anregen. Und genau hier könnte manch einer überfordert sein.

  25. Oswald sagt:

    Interssant, aber nicht mehr…
    Die verschiedenen Themen regen zur Diskussion an. Interessant fand ich jedesmal die kurzen biographischen Anekdoten zu den Wissenschaftlern, Philosophen und Forschern die Precht vorstellt.

  26. Stefan sagt:

    Wer bin ich - und wenn ja wieviele???
    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es schneidet rund um mal alle “wichtigen” Themen an. Betreffend der Funktionen des Gehirns, Bewußtsein usw. Sehr schön an dem Buch sind die Fragestellungen an den Enden der einzelnen Kapitel, wodurch man nochmals angeregt wird darüber nachzudenken. Alles in Allem ein, aus meiner Sicht, gelungenes Werk.
    Ich hoffe ich konnte ein wenig weiterhelfen bei der Entscheidung;-))

  27. Bertha sagt:

    Philosophische Gedanken
    Es ist, wie der Titel schon sagt, eine philosophische Reise. Zwar ein kleinwenig unverständlich, durch ein paar Fremdwörter, aber es regt zum selber nachdenken an. Mit jedem neuen Kapitel wird auch der geistige Horizont erweitert. Ich kann es jedem empfehlen, denn es anschaulich geschrieben.

  28. Klaus sagt:

    Ein gutes Buch!
    Also eines vorweg, Prechts Buch eignet sich nicht nur für Leute mit fundiertem Bezug zur Philosophie!

    Vielmehr regt es dazu an Dinge aus anderen Blickwinkeln zu betrachten und zeigt auf wie Sinnvoll es ist die Kunst Fragen zu stellen wieder zu erlernen.

    Precht auf seiner “Reise” zu begleiten ist nicht nur stellenweise sehr unterhaltsam, sondern regt zum Nachzudenken an.

  29. Gersemi sagt:

    An der Oberfläche gekratzt …
    Mit großen Worten wird Prechts Buch auf der Rückseite angepriesen. “Kompetent” und “umfassend” ist es angeblich. Bei diesem Anspruch können schon bei der Anzahl der Seiten - es sind unter 400 - leichte Zweifel aufkommen.

    Wie sich beim Lesen bestätigt, leidet das Buch an einem unausgereiften Verhältnis von zu vielen Themen bei wenig tiefgehendem Inhalt. Während viele potentiell interessante Themen aufgegriffen werden, geht das Buch selten über oberflächliche Betrachtungen zum jeweiligen Thema hinaus. Wer vor dem Lesen philosophisch bereits etwas bewandert ist, wird dem Buch kaum Neues abgewinnen.

    Es scheint vor allem an jene gerichtet zu sein, die bisher keine oder kaum Kenntnisse im Bereich Philosophie haben und nicht daran interessiert sind, mit öde erscheinenden Originalzitaten und ausufernden Begriffsklärungen gelangweilt zu werden. Precht hat sich daher offenbar dem “Edutainment” verschrieben. So manch ein Kritiker wird sich auf den Schlips getreten sehen, wenn zum Beispiel die ehrwürdigen Philosophen der Geschichte zur Unterhaltung des Lesers nicht nur als große Helden, sondern als Menschen mit Stärken und Schwächen dargestellt werden. Hier und da wird auch der Einfachheit als richtig dargestellt, was nur Precht als korrekt erscheint, manchmal mit Hinweis darauf, dass es sich um eine Eigeninterpretation handelt, manchmal nicht.

    Jedes Kapitel ist mundgerecht klein gehalten, auf dass die Lektüre nicht in Lesearbeit ausartet. Und damit die Mahlzeiten besser rutschen, sind sie gut verpackt in Erzählungen und anekdotischen Episoden.

    Außerdem hat Precht einen Narren an der Gehirnforschung gefressen. Nur zu gerne weist er auf Erkenntnisse aus diesem Bereich hin und will so die verstaubte Philosophie aufpeppen. Auch sein Wissen im Bereich Biologie stellt er unter Beweis.

    Doch gerade der Anspruch, umfassend zu erklären, scheitert hier, denn sein Wissen in den Bereichen Psychologie und Soziologie ist recht dünn, was besonders in den Kapiteln mit emotionalen Themen zum Tragen kommt, etwa in “Was ist Liebe?” und den letzten Kapiteln, in denen es um Glück und Sinn geht, die ihm selbst nicht ganz geheuer zu sein scheinen. Auch die Auswahl der vorgestellten Philosophen ist fraglich. Wenn die wichtigsten Fragen beantwortet werden, so müssen auch alle zu Wort kommen, die entscheidende Erkenntnisse beitragen konnten. Prechts in diesem Buch vorgestellte Universum hat keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

    Zusammenfassend kann ich das Buch nur bedingt empfehlen. Ich musste mich etwa ab der Hälfte durch das Buch kämpfen. Dennoch ist es weder schlecht geschrieben noch langweilig. Wer im Sommer keinen Krimi lesen und trotzdem Wissen für die nächste Cocktailparty sammeln möchte oder einen unterhaltsamen Einstieg in einige philosophische Grundfragen erhalten will, ist hier gut bedient.

  30. Hannelore sagt:

    Ein Philosophie-Grundkurs
    Ich hatte mir dieses Produkt als Hörbuch gekauft und habe es im Auto gehört. Es war eine gute Möglichkeit die eigenen Philosopie-Kenntnisse nochmal aufzufrischen. Manchmal etwas anstrengend, da man sehr zum Denken eingeladen wurde. Hat mir gut gefallen.Wer bin ich - und wenn ja wie viele? . Eine philosophische Reise

  31. Vanadis sagt:

    Große Klasse
    Ich hab mit größtem Interesse und oft mit einem Lächeln im Gesicht aufgesogen, was der Autor schreibt. Er hat mich gut mitgenommen auf die philosophische Reise, die für mich sehr tiefgründig und dabei so informativ und auch noch teils amüsant war, dass ich das Buch zu meinen Lieblingsbüchern zähle.

    Wunderbares Buch.

  32. Lazarus sagt:

    Überflüssiges Buch
    Dieses Buch soll zum Denken anregen und etwas über das Leben erzählen. Von wegen. Mich regt dieses Buch gar nicht zum denken an, höchsten nur in der Richtung was dieses Buch eigentlich soll?

    Die Überschriften passen oft gar nicht zum Text. Beispielsweise beim Kapitel “Was ist Sprache”. In dem Kapitel möchte ich etwas über die Sprache erfahren und nicht wie “Wittgenstein” sein Leben verbracht hat. Das Thema Sprache wird vielleicht einmal kurz angerissen, aber es ist eher eine Biografie von Wittgenstein.

    Solche Kapitel sind in der Regel immer der Fall. Richard David Precht geht mehr auf die Biografien von verschiedenen Philosophen ein als auf das eigentliche Thema und das erzählt ja überhaupt nichts über das Leben.

    Meiner Meinung ein Buch was die Welt nicht braucht. Und zum Nachdenken über das Leben regt dieses Buch überhaupt nicht an.

    Wer etwas über Philosophen wissen möchte, für den ist das Buch geeignet, wer aber etwas über sich selbst und das Leben wissen möchte, der braucht dieses Buch nicht.

    Setzen 6.

  33. Gidi sagt:

    Gelungener, motivierender Denkanstoß
    Das meiner Meinung nach wichtigste Merkmal dieses Buches ist, auch wenn es an anderer Stelle bemängelt wurde, dass sich der Autor darum bemüht, den Lesern die wirklich wichtigen Fragen des Lebens näher zu bringen, und zwar ohne ihnen dabei seine eigene Meinung aufzwängen zu wollen. Nur am Schluss, zur Frage nach dem Sinn des Lebens, bezieht Precht Stellung; ansonsten schreibt er objektiv und auf der Höhe der aktuellen Forschung (sowohl der Philosophie, der Psychologie wie auch der Biologie) über die zentralen Punkte des menschlichen Lebens. Im Übrigen auch sprachlich sehr gewandt, so dass es durchwegs eine angenehme Lektüre ist…

    Die von manchen Rezensenten kritisierten fachlichen Fehler habe ich als nur begrenzt in Philosophie und Neurowissenschaften vorgebildeter Leser zwar auch wahrgenommen, aber da es sich hierbei nur um Detailfragen dreht, habe ich sie auch geflissentlich überlesen können, ohne dass es dem Lesegenuss Abbruch getan hätte.

    Zwei wichtige Voraussetzungen sollte man als Leser aber mitbringen, wenn man sich an Precht heranwagen möchte: zum einen sollte man das Interesse besitzen, sich über die großen Fragen Gedanken machen zu wollen und sich damit gegebenfalls auch etwas länger auseinanderzusetzen; zum anderen sollte man die Zeit und vor allem auch die Geduld mitbringen, sich diese Fragen selbst beantworten zu wollen. Interessante Bücher verschlinge ich im Normalfall an zwei bis drei Abenden, hier allerdings “musste” ich mich auf ein Kapitel/eine Frage pro Abend beschränken, um anschließend die Zeit und die Ruhe haben zu können, mir diese Fragen und Zusammenhänge selbst erschließen zu können. Man kommt schon stark ins Grübeln, wenn man dieses Buch liest…

    Denn dazu dient es ja auch letztlich: natürlich ist es auch eine Einführung in die Philosophie wie auch in die moderne Hirnforschung, aber sein eigentlicher Zweck ist es, den Leser dazu zu bringen, sich selbst, sein Verhalten, seine Mitmenschen, seine Umwelt, ja, das Leben an sich zu überdenken und zu reflektieren.

  34. Raphael sagt:

    Und wo ist…
    …schlußendlich der eigene Punkt des Autors…?

    Das habe ich mich nach der Lektüre gefragt.

    Es handelt sich sicher um eine gute kurze Einführung in Philosophie, Psychologie, Hirnforschung, Medizin und Biologie - von ganz weit über drüber geflogen, für den, der einsteigen will. So weit, so gut und dafür die drei Sterne.

    Aber selbst dem interessierten Laien wird auffallen, daß sich der Autor sehr geschickt um eine explizit formulierte eigene Meinung drückt. In den Kapiteln wird zunächst immer widerlegt, warum der Eine oder Andere nun in der Vergangenheit nicht recht hatte oder bestimmte Blickwinkel zu kurz gesprungen sind - und dann, wenn man dann eigentlich sagen müßte, was die eigene Meinung ist, dann - kommt das nächste Kapitel. Abgesehen davon, daß der Autor nicht merkt, daß er sich an der einen oder anderen Stelle widerspricht bzw. man seine kurzen Anmerkungen (wenn sie mal auftauchen) mit den gleichen Argumenten widerlegen könnte, die er für andere anwendet, läßt das den Leser schlußendlich (also mich zumindest) unbefriedigt zurück.

    Philosophie lebt vom Reflektieren anderer Meinung und der Bildung bzw. immer weiter schreitenden Schärfung der eigenen. Der intelligente Diskurs darüber ist die dann die eigentliche Freude. Alles zusammen erfordert natürlich eine gewisse Tiefe.

    All dem geht der Autor aus dem Weg. Leider ist es ein Irrtum, daß das Nicht-Teilen anderer Meinungen schon eine eigene wäre. Schade, schade.

  35. Alphonsus sagt:

    Mehr zum gerne Lesen als zur Beantwortung der Titelfrage
    Das Buch enthält mehrere erzählende Einstiegsartikel

    in wissenschaftliche Fachgebiete und deren tragende

    Persönlichkeiten.

    Dieser Art vereinfacht sind die einzelnen Kapitel darauf

    getrimmt, für eine neue, zeitgemäßere Selbstsicht des

    Menschen in der heutigen Lebensumwelt herangezogen zu werden.

    Der Autor sagte aber in einem Interview auf der Leipziger

    Buchmesse 2009 selbst, dass durch kluge Einsichten kein

    Mensch zu ändern sei.

    Im Vordergrund steht also mehr die Erreichung von “Wow-Effekten”

    durch neue Blickwinkel, die das Buch auch vordergründig

    interessant, angenehm zu lesen und gut verkäuflich machen sollen.

    Der Preis ist allerdings für ein

    Paperback völlig unwissenschaftlich ziemlich geschmalzen und

    für mich ein Indiz auf die wahre erste Absicht des Autors.

    Grundsätzlich geht es bei dem Werk aber um doch lustvoll

    zu lesende Wissenschaft für die Breite (also ohne jene

    vertigogene präabiturielle Hegel-Text-Stimmung, die wir

    zu meiner Zeit mentalen Priapismus nannten).

    Meine Bewertung mit “nur” vier Sternen im vorliegenden Fall

    empfinde ich dennoch als fast zu wohlwollend.

  36. Goeran sagt:

    Mainstreamliteratur
    Es ist nicht sicher, welche Leser sich Precht beim Schreiben dieses Buches gewünscht hat und welche Intention ihn getrieben hat. Ich habe das Buch gelesen, weil ich wissen wollte, was den grossen Erfolg dieses Buches aus macht. Leider habe ich keine Antwort gefunden

    Die grossen Fragen der Philosophie mit ein bisschen Hirnforschung und vermeintlichen Erkenntnissen aus der Evolutionsbiologie aufzupeppen, misslingt einigermassen gründlich. In Zeiten allgemeiner Orientierungslosigkeit, die auch den Autor selbst zu betreffen scheint, wäre mehr einfach besser gewesen. Da werden Urteile gefällt, wie etwa dass Kant hoffnungslos veraltet ist. Es wäre doch meines Erachtens sinnvoller zu fragen, warum die humanistischen Anliegen der Aufklärung sich in der Gegenwart so wenig realisiert haben und was das Problematische an Kants ethischer Lehre ist. Eine Aufforderung an den Leser, den Mut zu haben, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, kann ich in diesem Buch leider nicht erkennen.

  37. Benny sagt:

    Des Kaisers neue Kleider
    Prechts Buch erfüllt in erster Linie den Zweck, dass es dem Käufer ein gutes Gefühl verleiht. Ich sage bewusst Käufer und nicht Leser, denn ich bin überzeugt, dass viele nicht über die ersten 50 Seiten hinaus kommen. Das gute Gefühl bleibt trotzdem, denn schließlich gehört man nun zu den Menschen, die wenigstens versucht haben, sich mit den wirklich wichtigen Fragen des Lebens zu beschäftigen.

    Das deutsche Lesepublikum verlangt alle paar Jahre nach einem Buch, das unterhaltsam durch die Geschichte der Philosophie führt. Und diesmal ist es eben Precht, der die Lorbeeren erntet. Das Buch ist tatsächlich streckenweise unterhaltsam, deshalb vergebe ich auch zwei Sterne, im Großen und Ganzen überwiegen allerdings die Mängel. Erst einmal fehlt dem Buch ein roter Faden. Vieles wirkt wie zufällig aneinandergereiht. Die im Inhaltsverzeichnis gelisteten Kapitelüberschriften machen außerdem oft nicht klar, was einen hier erwartet. Die Ausflüge in die Biografien der einzelnen Philosophen sind meist überflüssig und langweilig. Und streckenweise wird es dann so anspruchsvoll, dass man selbst als akademisch gebildeter Leser Schwierigkeiten hat, dem Autor im Detail zu folgen.

    Ein guter Lektor hätte aus diesem Werk durchaus noch etwas machen können, denn Precht hat auf jeden Fall einen gut lesbaren Schreibstil. Wenn einiges gestrichen und umgestellt worden wäre, müssten sich die Leser jetzt weniger abmühen und könnten direkt zu den Perlen des Buches vordringen.

    Für Precht hat sich das Ganze jedoch mehr als gelohnt. Denn was sich so gut verkauft, ist in erster Linie die Idee des Buches und nicht die Ausführung. Und er profitiert mit Sicherheit auch davon, dass viele Käufer sein Buch weiterempfehlen, weil sie nicht zugeben wollen, dass sie es gar nicht oder nur ansatzweise gelesen haben. Es ist ein wenig wie bei “Des Kaisers neue Kleider”: Alle loben die schönen Kleider des Kaisers, obwohl sie sie gar nicht sehen können. Die Leute denken, sie können die Kleider nicht sehen, weil sie nicht intelligent genug sind, und wollen nicht als Dummköpfe dastehen. Aber die Wahrheit ist, wie sich am Ende des Märchens herausstellt: Der Kaiser hat gar nichts an.

  38. Radomila sagt:

    (Schein-)intellektuelles Dschungelcamp
    Es gibt soviele gute Autoren, die nicht gelesen (und nicht gedruckt) werden, und soviele schlechte, die gelesen (weil eben gedruckt) werden. Precht gehört in der deutlichen Gedanken-Freiheit seines Textes »Wer bin ich, und wenn ja, wie viele?« ja unübersehbar zur zweiten Gruppe. Die spannende Frage bleibt: Warum gedruckt und warum hochgejubelt? Vielleicht hängt die Antwort auch damit zusammen, daß sein Text z.B. entscheidende Bereiche der Philosophie wie Politik und Gesellschaft ganz ausläßt, nicht weniger Erkenntnisfragen im eigentlichen Sinne (etwa als Frage zwischen Materialismus und Idealismus; die Einbeziehung von Hirnforschung ist bei Precht nur unreflektierter neopositivistischer Ersatzquatsch). Jedenfalls lassen Precht gerade seine spezielle Themenwahl und Themenauslassungen besonders leicht die Möglichkeit zu noch unverbindlicherem Yuppie-(m/w)-Gelabere - und damit besser den Zugang zum heute entscheidenden intellektuell-promotionellen-Sponsorentum, der Kritik, offen.

    Von solchen Überlegungen her schließt sich der Kreis zu den Förderern solcher Texte und Autoren, den in der Regel bekannten öffentlichen Beurteilern und damit Bestseller(listen)-Machern. Diese Förderer dürften sich in derlei Texten fraglos wiedererkennen. Und zweifellos erklärt sich der Aufstieg im wesentlichen so.

    Bleibt da ein Trost in der Überlegung der Folgenlosigkeit solcher Erzeugnisse wie der von Büchern à la Precht? Immerhin bewegt er ja rein gar nichts, stößt nichts an, verändert nichts, fördert keinen Erkenntnisgewinn usw. Es ist egal, ob es das gibt oder nicht. Nein, eigentlich ist es kein Trost: Precht hinterlässt - zusammen mit vielen anderen, das macht es aus - einen Kleister, der genau das Gegenteil von dem produziert, was er angeblich fördern will: geistige (Weiter-)Lähmung statt (möglicher) Aufklärung. Funktion: Eine spezielle Art von Unterhaltung als (schein-)intellektuelles Dschungelcamp.

  39. Barbara sagt:

    Dünnbier statt Philosophie
    Dieses Buch ist ein anspruchsloses Durcheinander von Weisheiten, die keinen Anspruch auf Intellekt erheben. Es zeigt sich, daß der Erfolg eines Buches von Frau Heidenreich abhängt, die es einmal lobend in ihrer Sendung hochgehoben hat. Schade, daß sich die Masse der Leser so leiten läßt und keine eigene Meinung besitzt. Schade um wertvolle Zeit, in der ein anderes gutes Buch gelesen werden kann.

  40. Sasna sagt:

    Macht Spaß und regt zum Denken an
    Richard David Prechts Buch führt nimmt den Leser an die Hand und führt ihn sicher durch den unüberschaubaren Dschungel der Philosophie. Den Grundbaustein legen die drei Kantschen Fragen “Waskann ich wissen?”, “Was soll ich tun?” und “Was darf ich hoffen?” die zugleich die Überschriften der Drei großen Kapitel des Buches sind.

    Precht behandelt darin abstrakte Themen wie Wahrheit oder Freiheit sowie konkrete moralische Fragen unsere Zeit wie Klonen oder Abtreibung. All dies behandelt vom Standpunkt der Philosophie aus ohne dabei jedoch Scheuklappen aufzuziehen. Konsequent kommen verschiedene Standpunkte oder auch mal andere Wissenschaften wie die Biologie zu Wort.

    Trotz der Breite der gestellten Fragen in Prechts Buch schafft er es sich durch die verschieden Kapitel zu hangeln, ohne dass dabei der Lesefluss ins Stocken geriete. Überhaupt ist Prechts SChreibstil einer der grßen Pluspunkte des Buches. Der behandelte Stoff mag noch so trocken sein - Precht bereitet ihn für jeden Leser unterhaltsam auf ohne an Substanz einzubüßen.

    Mancher mag bemängeln, dass Precht keinen eigenen Standpunkt vertrete, doch ich finde, dass dies auch nicht der Sinn sein Buches sein soll. Precht möchte seine Leser über die wichtigsten Fragen der Philosophie aufklären und zum Nachdenken anregen. Das schafft er auf eine unvergleich angenehme Art und Weise.

  41. Svea sagt:

    Einmal quer durch die Weltgeschichte der Entwicklung von Denken, Handeln udnSein
    In diesem unterhaltsam und populärwissenschaftlich gestalteten Abriss der Geschichte der Philosophie wird für den Laien verständlich erklärt, was es mit unserem Denken, Handeln und Sein auf sich hat.

    Schon mit den Einführungsworten wird sympathisch und handfest erklärt, wie David Precht zur Philosophie kam. Es macht uns den Autor ungemein sympathisch.

    In den folgenden Abhandlungen werden einzelne Philosophen und Denker, die in den Jahrhunderten unser Denken, Handeln und Fühlen untersucht und entdeckt haben, in ihrem Werdegang bis hin zu ihren Entdeckungen vorgestellt.

    Dass die Psychologie als Ableger der Philosophie anzusehen ist, wird uns am Beispiel Freuds erläutert. Er hat ja nicht nur die Seele und ihre Krankheiten untersucht sondern in seinen kulturphilosophischen Abhandlungen einen wichtigen Beitrag zur Erklärung der Welt und unserer Vorstellungen von ihr und uns geleistet.

    Precht erzählt von den Erkenntnissen der Neurobiologie und beschreibt das Zusammenspielt von Verstand, Geist, Seele und Körper.

    Über Moral und Anstand, über Sterbehilfe und Naturschutz referiert er ebenso geläufig, wie über die Menge der Philosophen, die unsere Erkenntnisse über die Welt und ihre Entstehung bereichert haben. Soziales Leben, die Frage nach Gott und dem Sinn des Lebens und nach dem Glück wird gestellt und mit den vorhandenen Belegen aus der Literatur zu beantworten versucht.

    Richard David Precht verfügt über ein umfassendes Wissen, das er in locker leichtem und verständlichem Tonfall vorzutragen weiß. Das Buch ist so aufgemacht, das jedes Kapitel Neugierde auslöst und zum Lesen ermuntert. Man muss es nicht von Anfang bis zu Ende lesen, sondern kann sich einzelne Kapitel heraussuchen, die gerade von Interesse sind.

    Auf diese Weise lässt sich Bildung gewinnen, ohne dass man sich einer theoretisch gelehrsamen Diktion ausgesetzt sieht.

    Hervorragend, anregend und äußerst amüsant hat er ein Bildungsbuch für Jedermann geschrieben!

  42. Bea sagt:

    der Versuch Oberflächlichkeiten zu durchbrechen
    Nun, es wurde schon so viel geschrieben, ich möchte nur sagen, und zwar nicht ohne Polemik, dafür ohne professionellen Anspruch, und nur aus Sicht und aus dem Bauch heraus von jemandem, der sich dem Wesen des Menschen, dem des eigenen Selbst und dem der Welt nähern will:

    Dieses Buch ist geschrieben für den häufig anzutreffenden oberflächlichen und egoistischen Menschen, der sich unbequeme, tiefe Einsichten in sein Seelenleben, seine wahren Bedürfnisse und innerlichen Wunden ersparen will, der sich aber dem Bedürfnis, nicht ohne die Gesellschaft anderer Menschen auskommen zu können, nicht widersetzen kann, und so versucht, tiefere Einsichten zu gewinnen. Jedoch muss er dafür die Wichtigkeit seines Selbst überwinden, und vielleicht ist dieses Buch, das zwar selbstverliebt ist, aber eben den Versuch wagt, auf die Reise nach dem eigenen Selbst zu gehen, der richtige Einstieg.

    Erst der hintere Teil über Epikur und die Matrix kommt schließlich zu der Erkenntnis, die ich die wichtigste finde, die mir aber nicht neu wahr. Deshalb bekommt das Buch von mir 3 Sterne! Denn diese Buchabschnitte empfinde ich als sehr gut und ohne die sonstige Egozentrik des Autors verfasst! Sie sind so formuliert, dass jene Erkenntnis spürbar durch mich durchflloss und mich glücklich machte.

  43. Gerion sagt:

    Starthilfe fürs Gehirn
    Dass Philosophie enorm unterhaltsam sein kann, ist an sich schon eine hübsche Überraschung. Doch hier geht der philosophierende Autor noch einen guten Schritt weiter. Neben anekdotischen Kurzeinführungen in die Aussagen wichtiger Denker unserer Menschheit erhält der Leser in jedem Kapitel sozusagen einen “Tritt ins Gehirn”, der ihn zum Nachdenken anregt über Themen, die die Welt bewegen. Oft hört man von Sterbehilfe, Abtreibung, Tierschutz oder anderen Schlagwörtern, aber Richard David gelingt es, dass der Leser diese Wörter selber mit Leben füllt und in eigenen Gedankenwelten abtaucht. Einfach “prechtig”, wenn man sich auf diese Weise plötzlich selbst auf ganz neue Gedanken bringt. Versucht es aus, es lohnt sich definitiv!

  44. Gina sagt:

    Philosophie für jedermann verständlich
    Wenn man den Titel liest, könnte man denken, Precht schreibt über gespaltene Persönlichkeiten. Aber es ist wie der Untertitel schon sagt, eine philosophische Reise oder auch ein Buch zu philosophischen Fragen, über die man schon immer mal nachdenken wollte und die der Autor durch Philosophen aus vielen Epochen der Menschheitsgeschichte beantworten lässt. Wobei die Antworten natürlich auch gefärbt sind durch den jeweiligen Wissensstand der Philosophen. Die Hirnforschung mit den Techniken der Kernspintomographie, die die Mediziner in Hirnregionen hineinschauen lässt, die für bestimmte Gefühle, Sprache oder sonstigen Fähigkeiten zuständig sind, lässt die heutigen Philosophen u.U. zu anderen Schlussfolgerungen kommen, als die ersten bekannten Philosophen. Es gibt manchmal jedoch auch Bestätigungen zu Antworten, die Philosophen schon vor Christi Geburt gegeben haben. Precht zitiert Philosophen, die Antworten auf Fragen wie: Was ist Wahrheit?, woher kommen wir?, wie funktioniert das Gehirn?, wer ist ich?, gibt es Gott? usw. gegeben haben. Ein wirklich spannendes Buch für Menschen, die sich gerne mit vielen philosophischen Fragen auseinandersetzen und sich dann auch mit den Antworten beschäftigen möchten. Für mich hat das Buch viele Denkanstösse gegeben, um mich auch weiter mit den von Precht aufgeworfenen Fragen zu beschäftigen.Ich kann das Buch nur sehr empfehlen, da es auch für philosphische Laien sehr gut geschrieben ist.

  45. Palmira sagt:

    Philosophie verständlich für jedermann
    Leicht verständlich, sozusagen populistisch - aber sehr amüsant und wie gesagt, leicht verständlich geschrieben. Ich bin begeistert und konnte viel mit dem Buch und den Gedanken anfangen….

  46. Raimund sagt:

    modern, nicht postmodern
    In der aufklärerischen Absicht des Autors ist das Buch meines Erachtens eine gute Lektüre, aber nicht so gut, wie ihr Verkaufserfolg es nahe legt. Sie ist geeignet für Interessierte, die sich einen Überblick über die möglichen Antworten auf die großen philosophischen Streitfragen, wie etwa die nach dem Sinn des Lebens, verschaffen wollen; und zwar aus moderner (kantischer) Perspektive. Für postmodern orientierte Leser empfehle ich diesbezüglich allerdings folgende Veröffentlichung: “Philo auf der Suche nach dem Sinn des Lebens”. Es handelt sich um einen Science-Fiction-Roman zur Geschichte der abendländischen Philosophie.

  47. Bonifacius sagt:

    Viele Fragen und keine Antworten, ein Symptom von der gegenwärtigen, widersprüchlichen Philosophie
    Das Buch beginnt schon damit zu sagen, dass man eigentlich nichts sagen kann. Sagen tut er dann aber doch schon noch etwas, und zwar in den restlichen Kapiteln. Dort wird zumindest dieses Credo fortgeführt und es werden ebenfalls keine klaren Antworten geliefert. Es sei ein Buch zum Denken… Immerhin demonstriert der Autor eindrucksvoll, dass die vorgestellten Philosophierichtungen nichts anderes als Gedankenspielereien sind und mit der Realität nichts zu tun haben.

    Da lobe ich mir die scharfen und glasklaren Definitionen und Antworten in den philosophischen Büchern über den Objektivismus.

  48. Gallus sagt:

    Philo für Dummies
    Tut mir sehr leid, lieber Herr Precht, aber das titelgebende Zitat haben Sie zwar möglicherweise bei einem Freund gehört, aber es entsprang nicht dieser Quelle. Schon in den Siebzigern, während meiner Schulzeit, galt dieser Satz in verschiedenen Variationen als Bonmot. Dies vorweg.

    Wer den Anspruch erhebt, auf einer knapp vierhundertseitigen “philosophischen Reise” die Fragen des Seins wenigstens anzureißen, muss fraglos reduzieren, eine Richtung vorgeben und fallweise zwischen der Vermittlung von Grundlagenwissen und aktuellen Standpunkten abwägen, zu Ungunsten des einen oder anderen. Anfangs, bei der Einführung in die Geschichte der Philosophie, geschieht dies mit einem guten Blick für das vermeintlich Wesentliche; hier kann noch von einem lehrreichen Buch gesprochen werden, wenn man als Zielgruppe Leser voraussetzt, für die Nietzsche, Wittgenstein und Descartes bestenfalls Namensgeber von Straßenzügen sind. Danach aber verliert sich der Autor in einem nachlässigen Diskurs zu Einzelfragen, die nur in sehr lockerem Zusammenhang stehen. Moral und Ethik werden anhand von Themen wie Abtreibung, Vegetarismus, Genforschung und einigen anderen zwar diskutiert, aber die Auslassung nimmt überhand, und der jeweilige Folgeschritt wird bestenfalls oberflächlich, aber so gut wie nie schlüssig begründet. Kernrätsel wie Gottesfragen bzw. -beweise geht der Autor ohne jeden geschichtlichen oder kulturellen Bezug an; solche Abschnitte lesen sich wie Auszüge aus älteren Essays, die zu Buchkapiteln eingedampft worden sind. Statt sich hier dafür zu entscheiden, eine konsequente Linie zu formulieren bzw. zu diskutieren, bedarfsweise auch gerne auf einer etwas abstrakteren Ebene, enden diese Elemente immer ähnlich, nämlich als eine auf Antworten verzichtende Auflistung von zuvor aufgeworfenen Fragen - ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit.

    Diesem Buch zugutehalten muss man seinen ansprechenden Duktus und den sehr gelungenen Spagat zwischen Wissenschafts- und Populärlektüre. Die negativen Aspekte jedoch überwiegen, vor allem das Nichterreichen des selbstgesetzten Ziels. Hier liegt nach meinem Ermessen ein konzeptioneller Fehler vor. Das Buch versucht etwas zu leisten, das auf diesem Raum nicht geleistet werden kann, und statt den Versuch aufzugeben, wird ein fades, populistisches Zwischenergebnis geliefert, das vielen Vorgängern sehr ähnelt. Wirklich zufrieden dürfte Precht bestenfalls mit dem Verkaufserfolg sein.

    Die oben genannte Zielgruppe wird möglicherweise dennoch ihren Nutzen ziehen können. Wenn dieses Buch hilft, dem Werteverlust und dem zum Volkssport mutierten, galoppierenden Tabubruch ein kleines bisschen entgegenzusteuern, indem Menschen, die sich zuvor solchen Gedanken nicht hingegeben haben, nunmehr Entscheidungen hinterfragen, wenigstens aber über sie nachzudenken, ist, der lächerlichen Ausstattung (Titelei und Umschlag) des Werkes zum Trotz, etwas erreicht worden. Alleine, diese Spekulation wird vermutlich nicht eintreffen. Denn eigentlich kann “Wer bin ich” nur entweder über- oder unterfordern. Laien sollten bei Richard Tarnas’ “Idee und Leidenschaft” beginnen und sich anschließend Lektüre zu Einzelfragen zusammensuchen. Jene, die über philosophische (Grund-)Kenntnisse verfügen, greifen ohnehin zu anderen Büchern - und nur zu Precht, um zu erfahren, was der medienbeeinflusste Buchkäufer gerade liest.

  49. René sagt:

    Die Welt augerüttelt
    Ich würde auch gern ein Buch wie Precht schreiben. Er ist erst Mitte 30 und hat die Menschheit wirklich ein wenig aufgerüttelt. Die Meinungen über ihn sind ziemlich kontrovers, als ich mir die Rezensionen bei Amazon durchgelesen habe fand ich, entweder die Menschen finden ihn ultrasupermegafaszinierend oder sie halten ihn für einen Quacksalber.

    Keiner hatte eine Meinung im Mittelfeld.

    Was ich anders machen würde als er ist dass er seine Schlussfolgerungen durchweg allgemein hält. Es ist schwierig, seine eigene Philosophie hinter seinem Werk zu erkennen, da er am Ende eines jeden Kapitels die Bilanz zieht, man müsse den Sachverhalt relativ sehen, es ist jedermanns eigene Entscheidung, es gibt unterschiedliche Meinungen und an jeder ist ein wenig etwas daran.

    Und es sind existentielle Fragen die er in dem Buch stellt so wie:

    Gibt es ein Ich?

    Gibt es Gott?

    Hat das Leben einen Sinn?

    Darauf sucht man keine verallgemeinernde Antworten sondern man sucht eine allgemeingültige Wahrheit oder zumindest die Wahrheit, die ein Philosoph für allgemeingültig hält.

    Natürlich kann sich jeder seine eigene Meinung darüber bilden. Man braucht doch nicht an solche Fragen heranzutreten, wenn man zum Schluss folgert, dass jeder eine eigene Stellungnahme dazu hat. Das wusste ich ja vorher schon.

    Vielleicht sollte man eine andere Erwartungshaltung bzgl. allgemeingültiger Erkenntnisse haben, wenn man dieses Buch liest.

    Nichtsdestotrotz finde ich Richard David Precht ist ein faszinierender und sehr guter Autor und ich habe eine Menge Dinge bei der Lektüre dieses Buches gelernt und erfahren und bewundere zutiefst sein breit gefächertes Allgemeinwissen.

  50. Irvin sagt:

    wer bin ich
    für medizinsch beschlagene personen die um die geheimnisse des menschen

    wissen, ein äußerst amüsant und aufschlußreiches “fachbuch”.

  51. Aruna sagt:

    Guter Einstieg, ansonsten zu ausschweifend.
    Der Titel suggeriert, dass es um das Thema “Ich” geht. In der ersten Hälfte des Hörbuchs ist dies auch richtig. Danach schweift der Autor ab und beschäftigt sich mit moralischen Aspekten der Gentechnologie, ob man Tiere essen darf und den Ergebnissen der Glücksforschung. Nicht dass das uninteressant ist, aber es macht den Eindruck, als ob der Autor alles, was Philosophie, Neurowissenschaften und Psychologie zu sagen haben, in einem Buch erschlagen will.

    Und dabei ist ihm die inhaltliche Klammer verloren gegangen. Mit dem Ergebnis, dass das zwar alles irgendwie interessant ist - und für den Neuling in diesem Bereich vielleicht auch einen guten Einstieg darstellt, aber letztlich gibt es zu jedem der angesprochenen Teilbereiche, vor allem auch zum Hauptthema “Ich” bessere Bücher.

  52. Peppi sagt:

    Oberflächlicher, moderner Unsinn
    Dieses Buch ist vor allem eins: selbstverliebt. Der Author ist offensichtlich so sehr von sich selbst überzeugt, dass er es schafft, ausschließlich dadurch viele Menschen davon zu überzeugen, dass sie bei ihm irgendetwas tiefgründiges lesen. Und ich schreibe “ausschließlich”, weil das Buch außer der Selbstverliebtheit des Authors und viele, viele äußerst oberflächliche Ansichten, die nichts mit Philosophie zu tun haben aber als große Gedanken dargestellt werden, gar nichts enthält.

    Begründungen sucht man vergebens, stattdessen findet man viele Stammtischparolen-artigen Behauptungen, die im Sinne von “Fakten, Fakten, Fakten, und an den Leser denken” geschrieben sind. Nur ist Reflektieren gerade nicht “Fakten, Fakten, Fakten” lesen, sondern denken, denken, denken, und das bleibt in diesem Buch gänzlich außen vor.

    Es ist mir ein Rätsel, wie ein studierter Philosoph so viel beliebiges Zeug schreiben kann. Der Kauf dieses Buches ist Geld- und vor allem Zeitverschwendung, von den eigenen Nerven gar nicht zu reden.

    Ein Stern ist eindeutig viel zu viel.

  53. Adhelard sagt:

    Nicht den Erwartungen entsprechend
    Das Buch hat mich etwas enttäuscht,da es feuilletonistischer und essayistischer ist als ich erwartete. Es liest sich sehr leicht, aber am Ende der Kapitel fragte ich mich, was ich an Erkenntnis dazu gewonnen habe.

    Es wird auch meiner Meinung nach zu Effekt haschend mit Kritik an anderen Autoren umgegangen. Häufig bleibt der Eindruck, dass niemand so klar denkt und Schluss folgert wie Herr Precht.

  54. Christof sagt:

    Komplex aber gut!
    Ich bin froh, das ich mir “Wer bin ich - und wen ja wie viele?” als Hörbuch gekauft habe, so konnte ich einfach und schnell komplexe Bereiche nochmals hören.

    Das Hörbuch hat Spass gemacht und war informativ, also alles was ich von einen Hörbuch erwarte!

  55. Saxona sagt:

    Wie ist es, ein Philosoph zu sein?
    Das Denken für sich erledigen lassen für 14.95 Euro?

    Eine bösartige Unterstellung!

    Nein, so einfach liegt die Sache nicht, auch wenn vieles in diesem Band relativ glatt daherkommt bzw. aufbereitet wurde. Angesprochen wird die breite Masse eines interessierten Publikums und nicht nur einige hohe Priester einer imaginierten Hochkultur.

    Precht schafft es, den Leser mit auf die Reise zu nehmen in ein interessantes, im Umbau befindliches Land. Er ist der Reiseleiter, der etwas “Altes” begreiflich macht, neue Erkenntnisse vorführt und auch vor eigenem Urteil natürlich nicht zurüchschreckt.

    “Eine philosophische Reise”, wie ja auch der Untertitel dieses Bestsellers lautet.

    Der Autor geht mit 34 Fragen aktuellen und/oder überlieferten Themen auf den Grund. Dabei betrachtet er den Menschen als “biologisches Individuum”, als kluges, moralbegabtes Tier. Hier folgt er in gewisser Weise Friederich Nietzsche, den er andererseits heftig kritisiert. Einen Teil der Sichtweise Nietzsches übernimmt er zwar auf höherem level, nämlich auf der Grundlage modernster Erkenntnisse der Hirnforschung und Biochemie. In diesen Bereichen hat sich in den letzten 20-30 Jahren viel getan und es wird höchste Zeit, diese elementaren wissenschaftlichen Erkenntnisse auf einer humanistischen Grundlage zu sortieren, zu diskutieren und zu bewerten.

    Zum Beispiel die Liebe, die Bindungslust und Bindungsfähigkeit.

    Oxytocin sorgt für Bindung, für Treue und ist ein körpereigenes Hormon. Bei Waisenkindern ist dieser Stoff weniger anzutreffen, als bei Kindern mit enger Elternbeziehung. Diese Abhängigkeit von einer gelungenen Beziehung verweist also auf die Soziologie und auf die Sicherung sozialer Systeme. Ausschlaggebend sind dementsprechend nicht nur Chemie und Hormone, sondern auch die soziale Organisation der Menschen.

    Hochinteressant wird es, wenn Precht Gerechtigkeit, Wohlstand und Glück ins Visier nimmt.

    “Die Leute sind glücklich, weil sie mit wenig zufrieden sind”, zitiert Precht einen Journalisten vom Inselstaat Vanuatu, dem glücklichsten Land dieses Planeten.

    In führenden Medien will man uns meist weis machen, Deutschland sei überall Spitzenreiter oder jedenfalls auf dem Siegertreppchen.

    Deutschland liegt auf Platz 81 einer “Glücks-Hitparade”. Die Menschen hier sind nicht sonderlich glücklich und dies liegt wirklich nicht nur am oft unschönen Wetter. Praktische Regeln können uns dabei helfen, dem wirklichen Glück auf die Schliche zu kommen.

    Insofern ist dieses Buch auch ein Ratgeber und ich empfinde es als positiv, Rat einmal nicht aus populistischen Handbüchern oder flacher Esoterik präsentiert zu bekommen.

    Die Lektüre macht Spaß, lohnt sich und ist in mancher Weise anregend.

  56. Pedro sagt:

    dreimal um die Ecke gedacht
    -sehr erfrischend, Dinge, über die Du bestimmt nicht oft oder gar nicht nachgedacht hast…einfach mal aus einem anderen Blickwinkel gesehen und hinterfragt…wie gesagt, sehr erfrischend

  57. Zacharias sagt:

    Soziologie und Psychologie statt Philosophie
    Dieses Buch versteht sich als eine “philosophische Reise” und möchte den Leser vor allem zum Denken anregen. Zu den diskutierten Themen gehören u. a. Sprache, Gedächtnis, Ich, Gefühle, Gehirn, Moral, Abtreibung, Sterbehilfe, Eigentum, Gerechtigkeit und Glück. Dabei werden jeweils die neuesten Erkenntnisse präsentiert.

    Die Argumentation beruht dabei vor allem auf folgenden Disziplinen:

    - Psychologie (Gefühle)

    - Soziologie (Gemeinwohl)

    - Utilitarismus (Recht)

    Das bezieht auch die neuesten Erkenntnisse der Biochemie und der Hirnforschung ein.

    Mir hat das Buch teilweise gut gefallen, weil es die Verbindungen der Philosophie mit den anderen Wissenschaften aufzeigt. Jedoch ist dies auch eine Schwäche des Buches: Die Argumentation verlässt sich fast immer auf Psychologie oder Soziologie. Man hätte erwarten können, dass die Philosophie einen Kompass für Leben, Ethik und Moral bietet. Jedoch wird die Moral auf die Gefühle des Einzelnen bzw. der Gesellschaft zurück geführt. Da sich diese (z. B. mit der Kultur oder Moden) ändern können, scheint sich somit auch die Moral zu ändern. Die Philosophie wird also beliebig und kann keine Richtschnur mehr bieten.

    Zur Einführung in die Philosophie würde ich deshalb ein Buch empfehlen, dass auch auf Philosophie basiert. Gegen die Beliebigkeit der modernen Philosophie richtet sich der “Objektivismus”von Ayn Rand, welcher die Natur des Menschen mit Moral, Menschenrechten, Politik und Wirtschaft verbindet (siehe z. B. Peikoff: “Objectivism”).

  58. warnfred sagt:

    Reise ins Ich
    Reise ins Ich

    Eine atheistische Reise in die menschliche Psyche, locker geschrieben, und dennoch mit philosophischem Tiefgang. Abkehr von der Vorstellung eines autonomen Geistes, hin zu einer Vielfalt von Ich-Funktionen im menschlichen Körper, insbesondere im Gehirn. Die dominante Rolle des Unbewussten gegenüber dem Bewussten. Grenzen der menschlichen Erkenntnis und die Bedeutung von Sprache für jede Reflexion der Vernunft. Die Wichtigkeit der Ordnungsfunktion des Geistes gegenüber der Natur. Relativität der Willensfreiheit gegenüber den determinierenden Faktoren des eigenen Körpers und der Erziehung und Bildung durch andere Menschen. Die Bedeutung der Spiegelneuronen bei der Einfühlung in den Mitmenschen. Ein Versuch, Fragen der modernen Gesellschaft im Hinblick auf Moral und Verhalten zu lösen und von religiösen Illusionen zu trennen. Die Hirnforschung als größte Herausforderung nicht nur der Wissenschaft, sondern auch der Moral. Gott als reine Vorstellung ohne Realität. Kritik der verschiedenen Gesellschaftsmodelle auf der Basis des Wissens über die Beschaffenheit des Individuums und seines Zusammenlebens mit anderen. Sieben Regeln zum Glücklichsein und die Sinnfindung als subjektives menschliches Konstrukt. Ein sehr gut lesbares, sehr zu empfehlendes Buch.

  59. Alphonso sagt:

    Das muss man gelesen haben!!!
    Mittlerweile kann man den Bestseller von Richard David Precht auch hören, nämlich als vier Cds umfassendes Hörbuch. Dabei ist das Hörbuch eine gekürzte Version des gleichnamigen Buchs, aber die Textstreichungen wurden behutsam vom Autor selbst übernommen, so dass die Kapitel an ihren Schnittstellen fließend und damit störungsfrei ineinander übergehen.

    Ich fand es recht spannend, dass ausgerechnet ein philosophisches Buch in die Bestsellerliste gelangte. Ob es wirklich nur an den Empfehlungen von Elke Heidenreich lag, die behauptete, dass man den ersten Schritt zum Glück getan hätte, wenn man dieses Buch gelesen hätte? Natürlich beschäftigt die Frage, wie sich das Rätsel Mensch zusammensetzt auch noch heute nach wie vor den Menschen. In den vergangenen Epochen war die Suche nach dem Geist, der Seele oder dem Ich eine rein philosophische Angelegenheit. Erst zur Zeit Sigmund Freuds verlor die Philosophie an Bedeutung und auch Freud erkannte, dass die Zukunft der Wissenschaft mehr in der Biochemie zu suchen sei. Lange Zeit tat sich nichts. Aber in den letzten 15 Jahren machte die Hirnforschung enorme Fortschritte, vor allem durch die funktionelle Kernspintomografie, mit der man die Hirnleistung visualisieren kann. Die Hirnforscher ergründen derzeit kognitive Leistungen des Gehirns, bis hin zu Emotionen und Bewusstsein. Man hat mittlerweile mehrere Ich - Zentren im Gehirn ausgemacht, wie z.B. das Zentrum für Moral. Allerdings kann man bis heute noch nicht die Trennung von bewusst oder unbewusst klar nachweisen. Man vermutet lediglich, dass das Unbewusste entwicklungsgeschichtlich die ältere Schicht sei.

    An den technischen Universitäten, die auch gleichzeitig eine philosophische Fakultät unterhalten, ist die Zusammenführung von Naturwissenschaft und Philosophie schon lange nichts Neues. So besuchte ich schon vor Jahren bei Prof. Dr. Kuhlmann an der RWTH Aachen eine philosophische Zeitreise durch die Geschichte des Zweifels in der Philosophie (Skeptizismus), an die ich durch dieses Buch erinnert wurde.

    So führt auch Dr. Richard David Precht seine Leser und Hörer mit “Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?” auf eine abenteuerliche Reise auf der Suche nach den großen Fragen des Lebens in die Welt der Philosophie. Dabei integriert er geschickt aktuelle Erkenntnisse der Hirnforschung und Psychologie zu denen der Philosophen.

    Formal betrachtet ist die Hirnforschung eine Konkurrenzinstanz zur Philosophie, inhaltlich aufgrund differenzierterer Betrachtungsweisen aber auch eine Bereicherung. Wie sagte es der Autor in einem Spiegel Interview: “Philosophie ohne Naturwissenschaft ist häufig leer, Naturwissenschaft ohne Philosophie ist häufig blind. Ohne Philosophen, welche die Fallstricke verschiedener Wahrheitsbegriffe, Metaphern, Sprachspiele kennen, können Naturwissenschaftler ihre Daten nicht interpretieren.” Damit meint Precht sicherlich das oft vermisste differenzierte Denken oder die Zweifel an Hypothesen.

    Auf der ersten CD beginnt die Reise mit Rene Descartes (1596-1650) Prinzip: “Ich denke, also bin ich.” Auch ein Nachfahre Descartes, der heute als Professor lehrt wird zwecks aktualisierter Deutung des Ichs zu Wort gebeten. Im Weiteren werden Theorien von Ernst Mach, David Hume, Sigmund Freud, Jean Jacques Rosseau, Charles Darwin, Thomas Henry Huxley, Immanuel Kant, Giacomo Rizzolatti, Leonardo Fogassi (Entdecker der Spiegelneurone), Marc Hauser von der Harvard Universität Boston (Moral, Gut und Böse), Jeremy Bentham, Peter Singer (australische Leitfigur vieler Vegetarier), Frank Comhaire (amerikanischer Reproduktionsmediziner), William Paley, Lord Kelvin (der geistige Vater des Intelligent Designs als Gegenpol zur Evolutionstheorie) oder die Philosophen Platon und Epikur, die bereits in der Antike immer noch gültige Rezepte zum Glücklichsein kannten, im Zwiegespräch erörtert.

    Dabei berührt das Hörbuch auch viele ethische Aspekte, wie Gentechnologie oder das Recht zum Töten von Mensch oder Tier. Wahrscheinlich hat sich auch Dr. med. von Hirschhausen von den Schlusskapiteln dieses Werks über das Glücklichsein zu seinem neuen Bestseller inspirieren lassen. Natürlich liefert die Philosophie nur selten alleingültige Antworten und daher sollte man auch nicht erwarten, dass die Frage “Wer bin ich?” endgültig beantwortet wird. Dieses Werk gibt Orientierung, ist aber kein Lebensberater. Es ist eine differenzierte Auseinandersetzung und sensibilisiert somit zur Selbst- und Fremderkenntnis. - Christoph Erlemeier -

  60. Laila sagt:

    Überzeugend
    Wer bin ich - und wenn ja wie viele?: Eine philosophische ReiseDer Autor versteht es meisterlich, naturwissenschaftliche Erkenntnisse “zu denken”.

    Er schlägt einen großen Bogen von Fragen nach Phänomenen wie Wahrheit, Sprache, Gedächtnis oder nach dem “ich” hin zu überzeugenden ethisch-moralischen. Alles immer fast spielerisch leicht und humorvoll.

    Mir hat es einmal mehr klargemacht, was “Christ sein”, jenseit aller kirchlichen Dogmen und “schwarzer Parteibücher”, bedeutet.

    Dieses Buch macht glücklich!

  61. analena sagt:

    Philosophie für Anfänger
    Nachdem Prechts Sachbuch “Wer bin ich und wenn ja wie viele” wochenlang die Bestsellerlisten anführte, wurde auch ich neugierig auf das Buch mit dem vielversprechenden Titel. Da mir zuvor keine weiteren Zusatzinformationen über das Buch gegeben waren (Klappentexte lese ich aus Prinzip erst nach der Lektüre, um mir mein eigenes Bild zu machen), erwartete ich eine Art Psychotest verpackt in einem Fließtext, der mir Aufschluss über meine Persönlichkeit geben sollte.

    Vielmehr allerdings verifizierte sich der Untertitel “Eine philosophische Reise”, denn Richard David Precht nimmt seinen Leser mit auf eine Zeitreise der Philosophie von 1600 bis heute. Dabei gelingt es ihm so manchen hochidealisierte Persönlichkeit von Decartes bis Kant von ihrem hohen Podest zu entheben und sie als fehlerhafte und dadurch sympathische Menschen darzustellen. In guter Strukturierung durch die drei Kapitel Was kann ich wissen?, Was soll ich tun?, Was kann ich hoffen? analysiert Precht essentielle Fragen und wendet so manche philosophsche Theorie praxisnah auf das Alltagsleben an.

    Das perfekte Buch für alle Philosophie-Interessierten ohne großartige Vorkenntnisse. Trotz gewisser Längen erfrischend leicht und spritzig geschrieben!

  62. Veronika sagt:

    Anmassend

    Als ich gelesen habe, wie herablassend sich der Autor über den Menschen Dr. Freud ausgelassen hat, wollte ich das Buch schon zuklappen. Seine Werke könnte er nicht gelesen haben! Freud war ein großartiger Mensch, der meiner Meinung nach (und nicht nur meine) den Nobelpreis für Literatur hätte bekommen sollen.

    Das, was der Autor Precht uns unter dem schönen Titel angeboten hat, ist nicht sehr zeitgemäß, auch wenn er seine Professoren eben dasselbe vorgeworfen hat.

    Ich vermisse z. B. das Kollektive Unbewusste von Dr. C. G. Jung, die Erkenntnissen der modernen Physik und vieles anderes. Viele u. a. auch bekannte Quantenphysiken haben sich tiefgründig mit Philosophie und Ostasiatischen Religionen (die mit ihrer Philosophie sehr verwoben sind) befasst. Warum wohl?

    Es gibt sooooo viele bessere Bücher, als dieses.

  63. Agatha sagt:

    Precht: Wer bin ich
    Das Buch ist in einer gut verständlichen Sprache geschrieben. Es beschreibt

    in drei Bereichen - Wissen, Handeln, Hoffen - was aus philosophischer Sicht und auch nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu diesen Bereichen zu sagen ist.Auch wenn einige Themen schon an anderer Stelle angesprochen wurden, so ist es doch sinnvoll, diese Fragen in einem größeren Zusammenhang zu sehen.

    Ich fand es so gut, dass ich es schon wiederholt empfohlen habe.

    Hilfreich für die Lektüre ist allerdings eine gewisse Vorkenntis -besonders im Bereich Philosophie.

  64. Corina sagt:

    Für den Durchschnittsleser wenig empfehlenswert
    “Wer bin ich und wenn ja wie viele” fesselt schon durch den Titel, der ein unterhaltsames, kurzweiliges Lesevergnügen verspricht. Das mag es auch sein, jedoch nur, wenn man mehr ein Fachbuch erwartet. Ich hatte mir eine weniger sachliche, weniger fakten-aufzählerische Erzählweise gewünscht. Es gibt wenige Bücher, die ich nach ein paar Kapiteln weglege und nie wieder in die Hand nehme, “Wer bin ich und wenn ja wieviele” gehört leider dazu. Absolut nur für wirklich Philosophie-Interessierte zu empfehlen, alle Anderen sollten sich weiter umsehen und hier nicht zugreifen.

  65. Aldwyn sagt:

    Es lohnt sich, aber keine leichte Kost
    Zu Beginnn habe ich den Fehler gemacht und habe das Buch im Bus oder in der Pause gelesen. Man sollte sich für das Buch Zeit nehmen, da es keine leichte Kost ist. Interessant fand ich, dass ich mir schon viele seiner Fragen oft selbst gestellt habe. Teils schon in meiner Kindheit und seit dem Buch und durch Gespräche mit anderen Lesern festgestellt habe: “So ungewöhnlich sind deine Gedanken gar nicht”. Diese besagten Gedanken werden vertieft und teils sogar beantwortet. Das Buch hat mir viel gegeben und den manchmal Verträumten in unserer Gesellschaft möchte ich mit auf den Weg geben: Kaufen!

  66. Adriane sagt:

    Origineller Ansatz eines Philosophiebuches…
    … anschaulich, zeitgemäß und amüsant geschrieben. Mit breitem Allgemeinwissen und quer durch alle Epochen kann der Autor Richard David Precht seine Leser für die abendländische Philosophie begeistern. Viele schöne Beispiele hat der Autor zusammengefasst unter drei große Fragenkomplexe:

    1. Was kann ich wissen?

    2. Was soll ich tun?

    3. Was darf ich hoffen?

    Dabei werden nicht nur die Klassiker aus der griechischen Antike und die bekanntesten Größen der abendländischen Philosopghie sondern auch die neuesten Erkenntnisse aus der Hirnforschung oder der Soziologie besprochen. Es gibt auch reale, praktische Tipps, die man in die Kategorie Lebenshilfe einordnen kann.

    Alles in Allem ist das Buch sehr empfehlenswert. Es gibt zu jedem Kapitel weitere Literaturempfehlungen und auch ein Namensverzeichnis am Schluss. Das Meiste ist gut recherchiert und nachvollziehbar. Ausnahme ist leider nur das Kapitel “Der Fall Gage - Gibt es Moral im Gehirn” Hier beruft sich Precht auf einen Unfall, der sich 1848 ereignete. Eisenbahnfacharbeiter Phineas Gages’ Kopf wird von einer Eisenstange durchbohrt. Danach soll der Mann asozial und unmoralisch geworden sein. Dieser Fall ist inzwischen äußerst umstritten, da die Berichterstattung über Gage und sein Verhalten mittlerweile nicht mehr als zuverlässig gelten.

    Das Buch behandelt jedoch zudem so viele andere Themen, so dass dieses eine, etwas fragwürdige, Kapitel nicht so schwer wiegt.

  67. Pedro sagt:

    Sind Sie schon Regisseur Ihrer Lebensimpulse?
    Was sind Gefühle? Was ist Wahrheit? Kann ich wollen, was ich will? Lohnt es sich, gut zu sein? Darf man Menschen kopieren? Hat die Natur und letztendlich das Leben einen Sinn?

    Das sind nur einige der Fragen, auf die die Philosophie versucht Antworten zu finden - Antworten letztendlich auf die Frage, was es bedeutet, Mensch zu sein.

    Den Philosophen Richard David Precht begleiteten sie bereits durch sein ganzes Leben. Aber er musste feststellen, dass es nur sehr wenige befriedigende Einführungen in die Philosophie gibt.

    Was ist eigentlich Philosophie? Was lehren die berühmten Philosophen? Kann man in klaren Worten sagen, was manche von ihnen oft so schwer verständlich formulieren? Das vorliegende populäre Sachbuch, das monatelang auf den Bestsellerlisten zu finden war, lädt ein zu einer Reise quer durch die abendländische Philosophie. In “Wer bin ich und wenn ja, wie viele?” unternimmt Precht einen Versuch, den Laien kurz, klar und verständlich in die philosophischen Fragen des Menschseins einzuführen und gleichzeitig den Blick auf die Dinge, die im Leben wirklich zählen, zu öffnen.

    Bei der Gliederung seines Buches hält er sich an Immanuel Kant, der die großen Fragen der Menschheit folgendermaßen unterteilte: “Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen?” Sie bilden den sogenannten roten Faden durch die knapp 400 Seiten.

    Auch wenn der Spagat zwischen Wissenschafts- und Populärlektüre gut gelungen ist, so bleibt Richard David Precht alles in allem doch ein wenig an der Oberfläche. Zu viel wird in zu rasanter, zu kompakter Form vermittelt. Ob es beim Leser die Lust am Denken weckt und trainiert bzw. jenem durch fortschreitende Selbsterkenntnis gelingt, ein bewussteres Leben zu führen, “mithin also Regisseur seiner Lebensimpulse zu werden oder, wie Friedrich Nietzsche (für sich selbst vergeblich) hoffte, ‘Dichter’ des eigenen Lebens zu sein” wie es sich der Autor wünscht, bleibt fraglich. Denn für den philosophisch Vorgeprägten plätschert “das Bächlein” zu seicht dahin, den absolut Unbedarften hingegen könnte das Buch vielleicht überfordern, auch wenn pointierte Vergleiche und anschauliche Beispiele immer wieder für eine kurzweilige und niemals langatmige, sondern erfrischende Reise durch die Geschichte der Philosophie sorgen.

    Letztendlich jedoch kann das amüsante und joviale, dabei trotzdem gründliche und auf der Höhe des Fachdiskurses geschriebene “Wer bin ich und wenn ja, wie viele?” anregen, Fragen zu stellen. Und diese Fähigkeit sollte man sich stets bewahren. “Denn Lernen und Genießen sind das Geheimnis eines erfüllten Lebens. Lernen ohne Genießen verhärmt, Genießen ohne Lernen verblödet.”, weiß Richard David Precht.

  68. Igor sagt:

    Umfassend, verständlich, überaus lesbar
    Fügen wir den vielen bestehenden noch eine weitere, kurze Rezension hinzu und nehmen wir gleich vorweg, dass wir mindestens zu acht sind, die hier schreiben, zumindest, was nach Precht die derzeitige wissenschaftliche Aufzählung möglicher Ich-Zustände betrifft.

    Falls Sie noch nie darüber nachgedacht haben, dass Ihr Ich sich im Laufe der Jahre dynamisch verändert hat und somit in der Tat ein anderes geworden ist, Precht führt den Beweis.

    Das gesamte Buch ist Wissenschaftsjournalismus in seiner besten Form. Selten haben wir eine so kompakte Zusammenfassung möglicher Antworten auf die Hauptfragen der Menschheit gelesen wie hier.

    Schwerpunkt ist die Philosophie und zwar von ihrem Beginn an bis heute. Precht lässt keine wesentliche Station zwischen der griechischen Antike und der Neuzeit aus. Einen deutlichen Schwerpunkt bilden dabei die neueren Erkenntnisse der Neurobiologie.

    Doch auch andere entscheidende Fragen, nach Freiheit, Liebe, Glück oder Gott lässt Richard David Precht nicht aus. Das Ganze geschieht nie mit dem erhobenen Zeigefinder des Besserwissers oder der elitären Arroganz des Gelehrten. Stattdessen führt uns Precht gekonnt und interessant durch unser Universum.

    Fazit: Wer einen umfassenden, auch dem Laien verständlichen und überaus lesbaren Überblick der großen philosophischen Fragen haben möchte, ist derzeit mit kaum einen anderen Werk besser bedient als mit diesem.

  69. Leif sagt:

    absolut überflüssiges Buch
    Precht erläutert keine eigene Ansichten, er zitiert lediglich bereits Bestehendes. Bevor er jedoch Werke bekannter Philosophen oder Erkentnisse der Hirnforschung schildert, führt er die Protagonisten mit oft langwierigen Biographien ein. Diese Biographien, die geschätzt ein Viertel des gesamten Buchs einnehmen, führen dazu, dass das Lesen teilweise zur Qual wird. Precht verliert sich häufig so stark in der Schilderung der Lebensläufe, dass das Thema des Kapitels kaum noch sichtbar ist.

    Ich hatte mir erhofft (und so wird auch geworben) wichtige Fragen des Lebens beantwortet zu bekommen, oder daraus zumindest Denkanstöße abzuleiten zu können. Dies ist jedoch zu keiner Zeit der Fall.

    Precht gibt keine Antworten auf die Fragen, die er selber in den Kapitelüberschriften stellt, weshalb ich mich sehr über den Erfolg des Buchs wundern muss.

  70. Dorika sagt:

    Empfehlenswerte Lektüre
    Bei Prechts Buch handelt es sich meiner Meinung nach um einen sehr gelungenen Ansatz, grundsätzliche philosophische Fragestellungen zu erörtern und sie einem breiteren Publikum zu vermitteln. In unserer heutigen technisierten Welt werden Grundsatzfragen häufig in den Hintergrund gedrängt und dann vergessen. Precht stellt sie jedoch. Dabei wählt er einen Ansatz, den ich für durchaus legitim halte: Er stellt im Wesentlichen das dar, was führende Köpfe dazu gedacht haben bzw. aktuell dazu denken. Das Buch ist insgesamt sehr leicht und vergnüglich zu lesen, zumal es sehr verständlich geschrieben ist. Gleichzeitig erfährt man eine ganze Menge über verschiedene Philosophen und ihr Leben, sodass es auch der Allgemeinbildung dient.

  71. Agnes sagt:

    schwere aber ganz gute Kost…
    Also als Hörbuch ist es ganz gut.

    Man muss sich aber dabei sehr stark konzentrieren… während der Autofahrt

    geht es gerade so!!!!

    Es ist eine philosophische Reise durch die Geschichte… ich hätte ein wenig mehr erwarten, dass MIR hilft…

    Etwas das mir Tipps fürs Leben oder ähnliches gibt. Ich würde es mehr in die Allgemeinbildung einordnen. Was natürlich auch für jeden gut ist!!

    Bissl Bildung hat noch keinem geschadet ;-)

  72. Haldis sagt:

    Klatsch und Tratsch statt Selbsterkenntnis
    Als interessierter Laie suchte ich immer mal wieder den Zugang zur Philosophie. Aber die Bücher großer Philosophen verstand ich nicht wirklich, denn meistens waren mir ihre Begriffe und Konzepte unbekannt. Ich brauchte eine Einführung in die Philosophie, und dafür schien mir das Buch “Wer bin ich…” aufgrund seiner Versprechen und des Hypes geeignet zu sein.

    Doch das Buch hat mich überhaupt nicht weiter gebracht. Die philosophischen Denkrichtungen werden nur oberflächlich beschrieben. Es werden Einzelfragen unter verschiedenen philosophischen Perspektiven betrachtet, aber als Fazit folgt dann jeweils, wenn überhaupt, ein unverbindlicher Ideen-Mischmasch ohne klares Konzept. Der Rest bleibt dem Leser überlassen.

    Vordergründing soll hier die “Lust am Denken” geweckt werden, aber das Fehlen einer klaren Linie weist eher darauf hin, dass der Autor selber keinen Plan hat. Angesichts der vielen überflüssigen Anekdoten in dem Buch geht ihm wohl eher um die Lust am Klatschen und Tratschen. Dieser Verdacht erhärtet sich rückblickend schon in der Einleitung, wo er erzählt, dass ihm Philosophievorlesungen zu trocken waren; lieber war es ihm, mit Kommilitonen in Mensen und Kneipen zu diskutieren. Am Spaßhaben und Quatschen ist nichts einzuwenden, aber was die Erlangung von Erkenntnis betrifft, wird es schon seine Gründe gehabt haben, dass die großen Denker dafür eher die Abgeschiedenheit als den Rummel suchten.

    Nebenbei, Prechts Tick, laufend Denkrichtungen mit Städten in Verbindung zu bringen, soll wohl eine Reise versinnbildlichen. Aber das ist etwa so nützlich wie eine Klassifizierung von Philosophen nach ihren Lieblingsspeisen.

    Das Buch liefert dem Leser das Gefühl, sich jetzt auch mal mit Philosophie befasst zu haben und mitreden zu können, und es ist spaßig geschrieben. Das ist ja auch ganz schön, dafür zwei Sterne. Aber einen Weg zur Selbsterkenntnis und einen Einstieg in die Philosophie, der für eine anschließende Vertiefung geeignet wäre, liefert es nicht. Die Philosophieeinführung “Leben lernen” von Luc Ferry, die ich nach “Wer bin ich…” las, fand ich um Längen hilfreicher und erhellender.

  73. Arminia sagt:

    Ein Blick in die Seele der zum Nachdenken ist
    Als ich mir dass Buch kaufte, dachte ich mich genau zu kennen, jetzt weiß ich, mir war nur ein Teil meiner Person bekannt. Durch das lesen des Buches ist mir vieles klar geworden was mich und andere angeht. Kein leichter Stoff zum lesen, man sollte sich zum besseren Verständnis eine ruhige Ecke suchen und den Text geniessen. Das Buch kann ich nur empfehlen für alle die immer schon mehr über sich wissen wollten. Wer bin ich - und wenn ja wie viele?: Eine philosophische Reise

  74. Spangler sagt:

    Eine Welt- und Geschichtsreise die Philosophie populär und greifbar macht
    Der Untertitel “eine philosophische Weltreise” trifft für das Buch in einzigartiger Weise zu und könnte ergänzt werden mit: “Eine historische Weltreise”. Wer die Begriffe totipotent oder pluripotent das erste mal hört und ihnen auf den Grund gehen möchte; wer wissen will, was mit einem Sprengstoffmeister passiert, dem ein Arbeitsunfall eine Eisenstange durch den Kopf jagt oder ob es sein kann, dass das Gorilla-Weibchen Koko aus Kalifornien mehr als tausend Begriffe einer Gebärdensprache beherrscht. Wer es spannend findet, die Leben der großen Philosophen in Einklang (oder Konkurrenz) zur medizinischen Gehirnforschung, zur Psychologie und zur Theologie zu bringen, wer etwas über Glücksökonomen und Sinnsuche erfahren möchte, der findet in diesem Buch eine Heimat. Aber Achtung! Wenn Precht auch mit erfrischenden Tatsachenschilderungen in beispielloser Art ein Spagat gelingt zwischen diesen Disziplinen, so fällt sein Werk doch nicht in die Kategorie “leichte Bettlektüre”, sondern eher in den Bereich “Pragmatismus mit hohem wissenschaftlichem Anspruch”. Und resümierend liefert die Publikation mehr Fragen als Antworten. In Anbetracht des unendlich großen Fundus an Literaturquellen, Zitaten, Textstellen, Dokumentationen und Erlebnisberichten kann man als Leser schon Minderwertigkeitsgefühle bekommen. Ein wahrhaft belesener Autor, der bei mir die Lust auf Mehr entfacht hat.

  75. Barthel sagt:

    Eine unvollständige philosphische Reise, die Neugierde weckt
    In über 35 Kapiteln wird pro Kapitel anhand einer Fragestellung ein Philosoph vorgestellt. Nicht abschließend, aber das vermag ja auch nicht in ein Buch gepackt werden. Am Ende leitet eine Frage zum nächsten Kapitel weiter. Im Anhang findet man das Literaturverzeichnis, welches weiterführende Literatur auflistet, so dass der interessierte Leser sich speziell vertiefen kann. Ein Personenregister beendet das Buch. Vor dem Schlafengehen ein Kapital, dazu ist das Buch hervorragend geeignet. Wie der Untertitel des Buches verheißt, ist es eine philosophische Reise, die nicht zeitlich geordnet ist, sondern eine Dreiteilung durch die Fragen: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Erfährt. Für Einsteiger bestens geeignet, um eine grobe Vorstellung zu bekommen, womit sich der jeweilige Philosoph beschäftigt hat. Wenn das Interesse dann geweckt ist, muss der Leser allerdings zu weiterer Lektüre greifen, denn die kurzen Kapitel geben nur einen groben Abriss oder Überblick. Es ist kein philosophisches Buch, sondern eher eine ungeordnete Zusammenstellung von einzelnen Vertretern verschiedener Zeiten und Denkrichtungen. Zum Reinschnuppern in die Philosophie

  76. Svea sagt:

    Keine Reise für den Kenner
    Prechts Reise durch das Reich der Philosophie kommt etwa so daher wie eine Stadtrundfahrt durch eine Millionenmetropole: Man sitzt im Bus und bekommt über Lautsprecher vom Reiseführer etwas über die Sehenswürdigkeiten gesagt, an denen man gerade vorbeifährt. Ab und an hält der Bus auch mal an, man steigt aus und schaut sich für ein halbes Stündchen eines der Monument aus der Nähe an und weiter gehts. Am Ende der Reise ist derjenige, der sich mit all dem vorher noch nicht so recht beschäftigt hatte doch etwas erschlagen von der, zumeist unverknüpften, Informationsflut, die auf ihn herniedergeprasselt ist. War die Führung aber gut, so wird er zufrieden sein. Prechts Führung ist übrigens gut und sollte er in einem der Teilnehmer an seiner Rundreise durch die Philosophiegeschichte ein tiefergehendes Interesse geweckt haben, so wartet er mit Literaturempfehlungen zu jedem Kapitel für weiteres Studium auf. Dem echten Kenner, der an dieser Reise teilnimmt, wird das ganze allerdings sicher viel zu seicht sein, mag es ab und zu auch einmal ein erfreuliches Wiedersehenserlebnis gegeben haben. Aber für den Kenner war diese Reise wohl auch nicht gedacht, sondern für den unbedarften Fahrgast ohne große Vorkenntnisse. Und in diesem Fall ist das Buch auch eine Reise wert, aber eben wie bei der Stadtführung, braucht man nicht zu erwarten, dass der Autor etwa ein eigenes großartiges Philosophiekonzept entwickelt, sondern er streut ab und zu seine eigene Meinung zu philosophischen Themen ein - Themen, die nur lose miteinander verbunden sind. Abgearbeitet werden sie zumeist an bedeutenden Persönlichkeiten der Philosophiegeschichte, deren Grundgedanken (sehr) kurz referiert werden. Als übergeordnete Kapiteleinteilungen dienen dem Autor die drei berühmten Kantschen Fragen: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Und: Was darf ich hoffen? Am interessantesten fand ich persönlich den Themenbereich Hirnforschung und auch der allerletzte Teil des Buches über den Sinn des Lebens.

  77. Fatima sagt:

    Ausgewogen zwischen Philosphie und Biologie
    Meine persönliche Meinung zum Buch ist von großer Begeisterung geprägt. Ich komme selbst aus wissenschaftlich/biologischen Fachrichtung, und daher freut es mich zu lesen, wie der Autor es geschafft hat diese Brücke zu bauen.

  78. Gottlieb sagt:

    Viel Geschwafel
    Diese Buch habe ich geliehen bekommen, also zum Glück kein Geld dafür ausgegeben.

    Nach dem Lesen des Inhaltsverzeichnisses und des Vorwortes war ich zunächst restlos begeistert. Die in den Kapitelüberschriften aufgeworfenen Fragen waren super-spannend, und die Vorgeschichte des Autors verhiessen Leidenschaft für die Philosophie und eine unkonventionelle Herangehensweise.

    Leider hielt der Rest des Buches nicht im geringsten, was der Anfang versprach. Zu jeder Fragestellung wird erst mal langatmig eine Kurzbiografie eines (oder mehrerer) Philosophen dargeboten - ein Verfahren, mit dem auch andere Autoren ihre Leserschaft zu Tode gelangweilt haben. Dann versucht der Autor auch noch, die aufgeworfenen Fragen abschliessend zu beantworten, und verliert sich dabei jedes mal in einem “sowohl”, “als auch” und “es könnte aber noch anders sein”. Bezeichnenderweise kann ich mich bereits jetzt, nachdem ich das Buch gerade ausgelesen habe (innerhalb von 2 Wochen), bei keiner einzigen Kapitelüberschrift an den Inhalt des zugehörigen Kapitels erinnern. Es gibt keine klare oder gar provokante Aussage, keine stichhaltige Begründung, keine Fragestellung ist so präsentiert, dass sie den Leser zu Weiterdenken anregt. Das Buch macht einen zu gross angelegten Rundumschlag, und endet in einem Haufen Informationskonfetti, das den Leser letztlich nicht weiter bringt. Von der grossen Masse anderer Einführungen in die Philosophie unterscheidet es sich lediglich dadurch, dass es ausnahmsweise nicht chronologisch vorgeht, sondern statt dessen entlang der 3 grossen Fragen Kants gegliedert ist (was kann ich wissen - was soll ich tun - was darf ich hoffen).

  79. Helga sagt:

    Pflichtlektüre für Philosophieinteressierte
    Precht schildert auf fesselnde Art und Weise wie sich die Philosphie als adäquates Mittel zu Verschönerung des Alltags einsetzen lässt. Absolute Spitze!

  80. Alexiana sagt:

    Noch mehr Fragen
    Sehr herausfordernde Überlegungen und Informationen, die dazu beitragen bewusster mit Gesellschaft und Umwelt umzugehen. Spannend geschrieben, gut gesprochen, anspruchsvoll.

    Höchst empfehlenswert für den neugierigen aber nicht nur sensationshungrigen Leser.

  81. Rodolfo sagt:

    Hält es das was es verspricht? Und wenn ja, wieviel?
    Ich weiß nicht, wie oft ich im Buchladen an diesem Buch vorbei gegangen bin und dachte: “Schon wieder ein Buch, dass mir erklärt, wer ich denn nu bin und was ich tun muss und glücklich zu werden.” Der Titel weckte diese Illusion bei mir. Erst nachdem ich via Internet und Presse mehr von dem “wahren” Inhalt erfuhr, kaufte ich es. Der Autor machte zwar einen etwas “selbstverliebten” & arroganten Eindruck auf mich, was ja aber nichts über das Buch aussagt… Und, nun ja, es ist eine Reise, auf der man einiges über Philosophen erfährt. Herr Precht hat eine Art Dinge zu erklären, bei der man vieles versteht. Bei den verschiedenen Themen, Sterbehilfe z.B., lässt er immer wieder die Phiosophen “zu Wort” kommen. Er bringt einige Ansichten mit ein, stellt die jedoch hinter die Philosophie, Biologie und Hirnforschung. Der Informationsgehalt dieses Buches hat mich zu dieser Bewertung gebracht. Ein Sternchen fehlt noch. Ich hatte oft das Gefühl, dass die Ausführungen zum Thema so ausschweifen, dass man am Ende gar nicht mehr wusste, um was es in dem Kapitel “eigentlich” ging. Antworten kriegt man auf die gestellten Fragen & Themen im Buch keine und das ist gut so. Es kann niemals “eindeutige” Antworten geben, denn die muß sich jeder selbst geben. Zuvor sollte man über die Themem nachdenken und dies ist, meiner Meinung nach, der Sinn in dem Buch. - Nachdenken- Unter diesen Argumenten bin ich froh, es gelesen zu haben!

  82. Rick sagt:

    Kein bisschen fesselnd
    Ein paar nette philosophische Denkansätze hat das Buch ja. Allerdings keine die man nicht schon im gemeinen Allgemeinwissen findet. Ansonsten ist es eine ziemlich langweilige Reise durch die Geschichte der Philosophie und Hirnforschung, und dazu noch sehr selbstgefällig geschrieben. Schade, denn das Buch hätte aufgrund seiner fragwürdigen Popularität mehr Denkanstöße unters Volk bringen können.

  83. Gunnar sagt:

    Ärgerliche Zeitverschwendung
    Das Buch ist eine verknüpfte Artikelsammlung wissenschaftsjournalistischer Beiträge. Deshalb sollte es der Buchhandel bei den Zeitschriften unter der Rubrik einsortieren:

    “Was geo und pm wegen schlechter Recherche und sachlichen Fehlern abgelehnt haben.”

    Da die einzelnen Stücke recht kurz geraten sind, lässt sich das recht flüssig weglesen.Nur exemplarisch: Pauschalurteile über grosse, teilweise in der Entwicklung ihrer Gedankenwelten sicherlich heterogene und auch widersprüchliche Denker wie Wittgenstein, Freud oder Nietzsche werden mit einem einzelnen Federstrich gezogen. Der Verdacht liegt nahe, dass der Autor vieles davon nicht selbst gelesen oder verstanden hat. Einigermassen ausführlich werden Boulevardthemen zu den behandelten Personen wie sexuelle Präferenzen und dergleichen behandelt. Hier zeigt sich der Autor voll auf der Höhe und das macht sicher auch den Erfolg des Buches aus. Man kann innen Bohlen lesen und es steht aussen Hirnforschung und Philosophie dran. Katja Kessler schreibt jedoch wesentlich pointierter.Der Schutzversuch im Schlussteil, sich mit Moralisierendem auf der richtigen Seite zu positionieren, schlägt fehl. Wer für so etwas so viele Bäume zum Papiermachen fällen lässt, scheitert auch da.

  84. Gerrit sagt:

    Eine Perlenschnur mit einigen Kieselsteinen
    Dieses Buch ist zunächst einmal eine Aneinanderreihung von überdurchschnittlichen Oberstufenerörterungen zu Teilfragen des Menschseins, der Gesellschaft und der Philospophie, die alle zum Großteil der Richtschnur folgen: Einleitung, Argument, Gegenargument und Synthese - und schließlich Überleitung und Cliffhänger zum nächsten Thema - eine vorwärtsverlinkte Perlenschnur, deren einzelne Kapital mal echte Perlen, mal nichts weiter als Kieselsteine sind, die man schon hunderte Male in der Hand hatte.

    Auffallend ist, das Precht immer da, wo er philosophische Dogmatismuslosigkeit und Tiefe nicht verwenden will, um aufgegriffene Thesen zu widerlegen, vermutlich weil er den angenehmen und recht bequemen Lesefluss nicht zerstören möchte, auf das allgemeine Allltagsempfinden zurückgreift und dies in imperativen Kurzsätzen zum Ausdruck bringt, die jedes Nachdenken sofort im Keim ersticken und stattdessen nichts als inneres Kopfnicken auslösen:

    [...]“Was wäre das für ein Leben, in dem man pausenlos Erfolg hätte? In dem zu jedem Zeitpunkt alles für einen bereitsteht, damit man auch ja glücklich ist? Ein schreckliches Leben!”[..]

    Das Werk ist in jedem Falle klug, souverän und fesselnd wie immer bei Richard David Precht, leicht selbstverliebt, niemals betroffen, gesund pragmatisch und schon gar nicht Partei ergreifend (darum niemals angreifbar, wie die Positionen der Philosophen, die er seziert)- aber eben auch nicht wirklich originär und genial und vermutlich jedem gestandenen Philosophen die Tränen in die Augen treibend.

    Es zeigt hier ein philosophisch gebildeter Publizist (der Begriff Philosoph wäre eindeutig zu hoch gegriffen), wie man mit selbstbeanspruchter Deutungshoheit dem alltäglich annerkannten Pragmatismus in die Hände spielen und an ein philosophisch unbelecktes Publikum einen Teil des Glanzes weitergeben kann.

    Dieser Reichtum an Erkenntnissen aus Philosophie und Naturwissenschaft, vermengt und verkocht zu einem alltagstauglichen Sud, der uns nicht im Magen liegt und uns niemals die Orientierung kostet, erzeugt allgemeines Kopfnicken und zugleich das erhabene Gefühl, etwas für die philosophische Bildung getan zu haben. Und weil dieses Buch es auch noch in die Bestsellerlisten geschafft hat, haben wir womöglich am Arbeitsplatz und im Arztwartezimmer bald eine allgemeine, nicht angreifbare Unverbindlichkeit erreicht, die wir als pragmatischen Konsens wahrnehmen und uns unverfänglichen Gesprächsstoff bietet. Ich jedenfalls schrecke beim dem Gedanken zusammen, ich träfe im realen Leben auf lauter Menschen, die dieses Buch ebenfalls gelesen haben und müsste erkennen, dass diese mit dem Autor und mir denselben Pragmatismus teilen. Das würde das Ende der Philosophie ausserhalb des Elfenbeinturms bedeuten.

  85. Winimar sagt:

    Geistlose Anbiederung an die Postmoderne
    Das geistloseste Buch, das ich je über Philosophie gelesen habe. Eine flachsinnige Anbiederung an den naturwissenschaftlichen Zeit”geist” von einem, der seine hohe Intelligenz einzig dazu nutzt, um Dümmere zu beeindrucken. Keine Leidenschaft, keine Vision, keine Weisheit.

  86. Gideon sagt:

    Nichts Neues!
    Also der vielversprechende Anfang verläuft sich bald (ab der Mitte des Buches) in langwierige Diskussionen darüber, ob man nun Tiere dem Menschen gleichsetzen soll, und wie intelligent Affen sind.

    Da gibts zu dem Thema “Wer bin ich?”, wesentlich besseres.

  87. Camilla sagt:

    Auf der Suche nach der Weisheit
    Dieses Mal kaufte ich das Buch für eine Freundin. Nachdem ich es selbst schon im vergangenen Jahr gelesen hatte und dabei absolut begeistert war, las ich es bei der Gelegenheit ein zweites Mal.

    Precht versteht es, komplexe philosophische Zusammenhänge auf den Punkt zu bringen.

    Für Leser mit philosophischem Vorwissen fasst er die Kernpunkte der wichtigsten philosophischen Fragen sehr treffsicher zusammen und nimmt kritisch dazu Stellung. Dabei behandelt er nicht nur das facettenreiche Thema der Identität sondern schließt auch wichtige Aspekte aus den Bereichsethiken (Bioethik, Medizinethik, etc.) mit ein. Stets versucht er zu beleuchten, wie das Ich in Relation zur Welt steht: ontologisch, utilitaristisch, existenzialistisch, usw.

    Diese Herangehensweise gefällt mir sehr gut. Sein Text liest sich nicht so trocken wie manch anderes Buch über Philosophie.

    Ich kann mir jedoch vorstellen, dass Leser ohne jegliches Vorwissen Verständnisprobleme haben könnten, da er recht viele Begriffe verwendet, die den Themen zwar sehr gerecht werden und auch notwendig sind, die jedoch bei mangelnden Vorkenntnissen ein Fremdwörterbuch erforderlich machen.

    Mir diente es zur Auffrischung von Kenntnissen, die ich mir im Laufe der Jahre angelesen hatte, die aber teilweise auch nicht mehr ganz präsent waren. Dafür hielt ich es für bestens geeignet.

    Als “Einführung” in die Philosophie ist es sicher nicht geeignet, da man zuviele Dinge nicht verstehen wird, wenn man noch nie zuvor etwas davon gehört hat.

    Insgesamt handelt es sich jedoch sicher eher um ein populärwissenschaftliches Werk, als für ein strikt wissenschaftliches. Aber das mindert nicht seine Qualität.

  88. Gottfried sagt:

    Auf der Suche nach der Weisheit
    Dieses Mal kaufte ich das Buch für eine Freundin. Nachdem ich es selbst schon im vergangenen Jahr gelesen hatte und dabei absolut begeistert war, las ich es bei der Gelegenheit ein zweites Mal.

    Precht versteht es, komplexe philosophische Zusammenhänge auf den Punkt zu bringen.

    Für Leser mit philosophischem Vorwissen fasst er die Kernpunkte der wichtigsten philosophischen Fragen sehr treffsicher zusammen und nimmt kritisch dazu Stellung. Dabei behandelt er nicht nur das facettenreiche Thema der Identität sondern schließt auch wichtige Aspekte aus den Bereichsethiken (Bioethik, Medizinethik, etc.) mit ein. Stets versucht er zu beleuchten, wie das Ich in Relation zur Welt steht: ontologisch, utilitaristisch, existenzialistisch, usw.

    Diese Herangehensweise gefällt mir sehr gut. Sein Text liest sich nicht so trocken wie manch anderes Buch über Philosophie.

    Ich kann mir jedoch vorstellen, dass Leser ohne jegliches Vorwissen Verständnisprobleme haben könnten, da er recht viele Begriffe verwendet, die den Themen zwar sehr gerecht werden und auch notwendig sind, die jedoch bei mangelnden Vorkenntnissen ein Fremdwörterbuch erforderlich machen.

    Mir diente es zur Auffrischung von Kenntnissen, die ich mir im Laufe der Jahre angelesen hatte, die aber teilweise auch nicht mehr ganz präsent waren. Dafür hielt ich es für bestens geeignet.

    Als “Einführung” in die Philosophie ist es sicher nicht geeignet, da man zuviele Dinge nicht verstehen wird, wenn man noch nie zuvor etwas davon gehört hat.

    Insgesamt handelt es sich jedoch sicher eher um ein populärwissenschaftliches Werk, als für ein strikt wissenschaftliches. Aber das mindert nicht seine Qualität.

  89. Gefin sagt:

    Kritik an den Autor
    Das Buch ist lesenswert, nicht nur für Anfänger.

    Ich beschränke mich auf die Kritik weniger Ungenauigkeiten, die evt. in einer weiteren Auflage berücksichtigt werden.

    S. 205: Auch bei Zulassung der Sterbehilfe wäre kein Arzt verpflichtet und gezwungen, einen Patienten zu töten.

    Ich kann mich an den Vorfall vor über 10 Jahren erinnern. In Nürnberg wurde für das städtische Krankenhaus ein Chefarzt der Gynäkologie gesucht mit der Auflage, legale Abtreibungen durchzuführen. Es brauchte sich ja kein Arzt zu bewerben, der Gegner der Abtreibungen war!

    Bei Zulassung der Sterbehilfe würde kein Arzt gezwungen werden, einen Patienten zu töten. Er würde nur seine Arbeitsstele verlieren.

    S. 333: Keine Gesellschaft - mit Ausnahme von Sekten - hat jemals den Besitz von Eigentum in Frage gestellt.

    Hat das Christentum niemals den Besitz von Eigentum in Frage gestellt?

    Sind Kibbuzim eine Sekte?

  90. Caschi sagt:

    Feuerwerk der Bilder und Gedanken zwischen Philosophie, Psychologie und Neurobiologie
    Das Buch gleicht einem dreieckigen Billardtisch - mit den wesentlichen Eckpunkten Philosophie, Psychologie und Neurobiologie. Dazwischen bewegen sich gut formuliert und fachlich fundiert die Gedankengänge des Autors, wobei der Neurobiologie häufig eine -wenn auch nicht absolute- Vorrangstellung zukommt. Es enthält ein Feuerwerk einprägsam dargestellter, anregender Gedanken. Selektiv und kapitelweise sollte das Buch wohl nicht gelesen werden: Man muss es wirklich von ganz vorne beginnen und bis zum Schluss durchlesen. Dann erst werden die Vernetzungen deutlich, dann erst wird das Gesamtgemälde sichtbar.—

    Der Autor schlägt dabei einen riesenhaft erscheinenden thematischen Bogen. Den Atem anhaltend, könnte man glauben, sich auf einer Achterbahnfahrt zu befinden, allerdings teilweise kurz vor dem gedanklichen neurobiologischen Absturz, dann aber sich auch wieder in Details verlierend, die nicht immer für das Große und Ganze wirklich wichtig erscheinen. –

    Manche der angesprochenen Themen haben denn wohl auch mit Philosophie im klassischen Sinn kaum noch etwas zu tun, es sei denn, man erklärt eben, alles sei Philosophie. Das Werk befindet sich in der atemberaubenden Gefahr, sich auf der Fahrt zwischen Philosophie, Psychologie und Neurobiologie zu verlieren, zumal dann, wenn Precht noch Etliches zu aktuellen politischen Grundsatzfragen zum Besten gibt oder sich als allgemeiner Lebensratgeber versucht. Dann besteht das Risiko, dass der rote Faden, der große Überblick verloren geht. An diesen Stellen steht der Autor in akuter Gefahr, sich heillos zu verzetteln - irgendwie nachvollziehbar, will doch sein zweifellos großes Universalwissen, wollen doch alle seine Einsichten irgendwie untergebracht sein… Wie, so scheint sich Precht pausenlos gefragt zu haben, soll das bloß auf knapp 400 Seiten gelingen..? Weniger wäre da vielleicht an manchen Stellen mehr gewesen. —

    Zwecks fachlicher Abrundung bleibt dem geneigten Leser am Ende eben doch nichts anderes übrig, als sich etwa in Fragen der Psychologie intensiver mit Freud und C.G. Jung oder zur Neurobiologie mit Antonio Damasio zu befassen, von der Vielfalt der für sich gesehen -eben auch außerhalb Prechts!- durchaus einzigartigen philosophischen Literatur einmal ganz abgesehen. Warum nur muss das Buch in seinem Klappentext einen derart überzogenen Anspruch auf Einzigartigkeit erheben, wo Precht doch gerade die Relativität und Individualität von Erkenntnis und Sinn herausarbeitet?—

    Gerade noch bekommt Precht in den Schlusskapiteln des Buches die philosophische Kurve und behandelt in einigen kurzen Abschnitten zentrale philosophische Fragen wie diejenigen nach Gerechtigkeit, Glück und Sinn. Mit dem Verweis auf den rein individuell zu verstehenden Sinn mag für manchen Leser am Ende wohl -außer womöglich ein wenig Ratlosigkeit- doch nicht so viel Verbindliches übrig bleiben.

  91. Elizabeth sagt:

    nicht sehr tiefgründig und manches nicht objektiv
    Leider hat mich das Buch sehr enttäuscht.

    Als ich an dem Kapitel ankam, wo Precht für sich klärt, warum er kein Fleisch isst, habe ich das Buch nur noch überflogen. Auf so plumpe Art über Gründe vegetarischer Ernährung zu rezitieren gelingt auch jeder einfältigen,pummeligen Vorstadt-Gymnasiastin. Dazu muß man nicht Phylosophie studiert haben.

    Sehr geehrter Herr Precht : Das menschliche Gehirn hätte ohne den Verzehr von Fleisch niemals so groß werden können. Der Mensch hat sich aufgrund der Jagd auf Tiere entwickelt und verbessert. In der Entstehungsgeschichte des Menschen spielt dies eine tragende Rolle. Der Mensch ist untrennbar mit dem Verzehr von Fleisch verbunden - seine Existenz beruht darauf.

    Das vegetarische Ernährung unbedenklich ist,ist ebenso falsch. Nebenbei bemerkt - Adolf Hitler war Vegetarier. Es sind also nicht alle die kein Fleisch essen besser als die anderen. Ihre Ausführungen klingen nämlich wie ein Vorwurf.

    An anderen Stellen habe ich mich schon nach zwei Seiten gefragt, worauf es eigendlich hinausgeht bzw. ich habe den gedanklichen Faden völlig verloren und im Text nicht wiederfinden können.

    Ich glaube ich verschenke das Buch zu Weihnachten an meine prospektive Schwiegermutter.

  92. Zoltán sagt:

    Lieb Vaterland, was ist nur mit deinen Philosophen los?
    Dass ein Buch mit dem Titel “Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?” in unserer heutigen pluralistisch-liberalen Gesellschaft Erfolg haben würde, war ja schon von Anfang an klar. Trotzdem will ich Herrn Precht, dem Verfasser, an dieser Stelle mal keine Profitgier unterstellen, denn dass er dem deutschen Volke wirklich etwas mitzuteilen hat, erfährt man frühestens, wenn man mal durch das Inhaltsverzeichnis blättert. Da werden ganz allgemeine Fragen gestellt wie “Darf man Menschen töten?”, “Darf man Tiere essen?” und sage und staune sogar eine höchst religiöse Frage wie “Gibt es Gott?”, die dann anschließend (falls man sich geistig dazu motivieren konnte, die Buchseiten noch weiter durchzublättern) ebenfalls alle relativ pauschal auf ungefähr zehn Seiten abgehandelt werden.

    So weit, so gut… aber sind das nicht doch auch irgendwie alles Fragen, die jeder Mensch bestenfalls für sich selbst beantworten muss? Ich jedenfalls meine, dass es ein regelrechtes “no-no” und irgendwie ziemlich anmaßend ist, derart allgemeine grundlegende ethische Fragen anderen Menschen vorzukauen. Haben die Menschen denn nicht ihr eigenes Gehirn, um selber kritisch nachzudenken? Früher hatten wir hier mal Denker, die Begriffe wie “Seinsvergessenheit” etablierten, zur Debatte stellten und prägten, heute haben wir Philosophen, die sich nicht genieren in der Öffentlichkeit darüber zu grübeln, ob man Sex unter der Dusche haben sollte oder nicht.

    Ganz allgemein gibt es doch zwei Arten von Bücherlesern - solche, die in erster Linie das lesen was gerade aktuell ist um “mitreden” zu können oder auf dem Laufenden zu bleiben, und solche, die das lesen was ihnen selbst am besten gefällt (weil sie nämlich nicht für andere Bücher lesen, sondern für sich selbst!!!). Falls Sie zu der ersten soeben genannten Gruppe gehören, dann müssen Sie dieses Werk unbedingt lesen. Falls sie jedoch zu der zweiten Gruppe gehören, dann möchte ich Ihnen gerne die Lektüre von Schopenhauer, Nietzsche und Heidegger empfehlen. Da hat man als Person mit einem IQ von über 100 zumindest das Gefühl, ernst genommen zu werden!

  93. Ulla sagt:

    Falsche Aussage zum Genozid des dritten Reiches
    Sehr geehrter Herr Precht,

    auf Seite 174 Ihre Buches “Wer bin ich und wenn ja wie viele?” schreiben Sie:

    “Manche Kinder und Jugendliche, die zum Beispiel in der Hitlerzeit erzogen wurden,

    hatten später keine Skrupel, als Offiziere der SS andere Menschen zu töten, ….”

    Diese Aussage ist falsch, sie trifft nicht auf den Genozid des dritten Reiches zu.

    Erziehung als Ursache, ein Massenmörder zu werden - das war bei Kambodscha der Fall.

    Im dritten Reich waren die Massenmörder ganz normale Menschen, die unterm Strich aus

    Zugehörigkeit zur überlegenen “Wir-Gruppe” die Nicht-Zugehörigen der unterlegenen

    “Sie-Gruppe” ermordet haben, weil für sie die folgenden Parameter bestimmend für

    ihre Wahrnehmungen, Interpretationen und Schlussfolgerungen waren:

    - die normative Hintergrundannahme, dass eine Lösung des “Judenproblems” sinnvoll und wünschenswert sei.

    - die Verschiebung des normativen Referenzrahmens in der totalen Situation,

    - die Heterogenität der Wir-Gruppe, die tötet,

    - die beständige situative Dynamisierung durch intendierte Handlungen und nicht-intendierte Handlungsfolgen,

    - das praktische Konzept, dass Töten eine Arbeit und als solche ständig verbesserungsfähig ist, und schliesslich

    - das Gewalt an sich nicht nur destruktiv ist, sondern für diejenigen, die sie ausüben, eine ganze Reihe konstruktiver Funktionen hat.

    Genaueres entnehmen Sie bitte Harald Welzer, “Täter - wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden”.

    Bitte korrigieren Sie den Abschnitt für die nächste Auflage.

    MfG,

    Björn Spelter

  94. Celeste sagt:

    Gute Ware zum fairen Preis!
    Leider in ungepolsterter Versandtüte verschickt, sonst o.k.
    Das Buch war gut erhalten wie angegeben.

  95. Utz sagt:

    Taschenbuch “Wer bin ich - und wenn ja, wie viele
    Die Kaufabwicklung hat bestens geklappt.
    Der Zustand des T -Buches war einwandfrei.
    Guter Verkäufer.
    M. f. G
    H. Elbers

  96. Swen sagt:

    Leseerfahrung
    Nachdem ich nun das Buch gelesen habe,
    muß ich sagen, das es teilweise nicht sehr interessant ist.

    Es ist oft sehr schwer zu lesen, aber dennoch bildend.
    Aber definitiv nichts vor dem ins schlafen gehen

  97. Norbert sagt:

    Wer bin ich- und warum lese ich das hier?
    Das Buch ist ganz gut, natürlich an manchen Stellen etwas langatmig, aber bei Philosophie kann das durchaus mal vorkommen. Viele interessante Themen, vieles was man auch schon weiß, worüber aber man nie nachdachte. Wer gerne Fragen stellt und sich öfter fragt, warum? für den ist es genau das Richtige.

  98. Aurelius sagt:

    Beachtens- und empfehlenswert!
    Precht als Philosoph wagt eine ganzheitliche -interdisziplinäre- Sichtweise. Seine Toleranzbereitschaft sollte ansteckend wirken.
    Zum Verständnis für Gesellschaft / Mensch / Wissenschaft eine gelungene Bereicherung.
    Spannend - übersichtlich - informativ.
    Ein Buch, welches man gerne immer wieder in die Hand nimmt.

  99. Helmut sagt:

    Macht Spaß und regt zum Denken an
    Richard David Prechts Buch führt nimmt den Leser an die Hand und führt ihn sicher durch den unüberschaubaren Dschungel der Philosophie. Den Grundbaustein legen die drei Kantschen Fragen “Waskann ich wissen?”, “Was soll ich tun?” und “Was darf ich hoffen?” die zugleich die Überschriften der Drei großen Kapitel des Buches sind.

    Precht behandelt darin abstrakte Themen wie Wahrheit oder Freiheit sowie konkrete moralische Fragen unsere Zeit wie Klonen oder Abtreibung. All dies behandelt vom Standpunkt der Philosophie aus ohne dabei jedoch Scheuklappen aufzuziehen. Konsequent kommen verschiedene Standpunkte oder auch mal andere Wissenschaften wie die Biologie zu Wort.

    Trotz der Breite der gestellten Fragen in Prechts Buch schafft er es sich durch die verschieden Kapitel zu hangeln, ohne dass dabei der Lesefluss ins Stocken geriete. Überhaupt ist Prechts SChreibstil einer der grßen Pluspunkte des Buches. Der behandelte Stoff mag noch so trocken sein - Precht bereitet ihn für jeden Leser unterhaltsam auf ohne an Substanz einzubüßen.

    Mancher mag bemängeln, dass Precht keinen eigenen Standpunkt vertrete, doch ich finde, dass dies auch nicht der Sinn sein Buches sein soll. Precht möchte seine Leser über die wichtigsten Fragen der Philosophie aufklären und zum Nachdenken anregen. Das schafft er auf eine unvergleich angenehme Art und Weise.

  100. René sagt:

    Sehr interessant!
    Interessantes Buch; hinterfragt; beleuchtet das Leben aus eiem anderen Winkel;
    ist für jeden zu empfehlen, der sich für eine philosphische Auseinandersetzung mit dem Menschen interessiert.

  101. Balthasar sagt:

    PHILOSOPHISCHE REISE
    Er räumt mächtig auf…
    Mit der Selbstverliebtheit vieler Philosophen, die noch immer glauben, man könne sich der Welt durch reines Denken nähern.
    Oder die der Ansicht sind, man müsse Autoren wie Kant, Marx oder Luhmann im Original gelesen haben, um mitreden zu können.
    Verlangt ja bei Albert Einstein auch niemand…

    Sehr erfrischend ist bereits die Einleitung, die deutlich macht, wie der Wissenschaftsbetrieb in den Geistes- bzw. Humanwissenschaften läuft…
    Ignoranz gegenüber anderen Disziplinen, Abgrenzung gegenüber anderen Positionen, Null Bock auf Lösungen.
    So gilt oftmals jegliches biologische Argument als Biologismus und im Umkehrschluss dann die Unkenntnis über naturwissenschaftliche Resultate als freies und kritisches Denken.
    Das dabei nicht viel herauskommen kann, dürfte klar sein.
    Wie sehr diese kleine Attacke des Buches gesessen hat, erkennt man an der FAZ-Rezension: Sie beschäftigt sich fast ausschliesslich mit eben dieser Einleitung…

    Ich stimme nicht in allen Punkten mit dem Autor überein. Auch hätte ich mir hier und da eine andere Darstellung gewünscht…
    Hier ein paar Details weniger, dort dann etwas mehr Tiefe. Auch mag es manchmal ungenau oder sogar “falsch” sein.
    Das macht aber alles nichts. Man kann es bei einem solchen Ansatz nicht jedem Recht machen. Und wer verlangt denn, dass das Buch perfekt ist?
    Ein gelungener Versuch, brennende philosophische Fragestellungen einmal interdisziplinär und auf der Höhe der Zeit zu beantworten.

    WER BIN ICH…UND WENN JA…WIE VIELE-ALLEIN DER TITEL HAT ES!!!

  102. Arnaldo sagt:

    Schwer Zugang gefunden
    Der Autor springt in seinen Gedankengängen. Ohne philosophische Vorbildung nur schwer nachvollziehbar.
    Ich kämpfe noch mit dem Buch…

  103. Leo sagt:

    Ein kompetenter umfassender Ratgeber
    Ich finde es ist ein gutes Buch, angetrieben von ausgeprägter Erkenntnislust und ansteckendem Wissensdurst unternimmt Richard David Precht eine Rundreise ins Reich der Philosophie und der Hirnforschung.

    Er hat es dabei geschafft, daß sein Buch als ein kompetenter umfassender Ratgeber für alle Menschen ist!

  104. Marilyn sagt:

    Unterhaltsam, kompetent und “leicht verdaulich&quo…
    Anders als in Standardwerken über Philiosophie wird der Leser auf erzählerische Art mit den Erkenntnissen von Hirnforschung, Philosophie und Psycholgie vertraut gemacht. Spannend, mitunter amüsant, wird ein besseres Verständnis für die Spezies Mensch geweckt. Etliche Fragen werden beantwortet, neue werden aufgeworfen.
    Gut gegliedert in einzelne Kapitel und typografisch gut lesbar gestaltet fördert das Buch die Freude am Lesen der fast 400 Seiten.
    Für mich war es ein Vergnügen diese Buch zu lesen und ich werde mit Sicherheit noch häufiger das eine oder andere Kapitel nachlesen.
    Brigain-123

  105. Gironimo sagt:

    Gebrauchte Bücher bei eBay
    Guten Tag,

    der Handel mit gebrauchten Büchern kommt immer stark auf den Verkäufer an. Kein Artikel wird sicherlich mehr von dem Verkäufer beinhalten, als ein Buch. Von Zigarettenqualm bishin zu vergessenen Fotos, findet man allerhand in solch einem Buch. Viel wichtiger ist jedoch der Gesamtzustand des Exemplars.

    Sollte das Buch nur einmal gelesen sein, ist es gerade für Studenten ein Schnäppchen, da diese Exemplare in einem sehr guten Gesamtzustand sind und wie neu wirken.

    Unter dem Strich lässt sich allerdings sagen, dass es sich lohnt in der Bücherecke zu stöbern, wenn man mal ein gutes und günstiges Buch sucht, was eventuell auch noch in den aktuellen Büchercharts ist. Für mich habe ich jedoch festgestellt, dass der Buchhandel bei eBay zurzeit eine der wenigen Fundgruben für ein Schnäppchen ist.

    Bevorzuge selber jedoch lieber ein druckfrisches Buch aus der Buchhandlung.

  106. Pankratz sagt:

    Das Raunen des Philosophen
    Auch von der vielgelobten Ironie, dem Sprachzauber und einem wohlpointierten Witz, die auf dem Cover versprochen werden, findet sich wenig. Prechts Buch ist nüchtern geschrieben, ganz der neuen Sachlichkeit anvertraut, die Kurzweil der Sätze belegt dies nachdrücklich. Es ist, was es ist ein Medienbuch über Philosophie, das es mit Sofies Welt auch schon gegeben hat, das die Menge jener halbgestrickten Intellektuellen befrieden mag, die gern über Philosophie plaudern, weil es en vogue ist. Was ihm zugute kommt, im Gegensatz zu vielen weitaus gelungeneren Einführungen in die Philosophie, ist der mediale Zauber, der darum veranstaltet wird. Unterstützt wird dies auch von einem neuen Publikum, das sich mit immer weniger Wissen zufrieden geben will oder muß und einfach nur rezipieren will. Mit dieser Art von Philosophie läßt es sich bequem leben.

    Diesen Trend unterstreicht auch Elke Heidenreich, die sich dazu hinreißt, zu schreiben: Wenn Sie dieses Buch lesen, haben Sie den ersten Schritt auf dem Weg zum Glück schon getan von Johannes B. Kerner einmal ganz zu schweigen. Kurzum, das Dilemma bleibt: Wie schreibt man über Philosophie, so daß es anspruchsvoll bleibt und dennoch verständlich ist! Eine gelungene Synthese zwischen akademischer Gelehrsamkeit und einem guten essay­istischen Stil wäre auch für Precht hilfreicher.

    Vielleicht, so kann man nur mutmaßen, ist der anspruchsvolle Umgang mit der Philosophie, das wortgewandte Schreiben doch etwas, was mit einer neuen Generationenlage zu tun hat, die an den Stil früherer Publizisten nicht mehr herankommt. Rüdiger Safranski und Odo Marquard liegen mit ihren philosophischen Büchern und gelehrten Essays Precht um Längen voraus.

  107. Rickie sagt:

    Wer bin ich - und wenn ja wie viele?
    Diese Buch ist einfach sensationell. Besonders haben mir die kurzen Artikel gefallen. Man konnte eine halbe Stunde lesen und war mit dem Thema durch. Die Vielfältigkeit dieses philosophischen Bandes hat mich erstaunt und begeistert.
    Habe das Buch gekauft, um es zu verschenken.

    MfG Anne

  108. Baudouin sagt:

    Brillianter, witziger Blick auf uns selbst und auf die Welt in der wir leben
    Wenn Sie dieses Buch aufschlagen, wird Ihre Welt größer und gleichzeitig verwirrender. Haben Sie es fertiggelesen und schlagen es wieder zu, dann ist Ihre Welt immer noch größer als vorher, aber geordnet, strukturiert.

    Zumindest ist es mir so gegangen. Noch nie zuvor habe ich eine so gut zusammengefasste, fundierte und intelligente Reise durch das Themengebiet der Philosophie, Psychologie und der Naturwissenschaften unternommen. Bisher habe ich mich eher den einzelnen Schriftstellern und ihren Werken gewidmtet, bin damit aber in der Verarbeitung als Leser allein geblieben.

    Richard David Precht hat mich auf dieser Entdeckungsreise begleitet und immer wieder, wenn ich dabei war, die eine oder andere Meinung zu vertreten, auf Punkte aufmerksam gemacht, die von beiden Standpunkten noch nicht beachtet worden sind. Dadurch hat er mich als Leser zu meiner ganz persönlichen Synthese angeleitet.

    Das war für mich eine wertvolle und spannende Erfahrung, die ich jedem ans Herz legen möchte, der gerne ernsthaft - aber auch spielerisch - über die grundlegenden Fragen des Lebens nachdenkt.

  109. Reynold sagt:

    Nur für absolute Neueinsteiger geeignet
    Ich kann nur einen meiner Vorredner zitieren:

    “Für absolute Einsteiger mag es eine nette Informationsquelle über die Fragen der Thematik und deren Vertreter sein, für Leute die sich aber schon vorher damit beschäftigt haben enthält es keine nützlichen Neuerkenntnisse oder gar Versuche neuer Antworten auf die großen Fragen. Enttäuschend.”

    Ich habe das Buch nur bis zur Hälfte gelesen, da ich mich im Vorwort schon gelangweilt habe. Wer schon jemals etwas über Philosophie gehört hat, dem wird es vermutlich genauso gehen. Kenne wesentlich bessere, humorvollere und anspruchsvollere Einführungen in die Philosophie.

    Wer sich für Philosophie interessiert, sollte sich dieses Buch nicht kaufen.

  110. Brita sagt:

    Wichtige und unwichtige Substanzen
    “… Abermillarden Organismen sausen durch die Welt mit einem einzigen Auftrag: Meine Erbsubstanz ist die wichtigste Substanz auf der ganzen Erde ..” so ähnlich könnte es in einem Bio-Aufsatz eines Gymnasiasten über das Thema Genetik stehen. Das Zitat entstammt jedoch dem vorliegenden Buch, einer “originellen Einführung in das Thema Philosophie” von Richard Precht.

    Begeben wir uns einmal kurz geistig zurück in die Sphäre unseres jugendlichen Weltbildes. In der Schule beginnen für uns, als in einer Bildungsgesellschaft Heranwachsende Wunsch und Realität einen disparaten Bund einzugehen. Ausgelöst durch mitunter schmerzhafte emotionale Erfahrungen lernen wir zu unterscheiden was möglicherweise, was wahrscheinlich und was realistisch erreichbar sein wird für uns im weiteren Ausbildungs- und Lebensweg. Bei einigen führt dieser Bund zu positiven charakterlichen Entwicklungen und Einsichten im Hinblick auf ein späteres wertvolles Tun für die Gemeinschaft, in der man als Erwachsener Verantwortung für sein Handeln übernimmt und sich effektiv über eine soziale Zugehörigkeitsgruppe in einer oder mehreren Disziplinen einbringt oder gar hervortut. Bei anderen sind Enttäuschungen bestimmend und führen zu Rückzugsstrategien aufgrund von erlittenen seelischen Verletzungen, die dann ein Verharren auf dem Fortgang des Reifungsprozesses bewirken können. Der pubertären Reifegrad, geprägt von sexuellem Begehren, Neid, unzureichender Einschätzung eigener Fähigkeiten gerinnt zum bleibenden Bezugspunkt des Lebens und der Biographie.

    Als potentieller Leser des Buches “Wer bin ich ..” finden Sie sicher hier auf diesen Rezensions-Webseiten einige Kommentare die um so viel spannender und interessanter als die Inhalte dieses Prechtschen Werkes selbst, dass sich zunächst nur die Frage nach dem Grund für diesen kommerziellen Erfolg stellt. Die sich durch das über das Fernsehen, Youtube etc. laufende Marketing für dieses Produkt aber von selbst beantwortet. Als Buch ist dieses Werk schlicht unlesbar, da mehr als zwei, drei Absätze von einem denkenden Menschen nicht am Stück bewältigt werden können ohne Innezuhalten und tief Luft zu holen. Wie ein derart beworbenes Werk in Druck gehen kann, ist schier unbegreiflich. Vor grossem Publikum werden hier unreflektiert peinliche spätpubertäre Selbstbespiegelungen ausgebreitet, die philosophische Biographien lediglich als Baukasten für eine Kulisse eines aufgeblasenen Autoren-Egos benutzen. Ausser Inhalten aus dem Fernsehen bzw. Kino, dem Internet und vereinzelt angelesenen Brocken, angereichert mit eklatanten sachlichen und sprachlichen Fehlern zuhauf gibt es in diesem Werk auf den ersten Blick nichts zu finden. - Der Schriftsteller Arno Schmidt zeigte uns einst am Beispiel des Werkes von Karl May wie man dennoch Spass an einer massenwirksamen Lektüre haben kann, die keinerlei Niveau besitzt (Meine Empfehlung zur Vertiefung: “Sitara und der Weg dorthin”). Episoden dieser Art, des Herrn Precht, werden die etablierte Substanz der gebildeten Welt in Zukunft dauerhaft beschädigen wenn nicht gegengesteuert wird. Soweit pauschal.

    Eines im Detail möchte ich aber dennoch über das Buch nicht ungesagt lassen. Die Respektlosigkeit mit der andere Menschen, nicht nur Geistesgrössen hier grobschlächtig abgekanzelt werden ist trotz des jugendlich unbefangenen Gemüts des Verfassers beispiellos. Zur Verdeutlichung eine kleine fiktive Stilübung: — “Der deutsche Autor Richard Precht wurde 1964 geboren. Nach Besuchen zweitklassiger Ausbildungsstätten promovierte er schliesslich in Germanistik über den “Mann ohne Eigenschaften”. Da er sich zwar eine geistige Nähe zur Philosophie erträumte jedoch keinerlei Verständis für diese komplexe Materie mitbrachte oder sich erwerben konnte, von eigenen Ideen gar nicht zu sprechen, verfasste er populärwissenschaftliche Belletristik für Halbgebildete. Mit dümmlich grossspurigen Essays in bescheidenem bis schlechtem feuilletonistischen Stil brachte er es zu einem zeitweiligen Bekanntheitsgrad in öffentlichen Sendungen. Als Vehikel hierfür diente ihm die Ehe mit einer Fernsehmoderatorin. Weder die akademische Welt noch die ernsthafte Literaturkritik nahm von ihm Kenntnis.”

    PS: Ein Lektorat, selbst wenn es nur im Auftrag von Goldmann tätig ist, sollte darauf achten wenn Autoren bei Wikipedia abschreiben.

    PPS: Schön, dass nach wie vor ein ungebrochenes Interesse am Thema Philosophie zu bestehen scheint. Wenn auch hier das Mode-Thema “Ich” im Vordergrund steht.

  111. Gerrald sagt:

    Schwieriger Anfang ..
    Dass es sich hier um keine Hörbuch handelt, das man sich im dicksten Berufs-Verkehr so nebenbei reinfönt, war mir schon klar. Aber nach der ersten der vier Scheiben musste ich schon zugeben, dass mein abstraktes Denken deutliche Defizite aufweist .. Aber nach mehrmaligem konzentriertem Zuhören gingen die restlichen drei wesentlich besser und am Ende war ich schon ein bisschen stolz - probieren Sie’s aus: ein tolles Gefühl !

  112. Bosso sagt:

    Ein Bestseller den man gelesen haben muss
    Was soll ich viel über den Inhalt sagen - ich würde nur zahlreiche Rezensionen inhaltlich wiederholen. Ein Bestseller der diesen Titel verdient. Das Buch muss man gelesen haben.

  113. Grimbald sagt:

    Ein Bestseller den man gelesen haben muss
    Was soll ich viel über den Inhalt sagen - ich würde nur zahlreiche Rezensionen inhaltlich wiederholen. Ein Bestseller der diesen Titel verdient. Das Buch muss man gelesen haben.

  114. Cordalles sagt:

    Es zieht sich…..
    Hab mit Eifer angefangen zu lesen, arbeite mich jetzt Stück für Stück weiter.

    Find ich schade, dass das Buch meine Erwartungen, nach den Interviews mit dem Autor, nicht erfüllt.

  115. Penelope sagt:

    Eine philosophische Reise
    Dieses Buch von Richard David Precht “Wer bin ich und wenn ja, wie viele?” ist sehr interressant,aber man benötigt als Laie viel Konzentration und Aufmerksamkeit beim Lesen- d.h. keine Ablenkung.

  116. Gian-Luca sagt:

    Geht so…
    Gut fand ich die biologischen Ansätze zum Thema Philosophie (Zusammenspiel Gehirn, Psyche und Vorstellungen).

    Was mich aber wirklich ermüdet hat, sind die langatmigen Lebensläufe jedes einzelnes bedeutenden Philosophen, die einfach mit dem Thema an sich nichts zu tun hatten…

    Insgesamt viel Wind um Nichts: Gute Denkanstöße, die aber ins Leere führen.

  117. Florance sagt:

    Geht so…
    Gut fand ich die biologischen Ansätze zum Thema Philosophie (Zusammenspiel Gehirn, Psyche und Vorstellungen).

    Was mich aber wirklich ermüdet hat, sind die langatmigen Lebensläufe jedes einzelnes bedeutenden Philosophen, die einfach mit dem Thema an sich nichts zu tun hatten…

    Insgesamt viel Wind um Nichts: Gute Denkanstöße, die aber ins Leere führen.

  118. Debby sagt:

    Philosophisch wertlos
    Wer Klarheit und Transparenz der Ausdrucksweise sowie Stimmigkeit und Konsequenz der Argumentation schätzt, wird mit diesem Buch nichts anfangen können. Wer dagegen ein hochtrabendes, selbstgefälliges Geschwafel und ein endloses, ergebnisloses Gerede um den heißen Brei mag, wird von dem Buch begeistert sein. So oder so: Mit seriöser Philosophie hat alles dies kaum etwas zu tun. Wirklich verdient hat der Autor danach seine Einladungen in unsere gängigen Talkshows. Zu hoffen bleibt, daß auch Thomas Gottschalk ihn noch entdecken wird.

  119. Ramsay sagt:

    hörenswert
    Das Werk gewinnt durchs hören, die zwei Vorleser machen es hörenswert und Precht versteht es wirklich die komplexen Ideen philosophierer, Naturwissenschaflticher und menschlicher Natur, die bisher existieren zusammenzufassen und letzendlich auf den Punkt zu bringen.

  120. Gotthold sagt:

    Lust am Lesen, einfach gemacht.
    “Lernen und Genießen sind das Geheimnis eines erfüllten Lebens. Lernen ohne Genießen verhärmt, Genießen ohne Lernen verblödet. Sollte es diesem Buch gelingen, beim Leser die Lust am Denken zu wecken, wäre sein Ziel erreicht!” (Richard Precht )

    Besser kann man es kaum sagen!

    Hier wird auch dem nicht hochgebildeten Leser eine Tür aufgetan.

    Jeder, der noch nie mit Philosophie zu tun hatte, aber es gern gewusst hätte, liest hier richtig.

    Einfach in Kurzform die Tür geöffnet.

    Wie der Leser weiter macht, bleibt ihm überlassen.

    Ich wurde Neugierig auf mehr und kaufte sogleich die großen Namen nach!

    Ich stellte fest, das Philosophie nicht schwer sein muss, ebenso wenig wie das lesen der Philosophen.

    Spannender Einstieg, sehr gelungen und nicht zu langatmig.

    Meine Verneigung vor der Einfachheit!

  121. Jenny sagt:

    Unbedingt lesenswert!
    Kurz zusammengefaßt geht es in diesem Buch darum, wie die philosophischen, psychologischen und neurobiologischen

    Erkenntnisse über das Bewußtsein zusammenpassen. Stehen diese Erkenntnisse sich im Wege oder ergänzen sie sich?

    Zudem werden verschiedene Fragen gestellt: Gibt es ein “Ich”? Was sind Gefühle? Was ist das Gedächtnis?

    Viele der genannten Fragen wurden schon von vielen Philosophen diskutiert - wie sieht aber die Beantwortung der Fragen

    in der Gegenwart aus?

    Ich habe das Buch mit großem Gewinn gelesen, und kann es uneingeschränkt empfehlen!

  122. Chlothilde sagt:

    Gutes N-24 oder N-TV Wissens-Magazin!
    Dies ist kein philosophisches Buch in dem Sinne!!!!

    Beim Lesen des Buches, hatte ich ständig das Gefühl, ich liege an einem regnerischen Sonntag auf die Couch und schaue mir dabei, irgendwelche “möchtegern” Wissens-Magazine oder Dokus. bei N24 oder N-TV!!!.

    Dieses Buch, muss man NICHT unbedingt gelesen haben. Es gibt bessere Bücher zu dem Thema. (z.B. Bücher von: Irvin D-Yalom). Bücher, deren Autoren und ihre Werke, einfach NICHT von RTL, ZDF und Spiegel oder Springer Verlag u.Co.,gekauft und vermarktet worden sind.

  123. Heidi sagt:

    Gutes N-24 oder N-TV Wissens-Magazin!
    Dies ist kein philosophisches Buch in dem Sinne!!!!

    Beim Lesen des Buches, hatte ich ständig das Gefühl, ich liege an einem regnerischen Sonntag auf die Couch und schaue mir dabei, irgendwelche “möchtegern” Wissens-Magazine oder Dokus. bei N24 oder N-TV!!!.

    Dieses Buch, muss man NICHT unbedingt gelesen haben. Es gibt bessere Bücher zu dem Thema. (z.B. Bücher von: Irvin D-Yalom). Bücher, deren Autoren und ihre Werke, einfach NICHT von RTL, ZDF und Spiegel oder Springer Verlag u.Co.,gekauft und vermarktet worden sind.

  124. Bojana sagt:

    Nur was für Insider
    Ich habe mich in den letzten 2 Tagen auf Seite 70 gequält. Gelacht hab ich bis jetzt nicht, vieleicht nicht mein Thema. Der Titel hat mir mehr versprochen.
    Wem die geschichtliche Hirnforschung interessiert, der sollte das Buch kaufen.
    Ich lese erst mal weiter, wenn es besser wird, auch gern fertig. Falls ich beim weiterlesen einnicke klappe ich den Deckel für immer zu.

  125. Allvar sagt:

    Wer bin ich - und wenn ja wie viele? von Richard David
    Grundsätzlich interessieren mich philosophische Themen, obwohl ich nicht vom Fach bin. Deshalb bin ich auf dieses Buch, das u.a. die Themen Philosophie, Moral, Religion und Gehirnforschung behandelt und miteinander verknüpft, aufmerksam geworden - zumal Elke Heidenreich dieses Buch sehr gelobt hat. Herr Precht hat dieses Buch gut verständlich für Laien geschrieben, obwohl ich es keinesfalls als `leichte Kost` bezeichnen würde! Ich bin so ins Denken und Nachdenken geraten, dass ich meistens nur ein Kapitel gelesen habe und dann alles habe ´sacken´lassen. Die Fallbeispiele, auf die die Theorien der einzelnen Philosophen angewandt werden sind spannend, regen mich aber auch zum Nachdenken, was eben Zeit in Anspruch nimmt. Gut finde ich in jedem Fall, dass Herr Precht jede Form von Wertung unterlässt und dies grundsätzlich dem Leser überlässt. Man soll sich eben seine eigene Meinung bilden und seine eigene Philosophie finden.
    Insgesamt muss ich sagen, dass mich selten ein Buch so in seinen Bann gezogen hat und ich für mich glaube, viel daraus gelernt zu haben. Selbst der merkwürdige Titel des Buches hat einen Sinn und wird auch erklärt.
    Es hat mir so gut gefallen, dass ich es ein zweites Mal gekauft habe (als Geburtstagsgeschenk für meinen Vater) um dann mit ihm entsprechende Diskussionen führen zu können - da er sehr belesen und altersweise ist.

  126. Gregorio sagt:

    Wer bin ich - und wenn ja wie viele?
    Dieses Buch finde ich Klasse und kann lesen wie eine Weltmeisterin.Klasse das es Ratgeber und Testberichte gibt.

  127. Sarah chantal sagt:

    Der kleine Mann im Ohr

    Darf man eine hilfsbedürftige Dame einfach stehen lassen, nur weil man seine Straßenbahn noch erreichen möchte? Über Tote darf man nicht schlecht sprechen. Oder vielleicht doch? Kann man guten Gewissens an einem Schnitzelwettessen teilnehmen? Diese und ähnliche Fragen werden seit einigen Jahren im Magazin der Süddeutschen Zeitung beantwortet. Jeden Freitag können Leser ihre “Gewissensfrage” stellen. Der Autor der Kolumne Dr. Dr. Rainer Erlinger antwortet auf lebenskluge, interessante, oft auch sehr überraschende Weise. Immer aber geisteswissenschaftlich bzw. philosophisch fundiert und kurzweilig zu lesen. Ich freue mich jeden Freitag auf diese halbe Seite intelligenten Stoff zum Nachdenken.

    Ähnlich geht es mir mit Richard David Prechts Buch “Wer bin ich? Und wenn ja, wie viele?”. Der Unterschied zu oben genannter Zeitungskolumne besteht darin, das Precht selber Fragen formuliert und beantwortet. Seine Fragen lauten zum Beispiel: Woher weiß ich, wer ich bin? Lohnt es sich gut zu sein? Darf man Tiere essen? Jeder dieser Fragen widmet er ein eigenes Kapitel, in dem er den philosophischen Hintergrund der Fragestellung beleuchtet und erklärt. Eingeleitet werden diese kleinen Aufsätze durch eine Geschichte, die auf unterhaltsame Weise zum Kernproblem des Kapitels führt. Daneben erhält der Leser meist noch eine kurzweilige Beschreibung des jeweiligen Philosophen sowie die Beschreibung dessen charakterlicher Besonderheiten und Lebensumstände.

    Precht nennt sein Buch eine “philosophische Reise”. Auf Reisen kehrt man oft an einen Urlaubsort zurück, der einem besonders gut gefallen hat. Auch Prechts Buch nehme ich immer wieder gerne zur Hand. Stöbere noch einmal durch die Kapitel, versenke mich in den einen oder anderen Gedankengang und versuche ihn nachzuvollziehen oder anders durchzudenken.

    Das große Plus dieses Buches liegt für mich in der Mischung. Die Grundsätze der Philosophie als faszinierend unterhaltsamer Prosa stehen einer wahren Fundgrube nachdenkenswerter Forschungsgegenstände gegenüber. Durch den ausführlichen Anhang hat man überdies die Möglichkeit, sich die eine oder andere Zusatzlektüre zu besorgen um sich intensiver in einzelne Bereiche einzulesen.

    Mir kam es nach der Lektüre des Buches so vor, als hätte ich einen kleinen Mann im Ohr. Einen winzigen Philosophen, der mir ständig rät alles zu hinterfragen und die Dinge des Lebens doch auch einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Ich finde, das kann nicht schaden!

  128. Dele sagt:

    Wenn ja, wie viele?
    Eine amüsante und lehrreiche Reise durch die eigene Person, wobei die Frage “wie viele?” unbeantwortet bleibt, Gott sei Dank!

  129. Gratianus sagt:

    Wenn ja, wie viele?
    Eine amüsante und lehrreiche Reise durch die eigene Person, wobei die Frage “wie viele?” unbeantwortet bleibt, Gott sei Dank!

  130. Afra sagt:

    Ja, das habe ich mich auch gefragt!
    Nicht nur der Titel fasziniert, der Inhalt ebenso. Natürlich ist es interessant, zu lesen, wie die Philosophen und die Hirnforscher über das Ich und über den Menschen denken. Wer will nicht erfahren, welche Begründung seine Existenz hat? Precht versucht auf einfache Art und Weise, die Psychologie an den unerfahrenen Mann (so wie mich) heranzubringen. Ich wusste vorher zum Beispiel nicht, dass Freud Selbstmord begangen hat und dass man Rousseaus Theorien über den Menschen im Nachhinein absolut widerlegt hat. Denn Rousseau war überzeugt davon, dass der Mensch vom Grundwesen her gut ist, ihn aber die Gesellschaft verdirbt, andere Philosophen wiederum behaupten, der Mensch ist von Grund auf schlecht und wird nur durch die Zivilisation zusammengehalten und zur Ordnung sozusagen gezwungen.

    Mir gefällt an diesem Buch, dass Precht einen großen Einblick in die Psychologie aus Sicht verschiedener Psychologen und Hirnforscher gibt und das über die Jahrhunderte hinweg. So hat jeder die Möglichkeit, sich selbst eine Meinung zu bilden. Doch Vorsicht: das ist verdammt noch mal schwer. Hat man das Gefühl, so könnte es sein, kommt schon wieder eine neue Behauptung eines anderen Philosophen und schmeißt die Meinung wieder komplett um.

    Teilweise ist das Buch schwer zu lesen, aber dadurch, dass es in kleine Kapitel aufgeteilt ist, kann man das Kapitel einfach noch mal lesen, wenn es einem beim ersten Mal nicht “einleuchtet”.

    Für mich hat Precht ein Buch geschrieben, das man nicht scheuen sollte, in die Hand zu nehmen, um seinen eigenen Gedanken mal eine gute Anregung zu geben, wer man denn eigentlich nun wirklich ist.

    Ob man das aber wohl jemals herausfindet, wage ich zu bezweifeln. Wer weiß, wie nah wir schon am Ergebnis waren und wie oft wir uns im Kreis drehen.

    Fazit: sehr interessant!!!

  131. Seraphina sagt:

    Nicht wirklich erkenntnisreich
    Amüsant zu lesen,sogar interessant würde ich sagen,

    aber wirkliche Erkenntnisse,die mich über mich selbst

    ein wenig schlauer gemacht hätten,habe ich nicht ent-

    decken können.

    Ich würde sagen,man muss es nicht unbedingt lesen,um

    sich selber analysieren zu können,aber es ist auch nicht

    total umsonst,weil man schon Einblicke ins menschliche

    Verhalten geboten kriegt.

  132. Leopold sagt:

    Ein sehr schönes Buch
    …über Philosophie und wie alles mit allem zusammenhängen kann. Ich habe es mehrfach gelesen und nehme es immer wieder gern in die Hand. Es ist hilfreich, wenn man mal eine Pause braucht, von den ganzen Schlaubergern, die einem den ganzen Tag alles Mögliche und Unmögliche als Wichtig verkaufen wollen. Auch wenn die Kritiken sehr unterschiedlich ausfallen: Mag sein, dass Viele sich anderes darunter vorgestellt haben, dass es nicht hochtrabend daherkommt, nicht Philosophie-Theoretisch genug verpackt ist. Aber ich brauche keine hochtrabend intellektuell verwurschtelten Sätze, kein verdrehten Autoren, die mir irgendwas aufschwätzen wollen, damit ich das Gefühl bekomme, dem Zeitgeist gerecht zu werden.

    Ich habe das Gefühl, einen Autor vor mir zu haben, der in einfachen Sätzen das erklärt, worüber sich so viele Menschen schon Gedanken gemacht haben. Wenn man sich darauf einlässt, kann man mit dem Buch genug positive Impulse bekommen, um seinen eigenen Gedanken nachgehen zu können, den eigenen Standpunkt mal wieder zu überprüfen und seine eigenen Schlüsse daraus zu ziehen. Und zum Schluß darauf eine Antwort zu finden: Wo sehe ich mich in diesem Kontext, wer - denke ich - bin ich und wenn ja, wieviele eigentlich?;-) Und das kann doch auf keine Fall schaden!! Zum Lesen unbedingt empfohlen!

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