Der Baader-Meinhof-Komplex: (Stefan Aust)

Gerade noch rechtzeitig, bevor sich das 68-er Jubiläumsjahr mit dem Kinostart des oskarverdächtigen Spielfilms Der Baader Meinhof Komplex zu Ende neigt, hat der Autor der Drehbuchvorlage, Stefan Aust, eine neue Version seines gleichnamigen Werkes von 1985 vorgelegt. Natürlich drängt sich bei diesem Timing der Verdacht auf, es ginge dem unlängst geschassten Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Der Spiegel darum, beflügelt vom Hype um den Film noch einmal kräftig Kasse zu machen. Doch die Anschaffung des inzwischen auf knapp 900 Seiten angewachsenen Opus Magnus von Aust lohnt sich tatsächlich! Nicht umsonst galt Austs ebenso präzise wie unvoreingenommene Chronik der Ereignisse vom Juni 1967 bis zum „Deutschen Herbst“ 1977 schon bald nach Erscheinen der Erstauflage als Standardwerk. Die Eliminierung von Fehlern, die Anreicherung mit weiteren Details und die Illustration mit Fotos, die der Autor für die dritte Ausgabe geleistet hat, wird diesen Anspruch sicherlich weiter zementieren. Erstehanderfahrungen und die persönliche Bekanntschaft mit etlichen Akteuren der RAF und deren Umfeld machten das Buch seit jeher so einzigartig und authentisch. Dabei hat es der Sache nur wenig Abbruch getan, dass Aust, der sich seine ersten Sporen noch unter der Ägide von Ulrike Meinhof bei der linksradikalen Postille Konkret verdiente, mit dem Verdikt des Revisionisten und Karrieristen im inneren Zirkel der RAF stets auf eine Mauer des Schweigens stieß. Durchbrochen lediglich von einer Handvoll Renegaten, die sich vor allzu unvorsichtigen Äußerungen freilich gehütet haben dürften, um ihre Bewährung nicht zu gefährden. Vor allem im Umgang mit ihnen und den offiziellen Quellen, die noch immer weit davon entfernt sind, ungefiltert zu sprudeln, ist investigatives Gespür gefragt. Und über ein solches verfügt der alte Hase des Enthüllungsjournalismus zweifellos in einem weit höheren Maße als die meisten anderen Publizisten, die sich in den letzten Jahrzehnten mit der RAF auseinandergesetzt haben. Trugen bei der Neuausgabe von 1997 vor allem Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) sowie Aussagen einiger in der DDR untergetauchter RAF-Mitglieder zur weiteren Erhellung des dunkelsten Kapitels der deutschen Nachkriegsgeschichte bei, so kreist Austs Spot diesmal über den zwielichtigen Machenschaften westdeutscher Geheimdienstler, die er schon in seiner TV-Dokumentation beleuchtete. Auch in dieser Hinsicht eine erhellende Lektüre! Roland Detsch, literaturanzeiger.de  

Hier kaufen und weitere Informationen…

Schlagworte:

40 Kommentare zu „Der Baader-Meinhof-Komplex: (Stefan Aust)“

  1. zo sagt:

    Stefan Aust war 1967 bis 1969 Redakteur der Zeitschrift “konkret”, in der auch Brigitte Meinhof mitarbeitete, bevor sie mit der Befreiung Baaders in den Untergrund ging und der RAF beitrat. Mit dem RAF-Aussteiger Peter Homann befreite er 1970 sogar auf eigene Faust die Meinhof-Zwillinge Bettina und Regine Röhl, die von Mitgliedern der RAF nach Sizilien verschleppt worden waren. Dafür bekam er Morddrohungen von der RAF.

    Daraus erkennt man bereits, wie eng verflochten Aust auch persönlich mit der von ihm meisterhaft recherchierten Arbeit zur Entstehung und Zerschlagung der Baader-Meimhof-Gruppe war. 1985 erstmals erschienen, legt der langjährige Spiegel-Mitarbeiter 1997 eine aktualisierte und erweiterte Fassung vor, die möglich wurde durch die Einbeziehung der Akten des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR nach dem Fall der innerdeutschen Grenze 1989. Er betont im Vorwort zur neueren Ausgabe auch, daß u.a. dadurch bessere Einblicke in das Wissen um den Selbstmord der Stammheim-Häftlinge bei der RAF selbst und auch in das ganze Ausmaß des Versagens beim staatlichen Fahndungsapparat im Zusammenhang mit der Schleyer-Entführung möglich wurden.

    Das Buch mag nicht strengen wissenschaftlichen Ansprüchen genügen, da einzelne Textquellen und ein Literaturverzeichnis fehlen, dennoch ist es überaus gründlich recherchiert, indem Aust auf Interviews und die Analyse von 60 laufenden Metern Akten zurückgriff. Es geht streng chronologisch vor, wenn auch eingeleitet mit dem “Tod in Stammheim” in der Nacht zum 18. Oktober 1977 als Reaktion auf die mißglückte Entführung der Lufthansa-Maschine “Landshut”.

    Im 1. Teil “Wege in den Untergrund” erfährt der Leser anläßlich der Befreiung Andreas Baaders 1970 die Entstehungsgeschichte der Rote Armee Fraktion im Gefolge der (versehentlichen?) Erschießung des pazifistischen Romanistik-Studenten Benno Ohnesorg durch einen Polizisten bei einer Berliner Demonstration gegen den Schah-Besuch am 2. Juni 1967, die Führungsgestalten werden dabei in ihrem biografischen Bezug und ihrer Motivation zum Untergrundkampf gegen den Staat genauer vorgestellt.

    Der 2. Teil “Die ungestüme Herrlichkeit des Terrors” beschreibt die inneren Auseinandersetzungen der RAF-Mitglieder und das tägliche Leben auf der Flucht vor der staatlichen Verfolgung, die Organisation des Überlebens mit Banküberfällen, Klau von Autos und Anmieten von Wohnungen, Aufsuchen von Unterschlupfmöglichkeiten bei Sympathisanten und die Verhaftungen der ersten RAF-Mitglieder im Sommer 1972.

    Im 3. Teil “Die Kostüme der Müdigkeit” geht es um den Terror der Organisation “Schwarzen September” 1972 im Zusammenhang mit den olympischen Spielen, durch den palästinensische Gefangene in Israel mittels brutaler Gewalt freigepreßt wurden und deren Beispiel von den Inhaftierten der RAF als vorbildlich gelobt wurde. Berichtet wird im Folgenden die lange Untersuchungs- (Isolations-) haft der 5 Kernmitglieder der Gruppe (Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Ulrike Meinhof, Hoger Meins und Jan-Carl Raspe) mit mehreren Hungerstreiks und Zwangsernährung, die Holger Meins schließlich das Leben kosteten. Es wird deutlich, wie gut es den Gefangenen gelang, sich trotz Isolation zu verständigen und sogar Waffen einzuschmuggeln. Der Sturm einer sich formierenden 2. RAF-Generation auf die deutsche Botschaft in Stockholm zur Befreiung der Baader-Meinhof-Bande im April 1975 scheitert. Dafür war vorher geglückt die Freipressung der sechs Inhaftierten Horst Mahler, Verena Becker, Gabriele Kröcher-Tiedemann, Ingrid Siepmann, Rolf Heißler und Rolf Pohle anläßlich der Entführung des Berliner CDU-Spitzenkandidats Peter Lorenz im Februar 1975.

    Der 4. Teil behandelt den Strafprozeß, der der Baader-Meinhof-Gruppe gemacht wird und sich vom 21. Mai 1975 bis zum 28. April 1977 hinzog, unterbrochen nur kurz vom Selbstmord Ulrike Meinhofs in ihrer Stammheim-Zelle in der Nacht zum 9. Mai 1976.

    Im 5. Teil “44 Tage im Herbst” wird schließlich geschildert die Entführung und schließliche Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer, die vergebliche Entführung der Lufthansmaschine “Landshut” mit dem Reflex des Selbstmordes der 3 Stammheimhäftlinge Baader, Ensslin und Raspe, sowie dem mißglückten Selbstmordversuch Irmgard Möllers in der Nacht zum 18. Oktober 1977.

    Das sehr lesenswerte Buch ist möglichst neutral geschrieben und informiert sachlich und sehr umfassend über alle wichtigen Details dieser 10 Jahre bundesdeutscher Geschichte vom “heißen Herbst” 1967 bis 1977. Von mir daher uneingeschränkt 5 Sterne. (13.12.08)

  2. zo sagt:

    Nachdem ich einige Reportagen im TV gesehen hatte, wollte ich näheres über die RAF wissen und bin auf Aust gestossen in der Erwartung daß alle meine Fragen geklärt werden. Da ich zu der Zeit der RAF noch mit den Mücken geflogen bin, ist es mir jedoch leider extrem schwer gefallen, ihm zu folgen. So beschreibt er z.B. über eine halbe Seite daß Meinhoff durch den Prozess gegen Strauß (sie hatte ihn mit Hitler verglichen) berühmt geworden ist, erwähnt jedoch mit keinem Ton, wie sie dazu gekommen ist. Er hält es nicht für nötig zu erklären warum Rudi Dutschke so wichtig war, wenigstens weiß ich jetzt aber genau wie der Attentäter angezogen war. Genauso geht es munter weiter, immer wieder tauchen Personen auf, politische Ereignisse ohne diese näher zu erklären. Übrig bleiben ein Haufen (zumindest für mich) unwichtige Informtionen, eine Aufreihung von Demonstrationen und hohlen Parolen, die für Neueinsteiger wie mich schwer einzuschätzen sind. Ich hab das Buch nach 1/3 frustriert und genervt weggelegt. Wenn mir jemand ein gutes Buch über Motive und Hintergründe der RAF nennen kann wäre ich dankbar.

  3. zo sagt:

    Die arg kontrovers diskutierte Verfilmung des von Stefan Aust verfassten Klassikers zur Geschichte der RAF “Der Baader-Meinhof-Komplex” wird durch eine komplett überarbeitete und erstmals mit Bildmaterial versehene Neuauflage des Buches begleitet. Durchgesehen vom Autor und um 100 Seiten Text sowie 150 Fotos erweitert liegt das bei Hoffmann und Campe erschienene Standartwerk zum Terrorismus in Deutschland gewichtig in der Hand. Und dies gleich im doppelten Sinne, denn neben den wälzerhaften Ausmaßen bleibt es bei der schon vor 23 Jahren beim erstmaligen Erscheinen gültigen Aussage, dass dieses Buch mit seinem populärwissenschaftlichen Anspruch nicht ignoriert werden kann und Stefan Aust ein fassbares Porträt der terroristischen Unfassbarkeit sowie der dabei agierenden Personen geschaffen hat.

  4. zo sagt:

    Sie können die vielen Kommentare lesen, der Einblick zum Thema RAF ist enorm.

    Nur zwei besondere Aspekte die hier auffallen:

    - Hat sich während der Zeit des Kampfes gegen die RAF je jemand wirklich mit deren Thesen auseinandergesetzt? Auch mit deren ursprünglichen Thesen? Verwunderlich, wie wenig es danach aussieht und wie wenig Aust zu Ansichten von Baader, Meinhof und Co schreibt.

    - Der erschreckende zweite Aspekt: Aust wirft Fragen auf. Wie beugt ein Staat sein eigenes Recht um Recht zu schaffen? Nicht nur Fehler sondern auch bewusste “Fehler” des Polizeiapparates werden aufgedeckt und hinterfragt. Ein überforderter Staat greift zu auf rechtsbrechende Kontrolle?! Automatisch stellt sich der Leser die Frage nach Parallelen zu heute.

    Das Buch ist lesenswert, ein Stück der Geschichte des Nachkriegsdeutschlands, ein Teil unserer Geschichte und vielleicht die Chance in Zusammenhang mit Film und Buch auch die inhaltlichen Fragen der RAF aufzuarbeiten und als Volk zu verarbeiten. Vielleicht auch die Chance stärker für das Thema der staatlichen Überwachung sensibilisiert zu werden.

  5. zo sagt:

    Wertfreie Dokumentation, Versuch die Gedanken und Hintergründe der RAF begreiflich zu machen, extensive Schilderung der Schnittstelle RAF - Staat (vor und nach Verhaftungen). Ausführliche Dokumentation der Sichtweise der Gefangenen. Besser kann man ein Buch zu diesem Thema nicht schreiben.

  6. Charlotte sagt:

    Gutes Buch - etwas einseitig - leider aber auch mit Qualitätsmängeln
    Zum Buch muss man nicht viel schreiben. Wer sich (vllt. zum ersten mal) mit der R.A.F. befasst, sollte dieses Buch nicht außer acht lassen. Gerade nach der Überarbeitung und den zahlreichen Bildern, die den Personen ein Gesicht geben (zumindest für diejenigen, die die Fahndungsplakate der Vergangenheit nicht mehr im Kopf haben oder noch nicht auf der Welt waren) ist das Buch eine gute Wahl.

    Ich ziehe einen Stern ab für die etwas einseitige Berichterstattung bzw. wiedergabe. Es ist auch einiges mehr von den Geheimdiensttätigkeiten bekannt.

    Einen wieteren Stern ziehe ich dafür ab, dass nach der Entfernung des Schutzumschlages die schwarze Farbe des Titels auf dem Buch abfärbt. Ständig schwarze Finger und dreckigen Schreibtisch - das muss ja nicht sein.

  7. Anne sagt:

    Sehr umfassend und informativ
    Da das Thema in den letzten Monaten ja wieder verstärkt durch die Medien ging habe ich als junger Mensch, der dies alles nicht “live” erlebt hat, mich sehr für die Entstehungsgeschichte und das ganze “Drumherum” interessiert. Und ich muß sagen, um mir einen Überblick zu verschaffen, ist das Buch echt zu empfehlen. Ich hatte zwar an manchen Stellen Verständnisschwierigkeiten, dies lag aber mehr daran, dass ich, wie gesagt, das alles nicht miterlebt habe und somit auch mit manchen Namen nicht allzu viel anfangen konnte, und weniger daran, dass das Buch kompliziert geschrieben ist.

    Alles in allem wirklich zu empfehlen, gerade für die jüngere Generation.

  8. Sigrid sagt:

    wichtiges Buch
    Hochinformatives Buch über die Entstehung der Baader Meinhof Gruppe und daraus der Roten Armee Fraktion. Beschrieben werden auch die gesellschaftlichen Umstände die zur Gründung der RAF führten, charakterlichen wiedersprüche der Mitglieder der ersten Generation, die angespannte Stimmung während des “deutschen Herbstes” und die mysteriösen Umstände ihres Todes.

    Fazit: Nach wie vor das wichtigste Buch über die RAF.

  9. Olivia sagt:

    Eine Dokumentation, …
    … die einem tiefe Einblicke verschafft in die innenpolitische Unruhezeit der 70-er Jahre in der BRD. Aust hat detailliert recherchiert und alles zusammengetragen, was überhaupt zugänglich war zu einem Kapitel deutscher Geschichte, das man sich heutzutage im fast völlig entpolitisierten, durch Parteien komplett durchorganisierten Bürgerleben kaum noch vorstellen kann. Sei’s drum: damals herrschte eine wahrlich explosive Dramatik im politischen Geschehen, heute dagegen Lähmung, Starrheit, Resignation. Deshalb liest man so etwas spannendes Zeitgeschichtliches einfach mal gerne.

    Stefan Aust gelingt es, (nahezu) ohne seine persönlichen Anschauungen und Bewertungen die Figuren der RAF ebenso wie die Reaktionen der damals Herrschenden zu charakterisieren. Und daraus kann sich der Leser dann selbst sein Bild machen.

    So sieht man auf der einen Seite, was für fragwürdige Gestalten da im Widerstand agierten: Baader war im Grunde nur ein charismatischer Psychopath, Meinhof eine zutiefst zerrissene Persönlichkeit, die Halt im Dogma suchte, Ensslin als die wahre Führungskraft in der Gruppe eine kalte, manipulative Frau, Raspe ohne eigenes Profil, und Boock, Mohnhaupt und die anderen Nachfolger waren dann nur noch irregeleitete Blindgänger. Die RAF-Gruppe wies sektenartige, extrem autoritäre Strukturen auf, die die Unfreiheit des Individuums im Innern der Gruppe in Perfektion praktizierten - und so sollte die Freiheit im gesellschaftlichen System erreicht werden? Absurd!!

    Und auf der anderen Seite erfährt man, wie die Machthaber in Politik und Rechtswesen die Situation nutzten, um den Staat und seine Institutionen in ein regelrechtes rechtsstaatliches Jammertal zu führen: Isolationshaft, Abhöraktionen, der unsäglich stümperhaft geführte Stammheimer Prozess gegen die BMs, die Pannen bei der Ermittlung im Entführungsfall Schleyer - Aust lässt nichts aus, das einem noch im Nachhinein das Fürchten vor der Staatsmacht lehrt.

    Fazit: lesenswert, spannend, erhellend. Fünf Sterne.

  10. Faruk sagt:

    Warum dieses Buch?
    Ich hatte von diesem Buch von meinen Söhnen gehört,die total begeistert waren.Deshalb mußte ich mir das kaufen.Und ich muß sagen ich war genauso begeistert.Es war packend und spannend und ich habe mich an Sachen erinnert,die damals durch die Presse gingen.Alles in allem sehr zu empfehlen.

  11. Bartholomaeus sagt:

    RAF- Die Hintergründe
    Aktuell ist in den Nachrichten zu verfolgen,dass ein ehemaliger Terrorist der damaligen RAF vorzeitig aus der Haft entlassen wird.Das Thema RAF ist seit Jahren wieder aktuell geworden.Zeitungsberichte,TV-Dokumentationen und ein aktueller Kinofilm setzen sich mit einer Epoche der deutschen Geschichte auseinander.Grundlage des aktuellen Kinofilms “Der Baader Meinhof Komplex” ist dieses Werk vom ehemaligen Spiegel Chefredakteur Stefan Aust.Auf mehr als 600 Seiten erfährt man nahezu alles von den Anfängen der RAF bishin zu ihrer Auflösung Anfang der 90er Jahre.Das Buch,in verschiedenen aktualisierten Versionen oder als Softcover in einer günstigen Sonderausgabe, liest sich sehr gut und bietet gerade über den Kinofilm hinaus sehr fundiertes Hintergrundwissen,welches nahezu unerlässlich ist um den Film in seiner Gänze überhaupt zu verstehen.Gerade hier punktet das Buch gegenüber seiner Leinwandadaption.Vieles lässt sich im Kino nicht nachvollziehen,da zu wenig Zeit zur Verfügung steht um diesen “Komplex” zu verstehen.Im Buch werden nahezu alle ungeklärten Fragen zum Stoff sachlich und ohne eigene Wertung oder Färbung näher gebracht.Stefan Aust hat jahrelang recherchiert und das merkt man diesem Buch auf jeder Seite an.Es gibt weitere Bücher zum Thema,aber keines ist so aufschlussreich und kompetent verfasst wie dieses.Ich kann dieses Buch nur empfehlen,egal ob man den Film vorher gesehen hat oder nicht.Wer sich mit der Geschichte des deutschen Herbstes genauer befassen will,kommt um dieses Buch nicht herum-Pflichtlektüre!

  12. Siegfrid sagt:

    TOPBuch
    Dieses Buch ist spannend von Seite 1 bis zur letzten Seite.
    Ich konnte mich nur noch dunkel an den Herbst 77 erinnern, da war ich gerade 6. Das Buch hat mir die Möglichkeit gegeben, diese Zeit noch mal nachzuerleben und auch die Angst, die viele Erwachsene gespürt haben, nachzuvollziehen.
    Sehr empfehlenswert!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  13. Dana sagt:

    TOPBuch
    Dieses Buch ist spannend von Seite 1 bis zur letzten Seite.
    Ich konnte mich nur noch dunkel an den Herbst 77 erinnern, da war ich gerade 6. Das Buch hat mir die Möglichkeit gegeben, diese Zeit noch mal nachzuerleben und auch die Angst, die viele Erwachsene gespürt haben, nachzuvollziehen.
    Sehr empfehlenswert!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  14. Carlo sagt:

    Informatives Buch
    Das Buch der Baader Meinhof-Komplex erläutert das Geschehen rund um diese Gruppe sehr genau. Vor allem, weil es bei dem Autor Stefan Aust um jemanden handelte, der sehr eng mit den Beteiligten verbunden war. Durch seine Arbeit bei Zeiung “Konkret” war er ja mit vielen Aktivisten die unter anderem später in die Illegalität abtauchten bekannt. So konte er auch viel Hintergrundmaterial für seine Aufzeichnungen zusammenstellen. Dies macht dieses Buch zu einem wahren Zeugnis deutscher Geschichte.

  15. Deik sagt:

    Das Standardwerk zum Thema “Rote Armee Fraktion” in aktualisierter Auflage
    Schon länger interessiert am Thema “Rote Armee Fraktion” und auf der Suche nach einem literarischen Einstieg kam ich natürlich nicht an dem viel gelobten und mit Preisen überhäuften Standardwerk “Der Baader Meinhof Komplex” von Stefan Aust vorbei. Meine abschließende Meinung nach Beendigung ist jedoch zwiegespalten, lieferte mir das Buch zwar eine Hülle von Informationen, die mich in der Art ihrer Präsentation jedoch streckenweise zu erschlagen drohten.

    Auf fast 700 Seiten skizziert Aust das Thema mitunter staubtrocken, was dem Lesespaß im Endeffekt wenig zuträglich ist und ein schnelles Vorankommen mit der Lektüre beinahe unmöglich macht. Hinzu kommt das Fehlen jeglicher Bilder oder Fotos, welche das Schriftbild und die sehr langen Absätze eventuell etwas aufgelockert hätten. Zudem wäre man dadurch auch eher imstande, einen näheren Bezug zu den einzelnen Mitgliedern der RAF zu bekommen bzw. sich bildlich gewisse Abläufe vorstellen zu können. So wird der Leser von der schieren Fülle an Details aus Ulrike Meinhofs oder Andreas Baaders Leben einfach nur erschlagen. Dies sind allerdings auch die einzigen wirklichen Kritikpunkte, denn insgesamt kann man Autor Stefan Aust wenig vorwerfen.

    Und es besteht kein Zweifel: Wer sich über die Entstehung und die Anfänge der RAF umfassend informieren will, hat mit “Der Baader Meinhof Komplex” das perfekte Buch zur Hand, werden hier doch detailliert die Strukturen und Geschehnisse dargelegt, welche zur Bildung der Baader-Meinhof-Gruppe führten. Dabei beschränkt sich der Autor vorwiegend auf die Zeit zwischen 1967 und 1977. Nachfolgende Ereignisse, die RAF als solche existierte ja noch bis Mitte der 90er Jahre, finden deshalb keine Erwähnung bzw. werden gegen Ende nur am Rande gestreift.

    Für heutige Leser ist es sicherlich ein schwieriges Unterfangen, die damalige Stimmung in der Gesellschaft und das daraus resultierende immense Gewaltpotenzial einer terroristischen Vereinigung wie der RAF nachzuvollziehen, weshalb Aust für die verständliche Art und Weise, wie er diese vergangene Epoche der Bundesrepublik herüberbringt, großes Lob gebührt. Schon im ersten Kapitel, das sich unter dem Titel “Wege in den Untergrund” mit der Entstehung der Gruppierung (damals noch unter dem Namen “Baader-Meinhof-Gruppe”) beschäftigt, nimmt den Leser auf eine Zeitreise, in deren folgenden Verlauf alle Geschehnisse im Zusammenhang mit dieser Gruppe detailliert beleuchtet und dargestellt werden. Und über die ganze Distanz schafft es Aust stets sachlich und neutral zu bleiben, was angesichts der heiklen und auch heute noch sehr brisanten Thematik eine beachtliche Leistung ist.

    Dass es auf der anderen Seite genau diese Detailfülle ist, welche das Buch teilweise extrem anstrengend zu Lesen macht, mag man zu Recht kritisieren. Es darf sicherlich diskutiert werden, ob exakte Angaben von Straßennamen und Medikamentennebenwirkungen zum Thema beitragen. Dennoch muss man dies akzeptieren, da es sich um ein Sachbuch handelt, in dem ein Spannungsbogen im klassischen Sinne nun mal auch nichts zu suchen hat. Wer also ein Buch sucht, um zu verstehen, was die RAF erreichen wollte, warum es so gekommen ist und wer die Persönlichkeiten dahinter und die damit verbundenen Strukturen kennen lernen möchte, findet hier das immer noch mit Abstand beste Buch dafür.

    Insgesamt ist “Der Baader Meinhof Komplex” ein unangefochten umfangreiches Werk zu einem wichtigen Stück deutscher Geschichte, mit es dem es sich auseinanderzusetzen auch jetzt noch lohnt und das als Einstiegswerk in das Thema RAF bestens geeignet ist.

  16. Simon sagt:

    neuer, besser, detaillierter ….
    Standardwerk wird es genannt - das Sachbuch über die Geschichte des Baader Meihof Komplexes und der damit zusammenhängenden historischen Geschehnisse.

    Mittlerweile gibt es die dritte Auflage des Werkes.

    Es handelt sich laut Angaben des Autors nicht um eine Anklageschrift, man kann sich als Leser also selber zu den Personen und Geschehnissen seine Meinung bilden. Es ist lediglich ein Protokoll und eine Chronik dieser geschichtlichen Vorkommnisse rund um Herrn Baader und Frau Meinhof.

    der Autor:

    ==========

    Stefan Aust ist im Jahr 1946 geboren und war viele Jahre beim Spiegel als Chefredakteur tätig. Er ist der Gründer des “Spiegel TV”.

    Bei der Zeitschrift “Konkret” war er von 1966 bis 1969 angestellt als Redakteur und von 1970 bis 1985war er Mitarbeiterdes Norddeutschen Rundfunks (Panorama)

    Er war maßgeblich an vielen Dokus beteiligt.

    Das Drehbuch zu “Stammheim” stammt z.b. auch aus seiner Feder und dafür bekam er den Goldenen Bären. Weiterhin arbeitete er am Kinofilm “Der Baader Meinhof Komplex” mit.

    Inhalt und Gliederung:

    ======================

    Das Buch ist in

    Vorwort

    5 Kapitel

    Nachspiel

    Register

    und Bildnachweis

    gegliedert.

    Man kann sagen, dass man es mit schwerer Literatur zutun hat. Für die Handtasche ist das Buch nicht. *g*

    Auf den fast 900 Seiten hat Stefan Aust ein Komplettwerk der Entstehungsgeschichte - erstmals in der dritten Ausgabe mit tollem Bildmaterial versehen - zusammengestellt.

    Beginnend mit dem ersten Kapitel “Tod in Stammheim”

    “00.38 Uhr. Hier ist der Deutschlandfunk mit einer wichtigen Nachricht. Die von Terroristen in einer Lufthansa-Boeing entführten 86 Geiseln sind alle glücklichbefreit worden. Dies bestätigt ein Sprecher des Bundesinnenministeriums soeben in Bonn. Ein Spezialkommando des Bundesgrenzschutzes hatte um 00.00 Uhr die Aktion auf dem Flughafen von Mogadischu gestartet. ….

    Gleichzeitig einige Absätze weiter schreibt Aust vom Selbstmord Raspes, wie er in seiner Zelle aufgefunden wurde.

    Ich möchte euch hier einige Kapitelüberschriften nennen, damit ihr euch vorstellen könnt, wie Aust das Buch gegliedert hat, und wie er an die Aufarbeit herangegangen ist. (Der Inhalt des Buches ist die Geschichte des Baader Meinhof Komplexes, mit der sich sicher fast jeder ein wenig auskennt, weil sie so oft durch die Medien ging, daher sehe ich es nicht als zwingend notwendig, dies hier im Bericht nochmal aufzuschreiben.

    Ich möchte lediglich meine Meinung zu Austs Zusammenstellung des Themas nennen und euch mitteilen, wie er das Buch gegliedert hat, wie er an das Thema herangegangen ist, wie er den Stoff verarbeitet hat und wie er schreibt, damit jeder den Sachverhalt einfach verstehen kann, der sich vielleicht noch weniger mit dem Thema auseinander gesetzt hat.

    1. Kapitel Wege in den Untergrund

    2. Kapitel Die ungestüme Herrlichkeit des Terrors

    3. Kapitel Die Kostüme der Müdigkeit

    4. Kapitel Der Prozeß: Die Baader-Meinhof-Gruppe vor Gericht

    5. Kapitel Vierundvierzig Tage im Herbst

    Die einzelnen Kapitel sind jeweils mit zahlreichen Unterkapiteln versehen, sodass man als Leser ein sehr übersichtlich gestaltetes Buch in Händen hält.

    meine Meinung:

    ==============

    Ich finde, dass Aust sehr präzise und auf den Punkt kommend schreibt, aber gleichzeitig auch sehr viele erklärende Bescheibungen einfügt, sodass sich dieses Buch - seines Zeichens SACHBUCH genannt - sehr flüssig liest und man als Leser den doch eigentlich sollte man meinen zähen Stoff sehr leicht in sich aufsaugt und vorallem viele interessante Details aufstöbert, die man so sicher noch nicht in den Nachrichten oder Medien erfahren konnte.

    Ganz besonders interessant und das Tüpfelchen auf dem “I” in dieser neuen Auflage sind ganz sicher die zahlreichen Bilder, die das textliche super untermalen und zur Komplettheut beitragen. Sehr privates und brisantes Fotomaterial wurde hier im Buch zur Verfügung gestellt, welches mich persönlich sehr beeindruckt hat.

    Es hat sich echt gelohnt, diese neue Auflage herauszubringen.

    Stefan Aust hat es geschafft, dieses Komplettwerk über die Baader-Meinhof-Gruppe und die damit zusammenhängenden Geschehnisse über viele Jahre in diesem Buch aufzugreifen, er hat sie gesammelt und persönlich sehr viele neue Erkenntnisse gezogen, die er im Buch verarbeitet hat.

    Ich finde, es ist ein Kompliment wert, wie detailliert er das Ganze schildert, wie genau er recherchiert hat und wie unvoreingenommen die Zeilen auf den Leser wirken. Er schreibt in der Vergangenheitsform und der Leser sieht bildhaft die Vorgänge vor sich.

    Ich persönlich hatte teilweise die Bilder des Kinosfilms vor mir, da ich das Buch nach dem Film las, aber das muss nicht jedem so gehen und ist ja auch ok so.

    1985 ist das Buch zum ersten Mal erschienen. Mittlerweile umfasst es 100 Zusatzseiten und ca. 150 Fotos.

    Das Buch ist total gut strukturiert, ein Aspekt baut auf dem anderen auf, sodass man von den Ursprüngen der RAF bis zum Ende ins Jahr 1977 alles genau und detailliert erfährt. Es bleibt einfach keine Frage offen.

    Es wäre ein super interessanter Thriller, wenn man nicht wüßte, dass das alles in Wahrheit und real passiert ist.

    Ich finde es weiterhin gut, dass Aust, nicht seine eigene Meinung in den Vordergrund stellt, sondern unvoreingenommen und sozusagen aus der Ferne betrachtet schreibt und es dem Leser überlässt, sein eigenes Urteil zu bilden.

    Hier geht es einfach um die eiskalten Fakten, die in diesem Buch in einen spannenden Stoff verpackt wurden.

    Mehr kann ich dazu nicht sagen. Ich bin begeistert vom Buch und empfehle es aufs Wärmste.

  17. Eberhard sagt:

    Top Recherchiert
    Ein muß für jeden der sich für die Sache interessiert oder nur mal nachlesen will.

    Einwandfrei und Top. 5 Sterne

  18. Doro sagt:

    ….. natürlich kann geschossen werden ……….
    Deutsche Zeitgeschichte über eine Generation die gegen den Staat, dessen Apparat und sexuell verklemmten Nachkriegsmuff rebellierte.

    Eine Geschichte über eine gescheiterte Ideologie, angefangen von der Tötung des Theologiestudenten Benno Ohnesorg, durch einen Berliner Polizisten bis zum Suizid der ersten RAF-Genaration in Stammheim.

    Wer sich für diese Thematik interessiert der wird um Aust nicht herum kommen, eine Art Pflichtlektüre für deutschgeschichtlich Interessierte.

    Für die einen waren es politische Widerstandskämpfer, für die anderen einfach nur Gewaltverbrecher und Mörder.

    Unumstritten ist dass der deutsche Herbst eine Veränderung in Politik und Gesellschaft hervorrief die heute noch ihre Spuren hinterlässt.

    Hier wurde der deutsche Staat an die Grenzen seiner Demokratie gebracht und leider noch etwas weiter.

  19. Winston sagt:

    Standard Werk zur Geschichte der RAF
    Stefan Aust liefert hier eine interessante und spannende Analyse zur Entstehung und Ideologie der RAF. Ausgehend von der Studentenbewegung der 68er, über die Kaufhausbrände und die Baader-Berfreiung bis hin zur Schleyer- und Landshut-Entführung und bis zum Ende in Stammheim beschreibt der Autor den Lauf der Geschichte der RAF. Dabei gelingt es, äußert objektiv und neutral zu bleiben. Man kann gut nachvollziehen, wie der Rechtsstaat an die Grenze seiner Möglichkeiten gebracht wird.

  20. Detlef sagt:

    Der Baader-Meinhof-Komplex von Stefan Aust
    Das Standardwerk über die Geschichte der RAF- vollständig überarbeitet und aktualisiert. Stefan Aust legt hier eine journalistische Chronik vor, die seit Erscheinen als das gründlichste Buch zu diesem Thema gilt. Er ordnet und analysiert die Geschehnisse, vom ersten Auftreten der Baader-Meinhof-Gruppe bis zum “heissen” Herbst. Die aktialisierte Ausgabe enthält überraschende Informationen, die aus Stasi-Archiven, internen Polizeipapieren und Aussagen inhaftierter Beteiligter an der Schleyer-Entführung stammen. Wer immer sich künftig über die RAF, ihre Ursprünge, ihre Struktur und ihre Figuren ein Bild machen will. er wird den Aust lesen müssen.

  21. Cinzia sagt:

    Langatmig und anstrengend
    Für mich war die Lektüre eine wertvolle Information als Addition zum Film, der 2008 erschienen ist.

    Da schon sehr viele Rezessionen geschrieben worden sind, brauche ich eignetlich nichts mehr grossartig hinzuzufügen.

    Meiner Meinung nach ist dieses Buch so dermassen mit Informationen vollgestopft, sodass es einem sehr langatmig vorkommt.

    Der Autor hätte sich in manchen Passagen auf das Wesentliche konzentrieren sollen, wie z.B. beim Stammheimer Prozess, der in jeder Einzelheit dargelegt wird , aber am Ende immer nur aus Wiederholungen seitens des Verhaltens der Stammheimer Häftlinge, als auch des Staatsapparates besteht.

    Somit empfand ich das Buch als ziemlich antstrengend zu lesen, welches das Interesse teilweise zerstörte und ermüdent wirkte. Somit werde ich mir eine zweite Lesung ersparen.

    Auch die Zeit von 1977 bis 1996/97 wird überhaupt nicht angesprochen. Und gerade dieser Zeitraum wärer für junge Leute von heute recht interessant…

  22. Salome sagt:

    Gut geschrieben, empfehlenswert
    Mich hat das Thema an sich sehr interessiert (weshalb ich mir auch dieses Buch gekauft hatte), jedoch schreckte mich ein bisschen der Umfang ab, und ich hatte auch Sorge, dass es sehr trocken und vielleicht etwas langatmig sein würde, da es eben um die Beschreibung politischer Geschehnisse geht.

    Meine Sorgen waren diesbezüglich unbegründet. Das Buch ist sehr spannend und schlüssig geschrieben. Ich hatte es relativ zügig durch, und es gab keinen Moment, in dem ich gelangweilt war oder mich zum Weiterlesen zwingen musste. Was mir gut gefallen hat, war, dass es dem Autor nach meinem Empfinden gut gelingt, relativ objektiv zu bleiben. Das finde ich eine große Leistung, zumal er ja z. T. selbst mit involviert war.

    Etwas schade fand ich, dass man wenig über die Hintergründe und mögliche Beweggründe der einzelnen Terroristen erfuhr, aber das hätte vielleicht auch den Rahmen gesprengt.

    Das Buch ist sehr gut recherchiert, die Informationen sind trotz der Fülle gut aufnehmbar. Ich habe jetzt nach dem Lesen das Gefühl, gut unterhalten worden zu sein und dabei eine ganze Menge über einen Teil der Geschichte Deutschlands gelernt zu haben.

  23. Amalia sagt:

    interessant, man erhaelt einen guten Ueberblick
    interessant, man erhaelt einen guten Ueberblick; keine Abendlektuere, man sollte “wach” sein, um alles richtig einordnen zu koennen

  24. Rambert sagt:

    Baader Meinhof Komplex
    Dieses Buch ist spannend und es fällt einem schwer es wieder aus der Hand zulegen. Gleichzeitig ist es erschreckend, was die RAF alles ausgelöst hat, man muss sich des öfteren vor Augen halten, dass dieses Buch keine fiktive Geschichte ist, sondern der Realität dieser Zeit entspricht. Fazit: Toll geschrieben und höchst interessant.

  25. Lili sagt:

    Der Baader Meinhof Komplex
    Es handelt sich hierbei um das Buch: ” Der Baader Meinhof Komplex ” geschrieben von Stefan Aust aus dem Goldmann Verlag vom Oktober 2008.

    Um es vorweg zunehmen, ich werde in diesem Testbericht keine Details aus dem Buch erwähnen oder beschreiben, da das hier auch zuweit führen würde.

    Nur soviel, da dies ein Stück deutsche Geschichte ist, sollte jeder dieses Buch unbedingt gelesen haben, bevor man sich den dazu erschienenen Film anschaut.

    Das Buch ist gut, verständlich und spannend geschrieben, auch wenn man politsch nicht so bewandert ist, und liefert wichtige Hintergrundinformationen welche man benötigt um den Film besser zu verstehen.

    Deshalb kann und möchte ich dieses Buch unbedingt empfehlen!!!

    Dieser Testbericht spiegelt ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder!!!!

  26. Daphne sagt:

    Das andere deutsche Geschichtsbuch
    Ich hatte den Baader-Meinhof-Komplex schon mal vor sehr langer Zeit gelesen. Ich fand das Buch schon damals fesselnd. Dies hat sich mit der vollständig aktualisierten Version mit zusätzlichen Bildern nur bestätigt. Der Film, den ich zwischendurch sah, kommt hier nicht annähernd ran. Irgendwie war das eine spannende Zeit der deutschen Geschichte. Wie man gerade aus der “Behörde der Bundesbeauftragten für Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit” oder kurz “Birthler-Behörde” hört, ist das Buch aber noch nicht der Weisheit letzter Schluss. Was steckt wirklich hinter der Geschichte des Stasi-Agenten Karl-Heinz Kurras? Oder ist was dran an der Theorie von Marek Dutschke, dass auch Josef Bachmann, der das Attentat auf seinen Vater ausführte, eventuell mit der Stasi in Verbindung zu bringen ist? Selbst im Buch stehen Ungereimtheiten. Zwar glaube ich, dass Baader Selbstmord begangen hat, aber warum gibt es hier so widersprüchliche Analyseergebnisse? Warum will die Politik fast 32 Jahre nach dem Freitod der Stammheimer Häftlinge bestimmte Akten nicht frei geben? Hat da jemand Dreck am Stecken? Man ist geneigt ja zu sagen. Das die Gefangenen abgehört wurden steht für mich eigentlich außer Frage (auch wenn es im Augenblick keinen Beweis gibt). Nicht umsonst gibt es auch heute T-Shirts mit dem Konterfei von Politikern des Schlages Wolfgang Schäuble zu kaufen, die mit Stasi 2.0 beschriftet sind. Politiker mögen nun mal ganz gerne die totale Überwachung, ihrer in ihren Augen unmündigen Bürger. Natürlich nur zur eigenen Sicherheit und wer nichts getan hat, dem kann Überwachung auch egal sein. Und das war mit Sicherheit vor 30 Jahren nicht anders. Schon witzig zu lesen, dass ein Otto Schily damals RAF Mitglieder verteidigte. Später war er ein Befürworter der harten Hand des Staates. Oder Horst Mahler, früher RAF Mitglied, heute Rechtsextremist und Antisemit. Festzuhalten ist, die RAF ging den falschen Weg. Doch immer sollte auch Horst Herold Aussage zur RAF im Hinterkopf sein: “Eine Frage ist, ob der Terrorismus in seinen Erscheinungsformen in Deutschland, wie aber auch in der ganzen Welt, ein Produkt der Hirne der Täter ist [...] Oder ob der Terrorismus eine Widerspiegelung gewisser gesellschaftlicher Situationen der westlichen Welt ist, dass der Terrorismus gewissermaßen die Probleme reflektiert, die objektiv bestehen.” Und Herold kämpfte schließlich auf der Seite des Staates!

  27. Deman sagt:

    Ein detaillierter Einblick in das Innere der RAF
    Stefan Austs Porträt der RAF gilt als Standardwerk auf diesem Gebiet - und schon nach einem Bruchteil des Buches wird klar, dass dieses Urteil nicht völlig aus der Luft gegriffen ist. Aus einer Vielzahl von Quellen konstruiert Aust ein Bild der führenden Köpfe der «Roten Armee Fraktion», beschreibt deren persönlichen Hintergrund, den Weg in die politische Radikalisierung und schließlich das Abtauchen im Untergrund, das seine Fortführung im Kampf gegen den vermeintlich imperialistischen Staat fand.

    Auf über 800 Seiten entsteht aus zahlreichen Einzelbildern und Impressionen, von Zeitzeugen geschilderten Szenen, Akten, Protokollen, Meinungen ein Psychogramm der zentralen Figuren. Der Fokus liegt dabei eindeutig auf der ersten Generation um Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Ulrike Meinhof, nach dem «Deutschen Herbst» folgt nur noch eine knappe Übersicht über die Mordanschläge der dritten Generation und schließlich die Selbstauflösung.

    Aust gelingt es, als Autor in den Hintergrund zu treten und die verschiedenen Quellen größtenteils für sich sprechen zu lassen (natürlich kann Aust durch die Auswahl der Quellen Einfluss auf die Wirkung nehmen) - dabei wirkt das Ergebnis aber sehr flüssig und vor allem spannend. Aus vielen kleinen Informationsfetzen entsteht eine Collage, die einen Überblick geben soll. Im Einzelfall ist Aust dabei aber überaus präzise und stellt Vorgänge bis ins letzte Detail dar.

    Die Schwachstellen des Buches sind überschaubar: Teilweise verlässt sich Aust auf Zeugen, deren Glaubwürdigkeit in Frage zu stellen ist (so ist zur Zeit des «Deutschen Herbstes» Peter-Jürgen Boock eine der Hauptquellen für die Vorgänge innerhalb der zweiten Generation der RAF, dessen unbedingte Glaubwürdigkeit wird aber von diversen Stellen bezweifelt). Teilweise ist Austs Detailverliebtheit nervig, wenn er während des Stammheim-Prozesses ausufernd utopische Anträge der Verteidigung und Zwischenrufe der Angeklagten rekonstruiert, wenn also eine fatale Mischung aus Juristendeutsch und RAF-Sprech entsteht. Teilweise hätte man sich gewünscht, mehr über die zweite und die dritte Generation zu erfahren, ebenso Verbindungspunkte zu anderen terroristischen Organisationen wie den «Revolutionären Zellen» (die zwar mehrmals erwähnt, aber nie strukturiert abgehandelt werden).

    Das kann den Gesamteindruck jedoch nur minimal trüben. Lesbar und interessant über die RAF zu informieren ist der große Verdienst Stefan Austs.

  28. Johannes sagt:

    Baader Meinhoff Komplex
    Ich wollte mich uber das Thema informieren. Das Buch von Auat hat mir sehr heholfen. Christian Dreßler

  29. lutz sagt:

    Eine Aufarbeitung im Romanstil
    Ein fesselndes Buch über einen Teil der deutschen Geschichte, der im Schulunterricht nicht existiert. Empfehlenswert ür die Generation ab 1980.

  30. Aloisius sagt:

    Baader Meinhof Komplex
    Wie schon die Vorgänger Ausgaben ist dieses Buch super. Diesmal mit Bildern und noch mehr Info`s. Ich kann jedem den dieses Thema Intressiert nur dazu raten dieses Buch zu kaufen.

  31. Ilja sagt:

    Detaillierte Darstellung
    Sehr detaillierte Darstellung von Entwicklung, Bestehen und Niedergang der RAF. Durch die Aufteilung der Kapitel in die verschiedenen Existenz-Phasen der RAF ist selektives Lesen möglich. In Kapitel 4 und 5 ist zu den meisten einzelnen Ereignissen im Inhaltsverzeichnis das genaue Datum angegeben. Inhaltlich wird sowohl die Seite der RAF-Mitglieder als auch die der Justiz nachvollziehbar dargestellt. Die Fotos lassen die Geschichte greifbarer werden.

  32. Godart sagt:

    Das Standardwerk zum Terrorismus
    Aust liefert eine hervorragende Bestandsaufnahme der 70-ziger Jahre und des Terrorismus, der die damalige BRD erschuetterte. Voll mit Informationen und Details laesst Aust diese fuer sich sprechen, ohne seine Objektivitaet (wenn das ueberhaupt moeglich ist) zu verlieren. Er beleuchtet das Problem des Terrorismus von verschiedenen Seiten und beschreibt die Auswirkungen, die diese Vorgaenge auf die Entwicklung der BRD hatten. Seine Analyse ist praezise, seine Fakten sind sorgfaeltig recherchiert und die Schlussfolgerungen, die er daraus ableitet, sehr treffend. Die Rolle des Staates und seiner Massnahmen, dem Terrorismus Herr zu werden, werden einer kritischen Bestandausfnahme unterzogen.

    Aust war und ist ein Insider der deutschen Terroristenszene. Seine Aufarbeitung der damaligen Zeit ist das beste derzeit verfuegbare Dokument. Ein Standardwerk hoechster journalistischer Arbeit, das sehr treffend die Stimmung der 70-ziger Jahre wiedergibt.

  33. Rodmund sagt:

    Das Standardwerk zum Terrorismus
    Aust liefert eine hervorragende Bestandsaufnahme der 70-ziger Jahre und des Terrorismus, der die damalige BRD erschuetterte. Voll mit Informationen und Details laesst Aust diese fuer sich sprechen, ohne seine Objektivitaet (wenn das ueberhaupt moeglich ist) zu verlieren. Er beleuchtet das Problem des Terrorismus von verschiedenen Seiten und beschreibt die Auswirkungen, die diese Vorgaenge auf die Entwicklung der BRD hatten. Seine Analyse ist praezise, seine Fakten sind sorgfaeltig recherchiert und die Schlussfolgerungen, die er daraus ableitet, sehr treffend. Die Rolle des Staates und seiner Massnahmen, dem Terrorismus Herr zu werden, werden einer kritischen Bestandausfnahme unterzogen.

    Aust war und ist ein Insider der deutschen Terroristenszene. Seine Aufarbeitung der damaligen Zeit ist das beste derzeit verfuegbare Dokument. Ein Standardwerk hoechster journalistischer Arbeit, das sehr treffend die Stimmung der 70-ziger Jahre wiedergibt.

  34. Cathrin sagt:

    Ist heute alles schöner?
    Ich habe dieses Kapitel der ausgehenden 70er Jahrte miterlebt. Auch die Sicherheitshysterie der Behören, die ich seinerzeit mal persönlich erleben musste.

    Das Buch hat sich mir als Spiegel dieser Ära deutscher Geschichte offenbahrt.

    Es war lesbar -zugegebenermaßen- wie ein guter Krimi und hat mir bestätigt, dass meine damalige Einstellung zum Verhalten der RAF die richtige war.

    Dieses Buch hat mir sogar geholfen, die politische Gegenwart in Deutschland mit objektiveren Augen zu sehen.

    Gut, dass wir heute mit keiner RAF mehr konfrontiert werden, doch wehe es wäre anders.

    Nicht wegen der möglichen Gefahr einer neuen RAF-Generation, sondern wegen des hiesigen Machtapparates, der dann mit Möglickeiten die mir jetzt schon die Haare zu Berge steigen lassen, agieren und reagieren würde.

    Auch mit dieser Angst hat mich der Autor “zurückgelassen”.

  35. Cellina sagt:

    Überzeugend.
    Stefan Aust hat mit diesem Werk etwas geschafft, was kaum ein Sachbuchautor hinbekommt: Es liest sich flüssig, beinah wie ein Roman. Erster Pluspunkt.

    Eine gut recherchierte Lektüre mit den wichtigsten Daten deutscher zeitgeschichte, die sich weitgehendst objektiv verhält. Sicher, man kann Herrn Aust gewisse Sympathien zur linken Szene nicht absprechen, was ihn aber in seiner Erzählweise eher sympathisch wirken lässt ohne RAF-Sympathisant gewesen sein zu müssen. Eine linke Gesinnung ist nicht gleich Untergrundterrorismus. Zweiter Pluspunkt.

    Die Mitglieder (besonders die Führungselite) wird gut - jedoch nicht zu ausladend - beschrieben. Vor allem während der Exaktheit der wörtlichen Reden während des Stammheimer Prozesses bekommt man einen Einblick in einzelne Personen. Man meint die schiere Verzweilfung des Vorsitzenden zu spüren und die Provokationen der Angeklagten.

    So macht man sich schnell ein (zugeben Leserbezogenes, subjektives) Bild von Baader, Meinhof, Ensslin, Raspe, Müller… ect… Dritter Pluspunkt.

    Ein insgesamt gelungenes Buch, das zu Recht zu den Standardwerken über die “Rote Armee Fraktion” gezählt wird. Vierter Pluspunkt.

  36. Bessy sagt:

    Der Baader Meinhof Komplex
    Diese Buch ist sicherlich der Klassiker unter allen Büchern, die sich mit dieser Episode der deutschen Nachkriegsgeschichte beschäftigen und hat zurecht in der (Nach)Diskussion nach der Freilassung der letzten RAF-Häftlinge eine Renaissance erlebt, dem dieses Werk viele neue Freunde gebracht hat. Das Buch gibt eine ganze Fülle von bisher unbekannten Hintergrundinformationen, die zudem sehr gut dargestellt und beschrieben sind, so dass dieses Fachbuch eigentlich auch ein sehr spannendes und erhellendes Buch ist. Der Leser wird umfassend in die Geschichte und auch in den Zeitgeist jener Jahre zurückgeführt und lernt dabei viel Neues und die Geschichte der RAF auch in einen Zusammenhang mit der damaligen (west)deutschen Gesellschaft zu bringen. Löblich ist zudem, dass nicht a priori geurteilt wird, dass der Leser nicht das Gefühl gewinnt, auf der einen oder anderen Seite stehen zu müssen. Inhalte werden genau wiedergegeben, es handelt sich um eine zeithistorische Beschreibung, die fern ist von jeglicher Be- und Verurteilung, sondern ausreichend Informationen liefert, die es erlauben, sich sein eigenes Bild zu machen. Dennoch ist es auch nachvollziehbar, welche Faszination von der RAF gerade auf junge Menschen in jenen Jahren ausgeübt wurde. Dies dankt der Leser dem Umstand, dass Stefan Aust es hervorragend meistert, nicht nur Zeitgeschichte, sondern auch ein Gesellschaftsbild nachzuzeichnen. Dabei erschaudert es einen bisweilen, zumal wenn man sich an diese Tage zurück erinnert, in denen tagtäglich Neues über die RAF und den Terror berichtet wurde. Gerade für Zeitzeugen, die sich auf emotionaler Ebene noch an diese Jahre zurückerinnern und die nach all den Jahrzehnten einen umfassenden Rückblick gewinnen wollen, lohnt die Lektüre sehr- zumal sie nach ihrer Erstausgabe von 1986 nochmals überarbeitet wurde und auch neueste Entwicklungen nachzeichnet, die es v.a. nach dem Fall der Berliner Mauer gegeben hat. Ein Standardwerk der deutschen Nachkriegsgeschichte, das in den Bücherschrank und zur Lektüre eines jeden gehören sollte, der sich intensiver mit zeitgenössischer Geschichte Deutschland auseinandersetzen möchte.

  37. Alphonso sagt:

    Genial - und natürlich ist alles bereits dazu gesagt
    Selten kam ein Journalist und Autor mit den Akteuren seines politischen Sachbuchs in einen so engen Kontakt, wie Stefan Aust. Denn er war - wenn auch nur zu einem relativ geringen Teil - selbst Gegenstand seines Plots. Er befreite 9/1970 auf eigene Initiative die Zwillingstöchter von Ulrike Meinhof (von der RAF nach Sizilien verschleppt) mit Hilfe des RAF-Aussteigers Peter Homann und führte sie deren Vater zu, der das Sorgerecht hatte. Dem aus Rachegelüsten gegen Aust durchgeführten Mordanschlag konnte er vorgewarnt entkommen.

    Dieses großartige Sachbuch vermittelt, wie kein Zweites, Einblick in ein von Vielen verdrängtes Thema der deutschen Nachkriegsgeschichte. Immer wieder geäußerte Vorwürfe, das Buch bewege sich auf einem schmalen Grat zwischen Sachbuch und Räuberpistole, erscheinen mir oberflächlich, denn wer es aufmerksam liest, erkennt, dass der Sachverhalt eben eine nahezu unglaubliche Räuberpistole ist.

    Mir liegt eine Ausgabe der 2008 erschienenen Neuauflage vor, die kurz vor dem Start des Eichinger Films Der Baader-Meinhof-Komplex erschien, und ich gebe zu, ich habe selten ein so detailgetreu recherchiertes Sachbuch zu einem politischen Thema gelesen wie dieses. Zu Recht darf man es als DAS STANDARDWERK zur frühen RAF bezeichnen, denn - und davon wird der mit Sicherheit schnell interessierte und gefesselte Leser ausgehen - dieser hartnäckige Rechercheur hatte und hat unvergleichliche Möglichkeiten, eben durch seine frühen Kontakte zur Szene (bereits 1967 hatte er in der Redaktion des linken Magazins KONKRET die damalige Kolumnistin Ulrike Meinhof kennengelernt), die jedem Anderen verschlossen bleiben mussten.

    *Der Angriff kam aus dem Innersten der Gesellschaft, von den eigenen Kindern*, sagte Aust und lässt seine Philosophie bei Aufbau des Buches und Bearbeitung des Themas erkennen, wenn er in seinem Vorwort unter anderem schreibt: *Dieses Buch sollte und soll keine Anklageschrift sein und nicht das Plädoyer eines Verteidigers. Es ist auch kein Urteil, weder in juristischer noch in moralischer Hinsicht. Es soll ein Protokoll sein, eine Chronik der Ereignisse … *

    Das ist ein Teil der Geschichte, die wir *68er* hautnah in Frankfurt mitverfolgten und mehr oder weniger auch miterlebten. Der Teil, in der eine kleine Gruppe dilettantisch agierender Linksradikaler ihr Konzept der *Stadtguerilla* auch durch ihre anfangs ebenso dilettantische Bekämpfung propagieren konnten. Erst die überzogene Aufmerksamkeit, die hektische Bekämpfung und letztlich die mit teilweise fragwürdigen Mitteln durchgeführte juristische Abarbeitung, ermöglichten die unheilvolle Entfaltung ihrer durchaus unausgereiften Thesen.

    Ein MUSS für den politisch und gesellschaftlich interessierten Menschen in Deutschland. HMcM

  38. Beata sagt:

    Überraschend gut
    Eigentlich bin ich kein großer Fan von Sachbüchern und so ist auch “der Aust” in meinem Stapel der zu lesenden Werke lange Zeit immer wieder nach unten gerutscht. Umso größer die Überraschung, als ich mich seiner dann endlich eher widerwillig angenommen habe: durchweg spannend wie ein Krimi, keine unnötigen Längen, ein angenehmer, gut lesbarer Stil, große Ausgewogenheit, nie oberlehrerhaft. Ein Stück gern vernachlässigter bundesdeutscher Geschichte, welches zum Polemisieren und Ideologisieren nachgerade einlädt, klug, verständlich und nachvollziehbar präsentiert - so wird das Etikett “Standardwerk” zum Kompliment.

  39. Clarimond sagt:

    Fragwürdig
    Ohne die Taten der RAF zu beschönigen gibt dieses Buch in subjektiver Form und in kurzen Worten den Zeitgeist einer Generation wieder. Ausserdem zeigt es für mich sehr gut auf das wir nicht in dem Rechtsstaat leben in dem wir zu leben glauben. Recht ja- aber nur für die herrschende Klasse. Dieses Buch wirft - für mich - die eine oder andere Frage auf und ich fühle mich in meinen Gedanken beim lesen oftmals bestätigt. Ist das “auflehenen” gegen ein bestehendes unmenschliches System verkehrt ? Meine Antwort ist nein….

  40. Silvette sagt:

    Pflichtlektüre für R.A.F Interessierte
    Für alle die sich mit der Geschichte der R.A.F beschäftigen möchten,ein Pflichtkauf ,Lebendig geschrieben mit einer Fülle an Detailinformation an die der viel gelobte Film nicht im geringsten ran kommt.

Kommentieren

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können.