Ein amerikanischer Traum. Die Geschichte meiner Familie (Barack Obama)
Bis zu seine Ankündigung, er wolle demokratischer Präsidentschaftskandidat werden, kannte kaum jemand außerhalb von Illinois Barack Obama. Dass der Senator aus diesem Bundesstaat schon wenige Monate später als Shooting-Star der Primaries und charismatischer Hoffnungsträger gefeiert wurde, hat das politische Establishment in seinen Grundfesten erschüttert. In seiner Autobiografie erzählt er von seinen ersten 34 Lebensjahren. Obama ist nicht nur aufgrund seines raschen Erfolgs ein Phänomen. Er ist sperrig und lässt sich nur schwer irgendeinem Lager zuordnen; wenig verwunderlich, dass die amerikanischen Demoskopen regelmäßig in ihren Vorhersagen scheitern. Obama ist schwarz, stammt aber nicht von aus Afrika verschleppten Sklaven ab. Sein Vater kam aus Kenia als Gaststudent in die USA, die Mutter ist eine weiße Amerikanerin aus Kansas. So ist er vielen Schwarzen zu weiß und hat bei den ersten Vorwahlen im “weißen” Iowa demonstriert, dass er eine Mehrheit unter weißen Wählern einfahren kann. Anderen wiederum gilt er wahlweise als neuer Martin Luther King oder J.F. Kennedy. Obama tritt in einem Land an, das hinsichtlich seiner verschiedenen Ethnien noch immer tief zerissen ist, in dem die Konfliktlinien auch für Insider mitunter schwer verständlich sind. Seine Autobiografie zeigt, wie sich diese Zerrissenheit in dem Werdegang eines Mannes spiegelt, der lange um seine Identität rang. Obamas Autobiografie ist 1995 zum ersten Mal erschienen. Er nennt sie einen “Beitrag zum Verständnis der Rassenprobleme in unserem Land…” Aus ihr lässt sich einiges über die frühen Prägungen des Newcomers erfahren und auch über seine Visionen von einem neuen Amerika. Dass er diese Erinnerungen heute anders schreiben würde, darf als gesichert gelten. So erzählt er freimütig von studentischen Marathon-Partys mit nächtelangen Diskussionen, jeder Menge Dosenbier und Zigaretten. Es sind Passagen wie diese, die nicht zum klassischen Image eines Präsidentschaftskandidaten passen wollen, die aber etwas Wichtiges leisten: Sie helfen, eine Persönlichkeit zu verstehen, die ihren eigenen, keineswegs immer geraden Weg gegangen ist; die eine juristische Karriere in Harvard begann, dann aber in der armen Chicagoer South Side Bürgeranwalt wurde, sich um die Menschen am Rande der Gesellschaft kümmerte und erst langsam in die Lokal-, Landes- und schließlich nationale Politik hineinwuchs. Entstanden ist eine fast intime Autobiografie, “eine persönliche, innere Reise … die Suche eines Jungen nach seinem Vater und damit auch nach einem überzeugenden Lebensinhalt für ihn, den schwarzen Amerikaner.” –Henrik Flor, Literaturtest
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Schlagworte: Barack Obama
30. Dezember 2008 um 18:48 Uhr
Barack Obama ist, neben allem anderen auch, ein begnadeter Schriftsteller. Er schreibt flüssig und fesselnd und dabei mit einer analytischen Prägnanz, die selten ist.
Das Buch macht seinen furiosen Aufstieg plausibel. Die Umstände seiner Biographie (in Indonesien und Hawaii aufgewachsen,mit amerikanischer Mutter und kenianischem Vater) macht ihn eher zu einem Weltbürger als zu einem typischen Amerikaner).
Seine Kindheit war nicht arm, doch in unmittelbarer Nähe von Armut. Von Anfang an beobachtete er genau und man glaubt ihm, dass die Menschen ihm wichtig sind.
Am meisten beeindruckt mich die erste eigene Entscheidung, die er in seinem Leben getroffen hat. Nach seinem Studium begann er in einem Büro in New York zu arbeiten. Gut ausgebildet,intelligent und smart, war er dafür prädistiniert, eine klassische Karriere zu machen. Doch schon nach kurzer Zeit verliess er diese komfortable Position um Stadtteilarbeit zu machen: Unglamourös, schlecht bezahlt, nahezu hoffnungslos. Das beweist, dass er von seinem Charakter her wirklich selten ist, gerade in unserer Zeit, deren Erfolgsverständnis eindimensional geworden ist.
Was mich überraschte: Welche Rolle die Hautfarbe in seinem Leben und in seinem Denken spielt. Sie ist, neben seinem fast unbekannten Vater, eine der Haupttriebkräfte seiner Entwicklung.
Das Buch verströmt Optimismus und Kraft, es spornt an und ist dabei weder pathetisch noch eitel.
Am Ende bleibt dennoch eine Frage: Wie kann jemand nur so perfekt sein? Er hat sogar richtig pubertiert.
30. Dezember 2008 um 18:48 Uhr
Vom Sohn eines kenianischen Ziegenhirten zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten - Barack Obamas Lebensgeschichte kann sich sehen lassen und auch wenn man Politiker im Grunde an ihren Leistungen messen sollte, so kann es sich doch lohnen, sich mit den familiären Hintergründen des “schwarzen Kennedys” zu befassen. Und “Ein amerikanischer Traum: Die Geschichte meiner Familie” ist dafür die beste Quelle, denn das Werk zeichnet nicht nur Obamas Familiengeschichte nach, sondern wurde vom 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten persönlich verfasst. Dadurch ist es schon einmal erheblich authentischer als der Großteil jener Biografien die nach 2008 erscheinen werden, vor allem weil Obama direkteren Zugang zu den Personen hatte und seine Eltern wie Großeltern bereits verstorben sind.
Dazu kommt, dass Obama seine Biografie vor dem Beginn seiner politischen Karriere im Landtag von Illinois verfasst hat, nachdem ihm ein Verleger anlässlich seiner Wahl zum ersten afroamerikanischen Präsidenten der in Fachkreisen sehr renommierten Harvard Law Review einen Buchvertrag angeboten hat. Somit ist das Buch relativ frei vom Einfluss der Wahlkampfstrategen und PR-Berater, die Obama 2008 zum Sieg in den Präsidentschaftswahlen verholfen haben, während die Wahrscheinlichkeit dass hier ein Ghostwriter am Werk war, zugleich erheblich geringer ist, als im Falle von “Hoffnung Wagen” (Originaltitel: The Audicity of Hope), dass 2004 im Rahmen eines auf 3 Bücher ausgelegten Vertrages erschienen ist, nachdem die Neuauflage von “Dreams from My Father: A Story of Race and Inheritance” (Ein amerikanischer Traum) bis Sommer 2005 fast 40 Wochen in der New York Times Bestsellerliste überstanden hat und als von Obama gesprochenes Hörbuch 2006 sogar einen Grammy abgeräumt hat.
Der Erfolg der beiden Werke Obamas mag dazu beigetragen haben, dass sich in seinen Reden immer wieder Querverweise auf die Biografie finden lassen und es Redenschreibern und Ghostwritern so gut gelungen ist, den persönlichen Stil Obamas für seine Ansprachen zu verwenden, was vielleicht zu seinem Ruf als brillanten Rhetoriker und sehr “authentischen” Vortragenden, auch wenn er vom Teleprompter abliest, beigetragen hat. Manche Passagen mögen sich für Obamas politische Ambitionen sogar als hinderlich erwiesen haben, wie er im Vorwort zur Neuauflage von 2004 sogar anmerkt, jedoch ändert das nichts daran, dass er sein Buch im großen und ganzen genau so wieder geschrieben hätte. Allerdings muss man anmerken, dass manche der verhängnisvollen Stellen zwar auszugsweise gute Munition für Gegner abgeben, die Lektüre des Gesamtwerks jedoch viel dazu beitragen kann, die Beweggründe und Umstände zu verstehen.
Grob unterteilen lässt sich Obamas Biografie in die drei Abschnitte Kindheit, Chicago und Reise nach Kenia. Dabei erzählt er jedoch weniger seine Lebensgeschichte, als vielmehr in der Tradition der in den USA sehr beliebten Ahnenforschung seine kulturelle und persönliche Identitätssuche herauszuarbeiten. Das führt vor allem dazu, dass das Werk am Ende etwas unvollständig bleiben muss und viele Ereignisse nur im Schnelldurchlauf abgehandelt werden, während er der Suche nach sich selbst erheblich mehr Platz einräumt. Daraus resultiert auch, dass das Werk mit der Reise in das Heimatland seines Vaters und den Erlebnissen dort, endet. Was aus Barack Obama nach seiner Rückkehr in die USA wurde, der Beginn seines Studiums in Harvard, die Wahl zum Präsidenten der Harvard Law Review, die Arbeit als Anwalt und die ersten politischen Gehversuche bei der Wähleregistrierung, ja sogar die beginnende Beziehung zu seiner späteren Frau Michelle Robinson, all das fehlt, da die Erzählung ungefähr 1988 endet. Manches lässt sich allerdings in Obamas zweitem Buch “Hoffnung wagen” nachlesen, welches allerdings eher als politisches Manifest/Analyse zur Lage der Nation gilt.
Obwohl die Biografie, dem deutschen Journalisten Christoph von Marschall zufolge, weitgehend der Wahrheit entspricht und von verschiedenen Quellen bestätigt wurde, hat sich Obama einiger “Tricks” bedient, indem er nicht nur neue Namen für manche Zeitgenossen kreiert, sondern auch manche Personen fusioniert und Worte in den Mund gelegt hat, die so zwar nicht gefallen sind, aber grob dem Gesprächsinhalt entsprochen haben. Das ändert natürlich nichts am hohen Wert des Werkes als biografischer Quelle, wenngleich es als Autobiografie eher ungeeignet ist. Zum Teil liegt das daran, weil dem Buch eindeutig ein Inhaltsverzeichnis fehlt, aber auch aufgrund des fehlenden Namens- oder Personenregisters. Interessant wären im Zusammenhang mit einer Autobiografie auch Fotos gewesen, die sich jedoch einzig und allein auf dem Umschlag finden.
Ergo bleibt vieles dem persönlichen Vorstellungsvermögen überlassen und das passt gut zu Obamas Stil, der sich in “Ein amerikanischer Traum” von seiner betont verträumten, romantisierenden Seite zeigt. Obwohl es ein sehr persönliches Stück Geschichte ist und Obama als Autor durchaus immer wieder Einblick in seinen Gedanken- und Gefühlswelt bietet, bleibt er unbemerkt relativ oberflächlich, was daran liegen könnte, dass er sich, wie er zugibt, manche Dinge doch vom Hörensagen her selbst zusammenreimen musste. Dass es dabei zu einer Verklärung mancher Ereignisse gekommen sein kann, muss man ihm als Autor zugestehen, denn die subjektive Perspektive ist in einer Autobiografie durchaus gewollt, besonders wenn er seinem Umfeld gegenüber kritisch auftritt.
Hinter der blumigen Sinnsuche verbirgt sich jedoch auch die typisch amerikanische Begeisterung für Ahnenforschung, der Versuch über seine Abstammung an das Lebenswerk der Ahnen anzuknüpfen und sich direkt in die Tradition der “amerikanischen Helden” zu stellen und sich so zusätzlich im historischen Kontext Legitimation für seine Anliegen zu verschaffen. Bei Obama dient dieser Versuch zwei Zielen, einerseits ihn als liberal zu positionieren und andererseits als Verkörperung des American Dream darzustellen, wobei alle Zweifel an seiner Bindung zur black community ausgeräumt werden sollen. Dabei stellt das Argument, dass Obamas Vater keineswegs ein einfacher Ziegenhirte aus Kenia war, sondern nach dem Besuch einer britischen Kolonialschule mit einem Stipendium in den USA und sogar Harvard studierte, kein wirkliches Hindernis dar, die Betonung dieser einfachen Herkunft, wie in der Rede vor dem Demokratischen Parteitag 2004, ist lediglich eine von vielen Floskeln, denen sich Obama aufgrund seiner besonderen Herkunft bedienen kann.
Barack Obamas Geschichte beginnt nämlich nicht mit seiner Geburt, sondern in der Jugend seiner Großeltern. Stanley Dunham wuchs selbst bei seinen Großeltern auf, nachdem sein Vater, der Frauenheld, die Familie verlassen und seine Mutter sich das Leben genommen hatte. Gramps, wie er von seinem Enkel später liebevoll genannt wurde, der mit seinen zurückgekämmten Haaren aussah, wie ein “Itaker”, flog bereits als Kind kurz von der Schule, nachdem er einen Lehrer geschlagen hatte. Später zog er auf der Suche nach dem großen Abenteuer und Gelegenheitsjobs durch die Staaten und fand in Madelyn Lee Payne eine Frau die von seiner Weltgewandtheit fasziniert war. Mit dem Kriegseintritt der USA, meldete sich Gramps freiwillig zur Armee und so wurde ihre gemeinsame Tochter Ann 1942 auf einem Armeestützpunkt geboren. Nach mehrfachen Umzügen verschlug es die Dunhams nach Hawaii, wo die 68erin Ann den idealistischen Austauschstudenten Barack Hussein Obama kennen lernte.
Obama senior war während der Kindheit und Jugend seines Sohnes weitgehend eine nicht greifbare Figur, welche nach der Scheidung von Ann Dunham nur noch ein einziges Mal in das Leben des jungen Barack trat, als er die Familie eines Weihnachtens für einige Wochen besuchte. Bis zu seinem Unfalltod, dem Treffen mit seiner Halbschwester Auma und der Reise nach Kenia blieb Obama sr. eine Projektionsfläche für den Sohn im fernen Amerika. Nach der Heirat seiner Mutter mit dem indonesischen Austauschstudenten Lolo Soetoro, aus der Halbschwester Maya Soetoro-Ng hervorging, übernahm dieser zumindest für einige Zeit die Vaterrolle für den Jungen, bis “Barry”, wie er meist genannt wurde, wieder in die USA zurückkehrte und fortan bei seinen Großeltern lebte.
In einem Land wo Minderheitenpolitik immer mehr hinterfragt wird und demografisch bedingte Entwicklungen die Illusion von einer mehrheitlich protestantisch geprägten weißen angelsächsischen Nation längst zur Vergangenheit gemacht haben, steht Barack Obamas Erfolgsgeschichte für einen bedeutenden Ausnahmefall, hat er es doch als erst dritter Afroamerikaner in den Senat und als bisher überhaupt einziger ins Oval Office geschafft. Dennoch ist seine ungewöhnliche Lebensgeschichte zwar Beispiel für die Möglichkeiten des American Dreams, entzieht sich aber zugleich des Versuchs der Nachahmung, denn am Ende relativiert sich alles, am Ende ist er der Sohn einer alleinerziehenden Mutter, der bei den Großeltern aufgewachsen ist, jedoch immer gute Schulen besuchen konnte und “die Verzweiflung und die Unruhe der Ohnmächtigen [...] wie sie das Leben der Kinder auf den Straßen von Djakarta, Nairobi und in der Chicagoer South Side beeinflusst, wie schmal der Grat zwischen Demütigung und grenzenloser Wut ist, wie schnell aus Hoffnungslosigkeit Gewalt wird” nie am eigenen Leib erfahren musste, sie jedoch aus seinen Beobachtungen als Kind, Sozialarbeiter, Anwalt und Politiker kennt.
Change we can believe in, mag er seinen Wählern 2008 versprochen haben und doch sollte man nach 8 Jahren George W. Bush nicht von antiamerikanischen Bush-Bashing in bequeme Heldenverehrung verfallen, sondern auch Barack Obama, wie jeden Politiker an seinen Taten und nicht den Worten messen. “Ein amerikanischer Traum” ist keine Offenbarung, es ist die Hintergrundgeschichte zum Symbolcharakter Präsident Obamas, der darin Ideale formuliert hat, an denen er legitim gemessen werden kann. Veränderung sei nur von der Basis aus möglich, daher wollte er Stadtteilarbeit machen und daher ist “Yes, we can!” ein Wahlspruch der wie kein anderer zu ihm passt, denn er entspricht Obamas Grundüberzeugung, dass nur die amerikanische Gesellschaft die Kraft besitzt, die USA zu verändern. Und man ist geneigt ihm zuzustimmen, ist er doch ein scharfsinniger Beobachter, dessen Schilderungen der Chicagoer South Side auch viel dazu beitragen, umstrittene Persönlichkeiten wie Jeremiah Wright und die gesellschaftlichen Probleme der USA zu begreifen.
“Ein amerikanischer Traum” verkörpert einen besonderen Charme, das Buch ist aufrichtig und verträumt, eine fast romanartige Suche nach Herkunft und Identität. Da es noch vor Beginn der wirklich politischen Karriere Barack Obamas entstanden ist, ist es wahrscheinlich auch erheblich authentischer und näher am “wahren Obama” dran, als alles was nach 2004 kam. Indes bleibt das Buch in vielerlei Hinsicht sehr schwammig, was es als Biografie zwar sein darf, aber enttäuschend wirken lässt, wird doch allein das afroamerikanische und liberale Erbe Obamas behandelt, was ihn allein aber noch nicht ausmacht. Was fehlt ist das Leben fern der Suche nach sich selbst, die nackten Fakten, auch jene über Leben und Liebe. Fakt ist, obwohl 1995 erschienen, behandelt das Werk nur Obamas Leben bis 1988 und konzentriert sich dabei vor allem auf die kulturellen und familiären Aspekte, wobei vieles außen vor bleibt, etwa seine Jahre in und nach Harvard.
Ist man vom oft ausschweifenden und blumigen Stil des US-Präsidenten nicht ganz hin und hergerissen, ja wünscht man sich ab und zu, vielleicht etwas konkretere Informationen über Obamas Leben, man könnte enttäuscht sein. Das heisst nicht, Obamas Werk wäre nicht authentisch, denn genau das ist es. Gefühle, Gedanken, Einsichten, Obama vermittelt sie hervorragend, nichtsdestoweniger ist es die Synthese aus dieser emotionalen Tiefgründigkeit und einer kaum beachteten biografischen Oberflächlichkeit, aufgrund derer man sich klar sein sollte, dass Obamas “Autobiografie” in vielerlei Hinsicht den gängigen Vorurteilen entspricht. Inhaltliche Unausgewogenheit, viele Anekdoten, übermäßige Betonung von bestimmten Handlungssträngen und all das als Folge der Vorgabe, des Titels und dieser ist im Original eben “Dreams from My Father: A Story of Race and Inheritance”.
Das Ergebnis ist eine Biografie, wie man sie von Barack Obama eben erwartet. Wortgewaltig und doch träumerisch, eine Suche nach dem Erbe eines Mannes den er nie kannte, dessen Idealen er sich aber irgendwie trotzdem verpflichtet fühlt. Die daraus resultierende Unterordnung des “Lebenslaufs-Teils” unter die “Identitätssuche” muss man jedoch schlucken, genauso wie die fehlenden 7 Jahre zwischen der Kenia-Reise 1988 und dem Erscheinungsdatum 1995, diese passten nicht mehr ins Konzept. Ebenso wenig erfährt man über politische Zielsetzungen oder Persönliches, sofern letzteres nicht mit der Suche nach sich selbst oder Kindheitserinnerungen zu tun hat. Was unterm Strich bleibt sind 90% Roman über die Suche nach den Wurzeln und 10% Biografie, die es auf mehrere 100 Seiten ausgedehnt sicher bald in den ersten Barack H. Obama-Biografien nachzulesen gibt. Einzig der Bonus, dass das Werk von Obama selbst geschrieben ist und viele der Quellen die er dazu nutzen konnte, bereits verstorben sind, können es langfristig von den Werken Dritter abheben.
Fazit:
Auch inhaltlich etwas verträumt und ganz eindeutig Obamas Stil entsprechend, eine fast romanartige und vor allem sehr authentische, gefühlsbetonte Autobiografie über die Suche nach einer Antwort auf die Frage “Wer bin ich?”.
30. Dezember 2008 um 18:48 Uhr
In der enthusiastischen Stimmung nach Obamas Wahl habe ich mir dieses Buch des künftigen Präsidenten der USA besorgt. Es handelt sich um seine Autobiographie - aber das Erstaunliche ist, dass sie bereits 1995 erschienen ist, von einem Niemand also, der gerade einmal am Anfang seiner 30er sein Jurastudium beendet hatte und sich eine einjährige Auszeit nahm, um dieses Buch über sein Leben und seine Familie zu verfassen. Gleichwohl ist es von einem Menschen verfasst, der sich zu Höherem berufen fühlt und der weiß, dass er es erreichen wird.
Natürlich hat auch ein Obama vor 14 Jahren nicht geahnt, dass in ihm ein künftiger Präsident der Vereinigten Staaten schlummert. Und so handelt es sich - gemessen an der späteren staatstragenden Bedeutung des Autors - um ein außergewöhnlich offenes und privates Buch. Ein außergewöhnlicher Fall, denn normalerweise erscheinen solche Lebenserinnerungen erst im nachhinein und sind versehen mit allen Finessen der Distanzierung, die das Amt nun einmal mit sich bringt.
Hier lesen wir die erfrischende Geschichte eines Unbekannten, welchem allerdings aufgrund seiner ungewöhnlichen familiären Geworfenheit eine außergewöhnliche Lebensgeschichte blüht. Barack ist der einzige Sohn einer amerikanischen jungen Frau und eines aus Kenia stammenden schwarzen Studenten. Die Ehe geht bald in die Brüche und die Mutter, die offenbar zu exotischen Lebensformen neigt, nimmt mit ihrem kleinen Jungen Reißaus nach Indonesien, wo sie mit einem zweiten Mann lebt. Dort verbringt der kleine Obama die ersten Jahre seiner Erinnerung und entwickelt schon früh ein Gefühl dafür, an einem fremden Ort zu leben, wo sie eigentlich nicht hingehören. Erste Reflexionen über Heimat und Fremdheit drängen sich bereits dem jungen Obama auf. Der Lebensentwurf in Indonesien scheitert. Mutter und Sohn kehren zurück in die USA - nach Hawai. Fortan lebt die Familie zusammen mit den Eltern der Mutter. Der junge Barack Obama wächst bei den Großeltern auf. Der mehrwöchige Besuch des Vaters aus Kenia ist eine besonders lesenswerte Episode.
Am meisten beeindrucken allerdings die Reflexionen und Einsichten über das Schwarz-Sein in der Welt der Weißen. Die Komplexität dieses Problems wird einem nicht-amerikanischen durch die Bewusstseinsschärfe Obamas erst wirklich klar. Besonders stark in diesem Zusammenhang ist dann auch die Passage, in der die versteckten Vorurteile der eigenen Großmutter deutlich werden - nicht gegenüber ihrem Enkel, aber im allgemeinen. Hier wird einem einmal deutlich, welch tiefe Bewusstseinsdimensionen Xenophobien berühren - jenseits aller Multi-Kulti Ideologie. Umso erstaunlicher ist es, dass es Obama gelungen ist, die Hautfarbe nicht zum Wahlkampfthema zu machen.
Ein weiterer großer Teil des Buches betrifft seine politischen Lehrjahre als “Organizer” in den verkommenen sozialen Wohnbausiedlungen Chicagos. Hier verdient sich Barack in seinen 20er Jahren seine Sporen. In den Ghettos Chicagos versucht er - getragen vom Enthusiasmus über den ersten schwarzen Bürgermeister Chicagos in den 80er - Gutes zu tun. Nach zwei Jahren sozialer Arbeit bekommt er ein Stipendium und geht nach Harvard. Auch hier wieder die Auseinandersetzung, die alle erfolgreichen Schwarzen trifft: Bist du einer von uns oder von denen. Aber Obama findet Alternativen zu diesen Optionen, einen mittleren Weg, der ihn bis an die einsame Spitze der Vereinigten Staaten geführt hat.
Ein letzter Teil spielt in Kenia, wo Obama vor seinem Studium seine väterliche Familie aufsucht - der Vater ist bereits verstorben - und sich mit seinen Ursprüngen auseinandersetzt. Dieser Teil weist kulturell eine ganz andere Färbung auf und liest sich ausnehmend interessant.
Insgesamt handelt es sich um eine ausgesprochen interessante Lektüre, die sich auch literarisch überhaupt nicht zu verstecken braucht.
30. Dezember 2008 um 18:48 Uhr
Dies ist nicht eine Lebenserinnerung der üblichen Art, sie enthält vielmehr als man erwarten könnte.
Barack Obama schrieb dieses Buch bereits im Jahr 1995 und enthüllte darin seine Seele.
“Dreams from My Father” so nannte er seine literarische Arbeit und sie war mehr als nur ein Versuch, sich literarisch zu zeigen.
Obwohl, es ist schon der Stil, der seinen Verfasser auszeichnet und der die Leser mitnimmt. Ein Stil, der rhythmisch bewegt und alles enthält, was große Literaten auszeichnet.
Man atmet mit.
Das alles ist aber weißgott nicht geradezu einfach zu lesen, obwohl es einen weiterzieht in diesem großartigen Gemälde eines amerikanischen Lebens inmitten des ausgehenden 20. Jahrhunderts und hinein ins 21. Es ist mehr das Interessante daran, dass einiges gesagt wird und sofort gespiegelt wird in einer fast ausufernden Vernunft. Das ist sichtlich bewegend und schön zu sehen. Alles, die Kindheit, die Jugend, die alltäglichen Geschehnisse in vielen Erdteilen und die innere Ausleuchtung des Ganzen, also auch der Heirat seiner Eltern, die damals nicht einfach zu unternehmen war und was sich daraus ergab, das alles erscheint in einem sich spiegelnden Licht voller Hoffnung und Wendungen.
Die Suche nach dem Vater also ist der eigentliche Titel und das Vorbild dieses Mannes, der sich für die Belange seines Volkes einbrachte und der einen großen Wert auf Familie und Zusammenleben legte, ist wohl das Ziel und ist der Beweggrund dieses Buches. Natürlich ist der Autor dabei auf dem Weg zu sich selbst.
So entsteht ein derart buntes Gewebe amerikanischer und weltgewandter Lebensart, das alles nur noch interessant und bewundernswert genannt werden kann.
Sicherlich ist von einem solchen Mann Vieles und sogar Großes zu erwarten, wir sollten aber nicht übersehen, dass Präsidenten, auch in Amerika, ja gerade dort im Verbund mit den Mächten stehen, die das Sagen haben. Das aber gilt überall auf unserer Erde und so sind unsere Erwartungen gepaart mit der Hoffnung, dass Vernunft und Liebe sich finden werden. Das ist z.B. ein schönes Ziel. Ich selbst bin guter Dinge, was das angeht.
30. Dezember 2008 um 18:48 Uhr
Der Stil des zum ersten Mal vor ca. 14 Jahren erschienenen Buchs ist für einen Politiker sehr persönlich gehalten, der Inhalt insgesamt sehr aufschlussreich. “Ein amerikanischer Traum” beschreibt im Wesentlichen drei Lebensstationen: Barack Obamas Kindheit in Hawaii und Indonesien, dann den Beginn seiner politischen Arbeit in Chicago und schließlich die Suche nach seiner Familie und seinen Wurzeln väterlicherseits in Afrika.
Wer sich ein genaueres Bild des neuen amerikanischen Präsidenten machen möchte, der sollte das Buch unbedingt lesen. Seine ganze Lebensgeschichte macht deutlich, dass dies tatsächlich mal wieder ein “amerikanischer Traum” ist, denn im Grunde könnte er als ein Amerikaner mit Migrationshintergrund bezeichnet werden: Geboren wird er auf Hawaii - weitab vom amerikanischen Festland - als Sohn einer weißen Studentin aus Kansas und eines schwarzen Studenten aus Kenia. Schon zwei Jahre nach seiner Geburt trennen sich die Eltern wieder. Die Mutter heiratet bald wieder, diesmal einen indonesischen Studenten, dem sie - zusammen mit Barack - bald in dessen Heimat (noch weiter vom amerikanischen Festland entfernt) folgt. Erst mit 10 kehrt Barack Obama nach Hawaii zurück, wo er zunächst von den Eltern seiner Mutter aufgezogen wird. Dies zeigt zweierlei: Erstens unterscheidet sich Obama mit seiner Lebensgeschichte ganz erheblich von den meisten Afroamerikanern, und zweitens erwarb er schon frühzeitig weit über die USA hinausgehende Erfahrungen, zu denen beide Familienstränge (väterlicherseits und mütterlicherseits) beigetragen haben.
Diese frühen Erfahrungen, gepaart mit einer genauen Beobachtungsgabe, mit Intelligenz und Empathie und den Grundlagen, die er bei seiner politischen Arbeit in Chicago erworben hat, haben ihn wohl zu der Person gemacht, die nun auf eindrucksvolle Weise die US-Präsidentschaftswahl gewinnen konnte.
20. Januar 2009 um 15:51 Uhr
Eine faszinierende Familiengeschichte - über Leid und Wut der Afroamerikaner sowie die Suche nach dem verlorenen Vater
Die vorhergehende Rezension von “Tien” beschreibt den Inhalt dieser Autobiografie sehr gut. Deshalb nur dieser Kommentar:
Auf die Familiengeschichte bezogen ist dieses Buch “eine Auseinandersetzung mit dem abwesenden Vater” und “die Suche eines Jungen nach einem überzeugenden Lebensinhalt für ihn, den schwarzen Amerikaner” sowieso ein Loblied auf “die Mutter, die in meinem Leben die einzige Konstante war” und seine große Familie in den USA und Kenia (aus Vorwort und Einleitung).
Abgesehen von der faszinierenden Lebensgeschichte und Persönlichkeit des Barack Obama haben mich die Schilderungen des Lebens von vielen Afroamerikanern zwischen Verrohung und Hoffnungslosigkeit ganz besonders betroffen gemacht. Für uns (hellhäutige) Europäer ist dieser Aspekt der Parallelwelten in den USA in seiner Tragik kaum fassbar.
29. Januar 2009 um 14:51 Uhr
Mehr als eine Biographie
Dieses Buch beeindruckt durch die Art der Erzählung, denn es gibt einem den Eindruck von absoluter Ehrlichkeit. Der neue amerikanische Präsident beschönigt nichts und erzählt Dinge über das Leben der Farbigen in Amerika, von denen ich mir nicht vorstellen konnte, dass sie heute noch passieren, da ich leider nie die Gelegenheit hatte Amerika zu erleben. Durch dieses Buch halte ich ihn für einen überaus mutigen Mann, der sich auch nicht durch Morddrohungen abhalten lassen wird Amerika seinem Traum näher zu bringen. Man kann jedem dieses Buch nur empfehlen.
4. Februar 2009 um 05:00 Uhr
Hoffnung für die ganze Welt
Ein Mensch, der so ehrlich und aufrichtig mit sich selbst und seiner Geschichte umgeht wird Präsident der Vereinigten Staaten. Unglaublich! Kommt mir fast wie ein Wunder vor. Obamas Familiengeschichte ist sehr interessant und äusserst spannend von ihm erzählt. Von diesem Mann darf man viel erwarten. Er scheint zu sein, worauf die Welt, worauf wir alle sehnsüchtig gewartet haben. Nach der Lektüre dieses Buches gehe ich nun abends wieder beruhigter ins Bett. Die Chancen auf Frieden in der Welt, auf eine Erholung der malträtierten Natur - sie sind ganz eindeutig gestiegen.
18. Februar 2009 um 03:51 Uhr
Überzeugt von ihm …
… bin ich nun noch mehr - habe das Buch in einem durchgelesen, gefesselt wie von einem Roman !
2. März 2009 um 21:34 Uhr
Den neuen amerikanischen Präsidenten verstehen…
… lernt man durch dieses Buch.
Präsident Obamas Karriere ist nur in den USA denkbar. In Deutschland mit seinen verkrusteten Gesellschaftsstrukturen wäre ein vergleichbarer Aufstieg niemals möglich gewesen.
Der amerikanische Traum jedoch ist lebendig und er lautet: “Egal woher Du kommst, Du kannst es bis ganz nach oben schaffen, wenn Du Dich nur anstrengst!” Dank dieser Wandlungsfähigkeit gepaart mit viel Optimismus und dem Hoffen auf die Zukunft schaffen es die Amerikaner immer wieder, sich aus dunklen Zeiten herauszuarbeiten. Es liegt eine Frische und Kraft in den amerikanischen Neuanfängen, um die wir Amerika beneiden können. So wie sie sich aus der McCarthy-Ära befreiten, lassen sie jetzt die Ära Bush hinter sich. Ich frage mich manchmal, wie ein deutscher Traum im Vergleich zum amerikanischen aussehen könnte?
Solche Gedanken kamen mir bei der Lektüre, in der der 44. Präsident seine Familiengeschichte offenlegt. Sein Buch ist übrigens ausgesprochen gut lesbar und sehr bewegend geschrieben. Obamas gewachsene und erarbeitete Überzeugungen und die Beweggründe für seine heutige Politik erklären sich aus seiner wechselvollen Kindheit und Jugend. Seine Selbstfindung und Probleme in der Pubertät beschönigt er nicht und auch nicht das schwierige Verhältnis zum Vater, der früh die Familie verließ, und dessen Persönlichkeit der Heranwachsende erst spät zu würdigen verstand.
Da Obama nicht zur Schönfärberei sondern eher zur Selbstkritik neigt und auch über einen ordentlichen Schuss Humor verfügt, ist seine Autobiographie angenehm frei von Eitelkeiten oder Selbstbeweihräucherung.
Spannend lesen sich die Kapitel über die Sozialarbeit in Chicago und auch der Teil über die Afrika-Reise zu seinem afrikanischen Familienzweig. Hier bemüht sich jemand um persönliche Echtheit und Wahrheit. Das spürt man in jeder Zeile des Buches.
“Ein amerikanischer Traum” ist völlig zurecht oben auf den Bestsellerlisten. Ich empfehle es jedem, der sich für den neuen amerikanischen Präsidenten näher interessiert und seine Politik verstehen möchte.
4. März 2009 um 18:34 Uhr
Unglaublich
Ich habe allerdings die 2. Auflage gelesen.
Da sind dann nur am Anfang ein paar Seiten neu dazu geschrieben.
Ich hätte nicht gedacht, das ich mal eine Biografie von einem Politiker lesen werde.
Aber wer hätte auch gedacht das es mal so einen Politiker wie Barack Obama geben wird.
Dieses Buch ist so schön geschrieben. So ehrlich,so warmherzig , das es mich vom ersten Satz an gefesselt hat. Kann ich wirklich nur jedem empfehlen. Auch wenn man mit “solchen ” Büchern eigentlich nicht viel am Hut hat. Dieses hier ist an keiner Stelle langatmig oder langweilig. Einfach nur genial und lesenswert.
Liebe Grüße
6. März 2009 um 16:51 Uhr
Ein sehr persönliches Buch
Barack Obama überall - man kann sich dieser Person nur schlecht entziehen. Ich habe mir dieses Buch auch deshalb gekauft, weil er es zu einer Zeit geschrieben hat, in der die große Politik noch nicht sein Leben bestimmt hat. Es liest sich gut und ist ein, wie ich finde, sehr persönliches Buch. Wer große Enthüllungen oder dramatische Schicksale sucht, wird entäuscht werden. Es ist ein “leises” Buch, indem ein Autor seinen Lebensweg und nach seinen Wurzeln sucht und dabei seine Familie und Verwandtschaft vorstellt.
16. März 2009 um 10:34 Uhr
Dieses Buch ist ein Albtraum
Dieses Buch wäre besser nie geschrieben worden. Es ist eine langweilige, oft übergangslose, Ansammlung von Belanglosigkeiten. Eine Enttäuschung für mich.
28. März 2009 um 01:00 Uhr
Buch von Barack Obama
Nach der Präsidentschaftwahl in den USA wollte ich mir unbedingt das Buch “Ein amerikanischer Traum von Barack Obama” zulegen um zu sehen, wie Obama es geschafft hat, sich diesen Traum zu verwirklichen. Das Buch ist in 3 Abschnitte unterteilt. Der 1. Abschnitt handelt das Kind Obama ab, der 2. Abschnitt beschreibt die Jugendzeit bis hin zur Uni und der 3. Abschnitt behandelt die Zeit in Harvard bis hin zur Ehe mit seiner Frau Michelle.
Ein ganz wundervolles Buch gespickt mit vielen Emotionen und Wahrheiten über den Rassismus. Wer sich auch noch für Barack Obama interessiert, für den ist das Buch ein absolutes Muss.
29. März 2009 um 01:00 Uhr
Obamas früheres Leben … sehr beeindruckend
Ich möchte hier nicht den Inhalt des Buches wiedergeben, nur eines sei gesagt: Wer neugierig ist, welches Leben Barrack Obama lange vor seiner Wahl zum Präsidenten von Amerika führte, wie seine Kindheit war, was ihn geprägt hat … der muss dieses Buch unbedingt lesen. Es ist einfach nur schön und bewegend! Sehr empfehlenswert!
30. März 2009 um 00:00 Uhr
Ein Buch, welches zum Verständnis beiträgt.
Vor mehreren Wochen kaufte ich mir das Buch von Barack Obama. Nachdem ich schon sein Buch “Hoffnung wagen” gelesen hatte und ich verstand, warum die Menschen so fasziniert sind, war diese Lektüre ein MUSS.
Hier schildert er sein Leben, seinen erlebten Rassismus und seine Hoffnung, dass sich irgendwann etwas ändern wird bzw. muss.
In der heutigen Gesellschaft ist leider ein gewaltiger Werteverfall zu verzeichnen, den man jeden Tag,überall erleben kann. Barack Obama lebt diese Werte, will sie den Menschen wieder vermitteln und ihnen zeigen, dass es sich lohnt, miteinander zu arbeiten, zu kämpfen und zu leben. In diesem Buch wird besonders deutlich, worauf seine Politik basiert bzw. basieren wird.
Das offene Ansprechen seiner Herkunft,der Schmähungen, die er erlitt und die Mahnung, sich auf die Grundwerte des Menschen zu besinnen, macht ihn so sympathisch und diese Ehrlichkeit beeindruckt die Menschen, lässt sie jubeln und gemeinsam rufen: Yes - we can !!
31. März 2009 um 02:51 Uhr
Ein amerikanischer Traum von Barack Obama
Die offene und ehrliche Beschreibung eines amerikansichen Bürgers,der wegen seiner afrikanischen Abstammung die Erfahrungen einer Sozialisation in den 60iger - bis 80iger Jahren des 20.Jahrhunderts berichtet…
Dieser jetzige amerikanische Präsident hatte den Mut trotz seine schmerzlichen Erfahrungen in dieser Gesellschaft nicht zu resignieren…
Die autobiografische Darstellung seiner Lebenserfahrungen vor allem als junger Mann ist oft geprägt von einer sehr idealistischen Sicht…
Die Wahl von Barack Obama zum US Präsidenten war der Anlass, dieses Buch zu erwerben ..und es war eine wertvolle Erfahrung.
4. April 2009 um 19:51 Uhr
Barack Obama - Ein amerikanischer Traum
Ich habe das Buch mit großem Interesse gelesen und empfehle es allen, die mit Sympathie den Weg des amerikanischen Präsidenten verfolgen. Seine Suche nach der eigenen Identität in der Familie und in der Gesellschaft, sein Engagement nach dem Studium in sozialen Brennpunkten, sein gesellschaftliches Engagement als Senator zeigen folgerichtig auf, dass Barack Obama seinen Weg zielstrebig, mit Intelligenz, mit Charm und Warmherzigkeit gegangen ist.
4. April 2009 um 19:51 Uhr
Ehrliche Biografie
Wer wissen möchte, aus welchem Antrieb heraus der neue US-Präsident handelt, dem sei dieses Buch empfohlen.
Barack Obama beschreibt sehr anschaulich aus welchen Verhältnissen er stammt, was ihn bewegt, was sein Leben schwer machte. Dabei spart er auch unangenehme Details, z. B. seinen Drogenmissbrauch nicht aus.
Alles in allem ein sehr ehrliches Buch, dass allerdings weit vor seiner Präsidentschaft endet.
16. April 2009 um 15:51 Uhr
Kein Tiefgang - oberflächliche Abhandlung - nicht empfehlenswert!
Wollte unbedingt mehr über diese charismatische Persönlichkeit erfahren - vor allem wie man es aus doch recht einfachen Verhältnissen so weit nach oben schaffen kann. Wer ist Obama ? Welche Faktoren haben ihn zu dem gemacht was er heute ist ?
Der Anfang des Buches ist noch recht gut gestaltet - man erfährt einiges über seine Familie, wie er aufgewachsen ist, seine innere Auseinandersetzung mit der Hautfarbe und die Probleme, die sich für ihn daraus ergeben. Das war aber auch schon alles. Seine politische Laufbahn ist so langweilig geschrieben - es werden zahlreiche Personen genannt, seine politische Arbeit u.a. in Chicago ist so langatmig geschrieben, dass ich das Buch fast aus der Hand gelegt hätte. Er kommt nicht zum Punkt - nichts geht vorwärts. Als kleinen Lichtblick schildert er die Beziehung zu seiner Schwester recht ausführlich und gut. Der übermächtige Vater wird häufiger im Buch erwähnt - dafür hätte er sich lieber mehr auf seine politischen Ambitionen konzentrieren und im Buch wiedergeben sollen.
Schade - das Buch würde ich garantiert niemandem weiterempfehlen !
11. Mai 2009 um 02:00 Uhr
Grandios!!!,
Politiker werden oft mit Langeweile assoziiert und als Menschen, die fern von der Realität handeln, eingestuft.
Bei Obama trifft das beides nicht im Geringsten zu. Er ist der Sohn einer weißen Amerikanerin und eines Kenianers. Schon mit zwei Jahren verlässt sein Vater die Familie, dieses Ereignis hat er noch im Erwachsenenalter nicht verarbeiten können. In seiner Autobiographie merkt man das Fehlen eines Vaters, der ihm im Alltag Ratschläge und Wärme gibt. Das Buch ist geprägt von Einsamkeit, Enttäuschungen, Wut aber auch von Hoffnungen und Träumen, von Sehnsüchte und schließlich auch von Freuden und Erfolge.
Das Werk lässt sich in drei Haupteilen einteilen: im ersten Teil erfahren wir von seiner Kindheit, im zweiten von seinem Leben in Chicago und im dritten Teil von seiner Reise nach Kenia.
Im ersten Kapitel erzählt Obama von seiner Kindheit in Hawaii und Indonesien. Hier erleben wir seine wichtigen Bezugspersonen, seine Identitätsschwierigkeiten, das Rassenproblem, zudem noch das Elend in dem Land, wo er drei bis vier Jahre seines Lebens verbracht hat.
Im nächsten Kapitel erhalten wir einen Ausschnitt aus seinem Dasein in Chicago. Dort arbeitete Barry, sein Spitzname übrigens, eine zeitlang als Stadtteilarbeiter. D.h. dass er sich dort um die Probleme und Sorgen der Bewohner gekümmert hat. In Altgeld, südlich von Chigago , gelang ihm eine Bürgerbewegung hervorzubringen, die die Politiker forderten, die Misstände dort zu beseitigen.
Im letzten Haupteil begibt sich Barack auf die Suche nach seinen Wurzeln. In diesem Abschnitt erhalten wir einen Blick in die Lebensumstände der Kenianer. Außerdem wird deutlich, weswegen sein Vater ihn und seine Mutter verlassen hat, um ihn Harvard zu studieren und dann nach Afrika zurückzukehren. Des Weiteren wird die Geschichte der Obamas erläutert, die erfüllt von Hoffnung und Rückschlägen ist.
Barack Obamas Autobiographie hat mich sehr bewegt, zumal sie sehr ermotional geschrieben wurde. Generell gefällt mir se…
16. Juni 2009 um 20:51 Uhr
Obamania in Kenia
Das Buch dürfte Barrack Obamas Persönlichkeit, Bestrebungen und Wertvorstellungen realistisch widerspiegeln. Ein Erfolgsrezept des Politikers mag auch gerade darin bestehen, dass er zahlreiche intime Details über sich preisgibt, wie man es von seinen Berufskollegen gerade nicht gewohnt ist.
Aussagen über Obamas politische Ziele sind dem Buch jedoch kaum zu entnehmen, was nicht zuletzt in der Entstehungszeit begründet liegt. Es handelt sich um eine frühe Autobiographie, nicht mehr und nicht weniger. Politische Probleme, z. B. der Afroamerikaner, spielen insofern eine Rolle, als sie sich auf das Leben des Autors auswirken bzw. seine frühen öffentlichen Aktivitäten bestimmen.
Im Grundsatz hat Obama zahlreiche Probleme mit anderen Heranwachsenden gemeinsam. Er scheint selbst in Zweifel zu ziehen, ob Schwierigkeiten im Alltagsleben tatsächlich auf Diskriminierung zurückzuführen sind, oder vielmehr dazu genutzt werden sollten, die eigene innere Einstellung zu hinterfragen. Obama belegt indirekt, dass die Bildungseinrichtungen der USA auch der afroamerikanischen Bevölkerung offenstehen und dass keine geringe Durchlässigkeit herrscht.
Das besondere an Obamas Lebensweg, das ihn an seinem Weg zur Macht auch zumindest nicht gehindert zu haben scheint, ist die Multiethnizität seiner über mehrere Kontinente verstreuten Patchwork-Familien. Er nimmt keine abschließenden Bewertungen vor, sondern neigt zu einer nüchternen Schilderung der Tatsachen, insbesondere bei der Beschreibung seines Verhältnisses gegenüber seinem leiblichen Vater. Auch wird der Besuch in Kenia nicht übermäßig romantisiert.
Während sein gesellschaftliches Engagement für die armen Schwarzenviertel Chicagos ein allgemeines Interesse zu erwecken vermag, langweilt dagegen die ausufernde Beschreibung der kenianischen Verwandtschaftsbeziehungen. Die Tanten, Cousins und Halbbrüder sind irgendwann nur noch schwer einzuordnen. Was deutlich wird ist immer auch ein gewisser Widerspruch zwischen Tradition und Moderne, zwischen Afrika und “dem Westen”.
Psychologisch und politisch sicher ein interessantes Buch, insgesamt aber etwas langatmig und streckenweise hölzern.
15. Oktober 2009 um 11:00 Uhr
Die Suche nach dem unbekannten Vater
In diesem ursprünglich 1994 verfassten Buch erzählt Barack Obama Teile seiner Lebensgeschichte. Er schreibt von der Suche nach seiner Identität in einem immer noch sehr rassistisch geprägten Amerika. Diese Suche wird nicht nur dadurch erschwert, dass er eine weiße Mutter und einen schwarzen Vater hat, sondern v.a. dadurch, dass er seinen Vater kaum kannte. Daher baute er sich lange Zeit einen Mythos auf (so erklärt sich auch der Titel des Buches), der zerstört wird, als er von seiner Halbschwester die Wahrheit über das Leben seines (mittlerweile verstorbenen) Vaters erfährt.
Die Suche führt ihn nach Chicago, wo er sich mit Hilfe der Kirchen für bessere Lebensbedingungen der haupstächlich schwarzen armen Bevölkerung engagiert. Ebenso erfährt der Leser von seinen ersten Treffen mit seinen in Afrika aufgewachsenen Halbgeschwistern Auma und Roy sowie von seiner ersten Reise nach Kenia, dem Heimatland seines Vaters. Es wird deutlich, wie sehr die Suche nach seinem Vater sein Leben und seinen Werdegang geprägt hat.
Zwar handelt es sich nicht um ein politisches Buch, jedoch wurden Barack Obamas politische Einstellungen sehr durch seinen Lebensweg geprägt. Wer viele Kulturen kennengelernt hat (er lebte zeitweilig auch in Indonesien), direkt mit Diskriminierung und Armut konfrontiert war, sieht die Welt differenzierter als viele seiner Politikerkollegen. Entstanden ist ein sehr lesenswertes und spannendes Buch, in dem man den Menschen Barack Obama besser kennenlernt. Einzig das Kapitel über seinen Besuch in Kenia geriet mir teilweise aufgrund der Vielzahl der dort vorgestellen Verwandten ein wenig zu unübersichtlich. Dennoch erfährt der Leser gerade in diesem Kapitel viel Wissenswertes über die Geschichte Afrikas.
15. Oktober 2009 um 11:00 Uhr
Aussagekräftig und entlarvend
Als ich Barack Obamas “Ein amerikanischer Traum” als Taschenbuch kaufte, dachte ich eigentlich, dass ich nicht viel mehr erwarten dürfte als bei Bill Clintons Biographie, die ich als sehr gestelzt und geschönt empfand. Ich hatte nicht daran gedacht, dass Obamas Buch schon lange vor seiner Wahl zum Präsidenten bzw. seiner us-weiten Bekanntheit geschrieben worden ist. Und glücklicherweise für den Leser hat auch Barack Obama damals noch nicht daran gedacht. Wohl deshalb gibt er Einblicke in die Gefühlslage eines farbigen US-Bürgers, die er später wohl so nicht mehr gegeben hätte. Vor allem zeigt er, wie fragil und oberflächlich es ist, die verschiedenen Gruppierungen im Melting-Pot als “Amerikaner” zu bezeichnen. Selbst Aufstieg und gesellschaftliche Anerkennung führen anscheinend nicht weg von der auf “Rasse” begründeten Definition und Selbstdefinition.
Es ist erstaunlich, dass jemand mit diesem bekannten Hintergrund einen solchen Sprung geschafft hat. Ob es an der verzweifelten politischen und finanziellen Lage in den USA liegt oder daran, dass dort nicht mehr allzu viele Leute lesen ? Anscheinend lag aber auch den verschiedenen Massenmedien nicht daran, aufzuzeigen, dass “Barack Hoffungsträger” mindestens genau so deutlich “Barack schwarzer Aktivist” ist.
Alles in allem ein Buch, das vielleicht deutlich mehr sagt, als es dem Autor heute lieb ist. Für den Leser liegt darin der Wert.
15. Oktober 2009 um 11:00 Uhr
ein prima Geschenk
Ich habe das Buch selbst gelesen und berreits 2-mal verschekt.
Das war eine gute Idee und alle haben sich gefreut.
15. Oktober 2009 um 11:00 Uhr
Sehr gutes Buch was sich auch leicht lesen lässt!
Normalerweise lese ich keine Biographien( Bzw: Es ist ja auch nicht eine Richtige Biographie!) Man erfährt viel über Obamas Leben: Seine Vorfahren, Eltern, Brüder, Seinen frühereren Arbeiten. usw.
Ein sehr gelungenes Buch, ausser das ich finde manche Seiten zu lange geworden sind!
Wer sich über das Phänomen-Obama intressiert und wissen will, was Obama für ein Mensch ist der kommt an dieses Buch nicht vorbei!
15. Oktober 2009 um 11:00 Uhr
Der amerikanische Traum der Famili Obama
Der Präsident und sein amerikanischer Traum »Yes, we can.« Die Wahl des neuen Präsidenten Barack Obama im November 2008 steht für eine historische Wende in den USA. Fast 400 Jahre, nachdem die ersten schwarzen Sklaven nach Amerika verschleppt wurden, und 40 Jahre nach den Rassenunruhen, in denen der schwarze Bürgerrechtler Martin Luther King ermordet wurde, hat die amerikanische Bevölkerung ein Farbigen zum Regierungschef der Vereinigten Staaten und zum mächtigsten Mann der Welt gewählt. Es war ein überwältigender Wahlsieg. Nicht nur Amerika setzt große Hoffnungen auf den neuen amerikanischen Präsidenten. Hier erzählt der charismatische Afroamerikaner die Geschichte seiner Jugend und der frühen Erwachsenenjahre.
Dieses Buch ist eine Lebensgeschichte, wie man sie von Barack Obama erwarten durfte. Erstaunlicherweise spricht Obama hier auch über seine Selbstzweifel und auch darüber, daß er als Jugendlicher schon mal gekifft hat und betrunken Auto gefahren ist. Iderum ist es sehr erstaunlich auch, dass diese Offenbarungen von seiner Gegenpartei nicht stärker im Wahlkampf ausgenutzt wurden, wo doch schon die Trunkenheit am Steuer von Bushs Tochter ein Skandal war. Mit Sicherheit ist das auch ein Grund, die amerikanische Rassismus-Aktionen aussen vor zu lassen.
Ein Pluspunkt für dieses Buch ist auf jeden Fall, dass das Werk von Obama selbst (nicht wie bei Prominten üblich von einem Ghostwriter) geschrieben ist und viele der Aussagen, die er verwenden konnte, von inzwischen Verstorben sind.
Interessant und spannend geschriebene Geschichte der Familie des derzeitigen ersten farbigen Präsidenten der Weltmacht USA, dem Ersten Mann der derzeitigen Weltgeschichte.
3. November 2009 um 08:34 Uhr
Tiefgehend und authentisch!
Dies ist eine authentische, kluge und tiefgehende Geschichte einer Selbstfindung, die mir allen Respekt abverlangt. Obama bescheibt, wie er seine beiden Herkunftswelten in sich selbst erlebt, klärt, versöhnt, vereint. Und dies in aller Offenheit und nicht in Selbstbeweihräucherung.
Auch mein Vater war nicht-europäischer Student in Deutschland in den 1970ern und ging zurück in sein Land. Ich habe viel wiedererkannt an Auseinandersetzung mit dem eigenen Fremdsein, in einem Land, zu dem man sich eigentlich 100%ig zugehörig fühlt, wären da nicht “die anderen”, die dies ganz anders sehen.
Barack Obama hat diese “binationale” Lebe- und Erfahrungswelt außergeöhnlich treffend beschrieben. Aus meiner Sicht ist dies ein mutiges, ehrliches Zeugnis eines interessanten Lebenweges - beeindruckend und lesenswert, egal ob Barack Obama Präsident oder Friedensnobelpreisträger ist oder nicht.
12. Dezember 2009 um 18:00 Uhr
so lala
Meiner Meinung nach ist Barack Obamas Autobiographie ein bisschen zu langatmig gehalten. Man kann kaum die Motivation aufbringen, wirklich weiterzulesen, was eigentlich sehr schade ist. Denn im Grunde hat das Buch, wenn man sich denn bis zum Ende durchgerungen hat, eine interessante Botschaft und der Mensch Obama kommt einem deutlich näher.
4. März 2010 um 16:00 Uhr
Faszinierend
Barak Obama beschreibt die Geschichte seiner Familie. Darum geht es in diesem Buch- und um die Probleme der Farbigen, mit der aufgezwungenen Welt der Weißen zurechtzukommen und seinen Platz zu finden. Er beschreibt die Spurensuche genau und sehr persönlich. Der Leser erfährt viel Neues über die Zerrissenheit der Farbigen in den USA und über das Leben in Kenia. Ich habe das Buch sehr gern gelesen und meinen Horizont erweitert.
Allerdings ärgere ich mich über den deutschen Titel, wie so oft bei Übersetzungen. Das Buch heißt “Dreams from my Father” - wie um alles in der Welt kann man das mit “Ein amerikanischer Traum” übersetzen? Der Vater war Kenianer und nur zum Studieren in den USA. Da hat wohl ein Verleger gemeint, ein bisschen aktueller werden zu müssen - das wird dem Buch nicht gerecht.
4. März 2010 um 16:00 Uhr
Faszinierend
Barak Obama beschreibt die Geschichte seiner Familie. Darum geht es in diesem Buch- und um die Probleme der Farbigen, mit der aufgezwungenen Welt der Weißen zurechtzukommen und seinen Platz zu finden. Er beschreibt die Spurensuche genau und sehr persönlich. Der Leser erfährt viel Neues über die Zerrissenheit der Farbigen in den USA und über das Leben in Kenia. Ich habe das Buch sehr gern gelesen und meinen Horizont erweitert.
Allerdings ärgere ich mich über den deutschen Titel, wie so oft bei Übersetzungen. Das Buch heißt “Dreams from my Father” - wie um alles in der Welt kann man das mit “Ein amerikanischer Traum” übersetzen? Der Vater war Kenianer und nur zum Studieren in den USA. Da hat wohl ein Verleger gemeint, ein bisschen aktueller werden zu müssen - das wird dem Buch nicht gerecht.
19. März 2010 um 14:00 Uhr
Überladen
Die charismatische Ausstrahlung von Obama kommt auch in diesem Buch gut rüber.
Allerdings haben mich seine Ausführungen überladen, so dass mir der Überblick verloren ging.
1. Mai 2010 um 00:51 Uhr
Ein amerik.Traum von Obama 2008
Buch auf dem neuesten Stand, preiswert da 1x gelesen , also ganz neu.
Die Lebensgeschichte hat mich beeindruckt.
Negative Anmerkungen keine !
1. Mai 2010 um 01:00 Uhr
Obama
Neue Ware, guter Preis, schnelle Lieferung und netter Kontakt, also gerne wieder bei ebay kaufen! Gute Bücher sind immer preiswert bei ebay!
1. Mai 2010 um 02:17 Uhr
Sehr interessant, aber anstrengend!
Da ich den neuen Präsidenten der USA sehr symphatisch finde wollte ich unbedint dieses Buch lesen.
Ich muss sagen das es sehr interessant ist, eine Art Autobiographie. Allerdings beschäftigt er sich sehr mit dem Rassismus, Schwarz/Weiß, in den USA, und für uns Europäer ist das, denke ich, nur sehr schwer nachzuvollziehen.
Ansonsten echt lesenswert!
1. Mai 2010 um 05:34 Uhr
Barack Obama
Einfach nur lesenswert!!!! Das Buch ist sehr schön geschrieben, sehr viele Details und sehr viel Interessantes. Kann es einfach nur weiter empfehlen…..
2. Juli 2010 um 08:34 Uhr
Anlass für diese Autobiographie war, dass Barack Obama als
erster Afroamerikaner zum Präsidenten der renommieren “Harvard Law Review” gewählt wurde. Man begann sich für diesen Mann zu interessieren. Dass er einmal Präsident der USA werden würde, hat damals wohl keiner geahnt. Am wenigsten Obama selbst und so schildert er erfrischend untaktisch und offen seinen Lebensweg: Wie er als Sohn einer weißen US-Amerikanerin und eines Stundenten aus Kenya in Hawaii aufwuchs. Der Vater verließ Frau und Kind sehr rasch und kehrte nach Afrika zurück, während die Mutter eine neue Partnerschaft einging, die die kleine Familie für einige Jahre nach Indonesien brachte. Nach Abschluss der High-School begann eine Phase des Suchens und der Identitätsfindung. Sie war doppelt schwierig, weil Obama ohne Vater aufgewachsen ist und von ihm, wie sich im weiteren Verlauf des Buches herausstellt, völlig falsche Vorstellungen hat. Zudem muss er seine Rolle als Afro-Amerikaner in der US-Gesellschaft reflektieren. Sein Weg führt ihn an die Universität in Los Angeles, nach New York und schließlich in die politische Stadtteil-Arbeit in Chicago. Im dritten Teil schildert er die Rückkehr zu seinen Wurzeln in Kenya, wo er auf einer längeren Reise den väterlichen Teil seiner Familie kennenlernt. Das Buch schließt mit Obamas Entscheidung nach Harvard zu gehen und dort Jura zu studieren.
Zwei Punkte sind mir ganz besonders aufgefallen:
- Obama schildert ausführlich, wie er als Aktivist - vergeblich - versucht, ein Viertel in Chicago vor dem Abrutschen zu bewahren. Die Probleme einer sich diffundierenden Gesellschaft, die ihre sozialen Bezüge immer mehr verliert, kommen einem sehr vertraut vor und lassen sich in vielen Vierteln unserer Großstädte genauso beobachten.
- Obama stellt das auf familiären Beziehungen aufbauende afrikanische Gesellschaftsmodell nicht verklärend dagegen. Vielmehr wird deutlich, dass eine funktionierende moderne Gesellschaft nicht funktionieren kann, wenn man schon um ganz schlichte Probleme wie einen auf dem Flug verlorengegangenen Koffer nur lösen kann, wenn man einen Verwandten bei der Fluggesellschaft hat.
Naja und beim Lesen hat man die ganze Zeit ein gutes Gefühl, nämlich, dass so ein sympathischer Mensch mit so vernünftigen Ideen wie er schließlich Präsident der USA geworden ist!