Warum ich fühle, was du fühlst: Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneurone (Joachim Bauer)
Wie kommt es, dass uns ein Gähnen anstecken kann, dass sich unsere Stimmung bessert, wenn uns jemand anlächelt, und dass wir manchmal auch über große Entfernungen wissen, wie es einem uns nahe stehenden Menschen geht? Intuition und “sechster Sinn”: Das sind nur zwei der Phänomene, die durch die Entdeckung der “Spiegelneurone” erklärt werden können. Diese besonderen Nervenzellen haben es in sich, denn sie bilden die neurobiologische Basis für unser intuitives Verständnis dessen, was andere Menschen fühlen - und was sie vorhaben. Und sie beeinflussen uns massiv, sowohl psychisch als auch körperlich. In zahlreichen Studien konnte mittlerweile nachgewiesen werden, wie diese Spiegelneurone arbeiten. Und die Ergebnisse sind sensationell. So hat sich herausgestellt, dass bei der Beobachtung einer Handlung eines anderen Menschen bei uns genau dasselbe neurobiologische Programm aktiviert wird, das auch tätig wird, wenn wir diese Handlung selbst ausführen! Und nicht nur das: Schon das Beobachten von Teilen einer Handlungssequenz, oft ein einfaches Geräusch, genügt, damit wir “wissen”, wie es weitergeht. Da die Handlungssequenzen, die wir gespeichert haben, auf unserer individuellen Erfahrung basieren, sind unsere Voraussagen nicht immer richtig - aber meist treffen sie eben doch zu. Und da wir auf diese Weise nicht nur Handlungen nachvollziehen können, sondern auch Empfindungen, ermöglichen unsere Spiegelnervenzellen auch Intuition und Mitgefühl. Joachim Bauer erklärt diese bahnbrechenden neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse verständlich und ausführlich. Und er zeigt auf, was sie für unser Leben bedeuten. So kann er nicht nur deutlich machen, was geschieht, wenn wir uns verlieben (und auch, wenn Liebe stirbt). Die Entdeckung der Spiegelneurone hat auch weitreichende Konsequenzen für das Verständnis kindlichen Lernens, für das Verstehen von Autismus (als Störung der Spiegelsysteme), für den Zusammenhang von Sprache und Handlungen und für die Probleme, die Kinder in unseren Schulen haben. Als Menschen sind wir angewiesen auf Spiegelungen, und zwar körperlich und psychisch. Die dramatischen Auswirkungen von Mobbing und anderen Formen sozialer Isolation machen das deutlich, und auch die Möglichkeiten der Psychotherapie erweitern sich angesichts der Erkenntnisse über Spiegelneurone. Ein wichtiges Buch, das unser Verständnis über unser Menschsein erweitert und zudem ein neues Verständnis einiger zentraler Probleme unserer Zeit ermöglicht. — Gabi Neumayer
Hier kaufen und weitere Informationen…
Schlagworte: Joachim Bauer
30. Dezember 2008 um 18:48 Uhr
…weil es neben der Aufdeckung von Spiegelungen in Beziehungen ebenfalls erklärt, wie man diese Phänome im Alltag bewußt einsetzen kann, um schwierige Beziehungen zu heilen.
Das Wissen um physikalische oder biologische Zusammenhänge alleine bringt uns noch nicht weiter, wir wollen praktische Anwendungen kennen lernen.
30. Dezember 2008 um 18:48 Uhr
Dass es dem Autoren Joachim Bauer als Mediziner gelungen ist, die Bedeutung des Systems der Spiegelneurone in auch für Laien verständlicher Form zu Papier zu bringen, haben andere Kritiker/innen bereits erwähnt.
Ohne die Fähigkeit, neurobiologisch in Resonanz mit unseren Mitgeschöpfen zu treten, gäbe es keine Empathie, kein Einfühlungsvermögen, keine Interaktion und somit in der Summe keine Entwicklung. Wie das im Einzelnen funktioniert, haben andere Rezensenten/innen vortrefflich beschrieben.
Was mir durch die aufeinander folgende Lektüre dieser beiden Bücher aufgefallen ist: Der Mediziner Joachim Bauer beschreibt ein Phänomen auf Grundlage neuester Ergebnisse der Hirnforschung, welches Georg Parlow in seinem Werk Zart besaitet in einer extremen Ausprägung darstellt: Die Fähigkeit der menschlichen Empathie und Interaktion mit anderen Lebewesen. Zart besaitete Menschen (Georg Parlow) sind bringt man die genannten beiden Werke in Verbindung extrem stark mit anderen Lebewesen in Resonanz befindliche Individuen (Joachim Bauer).
30. Dezember 2008 um 18:48 Uhr
Ich habe das Buch nach einigen Seiten leider damals weggelegt und jetzt durch Zufall in meinen Regal wieder entweckt und aus Langeweile wieder gelesen. Ich bin so froh darüber.
Das Buch öffnete mir die Augen in einigen Punkten. Ich habe gerade eine Trennung hinter mir und es half mir so einiges dabei zu verstehen und aus neuen Blickwinkel zu betrachten.
Es eröffnet einen neue Sichtweisen, neue Horizonte und wenn man möchte kann man damit auch etwas seine Kommunikation verbessern indem man die Resonanz in sich zulässt wenn man jemand zuhört, ihm/ihr Spiegelreaktionen “übermittelt”. Willentlich geht es nicht wie Joachim Bauer schon schreibt aber wenn man sich dafür öffnet und nach etwas Übung wird es zur unbewussten Kompetenz.
Dieses Wissen schadet auf keinen Fall, selbst wenn man keinen Nutzen daraus ziehen kann, es ist alle mal Interessant es zu wissen.
Warum nur 4 Sterne?
Weil ich finde das Joachim Bauer übertreibt er versucht quer über alle Felder vieles mit Spiegelneuronen zu erklären. Hypnose, Psychotherapie, Lernen, Erziehung, Spielen usw. natürlich spielt es eine Rolle aber nicht die maßgebende. Besonders als er die Hypnose aus dieser Sicht zu versuchen erklärte stieß mir das böse auf, da ich Hypnotherapeut bin.
30. Dezember 2008 um 18:48 Uhr
“Warum ich fühle, was du fühlst” - ein Buch über Gedankenlesen bei Hoffmann und Campe - das hat mich beim ersten Entdecken in der Buchhandlung sofort zugreifen lassen. Ich konnte es ehrlich gesagt nicht glauben, dass am Gedankenlesen etwas dran sein soll. Und, um es vorwegzunehmen, es geht auch nicht um Gedankenlesen, sondern hinter diesem Titel verbirgt sich etwas viel spannenderes: Intuitive Kommunikation; ein Phänomen, das wir alle schon selbst am eigenen Leib erlebt haben. Wir sind im Gespräch mit jemandem und irgendetwas spielt noch zusätzlich eine Rolle - nur wir können es nicht benennen. Und nennen es im Nachhin “Sympathie” oder “wir haben keinen Draht zueinander gefunden”.
Worum geht es Joachim Bauer, Professor für Psychoneuroimmunologie, Psychiater und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin? Das Resonanzphänomen in der Kommunikation. Unwillkürlich erwidern wir ein charmantes Lachen. Wir gähnen, wenn andere gähnen. Erwachsenen öffenen spontan den Mund, wenn sie ein Kleinkind mit einem Löffelchen füttern. Dieses Resonanzphänomen spielt nicht nur in unserem Alltag, sondern gerade auch in Politik und Wirtschaft eine Rolle zur Einflussnahme. Ob Führung ankommt und wirkt hängt v.a. von der Frage ab: “Erzeuge ich Resonanz mit meinem Führungsverhalten?”
Das Resonanzphänomen ist kein esoterische Einbildung, sondern beruht auf der Existenz der Spiegelnervenzellen, die Dank neuester neurobiologischer Forschungen jetzt verstanden werden können. Zu vermitteln, was dazu an Erkenntnissen vorliegt und die sich daraus ergebenden Konsequenzen zu reflektieren, soll der Inhalt dieses Buches sein.
Diesem selbst gestellten Anspruch wird Bauer in hervorragender Weise gerecht. Präzise und gut nachvollziehbar beschreibt er auf neurobiologischen Grundlagen die Arbeitsweise der Spiegelnervenzellen. Es lassen sich tatsächlich, z.B. bei Versuchstieren Erregungspotenziale in den motorischen Nervenzellen eines Affens feststellen, der die Bewegung eines anderen Affens nur beobachtet. Die Handlung des einen aktiviert also die Spiegelneuronen des anderen. Und dies gilt nicht nur für motorische Handlungsfolgen, sondern ebenso, wie Bauer eindrücklich schildert, für Abläufe des Empfindens und Fühlens. Wir haben also aufgrund unseres Nervensystems die Fähigkeit, ein Gefühl dafür zu entwickeln, was andere tun. Nur ist dies bei unterschiedlichen Menschen unterschiedlich ausgeprägt.
Wir kennen das intuitive (Spiel-)Verständnis aus dem Fußball oder haben es auch selbst schon einmal erlebt. Bauer liefert die Erklärungen dazu.
Welche Bedeutung hat diese Intuition, die auf den Gegebenheiten der Neurobiologie gründet, für den Beruf?
Die Vortäuschung von meiner eigentlichen Absicht abweichender Handlungsziele wird nicht funktionieren
Ich muss es dem freien Willen meines Gegenübers/Mitarbeiters überlassen, welche Schlussfolgerung er aufgrund des bewusst und intuitiv Wahrgenommenen erzielt.
Was bleibt mir als Führungskraft zu tun? Nur wenn Kongruenz zwischen meiner Handlungsabsicht und meiner tatsächlichen Handlung besteht, wirke ich eindeutig auf meine Mitarbeiter. Wirkungsvolle Führung setzt damit meine eigene innere Vorbereitung und Entscheidung voraus. Erst dann darf ich meinem Mitarbeiter in einem Delegationsgespräch seine Aufgabe vermittlen.
Delegiere ich eine Aufgabe trotz eines inneren Vorbehaltes meinerseits, dann sollte ich mir von jetzt an gewiss sein, dass dieser Vorbehalt von meinem Mitarbeiter intuitiv wahrgenommen wird. Der Mitarbeiter wird die delegierte Aufgabe entsprechend ausführen.
Grund genug, sich mit dem Thema der Spiegelnervenzellen intensiver zu beschäftigen. Viel Spaß und eine erkenntnisreiche Lektüre.
30. Dezember 2008 um 18:48 Uhr
Die Entdeckungen, von denen dieses Buch erzählt, waren für viele so verblüffend, daß deutsche Neuroforscher lange Zeit zweifelten, ob so etwas denn wahr sein könne: Daß die Evolution den Menschen mit Nervenzellen ausgestattet hat, die auf Mitgefühl spezialisiert sind. Wenn der von Bauer zitierte Frans de Waal (Verhaltensbiologe, Bestsellerautor) den Spruch tat “It took science a long time to take empathy seriously”, dann gilt das sicher auch für die Verhältnisse hierzulande. Nun, dieses Buch gibt die Antwort: Es fasst alles zusammen, was aus der Forschung über diese erstaunlichen Zellen (Spiegelnervenzellen) bekannt ist. Eine spannende, sehr gut lesbare Lektüre.
8. Januar 2009 um 20:00 Uhr
faszinierende Erkenntnisse
In dem Buch werden die neuesten Erkenntnisse aus der Spiegelneuronen-Forschung beschrieben, die neurologische Grundlage für Empathie. Nach anschaulicher und auch Laien verständlicher Einführung in das Thema “Spiegelneurone” werden die Ergebnisse auf die Bedeutung für das tägliche Leben hin betrachtet - Kindererziehung, Schule, Computerspiele, Liebe u.a..
Ich habe das Buch gleich nach Erhalt fast vollständig durchgelesen - es ist sehr interessant und leicht verständlich sowie sehr anschaulich geschrieben.
Sehr zu empfehlen!
28. Januar 2009 um 11:34 Uhr
unglaublich informativ!
ein unglaublich informatives und interessantes buch, eines der wenigen, aus dem ich mir notizen gemacht habe. kann ich nur jedem empfehlen, der sich für das thema interessiert!
15. Februar 2009 um 00:34 Uhr
Wissensdurst
Oft habe ich mich gefragt warum verhalte ich mich so oder so in bestimmten Situationen - dieses Buch gibt mir endlich eine Antwort darauf.
Ich kann dieses Buch nur empfehlen für die Leser, die mehr wissen wollen
über sich und ihr Handeln im alltäglichen Leben.
25. Februar 2009 um 02:51 Uhr
Leicht zu lesendes Buch für nicht Biologen
Ausgezeichnetes Buch um zu verstehen welche biologischen Prozesse unser Verhalten steuern, was es bedeutet und wie wir es teilweise beeinflussen können. Leicht zu lesen und spannend!
26. Februar 2009 um 23:34 Uhr
Zwischenmenschliches Verhalten aus der Sicht moderner Forschung
Professor Dr. med. Joachim Bauer schildert die Grundlagen zwischenmenschlichen Verhaltens aus der Sicht der Ergebnisse neuester Hirnforschung in einer auch für Laien sehr gut verständlichen, übersichtlichen und Dank einer sehr guten Gliederung auch leicht lesbaren Weise. Ein faszinierendes Buch, wobei die vielen erläuternden Fußnoten und die exakte wissenschaftliche Literaturanalyse, nachvollziehbar in einem sehr ausfühlichen Literaturverzeichnis, die stete Anbindung an die Forschungsergebnisse vermittelt und dadurch eine besondere wissenschaftliche Verbindlichkeit vermittelt und die Nachprüfbarkeit der Aussagen ermöglicht und zum weiterführenden Studium anregt.
Dr. med. Michael Bergmann, Rendsburg
20. März 2009 um 17:34 Uhr
Zu wenig Butter auf zu viel Brot.
Das Buch schreitet weit über das eigentliche Feld, mit dem es sich beschäftigen sollte, nämlich ausschließlich dem neurophysiologischem, hinaus. Manch einen Leser wird es zwar interessieren, wo nicht überall möglicherweise Spiegelneurone eine maßgebliche Rolle spielen, jedoch bin ich der Meinung, dass man sich auf den neurophysiologischen Aspekt konzentrieren sollte. Dr. Bauer hat zwar zahlreiche Einschübe aus der Psychotherapie angestellt, dafür aber den neurophysiologischen Bereich vernachlässigt.
22. März 2009 um 18:51 Uhr
Sehr steif und zweifelhaft
Test verfasst von Michael:
Der Autor orientiert sich sehr steif an den Regeln einer Argumention und am Ende jeder Ausformulierung eines Arguments folgt immer so etwas wie “das wäre ohne die Spiegelneuronen nicht möglich”.
Schon allein deswegen hat man das Gefühl, dass jeder Kapitel von der Kernaussage her das Gleiche aussagt.
Und tatsächlich: Im Grunde wiederholt er Kapitel für Kapitel in verschiedenen Formen die Aussage:”Die Spiegelneuronen lassen uns mitfühlen, was ein Anderer fühlt, da wir in einer hirninternen Simulation die gefühlsauslösende Situation des Anderen miterleben.”
Der Autor begründet ständig mit Studien, sodass man man sich wie bei einer Promovierung fühlt.
Diese Begründungen gehen aber zu Lasten tatsächlicher Informationen, die auch ohne Begründungen sehr sperrlich sind.
Wie gesagt, die lassen sich alle auch noch auf die Kernaussage reduzieren.
Merkt euch meine obige Zusammenfassung des ganzen Buches in einem Satz und ihr braucht es nicht mehr zu lesen.
31. März 2009 um 12:51 Uhr
endlich Hintergründe unseres Verhaltens kennenlernen
Man erfährt sehr viel über Verhaltensweisen des Menschen, für die man vor Studium des Buches keine Erklärung hatte.
12. Mai 2009 um 15:51 Uhr
Warum ich fühle was Du fühlst
Der Author hält was er verspricht! Sehr gut und anschaulich (auch für Leien) beschrieben. Und es ist unvorstellbar gut auf den Alltag anzuwenden.
Warum ich fühle, was du fühlst: Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneurone Warum ich fühle, was du fühlst: Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneurone
21. Mai 2009 um 01:00 Uhr
Freier Wille: Entscheiden Spiegelneurone?
Das Buch wäre nicht nur gut zu lesen, sondern das Konzept wäre auch in sich schlüssig, wenn - ja: wenn! - Bauer sich philosophisch nicht Jürgen Habermas als “Kritiker der Gesellschaft” angeschlossen, sondern auf Niklas Luhmann als “Beobachter der Gesellschaft” bezogen hätte.
So zitiert Bauer zur Bestätigung eines “freien Willens” Habermas mit den bekannten Einschränkungen, in denen eine Zurechnung von Handlungen unter strafrechtlichen Gesichtspunkten nicht zulässig ist, während er bis dahin genau das Gegenteil dessen beschreibt, was man einem “freien Willen” zuschreibt: der gesamte Entscheidungsprozess läuft nach seinen Ausführungen vorbewusst ab; die Prozesse und Wechselwirkungen zwischen den Hirnarealen werden detailliert und anschaulich beschrieben!
Welchen Wert aber hat ein “freier Wille”, der vorbewusst, also außerhalb des Bewusstseins abläuft? Kann man einen Prozess, der zu Entscheidungen führt, bevor die Tatsache der Entscheidung oder deren Motive bewusst werden, als “freien Willen” bewusster Entscheidung bezeichnen?
Im Grunde bestätigt Bauer die Interpretationen der Libet-Experimente, wonach das Bewusstsein Begründungen für Entscheidungen liefere, die das “Gehirn” schon vorher, vorbewusst getroffen habe. Der Haupteinwand gegen diese Interpretation ist die Vorstellung, das Bewusstsein könne bereits eingeleiteter Prozess noch verhindert; das wäre die “Veto-Funktion”, also die Aktion eines “freien” Willens in abgeschwächter Form.
Dem scheint sich Bauer anzuschließen; man vermutet: kann nicht sein, was nicht sein darf?
So entsteht der Eindruck, als sollten Spiegelneuronen die Rolle eines Quasi-Homunkulus übernehmen, der - im Sinne Libets - noch eingreift, wenn ein bereits eingeleiteter Prozess noch verhindert werden soll.
Dabei agieren die Spiegelneurone als Teil der beschriebenen Resonanzsysteme vernetzter Neuronen: einzelne Zellen wären gar nicht in der Lage, auf jede Situation der Welt spezifisch zu reagieren; erst die ungeheuer große Zahl der Verknüpfungen von Nervenzellen reicht aus, die Komplexität der Welt modellhaft nachzubilden.
Spiegelneurone haben weniger “Entscheidungskompetenz”, sind eher Signale: Sie zeigen - vergleichbar den Kontrollleuchten in hochkomplexen Steuerungssystem z.B für den Piloten eines Flugzeugs - den Zustand des Systems an; da die Systeme nicht nur grundsätzlich gleichartig aufgebaut sind, sondern ähnlich trainiert worden sind, treten die gleichen Phänomene auf, also auch Resonanzen zwischen den gleichen Zuständen verschiedener Personen.
Luhmann beschreibt diesen Sachverhalt - bezogen auf soziale Systeme - als “Gesellschaft ist(!) Kommunikation”; das gilt offensichtlich nicht nur für die Gesamtheit, sondern auch für Individuen der Gesellschaft…
Wenn Bauer die “Zurechnung” von Handlungen unter Berücksichtigung der von Habermas genannten Einschränkungen an die Stelle des Konstrukts eines “freien Willens” setzte, würde das Rechtssystem vermutlich genau so gut - oder schlecht - wie bisher funktionieren.
Paradigmenwechsel erfordern aber Zeit; Bauer hätte seinen Beitrag dazu leisten können….
13. Juni 2009 um 23:00 Uhr
Etwas zu wissenschaftlich
Ich finde das Buch und Thema grundsätzlich sehr interessant und gut geschrieben.
Habe mir aber unter dem Titel und der Kurzbeschreibung etwas anderes vorgestellt. Habe mir das Buch für zwischendurch im Park gekauft und wollte es lustig, locker lesen. Dafür ist es meiner Meinung nach aber nicht geeignet. Die einzelnen Phänomene werden nur auf wissenschaftlicher Basis erklärt, wenig lebendig.
Alles in allem finde ich es ein gutes Buch, wenn man sich genau das erwartet.
30. Juni 2009 um 06:51 Uhr
Neue Erklärungsansätze für Zwischenmenschliches
Es werden verschiedene neue Aspekte der zwischenmenschlichen Beziehungen beschrieben, die so nicht allgemein bekannt sind. Für wissenschaftlich Interessierte bietet das Buch interessante Erklärungsversuche. Ohne dass man alle Thesen des Autors für sich akzeptieren muss, macht es Freude, die neuen und durchaus seriösen Ideen nachzuvollziehen. Es wird deutlich, dass unser Verhalten mehr von emotionalen Impulsen gelenkt wird, als es meistens vermutet wird. Daher ein lesenswertes Buch, das zum Nachdenken anregt.
28. Juli 2009 um 11:51 Uhr
Spieglein, Spieglein in dir-was sagst du mir ?
Wer schon immer wissen wollte, woher die gleiche Wellenlänge kommt oder weshalb uns manche Menschen abstoßen und beunruhigen, findet in diesem hervorragend geschriebenen Sachbuch verständliche Erklärungen und Ergebnisse zu aktuellen Forschungsansätzen.
Zum Teil verblüffende Erkenntnisse über Alltagssituationen machen die Lektüre zu einem kurzweiligen Lesevergnügen.
Für alle Leute, die es interessiert wie wir ticken, eine lohnens- und lesenswerte Investition.
7. September 2009 um 20:00 Uhr
alles war super
Der Versand war schnell und das Buch interessierte mich sowieso vorher schon.
Der Artikel war wie beschrieben und auch die kleinen kaputten Details.
10. September 2009 um 01:00 Uhr
Sehr lehrreich und interessant
Ich kann den meisten Rezensenten hier nur zustimmen. Das Buch bringt auf jeden Fall immer wieder AHA-Effekte.
Was ich am interessantesten fand war, dass auch darauf hingewiesen wurde, wie sehr sich Mensch und Tier in Bezug auf die Spiegelneurone ähneln.
Es ist faszinierend wie stark der Mensch doch immer wieder von seinen “primitiven Urinstinkten” geprägt und geführt wird.
Ich persönlich finde das Buch auch nicht zu wissenschaftlich geschrieben. Ich bin selbst Laie und nicht im medizinischen Bereich tätig. Dennoch war ich in der Lage das Buch zu verstehen.
Wer wissen möchte, wie Mitleid entsteht, warum wir es empfinden und wie sehr sich Mensch und Tier in ihren Gefühlen doch ähneln, sollte dieses Buch unbedingt lesen.
18. September 2009 um 16:00 Uhr
Sehr interessant aber relativ wissenschaftlich geschrieben
Das Buch ist sehr interessant und erläutert viele Dinge und Situationen die jedem im Alltag begegnen. Besonders am Anfang ist das Buch aber ziemlich wissenschaftlich geschrieben und beschreibt Details die sich in unserem Nervenzentrum und Gehirn abspielen. Wen das nicht so sehr interessiert kann den Teil aber auch überfliegen und zu dem anschaulicheren Teil übergehen, in dem (auch mit Hilfe von Studienergebnissen) die Inhalte anschaulich präsentiert werden.
Insgesamt ein interessantes Buch.
27. September 2009 um 13:00 Uhr
Reise ins Innere
Über das Buch “Das koopereative Gen” bin ich auf Joachim Bauer gestoßen und dann auf dieses Buch hier über die Spiegelneuronen.
Ich empfinde es als eine nachträgliche sehr interessante Reise in sich selbst. Die Fukntionsweise der Spiegelneuroenen und wie sie unser uns bekanntes Leben verantworten ist faszinierend. zumal Herr Bauer hier auch nicht großartig fachsimpelt-er selbst ist Neurobiologe, sondern es so schildert, dass auch nicht BIologen es verstehen könnten.
Ich kann sowohl den Schriftsteller,als auch das Buch nur wärmstens empfehlen.
29. Oktober 2009 um 04:34 Uhr
Wirklich lesenwert
Dieses Buch hat mir Vieles in der zwischenmenschlichen Kommunikation und dem Verständnis von Menschen klarer und verständlicher gemacht. Außerdem habe ich aus neurobiologischer Sichtweise erschließen können, wie sowohl unsere Handlungen als auch die damit verbundenen Gefühle entstehen. Auch ist mir klar geworden, warum wir unsere Welt durch unsere eigenen Filter wahrnehmen, wie diese Wahrnehmung und unsere Gefühle neurologisch entstehen und warum wir unweigerlich immer wieder den Situationen begegnen müssen, die wir erwarten.
Ich habe verstanden, wie sich Defizite, die beim Menschen bereits in der Kindheit angelegt worden sind, auswirken. Zum anderen habe ich entdeckt, wie eigentlich der zwischenmenschliche Zusammenhang, unser sozialer Klebstoff, auch neurobiologisch funktioniert.
Das Wissen um das unmittelbare Zusammenspiel von Neuronen im Gehirn, die für Bewegungen und deren Interpretation, für Körperempfinden, für Sprache und für unsere Gefühle zuständig sind, hat mir ein grundlegendes Verständnis für die zu Grunde liegenden Sachverhalte vermittelt.
Wer mehr erfahren möchte über das menschliche Miteinander, der sollte dieses verständlich geschriebene Buch unbedingt lesen.
11. November 2009 um 13:34 Uhr
Spiegelneuronen
Joachim Bauer beschreibt anschaulich und leicht verständlich die Funktionsweise der Spiegelneuronen, ohne die ein Zusammenleben unter Menschen (und einigen Tieren!) nicht möglich wäre.
Wer die Ursachen für menschliche Kommunikation und die Gründe für Empathie und sogar Liebe ergründen will, ist mit diesem Buch bestens beraten.
Mir hat es sehr viel gebracht und mir die “Augen geöffnet” für das Verständnis oder Unverständnis der Menschen untereinander.
Wenn dieses Buch Jedermann läse, gäbe es weniger Verständnisprobleme und vielleicht weniger Gewalt untereinander.
J.S.
13. Dezember 2009 um 05:00 Uhr
Das Wechselspiel mit den Spiegelneuronen.
Der Autor, ist Professor, er erklärt dem Fachmann und normalen Leser sehr verständlich, wie eigentlich die Spiegelneuronen im eigenen Körper funktionieren.
Wer hat es nicht selber schon erlebt, jemand gähnt, sofort fängt man selber an zu gähnen; ähnliche Effekte gibt es bei Gesprächen, wo der Gesprächspartner dem eigenen raschen Blick in die Ecke folgt; oder die wechselnde Körperhaltung von dem anderen Menschen nachvollzogen wird. Wenn wir jemanden anlächeln, wird das Lächeln erwidert. Dies läuft alles unbewußt ab und ist doch sehr erstaunlich und hängt mit den Spiegelneuronen im Gehirn zusammen!
Der Autor erklärt auch wissenschaftliche Experimente um diese These der Wechselwirkung mit den Spigelneuronen auf die Spur zu kommen und deren Wirkung wissenschaftlich zu bestätigen.
Der Autor zeigt wie diese Spiegelneuronen bereits bei einem kleinen Kind angelegt sind und wie diese sich dort auswirken. Die Spiegelneurone sitzen im Gehirn auch in der Nähe des Sprachzentrums und der Steuerung der Nervenzellen. Sie sind wichtig um zum Beispiel Intuition und Empathie auszubilden. Viele Vorgänge im Leben, wie zum Beispiel die Einschätzung anderer Menschen finden auf der unbewußten Ebene statt und werden durch den Verstand noch ergänzt. Die entscheiden Prägung findet im Kleinkindalter statt, daher behandelt der Autor diesen Bereich sehr ausführlich.
Das Buch zeigt auch wie das Verlieben und Beziehungen in Bezug auf die Spiegelneuronen ablaufen, und warum sich Paare auseinanderleben, da die Spiegelneuronen des anderen Partners nicht mehr aktiviert werden.
Am Ende gibt es noch Anregungen wie diese Spiegelneuronen bewußt im medizinischen Bereich eingesetzt werden können, um Menschen zu helfen. Zum Beispiel: Betroffene von schweren Gewalttaten, wollen später keine Rache an dem Täter, sondern nehmen vielmehr das ihnen aufgezwungene Verhalten der Täter an und sehen sich selber z.B. als “minderwertig” an, was dann beim betroffenen Menschen bis zu einem Selbstmord führen kann. Auch das Verhalten von Suchtkranken kann als ein solcher langsamer Selbstmord eingestuft werden.
Ein sehr informatives Buch über unseren Körper und die unbewußten Handlungsabläufe der Spiegelneuronen.
Nachdem ich das Buch gelesen habe, frage ich mich wie sich unsere neuen Medien, insbesondere das Internet, auf die Menschen auswirken, wenn die wichtigen Spiegelneuronen nicht, wie in einem normalen Gespräch, aktiviert werden?
30. Dezember 2009 um 16:51 Uhr
Künstliche Intelligenz…
… könnte mit Spiegelneuronen noch weiter ausgebaut werden. Die Wahrnehmung des Menschen wird mit diesem Buch sehr anschaulich dargestellt und nachvollziehbar beschrieben. Die Spiegelnervenzellen sind noch nicht lange entdeckt und umso spannender, wie sie bei jedem von uns eine Rolle spielen. Für jeden zu empfehlen, der sich für Menschen interessiert oder mit ihnen zu tun hat (also (beinahe) jedermann).
13. Januar 2010 um 18:51 Uhr
Super Lehrbuch über Spiegelneuronen
Das Buch ist wissenschaftlicher als ich dachte, aber wer sich schon mal mit Spiegelneuronen beschäftigt hat, für den ist es allemal sehr bereichend. Das Wissen ist nicht nur in Heilberufen und Schulen gut anzuwenden, sondern hilft super auch im Alltag mit vielen Dingen anders umzugehen und mehr zu verstehen.
Sehr zu empfehlen.
30. Januar 2010 um 23:00 Uhr
Sehr gut
Ich habe das Buch meinem Vater
geschenkt und er war begeistert
meine Geschwister und meine Mutter
haben es sich angeguckt und meinten
es wäre bestimmt interessant mein
Vater hat dies bestätigt.
Ich kann das Buch nur Empfelen
Liebe Grüße L@r@
23. Februar 2010 um 11:17 Uhr
Unglaublich aufschlußreich
In gut verständlicher Sprache wird ausführlich erklärt wie unsere Gehirnzellen
(Spiegelneurone) arbeiten, was in verschiedenen Situationen vor sich geht im Gehirn.
Noch ein weiteres tolles Buch zu mehr Selbstverständnis und
Erkenntnis, das helfen kann mehr über sich zu lernen.
23. Februar 2010 um 11:17 Uhr
Unglaublich aufschlußreich
In gut verständlicher Sprache wird ausführlich erklärt wie unsere Gehirnzellen
(Spiegelneurone) arbeiten, was in verschiedenen Situationen vor sich geht im Gehirn.
Noch ein weiteres tolles Buch zu mehr Selbstverständnis und
Erkenntnis, das helfen kann mehr über sich zu lernen.
25. März 2010 um 02:17 Uhr
Warum fühle ich was Du fühlst
Habe es mir nicht so theiretisch vorgestellt..Find eich ein wenig anstrengend zu lesen aber es ist trotzdem interessant.
25. März 2010 um 02:17 Uhr
Warum fühle ich was Du fühlst
Habe es mir nicht so theiretisch vorgestellt..Find eich ein wenig anstrengend zu lesen aber es ist trotzdem interessant.
28. Mai 2010 um 15:34 Uhr
Spannend und aufschlussreich
Ein sehr interessantes Thema, über das man sicher noch viel lesen und hören wird.
das Buch gibt Aufschluss über so manchen “unlogische” Reaktion - für Laien echt lesenswert, ggf. auch für Profis im psychologischen Bereich, denn es hilft, Sachverhalte einfacher zu erklären.
3. Juni 2010 um 10:00 Uhr
LESEN!
Wer sich u.a. für Gehirnforschung interessiert ist hier richtig. Darstellung gut und verständlich nachvollziehbar! Auch wer sich dafür interessiert, wie Menschen aufeinander wirken, ist hier gut aufgehoben -> Kommunikation und Empathie werden anhand von Wirkmechanismen im Gehirn ‘beleuchtet’. - Es gibt Hinweise zum Verständnis seines Gegenübers.
Sollte von allen gelesen werden, die mit Mensch zu tun haben; vor allem Ärzte, Lehrer und vor allem auch von Eltern!