Schneller lesen - besser verstehen (Wolfgang Schmitz)

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21 Kommentare zu „Schneller lesen - besser verstehen (Wolfgang Schmitz)“

  1. Adalia sagt:

    Neu lesen lernen auch im Alter?
    Als über 70-jährige habe ich mich an das Buch herangewagt, denn Sachtexten, Zeitungen, wollte ich weniger Zeit, bei mehr Verständnis widmen.

    Das Buch hatte für mich durch den Wechsel von Theorie und Praxis einen besonderen Anreiz.

    Ich konnte überprüfen, ob sich etwas an meinem Leseverhalten ändert und verstehen, warum.

    Die Hinweise, wie man Gelesenes besser im Gedächtnis verankert, kann ich nun auch auf “Genußtexte” übertragen.

    Wie beim schwimmen lernen heißt es: Üben, bis sich neues Leseverhalten einprägt.

    Es macht Spaß und regt geistig an!

  2. Ronald sagt:

    Effizient lesen aber kein Wunder erwarten
    Ich stehe solchen Büchern immmer negativ gegenüber, da sie das Versprochene nicht immer halten können. Da ich aber interessiert war und das Buch überall gute Meinungen einfing, laß ich es.

    Das Buch ist aufgeteilt in Praxis und Theorie. Im Praxisteil des Buches warten Augaben, wie Augenübungen, Sinngruppenübungen und Verständnistests.

    Im Theorieteil wird ausführlich besprochen, was für Lesefehler wir machen, welche Lesetechniken angewendet werden sollten usw.

    Das Buch ist umgangsprachlich geschrieben, so dass es für keine Zielgruppe bestimmt ist. Ich kann das Buch jedem weiter empfehlen, der viel lesen muss wie z.B. für Studenten, für Büroberufe etc. ,zu mal es mit diesem Preis ja auch nicht gerade teuer ist. Für Schüler bis 15 Jahren ist es aber nicht geeignet, da sie noch nicht so einen großen Wortschatz inne haben.

    Aber man sollte von diesem Buch jetzt nicht das große Wunder erwarten, indem man in ein paar Tagen schon doppelt so schnell lesen kann. Es ist eher ein langwieriger Prozess, der ohne üben nicht zu überstehen ist.

    Also nur was für Leute mit Ausdauer…

  3. Bine sagt:

    Erwartungen übertroffen
    Meine Erfahrung hatte mich bisher dazu veranlasst, meine Erwartungen an Mini-Kurs- und Ratgeber-Bücher runterzuschrauben.

    Dieses Buch hat meine Erwartungen aber bei Weitem übertroffen:

    – Die Zielsetzung –

    Das Ziel ist eigentlich komplexer, als es der Titel zunächst vermuten lässt. Es soll nicht nur gelehrt werden, den Text schneller zu lesen, sondern seine Inhalte dabei direkt zu erarbeiten.

    – Struktur –

    Die Autoren vermitteln die in der ersten Hälfte des Buches die Theorie knapp und prägnant, dabei verständlich und wissenschaftlich begründet. Dabei werden keine falschen oder zu hoch gesteckten Versprechungen gemacht.

    Der zweite Teil besteht aus zahlreichen Übungen, mit denen sich Fortschritte sofort zeigen und dokumentieren lassen.

    Die Vorgehensweise, die Inhalte zu erarbeiten, wird dem Leser freigestellt.

    Innerhalb des Theorieteils wird auf die zugehörigen Praxisteile verwiesen. Durch die Aufteilung des Buches ist aber auch möglich erst den einen, dann den anderen Part zu bewältigen.

    – Zielgruppe –

    Dieses Buch beschäftigt sich, so wörtlich, mit “Erwachsenenlesen” und soll das Lesen, wie man es als Schüler gelernt hat, weiterentwickeln. Daher ist es für Kinder/Jugendliche nicht geeignet, weil ihnen die Basis fehlt.

    Ansonsten kann ich dieses Buch JEDEM empfehlen.

  4. Harda sagt:

    Lesenswert
    Wolfgang Schmitz beschreibt Techniken und Verfahren, die auf dem “Improved Reading” Konzept von Dr. Stan Rodgers aufbauen und es ermöglichen, schneller zu lesen oder konkreter geschrieben, die es ermöglichen das benötigte Wissen aus Texten effizienter zu entnehmen.

    Dabei geht es ihm nicht nur darum, den eigentlichen Leseprozess zu verändern, indem er Techniken erläutert und üben lässt, die sich auf das schnelle Erfassen von Texten beziehen, sondern er erläutert auch, warum es dem Lesen dient, wenn der Leser vorab sich Fragen stellt wie “Warum lese ich den Text?” oder “Wie genau muss ich den Text verstehen?”.

    Dieses kleine Buch wird jedem Ideen und Verfahren vermitteln, wie er seine Lesegewohnheiten zu seinem Vorteil verändern kann. Letztlich kann es auch als Vorschau auf einen der von Improved Reading Germany angeboten Lesekurs dienen.

    Das Buch selbst ist so angenehm geschrieben, dass der Leser es gut an einem Wochenende lesen kann.

    Ich kann es nur wärmstens allen Lesern empfehlen, die sich Gedanken darüber machen, wie sie die tägliche Informationsflut bewältigen wollen.

  5. Bentje sagt:

    Schneller Lesen-Besser Verstehen
    Ich lese gern, meinem Empfinden nach jedoch leider zu langsam.

    Bereits Mitte des Jahres 2007 wurde ich in der Sendung von Günther Jauch auf das Thema “Steigerung der Lesegeschwindigkeit durch gezieltes Training” aufmerksam und habe mir sofort im Oktober 2008 das Buch von Wolfgang Schmitz gekauft, um noch mehr Informationen zu bekommen. Ich war neugierig, ob ich mein Lesetempo mit Hilfe dieses Buches wirklich steigern kann. Tatsächlich: es hat geklappt und dazu bringt es auch noch Spaß. Allerdings benötigt man Zeit und Ruhe, um das abwechslungsreiche Programm wirklich konzentriert durchzuarbeiten.

    Der vorangestellte informative und gut verständliche Theorieteil verdeutlichte mir noch einmal die Zusammenhänge.

    Noch eins: Als Lehrerin hätte ich mir so ein Buch schon viel früher gewünscht, weil man viele Anregungen erhält und zahlreiche Übungen in

    abgewandelter Form für Schüler übernehmen könnte.

  6. Yoko sagt:

    Auf das wesentliche beschränkt, aber richtig gut!
    Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich eine ausführliche Dar- stellung der wesentlichen Lesetechniken für Erwachsene wünscht und keinen Hokuspokus. Dies wird in dergleichen Büchern oft genug versprochen; auch hier, es steht auch nichts grundsätzlich Neues drin: Sinngruppenlesen, Re- gressionsvermeidung, weniger Mithören all das findet man auch in anderen Büchern zu diesem Thema. Aber dieses wenige, wirklich Wesentliche wird so geduldig, logisch und didaktisch ausgeklügelt dargestellt wie in keinem anderen Buch. Der Übungsteil ist gut strukturiert, wie sonst nur in einem kompletten Trainingskurs. Andere Lesetechnik-Bücher sind meist etwas bessere Seminar-Werbebroschüren, mit diesem Buch kann man wirklich etwas lernen.

  7. Iljana sagt:

    Wirklich hilfreich!
    Habe mir dieses Buch gekauft um die Flut an Texten im Studium besser bewältigen zu können und muss sagen, dass ich wirklich positiv überrascht war! Dieses Buch vermittelt so anschaulich neue Lesetechniken und der Praxisteil ist wirklich bestens geeignet, um diese Techniken gleich in die Tat umzusetzen! Klar, dauert es dann später eine zeitlang, bis man das im Buch erworbene Wissen tatsächlich in die Tat umsetzen kann, aber es funktioniert wirklich! Also ich bin begeistert von diesem Werk und hab gerade den nicht sehr wissenschaftlichen Stil als äußerst angenehm empfunden und kann es nur weiterempfehlen.

  8. Ken sagt:

    Besser lesen: Mit System
    Der Titel bezieht sich auf ein Seminar, welches ich besucht habe. Zunächst war ich eher skeptisch, ob sich mit den vorgestellten Techniken die Lesegeschwindigkeit und auch die Auffassungsgabe merklich verbessern werden. Allerdings bin ich sehr positiv und messbar überrascht worden. Dieses Buch spiegelt die Übungen sehr gut wieder und ermöglicht die Selbststudie zur Verbesserung des eigenen Leseverhaltens. Ich kann dieses Buch und auch Seminare in diesem Zusammenhang jedem wärmstens empfehlen, der beruflich und privat viel und häufig lesen muss und will. Es bringt Jeden nach vorne, der offen für Neues ist und nicht an allem, was aus den USA kommt ohne Hintergrundwissen herumkritelt. Zum Schluß: Zeit und Geld sind hier gut investiert.

  9. Allon sagt:

    Top Buch
    Ich habe das Buch in einem Stück durchgelesen und schon nach wenigen Seiten hat es “klick” gemacht, ich konnte plötzlich viel schneller lesen. Ich bin eigentlich nur traurig, dass ich das Buch nicht früher schon gelesen hab. Am Ende des Buches kam ich auf ca. die doppelte Lesegeschwindigkeit und das bei noch höherem Verständnis (eigentlich pervers oder? - die Erklärung ist sehr logisch und gibt es im Buch). Wenn ich mir vorstelle, dass ich Bücher jetzt in der Hälfte der Zeit lesen kann, mit einiger Übung vielleicht in einem Drittel der Zeit steigt die Motivation zu lesen auch ungemein.

  10. Hadrian sagt:

    Man muss ehrlich zu sich selbst sein!
    Das Buch ist gut geschrieben.

    Die Übungen machen Spaß.

    Der Erfolg war Anfangs messbar. Danach wurde er bei mir wieder schlechter.

    Die WPM war zwar so hoch wie nie zu vor (340), allerdings hatte ich Anfangs 90% Textverständnis. Jetzt bin ich bei 40% angelangt und weiss ehrlich gesagt nicht, ob es an mir oder an dieser Technik liegt.

    Meine Augen machen 3er Sprünge in der Zeile und ich versuche den “kleinen Flüsterer” im Ohr zu unterbinden. Textverständnis sinkt bei mir drastisch und Regressionen werden nur noch schlimmer. Aber da man diesen nicht nachgehen soll, wird das Verständnis nochmal heruntergeschraubt. Wirklich Jedermanns Sache??

    Ich hatte zuvor ein anderes Buch, welches diese Technik und andere Lerntechniken beschreibt. Nach 2 Büchern habe ich es immer noch nicht drauf, effizienter zu lesen. Oder besser gesagt, mit 500 WPM über die Bücher zu brettern und dann auch noch besser verstehen. So ehrlich muss man zu sich sein!

    Alles andere im Leben und beim Lernen klappt eigentlich meistens “sehr gut”.

    Pro:

    -Gutes Lesetraining

    -Gutes Gehirntraining

    -Gute Texte, logisch und gut nachvollziehbar

    Contra:

    -(zur Technik) nach 3 Wochen Übung immer noch keinen nennenswerten Erfolg

    -Motivation lässt nach

    -Wirklich Jedermanns Sache??

  11. Helga sagt:

    Top Hilfe beim schneller lesen lernen!
    Dieses Buch ist unglaublich. Es macht einfach Spaß wie es geschrieben ist und man die einzelnen Kapitel abarbeitet. Man merkt sofort welche Verbesserung es bringt so zu lesen wie es im Buch beschrieben ist. Es ist zwar ein langer Weg bis man es automatisiert hat schneller zu lesen. Aber dieses Buch bringt einen auf den richtigen Weg und macht dabei verdammt viel Spaß.

  12. lorenz sagt:

    “Zeit- und Verständnisgewinn hoch 3″
    Dieses Buch ist ein echter Zeitgewinn für alle Leser - egal ob beruflich, privat oder im Studium. Nach nur wenigen Seiten lässt es einen nicht mehr los. Der “lockere” Schreibstil und dass “Springen” zwischen den Theorie- und Praxisteilen finde ich sehr kurzweilig; man will am liebsten das Buch an einem Stück durcharbeiten. Immer wieder zeigt einem der Autor (mit tollen praktischen Übungen auf), mit welchen uns ehemals in der Grundschule angeeigneten und nie verbesserten Lesegewohnheiten wir dermaßen unproduktiv als Erwachsener lesen. Bereits im ersten Anlauf “Wörter pro Minute” und “Effective Reading Rate” mehr als verdoppelt. Ich habe das Buch nach 2 Tagen nochmals gekauft und einem Freund geschenkt. Ideal und ein Muss für jeden der viel liest.

  13. Rodger sagt:

    Es geht tatsächlich
    “Schneller Lesen” beschreibt im theoretischen Teil die typischen Gewohnheiten, die effektiver Textverarbeitung entgegenstehen. Der Weg zum schnelleren Lesen wird stufenweise erläutert. Ein lakonischer Schreibstil und ein offener Umgang mit den eigenen und allgemein menschlichen Unzulänglichkeiten eröffnet ein angenehmes Lernklima.

    Der Praxisteil besteht aus verschiedenen Übungsformen, die einen zu dieser veränderten Wahrnehmung anleiten. Der Zwang, im Text zu springen, arbeitet einen unmerklich in Vorschautechniken ein, das ist sehr ausgefuchst gemacht.

    Der Aha- Effekt stellte sich bereits beim zweiten Verständnistest ein mit 40% Verbesserung. Nach dem kompletten Durcharbeiten des Materials war die effektive Lesegeschwindigkeit nahezu verdoppelt, ohne die Sachwahrnehmung zu beeinträchtigen. Zwischendurch kann man immer wieder einmal 2 Minuten für eine Augenübung aus dem Buch investieren, um das Niveau zu stabilisieren. Gerade bei den vielen berufsbedingten Lesevorgängen erleichtert dies das Leben nachhaltig. Die Verbesserung zeigte sich hinterher dauerhaft auch ausserhalb der Trainingstexte.

    Kunstvolle Texte sollte man nach wie vor mit der inneren Stimme wahrnehmen. Dafür hat man nun aber auch mehr Zeit. Ich habe noch nie ein effektiveres Selbsttraining vorgenommen, als mit diesem Buch. Unbedingt zu empfehlen und ohne Hokuspokus!

  14. Palmira sagt:

    Klasse Buch zum Thema Lesen, gut als Kursvorbereitung und danach super Nachschlagewerk
    Ich habe schon einiges zum Thema schneller Lesen gelesen, aber keines der Bücher hat mich so gepackt. Kompakt wird der Kursinhalt beschrieben und ich fand richtig Spaß an den Übungen. Der Aufbau, Theorie und Praxis/Übungen zu trennen bzw. gemeinsam zu lesen, fand ich klasse. So konnte ich mich auf das wesentliche konzentrieren.

    Da ich aber leider kein Autodidakt bin habe ich nach der Lektüre den Kurs “Improved Reading” besucht (www.improved-reading.de). War bestens vorbereit und konnte mich voll auf die Übungen konzentrieren. Klasse Kurs und mit meiner Effective Reading Rate von über 600 WpM war ich super zufrieden.

    Jetzt nutze ich das Buch immer wieder als Nachschlagewerk und habe es schon einigen Freunden ausgeliehen.

    Also Buch wie Kurs kann ich nur wärmstens empfehlen.Schneller lesen - besser verstehen.

  15. Seraphine sagt:

    Liest du noch oder fliegst du schon?
    Ich nenne es i-read. Das i steht für informieren und improvisieren. i-read bezieht sich etwa auf Dokumente und Sachbücher beim Stöbern in Bibliotheken oder im Web. Ob privat oder beruflich, freiwillig oder zwangsweise, schnell lesen heißt natürlich auch mit einem gewissen Druck, manchmal auch unter Druck. Dieser Lesetempodruck hat weniger mit Genuss zu tun, es ist Arbeit. Und um in dieser Informationsflut nicht zu ertrinken, brauchen wir die jeweils richtige hilfreiche Technik.

    Als geübter Lesepilot geht man von der Vogelperspektive immer mehr ins Detail, um Hauptlinien herauszulesen, sozusagen mit einem napoleonischen Adlerblick. Es ist ein leises Abtasten, eine konzentrierte Annäherung in Stufen, eine ergiebge Treppe der Wissensarbeit, immer einen Schritt höher bis zum gewünschten Deutlichkeits- bzw. Verständnisgrad.

    Schwierigere Texte brauchen noch zusätzliche Durchläufe (Einteilung, Markierung oder Dekodierung).

    Wie ist das mit Romanen? Die Buchrückseite zitiert einen Sympathieträger-Journalisten von der Mattscheibe, es sei großartig, einen Roman in einer knappen Stunde zu lesen und den Inhalt behalten zu können. Meldet sich da nicht gleich eine innere Stimme in Form eines bekannten Literaturkritikers?: “Das ist ja furchtbar! Vollkommener Blödsinn! So geht das nicht! Nein, so kann man es nicht machen”.

    Beim Nachschlagen stellt man nämlich fest: Es ist in diesem Buch überhaupt keine Rede davon, auf diese Art einen Roman zu verschlucken. So schlau ist der Autor zum Glück auch: “Ein Roman ist keine schnöde Informationsaufnahme”. Nein, dafür hat ein Romanautor nicht gelebt und gelitten und um jede Formulierung gerungen.

    Man fragt sich, ob man bei einem solchen bedenkenlosen Wahrheitsverzicht diesen Buchdeckel-Sprüchen überhaupt noch trauen kann? Da wir - also der Kritiker, Sie und ich - uns gerade so schön aufregen, noch ein paar Fragen zu den Übungstexten:

    Wem macht es Spaß, diesen z.T. depperten Forschungs-Nonsens aus dem “Lexikon des Unwissens” zu lesen? Wer rennt sich gerne mit dem Rechenschieber hinterher? Wer lässt sich gerne vorschreiben, mit wieviel WpMs man wie überdreht aus der Spur zu fliegen hat? Wer empfindet sich als Datenmaschine? Können einem diese Wörter pro Minute nicht links vorbei gehen? Und: Wird es nicht irgendwann ein Buch geben: “Langsamer lesen - wieder bei Trost sein”?

    Aber, janz ruhig, et läuft, wenn man unbefangen und sportlich an die Sache rangeht und seine eigene Lesestrategie entwickelt. Auch wenn dem Buch ein Zacken aus der Sternenkrone gefallen ist, ist es schon rein wahrnehmungs-psychologisch interessant:

    Der bewußte Überflug des Hervorgehobenen im Buchpanorama schafft ein Vorverständnis und dient dem Einordnen späterer Bilder (Texteinheiten). Jetzt kommen Strategien ins Spiel. Sogenanntes Paragraphing mach ich gern, erste Sätze lesen in den Absätzen. Und interessante Schlüsselworte abscannen. Dann stelle ich mir Fragen, an denen ich mich ausrichte. Mein Interesse zieht mich dann sozusagen an der Textstraße entlang bis ich an der Zielbotschaft angelangt bin.

    Und wie war das mit der Blicktechnik beim Zeilenlesen?: Gleichmäßige vorwärtsorientierte Blickstopps üben. Die Taktrate steigern. Zunächst einmal mechanisch. Zwei Blicksprünge pro Zeile. Erst ping, dann pong, also pingpongmäßig. Erst mal ohne den Textsinn erfassen zu wollen. Ist man eingetaktet, dann mit Sinn, und den Mann im Ohr etwas leiser drehen.

    Man erfährt auch, was das Dolle am Erwachsenenwerden ist: Man erfasst größere Sinngruppen (im Mindesten zwischen der Interpunktion) als Fertigbilder. Diese Bilder verbinden sich zu einer Aussage, und diese Aussagen verbinden sich zu einer Botschaft. Den Blick also weicher und weiter halten, vom Substantiv der Sinngruppe aus.

    Wir sind ja keine Anfänger, keine Einzelwortleser mehr: Ich - gehe - heute… Kinder brauchen noch mehrere Bilder bis ein Satz beisammen ist: Ich gehe - heute nachmittag - in die Stadt, - um ein paar namhafte Museen - zu besuchen. Für Erwachsene ein Klischee, weil tausendmal gehört und gelesen. Blicksprung auf Stadt und Museen besuchen. Also, Hauptwörter erfassen, das Andere, Tu- und Eigenschaftswörter usw, wird in der Periphärie wahrgenommen.

    Das kann man schon bei der Zeitungslektüre üben, aus dem Bauch, für den Kopf. Lesesport ist Hirnjogging. Täglich Pingpong. Und Skimming. Bitte? Ach so. Skimming ist das mit dem napoleonischen Adlerblick (s.o.).

  16. Fatima sagt:

    Liest du noch oder fliegst du schon?
    Ich nenne es i-read. Das i steht für informieren und improvisieren. i-read bezieht sich etwa auf Dokumente und Sachbücher beim Stöbern in Bibliotheken oder im Web. Ob privat oder beruflich, freiwillig oder zwangsweise, schnell lesen heißt natürlich auch mit einem gewissen Druck, manchmal auch unter Druck. Dieser Lesetempodruck hat weniger mit Genuss zu tun, es ist Arbeit. Und um in dieser Informationsflut nicht zu ertrinken, brauchen wir die jeweils richtige hilfreiche Technik.

    Als geübter Lesepilot geht man von der Vogelperspektive immer mehr ins Detail, um Hauptlinien herauszulesen, sozusagen mit einem napoleonischen Adlerblick. Es ist ein leises Abtasten, eine konzentrierte Annäherung in Stufen, eine ergiebge Treppe der Wissensarbeit, immer einen Schritt höher bis zum gewünschten Deutlichkeits- bzw. Verständnisgrad.

    Schwierigere Texte brauchen noch zusätzliche Durchläufe (Einteilung, Markierung oder Dekodierung).

    Wie ist das mit Romanen? Die Buchrückseite zitiert einen Sympathieträger-Journalisten von der Mattscheibe, es sei großartig, einen Roman in einer knappen Stunde zu lesen und den Inhalt behalten zu können. Meldet sich da nicht gleich eine innere Stimme in Form eines bekannten Literaturkritikers?: “Das ist ja furchtbar! Vollkommener Blödsinn! So geht das nicht! Nein, so kann man es nicht machen”.

    Beim Nachschlagen stellt man nämlich fest: Es ist in diesem Buch überhaupt keine Rede davon, auf diese Art einen Roman zu verschlucken. So schlau ist der Autor zum Glück auch: “Ein Roman ist keine schnöde Informationsaufnahme”. Nein, dafür hat ein Romanautor nicht gelebt und gelitten und um jede Formulierung gerungen.

    Man fragt sich, ob man bei einem solchen bedenkenlosen Wahrheitsverzicht diesen Buchdeckel-Sprüchen überhaupt noch trauen kann? Da wir - also der Kritiker, Sie und ich - uns gerade so schön aufregen, noch ein paar Fragen zu den Übungstexten:

    Wem macht es Spaß, diesen z.T. depperten Forschungs-Nonsens aus dem “Lexikon des Unwissens” zu lesen? Wer rennt sich gerne mit dem Rechenschieber hinterher? Wer lässt sich gerne vorschreiben, mit wieviel WpMs man wie überdreht aus der Spur zu fliegen hat? Wer empfindet sich als Datenmaschine? Können einem diese Wörter pro Minute nicht links vorbei gehen? Und: Wird es nicht irgendwann ein Buch geben: “Langsamer lesen - wieder bei Trost sein”?

    Aber, janz ruhig, et läuft, wenn man unbefangen und sportlich an die Sache rangeht und seine eigene Lesestrategie entwickelt. Auch wenn dem Buch ein Zacken aus der Sternenkrone gefallen ist, ist es schon rein wahrnehmungs-psychologisch interessant:

    Der bewußte Überflug des Hervorgehobenen im Buchpanorama schafft ein Vorverständnis und dient dem Einordnen späterer Bilder (Texteinheiten). Jetzt kommen Strategien ins Spiel. Sogenanntes Paragraphing mach ich gern, erste Sätze lesen in den Absätzen. Und interessante Schlüsselworte abscannen. Dann stelle ich mir Fragen, an denen ich mich ausrichte. Mein Interesse zieht mich dann sozusagen an der Textstraße entlang bis ich an der Zielbotschaft angelangt bin.

    Und wie war das mit der Blicktechnik beim Zeilenlesen?: Gleichmäßige vorwärtsorientierte Blickstopps üben. Die Taktrate steigern. Zunächst einmal mechanisch. Zwei Blicksprünge pro Zeile. Erst ping, dann pong, also pingpongmäßig. Erst mal ohne den Textsinn erfassen zu wollen. Ist man eingetaktet, dann mit Sinn, und den Mann im Ohr etwas leiser drehen.

    Man erfährt auch, was das Dolle am Erwachsenenwerden ist: Man erfasst größere Sinngruppen (im Mindesten zwischen der Interpunktion) als Fertigbilder. Diese Bilder verbinden sich zu einer Aussage, und diese Aussagen verbinden sich zu einer Botschaft. Den Blick also weicher und weiter halten, vom Substantiv der Sinngruppe aus.

    Wir sind ja keine Anfänger, keine Einzelwortleser mehr: Ich - gehe - heute… Kinder brauchen noch mehrere Bilder bis ein Satz beisammen ist: Ich gehe - heute nachmittag - in die Stadt, - um ein paar namhafte Museen - zu besuchen. Für Erwachsene ein Klischee, weil tausendmal gehört und gelesen. Blicksprung auf Stadt und Museen besuchen. Also, Hauptwörter erfassen, das Andere, Tu- und Eigenschaftswörter usw, wird in der Periphärie wahrgenommen.

    Das kann man schon bei der Zeitungslektüre üben, aus dem Bauch, für den Kopf. Lesesport ist Hirnjogging. Täglich Pingpong. Und Skimming. Bitte? Ach so. Skimming ist das mit dem napoleonischen Adlerblick (s.o.).

  17. Ornella sagt:

    Es hilft ein wenig…
    Ich finde das Buch hilft ein wenig. Wenn man vor allem noch auf schulische Lesetechniken zurückgreift, bzw wie im Buch beschrieben erst einmal Lesen gelernt hat, dann würde ich empfehlen die 8-9? auszugeben und sich durch das Buch zu arbeiten.

    Ich selbst habe das Buch, was in Praxis und Theorieteile unterteilt ist nach dem Leitfaden im Buch gelesen und fand es recht gut strukturiert. Ich finde die Praxis-,Theorie und Entspannungsübungen sind gut aufeinander abgestimmt. Am Ende des Buches habe ich meine effektive Lesegeschwindigkeit um etwa 50% erhöht und versuche jetzt das gelernte immer wieder in die Praxis umzusetzen.

    Fazit: Wer sich die Zeit gönnt und dem vermeiden von Regression, peripheres Sehen und Subvokalisierung keine Begriffe sind sollte sich das Buch gönnen.

  18. Lia sagt:

    Es hilft ein wenig…
    Ich finde das Buch hilft ein wenig. Wenn man vor allem noch auf schulische Lesetechniken zurückgreift, bzw wie im Buch beschrieben erst einmal Lesen gelernt hat, dann würde ich empfehlen die 8-9? auszugeben und sich durch das Buch zu arbeiten.

    Ich selbst habe das Buch, was in Praxis und Theorieteile unterteilt ist nach dem Leitfaden im Buch gelesen und fand es recht gut strukturiert. Ich finde die Praxis-,Theorie und Entspannungsübungen sind gut aufeinander abgestimmt. Am Ende des Buches habe ich meine effektive Lesegeschwindigkeit um etwa 50% erhöht und versuche jetzt das gelernte immer wieder in die Praxis umzusetzen.

    Fazit: Wer sich die Zeit gönnt und dem vermeiden von Regression, peripheres Sehen und Subvokalisierung keine Begriffe sind sollte sich das Buch gönnen.

  19. Alain sagt:

    Von 214 WpM auf 340 WpM in 2 Tagen. Ein Manko bleibt.
    Ich habe mir “Schneller Lesen” von Wolfgang Schmitz als eines von drei speed-reading Büchern gekauft.

    Positiv festzuhalten ist, dass es wirklich funktioniert. Schon nach dem ersten Theorie-Kapitel, in welchem ausgeführt wird warum uns die Lesetechnik aus Grundschulzeiten heutzutage bremst, und welche Fehler wir beim langsamen Lesen machen, erkennt man welches Potential in jedem von uns schlummert.

    Mit 214 Wörtern-pro-Minute war ich der langsamte Leser in meiner Familie (mein Vater liest mit 299/min sehr schnell), doch nach 2 Tagen konnte ich die letzte Praxis-Übung mit 340 WpM abschließen bei 100% Verständnis.

    Dass langsam-Leser im Schnitt nur 55% des Textes verstehen und man durch schnelles Lesen deutlich mehr behält ist eine weiter Motivationshilfe.

    Die Praxis-Kapitel sind gut gemacht. Sie stellen wirklich ein Training für die Augen und Blickprozesse dar die man für schnelles Lesen radikal ändern und umtrainieren muss.

    Ebenfalls gut gelungen und hilfreich für Menschen, die von berufswegen her viel Lesen und recherchieren müssen sind die Lesestrategien. Hier erfährt man wie man sich das Wissen des Textes am effektivsten aneignet.

    Ein Manko bleibt allerdings bestehen:

    Da ich mir auch den Klassiker “Break-Through Rapid Reading” von Peter Kump und “Garantiert erfolgreich lernen” von Christian Grüning gekauft habe frag ich mich warum das Schmitz-Buch auf eine der effektivsten Lesehilfen verzichtet und sie gar nicht erst erwähnt. Beide anderen Bücher “schwören” zu Beginn auf aktives Benutzen des Fingers als Lesehilfe um die Regression (häufiges Zurückspringen des Blicks) abzubauen.

    Den Kauf bereue ich natürlich trotzdem nicht, denn dank den ersten klaren Fortschritten kann ich die anderen Bücher jetzt natürlich viel schneller lesen :)

  20. Undine sagt:

    Von 214 WpM auf 340 WpM in 2 Tagen. Ein Manko bleibt.
    Ich habe mir “Schneller Lesen” von Wolfgang Schmitz als eines von drei speed-reading Büchern gekauft.

    Positiv festzuhalten ist, dass es wirklich funktioniert. Schon nach dem ersten Theorie-Kapitel, in welchem ausgeführt wird warum uns die Lesetechnik aus Grundschulzeiten heutzutage bremst, und welche Fehler wir beim langsamen Lesen machen, erkennt man welches Potential in jedem von uns schlummert.

    Mit 214 Wörtern-pro-Minute war ich der langsamte Leser in meiner Familie (mein Vater liest mit 299/min sehr schnell), doch nach 2 Tagen konnte ich die letzte Praxis-Übung mit 340 WpM abschließen bei 100% Verständnis.

    Dass langsam-Leser im Schnitt nur 55% des Textes verstehen und man durch schnelles Lesen deutlich mehr behält ist eine weiter Motivationshilfe.

    Die Praxis-Kapitel sind gut gemacht. Sie stellen wirklich ein Training für die Augen und Blickprozesse dar die man für schnelles Lesen radikal ändern und umtrainieren muss.

    Ebenfalls gut gelungen und hilfreich für Menschen, die von berufswegen her viel Lesen und recherchieren müssen sind die Lesestrategien. Hier erfährt man wie man sich das Wissen des Textes am effektivsten aneignet.

    Ein Manko bleibt allerdings bestehen:

    Da ich mir auch den Klassiker “Break-Through Rapid Reading” von Peter Kump und “Garantiert erfolgreich lernen” von Christian Grüning gekauft habe frag ich mich warum das Schmitz-Buch auf eine der effektivsten Lesehilfen verzichtet und sie gar nicht erst erwähnt. Beide anderen Bücher “schwören” zu Beginn auf aktives Benutzen des Fingers als Lesehilfe um die Regression (häufiges Zurückspringen des Blicks) abzubauen.

    Den Kauf bereue ich natürlich trotzdem nicht, denn dank den ersten klaren Fortschritten kann ich die anderen Bücher jetzt natürlich viel schneller lesen :)

  21. Theodor sagt:

    Schneller lesen, besser verstehen - Wirklich!
    Ich hab’ mich schon öfter gewundert, warum ich, obwohl ich wirklich genau lese, mit den Gedanken abschweife

    und am Ende kaum was vom Inhalt mitbekomme. Die Ausrede war dann mangelnde Konzentration - bis

    mir eine Freundin dieses Buch empfohlen hat.

    Wie? Schneller Lesen um mehr zu verstehen? Hä? Na gut.

    Versucht, und schon im zweiten Kapitel enorme Verbesserungen des Verständnisses und der Geschwindigkeit erzielt.

    Anfangs hatte ich einen ERR (Effecitve Reading Rate) von 135 (266 Wörter/Minute und 60% Verständnis).

    Am Ende von Kapitel V sagenhafte 516 ERR (574 Wörter/Minute und 90% Verständis).

    Das Buch ist gut strukturiert und in einer lockeren Sprache geschrieben. Es ist unterteilt in Theorie (6 Kapitel)

    und Praxis (5 Kapitel). Praxiskapitel beinhalten Augenübungen, Sinngruppenerfassungen und Freies Lesen nach Zeit.

    Ein Formular, um seine Fortschritte zu notieren, liegt auch bei.

    Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen.

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