Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht: Geschichten aus der arschlochfreien Zone (Dieter Moor)

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36 Kommentare zu „Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht: Geschichten aus der arschlochfreien Zone (Dieter Moor)“

  1. Alphonse sagt:

    Glatt
    Für jemanden, der für eine Bahnreise durch Deutschland kurzweilige Lektüre sucht, ist das Buch goldrichtig. Es gibt glänzende Passagen (z.B. über den Hürlimann), die man seinem Gegenüber gern laut vorliest, und man möchte erst aufhören, wenn man es durchgelesen hat. Warum ? Weil man immer denkt, dass da noch etwas kommen muss mit ein wenig Kritik. Aber es kommt nichts. Moor gibt hier den Integrationswilligen, der alles duch die rosarote Brille sieht und selbst die allergrößten Idioten mit Verhaltens- und Kommunikationsstörungen (Krüpke) als Originale verkauft. Man spürt die Angst Moors, sich durch kritische Zwischentöne die errungene Sympathie der Brandenburger zu verscherzen. Ich bin selber Dörfler und weiß, dass sich auf Dorffesten die Aggressivität nach den ersten Runden Alkoholika ungehemmt gegen die eigenen Gemeindemitglieder richtet und alles auch sehr unschöne Seiten hat. Da prügelt man sich nicht politisch korrekt mit Neonazis, das ist ein Märchen aus 1001 Nacht… Und man spürt den Willen zur Selbstvermarktung, schließlich bietet Moor unter Ausnutzung seines prominten Namens(zu horrenden Preisen) seine Bioware im Internet an. Deshalb meine Bewertung: Ein durchaus unterhaltsames Büchlein, aber allzu glatt und durchsichtig.

  2. Abraham sagt:

    So ist der Brandenburger!
    Ich glaube, besser kann man die preußische Seele gar nicht treffen. Ich hatte ständig das Gefühl, dass jemand mit wachen Augen und entspannter Gelassenheit auf die Brandenburger Alltäglichkeiten schaut und sie so aufschreibt, dass ich immer wieder sagen musste: Ja, genau so sind sie, die Brandenburger!” Ich ziehe den Hut vor Ihrem Blick auf die Dinge ohne (besser wissende) Wertung, vor der sympathischen Neugier des Autors ohne Vorurteil und auch vor dem wunderbaren, zickigen kleinen Schweizer, der sich immer wieder zu Wort meldet.

    Da “kannste nicht meckern”, wie der Brandenburger sein Lob zu verteilen pflegt. Lesen! Amüsant nicht nur für den Preußen!

  3. Delphina sagt:

    Sehr amüsant. Lebendig geschrieben.
    Ich habe mir dieses Buch direkt gekauft, nachdem ich (zufällig) die Leseprobe gelesen habe und habe es nicht bereut. Eigentlich bin ich überhaupt keine Leseratte, aber dieses Buch habe ich in 2 Tagen ausgelesen.

    Es ist eine Geschichte wie es das Leben schreibt (oder schreiben könnte), und das noch sehr humorvoll und lebendig. Besonders gut hat mir der gelegentliche Vergleich zur schweizerischen Mentalität gefallen, zum schiessen komisch.

  4. Roy sagt:

    Schön
    Ich hatte in einer Buchbeilage aus dem Bahnhofsbuchhandel eine ausführliche Besprechung dieses Buches gelesen. Dieter Moor war mir als Moderator ein Begriff, erinnert er mich doch immer ein wenig an den grandiosen Stephen Fry. In der Besprechung hiess es Moor wolle auf seinem Bauernhof anthroposophische Landwirtschaft betreiben. Da mich auch dieses Thema interessiert und ich dachte, endlich mal ein Prominenter der die Anthroposophie auch publik macht und nicht nur “einen auf bio” und, ja. auch das Thema Westler in Brandenburg hat mich interessiert. Also Buch bestellt und in wenigen Tagen ausgelesen. Gleich vorweg, es ist ein schönes Buch, es liest sich gut, Moor beschreibt fast liebevoll seine Annäherung mit dem Land und vor allem den Leuten. Man kann ordentlich lachen, erfährt viele Geschichten von denen die Menschen im Osten in meiner Erfahrung sowieso noch mehr haben als die anderen. Aber, von Anthroposophie steht da garnichts drin, also nicht mal ein klitzekleines Wörtchen. Natürlich man erkennt in seinem Umgang und Zugang zum Land und Tier sicher Anlehnungen aber, so wie es in der Beschreibung stand, stimmt es leider garnicht. Ein Werbegag? Kaum, die typischen Anthros werden jetzt nicht so viel diese vom Verlag konzipierten Werbebotschaften lesen denke ich ….. Wie auch immer, ein unterhaltsames Buch und empfehlenswert.

  5. Aurelian sagt:

    Treffend
    Würde ich nicht selbst als ein seit vier Jahren in der Schweiz lebender Deutscher dem kleinen Schweizer in Dieter Moor tagtäglich begegnen, hätte ich diese Buch vielleicht gar nicht zu Ende gelesen. So aber ist es ein pures Vergnügen den Geschichten eines Neuanfangs im fremden Brandenburg zu folgen. Es wurden viel Bücher über die Schweiz und Ihre Einwohner geschrieben aber die wenigsten so treffend und ehrlich. Mag sein, dass an der ein oder anderen Stelle ein Hauch von Sentimentalität weht, in Summe aber vermittelt das Buch einen sehr lebendigen, authentischen und vor allem humorvollen Eindruck der Erlebnisse der Familie Moor.

  6. Anne-Kathrin sagt:

    brandenburgische Integration
    Dieter Moor erzählt in seinem Buch “Was wir nicht haben, brauchen wir nicht” von seinem Umzug nach “Amerika” in Brandenburg.

    Dieter Moor und seine östreichische Frau Sonja erfüllen sich ihren Traum vom eigenen Bauernhof, den sie in einen Biobetrieb umwandeln wollen und erwerben denselben in Amerika, einem kleinen Städtchen in der Mark Brandenburg.Doch der Traum erfüllt sich nach Ankunft als Alptraum. Doch mit dem festen Willen das Negative auszublenden und vorwärts zu schauen, gehen die beiden das Projekt”Amerika” an und werden zu echten “Amerikanern”.

    Charmant und mit jeder Menge Humor schildert Moor seine Anpassung als hyperkorrekter Schweizer an die bodenständige Landbevölkerung Brandenburgs.Die Probleme,die der Umzug auf ihren neuen Hof mit sich brachte und die Überwindung diverser Unwägbarkeiten. Die Schilderung der Urgesteine “Amerikas” fand ich im Großen und Ganzen ganz gelungen, obwohl ich schon zwischendurch die Schilderungen etwas überladen fand, aufgesetzt amüsant. Da wäre weniger etwas mehr gewesen. Manche Passagen habe ich überlesen, weil sie zu langatmig waren, was mir eigentlich selten passiert.

    Trotz meiner Kritik, fand ich das Buch aber unterhaltsam und empfehle es gerne weiter.

  7. Carry sagt:

    Was wir nicht haben, brauchen sie nicht…
    Wollte das Buch zum Nikolaustag verschenken, hatte davon im TV gehört. Jetzt lese ich es auch selbst, sehr zu empfehlen.

    Der Kauf funktionierte völlig unkompliziert, schnell das Buch im Netz gefunden, als preiswertes Gebrauchsexemplar, dem man das überhaupt nicht ansieht, noch dazu! …bestellt und prompt geliefert.

    So wünscht man sich das, es gibt “überhaupt nichts zu meckern”, weiter so!

  8. Aubriana sagt:

    Sehr gut und unterhaltsam geschrieben.
    Allerdings wäre die Entwicklung in Hirschfelde bis 2009 interessant zu erfahren. Im Web sind die Informationen leider spärlich auf 2 Webseiten verteilt. Vielleicht gibt es ja eine Fortsetztung (bitte)?

  9. Faustina sagt:

    Sehr unterhaltsam
    Auch als “Gelegenheitszuseher” schätze ich Dieter Moor sehr als Moderator, wenngleich meine Erinnerungen an ihn noch aus seiner Zeit bei “Canale Grande” stammen. Aber er ist mir somit als Schweizer noch deutlich “im Ohr”. Somit konnte ich mich auf S. 53/54 schier ausschütten vor Lachen, wo er beschreibt, wie sich zwei Schweizer für den Nachmittag verabreden; einfach, weil ich mir es so plastisch vorstellen konnte beim Lesen.

  10. Waldemar sagt:

    ehrlich, intim und witzig
    ein “clash of cultures” erwartet moor und seine familie (frau und privatzoo), als sie aus der pedantischen schweiz-idylle in die brandenburgische improvisation und unverbindlichkeit übersiedeln. wie man sich das leben gleichzeitig schwer und leicht machen kann, und wie man, wenn man noch offen und empfangsbereit ist, immer wieder einen gelungenen neuanfang erreichen kann, das lehrt dieses buch auf amüsante weise. manchmal ein bisschen holprig geschrieben (was beim gewohnt sprachgewandten moderator moor etwas überrascht) aber was solls: hier zählt der inhalt, und nicht die form.

  11. Aggy sagt:

    Was Sie brauchen, haben wir nicht
    Vorneweg: Dieses Buch macht Lust auf Landleben!!

    Aber Achtung: Entweder ist das das nichtteilbare Kontrasterlebnis eines ‘Modelleisenbahn’-Schweizers, der den Berliner Speckgürtel als den Wilden Westen (’Amerika’) erlebt.

    Oder Hirschfelde ist das Paradies auf Erden. Wir erleben eine intakte Dorfstruktur mit Gaststätte und Konsum, Hilfsbereitschaft und Gemeinsinn, konsequentem Einstehen gegen Nazis. Dorfis und Schweizer Schickeria sitzen nach der Heuernte zusammen unterm Kirschbaum, essen einträchtig Wildschwein mit Salat und durch das gemeinsame Schwitzen sind alle Unterschiede nivelliert?!

    Es ist sehr sehr schade und so gern ich dem Märchen glauben möchte, aber: Die Brandenburger Realität sieht anders aus. Die Dörfer haben leider keine Konsums mehr und keine Dorfkrüge. Die Leute glotzen Fernsehen und kaufen bei Lidl. Die Fiten haun ab. Die schönsten der so entstandenen Lücken werden gefüllt von Kreuz- und Prenzlbergern, die mit der Assimilation i.d.R. deutlich mehr Probleme haben dürften als Dieter und Sonja. Der Rest geht den Bach runter. Die Landschaft wird zusehendst verschandelt durch Windparks und Biogasanlagen. Und die Verschweizerung inform von Schlafdörfern ist rundum Berlin nicht wegzuträumen LEIDER!

    Aber trotzdem danke Herr Moor für Ihren 300 Seiten-Traum einer AFZ!

  12. Dagmar sagt:

    ehrlich, intim und witzig
    ein “clash of cultures” erwartet moor und seine familie (frau und privatzoo), als sie aus der pedantischen schweiz-idylle in die brandenburgische improvisation und unverbindlichkeit übersiedeln. wie man sich das leben gleichzeitig schwer und leicht machen kann, und wie man, wenn man noch offen und empfangsbereit ist, immer wieder einen gelungenen neuanfang erreichen kann, das lehrt dieses buch auf amüsante weise. manchmal ein bisschen holprig geschrieben (was beim gewohnt sprachgewandten moderator moor etwas überrascht) aber was solls: hier zählt der inhalt, und nicht die form.

  13. Cinzia sagt:

    Was Sie brauchen, haben wir nicht
    Vorneweg: Dieses Buch macht Lust auf Landleben!!

    Aber Achtung: Entweder ist das das nichtteilbare Kontrasterlebnis eines ‘Modelleisenbahn’-Schweizers, der den Berliner Speckgürtel als den Wilden Westen (’Amerika’) erlebt.

    Oder Hirschfelde ist das Paradies auf Erden. Wir erleben eine intakte Dorfstruktur mit Gaststätte und Konsum, Hilfsbereitschaft und Gemeinsinn, konsequentem Einstehen gegen Nazis. Dorfis und Schweizer Schickeria sitzen nach der Heuernte zusammen unterm Kirschbaum, essen einträchtig Wildschwein mit Salat und durch das gemeinsame Schwitzen sind alle Unterschiede nivelliert?!

    Es ist sehr sehr schade und so gern ich dem Märchen glauben möchte, aber: Die Brandenburger Realität sieht anders aus. Die Dörfer haben leider keine Konsums mehr und keine Dorfkrüge. Die Leute glotzen Fernsehen und kaufen bei Lidl. Die Fiten haun ab. Die schönsten der so entstandenen Lücken werden gefüllt von Kreuz- und Prenzlbergern, die mit der Assimilation i.d.R. deutlich mehr Probleme haben dürften als Dieter und Sonja. Der Rest geht den Bach runter. Die Landschaft wird zusehendst verschandelt durch Windparks und Biogasanlagen. Und die Verschweizerung inform von Schlafdörfern ist rundum Berlin nicht wegzuträumen LEIDER!

    Aber trotzdem danke Herr Moor für Ihren 300 Seiten-Traum einer AFZ!

  14. Eik sagt:

    Liebeserklärung
    Dieses Buch habe ich mit solchem Genuss gelesen, so wie ich sonst Schokolade geniesse.

    Na klar, es sind eigentlich schon genug Rezensionen geschrieben worden, aber ich gebe nun auch noch meinen Senf dazu.

    Erstens als fröhliche, gebürtige und zu meiner ostdeutschen Heimat stehenden Frau in den besten Jahren, zweitens weil nach all den Jahren genug im und über den Osten lamentiert und gejammert wurde und drittens, weil nun in diesem Buch etwas beschrieben wird, was vielen Landsleuten verlorengegangen ist oder verkauft wurde - die Seele - die Seele einzelner Menschen, die Seele eines Dorfes.

    Dieter Moor beschreibt seine jetzige Heimat so, dass ich Lust bekommen habe wenigstens einmal dort vorbei zuschauen. Bei den jährlichen Hoffesten ist das ja ohne weiteres möglich. Ein bischen beneide ich ihn und seine Frau schon um diesen Flecken Erde und um solche Nachbarn und mittlerweile Freunde, egal wie schräg und laut sie auch sein mögen, die Mischung macht`s und das sie sich selber treu geblieben sind.

    Von “Anbiedern” oder unbedingt dazugehören wollen der Moor`s, konnte ich nichts entdecken, vielleicht sind die Rezensenten die das so geschrieben haben einfach nur neidisch?

    Wer weiß, neidisch bin ich auch ein bischen, aber ich gönne es denen die das Glück haben so leben zu dürfen von Herzen, alle anderen können und sollten daran arbeiten.

    Ein Buch wie eine Liebeserklärung.

    Ich habe es so empfunden und ich kann es nur weiterempfehlen.

    Also dann - auf eine gute Nachbarschaft ;-).

  15. Shalina sagt:

    Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht : Geschichten aus der arschlochfreien Zone
    Das Buch ist der Hammer ! Für all Diejenigen, die sich als Aussteigerwessi entschieden haben in den Osten zu ziehen, ist das Buch ein absolutes Muß ! Ich habe selten bei einem Buch so herzhaft und laut gelacht. Dieter Moor trifft den Nagel auf den Kopf. Völlig unprätentiös führt der “kleine Schweizer” sich und seine liebe Frau in die Welt der Ossis ein. Toll ! Ich hoffe auf eine Fortsetzung der lustigen Geschichten.

  16. Kalwa sagt:

    Ich habe es sehr gern gelesen - und zwar in einem Rutsch!
    Ich habe ebenfalls ein Haus auf dem Land geerbt - allerdings

    in nicht arschlochfreier Zone. Die Kapitel der Eroberung des

    Landes, Schafe, Hunde und Nachbarn sind - zwar manchmal etwas

    albern - aber doch sehr lesenswert formuliert und haben mich

    “richtig” neidisch gemacht - wie schön kann es sein.

    Danke an Frau Widdel und die anderen “Typen” - ich hätte sie gern als Nachbarn!

    Nur Sonja hat mich genervt - ihre Beschreibung ist für gestandene Frauen sehr schwer auszuhalten, besonders wenn man ähnliches erlebt hat, ohne sich die Kleider (nicht alle, das Buch bleibt jugendfrei!)wegen ein paar Schafen vom Leibe zu reissen… Neugier geweckt? Nur zu, unterhaltsam ist dieses Buch auf jeden Fall: Mein Lieblingskapitel? Frau Widdel…

  17. Gustaf sagt:

    Anpassung um jeden Preis
    Ich kenne Dieter Moor nicht, lebe aber auf einem Brandenburger Dorf.

    Ich kenne Leute wie Moor, die hierher ziehen und wahnsinnig gerne integriert werden wollen in das Dorfleben.

    Sie sind eigentlich angenehme Zeitgenossen, bringen Leben ins Dorf und Zukunft.

    Herrlich treffend sind Moors Beschreibungen der direkten Sprache der Einwohner, die etwas gewöhnungsbedürftig ist für den redegewandten Schweizer.

    Die größten Stärken des Buches sind die nacherzählten Lebensgeschichten der Einwohner, die unter die Haut gehen.

    Die größten Schwächen des Buches sind seine Lobpreisungen für seine Ehefrau, die bis ins Peinliche gehen.

    Und seine Anbiederei den Einheimischen gegenüber, wenn er ihr Mobbing gegen andere Zugezogene unterstützt, die sich eben nicht so anpassen wie er.

    Oder wenn er zum Ende des Buches sogar bereit ist, sich auf einem Feuerwehrfest mit Fremden zu prügeln.

    Dann möchte man ihm zurufen: Das geht zu weit! Lassen Sie Ihren inneren höflichen Schweizer wieder heraus! Haben Sie keine Angst, auch mal anders zu sein als die Einheimischen: So intolerant sind die Brandenburger nämlich gar nicht!

    Trotzdem ist dieses Buch mal eine angenehme Abwechslung zum üblichen “Brandenburg”-Bild a la Reinald Grebe.

  18. Delia sagt:

    moin moin
    Dieter Moors Buch ist sowohl eine Liebeserklärung an seine Frau als auch eine sehr einfühlsame Erkenntnis norddeutscher Sentimentalität. Auch wenn “Amerika” auf keiner Landkarte zu finden ist und die Beschreibung dieses Dorfes streckenweise geschönt scheint, hat Dieter Moor den Charakter dieses Landstrichs und seiner Bewohner treffend erkannt und brillant formuliert. Besonders jedem Norddeutschen wird dieses Buch viel Vergnügen bereiten.

  19. Shania sagt:

    Wer schon immer mehr über Dieter Moor wissen wollte und eine Idee vom “Osten” Deutschlands, der ist hier richtig.
    Wer Dieter Moor aus dem Fernehen kennt und seine Art mag, wird dieses Buch lieben.Gleichzeitig erfährt man sehr viel Interessantes über die Menschen aus dem Osten Deutschlands und auch einiges über die Mentalität der Schweizer (der Dieter Moor ja auch ist!). Das einzig traurige an diesem Buch ist, daß es zu kurz ist, man möchte einfach immer weiter lesen!

  20. Bo sagt:

    Wirklich witzig
    Dieses Buch hab ich mir für den Urlaub gekauft. Da ich aus der früheren DDR komme kann ich nur sagen, es ist wirklich gut und äusserst nett geschrieben. Bestimmte Erzählungen kann ich glatt unterschreiben. Ohne in der alten Vergangenheit zu schweben ist dieses Buch einfach eine Erheiterung. Wer es liest kann neben den Menschen der früheren DDR auch noch einiges zu seinem heutigen Leben dazulernen. Mein Höhepunkt in diesem Buch ist die Geschichte mit der Tanne. Ja genau so ist es im wahren Leben, einfach göttlich es auf so eine Art und Weise zu lesen. Hab voll mitgefühlt und mich nebenbei todgelacht…..sehr gut.

  21. Casimir sagt:

    Die richtige Einstellung und das Herz am rechten Fleck
    Ich habe nicht die geringste Anhnung, ob Herr Moor auch im wahren Leben so ist, wie er sich in seinem überaus sympatischen und unterhaltsam zu lesenden Buch beschreibt, aber allein schon die Vorstellung, dass es solche Menschen da draußen - vielleicht sogar in größerer Zahl - geben könnte, lässt einen nach der Lektüre des Buches mit einem sehr schönen Gefühl zurück.

    Die grobe Rahmenhandlung des Buches ist schnell beschrieben: Der Schweizer Dieter Moor nebst seiner österreichischen Ehegattin Sonja erwerben in einem kleinen Dorf in Brandenburg einen Hof mit entsprechendem Land zwecks Aufbau einer biologischen Landwirtschaft. Was sich erst einmal recht unspektakulär anhört, gewinnt durch den Moor’schen Erzählstil und eine ungeheure Liebe zum Detail ganz erheblich an Substanz und Lesewert. Ich habe schon lange keinen Autoren mehr gelesen, der sein Publikum in so herzlicher und liebevoller Weise dazu animiert, das Besondere und Wundervolle im Alltäglichen zu sehen.

    Die Geschichte beginnt wie die Erzählung eines schweren Kulturschocks: Schweiz trifft auf Mark Brandenburg! Hier gewährt Dieter Moor einen tiefen Einblick in die Denk- und Empfindungswelt eines Schweizers, vor allem dann, wenn sich Erlebnisse und Rituale in seiner neuen Heimat nicht ganz so abspielen, wie er es aus der Schweiz gewohnt war. Allein schon sein kurzer Exkurs, wie sich zwei typische Schweizer zum Nachmittag verabreden und wie viele Worte dabei nötig sind, um Form und Anstand genüge zu tun, ist nicht nur extem witzig zu lesen, sondern zeigt auch anschaulich, wie unterschiedlich solche Praktiken bereits im Nachbarland gehandhabt werden. So hält Herr Moor immer mal wieder Rücksprache mit dem “kleinen Schweizer” in sich, wenn er mit einer irritierenden Situation konfrontiert wird.

    Grundsympatisch an der gesamten Erzählung ist Moors unerschütterlicher Optimismus und seine so grundsätzlich positive Haltung gegenüber den Menschen, denen er begegnet. Den viel zitierten Ratschlag, bei widrigen Umständen doch bitte auch mal die eigene Einstellung überdenken und ggf. zu ändern, setzen Dieter Moor und seine Frau oft und sehr erfolgreich in die Praxis um. Und gerade zu Anfang gibt es so einige Widrigkeiten, die den Neustart in Brandenburg ziemlich schwierig gestalten.

    Und schließlich kommt auch das Menschliche in diesem Buch nicht zu kurz. Einer ganzen Reihe von Nachbarn in der neuen Umgebung setzt Dieter Moor in diesem Buch ein eigenes kleines Denkmal, egal ob es sich dabei um Bauer Müsebeck, Krankenschwester Alma, Gemischtwarenhändlerin Widdel oder Dorforiginal Krüpki handelt. Man wird mal wieder daran erinnert, dass hinter all den Leuten, die einem tagtäglich begegnen, eine Vielzahl von Geschichten, Erfahrungen und Schrulligkeiten stecken, die es aber auch erst ermöglichen, dass man jemanden von Herzen lieb gewinnt.

    Für soviel treuherzige, offene, lebensbejahende Freundlichkeit kann es letztlich nur die vollen fünf Sterne geben. Wohlfühl-Literatur vom Feinsten.

    *****

  22. Binia sagt:

    Die richtige Einstellung und das Herz am rechten Fleck
    Ich habe nicht die geringste Anhnung, ob Herr Moor auch im wahren Leben so ist, wie er sich in seinem überaus sympatischen und unterhaltsam zu lesenden Buch beschreibt, aber allein schon die Vorstellung, dass es solche Menschen da draußen - vielleicht sogar in größerer Zahl - geben könnte, lässt einen nach der Lektüre des Buches mit einem sehr schönen Gefühl zurück.

    Die grobe Rahmenhandlung des Buches ist schnell beschrieben: Der Schweizer Dieter Moor nebst seiner österreichischen Ehegattin Sonja erwerben in einem kleinen Dorf in Brandenburg einen Hof mit entsprechendem Land zwecks Aufbau einer biologischen Landwirtschaft. Was sich erst einmal recht unspektakulär anhört, gewinnt durch den Moor’schen Erzählstil und eine ungeheure Liebe zum Detail ganz erheblich an Substanz und Lesewert. Ich habe schon lange keinen Autoren mehr gelesen, der sein Publikum in so herzlicher und liebevoller Weise dazu animiert, das Besondere und Wundervolle im Alltäglichen zu sehen.

    Die Geschichte beginnt wie die Erzählung eines schweren Kulturschocks: Schweiz trifft auf Mark Brandenburg! Hier gewährt Dieter Moor einen tiefen Einblick in die Denk- und Empfindungswelt eines Schweizers, vor allem dann, wenn sich Erlebnisse und Rituale in seiner neuen Heimat nicht ganz so abspielen, wie er es aus der Schweiz gewohnt war. Allein schon sein kurzer Exkurs, wie sich zwei typische Schweizer zum Nachmittag verabreden und wie viele Worte dabei nötig sind, um Form und Anstand genüge zu tun, ist nicht nur extem witzig zu lesen, sondern zeigt auch anschaulich, wie unterschiedlich solche Praktiken bereits im Nachbarland gehandhabt werden. So hält Herr Moor immer mal wieder Rücksprache mit dem “kleinen Schweizer” in sich, wenn er mit einer irritierenden Situation konfrontiert wird.

    Grundsympatisch an der gesamten Erzählung ist Moors unerschütterlicher Optimismus und seine so grundsätzlich positive Haltung gegenüber den Menschen, denen er begegnet. Den viel zitierten Ratschlag, bei widrigen Umständen doch bitte auch mal die eigene Einstellung überdenken und ggf. zu ändern, setzen Dieter Moor und seine Frau oft und sehr erfolgreich in die Praxis um. Und gerade zu Anfang gibt es so einige Widrigkeiten, die den Neustart in Brandenburg ziemlich schwierig gestalten.

    Und schließlich kommt auch das Menschliche in diesem Buch nicht zu kurz. Einer ganzen Reihe von Nachbarn in der neuen Umgebung setzt Dieter Moor in diesem Buch ein eigenes kleines Denkmal, egal ob es sich dabei um Bauer Müsebeck, Krankenschwester Alma, Gemischtwarenhändlerin Widdel oder Dorforiginal Krüpki handelt. Man wird mal wieder daran erinnert, dass hinter all den Leuten, die einem tagtäglich begegnen, eine Vielzahl von Geschichten, Erfahrungen und Schrulligkeiten stecken, die es aber auch erst ermöglichen, dass man jemanden von Herzen lieb gewinnt.

    Für soviel treuherzige, offene, lebensbejahende Freundlichkeit kann es letztlich nur die vollen fünf Sterne geben. Wohlfühl-Literatur vom Feinsten.

    *****

  23. Carter sagt:

    Sehr sympathischer Stil!
    Moor schreibt, wie er aufbricht und eine neue “Heimat” findet. Anfangs tat ich mir ein bisschen schwer, zu verstehen, wie er ein Haus in der Schweiz, wo er Ruhe und Natur satt hatte, aufgeben und nach Brandenburg gehen kann, wo er mitten im Dorf lebt und in der ersten Nacht die Betrunkenen vor seinem Fenster grölen. Er beschreibt auch seine Zweifel in dieser ersten Nacht und Ängste sehr lebendig, man kann gut nachvollziehen, wie es ihm geht und wie er auch in Frage stellt, ob er die richtige Entscheidung getroffen hat. Dann aber schafft er den Spagat zwischen Offenheit und eigener “Selbst-findung” und lässt den Leser quasi mitwachsen, wie er immer mehr Teil dieses Lebens und dieser Dorfgemeinschaft wird. Österreichisch formuliert: es “menschelt”, soll sagen, er kann sich dem Leben der Dorfbewohner auf eine sympathische und menschliche Art nähern und schafft es somit, Grenzen, die vielleicht anfangs existieren mögen (und er schreibt ja, dass anfangs mehrere Dorfbewohner die selbe Frage stellen, wer denn der “Neue” sei) ad absurdum zu führen, denn im Grunde sind sie ja alle gar nicht einmal so unähnlich. Vielleicht die Sprache (was sind “Strippen”? da gibt es ja eine köstliche Stelle im kleinen Dorfladen, ich denke, das hätte mir genauso passieren können, ein Wort nicht zu verstehen und in eine unfreiwillig komische Situation zu gelangen *g*, aber das als quasi neutrale/r BeobachterIn zu lesen, ist wirklich köstlich) oder die Erfahrungen sind anders, aber nicht unüberbrückbar, wie Moor in seinem Buch quasi ein Plädoyer für die Akzeptanz von Neuem und Fremdem als Lernfeld vom Stapel lässt, aber nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern einem Hauch von Selbstironie ist köstlich und absolut unterhaltsam und der sogenannte “kleine Schweizer” (wie er ein überkorrektes, aber bloß an Normen orientiertes Leben nennt) darf dazulernen und 5 auch einmal gerade sein lassen und das nicht unbedingt zu seinem eigenen Nachteil, weil er es schafft, das Beste aus einer Situation zu machen und für ein glückliches Zusammenleben das richtige Maß zwischen starrer Norm und Anpassung schafft.

  24. Claus sagt:

    Sehr sympathischer Stil!
    Moor schreibt, wie er aufbricht und eine neue “Heimat” findet. Anfangs tat ich mir ein bisschen schwer, zu verstehen, wie er ein Haus in der Schweiz, wo er Ruhe und Natur satt hatte, aufgeben und nach Brandenburg gehen kann, wo er mitten im Dorf lebt und in der ersten Nacht die Betrunkenen vor seinem Fenster grölen. Er beschreibt auch seine Zweifel in dieser ersten Nacht und Ängste sehr lebendig, man kann gut nachvollziehen, wie es ihm geht und wie er auch in Frage stellt, ob er die richtige Entscheidung getroffen hat. Dann aber schafft er den Spagat zwischen Offenheit und eigener “Selbst-findung” und lässt den Leser quasi mitwachsen, wie er immer mehr Teil dieses Lebens und dieser Dorfgemeinschaft wird. Österreichisch formuliert: es “menschelt”, soll sagen, er kann sich dem Leben der Dorfbewohner auf eine sympathische und menschliche Art nähern und schafft es somit, Grenzen, die vielleicht anfangs existieren mögen (und er schreibt ja, dass anfangs mehrere Dorfbewohner die selbe Frage stellen, wer denn der “Neue” sei) ad absurdum zu führen, denn im Grunde sind sie ja alle gar nicht einmal so unähnlich. Vielleicht die Sprache (was sind “Strippen”? da gibt es ja eine köstliche Stelle im kleinen Dorfladen, ich denke, das hätte mir genauso passieren können, ein Wort nicht zu verstehen und in eine unfreiwillig komische Situation zu gelangen *g*, aber das als quasi neutrale/r BeobachterIn zu lesen, ist wirklich köstlich) oder die Erfahrungen sind anders, aber nicht unüberbrückbar, wie Moor in seinem Buch quasi ein Plädoyer für die Akzeptanz von Neuem und Fremdem als Lernfeld vom Stapel lässt, aber nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern einem Hauch von Selbstironie ist köstlich und absolut unterhaltsam und der sogenannte “kleine Schweizer” (wie er ein überkorrektes, aber bloß an Normen orientiertes Leben nennt) darf dazulernen und 5 auch einmal gerade sein lassen und das nicht unbedingt zu seinem eigenen Nachteil, weil er es schafft, das Beste aus einer Situation zu machen und für ein glückliches Zusammenleben das richtige Maß zwischen starrer Norm und Anpassung schafft.

  25. Melissa sagt:

    kurzweilig und nachvollziehbar
    das buch liest sich in einem zug weg; lustige + kurzweilige geschichten mit einem deutlichen schmunzelnden blick auf die eigene person ( der kleine schweizer) und die erlebten dinge; sehr schöne skizzierung der einzelnen “typen” - die man förmlich vor sich sieht

    auf der beschriebene homepage findet man übrigens auch die daten fürs nächste hoffest und kann live und in farbe dabei sein

    einfach ein hoch auf die kleinen dinge des alltags , die doch meist recht netten leute aus der umgebung - man muss sich eben nur ein wenig darauf einlassen wollen - dazu regt das buch in charmanter weise an

  26. Both sagt:

    Gute Unterhaltung
    Der Titel verspricht nicht zu viel ” Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht. Geschichten aus der arschlochfreien Zone”.
    Habe während des lesens mehrfach herzhaft gelacht. Dieter Moor beschreibt seinen Umzug in die Idylle Brandenburgs sehr humorvoll, genauso wie die neuen Nachbarn, die er zusammen mit seiner Ehefrau dort kennenlernt.
    Diese Buch eignet sich hervorragend um nach der Arbeit abzuschalten und die eigenen Sorgen hinter sich zu lassen. Ich kann das Buch nur empfehlen.

  27. Konrad sagt:

    Mensch Moor!
    Also eigentlich mag ich Kultursendungen wie ttt nicht. Seit Moor die moderiert hingegen schon. Ebenso mag ich die oft selbstzentrischen Biografien nicht. Mit “Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht” sieht das auch anders aus. Moor erzählt von seinem alten schweizer- und seinem neuen brandenburgischen Leben, ganz so wie es ein guter Freund tun würde. Humorvoll schildert er die kulturellen Gegensätze ohne zu überziehen, ohne zu verletzen. Eine ehrliche Lebensgeschichte. Genau so hätte es einem doch selbst ergehen können fragt man sich immer wieder. Die Lektüre ist wärmstens zu empfehlen. Bleibt nur zu hoffen, dass dies nicht das letzte Buch von Moor bleibt.

  28. Bertran sagt:

    Anekdotensammlung
    das Positive zuerst: man will das Buch zu Ende lesen. Und es ist keine mühsame Arbeit, sondern durchaus ganz unterhaltsam. Aber eben auf dem Niveau einer durchschnittlichen Wetten-dass..?-Sendung, die ja auch ganz unterhaltsam sein kann nach einem anstrengenden Tag. Anekdoten und Klischees überwiegen, eine richtige Geschichte entwickelt sich nicht: Herr Moor und Frau lieben das Brandenburger Land, bauen sich dort etwas völlig Neues auf und erringen so Respekt und Sympathien bei den Dorfbewohnern. Dabei wird kräftig auf die enge, spiessige und übervorsichtige Schweiz und damit auf die eigene Vergangenheit geschossen, um das Unkomplizierte der Brandenburger herauszustellen.

    Die Geschichte nimmt aber nie richtig Fahrt auf. Zwei Drittel des Buches werden auf die Beschreibung der Dorfbewohner verwendet: das sind ganz nette Anekdoten (die im Übrigen überwiegend nicht selbst erlebt wurden, sondern von Moor schlicht nacherzählt sind), die aber absolut nicht bemerkenswert sind, wenn man nicht gerade dort wohnt.

    Die Sprache ist sehr einfach: Wortwitze oder gelungene Formulierungen sind selten. Ein Buch, das sicher nicht im vom Autor beschriebenen “Konsum” erhältlich wäre, denn brauchen tut man es garantiert nicht.

  29. Klara sagt:

    Eine Liebeserklärung an die Mark Brandenburg…
    … und zwar eine der Schönsten seit Fontane. Der Schauspieler, Moderator und Fernsehproduzent Dieter Moor hat sein Haus in der Schweizer Postkartenidylle verkauft, um zusammen mit seiner Frau in Brandenburg einen Bauernhof zu erwerben. Was chaotisch beginnt, erweist sich als echter Glücksgriff - nicht zuletzt dank der urigen Menschen in dem brandenburgischen Dörfchen namens Amerika bei Schmachtenhagen.

    Ein Sachbuch wird nicht oft romanhafte Züge tragen und zu Herzen gehen. Genau das ist hier der Fall. Das Buch hat bei aller Leichtigkeit seinen Tiefgang und da es mit viel Liebe und Humor geschrieben ist, kann man viel innere Wahrheiten daraus ziehen. Den schwierigen Umzug und die anfängliche Eingewöhnungszeit in das Dorfleben beschreibt Dieter Moor mit viel Selbstironie. Gut gefallen mir seine klugen Einsichten zu alternativer Landwirtschaft und artgerechter Tierhaltung.

    Wer sich mit dem Gedanken trägt, ein Haus in Brandenburg zu kaufen, sollte unbedingt dieses unterhaltsame, witzige, kluge Buch lesen. Einen schöneren Einstieg kann man kaum finden.

  30. Harriet sagt:

    Gegen den Trend und doch so schön…
    Ein Teil meines Freundeskreises hat sich hauptsächlich wegen der beruflichen Perspektiven im “Ländle” niedergelassen, dort Wurzeln geschlagen und das hektische Treiben vorrangig auf dem ostdeutschen Arbeitsmarkt entspannt hinter sich gelassen. Keiner von denen und schon gar nicht deren Kinder, kann sich vorstellen, wieder in die alte Heimat zurück zu kehren. Und dann dieses Buch…

    Natürlich lässt sich wunderbar mit den Klischees spielen und wenn der kleine Schweizer vom freilaufenden Ossi mit Drei-Wort-Sätzen auf Schachmatt gesetzt wird, dann lachen alle Deutschen!

    Was mir beim lesen sehr gut getan hat, waren nicht nur die Lachnummer, sondern vor allem die Geschichten der Menschen, voller wunderbarer Details, aber ohne zu entblößen und doch versteht man warum die Brandenburger so sind: ein wenig schrullig und peinlich und doch authentisch und liebenswert. Meine “neuschweizer” Freunde haben in diesem Buch ein paar Sehnsüchte wieder entdeckt. Jetzt wissen sie, was sie manchmal vermissen. Mit Heimweh hat es eher nichts zu tun, ich würde es als “Menschweh” bezeichnen… dieses Wort gibt es gar nicht? … Verdammt!

  31. Arnald sagt:

    Gegen den Trend und doch so schön…
    Ein Teil meines Freundeskreises hat sich hauptsächlich wegen der beruflichen Perspektiven im “Ländle” niedergelassen, dort Wurzeln geschlagen und das hektische Treiben vorrangig auf dem ostdeutschen Arbeitsmarkt entspannt hinter sich gelassen. Keiner von denen und schon gar nicht deren Kinder, kann sich vorstellen, wieder in die alte Heimat zurück zu kehren. Und dann dieses Buch…

    Natürlich lässt sich wunderbar mit den Klischees spielen und wenn der kleine Schweizer vom freilaufenden Ossi mit Drei-Wort-Sätzen auf Schachmatt gesetzt wird, dann lachen alle Deutschen!

    Was mir beim lesen sehr gut getan hat, waren nicht nur die Lachnummer, sondern vor allem die Geschichten der Menschen, voller wunderbarer Details, aber ohne zu entblößen und doch versteht man warum die Brandenburger so sind: ein wenig schrullig und peinlich und doch authentisch und liebenswert. Meine “neuschweizer” Freunde haben in diesem Buch ein paar Sehnsüchte wieder entdeckt. Jetzt wissen sie, was sie manchmal vermissen. Mit Heimweh hat es eher nichts zu tun, ich würde es als “Menschweh” bezeichnen… dieses Wort gibt es gar nicht? … Verdammt!

  32. Goswin sagt:

    Kein Buch zum Verschenken
    Ganz zufällig schaute ich mal in dieses Buch. Dieter Moor, kannte ich von TTT, ein deftiger Titel, Amerika?, der Osten- das wird wohl lustig sein, zumal ich den Osten und Brandenburg recht gut kenne. Logisch: weniger die Schweizer.

    Moor bemüht sich um einen lockeren, heiteren Stil. Aber nie huscht mir ein Lächeln übers Gesicht, geschweige denn, dass ich mal Lachen muß. Die Story ist dünn, vorhersehbar. Wenn der Autor glaubt, dass seine neuen Nachbarn spannende Charaktere sind , so haben mich ihre Schicksale nur gelangweilt. Dass Schwester Alma keine Nonne ist , wird gerade zu versucht, spannend aufzuklären! Dann diese häufigen iiiii, äääää usw.

    Nervig die sich wiederholende Lobhudelei seiner Frau.

    Gelesene Bücher verschenke ich gern. Dieses Buch aber bestimmt nicht.

  33. Xenia sagt:

    Kein Buch zum Verschenken
    Ganz zufällig schaute ich mal in dieses Buch. Dieter Moor, kannte ich von TTT, ein deftiger Titel, Amerika?, der Osten- das wird wohl lustig sein, zumal ich den Osten und Brandenburg recht gut kenne. Logisch: weniger die Schweizer.

    Moor bemüht sich um einen lockeren, heiteren Stil. Aber nie huscht mir ein Lächeln übers Gesicht, geschweige denn, dass ich mal Lachen muß. Die Story ist dünn, vorhersehbar. Wenn der Autor glaubt, dass seine neuen Nachbarn spannende Charaktere sind , so haben mich ihre Schicksale nur gelangweilt. Dass Schwester Alma keine Nonne ist , wird gerade zu versucht, spannend aufzuklären! Dann diese häufigen iiiii, äääää usw.

    Nervig die sich wiederholende Lobhudelei seiner Frau.

    Gelesene Bücher verschenke ich gern. Dieses Buch aber bestimmt nicht.

  34. Adalburg sagt:

    Vorurteile?
    Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage oder gar Stunden verschlungen. Es ist unterhaltsam und trotzdem informativ und rückt manche Einstellung vielleicht wieder zurecht….

  35. Rudiger sagt:

    Liebeserklärung an die Mark Brandenburg und ihre Bewohner
    2003 ist der Schweizer Journalist, Moderator und Talkmaster mit seiner ebenfalls im Mediengeschäft tätigen Ehefrau nach Brandenburg verzogen, um dort Bio-Bauer zu werden. Was zunächst beruflich motiviert war - die Nähe zu Berlin war ausschlaggebendes Kriterium - entpuppt sich nach Überwindung einiger unvorhergesehener Startschwierigkeiten bald als Lebensphilosophie.

    Mit (Selbst-)Ironie, intelligent, locker und stilsicher schreibt Moor die Biografie eines extremen Umzugs von der Schweizer Bilderbuch-Bergwelt in eine Gegend, die zwar landschaftlich wunderschön, ökonomisch aber so schlecht dran ist, dass ihre Bewohner sie in Scharen verlassen.

    Anekdotenhaft beschreibt Moor die z.T. skurilen Bewohner des 200-Seelen-Dörfchens Amerika, äußert sich positiv über ihre spontane Direktheit, die im krassen Gegensatz zu der vornehm-zurückhaltenden Reserviertheit der Schweizer steht. Ihm gefallen die sprachlichen Besonderheiten, die zwar grammatisch eindeutig falsch sind, den Menschen aber einen Teil ihres Charmes verleihen.

    Moors Buch ist eine Liebeserklärung an Brandenburg und seine Bewohner und an den kleinen Ort Amerika, der ihm und seiner Frau Heimat geworden ist. Das liest sich ausgezeichnet runter. Ich fühlte mich bestens unterhalten.

  36. Bell sagt:

    Wilder Osten - edle Wilde?
    Das Buch habe ich mir gekauft, weil ich Herrn Moor als Moderator sehr schätze. Seine Sicht der Dinge als Bio-Bauer hat mich interessiert. Der Einstieg ist auch recht vielversprechend, witzig, leichfüßig, schön erzählt. Manche Dialoge befremden etwas, wenn man weiß, dass der Autor schon lange aus dem Grundschulalter heraus ist. Aber OK, akzeptiert, er ist ja schließlich kein Schriftsteller. Im weiteren Verlauf vermittelt er aber mehr und mehr den Eindruck, er sei da in Brandenburg unter lauter edlen Wilden gelandet, die sich unter ihrer rauen Schale im Grunde alle lieb haben. Die Dialoge erreichen spätestens beim Feuerwehrfest das Niveau eines Arztromans (oder hat er sich an die einschlägige Presse im Dorfladen angepasst? Man weiß es nicht). Ach ja, bleibt noch zu hoffen, dass Frau Sonja nicht eines Tags von dem Sockel fällt, auf den er sie gestellt hat, die Folgen wären nicht auszudenken.

    Ich hoffe, ich darf Herrn Moor ab und an wieder als Moderator erleben, damit er das wieder gut machen kann denn moderieren, das kann er richtig gut!

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