Dieser Beitrag wurde vor am Dienstag, 30. Dezember 2008 um 18:48 Uhr veröffentlicht und unter Rezensionen gespeichert. Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS-2.0-Feed verfolgen.
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124 Kommentare zu „Die Henkerstochter (Oliver Pötzsch)“
Nach längerer Zeit, mal wieder einen historischen Krimi, den ich gelesen habe. Er konnte mit interessanten Einblicken der damaligen Zeit, besonders das Leben eines Henkers überzeugen. Der Autor schafft es die Gefühle eines Henkers glaubwürdig hervorzuheben und zeigt, dass es diesen auch nicht immer leicht fällt seinen Beruf auszuüben und das auch er darunter zu leiden hat. Nicht nur die brutale Art der Folter und der Hinrichtung wird erwähnt, sondern auch welche Probleme diese Familien damit haben. Einen Henker auch mal zu verstehen und zu mögen hat bisher nur Titus Müller mit “Die Todgeweihte” bei mir erreicht und jetzt auch Oliver Pötzsch mit diesem Roman.
Oftmals wird die Hexenverfolgung nach dem dreißig-jährigen Krieg im 17. Jahrhundert als Vorlage für einen Roman gewählt und ich habe schon einige Bücher dazu gelesen, aber jeder Autor erzählt ja seine eigene Geschichte. Wie leicht damals die Hexen verfolgt und verurteilt wurden, erschreckt mich dabei aber immer wieder aufs neue. Das Schicksal der Verurteilten Martha Stechlin in diesem Roman, war zwar traurig geschildert, vermochte mich aber nicht sonderlich zu berühren. Das war zu sehr vorhersehbar und deswegen auch nicht spannend.
Auch sonst waren die Charaktere zwar waren ganz nett gezeichnet, besonders mochte ich den Henker Kuisl, aber sonst konnte mich keiner richtig begeistern, mit dem ich mitgefiebert hätte.
Warum eine Nebenfigur den Anspruch des Titels verdient, kann ich auch nicht ganz nachvollziehen, ist mir aber in Grunde genommen auch egal. Trotzdem passte der Name des Titels überhaupt nicht zur Handlung. Ich glaube aber nicht, dass deswegen falsche Erwartungen geweckt werden.
Der Autor Oliver Pötzsch erzählt in diesem Roman die Geschichte seiner Vorfahren. Er selbst stammt nämlich aus der hier erzählten Henkersfamilie des Jakob Kuisl. Der Schreibstil war meiner Meinung nach nur Mittelmaß. Oftmals werden sich bayrische Sätze bei den Dialogen bedient, was wohl zur Geschichte passte, mir persönlich aber nicht sonderlich gefiel. Der Dialekt war dabei zwar verständlich, störte aber ein wenig den Lesefluss. Da diese Art auch nur gelegentlich benutzt wird, konnte ich mich mit diesen paar Sätzen auch nicht anfreunden, oder mich daran gewöhnen.
Für mich ist dies ein eher mittelmäßiger Roman, der mich zwar gut unterhalten konnte, aber zu vorhersehbar und eintönig war. Deswegen kann ich “Die Henkerstochter” nur beschränkt weiter empfehlen.
“Die Henkerstocher” ist für mich eines der besten neuen Bücher des Jahres. Ein Ort in Bayern im 17. Jahrhundert, mehrere Morde an Kindern, ein Henker, ein Arzt, eine Hebamme, die als Hexe angeklagt wird, Politik und Handel, das alles verwebt Oliver Pötzsch zu einer ungemein dichten Handlung, ohne den Spannungsbogen absetzen zu müssen. Die Charaktere sind großartig beschrieben, die Detailfülle ist perfekt, nicht überbordend, so daß sie die Handlung stören würde, aber ausreichend, um sich in Zeit und Handlung hineinversetzen zu können.
Ein großes Dankeschön für diese Buch, daß den Kritikern (hoffentlich) zeigt, dass auch in Deutschland großartige Romane geschrieben werden.
Ich finde “Die Henkerstochter” um Klassen besser als z.B. “Die Kathedrale des Meeres”.
Durch Rebecca Gable bin ich quasi “Mittelaltersüchtig” geworden und suchte neue historische Romane. Bei der Suche bin ich auf dieses Buch gestossen und kann nur sagen: es ist komplett anders geschrieben aber trotzdem wunderbar.
Das Buch spielt in Schongau und ist wie ein Kriminalroman geschrieben. Aus der Sicht des Henkers, seiner Tochter und des Medikus. Ich will nicht zuviel verraten, nur es ist sehr spannend, verrät viel über die damalige Zeit und hat ein tolles Finale!!!
Hoffentlich kommt der Nachfolgeroman bald, bitte mehr von diesem Autor.
Ein historischer Roman den ich mit Sicherheit zu den empfehlenswerten zähle. Für den fünften Stern hat es bei mir aus dem Grunde nicht gereicht das dieser Roman eine kleine Durststrecke im ersten drittel hat, welches das spannende Ende jedoch wieder wett macht.
Absolut empfehlenswert, hervorragende Arbeit von jemandem der sich einen Lebenstraum erfüllt hat.
Schwer aus der Hand zu legen Die Geschichte ist super recherchiert und gibt interessante Einblicke in das Leben im Mittelalter. Das Leben eines Henkers und seiner Familie, der Alltag und Aberglaube der Leute, wie schnell eine rechtschaffene Hebamme in den Verdacht der Hexerei kommt und vieles mehr. Fesselnd geschrieben, tolle Hauptpersonen (selbst der Henker kommt einem sympatisch rüber) schwer aus der Hand zu legen. Ich freue mich schon auf den Fortsetzungsroman, der im Mai rauskommt.
Nicht das, was ich mir versprochen hatte Ich war durch die vielen positiven Rezensionen neugierig geworden, und ich hatte mich durch sie auf einen spannenden wie auch lehrreichen historischen Roman eingestellt. Leider wurden meine Erwartungen sehr enttäuscht: Die Handlung ist relativ vorhersehbar, wirkliche Überraschungen gibt es nicht, der eigentliche Plot der Handlung wird bereits früh vorweg genommen, und bei den vorgestellten Charakteren fehlt es meinem Geschmack zufolge deutlich an Profil. Das Buch enthält viele Längen, durch die ich mich regelrecht durchgequält habe, dann wieder wird innerhalb weniger Zeilen die Handlung so schnell voran getrieben, dass erst garkeine rechte Spannung aufkommen kann. Zwei Sterne bekommt das Buch von mir alleine aus dem Grund der offenbar guten Recherche über die Hintergründe der Hexenverfolgung.
Fesselnder Historienkrimi aus Bayern Historische Romane sind zur Zeit überaus beliebt und auch - zumindest was deutsche Autoren angeht - auch oft wirklich lesenswert. Ein besonderes Schmankerl dieses Genres ist Oliver Pötzsch’s “Die Henkerstochter”, der Roman über eine Mordserie an Waisenkindern im bayerischen Schongau im Jahre 1624.
Die Kinder, die brutal ermordet wurden, tragen alle eine Tätowierung auf ihrer Schulter, die in Augen der Bevölkerung von Schongau eindeutig auf ein Hexenwerk hindeuten. Eine Schuldige ist auch gleich bei der Hand: die vierzig-jährige Hebamme des Städchen, Martha Stechlin. Bei ihr haben sich die Kinder gerne aufgehalten und ihre Art, mit vermeintlichen Hexenkräutern und eher unbekannten Heilmethoden zu arbeiten, lassen für die aufgebrachten Stadtbewohner keinen Zweifel an ihrer Schuld. Doch der Scharfrichter von Schongau, Jakob Kuisl, glaubt an die Unschuld der Hebamme und versucht auf eigene Faust hinter das Rätsel der Morde zu kommen. Dabei gerät er in einen Kampf mit der Zeit und einen Kampf mit sich selbst, denn innerhalb weniger Tage muss die Hebamme ihre Hexerei gestehen und er ist derjenige, der das Geständnis aus ihr herausfoltern soll. unterstützung erhält er lediglich von seiner eigenen Tochter Magdalena und dem jungen studierten Sohn des Stadtmedicus, Simon Fronwieser, die ineinander verliebt sind. Mit ihrer Tätersuche machen sich die drei wenig Freunde, denn viele mächtige Personen der Stadt sind daran interessiert, dass die Stechlin schnell gesteht und auf den Scheiterhaufen kommt - egal ob sie nun eine Hexe ist oder nicht. Und dann taucht auch noch ein unheimlicher Fremder auf, der schnell als wahrhaftiger Teufel gehalten wird, weil ihn eine Knochenhand ziert. Als weitere Waisenkinder verschwinden und teilweise wieder ermordet aufgefunden werden, spitzt sich die Lage in Schongau dramatisch zu und die Zeit wird für Kuisl, seine Tochter und Simon knapp und der Henker muss mit der Folter der Hebamme beginnen.
Oliver Pötzsch ist einer der Nachfahren der tatsächlich in Schongau lebenden Henkersfamilie Kuisl. Über die Recherchen in dem eigenen Familienarchiv, aber auch in den ihm zur Verfügung gestellten Archiven der Satdt Schongau hat er jede Menge Detailwissen zusammengetragen und virtuos in seinem extrem fesselnden und höchst spannenden Kriminalroman verwoben. Seine Stärke ist seine sehr bildhafte Sprache, die das Schongau des 17. Jahrhunderts und seine Bewohner überaus realistisch zeichnet und so den Leser extrem schnell gefangen nimmt. Von der ersten bis zur letzten Seite ist “Die Henkerstochter” ein klassischer Pageturner, Unterhaltung und Spannung pur und selbst die Liebesgeschichte zwischen Simon Fronwieser und Magdalena Kuisl wirkt nicht kitschig oder gar aufgesetzt.
“Die Henkerstochter” von Oliver Pötzsch ist ein Muss für die Fans von historischen Romanen und eine mehr als wärmste Empfehlung für alle die, die sich bisher nicht nicht so für Schmöker aus der Zeit nach dem 30igjährigen Krieg interessiert haben. 5 Sterne sind absolut gerechtfertigt!
spannend Eine spannende Geschichte, flüssig geschrieben, die ganz nebenbei kurzweilig Hintergrundinformationen über das Leben im bayerischen Schongau kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg liefert.
Die Protagonisten und die Stadt sind liebevoll und lebendig beschrieben.
Warum Henkerstochter? Gleich vorweg, das Buch ist gelungen. Die Handlung ist gut strukturiert, die Atmosphäre stimmig. Man empfindet Sympathie mit den Hauptpersonen, es gelingt dem Autor sogar Verständnis für das Handwerk des Henkers zu vermitteln, da dieser als umsichtiger, heilkundiger und gerechter Mann dargestellt wird, der das seit Generationen in der Familie ausgeübte Handwerk meisterlich beherrscht, ohne blutrünstig oder brutal zu sein. Es muß ja einer diese Arbeit tun.
Gestört hat mich, daß die weibliche Seite der Geschichte vernachlässigt wurde. Die Henkerstochter, die den Titel zu diesem Werk lieferte, kam in der Story m.M. zu kurz. Bestenfalls spielt sie eine Nebenrolle. Ihre Stimmungen und Gefühle- und die der anderen weiblichen Figuren, wie etwa der Stechlin, besser beschrieben und erläutert, hätten den Roman noch zusätzlich aufgewertet.
Dennoch hebt sich das Buch deutlich von div. Herz-Schmerz-Wischi-Waschi-Historienromanen ab. Es ist interessant zu lesen und ziemlich spannend, daher empfehle ich es weiter.
Starke Figuren und mitreißende Story in einem Henker - das sind grausame Psychopathen, deren Dasein als Psychopathen die Gemeinschaft aus der Not heraus in geordnete Bahnen gelenkt hat. Dass an diesem Vorurteil aber auch gar nichts dran ist, beweist Oliver Pötzsch eindrucksvoll in seinem Roman Die Henkerstochter. Doch es gibt nicht nur Vieles über die Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg und das Leben der Menschen damals zu lernen, sondern auch eine mitreißende Story zu erleben, die einem keine Ruhe lässt, bis man die letzte Seite erreicht hat.
Dabei stechen besonders Pötzsch’ charakterstarke Figuren hervor: Der eigenbrötlerische Henker Jakob Kuisl, der, wenngleich das Töten sein Handwerk ist, zumeist den ruhigsten Kopf von allen behält und überdies vom Heilen mehr als alle Ärzte weit und breit versteht. Simon Fronwieser, ein junger Medicus, der zwar herzensgut, aber dabei etwas naiv ist und bisweilen mehr an Kuisls Tochter und die neueste Mode denkt als an das Essentielle. Ein geheimnisvoller Mann mit einer Knochenhand, der Teufel genannt, dessen Beweggründe für sein grausames Treiben bis fast zum Schluss rätselhaft bleiben. Und schließlich Magdalena Kuisl, die Henkerstochter, die einzige Figur des Buches, die etwas schwächelt, weil sie einfach alle guten Eigenschaften in sich vereinigt: Mitgefühl, Stärke, Intelligenz usw. und die dem Tod mehr als einmal ins Auge sieht. Doch damit reitet sie auf der Welle all der aktuellen historischen Romane, die eine “tolle” Frau zur Protagonistin haben und deren Titel zumeist mit “-in” enden.
Während eine alte Frau der Hexerei beschuldigt wird und übel zugerichtete Kinderleichen gefunden werden, sind all diese Figuren Teil eines Spiels, dessen Fäden für den Leser erst ganz am Ende sichtbar werden. Pötzsch kennt dabei auch keine Schwarz-Weiß-Malerei à la “Du bist gut” - “Du bist böse”. Bei vielen Figuren, so dem inoffiziellen Stadtherrn Lechner, der das Wohl der Stadt Schongau bedingungslos vor ein Einzelschicksal stellt, bleibt dem Leser das moralische Urteilen überlassen. Natürlich ist Jakob Kuisl bei alledem ein wenig idolisiert, doch das gibt der Autor im Nachwort ja auch unumwunden zu. Alles in allem ein stimmiger historischer Krimi voller unerwarteter Wendungen, der bleibenden Eindruck hinterlässt.
Spannend bis zur letzten Seite Ich habe mir dies Buch gekauft, da ich sehr gerne Mittelalterkrimis lese, und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Spannend und interessant geschrieben, habe ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen. Die Vorstellung, dass es einen Henker mit Herz gibt, fand ich erst etwas befremdlich für die Zeit, aber dann fand ich doch Gefallen daran.
Ich kann dieses Buch nur empfehlen, und habe mir bereits die Fortsetzung bestellt.
Mittelmaß Auch ich war durch die vielen positiven Rezensionen neugierig auf das Buch geworden, fand es aber eher mittelmäßig. Der Titel ist ziemlich irreführend, da die Henkerstochter eine untergeordnete Rolle spielt. Echte Spannung erfolgte nur am Anfang, später plätscherte die Geschichte vor sich hin. Kein historisches Highlight!
Gern hätte ich mehr davon Ich will mich kurz fassen, da vieles schon über den Roman sehr gut wiedergegeben haben.
Sehr spannend beschrieben in einer ausergewöhnlichen Zeit, die einem sehr
gut beschrieben wurde. Man konnte sich gut in die Romanfiguren hineinversetzen und lebte förmlich mit ihnen. Gut nur, dass wenn man das Buch zuklappte wieder in seinem Wohnzimmer war. Denn wer von uns will schon in so einer Zeit leben unter schwierigsten Bedingungen.
Ein kleiner Kritikpunkt, der mich nur vier Sterne geben ließ, war einige kleinere Längen im Spannungsbogen. Aber das soll der Gesamtleistung des Buches keinen Abbruch tun.
Wer gerne historische Romane oder Krimis liest, kommt an diesem Buch nicht vorbei.
Bitte mehr davon! Kann ein Henker ein glaubhafter Symphatieträger in einer Geschichte sein,das war die Frage die sich mir nach dem Lesen der Rezensionen hier und vor dem Kauf des Buches stellte.Ja,er kann es,da er in einem Vergleich mit den anderen Figuren der Geschichte als moralisch überlegen hervorgeht.Natürlich ist jederzeit klar das es sich um eine erfundene Geschichte handelt die sich so wohl nie zugetragen hat,wer aber bereit ist sich auf eine Fiktion einzulassen wird hier nicht enttäuscht werden.
Flüssig geschrieben und mit einem durchgehenden Spannungsbogen ausgestattet kann man dieses Buch wirklich nur empfehlen.
Ich werde mich gerne im Mai 09 wieder nach Schongau entführen lassen wenn Oliver Pötzschs neues Buch “Die Henkerstochter und der schwarze Mönch” bei Amazon zu haben ist.
Absolut lesenswert! Wer spannend unterhalten werden und dabei noch etwas über das Leben während dieser Zeit lernen will kommt an diesem historischen Krimi nicht vorbei.
Historie + Historie + Spannung + Krimi + auf sozialwissenschaftlichen Fundamenten Selten hat mich ein Buch so gefesselt wie dieser historische Roman. Ein Krimi mit gesellschaftlich-sozialkritischen Hintergründen ohne eine einzige Zeile der Langeweile:
Den Vergleich mit moderner Spannungsliteratur (z.B. Henning Mankell, Frank Schätzing, Stieg Larsson) braucht dieses Werk von Oliver Pötzsch nicht zu scheuen.
Ganz im Gegenteil!
Der Kupferstich von Schongau aus dem 17. Jhd. und die Vorstellung der Protagonisten am Anfang des Buches bringt den Leser direkt ins Geschehen.
Zudem sind die Fakten und Lebensbedingungen der spätmittelalterlichen Stadtgesellschaft nach dem 30-jährigen Krieg authentisch recherchiert und mit den handelnden Personen nahegebracht:
- Die herrschende und korrupte Klasse der gehobenen Handwerker und Bürger
- Die Rolle der städtischen Gerichtsbarkeit von fernen Landesfürsten
- Die Konkurrenz der Städte und Stadtstaaten wegen ökonomischer Vorteile
- Die Aufteilung der Stände und ihre Aufweichung
- Die Funktion der Hexenverfolgung und deren wirtschaftliche Hintergründe
Der Vater des jungen Medicus Simon erwähnt es klar, dass die Verbrennung der als Hexe angeklagten Hebamme Martha Stechlin dem Ärztestand neue Einkommensquellen eröffnen würde. Das war tatsächlich einer der Gründe für die Vernichtung der weisen Frauen. Hebammen waren Spezialisten der Heilkunde und deshalb eine Konkurrenz für die männlichen Ärzte (ein Berufsstand, der noch um 1650 nicht sonderlich angesehen war, aber sich allmählich etablierte). Im Laufe der weiteren Geschichte hat es dazu geführt, dass altes Wissen um Geburtenkontrolle und Heilmethoden verlorenging. Es sollte ja viel Nachwuchs für Kanonen und Fabriken produziert werden.
Der Henker Kuisl ist in der Heilkunde und Medizin ebenso bewandert wie die Hebamme und vom jungen studierten Medicus bewundert. Hat er nicht gar die verlachten und ketzerischen medizinischen Bücher über Anatomie (das war noch Mitte 1600 ein Sakrileg), den Blutkreislauf, Blutzusammensetzung und Kräuterheilkunde in seinem Studierzimmer? So viele Bücher wie der Henker hat keiner in der Stadt.
Und dann hat der Henker Kuisl ja noch diese schöne Tochter, die der Medicus so begehrt - gesellschaftliche Abgründe, denn Henkersfamilien sind nicht gesellschaftsfähig und müssen vor den Stadttoren bei der stinkenden Gerberzunft wohnen.
Der Kuisl macht seinen Job als Henker und Folterer, aber er trickst die Stadtherren aus und erweist sich als Kriminalist zur Aufdeckung der Morde an den Waisenkindern und der wahren Hintergründe ….
Lesen und gefesselt sein. Fünf Sterne hat das Buch verdient.
Wirklich gut ! Ich fand das Buch wirklich gut geschrieben. Was soll man noch viel schreiben Wer mal ne nette Lektüre für den Abend braucht, der liegt damit richtig !
Fesselnd bis um Ende Das Buch beginnt rasant und entlässt seinen Leser bis zum Schluß nicht mehr aus seinem Spannungsbogen. Die Geschichte bringt historische Bezüge immer wieder nahe, so dass neben der “Kriminalgeschichte” auch stets das Leben nach dem 30 jährigen Krieg und seinen Folgen, zumindest so wie es hätte sein können, erlebt werden. Keine anspruchsvolle Kost, aber sehr unterhaltend. Mehr davon…
Toller Mittelalterkrimi Ehrlich gesagt war ich bei dem Titel skeptisch und erwartete eine mehr oder weniger emotionale Geschichte. Da irrte ich mich gründlich! Die Henkerstochter selber spielt nur eine untergeordnete Rolle und wir haben auch nur eine kleine Romanze, die sich gut in den Text einfügt.
Was ich aus dem Klappentext nicht entnehmen konnte, mich aber sehr positiv überraschte, war dass sich mehr und mehr ein echter Krimi im Mittelalter mit Henker und Medicus als Hauptpersonen, Morden, Hexerei, Folter und Geheimnissen entwickelt, die die Hauptpersonen nach und nach lüften. Der Einstieg fiel mir zugegebenermaßen etwas schwer, doch nach den ersten 50 Seiten liest sich das Buch sehr flüssig und die letzten 200 Seiten waren so spannend, dass ich sie “in einem durch” bis Mitternacht gelesen habe.
Wer Krimis und Mittelalter mag, wird dieses Buch lieben, wer sich mehr in dem einen Genre zu Hause fühlt, sollte dieses Buch dennoch ausprobieren.
Toll! Nicht Hochliteratur, aber wohlgeschrieben mit vielen interessanten Details von das Leben in Deutschland in der siebzehnter Jahrhundert. Und viel Spass fuer ein Amerikaner mit nur akademisches Deutsch um diese wunderbare Sprach zu ueben! Viel sueddeutschen Wortschatz (was ist ein Lech, jedenfalls?).
Gehört in jedes Bücherregal Ich habe einige Zeit gezögert, dieses Buch zu lesen, da in einigen Bewertungen die Rede von einem “missratenen Ende” war und ich “blöde” Enden hasse. Dann hatte ich jedoch die allesamt tollen Krimis von Derek Meister gelesen, war so richtig schön in Fahrt und habe “die Henkerstocher” direkt im Anschluss gelesen. Was ich erlebte war einer der bestgeschrieben Historischen Romane, die ich bislang gelesen habe.
Eines Tages wird ein sterbender Junge aus dem Lech gezogen, der ein “Hexenzeichen” auf der Schulter trägt. Das reicht den Einwohnern von Schongau schon um eine neue Hexenjagd zu eröffnen und die Schuldige ist natürlich schnell gefunden. Der Henker, seine Tochter und der junge Medicus sind jedoch von ihrer Unschuld überzeugt und begeben sich auf die Suche nach dem Mörder und den Hintermännern.
Warum die drei von ihrer Unschuld überzeigt sind und was Hebamme, Henker, Hernkerstochter und Medicus verbindet ist wirklich toll beschrieben. Die Szenerie der Hysterie in der Stadt und die Angst, dass nun erneut jeder jeden der Hexerei verdächtigt wird im Leser lebendig. Man spürt den Geist jener Zeit, in der althergebrachte Behandlungsmethoden langsam durch eine sich bildende “Bildungssubkultur” abgelöst werden, aber dennoch Menschen an der Macht sind, die sich des Aberglaubens der Menschen bewusst sind und ihn nutzen, ohne ihm selbst anheim zu fallen.
Pötzsch lässt den Leser nach einem fesselnden, hochspannenden Roman staunend zurück. Natürlich wird der Fall gelöst. Aber wie sich die Geschichte zum Schluss entwirrt, welche Geisteshaltung der Charaktere zum Schluss deutlich wird und wie man mit all dem umgeht, findet ich ganz ganz großartig und glaubwürdig inszeniert. Der Spannungsbogen ist meisterhaft und ab der Szene Teufel/Magdalena sollte man sich einschließen, den Schlüssel wegwerfen und sich einfach fallenlassen. Ab hier geht’s im Spannungsbogen nur noch steil aufwärts.
Neben Derek Meister gehört für mich nun auch Oliver Pötzsch zu den absoluten Hoffnungsträgern des deutschen Historischen Romans. Beide krallen sich nicht verbissen an historische Fakten, sondern verstehen es vortrefflich den Leser in eine vergangene, manchmal skurile Welt zu entführen. Gerne mehr davon.
Es schreit nach einer Fortsetzung Schongau im Jahre 1659: Aus dem Lech wird ein sterbender Junge gezogen; übelst zugerichtet und mit einem eintätowierten geheimnisvollen Zeichen auf dem Schulterblatt. Die Bürger der Stadt glauben an das Werk einer Hexe, und als weitere Kinder verschwinden, droht die aufkommende Panik zur Tötung einer womöglich Unschuldigen zu führen.
Einzig und allein der Henker Jakob Kuisl, seine Tochter Magdalena und der junge Medicus Simon bewahren einen kühlen Kopf und machen sich auf die Suche nach dem wahren Mörder.
Oliver Pötzsch, selbst ein Nachfahre der Henkersdynastie der Kuisls, gelingt es anfangs zwar, ein realitätsnahes Bild des mittelalterlichen Lebens zu zeichnen, Spannung kommt jedoch nur selten auf. Nach knapp einem Drittel des Buches zieht diese dann aber merklich an. Die drei Protagonisten beginnen, Schritt für Schritt durch logische Kombinationen dem Mörder auf die Spur zu kommen. Insbesondere auf den letzten gut 100 Seiten schafft Pötzsch es, eine fesselnde Atmosphäre zu erzeugen, indem er in fulminantem Tempo geschickt zwischen verschiedenen Handlungsorten wechselt.
Insgesamt ein Buch, das Lust auf mehr Informationen zu der teils grausamen Welt des Mittelalters und auf neue Abenteuer des Henkers und seiner Helfer macht.
Mittelalter in Deutschland Toller Mittelalterroman, sehr flüssig zu lesen, ohne den sonst so störenden hunderten verschiedenen Personennamen. Super Lektüre zum Aussspannen - einfach am Abend einen Abstecher ins mittelalterliche Deutschland. Spannende Handlung - verfällt nur am Schluß ein wenig vom Thriller zum Krimi. - Andreas
Wirklich empfehlenswert Man sollte sich vom Titel nicht in die Irre führen lassen, denn damit hat sich der Verlag bestimmt nichts Gutes getan. Der Titel ist so ziemlich das einzig Dumme an diesem gut geschriebenen Buch. Besser wäre z.B. Der Henker von Schongau oder etwas in dieser Richtung gewesen. Aber nein - es musste ja wieder auf den Massengeschmack abgezielt werden. Dabei kommt die Henkerstochter eigentlich nur am Rande vor, ja man hat den Eindruck, dass sie eigentlich auch nur da ist, um dem Titel eine Daseinsberechtigung zu geben.
Die Geschichte um die Henkersfamilie Kuisl aus Schongau spielt nach dem 30-jährigen Krieg, in einer Zeit in der das Mittelalter mit seinen Hexenprozessen eigentlich schon vorbei war, in der aber die Aufklärung den Weg in die Köpfe der Menschen noch nicht wirklich genommen hat. In der bayerischen Stadt wird ein sterbender Junge aus dem Lech gezogen. Eine Tätowierung deutet vermeintlich auf Hexenwerk hin und sofort beschuldigen die Schongauer Bürger die Hebamme des Ortes der Tat - eine Frau, die in den meisten Familien die Kinder zur Welt gebracht und bislang nur Gutes getan hatte. Der Henker Jakob Kuisl soll ihr unter Folter ein Geständnis entlocken, doch er ist überzeugt, dass die alte Frau unschuldig ist.
Der Autor - Oliver Pötzsch - ein Newcomer und selbst Nachfahre der Henkersfamilie - hat gut recherchiert und er schreibt spannend, unterhaltsam und flüssig. Man fiebert mit den wohlmeinenden Hauptfiguren mit, spürt wie gefährlich es für diese Menschen werden kann, sich gegen den dumpfen Aberglauben der Bevölkerung und für die Hebamme einzusetzen. Man möchte den alten Arzt schütteln wegen seiner dummen Ansichten und hofft für seinen Sohn, der so wissbegierig und aufgeschlossen ist. Doch nicht von ungefähr wird immer wieder darauf hingewiesen, dass die letzten großen Hexenprozesse gerade mal sechzig Jahre zurück liegen.
Für mich war es ein toller Lesestoff, so wie ich mag - ein Buch, das man nur ungern aus der Hand legt.
Empfehlenswert “Die Henkerstochter” ist eine unterhaltsame und spannende Geschichte, die sich sehr flüssig lesen läßt. Wenn auch der Titel ein klein wenig irre führend ist, so kann ich dieses Buch mit gutem Gewissen wohl an Mittelalter-Fans als auch an Krimi-Begeisterte weiter empfehlen. Gelungen und angenehm zu lesen, die restlichen Sterne behalte ich ein, weil das große “Aha”, auf das man beim Lesen eines Krimis wartet, schlicht und einfach ausbleibt.
packend und realistisch brutal Ich hatte das Buch aufgrund der positiven Rezensionen als Geburtstagsgeschenk bestellt. Beim Verpacken habe ich das erste Kapitel gelesen und dann noch in die Mitte geblättert. Was soll ich sagen: Spannend geschrieben, von der ersten Seite an und für meinen Geschmack sehr brutal. Vermutlich so brutal wie die Zeiten damals. Wer abgetrennte Ohren und an den Sehnen hängende, weil leider nicht vollständig abgetrennte Köpfe und das plastisch geschilderte allgemeine Leid der Bevölkerung erträgt, dem sei das Buch als sicher sehr spannend empfohlen. Verschenkt habe ich es dann aber nicht. Nichts für sensible (Krimi-)Seelen.
voll mein Geschmack Dieses Buch hat mich nicht losgelassen. Es liest sich so flüssig, ständig will man wissen, was als nächstes kommt….und es kommt auch immer wieder eine interessante Neuigkeit. Man bekommt Einsicht in die Hexenvertreibung und die Medizin um 1600. Die Personen und Charaktere sind realistisch und dessen Denken nachvollziehbar. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Langatmig, verwirrend Auf der Welle der Mittelalterromane, stiess ich auf diesen Titel und erwartete einen ebenso spannend geschriebenen Roman, wie ich es aus der Reihe von Sabine Ebert (”Geheimnis der Hebamme” etc.) gewohnt war.
Aber weit gefehlt. Die Handlung zieht sich kaugummiartig dahin, die vielen Charaktere verwirren, die Handlungen springen von einem Standort zum nächsten.
Kurz und knapp: Jetzt weiss ich was ich was ich an Sabine Eberts Romanen so sehr geschätzt habe. Spannende Handlung, überschaubare Charaktere, Spannung bis zur letzten Seite!
Dagegen ist dieses Buch eine langatmige und wenig mitreissende Angelegenheit. Wer Mittelalterromane von Qualität lesen möchte, sollte sich besser etwas anderes aussuchen als dieses Buch!
Kurzweilig und spannend Normalerweise bin ich nicht der Typ der ein Buch von vorne bis zum Schluss an einem Stück liest - diese Buch hat es mir sehr schwer gemacht, es aus der Hand zu legen - lesenswert!
Nette Räuberpistole ………. und mehr nicht “Die Henkertochter” ist unter den allbekannten Historienschinken allenfalls eine kleine nette “Räuberpistole”. Sie reiht sich sprachlich eher im unteren Niveau ein und ist deshalb schnell lesbar. Kurzweilig allemal ist dieses Buch und daher für alle schnellen Urlaubs- oder auch Bahnleser empfehlenswert. Wer allerdings jedweden Tiefgang sucht, wird hier enttäuscht sein.
Im Lesefieber Ein super Roman - Sherlock Holmes ermittelt im Mittelalter. Toll finde ich auch, dass er nicht völlig aus der Luft gegriffen ist und der Autor einen persönlichen Bezug zu seiner Geschichte hat. Auf einmal erscheint einem der Henker der damaligen Zeit nicht mehr so grausam und unheimlich, war er doch auch nur Sklave seiner Zeit und Bestimmung.
Spannend und zum Miträtseln bis zu den letzten Seiten. Ich freue mich auf die Fortsetzung.
Naja…ganz ok. Das Buch liest sich ganz gut, aber es ist langweilig und auch ich fand es eher mittelmäßig. Wenn man es liest ist gut und wenn nicht auch gut. Hat mich nicht vom “Hocker gehauen”. Kein Vergleich zu den Büchern von Rebecca Gablé.
Spannender historischer Krimi mit viel Hintergrundwissen Ein spannender Roman, der nicht losläßt und neugierig macht. Die historischen Daten und Lebensbedingungen zur Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg sind sehr gut recherchiert. Ich konnte mich in die Charaktere sowie die Umgebung fühlen und war nicht nur Leser sondern auch Teil der Geschichte.
kann man lesen. muss man aber nicht Ich hatte das Buch aufgrund der vielen guten Bewertungen gekauft und bin ein wenig enttäuscht.
Die Story fand ich recht gelungen, die Umsetzung jedoch hat mir nicht sonderlich gefallen. Was mir so gefehlt hat war die Lebendigkeit der Charaktere, was meiner Meinung nach Ken Follett ausgezeichnet beherrscht. Bei Ken Follett will man das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil einem das weitere Schicksal eines oder mehrerer Charaktere keine Ruhe lässt. Hier war das nicht so. Zwar waren die Figuren durchaus liebens-, hassenswert oder auch mal beides, mehr jedoch nicht.
Die letzten 100 Seiten waren spannend und das hat mich entschädigt, daher ist das Buch in Ordnung, ein Highlight ist es nicht.
*** einfach nur spannend und gut erzählt geschrieben *** Hallo, liebe Bücherwürmer !!!
Seit einiger Zeit habe ich Romane für mich entdeckt, die im Mittelalter spielen. Ich habe mich schon kreuz und quer durchgelesen, es gibt einige sehr gute Schriftsteller, die dieses Thema beherrschen.
So fesselnd wie dieses Buch war für mich noch keines, ich hatte noch nie in so kurzer Zeit ein Buch gelesen - selbst wenn ich am Abend todmüde war konnte ich das Buch nicht weglegen.
Ich hoffe doch sehr, dass Oliver Pötzsch noch mehr solche Romane verfasst !!!
Die Henkerstochter Ich habe das Buch vor einigen Wochen ersteigert, da ich historisch interessiert bin und mehr über die “Arbeit” eines Henkers erfahren wollte. Das Buch war sehr spannend und zügig von mir durchgelesen worden. Alle meine Fragen wurden beantwortet. Kann es nur empfehlen!
fesselnder gehts nicht Fesselnder gehts nicht, einmal eingetaucht in die geschichte kommt man nur mehr schwer davon los.Am tag als ich das buch bekam fing ich etwa um die mittagszeit an zu lesen, spätestens nach einer stunde ist man so von dem miterlebten gefesselt, vorausgesetzt man mag geschichten aus dieser zeit, das man nicht mehr davon loskommt.Es war mir am abend unmöglich schlafen zu gehen.Etwa um mitternacht war dann alles glasklar, wer die drahtzieher hinter den ereignissen um die toten kinder, die verhexte Hebamme usw. waren.Einfach nur zu empfehlen.
Dunkle Geschichte aus dem Mittelalter Man muss nicht immer in den Englischsprachigen Raum oder nach Italien, um gute Literatur oder Krimis zu finden: Dem Drehbuchautor Oliver Pötzsch vom Bayrischen Rundfunk ist es gelungen, eine geniale Geschichte zu erzählen, die den Erzählungen eines Umberto Eco im Nichts nachsteht.
Mitte des 17. Jahrhundert findet man in der bayerischen Stadt Schongau einen sterbenden Jungen, der mit einem entsätzlichen Gesichtsausdruck aus dem Lech gezogen wird. Er kann seinen Rettern allerdings nichts mehr über seinen Zustand verraten und stirbt. Doch eine kaum auffällige kleine Tätowierung an seinem Handgelenk deutet gemäß den Ansichten der Finder bei seinem Todesgrund auf Hexenwerk hin, woraufhin die Dorfbewohner sofort die Hebamme des Ortes mit dem Tod des Jungen in Zusammenhang bringen. Der Dorfhenker Jakob Kuisl soll ihr nach den Vorstellungen des Dorfparlaments unter Folter ein Geständnis entlocken, damit sich alle wieder dem Tagesgeschehen widmen können. Doch Jakob Kuisl ist als erfahrener Henker schnell davon überzeugt, dass die alte Dame unschuldig ist. Mit der Unterstützung seiner Tochter Magdalena und dem jungen Stadtmedicus macht er sich auf die Suche nach dem wahren Täter, der mit dem Tode des Jungen in Wirklichkeit in Verbindung steht.
Es beginnt eine spannende Detektivgeschichte, die dem Leser viele Überraschungen Parat hält. Eine durch und durch gelungene Sory, die gewiss nicht nur auf eine spätere Verfilmung aufwartet, sondern auch jedem als Buch und Lesespaß empfohlen werden kann.
Klasse Herr Pötzsch! Wir sind ja schon “fast” Nachbarn. Dieses Buch hat genau die Eigenschaften, die für mich wichtig sind: Einfach zu lesen, fundierte Hintergrundinfos, die nicht zu viel und langweilig werden, und genau die Vorstellung, dass es so gewesen sein könnte. Man liest, und die Zeit vergeh. Lesen!
Spannende Mittelalterunterhaltung Man merkt dem Buch an, dass der Autor ursprünglich Filmautor ist, denn Erzählweise und Aufbau lassen einen unwillkürlich an Kameraführung und Schnitt denken. Man merkt auch, dass der Autor ein Nachfahre der eigentlichen Hauptfigur, Henker Jakob Kuisl, ist, denn so sympathisch und empathisch wurde wohl noch nie ein Vertreter seiner Zunft dargestellt. Nichtsdestotrotz: Wer gerne etwas sehr Spannendes, Unterhaltsames vor historischer Kulisse lesen möchte, und keine besonderen Ansprüche an philosophischen Tiefgang stellt, dem ist mit diesem Buch gut gedient. Dabei muss nicht einmal der gute, alte Adel bemüht werden, es reicht, wie in diesem Fall auch die eigene Familiengeschichte des Autors. Ansonsten hat das Buch - fast klischeehaft - alles zu bieten, was zu einem klassischen Historienschinken à la Hollywood gehört: Eine schöne Frau, ein etwas verschrobener, einsamer Held, ein bißchen Lug, Trug und Intrige, ein bißchen Aberglaube contra aufgeklärte Heilkunde, ein paar Halunken und ein ausgemachter Bösewicht, ein paar Schlägereien und Verfolgungsjagden und eine gute Portion kriminalistischer Spürsinn.
Leicht über Durchschnitt! Die “Henkerstochter” ist eine gut recherchierte und durchaus spannend geschriebene Räuberpistole, welche im 17. Jahrhundert im bayerischen Schongau angesiedelt ist. Hauptakteur ist der städtische Henker, sowie dessen Tochter und der Medicus (welcher auch noch in die Tochter des Scharfrichters verliebt ist…).
Die Handlung ist recht simpel, der Plot jedoch einigermaßen pfiffig. Was ein wenig stört, ist die Tatsache, dass sämtliche Personen mehr oder weniger eindimensional beschrieben werden. Ein bißchen mehr “Charakter” hätte den Figuren echt nicht geschadet.
Der ganz große Knall bleibt am Schluss aus - dafür aber auch vermutete Peinlichkeiten. So bietet die “Henkerstochter” unterm Strich kurzweiliges Lesevergnügen für Historienfans.
Spannend bis zur letzten Seite Ich kann den positiven Rezensionen nur zustimmen! Habe “Die Henkerstochter” lediglich von den Bewertungen geleitet hier bestellt und ließ mich einfach überraschen. Das Buch verschlang ich dann in 1,5 Regentagen, weil es mich schlichtweg nicht mehr losgelassen hat. Man legt es nicht mehr aus der Hand, weil man unbedingt wissen will, wie es weitergeht. So ging es zumindest mir. Selten habe ich so einen spannenden Krimi, verpackt in einen historischen Kontext gelesen. Das einzige, was etwas irreleitet, ist der Titel. Die Henkerstochter spielt eigentlich nur eine Nebenrolle, was der Handlung aber in keinster Weise einen Abbruch tut. Mehr möchte ich zur Handlung auch nicht verraten, lesen Sie es selbst “Die Henkerstochter und der schwarze Mönch” liegt bei mir schon bereit und ich hoffe auf weitere so spannende Werke von Oliver Pötzsch!
Es geht doch! Selten habe ich ein so schönes Buch gelesen…
Ganz im Gegensatz zum Maßstab aller historischen Romane “Die Säulen der Erde” geht dieses Buch mit den mittelalterlichen Beschreibungen eher sparsam um. Was in meinen Augen nichts Schlechtes ist, denn nicht jeder mag ellenlange Beschreibungen und Erklärungen lesen. Dafür hat dieses Buch Charme und Leben. Ich konnte mir die Charaktere wunderbar vorstellen und wollte einfach mehr wissen. Die Geschichte des Buches ist meiner Meinung nach von Anfang an spannend (immer vorausgesetzt, man lässt sich auf das jeweilige Buch ein) und man rätselt jedes Mal mit, wer denn hinter dem Ganzen stecken könnte. Da die Geschichte in Deutschland spielt und auch der bayerische Dialekt hin und wieder aufblitzt, fühlt man sich irgendwie “zuhause”. Alles in allem ein tolles Buch, spannend und in einem angenehm leicht zu lesenden Schreibstil erzählt. Ich habe mich schon auf die Fortsetzung gefreut, um mehr über Jakob, Magdalena und Simon zu erfahren.
Achja, noch eine Kleinigkeit: Ich finde es wirklich sehr gelungen, dass der Autor anschließend noch ein bisschen über sich und seine Familie preisgibt - das macht in einfach “menschlicher” und sympathischer…
toller historische Roman Der Roman - Die Henkerstochter - von Oliver Pötzsch hat mich von Anfang an sehr begeistert. Die Geschichte ist spannend geschrieben, die Figuren sind glaubwürdig beschrieben und man fühlt sich gleich in die Zeit nach dem 30jährigen Krieg versetzt. Pötzsch schreibt flüssig und begeisternd, so dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen mag. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall für den Henker, seine Tochter und den jungen Medicus…
Gut gefallen… hat mir dieser historische Roman von Oliver Pötzsch.
Das Buch ist gleich vom Beginn an spannend geschrieben und entlässt seinen Leser bis zum Schluß nicht mehr aus diesem Spannungsbogen. Diese Geschichte bringt dem Leser die historische Bezügen immer wieder nahe, ohne langweilig zu werden. Es ließ sich gut lesen, keine anspruchsvolle Kost, aber doch sehr unterhaltend, so dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen mag - Mehr davon - bald lese ich den nächsten Teil
Zum Henker Nach Schätzings Liebe Tod und Teufel endlich wieder mal etwas Historisches mit grosser Spannung. Die Details sind wunderbar, man “fühlt” sich dort, man kann es riechen, sehen.. das grausige Zeitalter der Hexenverbrennung…
ein guter Kauf! Oliver Pötzsch schafft es in diesem Roman, den Leser wirklich zu fesseln. Mit sovielen Details wie nötig, aber ohne das Risiko den Überblick zu verlieren, erzählt er mit gekonntem Spannungsbogen die vielseitige, farbenfrohe und bisweilen auch erschreckend realitätsgetreue Geschichte des Henkers Jakob Kuisl. Bis zum Schluss kann man Vermutungen anstellen, wer die geheimnisvolle gesuchte Person wohl sein könnte, doch das Gefühl sicher zu wissen wie es ausgeht wird erfolgreich vermieden.
Besonders die Darstellungen der wichtigsten Charaktere aus verschiedenen Blickwinkeln geben dem Leser das Gefühl, die Personen tatsächlich kennenzulernen.
Ein gelungener Spagat zwischen Krimi und historischem Roman.
Wooow….mitreißend bis zum Schluß Diese Buch lässt einen einfach nicht zur Ruhe kommen, bis man es fertig gelesen hat. Super schön geschrieben und lässt sich einfach und verständlich lesen. Durch die verschiedenen Beschreibungen der Charaktere bekommt man einen Eindruck von der damaligen lebensweise. Ich möchte nicht die ganze Geschichte erzählen….,aber das tollste an so einem Buch ist das Happy End und hier kommt man auf seine Kosten. Kann ich nur jedem empfehlen den historische Romane mit einem Drang zum rumshcnüffeln interessieren.
zu fantastisch Anfänglich war dieser Historienroman ganz spannend und inhaltlich nachvollziehbar, doch im letzten Drittel waren die Geschehnisse so stark unrealistisch, so dass mir der Spaß am Weiterlesen verging. Vielleicht auch Geschmacksache ….
Spannung pur … Ich habe dieses Buch für meinen Mann besorgt und wenn der ein Buch in einer Nacht durchliest, muss es ja wirklich SEHR spannend sein. Jedenfalls hat mich das so beeindruckt, dass ich es sicherlich auch noch lesen werde.
kein Meisterwerk Die Henkerstocher ist ein eher mittelmäßiger Roman. Der Erzählstil wechselt zur Mitte des Buchs. Zuerst wird die Geschichte gradlinig erzählt, dann beginnt der Autor, Ereignisse der Geschichte vorweg zu nehmen um dann den Hergang aus einer anderen Sicht zu schildern (ist ein wenig wie der Bildwechsel in Filmen). Auch das ständige Wechseln zwischen leichter Mundart und Hochdeutsch gefällt mir nicht.
Die Figuren sind sympathisch aber nicht sehr ausgefeilt beschrieben. Meine Lieblingsfigur ist der Henker Kuisl. Der Arzt ist ganz nett, aber man mußte sich schon selber überlegen, wie der wohl aussieht und muß seine Vorstellung während des Lesens immer wieder korrigieren. Auch alle anderen Figuren sind eher wage. Teilweise werden den beschriebenen Personen verschiedene Namen gegeben, was ich für unnötigen verwirrenden Zierrat halte, der wohl die Spannung erhöhen soll.
Warum die Tochter des Henkers keine größere Rolle in diesem Roman bekommen hat, konnte ich nicht verstehen. Der Titel ist eine glatte Themaverfehlung. Auch das Titelbild meiner Ausgabe läßt ein bisschen eine andere Geschichte vermuten.
Am Schluß hat mich sehr geärgert das der Bösewicht (Teufel) den Ort, der durch den ganzen Roman hindurch gesucht wurde, bereits gekannt hat (kam im Gespräch mit dem Henker während des Finales raus). Was die ganze Geschichte ja eigentlich sinnlos macht, aber auch der Teufel hat die ganze Zeit im Dunkeln getappt (partielle Amnesie???).
Als Urlaubslektüre ganz ok “Die Henkerstochter”von Oliver Pötzsch - für mich als Urlaubslektüre ganz ok, ansonsten für alle diejenigen welche historische Romane lieben und schätzen zu seichte Kost. Hintergrundwissen mag seitens Autor vorhanden sein, jedoch im Roman nicht wirklich gut herausgearbeitet und geschrieben.
Flüssig geschrieben, beinhaltet dieser Roman nicht nur einen Krimi, sondern auch einige historisch Überlieferungen der Aspekte der Hexenverfolgung und des Hexenwahns im 17.Jahrhundert. Allerdings -meiner Meinung nach- nur gestreift und nicht wirklich detailliert dargestellt. Die ganze Geschichte ist schlüssig aufgebaut, allerdings sehr vorausschaubar und dadurch nicht wirklich überraschend. Die Lösung baut und löst sich logisch auf, leider nicht spannend.
Der Schreibstil des Autors konnte mich nur mittelmäßig begeistern. In den Dialogen wurde sich oftmals der bayrischen Sprache bedient - leider nicht konsequent, so dass sich mir die Logik nicht erschliesst. Entweder baut man dies immer in Dialoge ein, oder man lässt es lieber ganz weg.
Die Charaktere sind nett dargestellt, hervorzuheben ist hier aber nur die Figur des Henkers Kuisl, ansonsten konnte mich keiner richtig begeistern. Die Gefühle eines Henkers werden glaubwürdig dargestellt und zeigen, dass es Henker Kuisl auch nicht immer leicht fällt seinen Beruf auszuüben. Es wird zum Teil die recht brutale Art der Folter und der Hinrichtung erwähnt und die damit verbundenen Probleme der Henkersfamilien in der Dorfgesellschaft.
Für mich ist dies ein eher mittelmäßiger Roman, der mich zwar gut unterhalten konnte, aber zu vorhersehbar und eintönig war. Deswegen kann ich “Die Henkerstochter” nur beschränkt weiter empfehlen
Die Henkerstochter Dieses Buch hat voll meinen Vorstellungen entsprochen. Es war sehr interessant und realistisch geschrieben. Ich habe mich diekt in andere Zeit versetzt gefühlt. Dieses Buch kann ich nur weiterempfehlen.
Aus diesem Grunde habe ich mir dann auch noch den Folgeband bestellt.
Ich hoffe, dass er genauso spannend ist wie Band 1.
Mehr ein Krimi als ein historischer Roman….. Dieses Buch hat viele tolle Bewertungen und nachdem ich beim Lesen schon beim Thema - Hexenwahn - war, habe ich es samt Folgeband angeschafft.
Der Anfang ist stark und erfordert auch starke Nerven.
Wie hier schon geschrieben, verliert sich die Spannung leider zwischendurch immer wieder und auch die Tat selbst sowie die Täter werden doch etwas unrealistisch dargestellt, auf leisen Verdacht hin, hätte man wohl keine riskanten Morde an Kindern vorgenommen, wohl auch nicht zu dieser Zeit.
Gut beschrieben ist das Leben einer Henkersfamilie, das Können und Wissen des Henkers und das Unverständnis der restlichen Bevölkerung für diesen Beruf. Man kann sich aber nicht realistisch vorstellen, dass alle Henker derart viel Wissen und Gerechtigkeitssinn hatten, Ausnahmen hat es aber sicher auch bei diesem Beruf gegeben.
Auch gut beschrieben sind die Ratsmitglieder der Stadt, welchen es nicht wichtig ist, eine Schuldige zu verurteilen, sondern den Fall einfach rasch abzuschließen, und dafür lieber bewusst eine Unschuldige zu opfern, ohne dabei nur das geringste schlechte Gewissen zu entwickeln.
Das Buch ist soweit gut geschrieben, sicher jedoch mehr Krimi als historischer Roman und verspricht für die weiteren Bücher dieses Autors Steigerungen.
Zufallstreffer Dieses Buch habe ich mir mit einem Riesenschwung anderer Bücher gekauft, einfach, weil es recht günstig war. Viel habe ich mir wegen der Optik nicht davon versprochen, das Cover ist meiner Meinung nach wirklich kein Kracher. Aber was für eine Überraschung, als ich dann die ersten Seiten las! Ich war sofort fasziniert. Der brummige, aber sensible und intelligente Jakob Kuisl, der mit seinem Job hadert. Seine schlaue Tochter, die gegen ihn rebelliert und ihn trotzdem bewundert. Und der tollpatschige, aber liebenswerte Nachwuchs-Medicus Simon. Alle drei Figuren werden mit viel Hingabe vom Autor aufgebaut und sind so glaubhaft, dass sie mir sofort sympathisch waren. Hinzu kommt eine akribische Recherche des Umfeldes und des historischen Alltagslebens. Es entsteht ein buntes Sittengemälde einer Kleinstadt in dieser Epoche. Das gibt der typischen Krimi-Handlung die Würze und macht die Geschichte zusätzlich auch noch lehrreich. Das Nachwort des Autors setzt dem Ganzen eine sehr besondere Krone auf und hat meine Begeisterung weiter gesteigert. Es gibt noch einen zweiten Teil, den ich mir nun auf jeden Fall auch zulegen werde. Und ich hoffe, dass es weitere Bücher von Oliver Pötzsch geben wird!
Spannend, authentisch, empfehlenswert! Ein Krimi im Mittelalter mit sehr guter Hintergrundinformation über das Leben “damals”. Hat Spaß gemacht! Ein heißer Tip für Mittelalter-Fans!
Das beste Buch der Welt Dieses Buch ist echt gelungen!!!
Mich hat es total gefesselt und ich war traurig als ich es durchgelesen hatte!
Schon alleine,weil es die Familie wirklich mal gab ist das Buch anders als alle anderen.
Man erfährt so viele Einzelheiten über die Henker zu dieser Zeit!
Vorher hab ich immer gedacht ,dass Henker total die grausammen Tiere waren,die getan haben was sie wollten.
Nein,in diesem Buch wird hervorragend beschrieben,wie das Foltern und Hinrichten den Henker belastet und was für ein schweres Leben der Hernker selbst hat. Als totaler Außenseiter und verachtet!!!
Auch dass er einer der klügsten Personen in der Stadt ist,sogar klüger als gelernte Mediziner,da sein Wissen über Heil- und Giftige Kräuter über Jahrhunderte in der Familie weitergegeben wurde!
Lest das Buch und taucht ein in einen grausame Zeit inder ein paar Menschen für die Wahrheit und Menschlichkeit kämpfen!
Sehr gut aber noch Luft nach oben “Die Henkerstochter” ist ein jeder Beziehung gelungener historischer Roman, den man ohne Einschränkungen empfehlen kann. Seite stärkste Seite ist sicherlich seine Authentizität, die er auch dadurch steigert, dass der Auto Oliver Pötzsch selbst Nachkomme jener Kuisls ist, die über Jahrhunderte das Scharfrichtergewerbe in Schongau inne hatten und deren Vertreter im Mittelpunkts dieses Roman stehen. Man hat zu jedem Zeitpunkt des Lesens den Eindruck, dass das genau so passiert sein könnte, auch wenn im Sinne der Dramaturgie einige Stellen diesbezüglich etwas verbogen wurden, worauf der Autor im Nachwort aber erfreundlicherweise auch hinweist.
Ansonsten bringt dieses Buch alles mit, was man von Vetretern dieses Genres oft geboten bekommt : Spannung, Herzschmerz, Gräueltaten, Romanzen, den Kampf von aufgekärten Freidenkern gegen den verkrusteten Katholizismus und Gut gegen Böse.
Das ist durchaus nicht negativ gemeint, diese Mischung macht den Roman sehr unterhaltsam, kann ihn aber andererseits auch nicht großartig aus der (Medicus- und Wanderhuren-)Masse herausheben. Obwohl stellenweise schon sowas wie Lokalkolorit durchschimmert, hätte ich mir z.B. noch etwas mehr bairische Mundart gewünscht.
Trotzdem, ich habe das Buch in wenigen Tagen veschlungen und so wird es wohl den meisten Lesern gehen - ein Buch, bei dem man einfach nichts falsch machen kann!
;Die Henkerstochter” ist der Debütroman von Oliver Pötzsch. Die Geschichte um den Schongauer Henker und seine Ermittlungen ist ein historischer Krimi, der spannend und fesselnd geschrieben ist. Schon das erste Kapitel versetzt den Leser in die gewaltsame und blutige Welt des Mittelalters und gibt einen ersten Einblick in den Berufsstand eines Henkers und den Ablauf einer Exekution.
Was ich sehr beeindruckend finde:
Sein sehr strukturiertes und fundiertes Wissen hat Oliver Pötzsch im Grunde durch erste Hand. Er selbst ist Nachkomme des Jakob Kuisl und diese Familie war in Schongau und überhaupt im bayerischen Lande eine wahre Dynastie von Henkern. Er recherchierte in den Unterlagen seiner Vorfahren und schuf somit ein großartiges Erzählepos. Stimmig und logisch und mit einem mitreißenden erzählerischen Stil ist dieses Buch mit seiner Handlung eine Perle dieses Genres.
Was mich persönlich etwas störte, waren verschiedene bayrische Ausdrucksformen, aber es ist nicht so, das man sie als Norddeutscher nicht versteht.
Lesenswert Historischer Roman, der einen in die damalige Zeit zurückversetzt. Absolut spannend und gut geschrieben mit detaillierten Beschreibungen der damaligen Verhältnisse. Zwar nicht das absolute WOW-Buch, aber absolut lesenswert.
Absolut Genial Ich habe gestern Nacht die Henkerstochter ausgelesen. Ich bin immer noch völlig aus dem Häuschen. Dieser packende historische Roman ist ein absolutes MUSS für jeden Mittelalterfreund.
Fesselnde Geschichte, ein mit Vorurteilen und Aberglauben gespickter Kriminalfall, eine zarte, nicht zu kitschige Liebesgeschichte voller Verbote, wunderschön gezeichnete gesellschaftliche Zwänge, Sturheit und Mordlust.
Herr Pötsch schafft wahrlich eine tolle Atmosphäre und beschreibt grausam detailgenau die düster schaurige und olfaktorische abstoßende Stadt und ihre gleichwertigen Bewohner. Ein herrliches Buch, ich freue mich auf die Fortsetzung.
Ein Henker einmal anders… Oliver Pötzsch, ein Nachkomme der Henkersfamilie Kuisl, beschreibt in seinem Roman die Aufklärung von Kindermorden in Schongau.
Man verdächtigt die Hebamme Martha Stechlin, betitelt sie als Hexe, die mit dem Teufel im Bunde steckt. Gemeinsam mit dem Medicus Simon Fronwieser, versucht der Henker Kuisl dem wahren Täter auf die Spur zu kommen und somit die Hebamme vor dem Scheiterhaufen zu bewahren.
Ein sehr gut recherchierter Roman über den Hexenwahn jener Zeit, sowie über die Arbeit und das Leben eines Henkers und dessen Familie. Foltermethoden werden detailliert beschrieben, ebenso erfährt der Leser einiges über die Heilung und Wirkung von Pflanzen und Kräutern.
Besonders berührt hat mich die Darstellung des Henkers Kuisl, die so ganz anders ist, als man sich einen Henker normalerweise vorstellt.
Oliver Pötzsch schreibt sehr flüssig und die Spannung bleibt von Anfang bis Ende der Geschichte bestehen.
Ganz nach meinem Geschmack Eigentlich gehöre ich nicht zu den historischen Bücherwürmlesern. Aber dieses Buch hat mich in der Buchhandlung mit seiner Story schon so neugierig gemacht, das ich nicht wiederstehen konnte - so kam der erste historische Roman mit nach Hause. Daher kann ich keine vergleiche mit anderen historischen Geschichten machen, aber der gesamte Aufbau und das gut recherchierten Hintergrundwissen über die Gebräuche im Mittelalter machen das Buch zu einem wahren Lesevergnügen und belehren einem zugleich über die gängigen Foltermethoden dieser grausamen Zeit. Ich hatte Schwierigkeiten, das Buch aus der Hand zu legen, da man richtig in die Geschichte eintaucht. Der schlaue Henker Kusil hat als lebendes Ungeheuer eine fast niedlich wirkenden Charakter, dem man in der Geschichte beginnt zu lieben und zugleich zu bedauern.
Ein toller Autor, den das schafft nicht jeder Schriftsteller, das man in der Geschichte “mit dabei ist”!
Henkerstochter ? Das Buch ist nach meiner Meinung recht flüssig geschrieben und war für mich daher recht kurzweilig. Die Auflösung der “Rätsel” am Schluss war etwas einfach gestrickt (die vorher so geheimnisvollen Hexenmale …).
Warum der Roman aber “Die Henkerstochter” heißt ist mir ein Rätsel geblieben.
Gibts bessere Bücher Also ich habe ja schon Einiges über Hexenverfolgung gelesen. Das Buch ist echt langweilig, holprig geschrieben. Ich habe es nach der Hälfte bereits zugeklappt und ins Regal gestellt.
Die Henkerstochter überzeugt!! Absolut geniales Buch! Selten habe ich eine Geschichte innerhalb von ein paar Tagen verschlungen… Wer also Lust auf eine Reise in die Zeit von Hexenverbrennungen und Henkern hat, sei dieses Buch ans Herz gelegt! Der Autor liefert einen packenden Krimi ab, der richtig Spaß auf die Fortsetzung macht!
Absolut mitreißend,denn… …ich hatte selten solche Emotionsschübe beim Lesen!Die Schreibweise gibt für mich die damalige Zeit sehr glaubhaft wieder und oft packte mich richtige Wut darüber,wie einfach die Leute es sich damals machten,wie starrsinnig und naiv sie waren.Mit Scheuklappen durchs Leben laufen,den einfachsten Weg gehen und ja keine andere Meinung zulassen.Schuldig oder nicht,schnell mal jemand verbrennen und dann wird schon alles wieder gut.Den ein oder anderen hätte ich gern mal an den Schultern gepackt und geschüttelt!
Hauptdarsteller und Story gefallen mir sehr gut und es gibt eigentlich keine unnötigen Längen,in denen man mal gedanklich abschweift,was ja in so manchem Buch vorkommt.
Etwas irritiert hat mich,das wechsel zu anderen Personen,Orten und Handlungen nur durch einen Abschnitt und nicht durch ein neues Kapitel erfolgen und das sehr oft.Man gewöhnt sich zwar dran,aber wenn man gerade so im Lesefluß ist,denkt man doch ab und zu “moment mal,eben war der Henker doch noch da und da…(man ließt kurz rückwärts)…ach so,jetzt gehts plötzlich um den Bürgermeister”!
Und am Schluß hätte ich mir dann doch eine etwas mystischere Erklärung für alles erhofft.
Trotzdem sehr empfehlenswert,auch für Leute die eigentlich nicht ganz so große Leseratten sind und etwas länger für ein Buch brauchen!
Jetzt mach ich mich an den 2. Teil:Die Henkerstochter und der schwarze Mönch
Hatte mehr erwartet Aufgrund der guten Kritiken habe ich mich zum Kauf dieses Buches entschieden. Der Anfang war auch noch spannend und ich hatte mich gefreut, mal wieder einen historischen Roman zu lesen. Aber die Geschichte wirkt mit jeder weiteren Seite einfach nur noch langweilig und in die Länge gezogen. Ich bin zwar erst in der Hälfte des Buches, aber ich bin jetzt schon froh, wenn ich mich durchgekämpft habe und weiß, wie es ausgeht. Den zweiten Teil werde ich mir wohl nicht mehr kaufen!
Schwache Geschichte…:-(( In nahezu jeder größeren Buchhandlung ist die “Henkerstochter” in der Abteilung Historische Romane zu finden. Als Liebhaberin und Kennerin dieser Genres war ich deshalb auf dieses Buch neugierig. Doch was für eine Enttäuschung! Das ganze Buch besteht aus einer langweiligen Aneinanderreihung von Worthülsen und Wiederholungen. Bereits nach dem ersten Drittel des Buches konnte ich kaum noch zählen, wie oft der Henker an seiner Pfeife kaute oder die andere Hauptfigur der junge Medicus sich seine Tasse Kaffe aufbrühte. Die Geschichte zieht sich langatmig und wenig spannungsreich dahin. Wer zumindest eine genauere und tiefgründigere Beschreibung vom Leben in Schongau während des Mittelalters erwartet, wird auch hier enttäuscht. Die Handlung und die Beschreibung der Stadt ist nahezu auf jede andere übertragbar. Der Ort selbst wird lediglich über die Erwähnung des “Ballenhauses”, die Namen der Stadttore und die Erwähnung der Handelsstreitigkeiten mit Augsburg definiert.
Warum dieses Buch den Titel die Henkerstochter trägt, wird wahrscheinlich ewig ein Rätsel bleiben - das Mädchen spielt in der Geschichte eine eher untergeordnete Rolle.
Résumé: Der Stoff des Ganzen hätte deutlich mehr hergegeben - leider fehlt dem Roman jeglicher Tiefgang. Nicht nur die Beschreibung der Stadt, auch Handlung und Hexenverfolgung bleiben durchgängig oberflächlich. Leider nicht empfehlenswert!
Mittelalter-Krimi zu Hexenwahn und Henkerei Der Debütroman “Die Henkerstochter” von Oliver Pötzsch spielt im 17. Jhd. zu einer Zeit kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg, in der auch die bayrische Stadt Schongau noch mit dessen bitteren Folgen zu kämpfen hatte. Es gibt noch Verwüstungen und Zerstörungen, der Handel mit Waren blüht noch lange nicht wieder und führt auch immer wieder zu Streitigkeiten mit dem nahegelegenen Augsburg. Doch am härtesten ist es für die vielen Waisenkinder der Stadt, die oft verstoßen und ungeliebt ihr Dasein fristen und als nur geduldete Mündel auf andere Familien verteilt werden.
Eines Tages treibt im Lech nahe der Stadt ein 10jähriger Junge mit Stichverletzungen, der kurz nach seiner Bergung aus dem Fluß verstirbt. Da er auf seinem Rücken eine stümperhaft ausgeführte Tätowierung hat, die ein geheimnisvolles Symbol zeigt, wird sofort Hexenwerk vermutet. Die Bevölkerung des Ortes steigert sich selbst in einen Wahn, in dem selbst Lynchjustiz möglich wird und der Aberglaube die merkwürdigsten Auswüchse treibt.
Jacob Kuisl, der Henker der Stadt Schongau, wird mit der Festnahme und der Folter der Hebamme Martha Stechlin beauftragt. Sie hat den Waisen und Halbwaisen, zu denen auch der getötete Junge gehörte, oft ein Zuhause geboten und ist deshalb erste Wahl als Verdächtige für die Schongauer.
Doch der Henker Kuisl glaubt nicht an die Schuld der Hebamme und macht sich gemeinsam mit seiner Tochter Magdalena und dem Stadtmedicus auf die Suche nach dem wahren Täter…
Oliver Pötzsch, der ja selbst ein Nachfahre dieser Henkerdynastie Kuisl ist, hat sicher aus dieser “Familienverbundenheit” einen sehr symphatischen Henker geschaffen. Denn eigentlich könnte der Titel des Buches eher “Der Henker von Schongau” heißen als “Die Henkerstochter”, die mehr eine Nebenrolle spielt.
Mein Fazit: Dieser Roman ist ein spannender Mittelalter-Krimi, sehr gut recherchiert, detailreich und mit einem Augenzwinkern geschrieben. Er zeigt sehr gut, wie verbreitet im 17. Jhd. noch der Hexenwahn war und wie leicht man aufgrund Vermutungen, Aberglaube und Denunziation alles verlieren konnte - und wie wenig ein Menschenleben wert war.
Was ich ein bißchen vermisst habe, ist aber eine etwas tieferschürfende Charakterisierung auch der anderen Figuren neben Jacob Kuisl und vielleicht auch noch die Ergänzung dessen eigener Geschichte, die teilweise nur sehr vielversprechend angedeutet wird.
Alles in allem jedoch ein lohnenswertes Romandebüt, deshalb unbedingt selber lesen ;o)!!
Bewegende Schilderungen aus Schongau Dass in dieser Geschichte viel Herzblut steckt, merkt man auf jeder Seite. Die Erklärung wird im Nachwort klar, wenn Oliver Pötzsch erwähnt, dass er ein Nachfahre der Henkersfamilie Kuisl ist. In diesem Debüt geht es weniger um die im Titel angesprochene Henkerstochter, sondern eher um einige Mordfälle, die der Henker aus Schongau gemeinsam mit dem Medikus aufklärt. Da aber die Autoren eher wenig Einfluss auf die Titel haben, ist das kein Minus. Der Erzählstil ist bildhaft, sodass die Bewohner der Stadt bald eine detailgetreue Ansicht ihres Lebens und Wirkens im 17. Jahrhundert kurz nach dem 30-jährigen Krieg bieten. Der eher derbe und wortkarge Henker Jakob Kuisl wird mit seiner Familie und den anderen Protagonisten sympathisch beschrieben.
Insgesamt umfasst das Buch eine Zeitspanne von nur vier Tagen. In denen werden Kinder an unterschiedlichen Stellen ermordet aufgefunden. Alle haben ein Mal am Körper. Die seinerzeit sehr abergläubische Bevölkerung vermutet natürlich sofort Hexenwerk und beschuldigt die Hebamme. Vorurteile, Aberglaube und vor allem Ängste vor dem Unbekannten waren allgegenwärtig und bedeuteten für Menschen mit Kenntnissen über Heilkunde manchmal den sicheren Tod. Der Autor schildert fast schon zartfühlend die Beziehung zwischen Dorfbewohnern und der Frau, die ihre Kinder auf die Welt geholt hat. Der Henker Kuisl versucht nun mit seiner pragmatischen Denkweise, die in seinen Augen unschuldige Hebamme vor dem sicheren Tod auf dem Scheiterhaufen zu bewahren. Um die nötigen Beweise vorzulegen, muss er allerdings zu deren Entlastung auch die Kinder finden und den wahren Mörder entlarven. Der Autor lässt die dafür notwendigen Hinweise allerdings nur sparsam einfließen, sodass auch erfahre-ne Krimileser erst spät auf die Lösung kommen.
Mitreißend erzählt der Autor im zweiten Handlungsstrang die Familiengeschichte des Henkers. Die Ehefrau und die drei Kinder wohnen etwas abseits der Stadtmauer, wie es damals für Henker üblich war. Diese Abgeschiedenheit wird auch zwischen den Zeilen deutlich. Dennoch dürfen die Charaktere auch einmal schwach sein und Emotionen haben. Auch politische und gesundheitliche Faktoren werden beschrieben. Für mich war es ein spannender historischer Krimi und eine Entdeckung, über die ich sehr froh bin. Der zweite Band ist bereits erschienen und heißt Die Henkerstochter und der schwarze Mönch.
Perfekte Urlaubslektüre zum träumen und entfliehen! Ein großartiger, spannender Ausflug in vergangene Zeiten. Perfekt um sich eine Woche aufs Sofa zu verziehen!
Toller Geschichtsunterricht Das ist Geschichtsunterricht zum Anfassen! Gut recherchiert, gut in eine spannende Geschichte eingebaut, flüssig zu lesen. Ein Tip an Geschichts- u./o. Deutschlehrer: So finden Schüler den Unterricht bestimmt spannend!
Fast ein Fehlkauf… … wenn jetzt dieses Amüsement nicht wäre.
Die meisten Leser haben den gleichen Geschmack wie ich; es sind die, welche mit Sternen geizen. Wenn ich nicht durch die guten Rezensionen fehlgeleitet worden wäre, müsste ich jetzt keine Korrektur veranstalten. Bei dem Buch handelt es sich um eine Überdosis Langeweile per excellence. Im ganzen Textgebäude findet sich kein einziger philosophisch verwertbarer Gedanke. Man hat den Eindruck von chronischem Kinderbuchniveau und der Autor scheint sich wohl selbst vor dem Plot geekelt zu haben. Das Cover hat eine schöne Farbgestaltung.
das spannendste seit längerem nach einigen Serienkillerromanen (Gerritsen, Mc Fadyen, Hayder, Beckett) wollte ich mal wieder etwas historisches und natürlich möglichst spannend. Aufgrund der guten Rezensionen bin ich bei “Die Henkerstochter gelandet”. Und das war das spannendste Buch seit langem. Flüssig geschrieben mit historischem Hintergrund. Ich freu mich auf den zweiten Teil. Und da gibt es doch tatsächlich welche die dieses Buch mit 1 Stern bewerten. Völlig unfassbar.
Weiter so Herr Pötsch. Entführen Sie mich bitte immer wieder in die Welt der Henker und Hexen. Ich kann diesen “Pageturner” nur empfehlen.
Mitreisend bis zum Schluß Das Buch ist von Anfang bis Ende spannend und fesselt den Leser. Es kommt keine Langeweile auf. Auch ist die Geschichte nicht übertrieben und trotz der düsteren Zeit, in der die Geschichte spielt, ist die Lektüre leicht und amüsant.
Gut aber.. .. gleich vorweg, habe mir nachdem ich das Buch fertiggelesen habe auch den Folgetitel bestellt, da die Geschichte generell nicht schlecht ist.
Leider war mir schon zur Mitte des Buches der Rest relativ klar, für mich trafen keine besonders spannenden Wendungen mehr auf und es wird teilweise auffallend künstlich versucht das Ende rauszuschieben. Trotzdem hat es mir vom Stil her gefallen und ich finde es ist empfehlenswert. War auf jedenfall ein schönes Buch fürs Wochenende. “Der Medicus” und “Der König der purpurroten Stadt” sind meiner Meinung nach aber wesentlich bessere Titel.
Einfach nur zu empfehlen… Also ich habe bis dato noch keine Buchkritik geschrieben, aber jetzt muss es einfach mal sein ;-)) Ich muss sagen, daß dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite Spaß macht. Ich lese grundsätzlich gerne historische Romane die im Mittelalter spielen (Name der Rose, Medicus), dieses Buch hat mich aber wirklich überrascht, da ich nicht auf eine so unterhaltsame und spannende Geschichte vorbereitet war.
Habe es somit im Urlaub fast ohne Unterbrechung “verschlungen” und ich bin mir sicher, daß es ihnen auch nicht anders gehen wird…
Buchtipp Das Buch die Henkerstochter ist wirklich zu empfehlen. Es ist unglaublich spannend geschrieben und man fühlt sich in die Zeit hineinversetzt. Wer gern Mittelalter-Romane liest kann mit diesem Buch nichts falsch machen.
Buchtipp Das Buch die Henkerstochter ist wirklich zu empfehlen. Es ist unglaublich spannend geschrieben und man fühlt sich in die Zeit hineinversetzt. Wer gern Mittelalter-Romane liest kann mit diesem Buch nichts falsch machen.
Die Henkerstochter Ein tolles und spannendes Buch. Dieses versetzt einen ins Mittelalter und man taucht in diese Zeit ab. Die Tätersuche bleibt bis zum Ende offen.
Großartige Unterhaltung! Mit seinem Erstlings Werk hat Oliver Pötzsch gleich mitten ins Schwarze getroffen und sich dabei auch selbst die Messlatte für alle weiteren Romane sehr hoch gesteckt. Das Buch liest sich flüssig, schwächelt an keiner Stelle, hat eine originelle Handlung und macht süchtig. Zudem erfährt man sehr viel über das Leben der Menschen, deren religiösen sowie sozialen Denkweisen und über das Handwerk des Henkers im späten Mittelalter um 1650.
Ein sicherlich herausragendes Buch, das ich jedem, der gerne historische Kriminalfälle liest nur wärmstens empfehlen muss. Sie werden es lieben, das sei garantiert.
Für alle die bisher noch nichts mit mittelalterlichen Romanen anfangen konnten, ist dies die Lektüre, bei der sich deren Einstellung grundlegend ändern könnte.
Spannender Mittelalterkrimi In dem gelungenen Debütroman von Oliver Pötzsch spielt Jakob Kuisl - ein Vorfahr des Autors - die Hauptrolle. Jakob Kuisl ist Henker von Schongau und bekommt nach einem mysteriösen Mordfall den Auftrag aus der Verdächtigen das Geständnis über Folter entlocken. Kuisl glaubt nicht an die Schuld der alten Hebamme und versucht alles, sowohl seinem Beruf als auch der Gerechtigkeit gerecht zu werden.
Der Roman entführt den Leser ins 17. Jahundert und veranschaulicht den Hexenwahn und die Henkerei, aber auch den Kontrast zwischen den gelehrten Ärzten und den Heilern. Nur ein falsches Kraut in der Hand einer Frau und schon droht der Scheiterhaufen.
Fazit: ein historischer Roman der gut recherchiert und unglaublich spannend ist. Ein Buch, das man nicht einfach zur Seite legt. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung “Die Henkerstochter und der schwarze Mönch”.
Fesselnd bis zum Ende Man wünscht sich einfach, dass die Geschichte gut endet und man möchte eigentlich auch erfahren, wie es weitergeht in dieser Welt der Stände, in denen die Frauen wieder einmal eines der letzten Glieder in der Gesellschaft sind. Viel schlimmer aber ergeht es den Mündeln, die einfach “verschenkt” werden an den, der Bedarf an einer billigen Arbeitskraft hat, auch wenn die Kinder noch so schwach und klein sind und auch selten das Glück haben, in gute Häuser zu kommen, in denen sie lesen und schreiben lernen dürfen und in denen man sie gut versorgt. Sehr gut auch wiederum die Schilderung über die gesellschaftliche Stellung der Frauen, hier der Henkerstocher, die einfach immer nur einen Henker heiraten darf, niemals einen Mann eines höheren Standes. Mutig die Henkerstochter, die begierig nach Wissen ist und in ihrem Freund, dem Medicus, einen Fürsprecher findet. Schrecklich das Schicksal der Hebamme, die aufgrund ihres Wissens um Kräuter gar zu schnell als Hexe verflucht wird.
Das Buch entwirft ein phantastisches Gesellschaftsbild seiner Zeit.
Fesselnd bis zum Ende Man wünscht sich einfach, dass die Geschichte gut endet und man möchte eigentlich auch erfahren, wie es weitergeht in dieser Welt der Stände, in denen die Frauen wieder einmal eines der letzten Glieder in der Gesellschaft sind. Viel schlimmer aber ergeht es den Mündeln, die einfach “verschenkt” werden an den, der Bedarf an einer billigen Arbeitskraft hat, auch wenn die Kinder noch so schwach und klein sind und auch selten das Glück haben, in gute Häuser zu kommen, in denen sie lesen und schreiben lernen dürfen und in denen man sie gut versorgt. Sehr gut auch wiederum die Schilderung über die gesellschaftliche Stellung der Frauen, hier der Henkerstocher, die einfach immer nur einen Henker heiraten darf, niemals einen Mann eines höheren Standes. Mutig die Henkerstochter, die begierig nach Wissen ist und in ihrem Freund, dem Medicus, einen Fürsprecher findet. Schrecklich das Schicksal der Hebamme, die aufgrund ihres Wissens um Kräuter gar zu schnell als Hexe verflucht wird.
Das Buch entwirft ein phantastisches Gesellschaftsbild seiner Zeit.
Super “Krimi” Die Henkerstochter, mein erster historischer Roman. Ich habe gezweifelt, ob mir so etwas überhaupt gefällt, als Krimifan(James Patterson, E.George, Peter James usw.) aber ich war echt begeistert. Super geschriebener Roman. Besonders gut fand ich die Übersichtsskizze am Anfang vom Buch. Kann ich nur jedem empfehlen.
Super “Krimi” Die Henkerstochter, mein erster historischer Roman. Ich habe gezweifelt, ob mir so etwas überhaupt gefällt, als Krimifan(James Patterson, E.George, Peter James usw.) aber ich war echt begeistert. Super geschriebener Roman. Besonders gut fand ich die Übersichtsskizze am Anfang vom Buch. Kann ich nur jedem empfehlen.
Der Henker von Schongau ermittelt Schongau 1659: Morde an mehreren Kindern, deren Leichen mit einem Hexenmahl versehen sind, versetzen die bayrische Stadt in Angst und Schrecken. Bald ist eine vermeintliche Hexe, die örtliche Hebamme, ausgemacht. Doch Henker Kuisl glaubt nicht an deren Schuld und macht sich, unterstützt von seiner Tochter und dem Sohn des Stadtarztes, auf die Suche nach den wirklichen Mördern.
Intelligent erzählte Kriminalstory mit toll eingefangenem Mittelalterflair. Die Handlung ist kurzweilig und der Anteil von Actionelementen und erzählerischen Ruhephasen ist gut ausgewogen.
Die Handlungsfiguren sind allesamt überzeugend und lebensnah entworfen, wenn auch den Hauptpersonen eine gewisse geistige und moralische Nähe zur Jetztzeit nicht abgesprochen werden kann und sie sich somit Stellenweise doch zu unglaubwürdig von ihren Zeitgenossen abgrenzen. Doch diese Idealisierung mag erlaubt sein, um die Gesamtgeschichte in Gang zu halten.
Die Entlarfung der Hintermänner ist nicht überraschend, sondern schon im wesentlichen weit im Voraus zu erahnen. Ansonsten wirklich ein guter und empfehlenswerter Historienkrimi.
Der Henker von Schongau ermittelt Schongau 1659: Morde an mehreren Kindern, deren Leichen mit einem Hexenmahl versehen sind, versetzen die bayrische Stadt in Angst und Schrecken. Bald ist eine vermeintliche Hexe, die örtliche Hebamme, ausgemacht. Doch Henker Kuisl glaubt nicht an deren Schuld und macht sich, unterstützt von seiner Tochter und dem Sohn des Stadtarztes, auf die Suche nach den wirklichen Mördern.
Intelligent erzählte Kriminalstory mit toll eingefangenem Mittelalterflair. Die Handlung ist kurzweilig und der Anteil von Actionelementen und erzählerischen Ruhephasen ist gut ausgewogen.
Die Handlungsfiguren sind allesamt überzeugend und lebensnah entworfen, wenn auch den Hauptpersonen eine gewisse geistige und moralische Nähe zur Jetztzeit nicht abgesprochen werden kann und sie sich somit Stellenweise doch zu unglaubwürdig von ihren Zeitgenossen abgrenzen. Doch diese Idealisierung mag erlaubt sein, um die Gesamtgeschichte in Gang zu halten.
Die Entlarfung der Hintermänner ist nicht überraschend, sondern schon im wesentlichen weit im Voraus zu erahnen. Ansonsten wirklich ein guter und empfehlenswerter Historienkrimi.
recht spannend, aber einige logische fehler und unnötige wiederholungen ein buch, das sich leicht lesen lässt und durchaus auch spannend ist.
weniger schön waren viele unnötige wiederholungen
(mehrfache beschreibungen derselben zusammenhänge und historischer ereignisse,
teils fast wörtlich wiederholt)
und einige recht gravierende logische fehler, z.b.:
- ein mann, der seit tagen nichts isst, hat wohl kaum essensreste vom vorabend im bart
- ein fast blinder “einbrecher” findet wohl kaum innerhalb weniger minuten in einer fremden kammer unter hunderten von dokumenten genau das, welches er sucht
- einer gruppe menschen, die zufällig an einen schauplatz auftaucht, wird mit sicherheit stutzig werden, wenn es aus einem brunnen raucht
usw. usf.
wenn man darauf nicht zu viel wert legt, dennoch eine nette abend-lektüre -> 3 sterne
Scharfrichter Pötzschs Erstlinsgwerk Man würde nie glauben, dass man es mit einem Erstlingswerk zu tun hat, wüßte man es nicht …
Oliver Pötzsch ist ein Naturtalend *g* Wer historische Literatur mag, wird diesem Autorennamen sicher schon begegnet sein.
Mittlerweile gibt es schon zur “Henkerstochter” den Folgeroman “Die Henkerstochter und der schwarze Mönch” .
Inhalt und Gliederung:
================
Das Buch beginnt in Schongau am 12. Oktober 1624 mit dem Prolog. Das 1. Kapitel entführt den Leser dann in den April das Jahres 1659. Auch hier ist Schongau Handlungsort. Kapitel 16 ist das letzte Kapitel und spielt sich am 1. Mail des gleichen Jahres ab. Das Buch beschriebt also nicht einmal einen Monat des Jahres 1659. Jedes Kapitel ist nicht nur mit den Daten, sondern mit der genauen Uhr- bzw. Tageszeit versehen.
Ein Epilog beschließt die Handlung, die dann im zweiten o.g. Band des Roman fortgeführt wird.
Es ist die Zeit kurz nach dem 30jährigen Krieg. Der Fluß Lech ist der erste Handlungort, dort wird ein Junge (Peter Grimmer) aus dem Wasser gefischt, der ein Zeichen in seiner Schulter eintätowiert hat. Es wird gemunkelt, das Hexen dafür zuständig sind. Martha kommt in Verdacht. Sie ist Hebamme. Die Ratsherren würden den “Fall” gern ad acta legen und Martha beschuldigen, damit dem Spuk ein Ende gesetzt ist. Jakob Juisl soll sie foltern und so zum Geständnis bringen. Dieser tut aber nicht das, was ihm geheißen wurde, sondern er forscht mit noch anderen, die auch von der Unschuld der Hebamme überzeugt sind nach, was nun wirklich passiert sein mag. Es werden in der Leicher mehrere Messerstiche entdeckt, die darauf hindeuten, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Sie sind der Meinung, es ist ein Verbrechen passiert, und Marha soll unschuldig dafür büssen. Nicht nur dieser tote Junge, sondern noch mehrere Todesfälle passieren bzw. Kinder verschwinden spurlos…
Ein Wettrennen gegen die Zeit beginnt, wenn sie nicht bald den wahren Schuldigen finden, dann muss Martha wohl oder übel für etwas büssen, was sie nie begangen hat.
meine Meinung zum Buch, der Idee und deren Umsetzung:
===========================================
Ich habe dieses Buch mit Genuss gelesen. Vielleicht habe ich ja Glück und bekomme den Folgeroman zu Weihnachten geschenkt *g* - nach dem Lesen des ersten Bandes ist man quasi gezwungen, die Fortsetzung zu lesen, weil man wissen möchte, wie es um die handelnden Personen weitergeht.
Pötzscht schreibt sehr spannend und man spürt, dass er sich mit der Handlung (nicht nur, aber sicher vordringlich wegen der familiären Bande) identifiziert. Die Handlung ist top recherchiert und als Leser erfährt man auch sehr viel rund um diese Zeit, um den Berufsstand des Scharfrichters und natürlich rund um die Traditionen und das Leben der damaligen Zeit, die so weit in der Vergangenheit und umso faszinierender für viele Leser ist.
Die Geschichte ist sehr spannend angelegt … besonders auch vom Spannungsbogen her atemberaubend, faszinierend und super durchdacht. Ich konnte mich sehr gut in die Charaktere, die sehr bildhaft dargestellt sind, hineinversetzen und mit ihnen fühlen. Pötzsch schreibt sehr zu Herzen gehend, aber auch mit Fakten gespickt.
Man könnte sagen, es handelt sich um eine historischen Kriminalroman. Die Ermittlerfigur ist hierbei Jakob Kuisl - der Henker aus Schongau - Das Mittelalter lebt vor dem geistigen Auge des Lesers auf. Ich finde das Zusammenspiel von Fiktivem und die recherchierten historischen Fakten optimal gewählt. Pötzsch schreibt so, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt, auch bei schrecklichen Szenen schreibt er bildhaft und detailliert.
Anbei hat Pötzsch die Liebesgeschichte zwischen Simon und Magdalena drapiert, die das ganze Geschehen auflockert zum einen und irgendwie auch zu Herzen gehend macht. Die oft angewandte wörtliche Rede trägt dazu bei, dass der Leser sich sehr schnell in die Handlung involviert fühlt, und die Charaktere und Handlungsorte werden eingehend bildhaft dargestellt.
Es passt einfach alles zusammen und ergibt einen äußerst lesenswerten historischen Roman.
der Autor:
=======
Oliver Pötzsch ist 1970 geboren und beim Bayerischen Rundfunk als Filmautor tätig. Er ist für “quer” zuständig. Er selbst ist ein Nachfahre der im Buch erwähnten Kuisls, die vom 16. bis 19. Jhd. in Bayern als Henekr sehr berühmt waren und noch sind. Er lebt mit seiner Familie in Münschen.
handelnde Personen:
================
Jakob Kuisl Scharfrichter aus Schongau
Simon Fronwieser Sohn des Stadtmedicus
Magdalena Kuisl Henkerstochter
Anna Maria Kuisl Jakobs Frau
Georg und Barbara die Zwillinge Kuisl
Bonifaz Fronwieser Vater von Simon
Martha Stechlin, Hebamme
Josef Grimmer, Fuhrmann
Georg Riegg, Fuhrmann
Konrad Weber Pfarrer
Katharina Daubenberger Hebamme
Resl Magd
Martin Hueber Fuhrmann aus Augsburg
Franz Strasser Wirt
Agathe Kratz, Frau vom Krämer
Maria Schreevogl, Frau des Ratsherren
Graf Wolf Dietrich von Sandizell kurfürstlicher Pfleger
Söldner
Ratsherren
Kinder
kurze Leseprobe zum Schluss:
=======================
Simon und Jakob Kuisl trugen die ohnmächtige Hebamme zurück in ihre Zelle und deckten sie zu. Ihr Gesicht war nicht mehr blau, sondern kalkweiß, die Lider flatterten, aber ihr Atem ging ruhig. Simon sah den Henker von der Seite an. “Das wart doch Ihr, oder?, fragte er. “Ihr habt ihr irgendwas gegeben, damit die Folter aufhört und wir Zeit gewinnen. Und dann habt Ihr mich über Eure Frau gebeten, ab Mittag draußen zu warten. Dass die Büttel mich holen und nicht meinen Vater, der vielleicht etwas merken könnte ….
Scharfrichter Pötzschs Erstlinsgwerk Man würde nie glauben, dass man es mit einem Erstlingswerk zu tun hat, wüßte man es nicht …
Oliver Pötzsch ist ein Naturtalend *g* Wer historische Literatur mag, wird diesem Autorennamen sicher schon begegnet sein.
Mittlerweile gibt es schon zur “Henkerstochter” den Folgeroman “Die Henkerstochter und der schwarze Mönch” .
Inhalt und Gliederung:
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Das Buch beginnt in Schongau am 12. Oktober 1624 mit dem Prolog. Das 1. Kapitel entführt den Leser dann in den April das Jahres 1659. Auch hier ist Schongau Handlungsort. Kapitel 16 ist das letzte Kapitel und spielt sich am 1. Mail des gleichen Jahres ab. Das Buch beschriebt also nicht einmal einen Monat des Jahres 1659. Jedes Kapitel ist nicht nur mit den Daten, sondern mit der genauen Uhr- bzw. Tageszeit versehen.
Ein Epilog beschließt die Handlung, die dann im zweiten o.g. Band des Roman fortgeführt wird.
Es ist die Zeit kurz nach dem 30jährigen Krieg. Der Fluß Lech ist der erste Handlungort, dort wird ein Junge (Peter Grimmer) aus dem Wasser gefischt, der ein Zeichen in seiner Schulter eintätowiert hat. Es wird gemunkelt, das Hexen dafür zuständig sind. Martha kommt in Verdacht. Sie ist Hebamme. Die Ratsherren würden den “Fall” gern ad acta legen und Martha beschuldigen, damit dem Spuk ein Ende gesetzt ist. Jakob Juisl soll sie foltern und so zum Geständnis bringen. Dieser tut aber nicht das, was ihm geheißen wurde, sondern er forscht mit noch anderen, die auch von der Unschuld der Hebamme überzeugt sind nach, was nun wirklich passiert sein mag. Es werden in der Leicher mehrere Messerstiche entdeckt, die darauf hindeuten, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Sie sind der Meinung, es ist ein Verbrechen passiert, und Marha soll unschuldig dafür büssen. Nicht nur dieser tote Junge, sondern noch mehrere Todesfälle passieren bzw. Kinder verschwinden spurlos…
Ein Wettrennen gegen die Zeit beginnt, wenn sie nicht bald den wahren Schuldigen finden, dann muss Martha wohl oder übel für etwas büssen, was sie nie begangen hat.
meine Meinung zum Buch, der Idee und deren Umsetzung:
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Ich habe dieses Buch mit Genuss gelesen. Vielleicht habe ich ja Glück und bekomme den Folgeroman zu Weihnachten geschenkt *g* - nach dem Lesen des ersten Bandes ist man quasi gezwungen, die Fortsetzung zu lesen, weil man wissen möchte, wie es um die handelnden Personen weitergeht.
Pötzscht schreibt sehr spannend und man spürt, dass er sich mit der Handlung (nicht nur, aber sicher vordringlich wegen der familiären Bande) identifiziert. Die Handlung ist top recherchiert und als Leser erfährt man auch sehr viel rund um diese Zeit, um den Berufsstand des Scharfrichters und natürlich rund um die Traditionen und das Leben der damaligen Zeit, die so weit in der Vergangenheit und umso faszinierender für viele Leser ist.
Die Geschichte ist sehr spannend angelegt … besonders auch vom Spannungsbogen her atemberaubend, faszinierend und super durchdacht. Ich konnte mich sehr gut in die Charaktere, die sehr bildhaft dargestellt sind, hineinversetzen und mit ihnen fühlen. Pötzsch schreibt sehr zu Herzen gehend, aber auch mit Fakten gespickt.
Man könnte sagen, es handelt sich um eine historischen Kriminalroman. Die Ermittlerfigur ist hierbei Jakob Kuisl - der Henker aus Schongau - Das Mittelalter lebt vor dem geistigen Auge des Lesers auf. Ich finde das Zusammenspiel von Fiktivem und die recherchierten historischen Fakten optimal gewählt. Pötzsch schreibt so, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt, auch bei schrecklichen Szenen schreibt er bildhaft und detailliert.
Anbei hat Pötzsch die Liebesgeschichte zwischen Simon und Magdalena drapiert, die das ganze Geschehen auflockert zum einen und irgendwie auch zu Herzen gehend macht. Die oft angewandte wörtliche Rede trägt dazu bei, dass der Leser sich sehr schnell in die Handlung involviert fühlt, und die Charaktere und Handlungsorte werden eingehend bildhaft dargestellt.
Es passt einfach alles zusammen und ergibt einen äußerst lesenswerten historischen Roman.
der Autor:
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Oliver Pötzsch ist 1970 geboren und beim Bayerischen Rundfunk als Filmautor tätig. Er ist für “quer” zuständig. Er selbst ist ein Nachfahre der im Buch erwähnten Kuisls, die vom 16. bis 19. Jhd. in Bayern als Henekr sehr berühmt waren und noch sind. Er lebt mit seiner Familie in Münschen.
handelnde Personen:
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Jakob Kuisl Scharfrichter aus Schongau
Simon Fronwieser Sohn des Stadtmedicus
Magdalena Kuisl Henkerstochter
Anna Maria Kuisl Jakobs Frau
Georg und Barbara die Zwillinge Kuisl
Bonifaz Fronwieser Vater von Simon
Martha Stechlin, Hebamme
Josef Grimmer, Fuhrmann
Georg Riegg, Fuhrmann
Konrad Weber Pfarrer
Katharina Daubenberger Hebamme
Resl Magd
Martin Hueber Fuhrmann aus Augsburg
Franz Strasser Wirt
Agathe Kratz, Frau vom Krämer
Maria Schreevogl, Frau des Ratsherren
Graf Wolf Dietrich von Sandizell kurfürstlicher Pfleger
Söldner
Ratsherren
Kinder
kurze Leseprobe zum Schluss:
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Simon und Jakob Kuisl trugen die ohnmächtige Hebamme zurück in ihre Zelle und deckten sie zu. Ihr Gesicht war nicht mehr blau, sondern kalkweiß, die Lider flatterten, aber ihr Atem ging ruhig. Simon sah den Henker von der Seite an. “Das wart doch Ihr, oder?, fragte er. “Ihr habt ihr irgendwas gegeben, damit die Folter aufhört und wir Zeit gewinnen. Und dann habt Ihr mich über Eure Frau gebeten, ab Mittag draußen zu warten. Dass die Büttel mich holen und nicht meinen Vater, der vielleicht etwas merken könnte ….
Gelungenes Debüt Nach dem 30-jährigen Krieg werden verwaiste Kinder in Schongau umgebracht, und eine Hebamme gerät in den Verdacht, die Kinder verhext und getötet zu haben. Der Schongauer Henker Kuisl glaubt jedoch, dass die Hebamme unschuldig ist, und versucht gemeinsam mit seiner Tochter und ihrem G’spusi, dem Medicus Simon, den wahren Mörder zu finden…
“Die Henkerstochter” schwelgt in Lokalkolorit, und Schongaus handelsmäßiger Niedergang gegenüber Augsburg kommt gut rüber. Die Handlung ist actionreich, nur am Ende fand ich die Auflösung aller Ereignisse ein wenig an den Haaren herbeigeholt. So vielschichtig jedoch die Handlung ist, so wenig Tiefgang haben die Charaktere; selbst Kuisl, seine Tochter und der junge Medicus bleiben an der Oberfläche. Dazu passt der einfache Stil des Buchs, bei dem sich Hauptsatz an Hauptsatz reiht.
Leichte, spannende Unterhaltung, allerdings mit kleinen Schwächen, daher nur 4 Sterne.
ganz OK! Das Buch ist ganz ok aber hat mich leider nicht vom Hocker gerissen.
Die Geschichte war ein Einziges hin und her.
Und der Grund für das Zeichen auf dem Rücken der ermordeten Kinder ist sehr dünn und enttäuschend, da das Zeichen eigentlich eine große Rolle zu spielen scheint…
Im großen und ganzen war das Buch, eben NUR, ganz ok!
Gerade habe ich die Henkerstochter gelesen. Es ist ein interessanter historischer Krimi. Es geht um den Henker, seine Tochter und den Medicus, die versuchen die als Hexe angeklagte Hebamme zu retten und dem wahren Mörder der Kinder zu finden. Es ist eine bis zum Schluss spannende Geschichte. Aber es geht auch um das Leben der Menschen in der damaligen Zeit, mit den Problemen. Vor allem um die Henkersfamilie, die ja unbeliebt bei den Bürgern ist. Gut finde ich, das der Henker und sein Beruf mal von einer anderen Seite beleuchtet wird, denn nicht alle Henker waren gewissenlose Mörder. Sie hatten auch medizinisches Wissen.
Den Schreibstil finde ich super. Es liest sich sehr flüssig. Man weiss immer wer was gesagt hat und kann der Handlung gut folgen. Das die Personen einen leichten Dialekt sprechen finde ich schön und macht sie liebenswert.
Von den Erdställen habe ich auch das erste Mal in dem Buch was gehört, ist interessant, man lernt eben nie aus.
Unglaublich Das Buch hat mir nicht gefallen. Eine kurze Zusammenfassung:
- Ein Henker der sich zur Zeit der Hexenverbrennungen als Heiler und Detektiv betätigt,
eine umfangreiche Büchersammlung besitzt und sich für eine “von ihm” gefolterte Hebamme einsetzt
- Ein Söldner der sich in roten Wams und mit Federhut durch die Stadt bewegt, der aber von keinem der Stadtbewohner gesehen wird
- Hexenzeichen auf Kinderrücken eingeritzt, deren Erklärung letztlich total abwegig ist
- “Die Henkerstochter” - vielversprechender Titel - spielt im Buch lediglich eine Nebenrolle
- …
Die Handlung und die Zeichnung der handelnden Personen wirk auf mich extrem konstruiert und unglaubwürdig. Ein historischer Roman sollte hier schon ein wenig mehr bieten. Das Buch passt eher in die Kategorie “Hänsel und Gretel”.
Unglaublich Das Buch hat mir nicht gefallen. Eine kurze Zusammenfassung:
- Ein Henker der sich zur Zeit der Hexenverbrennungen als Heiler und Detektiv betätigt,
eine umfangreiche Büchersammlung besitzt und sich für eine “von ihm” gefolterte Hebamme einsetzt
- Ein Söldner der sich in roten Wams und mit Federhut durch die Stadt bewegt, der aber von keinem der Stadtbewohner gesehen wird
- Hexenzeichen auf Kinderrücken eingeritzt, deren Erklärung letztlich total abwegig ist
- “Die Henkerstochter” - vielversprechender Titel - spielt im Buch lediglich eine Nebenrolle
- …
Die Handlung und die Zeichnung der handelnden Personen wirk auf mich extrem konstruiert und unglaubwürdig. Ein historischer Roman sollte hier schon ein wenig mehr bieten. Das Buch passt eher in die Kategorie “Hänsel und Gretel”.
Wo zum Henker ist die Tochter? Im von englischen Autoren besetzten Feld der Mittelalter Romane mal (wieder) ein deutsches Exemplar.
Recht nett zu lesen, wobei mir persönlich die Story nicht wirklich nahe gegangen ist und auch die Charaktere mich nicht zu fesseln wussten. Im Grunde kann man aber nichts gegen den Roman sagen, denn er ist auch nicht von minderer Qualität, als das, was einem für gewöhnlich geboten wird. Wer Mittelalterskrimis mag, macht nichts wirklich etwas verkehrt.
Jedoch sein eines noch angemerkt!
Abgesehen davon, dass wohl irgendein Lektor oder jemand von Vertrieb bei Ullstein gesagt hat: “Mensch, Frauen im Mittelalter gehen gerade wie Schnitzel!” hat der Roman aber auch gar nichts mit einer Henkerstochter zu tun. Zugegeben, der eigentliche Ermittler (ein Henker) hat eine Tochter, auf die der zweite Ermittler ein (m.E. dümmlicher, jedoch dennoch nicht amüsanter) Arzt scharf ist… aber abgesehen davon tut diese Tochter die ganze Zeit gar nichts, und schon überhaupt nichts, das es rechtfertigen würde den ganzen Roman nach ihr zu benennen!
So ähnlich, als nenne man ein Buch “Der Schiffskoch” und schiebe dann über Columbus Sehfahrten, während nebenbei mal erwähnt wird, dass Columbus in die Küche geht.
Überbewertet Als begeisterter Leser historischer Krimis und Romane war ich wiedereinmal auf der Suche nach Lesestoff. So fiel meine Wahl auf “Die Henkerstochter”.
Die Geschichte hat durchaus Potenzial und ist über weite Teile historisch fundiert erzählt, aber zahlreiche kleine Macken trüben einen guten Gesamteindruck. Am scherwiegendsten ist dabei sicher, dass trotz einer vielversprechenden Handlung keine rechte Spannung aufkommen will. Das liegt zum einen am Schreibstil des Autors, der sich allzu oft in langen Beschreibungen bereits bekannter Orte und Personen verliert, anstatt die Handlung voran zu treiben, und zum anderen an den relativ farblos erscheinenden Charakteren.
Die namensgebende Henkerstochter spielt bestenfalls eine Nebenrolle und ihre Liebe zu dem jungen Medicus muss ohne große Emotionen auskommen. Einzig und allein dem Henker Jakob Kuisl wurde in dem Buch etwas Charakter verliehen. Über weite Teile der Handlung versucht er, eine zu unrecht verurteilte Hexe zu retten, indem er als Foltermeister und Henker Zeit schindet. Und genau dieses Zeit schinden meint man auch beim Lesen des Buches zu spüren. Immer wieder werden einzelne Beschreibungen und Gedankengänge in anderer Formulierung durchgekaut, oder überflüssige Erklärungen gegeben. So wird zum Beispiel eine Person, die im Buch stets als “der Teufel” bezeichnet wird, in einem Gespräch mit “Braunschweiger” angesprochen. Zur Erklärung fügt der Autor hinzu: “Sie nannten den Teufel auch Braunschweiger.” Soweit so gut. Aber warum muss ich dann ein Kapitel später, wieder lesen: “Der Teufel, den sie übrigens auch Braunschweiger nannten…” An anderer Stelle wird beiläufig erläutert, dass jemand der Sohn von jemand anderem ist, obwohl das zuvor bereits ausführlich erwähnt wurde.
Das ganze ist sicher praktisch, wenn man täglich nur ein paar Seiten liest und zwischendurch die Hälfte wieder vergessen hat, aber für Leute, die sich gerne in ein Buch vertiefen, ist es überflüssig und nimmt viel Schwung aus der Handlung.
Gegen Ende gewinnt die Erzählung zwar wieder etwas an Fahrt, aber zwischendurch schweiften meine Gedanken oft wehmütig zu anderen Büchern ab. Aber anhand der zahlreichen positiven Rezensionen merkt man, wie unterschiedlich doch der Geschmack sein kann. Für mich war “Die Henkerstochter” leider eine Enttäuschung.
Überbewertet Als begeisterter Leser historischer Krimis und Romane war ich wiedereinmal auf der Suche nach Lesestoff. So fiel meine Wahl auf “Die Henkerstochter”.
Die Geschichte hat durchaus Potenzial und ist über weite Teile historisch fundiert erzählt, aber zahlreiche kleine Macken trüben einen guten Gesamteindruck. Am scherwiegendsten ist dabei sicher, dass trotz einer vielversprechenden Handlung keine rechte Spannung aufkommen will. Das liegt zum einen am Schreibstil des Autors, der sich allzu oft in langen Beschreibungen bereits bekannter Orte und Personen verliert, anstatt die Handlung voran zu treiben, und zum anderen an den relativ farblos erscheinenden Charakteren.
Die namensgebende Henkerstochter spielt bestenfalls eine Nebenrolle und ihre Liebe zu dem jungen Medicus muss ohne große Emotionen auskommen. Einzig und allein dem Henker Jakob Kuisl wurde in dem Buch etwas Charakter verliehen. Über weite Teile der Handlung versucht er, eine zu unrecht verurteilte Hexe zu retten, indem er als Foltermeister und Henker Zeit schindet. Und genau dieses Zeit schinden meint man auch beim Lesen des Buches zu spüren. Immer wieder werden einzelne Beschreibungen und Gedankengänge in anderer Formulierung durchgekaut, oder überflüssige Erklärungen gegeben. So wird zum Beispiel eine Person, die im Buch stets als “der Teufel” bezeichnet wird, in einem Gespräch mit “Braunschweiger” angesprochen. Zur Erklärung fügt der Autor hinzu: “Sie nannten den Teufel auch Braunschweiger.” Soweit so gut. Aber warum muss ich dann ein Kapitel später, wieder lesen: “Der Teufel, den sie übrigens auch Braunschweiger nannten…” An anderer Stelle wird beiläufig erläutert, dass jemand der Sohn von jemand anderem ist, obwohl das zuvor bereits ausführlich erwähnt wurde.
Das ganze ist sicher praktisch, wenn man täglich nur ein paar Seiten liest und zwischendurch die Hälfte wieder vergessen hat, aber für Leute, die sich gerne in ein Buch vertiefen, ist es überflüssig und nimmt viel Schwung aus der Handlung.
Gegen Ende gewinnt die Erzählung zwar wieder etwas an Fahrt, aber zwischendurch schweiften meine Gedanken oft wehmütig zu anderen Büchern ab. Aber anhand der zahlreichen positiven Rezensionen merkt man, wie unterschiedlich doch der Geschmack sein kann. Für mich war “Die Henkerstochter” leider eine Enttäuschung.
WÜRZIG! Das Buch ist sehr würzig geschrieben. Von Allem ist was dabei (Tod, Liebe, Politik). Es regt einen dazu an, die Hintergründe für die geschehnen Taten erfahren zu wollen. Deshalb kann man das Buch auch schwerlich beiseite legen. Der einzige Haken an dem Buch ist der Titel. Meiner Meinung nach passt er überhaupt nicht, da die Henkerstochter eher eine passive Rolle gespielt. Anders steht es um ihren Vater. Er ist der Henker mit Herz und Verstand. Meiner Meinung nach hätte das Buch nach ihm betitelt werden müssen. Absolut lesenswert!
so mittel Wirkliche Spannung geht anders….bei mir dümpelt das Buch als Zweit- bzw. Drittbuch seit einigen Wochen so vor sich hin, man kann ab und an mal ein paar Seiten lesen, es aber auch ebensogut wieder weglegen. Ich bin noch nicht durch, aber so langsam sollte die titelgebende Hernkerstochter mal etwas in Erscheinung treten, wieso heisst das Buch sonst nach ihr?? Müsste doch eher “Der Henker” (und Detektiv, Mediziner usw ) bzw. “Der Sohn des Medicus” heissen.
Nicht so toll ist auch die Sprache, sehr einfach, oft auch unfreiwillig komisch (z.B. der vom Vater ererbte dunkel Vollbart…), und das trägt auch nicht eben dazu bei, dass das hier eines meiner Lieblingsbücher werden wird.
Gibt aber sehr viel schlimmere Drcukerzeugnisse, daher noch 3 Sterne.
Toll Dieses Buch ist einfach toll. Es liest sich leicht und flüssig. Die Personen werden gut beschrieben und man lernt sich richtig kennen, was ich beim lesen wirklich als angenehm empfinde. Die Geschichte an sich ist spannend und die Spannung lässt auch auf keiner Seite nach. Kann es wirklich nur jedem empfehlen.
so mittel Wirkliche Spannung geht anders….bei mir dümpelt das Buch als Zweit- bzw. Drittbuch seit einigen Wochen so vor sich hin, man kann ab und an mal ein paar Seiten lesen, es aber auch ebensogut wieder weglegen. Ich bin noch nicht durch, aber so langsam sollte die titelgebende Hernkerstochter mal etwas in Erscheinung treten, wieso heisst das Buch sonst nach ihr?? Müsste doch eher “Der Henker” (und Detektiv, Mediziner usw ) bzw. “Der Sohn des Medicus” heissen.
Nicht so toll ist auch die Sprache, sehr einfach, oft auch unfreiwillig komisch (z.B. der vom Vater ererbte dunkel Vollbart…), und das trägt auch nicht eben dazu bei, dass das hier eines meiner Lieblingsbücher werden wird.
Gibt aber sehr viel schlimmere Drcukerzeugnisse, daher noch 3 Sterne.
Toll Dieses Buch ist einfach toll. Es liest sich leicht und flüssig. Die Personen werden gut beschrieben und man lernt sich richtig kennen, was ich beim lesen wirklich als angenehm empfinde. Die Geschichte an sich ist spannend und die Spannung lässt auch auf keiner Seite nach. Kann es wirklich nur jedem empfehlen.
sehr spannender Krimi im Mittelalter Eigentlich wollte ich mir das Buch nie kaufen weil mich der Titel nicht angesprochen hat. Aufgrund der vielen guten Bewertungen habe ich es dann doch gekauft und war begeistert.
Es ist ein wirklich sehr spannender Roman, welcher im Mittelalter spielt. Fasziniert hat mich das der krimi aus der Perspektive einer Henkersfamilie geschrieben ist.
Zu empfehlen ist auch der 2. Teil, welcher einen eigenen abgeschlossenen Krimi darstellt.
Reiselektüre Ich mir habe das Buch für den Urlaub gekauft. Es ist so spannend geschrieben das ich es in zwei Tagen gelesen habe. Ich konnte es einfach nicht mehr weglegen. Sehr zu empfehlen für Liebhaber historischer Romane.
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30. Dezember 2008 um 18:48 Uhr
Nach längerer Zeit, mal wieder einen historischen Krimi, den ich gelesen habe. Er konnte mit interessanten Einblicken der damaligen Zeit, besonders das Leben eines Henkers überzeugen. Der Autor schafft es die Gefühle eines Henkers glaubwürdig hervorzuheben und zeigt, dass es diesen auch nicht immer leicht fällt seinen Beruf auszuüben und das auch er darunter zu leiden hat. Nicht nur die brutale Art der Folter und der Hinrichtung wird erwähnt, sondern auch welche Probleme diese Familien damit haben. Einen Henker auch mal zu verstehen und zu mögen hat bisher nur Titus Müller mit “Die Todgeweihte” bei mir erreicht und jetzt auch Oliver Pötzsch mit diesem Roman.
Oftmals wird die Hexenverfolgung nach dem dreißig-jährigen Krieg im 17. Jahrhundert als Vorlage für einen Roman gewählt und ich habe schon einige Bücher dazu gelesen, aber jeder Autor erzählt ja seine eigene Geschichte. Wie leicht damals die Hexen verfolgt und verurteilt wurden, erschreckt mich dabei aber immer wieder aufs neue. Das Schicksal der Verurteilten Martha Stechlin in diesem Roman, war zwar traurig geschildert, vermochte mich aber nicht sonderlich zu berühren. Das war zu sehr vorhersehbar und deswegen auch nicht spannend.
Auch sonst waren die Charaktere zwar waren ganz nett gezeichnet, besonders mochte ich den Henker Kuisl, aber sonst konnte mich keiner richtig begeistern, mit dem ich mitgefiebert hätte.
Warum eine Nebenfigur den Anspruch des Titels verdient, kann ich auch nicht ganz nachvollziehen, ist mir aber in Grunde genommen auch egal. Trotzdem passte der Name des Titels überhaupt nicht zur Handlung. Ich glaube aber nicht, dass deswegen falsche Erwartungen geweckt werden.
Der Autor Oliver Pötzsch erzählt in diesem Roman die Geschichte seiner Vorfahren. Er selbst stammt nämlich aus der hier erzählten Henkersfamilie des Jakob Kuisl. Der Schreibstil war meiner Meinung nach nur Mittelmaß. Oftmals werden sich bayrische Sätze bei den Dialogen bedient, was wohl zur Geschichte passte, mir persönlich aber nicht sonderlich gefiel. Der Dialekt war dabei zwar verständlich, störte aber ein wenig den Lesefluss. Da diese Art auch nur gelegentlich benutzt wird, konnte ich mich mit diesen paar Sätzen auch nicht anfreunden, oder mich daran gewöhnen.
Für mich ist dies ein eher mittelmäßiger Roman, der mich zwar gut unterhalten konnte, aber zu vorhersehbar und eintönig war. Deswegen kann ich “Die Henkerstochter” nur beschränkt weiter empfehlen.
30. Dezember 2008 um 18:48 Uhr
… alle diesbezüglichen Angaben richtig sind.
Drum-Herum hat der Autor eine nette Liebesgeschichte und einen spannenden Krimi geschrieben. Was mir nicht so gefiel:
-kein richtiges Happy-End der Liebesgeschichte. Wurden die Beiden jetzt ein Paar und wie konnte der Medicus-Sohn die Henkerstochter ehelichen?
-der Übeltäter wurde verschont, er wurde nicht seiner gerechten Strafe zugeführt.
Ansonsten hat mich der Roman berührt und über Stunden gefesselt.
30. Dezember 2008 um 18:48 Uhr
“Die Henkerstocher” ist für mich eines der besten neuen Bücher des Jahres. Ein Ort in Bayern im 17. Jahrhundert, mehrere Morde an Kindern, ein Henker, ein Arzt, eine Hebamme, die als Hexe angeklagt wird, Politik und Handel, das alles verwebt Oliver Pötzsch zu einer ungemein dichten Handlung, ohne den Spannungsbogen absetzen zu müssen. Die Charaktere sind großartig beschrieben, die Detailfülle ist perfekt, nicht überbordend, so daß sie die Handlung stören würde, aber ausreichend, um sich in Zeit und Handlung hineinversetzen zu können.
Ein großes Dankeschön für diese Buch, daß den Kritikern (hoffentlich) zeigt, dass auch in Deutschland großartige Romane geschrieben werden.
Ich finde “Die Henkerstochter” um Klassen besser als z.B. “Die Kathedrale des Meeres”.
30. Dezember 2008 um 18:48 Uhr
Durch Rebecca Gable bin ich quasi “Mittelaltersüchtig” geworden und suchte neue historische Romane. Bei der Suche bin ich auf dieses Buch gestossen und kann nur sagen: es ist komplett anders geschrieben aber trotzdem wunderbar.
Das Buch spielt in Schongau und ist wie ein Kriminalroman geschrieben. Aus der Sicht des Henkers, seiner Tochter und des Medikus. Ich will nicht zuviel verraten, nur es ist sehr spannend, verrät viel über die damalige Zeit und hat ein tolles Finale!!!
Hoffentlich kommt der Nachfolgeroman bald, bitte mehr von diesem Autor.
30. Dezember 2008 um 18:48 Uhr
Ein historischer Roman den ich mit Sicherheit zu den empfehlenswerten zähle. Für den fünften Stern hat es bei mir aus dem Grunde nicht gereicht das dieser Roman eine kleine Durststrecke im ersten drittel hat, welches das spannende Ende jedoch wieder wett macht.
Absolut empfehlenswert, hervorragende Arbeit von jemandem der sich einen Lebenstraum erfüllt hat.
3. Januar 2009 um 23:18 Uhr
Schwer aus der Hand zu legen
Die Geschichte ist super recherchiert und gibt interessante Einblicke in das Leben im Mittelalter. Das Leben eines Henkers und seiner Familie, der Alltag und Aberglaube der Leute, wie schnell eine rechtschaffene Hebamme in den Verdacht der Hexerei kommt und vieles mehr. Fesselnd geschrieben, tolle Hauptpersonen (selbst der Henker kommt einem sympatisch rüber) schwer aus der Hand zu legen. Ich freue mich schon auf den Fortsetzungsroman, der im Mai rauskommt.
4. Januar 2009 um 11:09 Uhr
Nicht das, was ich mir versprochen hatte
Ich war durch die vielen positiven Rezensionen neugierig geworden, und ich hatte mich durch sie auf einen spannenden wie auch lehrreichen historischen Roman eingestellt. Leider wurden meine Erwartungen sehr enttäuscht: Die Handlung ist relativ vorhersehbar, wirkliche Überraschungen gibt es nicht, der eigentliche Plot der Handlung wird bereits früh vorweg genommen, und bei den vorgestellten Charakteren fehlt es meinem Geschmack zufolge deutlich an Profil. Das Buch enthält viele Längen, durch die ich mich regelrecht durchgequält habe, dann wieder wird innerhalb weniger Zeilen die Handlung so schnell voran getrieben, dass erst garkeine rechte Spannung aufkommen kann. Zwei Sterne bekommt das Buch von mir alleine aus dem Grund der offenbar guten Recherche über die Hintergründe der Hexenverfolgung.
12. Januar 2009 um 18:51 Uhr
Fesselnder Historienkrimi aus Bayern
Historische Romane sind zur Zeit überaus beliebt und auch - zumindest was deutsche Autoren angeht - auch oft wirklich lesenswert. Ein besonderes Schmankerl dieses Genres ist Oliver Pötzsch’s “Die Henkerstochter”, der Roman über eine Mordserie an Waisenkindern im bayerischen Schongau im Jahre 1624.
Die Kinder, die brutal ermordet wurden, tragen alle eine Tätowierung auf ihrer Schulter, die in Augen der Bevölkerung von Schongau eindeutig auf ein Hexenwerk hindeuten. Eine Schuldige ist auch gleich bei der Hand: die vierzig-jährige Hebamme des Städchen, Martha Stechlin. Bei ihr haben sich die Kinder gerne aufgehalten und ihre Art, mit vermeintlichen Hexenkräutern und eher unbekannten Heilmethoden zu arbeiten, lassen für die aufgebrachten Stadtbewohner keinen Zweifel an ihrer Schuld. Doch der Scharfrichter von Schongau, Jakob Kuisl, glaubt an die Unschuld der Hebamme und versucht auf eigene Faust hinter das Rätsel der Morde zu kommen. Dabei gerät er in einen Kampf mit der Zeit und einen Kampf mit sich selbst, denn innerhalb weniger Tage muss die Hebamme ihre Hexerei gestehen und er ist derjenige, der das Geständnis aus ihr herausfoltern soll. unterstützung erhält er lediglich von seiner eigenen Tochter Magdalena und dem jungen studierten Sohn des Stadtmedicus, Simon Fronwieser, die ineinander verliebt sind. Mit ihrer Tätersuche machen sich die drei wenig Freunde, denn viele mächtige Personen der Stadt sind daran interessiert, dass die Stechlin schnell gesteht und auf den Scheiterhaufen kommt - egal ob sie nun eine Hexe ist oder nicht. Und dann taucht auch noch ein unheimlicher Fremder auf, der schnell als wahrhaftiger Teufel gehalten wird, weil ihn eine Knochenhand ziert. Als weitere Waisenkinder verschwinden und teilweise wieder ermordet aufgefunden werden, spitzt sich die Lage in Schongau dramatisch zu und die Zeit wird für Kuisl, seine Tochter und Simon knapp und der Henker muss mit der Folter der Hebamme beginnen.
Oliver Pötzsch ist einer der Nachfahren der tatsächlich in Schongau lebenden Henkersfamilie Kuisl. Über die Recherchen in dem eigenen Familienarchiv, aber auch in den ihm zur Verfügung gestellten Archiven der Satdt Schongau hat er jede Menge Detailwissen zusammengetragen und virtuos in seinem extrem fesselnden und höchst spannenden Kriminalroman verwoben. Seine Stärke ist seine sehr bildhafte Sprache, die das Schongau des 17. Jahrhunderts und seine Bewohner überaus realistisch zeichnet und so den Leser extrem schnell gefangen nimmt. Von der ersten bis zur letzten Seite ist “Die Henkerstochter” ein klassischer Pageturner, Unterhaltung und Spannung pur und selbst die Liebesgeschichte zwischen Simon Fronwieser und Magdalena Kuisl wirkt nicht kitschig oder gar aufgesetzt.
“Die Henkerstochter” von Oliver Pötzsch ist ein Muss für die Fans von historischen Romanen und eine mehr als wärmste Empfehlung für alle die, die sich bisher nicht nicht so für Schmöker aus der Zeit nach dem 30igjährigen Krieg interessiert haben. 5 Sterne sind absolut gerechtfertigt!
13. Januar 2009 um 21:17 Uhr
spannend
Eine spannende Geschichte, flüssig geschrieben, die ganz nebenbei kurzweilig Hintergrundinformationen über das Leben im bayerischen Schongau kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg liefert.
Die Protagonisten und die Stadt sind liebevoll und lebendig beschrieben.
Freue mich schon auf das nächste Werk.
14. Januar 2009 um 23:34 Uhr
Warum Henkerstochter?
Gleich vorweg, das Buch ist gelungen. Die Handlung ist gut strukturiert, die Atmosphäre stimmig. Man empfindet Sympathie mit den Hauptpersonen, es gelingt dem Autor sogar Verständnis für das Handwerk des Henkers zu vermitteln, da dieser als umsichtiger, heilkundiger und gerechter Mann dargestellt wird, der das seit Generationen in der Familie ausgeübte Handwerk meisterlich beherrscht, ohne blutrünstig oder brutal zu sein. Es muß ja einer diese Arbeit tun.
Gestört hat mich, daß die weibliche Seite der Geschichte vernachlässigt wurde. Die Henkerstochter, die den Titel zu diesem Werk lieferte, kam in der Story m.M. zu kurz. Bestenfalls spielt sie eine Nebenrolle. Ihre Stimmungen und Gefühle- und die der anderen weiblichen Figuren, wie etwa der Stechlin, besser beschrieben und erläutert, hätten den Roman noch zusätzlich aufgewertet.
Dennoch hebt sich das Buch deutlich von div. Herz-Schmerz-Wischi-Waschi-Historienromanen ab. Es ist interessant zu lesen und ziemlich spannend, daher empfehle ich es weiter.
28. Januar 2009 um 09:17 Uhr
Ein wirklich tolles Buch
Ich möchte nicht hier ewig ausschweifen und die Personen erörtern usw. Es reicht einfach: dieses Buch ist wirklich toll!
31. Januar 2009 um 01:34 Uhr
Starke Figuren und mitreißende Story in einem
Henker - das sind grausame Psychopathen, deren Dasein als Psychopathen die Gemeinschaft aus der Not heraus in geordnete Bahnen gelenkt hat. Dass an diesem Vorurteil aber auch gar nichts dran ist, beweist Oliver Pötzsch eindrucksvoll in seinem Roman Die Henkerstochter. Doch es gibt nicht nur Vieles über die Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg und das Leben der Menschen damals zu lernen, sondern auch eine mitreißende Story zu erleben, die einem keine Ruhe lässt, bis man die letzte Seite erreicht hat.
Dabei stechen besonders Pötzsch’ charakterstarke Figuren hervor: Der eigenbrötlerische Henker Jakob Kuisl, der, wenngleich das Töten sein Handwerk ist, zumeist den ruhigsten Kopf von allen behält und überdies vom Heilen mehr als alle Ärzte weit und breit versteht. Simon Fronwieser, ein junger Medicus, der zwar herzensgut, aber dabei etwas naiv ist und bisweilen mehr an Kuisls Tochter und die neueste Mode denkt als an das Essentielle. Ein geheimnisvoller Mann mit einer Knochenhand, der Teufel genannt, dessen Beweggründe für sein grausames Treiben bis fast zum Schluss rätselhaft bleiben. Und schließlich Magdalena Kuisl, die Henkerstochter, die einzige Figur des Buches, die etwas schwächelt, weil sie einfach alle guten Eigenschaften in sich vereinigt: Mitgefühl, Stärke, Intelligenz usw. und die dem Tod mehr als einmal ins Auge sieht. Doch damit reitet sie auf der Welle all der aktuellen historischen Romane, die eine “tolle” Frau zur Protagonistin haben und deren Titel zumeist mit “-in” enden.
Während eine alte Frau der Hexerei beschuldigt wird und übel zugerichtete Kinderleichen gefunden werden, sind all diese Figuren Teil eines Spiels, dessen Fäden für den Leser erst ganz am Ende sichtbar werden. Pötzsch kennt dabei auch keine Schwarz-Weiß-Malerei à la “Du bist gut” - “Du bist böse”. Bei vielen Figuren, so dem inoffiziellen Stadtherrn Lechner, der das Wohl der Stadt Schongau bedingungslos vor ein Einzelschicksal stellt, bleibt dem Leser das moralische Urteilen überlassen. Natürlich ist Jakob Kuisl bei alledem ein wenig idolisiert, doch das gibt der Autor im Nachwort ja auch unumwunden zu. Alles in allem ein stimmiger historischer Krimi voller unerwarteter Wendungen, der bleibenden Eindruck hinterlässt.
1. Februar 2009 um 09:34 Uhr
Spannend bis zur letzten Seite
Ich habe mir dies Buch gekauft, da ich sehr gerne Mittelalterkrimis lese, und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Spannend und interessant geschrieben, habe ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen. Die Vorstellung, dass es einen Henker mit Herz gibt, fand ich erst etwas befremdlich für die Zeit, aber dann fand ich doch Gefallen daran.
Ich kann dieses Buch nur empfehlen, und habe mir bereits die Fortsetzung bestellt.
2. Februar 2009 um 20:34 Uhr
Mittelmaß
Auch ich war durch die vielen positiven Rezensionen neugierig auf das Buch geworden, fand es aber eher mittelmäßig. Der Titel ist ziemlich irreführend, da die Henkerstochter eine untergeordnete Rolle spielt. Echte Spannung erfolgte nur am Anfang, später plätscherte die Geschichte vor sich hin. Kein historisches Highlight!
7. Februar 2009 um 05:34 Uhr
Gern hätte ich mehr davon
Ich will mich kurz fassen, da vieles schon über den Roman sehr gut wiedergegeben haben.
Sehr spannend beschrieben in einer ausergewöhnlichen Zeit, die einem sehr
gut beschrieben wurde. Man konnte sich gut in die Romanfiguren hineinversetzen und lebte förmlich mit ihnen. Gut nur, dass wenn man das Buch zuklappte wieder in seinem Wohnzimmer war. Denn wer von uns will schon in so einer Zeit leben unter schwierigsten Bedingungen.
Ein kleiner Kritikpunkt, der mich nur vier Sterne geben ließ, war einige kleinere Längen im Spannungsbogen. Aber das soll der Gesamtleistung des Buches keinen Abbruch tun.
Wer gerne historische Romane oder Krimis liest, kommt an diesem Buch nicht vorbei.
8. Februar 2009 um 16:34 Uhr
Bitte mehr davon!
Kann ein Henker ein glaubhafter Symphatieträger in einer Geschichte sein,das war die Frage die sich mir nach dem Lesen der Rezensionen hier und vor dem Kauf des Buches stellte.Ja,er kann es,da er in einem Vergleich mit den anderen Figuren der Geschichte als moralisch überlegen hervorgeht.Natürlich ist jederzeit klar das es sich um eine erfundene Geschichte handelt die sich so wohl nie zugetragen hat,wer aber bereit ist sich auf eine Fiktion einzulassen wird hier nicht enttäuscht werden.
Flüssig geschrieben und mit einem durchgehenden Spannungsbogen ausgestattet kann man dieses Buch wirklich nur empfehlen.
Ich werde mich gerne im Mai 09 wieder nach Schongau entführen lassen wenn Oliver Pötzschs neues Buch “Die Henkerstochter und der schwarze Mönch” bei Amazon zu haben ist.
11. Februar 2009 um 19:34 Uhr
Absolut lesenswert!
Wer spannend unterhalten werden und dabei noch etwas über das Leben während dieser Zeit lernen will kommt an diesem historischen Krimi nicht vorbei.
11. Februar 2009 um 19:34 Uhr
Historie + Historie + Spannung + Krimi + auf sozialwissenschaftlichen Fundamenten
Selten hat mich ein Buch so gefesselt wie dieser historische Roman. Ein Krimi mit gesellschaftlich-sozialkritischen Hintergründen ohne eine einzige Zeile der Langeweile:
Den Vergleich mit moderner Spannungsliteratur (z.B. Henning Mankell, Frank Schätzing, Stieg Larsson) braucht dieses Werk von Oliver Pötzsch nicht zu scheuen.
Ganz im Gegenteil!
Der Kupferstich von Schongau aus dem 17. Jhd. und die Vorstellung der Protagonisten am Anfang des Buches bringt den Leser direkt ins Geschehen.
Zudem sind die Fakten und Lebensbedingungen der spätmittelalterlichen Stadtgesellschaft nach dem 30-jährigen Krieg authentisch recherchiert und mit den handelnden Personen nahegebracht:
- Die herrschende und korrupte Klasse der gehobenen Handwerker und Bürger
- Die Rolle der städtischen Gerichtsbarkeit von fernen Landesfürsten
- Die Konkurrenz der Städte und Stadtstaaten wegen ökonomischer Vorteile
- Die Aufteilung der Stände und ihre Aufweichung
- Die Funktion der Hexenverfolgung und deren wirtschaftliche Hintergründe
Der Vater des jungen Medicus Simon erwähnt es klar, dass die Verbrennung der als Hexe angeklagten Hebamme Martha Stechlin dem Ärztestand neue Einkommensquellen eröffnen würde. Das war tatsächlich einer der Gründe für die Vernichtung der weisen Frauen. Hebammen waren Spezialisten der Heilkunde und deshalb eine Konkurrenz für die männlichen Ärzte (ein Berufsstand, der noch um 1650 nicht sonderlich angesehen war, aber sich allmählich etablierte). Im Laufe der weiteren Geschichte hat es dazu geführt, dass altes Wissen um Geburtenkontrolle und Heilmethoden verlorenging. Es sollte ja viel Nachwuchs für Kanonen und Fabriken produziert werden.
Der Henker Kuisl ist in der Heilkunde und Medizin ebenso bewandert wie die Hebamme und vom jungen studierten Medicus bewundert. Hat er nicht gar die verlachten und ketzerischen medizinischen Bücher über Anatomie (das war noch Mitte 1600 ein Sakrileg), den Blutkreislauf, Blutzusammensetzung und Kräuterheilkunde in seinem Studierzimmer? So viele Bücher wie der Henker hat keiner in der Stadt.
Und dann hat der Henker Kuisl ja noch diese schöne Tochter, die der Medicus so begehrt - gesellschaftliche Abgründe, denn Henkersfamilien sind nicht gesellschaftsfähig und müssen vor den Stadttoren bei der stinkenden Gerberzunft wohnen.
Der Kuisl macht seinen Job als Henker und Folterer, aber er trickst die Stadtherren aus und erweist sich als Kriminalist zur Aufdeckung der Morde an den Waisenkindern und der wahren Hintergründe ….
Lesen und gefesselt sein. Fünf Sterne hat das Buch verdient.
16. Februar 2009 um 14:34 Uhr
Wirklich gut !
Wer mal ne nette Lektüre für den Abend braucht, der liegt damit richtig !
Ich fand das Buch wirklich gut geschrieben. Was soll man noch viel schreiben
19. Februar 2009 um 02:51 Uhr
Fesselnd bis um Ende
Das Buch beginnt rasant und entlässt seinen Leser bis zum Schluß nicht mehr aus seinem Spannungsbogen. Die Geschichte bringt historische Bezüge immer wieder nahe, so dass neben der “Kriminalgeschichte” auch stets das Leben nach dem 30 jährigen Krieg und seinen Folgen, zumindest so wie es hätte sein können, erlebt werden. Keine anspruchsvolle Kost, aber sehr unterhaltend. Mehr davon…
19. Februar 2009 um 22:34 Uhr
Super spannend !!
Habe mir den Roman aufgrund der Rezensionen besorgt und muß sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde.
Super spannend und packend geschrieben, historisch ? - auf alle Fälle interessant.
Kann ich nur weiterempfehlen.
23. Februar 2009 um 08:51 Uhr
Toller Mittelalterkrimi
Ehrlich gesagt war ich bei dem Titel skeptisch und erwartete eine mehr oder weniger emotionale Geschichte. Da irrte ich mich gründlich! Die Henkerstochter selber spielt nur eine untergeordnete Rolle und wir haben auch nur eine kleine Romanze, die sich gut in den Text einfügt.
Was ich aus dem Klappentext nicht entnehmen konnte, mich aber sehr positiv überraschte, war dass sich mehr und mehr ein echter Krimi im Mittelalter mit Henker und Medicus als Hauptpersonen, Morden, Hexerei, Folter und Geheimnissen entwickelt, die die Hauptpersonen nach und nach lüften. Der Einstieg fiel mir zugegebenermaßen etwas schwer, doch nach den ersten 50 Seiten liest sich das Buch sehr flüssig und die letzten 200 Seiten waren so spannend, dass ich sie “in einem durch” bis Mitternacht gelesen habe.
Wer Krimis und Mittelalter mag, wird dieses Buch lieben, wer sich mehr in dem einen Genre zu Hause fühlt, sollte dieses Buch dennoch ausprobieren.
25. Februar 2009 um 03:00 Uhr
Toll!
Nicht Hochliteratur, aber wohlgeschrieben mit vielen interessanten Details von das Leben in Deutschland in der siebzehnter Jahrhundert. Und viel Spass fuer ein Amerikaner mit nur akademisches Deutsch um diese wunderbare Sprach zu ueben! Viel sueddeutschen Wortschatz (was ist ein Lech, jedenfalls?).
25. Februar 2009 um 03:00 Uhr
Gehört in jedes Bücherregal
Ich habe einige Zeit gezögert, dieses Buch zu lesen, da in einigen Bewertungen die Rede von einem “missratenen Ende” war und ich “blöde” Enden hasse. Dann hatte ich jedoch die allesamt tollen Krimis von Derek Meister gelesen, war so richtig schön in Fahrt und habe “die Henkerstocher” direkt im Anschluss gelesen. Was ich erlebte war einer der bestgeschrieben Historischen Romane, die ich bislang gelesen habe.
Eines Tages wird ein sterbender Junge aus dem Lech gezogen, der ein “Hexenzeichen” auf der Schulter trägt. Das reicht den Einwohnern von Schongau schon um eine neue Hexenjagd zu eröffnen und die Schuldige ist natürlich schnell gefunden. Der Henker, seine Tochter und der junge Medicus sind jedoch von ihrer Unschuld überzeugt und begeben sich auf die Suche nach dem Mörder und den Hintermännern.
Warum die drei von ihrer Unschuld überzeigt sind und was Hebamme, Henker, Hernkerstochter und Medicus verbindet ist wirklich toll beschrieben. Die Szenerie der Hysterie in der Stadt und die Angst, dass nun erneut jeder jeden der Hexerei verdächtigt wird im Leser lebendig. Man spürt den Geist jener Zeit, in der althergebrachte Behandlungsmethoden langsam durch eine sich bildende “Bildungssubkultur” abgelöst werden, aber dennoch Menschen an der Macht sind, die sich des Aberglaubens der Menschen bewusst sind und ihn nutzen, ohne ihm selbst anheim zu fallen.
Pötzsch lässt den Leser nach einem fesselnden, hochspannenden Roman staunend zurück. Natürlich wird der Fall gelöst. Aber wie sich die Geschichte zum Schluss entwirrt, welche Geisteshaltung der Charaktere zum Schluss deutlich wird und wie man mit all dem umgeht, findet ich ganz ganz großartig und glaubwürdig inszeniert. Der Spannungsbogen ist meisterhaft und ab der Szene Teufel/Magdalena sollte man sich einschließen, den Schlüssel wegwerfen und sich einfach fallenlassen. Ab hier geht’s im Spannungsbogen nur noch steil aufwärts.
Neben Derek Meister gehört für mich nun auch Oliver Pötzsch zu den absoluten Hoffnungsträgern des deutschen Historischen Romans. Beide krallen sich nicht verbissen an historische Fakten, sondern verstehen es vortrefflich den Leser in eine vergangene, manchmal skurile Welt zu entführen. Gerne mehr davon.
3. März 2009 um 00:57 Uhr
Nette Lektüre
Ich lese gerne Romane mit geschichtlichem Hintergrund. Das hatte ich erwartet und auch mit diesem Buch auch bekommen.
12. März 2009 um 13:34 Uhr
Es schreit nach einer Fortsetzung
Schongau im Jahre 1659: Aus dem Lech wird ein sterbender Junge gezogen; übelst zugerichtet und mit einem eintätowierten geheimnisvollen Zeichen auf dem Schulterblatt. Die Bürger der Stadt glauben an das Werk einer Hexe, und als weitere Kinder verschwinden, droht die aufkommende Panik zur Tötung einer womöglich Unschuldigen zu führen.
Einzig und allein der Henker Jakob Kuisl, seine Tochter Magdalena und der junge Medicus Simon bewahren einen kühlen Kopf und machen sich auf die Suche nach dem wahren Mörder.
Oliver Pötzsch, selbst ein Nachfahre der Henkersdynastie der Kuisls, gelingt es anfangs zwar, ein realitätsnahes Bild des mittelalterlichen Lebens zu zeichnen, Spannung kommt jedoch nur selten auf. Nach knapp einem Drittel des Buches zieht diese dann aber merklich an. Die drei Protagonisten beginnen, Schritt für Schritt durch logische Kombinationen dem Mörder auf die Spur zu kommen. Insbesondere auf den letzten gut 100 Seiten schafft Pötzsch es, eine fesselnde Atmosphäre zu erzeugen, indem er in fulminantem Tempo geschickt zwischen verschiedenen Handlungsorten wechselt.
Insgesamt ein Buch, das Lust auf mehr Informationen zu der teils grausamen Welt des Mittelalters und auf neue Abenteuer des Henkers und seiner Helfer macht.
16. März 2009 um 13:34 Uhr
Kann man nur empfehlen!!!
Das Buch kann man nur weiterempfehlen. Es ist spannend, abwechslungsreich und man kann nicht aufhören zu lesen.
Ich habe mir gleich den Nachfolgeband bestellt.
18. März 2009 um 14:51 Uhr
Mittelalter in Deutschland
Toller Mittelalterroman, sehr flüssig zu lesen, ohne den sonst so störenden hunderten verschiedenen Personennamen. Super Lektüre zum Aussspannen - einfach am Abend einen Abstecher ins mittelalterliche Deutschland. Spannende Handlung - verfällt nur am Schluß ein wenig vom Thriller zum Krimi. - Andreas
24. März 2009 um 20:51 Uhr
Wirklich empfehlenswert
Man sollte sich vom Titel nicht in die Irre führen lassen, denn damit hat sich der Verlag bestimmt nichts Gutes getan. Der Titel ist so ziemlich das einzig Dumme an diesem gut geschriebenen Buch. Besser wäre z.B. Der Henker von Schongau oder etwas in dieser Richtung gewesen. Aber nein - es musste ja wieder auf den Massengeschmack abgezielt werden. Dabei kommt die Henkerstochter eigentlich nur am Rande vor, ja man hat den Eindruck, dass sie eigentlich auch nur da ist, um dem Titel eine Daseinsberechtigung zu geben.
Die Geschichte um die Henkersfamilie Kuisl aus Schongau spielt nach dem 30-jährigen Krieg, in einer Zeit in der das Mittelalter mit seinen Hexenprozessen eigentlich schon vorbei war, in der aber die Aufklärung den Weg in die Köpfe der Menschen noch nicht wirklich genommen hat. In der bayerischen Stadt wird ein sterbender Junge aus dem Lech gezogen. Eine Tätowierung deutet vermeintlich auf Hexenwerk hin und sofort beschuldigen die Schongauer Bürger die Hebamme des Ortes der Tat - eine Frau, die in den meisten Familien die Kinder zur Welt gebracht und bislang nur Gutes getan hatte. Der Henker Jakob Kuisl soll ihr unter Folter ein Geständnis entlocken, doch er ist überzeugt, dass die alte Frau unschuldig ist.
Der Autor - Oliver Pötzsch - ein Newcomer und selbst Nachfahre der Henkersfamilie - hat gut recherchiert und er schreibt spannend, unterhaltsam und flüssig. Man fiebert mit den wohlmeinenden Hauptfiguren mit, spürt wie gefährlich es für diese Menschen werden kann, sich gegen den dumpfen Aberglauben der Bevölkerung und für die Hebamme einzusetzen. Man möchte den alten Arzt schütteln wegen seiner dummen Ansichten und hofft für seinen Sohn, der so wissbegierig und aufgeschlossen ist. Doch nicht von ungefähr wird immer wieder darauf hingewiesen, dass die letzten großen Hexenprozesse gerade mal sechzig Jahre zurück liegen.
Für mich war es ein toller Lesestoff, so wie ich mag - ein Buch, das man nur ungern aus der Hand legt.
31. März 2009 um 11:00 Uhr
Buchtitel ist irreführend
Story war für mich zu kurz; nicht zu vergleichen mit der “Wanderhure”; nur bedingt weiter zu empfehlen;
31. März 2009 um 11:00 Uhr
Empfehlenswert
“Die Henkerstochter” ist eine unterhaltsame und spannende Geschichte, die sich sehr flüssig lesen läßt. Wenn auch der Titel ein klein wenig irre führend ist, so kann ich dieses Buch mit gutem Gewissen wohl an Mittelalter-Fans als auch an Krimi-Begeisterte weiter empfehlen. Gelungen und angenehm zu lesen, die restlichen Sterne behalte ich ein, weil das große “Aha”, auf das man beim Lesen eines Krimis wartet, schlicht und einfach ausbleibt.
4. April 2009 um 23:00 Uhr
packend und realistisch brutal
Ich hatte das Buch aufgrund der positiven Rezensionen als Geburtstagsgeschenk bestellt. Beim Verpacken habe ich das erste Kapitel gelesen und dann noch in die Mitte geblättert. Was soll ich sagen: Spannend geschrieben, von der ersten Seite an und für meinen Geschmack sehr brutal. Vermutlich so brutal wie die Zeiten damals. Wer abgetrennte Ohren und an den Sehnen hängende, weil leider nicht vollständig abgetrennte Köpfe und das plastisch geschilderte allgemeine Leid der Bevölkerung erträgt, dem sei das Buch als sicher sehr spannend empfohlen. Verschenkt habe ich es dann aber nicht. Nichts für sensible (Krimi-)Seelen.
9. April 2009 um 14:34 Uhr
voll mein Geschmack
Dieses Buch hat mich nicht losgelassen. Es liest sich so flüssig, ständig will man wissen, was als nächstes kommt….und es kommt auch immer wieder eine interessante Neuigkeit. Man bekommt Einsicht in die Hexenvertreibung und die Medizin um 1600. Die Personen und Charaktere sind realistisch und dessen Denken nachvollziehbar. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
14. April 2009 um 08:51 Uhr
Langatmig, verwirrend
Auf der Welle der Mittelalterromane, stiess ich auf diesen Titel und erwartete einen ebenso spannend geschriebenen Roman, wie ich es aus der Reihe von Sabine Ebert (”Geheimnis der Hebamme” etc.) gewohnt war.
Aber weit gefehlt. Die Handlung zieht sich kaugummiartig dahin, die vielen Charaktere verwirren, die Handlungen springen von einem Standort zum nächsten.
Kurz und knapp: Jetzt weiss ich was ich was ich an Sabine Eberts Romanen so sehr geschätzt habe. Spannende Handlung, überschaubare Charaktere, Spannung bis zur letzten Seite!
Dagegen ist dieses Buch eine langatmige und wenig mitreissende Angelegenheit. Wer Mittelalterromane von Qualität lesen möchte, sollte sich besser etwas anderes aussuchen als dieses Buch!
19. April 2009 um 05:17 Uhr
Kurzweilig und spannend
Normalerweise bin ich nicht der Typ der ein Buch von vorne bis zum Schluss an einem Stück liest - diese Buch hat es mir sehr schwer gemacht, es aus der Hand zu legen - lesenswert!
21. April 2009 um 17:34 Uhr
Nette Räuberpistole ………. und mehr nicht
“Die Henkertochter” ist unter den allbekannten Historienschinken allenfalls eine kleine nette “Räuberpistole”. Sie reiht sich sprachlich eher im unteren Niveau ein und ist deshalb schnell lesbar. Kurzweilig allemal ist dieses Buch und daher für alle schnellen Urlaubs- oder auch Bahnleser empfehlenswert. Wer allerdings jedweden Tiefgang sucht, wird hier enttäuscht sein.
21. April 2009 um 17:34 Uhr
Im Lesefieber
Ein super Roman - Sherlock Holmes ermittelt im Mittelalter. Toll finde ich auch, dass er nicht völlig aus der Luft gegriffen ist und der Autor einen persönlichen Bezug zu seiner Geschichte hat. Auf einmal erscheint einem der Henker der damaligen Zeit nicht mehr so grausam und unheimlich, war er doch auch nur Sklave seiner Zeit und Bestimmung.
Spannend und zum Miträtseln bis zu den letzten Seiten. Ich freue mich auf die Fortsetzung.
4. Mai 2009 um 13:17 Uhr
Naja…ganz ok.
Das Buch liest sich ganz gut, aber es ist langweilig und auch ich fand es eher mittelmäßig. Wenn man es liest ist gut und wenn nicht auch gut. Hat mich nicht vom “Hocker gehauen”. Kein Vergleich zu den Büchern von Rebecca Gablé.
20. Mai 2009 um 22:17 Uhr
Spannender historischer Krimi mit viel Hintergrundwissen
Ein spannender Roman, der nicht losläßt und neugierig macht. Die historischen Daten und Lebensbedingungen zur Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg sind sehr gut recherchiert. Ich konnte mich in die Charaktere sowie die Umgebung fühlen und war nicht nur Leser sondern auch Teil der Geschichte.
26. Mai 2009 um 16:51 Uhr
kann man lesen. muss man aber nicht
Ich hatte das Buch aufgrund der vielen guten Bewertungen gekauft und bin ein wenig enttäuscht.
Die Story fand ich recht gelungen, die Umsetzung jedoch hat mir nicht sonderlich gefallen. Was mir so gefehlt hat war die Lebendigkeit der Charaktere, was meiner Meinung nach Ken Follett ausgezeichnet beherrscht. Bei Ken Follett will man das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil einem das weitere Schicksal eines oder mehrerer Charaktere keine Ruhe lässt. Hier war das nicht so. Zwar waren die Figuren durchaus liebens-, hassenswert oder auch mal beides, mehr jedoch nicht.
Die letzten 100 Seiten waren spannend und das hat mich entschädigt, daher ist das Buch in Ordnung, ein Highlight ist es nicht.
1. Juni 2009 um 15:34 Uhr
*** einfach nur spannend und gut erzählt geschrieben ***
Hallo, liebe Bücherwürmer !!!
Seit einiger Zeit habe ich Romane für mich entdeckt, die im Mittelalter spielen. Ich habe mich schon kreuz und quer durchgelesen, es gibt einige sehr gute Schriftsteller, die dieses Thema beherrschen.
So fesselnd wie dieses Buch war für mich noch keines, ich hatte noch nie in so kurzer Zeit ein Buch gelesen - selbst wenn ich am Abend todmüde war konnte ich das Buch nicht weglegen.
Ich hoffe doch sehr, dass Oliver Pötzsch noch mehr solche Romane verfasst !!!
10. Juni 2009 um 23:17 Uhr
Die Henkerstochter
Ich habe das Buch vor einigen Wochen ersteigert, da ich historisch interessiert bin und mehr über die “Arbeit” eines Henkers erfahren wollte. Das Buch war sehr spannend und zügig von mir durchgelesen worden. Alle meine Fragen wurden beantwortet. Kann es nur empfehlen!
13. Juni 2009 um 20:00 Uhr
fesselnder gehts nicht
Fesselnder gehts nicht, einmal eingetaucht in die geschichte kommt man nur mehr schwer davon los.Am tag als ich das buch bekam fing ich etwa um die mittagszeit an zu lesen, spätestens nach einer stunde ist man so von dem miterlebten gefesselt, vorausgesetzt man mag geschichten aus dieser zeit, das man nicht mehr davon loskommt.Es war mir am abend unmöglich schlafen zu gehen.Etwa um mitternacht war dann alles glasklar, wer die drahtzieher hinter den ereignissen um die toten kinder, die verhexte Hebamme usw. waren.Einfach nur zu empfehlen.
13. Juni 2009 um 20:00 Uhr
Dunkle Geschichte aus dem Mittelalter
Man muss nicht immer in den Englischsprachigen Raum oder nach Italien, um gute Literatur oder Krimis zu finden: Dem Drehbuchautor Oliver Pötzsch vom Bayrischen Rundfunk ist es gelungen, eine geniale Geschichte zu erzählen, die den Erzählungen eines Umberto Eco im Nichts nachsteht.
Mitte des 17. Jahrhundert findet man in der bayerischen Stadt Schongau einen sterbenden Jungen, der mit einem entsätzlichen Gesichtsausdruck aus dem Lech gezogen wird. Er kann seinen Rettern allerdings nichts mehr über seinen Zustand verraten und stirbt. Doch eine kaum auffällige kleine Tätowierung an seinem Handgelenk deutet gemäß den Ansichten der Finder bei seinem Todesgrund auf Hexenwerk hin, woraufhin die Dorfbewohner sofort die Hebamme des Ortes mit dem Tod des Jungen in Zusammenhang bringen. Der Dorfhenker Jakob Kuisl soll ihr nach den Vorstellungen des Dorfparlaments unter Folter ein Geständnis entlocken, damit sich alle wieder dem Tagesgeschehen widmen können. Doch Jakob Kuisl ist als erfahrener Henker schnell davon überzeugt, dass die alte Dame unschuldig ist. Mit der Unterstützung seiner Tochter Magdalena und dem jungen Stadtmedicus macht er sich auf die Suche nach dem wahren Täter, der mit dem Tode des Jungen in Wirklichkeit in Verbindung steht.
Es beginnt eine spannende Detektivgeschichte, die dem Leser viele Überraschungen Parat hält. Eine durch und durch gelungene Sory, die gewiss nicht nur auf eine spätere Verfilmung aufwartet, sondern auch jedem als Buch und Lesespaß empfohlen werden kann.
23. Juni 2009 um 12:17 Uhr
Sehr empfehlenswert
Wer mittelalterliche Romane mag, ist hier richtig.
Obwohl mir von Beginn an klar war, dass alles gut ausgeht, war das Buch bis zum Schluss spannend. Auch den Schreibstil fand ich ansprechend.
Ich werde sicher auch den nächsten Roman der Henkerstochter kaufen.
30. Juni 2009 um 03:34 Uhr
Das Buch hätte mehr als 5 Sterne verdient
Wer an historischen Romanen interessiert ist darf sich dieses Buch einfach nicht entgehen lassen.
Ich habe es geradezu verschlungen, konnte auch spät abends nicht aufhören zu lesen.
Einfach klasse, auf zum nächsten (Die Henkerstochter und der schwarze Mönch…)
30. Juni 2009 um 03:34 Uhr
Klasse Herr Pötzsch!
Wir sind ja schon “fast” Nachbarn. Dieses Buch hat genau die Eigenschaften, die für mich wichtig sind: Einfach zu lesen, fundierte Hintergrundinfos, die nicht zu viel und langweilig werden, und genau die Vorstellung, dass es so gewesen sein könnte. Man liest, und die Zeit vergeh. Lesen!
30. Juni 2009 um 03:34 Uhr
Spannende Mittelalterunterhaltung
Man merkt dem Buch an, dass der Autor ursprünglich Filmautor ist, denn Erzählweise und Aufbau lassen einen unwillkürlich an Kameraführung und Schnitt denken. Man merkt auch, dass der Autor ein Nachfahre der eigentlichen Hauptfigur, Henker Jakob Kuisl, ist, denn so sympathisch und empathisch wurde wohl noch nie ein Vertreter seiner Zunft dargestellt. Nichtsdestotrotz: Wer gerne etwas sehr Spannendes, Unterhaltsames vor historischer Kulisse lesen möchte, und keine besonderen Ansprüche an philosophischen Tiefgang stellt, dem ist mit diesem Buch gut gedient. Dabei muss nicht einmal der gute, alte Adel bemüht werden, es reicht, wie in diesem Fall auch die eigene Familiengeschichte des Autors. Ansonsten hat das Buch - fast klischeehaft - alles zu bieten, was zu einem klassischen Historienschinken à la Hollywood gehört: Eine schöne Frau, ein etwas verschrobener, einsamer Held, ein bißchen Lug, Trug und Intrige, ein bißchen Aberglaube contra aufgeklärte Heilkunde, ein paar Halunken und ein ausgemachter Bösewicht, ein paar Schlägereien und Verfolgungsjagden und eine gute Portion kriminalistischer Spürsinn.
30. Juni 2009 um 03:34 Uhr
Leicht über Durchschnitt!
Die “Henkerstochter” ist eine gut recherchierte und durchaus spannend geschriebene Räuberpistole, welche im 17. Jahrhundert im bayerischen Schongau angesiedelt ist. Hauptakteur ist der städtische Henker, sowie dessen Tochter und der Medicus (welcher auch noch in die Tochter des Scharfrichters verliebt ist…).
Die Handlung ist recht simpel, der Plot jedoch einigermaßen pfiffig. Was ein wenig stört, ist die Tatsache, dass sämtliche Personen mehr oder weniger eindimensional beschrieben werden. Ein bißchen mehr “Charakter” hätte den Figuren echt nicht geschadet.
Der ganz große Knall bleibt am Schluss aus - dafür aber auch vermutete Peinlichkeiten. So bietet die “Henkerstochter” unterm Strich kurzweiliges Lesevergnügen für Historienfans.
Ganz gut!
6. Juli 2009 um 22:51 Uhr
Spannend bis zur letzten Seite
“Die Henkerstochter und der schwarze Mönch” liegt bei mir schon bereit und ich hoffe auf weitere so spannende Werke von Oliver Pötzsch!
Ich kann den positiven Rezensionen nur zustimmen! Habe “Die Henkerstochter” lediglich von den Bewertungen geleitet hier bestellt und ließ mich einfach überraschen. Das Buch verschlang ich dann in 1,5 Regentagen, weil es mich schlichtweg nicht mehr losgelassen hat. Man legt es nicht mehr aus der Hand, weil man unbedingt wissen will, wie es weitergeht. So ging es zumindest mir. Selten habe ich so einen spannenden Krimi, verpackt in einen historischen Kontext gelesen. Das einzige, was etwas irreleitet, ist der Titel. Die Henkerstochter spielt eigentlich nur eine Nebenrolle, was der Handlung aber in keinster Weise einen Abbruch tut. Mehr möchte ich zur Handlung auch nicht verraten, lesen Sie es selbst
10. Juli 2009 um 09:34 Uhr
Es geht doch!
Selten habe ich ein so schönes Buch gelesen…
Ganz im Gegensatz zum Maßstab aller historischen Romane “Die Säulen der Erde” geht dieses Buch mit den mittelalterlichen Beschreibungen eher sparsam um. Was in meinen Augen nichts Schlechtes ist, denn nicht jeder mag ellenlange Beschreibungen und Erklärungen lesen. Dafür hat dieses Buch Charme und Leben. Ich konnte mir die Charaktere wunderbar vorstellen und wollte einfach mehr wissen. Die Geschichte des Buches ist meiner Meinung nach von Anfang an spannend (immer vorausgesetzt, man lässt sich auf das jeweilige Buch ein) und man rätselt jedes Mal mit, wer denn hinter dem Ganzen stecken könnte. Da die Geschichte in Deutschland spielt und auch der bayerische Dialekt hin und wieder aufblitzt, fühlt man sich irgendwie “zuhause”. Alles in allem ein tolles Buch, spannend und in einem angenehm leicht zu lesenden Schreibstil erzählt. Ich habe mich schon auf die Fortsetzung gefreut, um mehr über Jakob, Magdalena und Simon zu erfahren.
Achja, noch eine Kleinigkeit: Ich finde es wirklich sehr gelungen, dass der Autor anschließend noch ein bisschen über sich und seine Familie preisgibt - das macht in einfach “menschlicher” und sympathischer…
13. Juli 2009 um 19:51 Uhr
toller historische Roman
Der Roman - Die Henkerstochter - von Oliver Pötzsch hat mich von Anfang an sehr begeistert. Die Geschichte ist spannend geschrieben, die Figuren sind glaubwürdig beschrieben und man fühlt sich gleich in die Zeit nach dem 30jährigen Krieg versetzt. Pötzsch schreibt flüssig und begeisternd, so dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen mag. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall für den Henker, seine Tochter und den jungen Medicus…
13. Juli 2009 um 23:00 Uhr
Gut gefallen…
hat mir dieser historische Roman von Oliver Pötzsch.
Das Buch ist gleich vom Beginn an spannend geschrieben und entlässt seinen Leser bis zum Schluß nicht mehr aus diesem Spannungsbogen. Diese Geschichte bringt dem Leser die historische Bezügen immer wieder nahe, ohne langweilig zu werden. Es ließ sich gut lesen, keine anspruchsvolle Kost, aber doch sehr unterhaltend, so dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen mag - Mehr davon - bald lese ich den nächsten Teil
13. Juli 2009 um 23:00 Uhr
Zum Henker
Nach Schätzings Liebe Tod und Teufel endlich wieder mal etwas Historisches mit grosser Spannung. Die Details sind wunderbar, man “fühlt” sich dort, man kann es riechen, sehen.. das grausige Zeitalter der Hexenverbrennung…
17. Juli 2009 um 11:51 Uhr
ein guter Kauf!
Oliver Pötzsch schafft es in diesem Roman, den Leser wirklich zu fesseln. Mit sovielen Details wie nötig, aber ohne das Risiko den Überblick zu verlieren, erzählt er mit gekonntem Spannungsbogen die vielseitige, farbenfrohe und bisweilen auch erschreckend realitätsgetreue Geschichte des Henkers Jakob Kuisl. Bis zum Schluss kann man Vermutungen anstellen, wer die geheimnisvolle gesuchte Person wohl sein könnte, doch das Gefühl sicher zu wissen wie es ausgeht wird erfolgreich vermieden.
Besonders die Darstellungen der wichtigsten Charaktere aus verschiedenen Blickwinkeln geben dem Leser das Gefühl, die Personen tatsächlich kennenzulernen.
Ein gelungener Spagat zwischen Krimi und historischem Roman.
Gerne gelesen und absolut empfehlenswert!!
21. Juli 2009 um 02:17 Uhr
Wooow….mitreißend bis zum Schluß
Diese Buch lässt einen einfach nicht zur Ruhe kommen, bis man es fertig gelesen hat. Super schön geschrieben und lässt sich einfach und verständlich lesen. Durch die verschiedenen Beschreibungen der Charaktere bekommt man einen Eindruck von der damaligen lebensweise. Ich möchte nicht die ganze Geschichte erzählen….,aber das tollste an so einem Buch ist das Happy End und hier kommt man auf seine Kosten. Kann ich nur jedem empfehlen den historische Romane mit einem Drang zum rumshcnüffeln interessieren.
21. Juli 2009 um 02:17 Uhr
zu fantastisch
Anfänglich war dieser Historienroman ganz spannend und inhaltlich nachvollziehbar, doch im letzten Drittel waren die Geschehnisse so stark unrealistisch, so dass mir der Spaß am Weiterlesen verging. Vielleicht auch Geschmacksache ….
21. Juli 2009 um 02:17 Uhr
Urlaubsliteratur
Làsst sich flùssig lesen, die Geschichte ist aber mehr ein schòner Roman mit nettem Happyend.
21. Juli 2009 um 02:17 Uhr
Spannung pur …
Ich habe dieses Buch für meinen Mann besorgt und wenn der ein Buch in einer Nacht durchliest, muss es ja wirklich SEHR spannend sein. Jedenfalls hat mich das so beeindruckt, dass ich es sicherlich auch noch lesen werde.
24. Juli 2009 um 16:34 Uhr
kein Meisterwerk
Die Henkerstocher ist ein eher mittelmäßiger Roman. Der Erzählstil wechselt zur Mitte des Buchs. Zuerst wird die Geschichte gradlinig erzählt, dann beginnt der Autor, Ereignisse der Geschichte vorweg zu nehmen um dann den Hergang aus einer anderen Sicht zu schildern (ist ein wenig wie der Bildwechsel in Filmen). Auch das ständige Wechseln zwischen leichter Mundart und Hochdeutsch gefällt mir nicht.
Die Figuren sind sympathisch aber nicht sehr ausgefeilt beschrieben. Meine Lieblingsfigur ist der Henker Kuisl. Der Arzt ist ganz nett, aber man mußte sich schon selber überlegen, wie der wohl aussieht und muß seine Vorstellung während des Lesens immer wieder korrigieren. Auch alle anderen Figuren sind eher wage. Teilweise werden den beschriebenen Personen verschiedene Namen gegeben, was ich für unnötigen verwirrenden Zierrat halte, der wohl die Spannung erhöhen soll.
Warum die Tochter des Henkers keine größere Rolle in diesem Roman bekommen hat, konnte ich nicht verstehen. Der Titel ist eine glatte Themaverfehlung. Auch das Titelbild meiner Ausgabe läßt ein bisschen eine andere Geschichte vermuten.
Am Schluß hat mich sehr geärgert das der Bösewicht (Teufel) den Ort, der durch den ganzen Roman hindurch gesucht wurde, bereits gekannt hat (kam im Gespräch mit dem Henker während des Finales raus). Was die ganze Geschichte ja eigentlich sinnlos macht, aber auch der Teufel hat die ganze Zeit im Dunkeln getappt (partielle Amnesie???).
Werde diesen Roman wohl kein zweites mal lesen.
24. Juli 2009 um 16:34 Uhr
Als Urlaubslektüre ganz ok
“Die Henkerstochter”von Oliver Pötzsch - für mich als Urlaubslektüre ganz ok, ansonsten für alle diejenigen welche historische Romane lieben und schätzen zu seichte Kost. Hintergrundwissen mag seitens Autor vorhanden sein, jedoch im Roman nicht wirklich gut herausgearbeitet und geschrieben.
Flüssig geschrieben, beinhaltet dieser Roman nicht nur einen Krimi, sondern auch einige historisch Überlieferungen der Aspekte der Hexenverfolgung und des Hexenwahns im 17.Jahrhundert. Allerdings -meiner Meinung nach- nur gestreift und nicht wirklich detailliert dargestellt. Die ganze Geschichte ist schlüssig aufgebaut, allerdings sehr vorausschaubar und dadurch nicht wirklich überraschend. Die Lösung baut und löst sich logisch auf, leider nicht spannend.
Der Schreibstil des Autors konnte mich nur mittelmäßig begeistern. In den Dialogen wurde sich oftmals der bayrischen Sprache bedient - leider nicht konsequent, so dass sich mir die Logik nicht erschliesst. Entweder baut man dies immer in Dialoge ein, oder man lässt es lieber ganz weg.
Die Charaktere sind nett dargestellt, hervorzuheben ist hier aber nur die Figur des Henkers Kuisl, ansonsten konnte mich keiner richtig begeistern. Die Gefühle eines Henkers werden glaubwürdig dargestellt und zeigen, dass es Henker Kuisl auch nicht immer leicht fällt seinen Beruf auszuüben. Es wird zum Teil die recht brutale Art der Folter und der Hinrichtung erwähnt und die damit verbundenen Probleme der Henkersfamilien in der Dorfgesellschaft.
Für mich ist dies ein eher mittelmäßiger Roman, der mich zwar gut unterhalten konnte, aber zu vorhersehbar und eintönig war. Deswegen kann ich “Die Henkerstochter” nur beschränkt weiter empfehlen
28. Juli 2009 um 08:51 Uhr
Ein Geheimtipp
Nach “Säulen der Erde” und “Die Päpstin” steht dieses Buch auf Platz 3 meiner persönlichen Top 10 Liste.
Das Buch ist sehr spannend. Als Leser findet man sich schnell is 16 Jarhundert ein. Tolle Romanfiguren.
28. Juli 2009 um 08:51 Uhr
Die Henkerstochter
Dieses Buch hat voll meinen Vorstellungen entsprochen. Es war sehr interessant und realistisch geschrieben. Ich habe mich diekt in andere Zeit versetzt gefühlt. Dieses Buch kann ich nur weiterempfehlen.
Aus diesem Grunde habe ich mir dann auch noch den Folgeband bestellt.
Ich hoffe, dass er genauso spannend ist wie Band 1.
4. August 2009 um 19:34 Uhr
Mehr ein Krimi als ein historischer Roman…..
Dieses Buch hat viele tolle Bewertungen und nachdem ich beim Lesen schon beim Thema - Hexenwahn - war, habe ich es samt Folgeband angeschafft.
Der Anfang ist stark und erfordert auch starke Nerven.
Wie hier schon geschrieben, verliert sich die Spannung leider zwischendurch immer wieder und auch die Tat selbst sowie die Täter werden doch etwas unrealistisch dargestellt, auf leisen Verdacht hin, hätte man wohl keine riskanten Morde an Kindern vorgenommen, wohl auch nicht zu dieser Zeit.
Gut beschrieben ist das Leben einer Henkersfamilie, das Können und Wissen des Henkers und das Unverständnis der restlichen Bevölkerung für diesen Beruf. Man kann sich aber nicht realistisch vorstellen, dass alle Henker derart viel Wissen und Gerechtigkeitssinn hatten, Ausnahmen hat es aber sicher auch bei diesem Beruf gegeben.
Auch gut beschrieben sind die Ratsmitglieder der Stadt, welchen es nicht wichtig ist, eine Schuldige zu verurteilen, sondern den Fall einfach rasch abzuschließen, und dafür lieber bewusst eine Unschuldige zu opfern, ohne dabei nur das geringste schlechte Gewissen zu entwickeln.
Das Buch ist soweit gut geschrieben, sicher jedoch mehr Krimi als historischer Roman und verspricht für die weiteren Bücher dieses Autors Steigerungen.
4. August 2009 um 19:34 Uhr
Zufallstreffer
Dieses Buch habe ich mir mit einem Riesenschwung anderer Bücher gekauft, einfach, weil es recht günstig war. Viel habe ich mir wegen der Optik nicht davon versprochen, das Cover ist meiner Meinung nach wirklich kein Kracher. Aber was für eine Überraschung, als ich dann die ersten Seiten las! Ich war sofort fasziniert. Der brummige, aber sensible und intelligente Jakob Kuisl, der mit seinem Job hadert. Seine schlaue Tochter, die gegen ihn rebelliert und ihn trotzdem bewundert. Und der tollpatschige, aber liebenswerte Nachwuchs-Medicus Simon. Alle drei Figuren werden mit viel Hingabe vom Autor aufgebaut und sind so glaubhaft, dass sie mir sofort sympathisch waren. Hinzu kommt eine akribische Recherche des Umfeldes und des historischen Alltagslebens. Es entsteht ein buntes Sittengemälde einer Kleinstadt in dieser Epoche. Das gibt der typischen Krimi-Handlung die Würze und macht die Geschichte zusätzlich auch noch lehrreich. Das Nachwort des Autors setzt dem Ganzen eine sehr besondere Krone auf und hat meine Begeisterung weiter gesteigert. Es gibt noch einen zweiten Teil, den ich mir nun auf jeden Fall auch zulegen werde. Und ich hoffe, dass es weitere Bücher von Oliver Pötzsch geben wird!
12. August 2009 um 10:00 Uhr
Spannend, authentisch, empfehlenswert!
Ein Krimi im Mittelalter mit sehr guter Hintergrundinformation über das Leben “damals”. Hat Spaß gemacht! Ein heißer Tip für Mittelalter-Fans!
12. August 2009 um 10:00 Uhr
Das beste Buch der Welt
Dieses Buch ist echt gelungen!!!
Mich hat es total gefesselt und ich war traurig als ich es durchgelesen hatte!
Schon alleine,weil es die Familie wirklich mal gab ist das Buch anders als alle anderen.
Man erfährt so viele Einzelheiten über die Henker zu dieser Zeit!
Vorher hab ich immer gedacht ,dass Henker total die grausammen Tiere waren,die getan haben was sie wollten.
Nein,in diesem Buch wird hervorragend beschrieben,wie das Foltern und Hinrichten den Henker belastet und was für ein schweres Leben der Hernker selbst hat. Als totaler Außenseiter und verachtet!!!
Auch dass er einer der klügsten Personen in der Stadt ist,sogar klüger als gelernte Mediziner,da sein Wissen über Heil- und Giftige Kräuter über Jahrhunderte in der Familie weitergegeben wurde!
Lest das Buch und taucht ein in einen grausame Zeit inder ein paar Menschen für die Wahrheit und Menschlichkeit kämpfen!
16. August 2009 um 06:00 Uhr
Sehr gut aber noch Luft nach oben
“Die Henkerstochter” ist ein jeder Beziehung gelungener historischer Roman, den man ohne Einschränkungen empfehlen kann. Seite stärkste Seite ist sicherlich seine Authentizität, die er auch dadurch steigert, dass der Auto Oliver Pötzsch selbst Nachkomme jener Kuisls ist, die über Jahrhunderte das Scharfrichtergewerbe in Schongau inne hatten und deren Vertreter im Mittelpunkts dieses Roman stehen. Man hat zu jedem Zeitpunkt des Lesens den Eindruck, dass das genau so passiert sein könnte, auch wenn im Sinne der Dramaturgie einige Stellen diesbezüglich etwas verbogen wurden, worauf der Autor im Nachwort aber erfreundlicherweise auch hinweist.
Ansonsten bringt dieses Buch alles mit, was man von Vetretern dieses Genres oft geboten bekommt : Spannung, Herzschmerz, Gräueltaten, Romanzen, den Kampf von aufgekärten Freidenkern gegen den verkrusteten Katholizismus und Gut gegen Böse.
Das ist durchaus nicht negativ gemeint, diese Mischung macht den Roman sehr unterhaltsam, kann ihn aber andererseits auch nicht großartig aus der (Medicus- und Wanderhuren-)Masse herausheben. Obwohl stellenweise schon sowas wie Lokalkolorit durchschimmert, hätte ich mir z.B. noch etwas mehr bairische Mundart gewünscht.
Trotzdem, ich habe das Buch in wenigen Tagen veschlungen und so wird es wohl den meisten Lesern gehen - ein Buch, bei dem man einfach nichts falsch machen kann!
16. August 2009 um 06:00 Uhr
Tolles Buch
Ich habe es im Urlaub verschlungen….
es ist interessant, spannend und man bekommt gute Einblicke in das damalige deutsche 17. Jahrhundert.
28. August 2009 um 05:51 Uhr
Wer “Ken Follett” mag, sollte es lesen
;Die Henkerstochter” ist der Debütroman von Oliver Pötzsch. Die Geschichte um den Schongauer Henker und seine Ermittlungen ist ein historischer Krimi, der spannend und fesselnd geschrieben ist. Schon das erste Kapitel versetzt den Leser in die gewaltsame und blutige Welt des Mittelalters und gibt einen ersten Einblick in den Berufsstand eines Henkers und den Ablauf einer Exekution.
Was ich sehr beeindruckend finde:
Sein sehr strukturiertes und fundiertes Wissen hat Oliver Pötzsch im Grunde durch erste Hand. Er selbst ist Nachkomme des Jakob Kuisl und diese Familie war in Schongau und überhaupt im bayerischen Lande eine wahre Dynastie von Henkern. Er recherchierte in den Unterlagen seiner Vorfahren und schuf somit ein großartiges Erzählepos. Stimmig und logisch und mit einem mitreißenden erzählerischen Stil ist dieses Buch mit seiner Handlung eine Perle dieses Genres.
Was mich persönlich etwas störte, waren verschiedene bayrische Ausdrucksformen, aber es ist nicht so, das man sie als Norddeutscher nicht versteht.
28. August 2009 um 05:51 Uhr
Lesenswert
Historischer Roman, der einen in die damalige Zeit zurückversetzt. Absolut spannend und gut geschrieben mit detaillierten Beschreibungen der damaligen Verhältnisse. Zwar nicht das absolute WOW-Buch, aber absolut lesenswert.
1. September 2009 um 10:00 Uhr
Absolut Genial
Ich habe gestern Nacht die Henkerstochter ausgelesen. Ich bin immer noch völlig aus dem Häuschen. Dieser packende historische Roman ist ein absolutes MUSS für jeden Mittelalterfreund.
Fesselnde Geschichte, ein mit Vorurteilen und Aberglauben gespickter Kriminalfall, eine zarte, nicht zu kitschige Liebesgeschichte voller Verbote, wunderschön gezeichnete gesellschaftliche Zwänge, Sturheit und Mordlust.
Herr Pötsch schafft wahrlich eine tolle Atmosphäre und beschreibt grausam detailgenau die düster schaurige und olfaktorische abstoßende Stadt und ihre gleichwertigen Bewohner. Ein herrliches Buch, ich freue mich auf die Fortsetzung.
1. September 2009 um 10:00 Uhr
Sehr spannendes Buch
Ich habe dieses Buch verschlungen und mochte es nicht aus der Hand legen bevor ich es fertig gelesen habe.
Ein historischer Roman, wie er sein sollte! Toll geschrieben und spannend zu lesen! Volle Punktzahl!
5. September 2009 um 15:00 Uhr
Ein Henker einmal anders…
Oliver Pötzsch, ein Nachkomme der Henkersfamilie Kuisl, beschreibt in seinem Roman die Aufklärung von Kindermorden in Schongau.
Man verdächtigt die Hebamme Martha Stechlin, betitelt sie als Hexe, die mit dem Teufel im Bunde steckt. Gemeinsam mit dem Medicus Simon Fronwieser, versucht der Henker Kuisl dem wahren Täter auf die Spur zu kommen und somit die Hebamme vor dem Scheiterhaufen zu bewahren.
Ein sehr gut recherchierter Roman über den Hexenwahn jener Zeit, sowie über die Arbeit und das Leben eines Henkers und dessen Familie. Foltermethoden werden detailliert beschrieben, ebenso erfährt der Leser einiges über die Heilung und Wirkung von Pflanzen und Kräutern.
Besonders berührt hat mich die Darstellung des Henkers Kuisl, die so ganz anders ist, als man sich einen Henker normalerweise vorstellt.
Oliver Pötzsch schreibt sehr flüssig und die Spannung bleibt von Anfang bis Ende der Geschichte bestehen.
5. September 2009 um 15:00 Uhr
Ganz nach meinem Geschmack
Eigentlich gehöre ich nicht zu den historischen Bücherwürmlesern. Aber dieses Buch hat mich in der Buchhandlung mit seiner Story schon so neugierig gemacht, das ich nicht wiederstehen konnte - so kam der erste historische Roman mit nach Hause. Daher kann ich keine vergleiche mit anderen historischen Geschichten machen, aber der gesamte Aufbau und das gut recherchierten Hintergrundwissen über die Gebräuche im Mittelalter machen das Buch zu einem wahren Lesevergnügen und belehren einem zugleich über die gängigen Foltermethoden dieser grausamen Zeit. Ich hatte Schwierigkeiten, das Buch aus der Hand zu legen, da man richtig in die Geschichte eintaucht. Der schlaue Henker Kusil hat als lebendes Ungeheuer eine fast niedlich wirkenden Charakter, dem man in der Geschichte beginnt zu lieben und zugleich zu bedauern.
Ein toller Autor, den das schafft nicht jeder Schriftsteller, das man in der Geschichte “mit dabei ist”!
9. September 2009 um 21:17 Uhr
Henkerstochter ?
Das Buch ist nach meiner Meinung recht flüssig geschrieben und war für mich daher recht kurzweilig. Die Auflösung der “Rätsel” am Schluss war etwas einfach gestrickt (die vorher so geheimnisvollen Hexenmale …).
Warum der Roman aber “Die Henkerstochter” heißt ist mir ein Rätsel geblieben.
9. September 2009 um 21:17 Uhr
Gibts bessere Bücher
Also ich habe ja schon Einiges über Hexenverfolgung gelesen. Das Buch ist echt langweilig, holprig geschrieben. Ich habe es nach der Hälfte bereits zugeklappt und ins Regal gestellt.
14. September 2009 um 04:17 Uhr
Die Henkerstochter überzeugt!!
Absolut geniales Buch! Selten habe ich eine Geschichte innerhalb von ein paar Tagen verschlungen… Wer also Lust auf eine Reise in die Zeit von Hexenverbrennungen und Henkern hat, sei dieses Buch ans Herz gelegt! Der Autor liefert einen packenden Krimi ab, der richtig Spaß auf die Fortsetzung macht!
18. September 2009 um 12:00 Uhr
Absolut mitreißend,denn…
…ich hatte selten solche Emotionsschübe beim Lesen!Die Schreibweise gibt für mich die damalige Zeit sehr glaubhaft wieder und oft packte mich richtige Wut darüber,wie einfach die Leute es sich damals machten,wie starrsinnig und naiv sie waren.Mit Scheuklappen durchs Leben laufen,den einfachsten Weg gehen und ja keine andere Meinung zulassen.Schuldig oder nicht,schnell mal jemand verbrennen und dann wird schon alles wieder gut.Den ein oder anderen hätte ich gern mal an den Schultern gepackt und geschüttelt!
Hauptdarsteller und Story gefallen mir sehr gut und es gibt eigentlich keine unnötigen Längen,in denen man mal gedanklich abschweift,was ja in so manchem Buch vorkommt.
Etwas irritiert hat mich,das wechsel zu anderen Personen,Orten und Handlungen nur durch einen Abschnitt und nicht durch ein neues Kapitel erfolgen und das sehr oft.Man gewöhnt sich zwar dran,aber wenn man gerade so im Lesefluß ist,denkt man doch ab und zu “moment mal,eben war der Henker doch noch da und da…(man ließt kurz rückwärts)…ach so,jetzt gehts plötzlich um den Bürgermeister”!
Und am Schluß hätte ich mir dann doch eine etwas mystischere Erklärung für alles erhofft.
Trotzdem sehr empfehlenswert,auch für Leute die eigentlich nicht ganz so große Leseratten sind und etwas länger für ein Buch brauchen!
Jetzt mach ich mich an den 2. Teil:Die Henkerstochter und der schwarze Mönch
22. September 2009 um 22:00 Uhr
Hatte mehr erwartet
Aufgrund der guten Kritiken habe ich mich zum Kauf dieses Buches entschieden. Der Anfang war auch noch spannend und ich hatte mich gefreut, mal wieder einen historischen Roman zu lesen. Aber die Geschichte wirkt mit jeder weiteren Seite einfach nur noch langweilig und in die Länge gezogen. Ich bin zwar erst in der Hälfte des Buches, aber ich bin jetzt schon froh, wenn ich mich durchgekämpft habe und weiß, wie es ausgeht. Den zweiten Teil werde ich mir wohl nicht mehr kaufen!
22. September 2009 um 22:00 Uhr
Schwache Geschichte…:-((
In nahezu jeder größeren Buchhandlung ist die “Henkerstochter” in der Abteilung Historische Romane zu finden. Als Liebhaberin und Kennerin dieser Genres war ich deshalb auf dieses Buch neugierig. Doch was für eine Enttäuschung! Das ganze Buch besteht aus einer langweiligen Aneinanderreihung von Worthülsen und Wiederholungen. Bereits nach dem ersten Drittel des Buches konnte ich kaum noch zählen, wie oft der Henker an seiner Pfeife kaute oder die andere Hauptfigur der junge Medicus sich seine Tasse Kaffe aufbrühte. Die Geschichte zieht sich langatmig und wenig spannungsreich dahin. Wer zumindest eine genauere und tiefgründigere Beschreibung vom Leben in Schongau während des Mittelalters erwartet, wird auch hier enttäuscht. Die Handlung und die Beschreibung der Stadt ist nahezu auf jede andere übertragbar. Der Ort selbst wird lediglich über die Erwähnung des “Ballenhauses”, die Namen der Stadttore und die Erwähnung der Handelsstreitigkeiten mit Augsburg definiert.
Warum dieses Buch den Titel die Henkerstochter trägt, wird wahrscheinlich ewig ein Rätsel bleiben - das Mädchen spielt in der Geschichte eine eher untergeordnete Rolle.
Résumé: Der Stoff des Ganzen hätte deutlich mehr hergegeben - leider fehlt dem Roman jeglicher Tiefgang. Nicht nur die Beschreibung der Stadt, auch Handlung und Hexenverfolgung bleiben durchgängig oberflächlich. Leider nicht empfehlenswert!
22. September 2009 um 22:00 Uhr
Mittelalter-Krimi zu Hexenwahn und Henkerei
Der Debütroman “Die Henkerstochter” von Oliver Pötzsch spielt im 17. Jhd. zu einer Zeit kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg, in der auch die bayrische Stadt Schongau noch mit dessen bitteren Folgen zu kämpfen hatte. Es gibt noch Verwüstungen und Zerstörungen, der Handel mit Waren blüht noch lange nicht wieder und führt auch immer wieder zu Streitigkeiten mit dem nahegelegenen Augsburg. Doch am härtesten ist es für die vielen Waisenkinder der Stadt, die oft verstoßen und ungeliebt ihr Dasein fristen und als nur geduldete Mündel auf andere Familien verteilt werden.
Eines Tages treibt im Lech nahe der Stadt ein 10jähriger Junge mit Stichverletzungen, der kurz nach seiner Bergung aus dem Fluß verstirbt. Da er auf seinem Rücken eine stümperhaft ausgeführte Tätowierung hat, die ein geheimnisvolles Symbol zeigt, wird sofort Hexenwerk vermutet. Die Bevölkerung des Ortes steigert sich selbst in einen Wahn, in dem selbst Lynchjustiz möglich wird und der Aberglaube die merkwürdigsten Auswüchse treibt.
Jacob Kuisl, der Henker der Stadt Schongau, wird mit der Festnahme und der Folter der Hebamme Martha Stechlin beauftragt. Sie hat den Waisen und Halbwaisen, zu denen auch der getötete Junge gehörte, oft ein Zuhause geboten und ist deshalb erste Wahl als Verdächtige für die Schongauer.
Doch der Henker Kuisl glaubt nicht an die Schuld der Hebamme und macht sich gemeinsam mit seiner Tochter Magdalena und dem Stadtmedicus auf die Suche nach dem wahren Täter…
Oliver Pötzsch, der ja selbst ein Nachfahre dieser Henkerdynastie Kuisl ist, hat sicher aus dieser “Familienverbundenheit” einen sehr symphatischen Henker geschaffen. Denn eigentlich könnte der Titel des Buches eher “Der Henker von Schongau” heißen als “Die Henkerstochter”, die mehr eine Nebenrolle spielt.
Mein Fazit: Dieser Roman ist ein spannender Mittelalter-Krimi, sehr gut recherchiert, detailreich und mit einem Augenzwinkern geschrieben. Er zeigt sehr gut, wie verbreitet im 17. Jhd. noch der Hexenwahn war und wie leicht man aufgrund Vermutungen, Aberglaube und Denunziation alles verlieren konnte - und wie wenig ein Menschenleben wert war.
Was ich ein bißchen vermisst habe, ist aber eine etwas tieferschürfende Charakterisierung auch der anderen Figuren neben Jacob Kuisl und vielleicht auch noch die Ergänzung dessen eigener Geschichte, die teilweise nur sehr vielversprechend angedeutet wird.
Alles in allem jedoch ein lohnenswertes Romandebüt, deshalb unbedingt selber lesen ;o)!!
1. Oktober 2009 um 21:17 Uhr
Bewegende Schilderungen aus Schongau
Dass in dieser Geschichte viel Herzblut steckt, merkt man auf jeder Seite. Die Erklärung wird im Nachwort klar, wenn Oliver Pötzsch erwähnt, dass er ein Nachfahre der Henkersfamilie Kuisl ist. In diesem Debüt geht es weniger um die im Titel angesprochene Henkerstochter, sondern eher um einige Mordfälle, die der Henker aus Schongau gemeinsam mit dem Medikus aufklärt. Da aber die Autoren eher wenig Einfluss auf die Titel haben, ist das kein Minus. Der Erzählstil ist bildhaft, sodass die Bewohner der Stadt bald eine detailgetreue Ansicht ihres Lebens und Wirkens im 17. Jahrhundert kurz nach dem 30-jährigen Krieg bieten. Der eher derbe und wortkarge Henker Jakob Kuisl wird mit seiner Familie und den anderen Protagonisten sympathisch beschrieben.
Insgesamt umfasst das Buch eine Zeitspanne von nur vier Tagen. In denen werden Kinder an unterschiedlichen Stellen ermordet aufgefunden. Alle haben ein Mal am Körper. Die seinerzeit sehr abergläubische Bevölkerung vermutet natürlich sofort Hexenwerk und beschuldigt die Hebamme. Vorurteile, Aberglaube und vor allem Ängste vor dem Unbekannten waren allgegenwärtig und bedeuteten für Menschen mit Kenntnissen über Heilkunde manchmal den sicheren Tod. Der Autor schildert fast schon zartfühlend die Beziehung zwischen Dorfbewohnern und der Frau, die ihre Kinder auf die Welt geholt hat. Der Henker Kuisl versucht nun mit seiner pragmatischen Denkweise, die in seinen Augen unschuldige Hebamme vor dem sicheren Tod auf dem Scheiterhaufen zu bewahren. Um die nötigen Beweise vorzulegen, muss er allerdings zu deren Entlastung auch die Kinder finden und den wahren Mörder entlarven. Der Autor lässt die dafür notwendigen Hinweise allerdings nur sparsam einfließen, sodass auch erfahre-ne Krimileser erst spät auf die Lösung kommen.
Mitreißend erzählt der Autor im zweiten Handlungsstrang die Familiengeschichte des Henkers. Die Ehefrau und die drei Kinder wohnen etwas abseits der Stadtmauer, wie es damals für Henker üblich war. Diese Abgeschiedenheit wird auch zwischen den Zeilen deutlich. Dennoch dürfen die Charaktere auch einmal schwach sein und Emotionen haben. Auch politische und gesundheitliche Faktoren werden beschrieben. Für mich war es ein spannender historischer Krimi und eine Entdeckung, über die ich sehr froh bin. Der zweite Band ist bereits erschienen und heißt Die Henkerstochter und der schwarze Mönch.
1. Oktober 2009 um 21:17 Uhr
Perfekte Urlaubslektüre zum träumen und entfliehen!
Ein großartiger, spannender Ausflug in vergangene Zeiten. Perfekt um sich eine Woche aufs Sofa zu verziehen!
1. Oktober 2009 um 21:17 Uhr
Toller Geschichtsunterricht
Das ist Geschichtsunterricht zum Anfassen! Gut recherchiert, gut in eine spannende Geschichte eingebaut, flüssig zu lesen. Ein Tip an Geschichts- u./o. Deutschlehrer: So finden Schüler den Unterricht bestimmt spannend!
1. Oktober 2009 um 21:17 Uhr
Fast ein Fehlkauf…
… wenn jetzt dieses Amüsement nicht wäre.
Die meisten Leser haben den gleichen Geschmack wie ich; es sind die, welche mit Sternen geizen. Wenn ich nicht durch die guten Rezensionen fehlgeleitet worden wäre, müsste ich jetzt keine Korrektur veranstalten. Bei dem Buch handelt es sich um eine Überdosis Langeweile per excellence. Im ganzen Textgebäude findet sich kein einziger philosophisch verwertbarer Gedanke. Man hat den Eindruck von chronischem Kinderbuchniveau und der Autor scheint sich wohl selbst vor dem Plot geekelt zu haben. Das Cover hat eine schöne Farbgestaltung.
6. Oktober 2009 um 11:34 Uhr
das spannendste seit längerem
nach einigen Serienkillerromanen (Gerritsen, Mc Fadyen, Hayder, Beckett) wollte ich mal wieder etwas historisches und natürlich möglichst spannend. Aufgrund der guten Rezensionen bin ich bei “Die Henkerstochter gelandet”. Und das war das spannendste Buch seit langem. Flüssig geschrieben mit historischem Hintergrund. Ich freu mich auf den zweiten Teil. Und da gibt es doch tatsächlich welche die dieses Buch mit 1 Stern bewerten. Völlig unfassbar.
Weiter so Herr Pötsch. Entführen Sie mich bitte immer wieder in die Welt der Henker und Hexen. Ich kann diesen “Pageturner” nur empfehlen.
6. Oktober 2009 um 11:34 Uhr
Mitreisend bis zum Schluß
Das Buch ist von Anfang bis Ende spannend und fesselt den Leser. Es kommt keine Langeweile auf. Auch ist die Geschichte nicht übertrieben und trotz der düsteren Zeit, in der die Geschichte spielt, ist die Lektüre leicht und amüsant.
11. Oktober 2009 um 01:34 Uhr
SHERLOCK HOLMES UND DR WATSON IM 17. JAHRHUNDERT…
so kommen mir der introvertierte henker kuisl und sein -mitspion- simon fronwieser vor.
habe mir beim kauf des buches nicht zu viel erwartet, denn unter den bergen von historischen romanen wird es
langsam schwer einen leckerbissen zu finden.
das hier ist nun auch kein steak vom angusrind, aber ein handwerklich gut gelungener schweinebraten mit knödeln.
mit der relativ spannenden handlung kommen auch schwache nerven gut zurecht, das flüssige lesen des buches
wird einem leicht gemacht, denn der autor gehört schon zu den jenigen, die einen kurzweiligen , abwechslungsreichen
schreibstil beherrschen.
sympathisch kommt der nur nach aussen hin wortkarge und knurrige kuisl daher, die hauptperson dieser
historischen kriminalgeschichte. (daher kommt mir der titel auch ein wenig unpassend vor)
die beschreibung der berufsstände, gewerbe und zünfte ist nichts neues, könnten wir leser von
historischen romanen doch bald selber als hebammen, bader und chirurgen mitmischen.
jedoch hat der autor seine hausaufgaben gut gemacht, anständig recherchiert und sprachlich recht
geschickt formuliert.
leuten, die nur aus spass an der freud gerne lesen, sei dieses buch sehr zu empfehlen.
die etwas anspruchsvolleren, welche fakten vor phantasie stellen, wird dieses buch aber auch nicht enttäuschen.
mir hat es recht gut gefallen und sitze deshalb gerade über der fortsetzung -die henkerstochter und der schwarze mönch-.
11. Oktober 2009 um 01:34 Uhr
Gut aber..
.. gleich vorweg, habe mir nachdem ich das Buch fertiggelesen habe auch den Folgetitel bestellt, da die Geschichte generell nicht schlecht ist.
Leider war mir schon zur Mitte des Buches der Rest relativ klar, für mich trafen keine besonders spannenden Wendungen mehr auf und es wird teilweise auffallend künstlich versucht das Ende rauszuschieben. Trotzdem hat es mir vom Stil her gefallen und ich finde es ist empfehlenswert. War auf jedenfall ein schönes Buch fürs Wochenende. “Der Medicus” und “Der König der purpurroten Stadt” sind meiner Meinung nach aber wesentlich bessere Titel.
20. Oktober 2009 um 15:17 Uhr
Einfach nur zu empfehlen…
Also ich habe bis dato noch keine Buchkritik geschrieben, aber jetzt muss es einfach mal sein ;-)) Ich muss sagen, daß dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite Spaß macht. Ich lese grundsätzlich gerne historische Romane die im Mittelalter spielen (Name der Rose, Medicus), dieses Buch hat mich aber wirklich überrascht, da ich nicht auf eine so unterhaltsame und spannende Geschichte vorbereitet war.
Habe es somit im Urlaub fast ohne Unterbrechung “verschlungen” und ich bin mir sicher, daß es ihnen auch nicht anders gehen wird…
3. November 2009 um 14:34 Uhr
Buchtipp
Das Buch die Henkerstochter ist wirklich zu empfehlen. Es ist unglaublich spannend geschrieben und man fühlt sich in die Zeit hineinversetzt. Wer gern Mittelalter-Romane liest kann mit diesem Buch nichts falsch machen.
3. November 2009 um 14:34 Uhr
Buchtipp
Das Buch die Henkerstochter ist wirklich zu empfehlen. Es ist unglaublich spannend geschrieben und man fühlt sich in die Zeit hineinversetzt. Wer gern Mittelalter-Romane liest kann mit diesem Buch nichts falsch machen.
7. November 2009 um 11:51 Uhr
Die Henkerstochter
Ein von Anfang bis zum Ende spannender Roman, bei dem die historischen Details stimmen, einfach ein gelungener Roman.
7. November 2009 um 11:51 Uhr
Die Henkerstochter
Ein von Anfang bis zum Ende spannender Roman, bei dem die historischen Details stimmen, einfach ein gelungener Roman.
11. November 2009 um 10:17 Uhr
Die Henkerstochter
Ein tolles und spannendes Buch. Dieses versetzt einen ins Mittelalter und man taucht in diese Zeit ab. Die Tätersuche bleibt bis zum Ende offen.
15. November 2009 um 06:17 Uhr
Großartige Unterhaltung!
Mit seinem Erstlings Werk hat Oliver Pötzsch gleich mitten ins Schwarze getroffen und sich dabei auch selbst die Messlatte für alle weiteren Romane sehr hoch gesteckt. Das Buch liest sich flüssig, schwächelt an keiner Stelle, hat eine originelle Handlung und macht süchtig. Zudem erfährt man sehr viel über das Leben der Menschen, deren religiösen sowie sozialen Denkweisen und über das Handwerk des Henkers im späten Mittelalter um 1650.
Ein sicherlich herausragendes Buch, das ich jedem, der gerne historische Kriminalfälle liest nur wärmstens empfehlen muss. Sie werden es lieben, das sei garantiert.
Für alle die bisher noch nichts mit mittelalterlichen Romanen anfangen konnten, ist dies die Lektüre, bei der sich deren Einstellung grundlegend ändern könnte.
Pflichtlektüre!
15. November 2009 um 06:17 Uhr
Spannender Mittelalterkrimi
In dem gelungenen Debütroman von Oliver Pötzsch spielt Jakob Kuisl - ein Vorfahr des Autors - die Hauptrolle. Jakob Kuisl ist Henker von Schongau und bekommt nach einem mysteriösen Mordfall den Auftrag aus der Verdächtigen das Geständnis über Folter entlocken. Kuisl glaubt nicht an die Schuld der alten Hebamme und versucht alles, sowohl seinem Beruf als auch der Gerechtigkeit gerecht zu werden.
Der Roman entführt den Leser ins 17. Jahundert und veranschaulicht den Hexenwahn und die Henkerei, aber auch den Kontrast zwischen den gelehrten Ärzten und den Heilern. Nur ein falsches Kraut in der Hand einer Frau und schon droht der Scheiterhaufen.
Fazit: ein historischer Roman der gut recherchiert und unglaublich spannend ist. Ein Buch, das man nicht einfach zur Seite legt. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung “Die Henkerstochter und der schwarze Mönch”.
19. November 2009 um 06:00 Uhr
Fesselnd bis zum Ende
Man wünscht sich einfach, dass die Geschichte gut endet und man möchte eigentlich auch erfahren, wie es weitergeht in dieser Welt der Stände, in denen die Frauen wieder einmal eines der letzten Glieder in der Gesellschaft sind. Viel schlimmer aber ergeht es den Mündeln, die einfach “verschenkt” werden an den, der Bedarf an einer billigen Arbeitskraft hat, auch wenn die Kinder noch so schwach und klein sind und auch selten das Glück haben, in gute Häuser zu kommen, in denen sie lesen und schreiben lernen dürfen und in denen man sie gut versorgt. Sehr gut auch wiederum die Schilderung über die gesellschaftliche Stellung der Frauen, hier der Henkerstocher, die einfach immer nur einen Henker heiraten darf, niemals einen Mann eines höheren Standes. Mutig die Henkerstochter, die begierig nach Wissen ist und in ihrem Freund, dem Medicus, einen Fürsprecher findet. Schrecklich das Schicksal der Hebamme, die aufgrund ihres Wissens um Kräuter gar zu schnell als Hexe verflucht wird.
Das Buch entwirft ein phantastisches Gesellschaftsbild seiner Zeit.
19. November 2009 um 06:00 Uhr
Fesselnd bis zum Ende
Man wünscht sich einfach, dass die Geschichte gut endet und man möchte eigentlich auch erfahren, wie es weitergeht in dieser Welt der Stände, in denen die Frauen wieder einmal eines der letzten Glieder in der Gesellschaft sind. Viel schlimmer aber ergeht es den Mündeln, die einfach “verschenkt” werden an den, der Bedarf an einer billigen Arbeitskraft hat, auch wenn die Kinder noch so schwach und klein sind und auch selten das Glück haben, in gute Häuser zu kommen, in denen sie lesen und schreiben lernen dürfen und in denen man sie gut versorgt. Sehr gut auch wiederum die Schilderung über die gesellschaftliche Stellung der Frauen, hier der Henkerstocher, die einfach immer nur einen Henker heiraten darf, niemals einen Mann eines höheren Standes. Mutig die Henkerstochter, die begierig nach Wissen ist und in ihrem Freund, dem Medicus, einen Fürsprecher findet. Schrecklich das Schicksal der Hebamme, die aufgrund ihres Wissens um Kräuter gar zu schnell als Hexe verflucht wird.
Das Buch entwirft ein phantastisches Gesellschaftsbild seiner Zeit.
27. November 2009 um 00:17 Uhr
Super “Krimi”
Die Henkerstochter, mein erster historischer Roman. Ich habe gezweifelt, ob mir so etwas überhaupt gefällt, als Krimifan(James Patterson, E.George, Peter James usw.) aber ich war echt begeistert. Super geschriebener Roman. Besonders gut fand ich die Übersichtsskizze am Anfang vom Buch. Kann ich nur jedem empfehlen.
27. November 2009 um 00:17 Uhr
Super “Krimi”
Die Henkerstochter, mein erster historischer Roman. Ich habe gezweifelt, ob mir so etwas überhaupt gefällt, als Krimifan(James Patterson, E.George, Peter James usw.) aber ich war echt begeistert. Super geschriebener Roman. Besonders gut fand ich die Übersichtsskizze am Anfang vom Buch. Kann ich nur jedem empfehlen.
30. November 2009 um 22:34 Uhr
Der Henker von Schongau ermittelt
Schongau 1659: Morde an mehreren Kindern, deren Leichen mit einem Hexenmahl versehen sind, versetzen die bayrische Stadt in Angst und Schrecken. Bald ist eine vermeintliche Hexe, die örtliche Hebamme, ausgemacht. Doch Henker Kuisl glaubt nicht an deren Schuld und macht sich, unterstützt von seiner Tochter und dem Sohn des Stadtarztes, auf die Suche nach den wirklichen Mördern.
Intelligent erzählte Kriminalstory mit toll eingefangenem Mittelalterflair. Die Handlung ist kurzweilig und der Anteil von Actionelementen und erzählerischen Ruhephasen ist gut ausgewogen.
Die Handlungsfiguren sind allesamt überzeugend und lebensnah entworfen, wenn auch den Hauptpersonen eine gewisse geistige und moralische Nähe zur Jetztzeit nicht abgesprochen werden kann und sie sich somit Stellenweise doch zu unglaubwürdig von ihren Zeitgenossen abgrenzen. Doch diese Idealisierung mag erlaubt sein, um die Gesamtgeschichte in Gang zu halten.
Die Entlarfung der Hintermänner ist nicht überraschend, sondern schon im wesentlichen weit im Voraus zu erahnen. Ansonsten wirklich ein guter und empfehlenswerter Historienkrimi.
30. November 2009 um 22:34 Uhr
Der Henker von Schongau ermittelt
Schongau 1659: Morde an mehreren Kindern, deren Leichen mit einem Hexenmahl versehen sind, versetzen die bayrische Stadt in Angst und Schrecken. Bald ist eine vermeintliche Hexe, die örtliche Hebamme, ausgemacht. Doch Henker Kuisl glaubt nicht an deren Schuld und macht sich, unterstützt von seiner Tochter und dem Sohn des Stadtarztes, auf die Suche nach den wirklichen Mördern.
Intelligent erzählte Kriminalstory mit toll eingefangenem Mittelalterflair. Die Handlung ist kurzweilig und der Anteil von Actionelementen und erzählerischen Ruhephasen ist gut ausgewogen.
Die Handlungsfiguren sind allesamt überzeugend und lebensnah entworfen, wenn auch den Hauptpersonen eine gewisse geistige und moralische Nähe zur Jetztzeit nicht abgesprochen werden kann und sie sich somit Stellenweise doch zu unglaubwürdig von ihren Zeitgenossen abgrenzen. Doch diese Idealisierung mag erlaubt sein, um die Gesamtgeschichte in Gang zu halten.
Die Entlarfung der Hintermänner ist nicht überraschend, sondern schon im wesentlichen weit im Voraus zu erahnen. Ansonsten wirklich ein guter und empfehlenswerter Historienkrimi.
13. Dezember 2009 um 01:00 Uhr
recht spannend, aber einige logische fehler und unnötige wiederholungen
ein buch, das sich leicht lesen lässt und durchaus auch spannend ist.
weniger schön waren viele unnötige wiederholungen
(mehrfache beschreibungen derselben zusammenhänge und historischer ereignisse,
teils fast wörtlich wiederholt)
und einige recht gravierende logische fehler, z.b.:
- ein mann, der seit tagen nichts isst, hat wohl kaum essensreste vom vorabend im bart
- ein fast blinder “einbrecher” findet wohl kaum innerhalb weniger minuten in einer fremden kammer unter hunderten von dokumenten genau das, welches er sucht
- einer gruppe menschen, die zufällig an einen schauplatz auftaucht, wird mit sicherheit stutzig werden, wenn es aus einem brunnen raucht
usw. usf.
wenn man darauf nicht zu viel wert legt, dennoch eine nette abend-lektüre -> 3 sterne
21. Dezember 2009 um 17:51 Uhr
Scharfrichter Pötzschs Erstlinsgwerk
Man würde nie glauben, dass man es mit einem Erstlingswerk zu tun hat, wüßte man es nicht …
Oliver Pötzsch ist ein Naturtalend *g* Wer historische Literatur mag, wird diesem Autorennamen sicher schon begegnet sein.
Mittlerweile gibt es schon zur “Henkerstochter” den Folgeroman “Die Henkerstochter und der schwarze Mönch” .
Inhalt und Gliederung:
================
Das Buch beginnt in Schongau am 12. Oktober 1624 mit dem Prolog. Das 1. Kapitel entführt den Leser dann in den April das Jahres 1659. Auch hier ist Schongau Handlungsort. Kapitel 16 ist das letzte Kapitel und spielt sich am 1. Mail des gleichen Jahres ab. Das Buch beschriebt also nicht einmal einen Monat des Jahres 1659. Jedes Kapitel ist nicht nur mit den Daten, sondern mit der genauen Uhr- bzw. Tageszeit versehen.
Ein Epilog beschließt die Handlung, die dann im zweiten o.g. Band des Roman fortgeführt wird.
Es ist die Zeit kurz nach dem 30jährigen Krieg. Der Fluß Lech ist der erste Handlungort, dort wird ein Junge (Peter Grimmer) aus dem Wasser gefischt, der ein Zeichen in seiner Schulter eintätowiert hat. Es wird gemunkelt, das Hexen dafür zuständig sind. Martha kommt in Verdacht. Sie ist Hebamme. Die Ratsherren würden den “Fall” gern ad acta legen und Martha beschuldigen, damit dem Spuk ein Ende gesetzt ist. Jakob Juisl soll sie foltern und so zum Geständnis bringen. Dieser tut aber nicht das, was ihm geheißen wurde, sondern er forscht mit noch anderen, die auch von der Unschuld der Hebamme überzeugt sind nach, was nun wirklich passiert sein mag. Es werden in der Leicher mehrere Messerstiche entdeckt, die darauf hindeuten, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Sie sind der Meinung, es ist ein Verbrechen passiert, und Marha soll unschuldig dafür büssen. Nicht nur dieser tote Junge, sondern noch mehrere Todesfälle passieren bzw. Kinder verschwinden spurlos…
Ein Wettrennen gegen die Zeit beginnt, wenn sie nicht bald den wahren Schuldigen finden, dann muss Martha wohl oder übel für etwas büssen, was sie nie begangen hat.
meine Meinung zum Buch, der Idee und deren Umsetzung:
===========================================
Ich habe dieses Buch mit Genuss gelesen. Vielleicht habe ich ja Glück und bekomme den Folgeroman zu Weihnachten geschenkt *g* - nach dem Lesen des ersten Bandes ist man quasi gezwungen, die Fortsetzung zu lesen, weil man wissen möchte, wie es um die handelnden Personen weitergeht.
Pötzscht schreibt sehr spannend und man spürt, dass er sich mit der Handlung (nicht nur, aber sicher vordringlich wegen der familiären Bande) identifiziert. Die Handlung ist top recherchiert und als Leser erfährt man auch sehr viel rund um diese Zeit, um den Berufsstand des Scharfrichters und natürlich rund um die Traditionen und das Leben der damaligen Zeit, die so weit in der Vergangenheit und umso faszinierender für viele Leser ist.
Die Geschichte ist sehr spannend angelegt … besonders auch vom Spannungsbogen her atemberaubend, faszinierend und super durchdacht. Ich konnte mich sehr gut in die Charaktere, die sehr bildhaft dargestellt sind, hineinversetzen und mit ihnen fühlen. Pötzsch schreibt sehr zu Herzen gehend, aber auch mit Fakten gespickt.
Man könnte sagen, es handelt sich um eine historischen Kriminalroman. Die Ermittlerfigur ist hierbei Jakob Kuisl - der Henker aus Schongau - Das Mittelalter lebt vor dem geistigen Auge des Lesers auf. Ich finde das Zusammenspiel von Fiktivem und die recherchierten historischen Fakten optimal gewählt. Pötzsch schreibt so, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt, auch bei schrecklichen Szenen schreibt er bildhaft und detailliert.
Anbei hat Pötzsch die Liebesgeschichte zwischen Simon und Magdalena drapiert, die das ganze Geschehen auflockert zum einen und irgendwie auch zu Herzen gehend macht. Die oft angewandte wörtliche Rede trägt dazu bei, dass der Leser sich sehr schnell in die Handlung involviert fühlt, und die Charaktere und Handlungsorte werden eingehend bildhaft dargestellt.
Es passt einfach alles zusammen und ergibt einen äußerst lesenswerten historischen Roman.
der Autor:
=======
Oliver Pötzsch ist 1970 geboren und beim Bayerischen Rundfunk als Filmautor tätig. Er ist für “quer” zuständig. Er selbst ist ein Nachfahre der im Buch erwähnten Kuisls, die vom 16. bis 19. Jhd. in Bayern als Henekr sehr berühmt waren und noch sind. Er lebt mit seiner Familie in Münschen.
handelnde Personen:
================
Jakob Kuisl Scharfrichter aus Schongau
Simon Fronwieser Sohn des Stadtmedicus
Magdalena Kuisl Henkerstochter
Anna Maria Kuisl Jakobs Frau
Georg und Barbara die Zwillinge Kuisl
Bonifaz Fronwieser Vater von Simon
Martha Stechlin, Hebamme
Josef Grimmer, Fuhrmann
Georg Riegg, Fuhrmann
Konrad Weber Pfarrer
Katharina Daubenberger Hebamme
Resl Magd
Martin Hueber Fuhrmann aus Augsburg
Franz Strasser Wirt
Agathe Kratz, Frau vom Krämer
Maria Schreevogl, Frau des Ratsherren
Graf Wolf Dietrich von Sandizell kurfürstlicher Pfleger
Söldner
Ratsherren
Kinder
kurze Leseprobe zum Schluss:
=======================
Simon und Jakob Kuisl trugen die ohnmächtige Hebamme zurück in ihre Zelle und deckten sie zu. Ihr Gesicht war nicht mehr blau, sondern kalkweiß, die Lider flatterten, aber ihr Atem ging ruhig. Simon sah den Henker von der Seite an. “Das wart doch Ihr, oder?, fragte er. “Ihr habt ihr irgendwas gegeben, damit die Folter aufhört und wir Zeit gewinnen. Und dann habt Ihr mich über Eure Frau gebeten, ab Mittag draußen zu warten. Dass die Büttel mich holen und nicht meinen Vater, der vielleicht etwas merken könnte ….
21. Dezember 2009 um 17:51 Uhr
Scharfrichter Pötzschs Erstlinsgwerk
Man würde nie glauben, dass man es mit einem Erstlingswerk zu tun hat, wüßte man es nicht …
Oliver Pötzsch ist ein Naturtalend *g* Wer historische Literatur mag, wird diesem Autorennamen sicher schon begegnet sein.
Mittlerweile gibt es schon zur “Henkerstochter” den Folgeroman “Die Henkerstochter und der schwarze Mönch” .
Inhalt und Gliederung:
================
Das Buch beginnt in Schongau am 12. Oktober 1624 mit dem Prolog. Das 1. Kapitel entführt den Leser dann in den April das Jahres 1659. Auch hier ist Schongau Handlungsort. Kapitel 16 ist das letzte Kapitel und spielt sich am 1. Mail des gleichen Jahres ab. Das Buch beschriebt also nicht einmal einen Monat des Jahres 1659. Jedes Kapitel ist nicht nur mit den Daten, sondern mit der genauen Uhr- bzw. Tageszeit versehen.
Ein Epilog beschließt die Handlung, die dann im zweiten o.g. Band des Roman fortgeführt wird.
Es ist die Zeit kurz nach dem 30jährigen Krieg. Der Fluß Lech ist der erste Handlungort, dort wird ein Junge (Peter Grimmer) aus dem Wasser gefischt, der ein Zeichen in seiner Schulter eintätowiert hat. Es wird gemunkelt, das Hexen dafür zuständig sind. Martha kommt in Verdacht. Sie ist Hebamme. Die Ratsherren würden den “Fall” gern ad acta legen und Martha beschuldigen, damit dem Spuk ein Ende gesetzt ist. Jakob Juisl soll sie foltern und so zum Geständnis bringen. Dieser tut aber nicht das, was ihm geheißen wurde, sondern er forscht mit noch anderen, die auch von der Unschuld der Hebamme überzeugt sind nach, was nun wirklich passiert sein mag. Es werden in der Leicher mehrere Messerstiche entdeckt, die darauf hindeuten, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Sie sind der Meinung, es ist ein Verbrechen passiert, und Marha soll unschuldig dafür büssen. Nicht nur dieser tote Junge, sondern noch mehrere Todesfälle passieren bzw. Kinder verschwinden spurlos…
Ein Wettrennen gegen die Zeit beginnt, wenn sie nicht bald den wahren Schuldigen finden, dann muss Martha wohl oder übel für etwas büssen, was sie nie begangen hat.
meine Meinung zum Buch, der Idee und deren Umsetzung:
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Ich habe dieses Buch mit Genuss gelesen. Vielleicht habe ich ja Glück und bekomme den Folgeroman zu Weihnachten geschenkt *g* - nach dem Lesen des ersten Bandes ist man quasi gezwungen, die Fortsetzung zu lesen, weil man wissen möchte, wie es um die handelnden Personen weitergeht.
Pötzscht schreibt sehr spannend und man spürt, dass er sich mit der Handlung (nicht nur, aber sicher vordringlich wegen der familiären Bande) identifiziert. Die Handlung ist top recherchiert und als Leser erfährt man auch sehr viel rund um diese Zeit, um den Berufsstand des Scharfrichters und natürlich rund um die Traditionen und das Leben der damaligen Zeit, die so weit in der Vergangenheit und umso faszinierender für viele Leser ist.
Die Geschichte ist sehr spannend angelegt … besonders auch vom Spannungsbogen her atemberaubend, faszinierend und super durchdacht. Ich konnte mich sehr gut in die Charaktere, die sehr bildhaft dargestellt sind, hineinversetzen und mit ihnen fühlen. Pötzsch schreibt sehr zu Herzen gehend, aber auch mit Fakten gespickt.
Man könnte sagen, es handelt sich um eine historischen Kriminalroman. Die Ermittlerfigur ist hierbei Jakob Kuisl - der Henker aus Schongau - Das Mittelalter lebt vor dem geistigen Auge des Lesers auf. Ich finde das Zusammenspiel von Fiktivem und die recherchierten historischen Fakten optimal gewählt. Pötzsch schreibt so, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt, auch bei schrecklichen Szenen schreibt er bildhaft und detailliert.
Anbei hat Pötzsch die Liebesgeschichte zwischen Simon und Magdalena drapiert, die das ganze Geschehen auflockert zum einen und irgendwie auch zu Herzen gehend macht. Die oft angewandte wörtliche Rede trägt dazu bei, dass der Leser sich sehr schnell in die Handlung involviert fühlt, und die Charaktere und Handlungsorte werden eingehend bildhaft dargestellt.
Es passt einfach alles zusammen und ergibt einen äußerst lesenswerten historischen Roman.
der Autor:
=======
Oliver Pötzsch ist 1970 geboren und beim Bayerischen Rundfunk als Filmautor tätig. Er ist für “quer” zuständig. Er selbst ist ein Nachfahre der im Buch erwähnten Kuisls, die vom 16. bis 19. Jhd. in Bayern als Henekr sehr berühmt waren und noch sind. Er lebt mit seiner Familie in Münschen.
handelnde Personen:
================
Jakob Kuisl Scharfrichter aus Schongau
Simon Fronwieser Sohn des Stadtmedicus
Magdalena Kuisl Henkerstochter
Anna Maria Kuisl Jakobs Frau
Georg und Barbara die Zwillinge Kuisl
Bonifaz Fronwieser Vater von Simon
Martha Stechlin, Hebamme
Josef Grimmer, Fuhrmann
Georg Riegg, Fuhrmann
Konrad Weber Pfarrer
Katharina Daubenberger Hebamme
Resl Magd
Martin Hueber Fuhrmann aus Augsburg
Franz Strasser Wirt
Agathe Kratz, Frau vom Krämer
Maria Schreevogl, Frau des Ratsherren
Graf Wolf Dietrich von Sandizell kurfürstlicher Pfleger
Söldner
Ratsherren
Kinder
kurze Leseprobe zum Schluss:
=======================
Simon und Jakob Kuisl trugen die ohnmächtige Hebamme zurück in ihre Zelle und deckten sie zu. Ihr Gesicht war nicht mehr blau, sondern kalkweiß, die Lider flatterten, aber ihr Atem ging ruhig. Simon sah den Henker von der Seite an. “Das wart doch Ihr, oder?, fragte er. “Ihr habt ihr irgendwas gegeben, damit die Folter aufhört und wir Zeit gewinnen. Und dann habt Ihr mich über Eure Frau gebeten, ab Mittag draußen zu warten. Dass die Büttel mich holen und nicht meinen Vater, der vielleicht etwas merken könnte ….
21. Januar 2010 um 16:00 Uhr
Gelungenes Debüt
Nach dem 30-jährigen Krieg werden verwaiste Kinder in Schongau umgebracht, und eine Hebamme gerät in den Verdacht, die Kinder verhext und getötet zu haben. Der Schongauer Henker Kuisl glaubt jedoch, dass die Hebamme unschuldig ist, und versucht gemeinsam mit seiner Tochter und ihrem G’spusi, dem Medicus Simon, den wahren Mörder zu finden…
“Die Henkerstochter” schwelgt in Lokalkolorit, und Schongaus handelsmäßiger Niedergang gegenüber Augsburg kommt gut rüber. Die Handlung ist actionreich, nur am Ende fand ich die Auflösung aller Ereignisse ein wenig an den Haaren herbeigeholt. So vielschichtig jedoch die Handlung ist, so wenig Tiefgang haben die Charaktere; selbst Kuisl, seine Tochter und der junge Medicus bleiben an der Oberfläche. Dazu passt der einfache Stil des Buchs, bei dem sich Hauptsatz an Hauptsatz reiht.
Leichte, spannende Unterhaltung, allerdings mit kleinen Schwächen, daher nur 4 Sterne.
30. Januar 2010 um 19:34 Uhr
ganz OK!
Das Buch ist ganz ok aber hat mich leider nicht vom Hocker gerissen.
Die Geschichte war ein Einziges hin und her.
Und der Grund für das Zeichen auf dem Rücken der ermordeten Kinder ist sehr dünn und enttäuschend, da das Zeichen eigentlich eine große Rolle zu spielen scheint…
Im großen und ganzen war das Buch, eben NUR, ganz ok!
4. Februar 2010 um 09:51 Uhr
ein wundervolles Buch
Ein tolles Buch,
Gerade habe ich die Henkerstochter gelesen. Es ist ein interessanter historischer Krimi. Es geht um den Henker, seine Tochter und den Medicus, die versuchen die als Hexe angeklagte Hebamme zu retten und dem wahren Mörder der Kinder zu finden. Es ist eine bis zum Schluss spannende Geschichte. Aber es geht auch um das Leben der Menschen in der damaligen Zeit, mit den Problemen. Vor allem um die Henkersfamilie, die ja unbeliebt bei den Bürgern ist. Gut finde ich, das der Henker und sein Beruf mal von einer anderen Seite beleuchtet wird, denn nicht alle Henker waren gewissenlose Mörder. Sie hatten auch medizinisches Wissen.
Den Schreibstil finde ich super. Es liest sich sehr flüssig. Man weiss immer wer was gesagt hat und kann der Handlung gut folgen. Das die Personen einen leichten Dialekt sprechen finde ich schön und macht sie liebenswert.
Von den Erdställen habe ich auch das erste Mal in dem Buch was gehört, ist interessant, man lernt eben nie aus.
Daher kann ich das Buch sehr empfehlen.
23. Februar 2010 um 07:51 Uhr
Unglaublich
Das Buch hat mir nicht gefallen. Eine kurze Zusammenfassung:
- Ein Henker der sich zur Zeit der Hexenverbrennungen als Heiler und Detektiv betätigt,
eine umfangreiche Büchersammlung besitzt und sich für eine “von ihm” gefolterte Hebamme einsetzt
- Ein Söldner der sich in roten Wams und mit Federhut durch die Stadt bewegt, der aber von keinem der Stadtbewohner gesehen wird
- Hexenzeichen auf Kinderrücken eingeritzt, deren Erklärung letztlich total abwegig ist
- “Die Henkerstochter” - vielversprechender Titel - spielt im Buch lediglich eine Nebenrolle
- …
Die Handlung und die Zeichnung der handelnden Personen wirk auf mich extrem konstruiert und unglaubwürdig. Ein historischer Roman sollte hier schon ein wenig mehr bieten. Das Buch passt eher in die Kategorie “Hänsel und Gretel”.
23. Februar 2010 um 07:51 Uhr
Unglaublich
Das Buch hat mir nicht gefallen. Eine kurze Zusammenfassung:
- Ein Henker der sich zur Zeit der Hexenverbrennungen als Heiler und Detektiv betätigt,
eine umfangreiche Büchersammlung besitzt und sich für eine “von ihm” gefolterte Hebamme einsetzt
- Ein Söldner der sich in roten Wams und mit Federhut durch die Stadt bewegt, der aber von keinem der Stadtbewohner gesehen wird
- Hexenzeichen auf Kinderrücken eingeritzt, deren Erklärung letztlich total abwegig ist
- “Die Henkerstochter” - vielversprechender Titel - spielt im Buch lediglich eine Nebenrolle
- …
Die Handlung und die Zeichnung der handelnden Personen wirk auf mich extrem konstruiert und unglaubwürdig. Ein historischer Roman sollte hier schon ein wenig mehr bieten. Das Buch passt eher in die Kategorie “Hänsel und Gretel”.
4. März 2010 um 22:34 Uhr
Wo zum Henker ist die Tochter?
Im von englischen Autoren besetzten Feld der Mittelalter Romane mal (wieder) ein deutsches Exemplar.
Recht nett zu lesen, wobei mir persönlich die Story nicht wirklich nahe gegangen ist und auch die Charaktere mich nicht zu fesseln wussten. Im Grunde kann man aber nichts gegen den Roman sagen, denn er ist auch nicht von minderer Qualität, als das, was einem für gewöhnlich geboten wird. Wer Mittelalterskrimis mag, macht nichts wirklich etwas verkehrt.
Jedoch sein eines noch angemerkt!
Abgesehen davon, dass wohl irgendein Lektor oder jemand von Vertrieb bei Ullstein gesagt hat: “Mensch, Frauen im Mittelalter gehen gerade wie Schnitzel!” hat der Roman aber auch gar nichts mit einer Henkerstochter zu tun. Zugegeben, der eigentliche Ermittler (ein Henker) hat eine Tochter, auf die der zweite Ermittler ein (m.E. dümmlicher, jedoch dennoch nicht amüsanter) Arzt scharf ist… aber abgesehen davon tut diese Tochter die ganze Zeit gar nichts, und schon überhaupt nichts, das es rechtfertigen würde den ganzen Roman nach ihr zu benennen!
So ähnlich, als nenne man ein Buch “Der Schiffskoch” und schiebe dann über Columbus Sehfahrten, während nebenbei mal erwähnt wird, dass Columbus in die Küche geht.
4. März 2010 um 22:34 Uhr
Überbewertet
Als begeisterter Leser historischer Krimis und Romane war ich wiedereinmal auf der Suche nach Lesestoff. So fiel meine Wahl auf “Die Henkerstochter”.
Die Geschichte hat durchaus Potenzial und ist über weite Teile historisch fundiert erzählt, aber zahlreiche kleine Macken trüben einen guten Gesamteindruck. Am scherwiegendsten ist dabei sicher, dass trotz einer vielversprechenden Handlung keine rechte Spannung aufkommen will. Das liegt zum einen am Schreibstil des Autors, der sich allzu oft in langen Beschreibungen bereits bekannter Orte und Personen verliert, anstatt die Handlung voran zu treiben, und zum anderen an den relativ farblos erscheinenden Charakteren.
Die namensgebende Henkerstochter spielt bestenfalls eine Nebenrolle und ihre Liebe zu dem jungen Medicus muss ohne große Emotionen auskommen. Einzig und allein dem Henker Jakob Kuisl wurde in dem Buch etwas Charakter verliehen. Über weite Teile der Handlung versucht er, eine zu unrecht verurteilte Hexe zu retten, indem er als Foltermeister und Henker Zeit schindet. Und genau dieses Zeit schinden meint man auch beim Lesen des Buches zu spüren. Immer wieder werden einzelne Beschreibungen und Gedankengänge in anderer Formulierung durchgekaut, oder überflüssige Erklärungen gegeben. So wird zum Beispiel eine Person, die im Buch stets als “der Teufel” bezeichnet wird, in einem Gespräch mit “Braunschweiger” angesprochen. Zur Erklärung fügt der Autor hinzu: “Sie nannten den Teufel auch Braunschweiger.” Soweit so gut. Aber warum muss ich dann ein Kapitel später, wieder lesen: “Der Teufel, den sie übrigens auch Braunschweiger nannten…” An anderer Stelle wird beiläufig erläutert, dass jemand der Sohn von jemand anderem ist, obwohl das zuvor bereits ausführlich erwähnt wurde.
Das ganze ist sicher praktisch, wenn man täglich nur ein paar Seiten liest und zwischendurch die Hälfte wieder vergessen hat, aber für Leute, die sich gerne in ein Buch vertiefen, ist es überflüssig und nimmt viel Schwung aus der Handlung.
Gegen Ende gewinnt die Erzählung zwar wieder etwas an Fahrt, aber zwischendurch schweiften meine Gedanken oft wehmütig zu anderen Büchern ab. Aber anhand der zahlreichen positiven Rezensionen merkt man, wie unterschiedlich doch der Geschmack sein kann. Für mich war “Die Henkerstochter” leider eine Enttäuschung.
4. März 2010 um 22:34 Uhr
Überbewertet
Als begeisterter Leser historischer Krimis und Romane war ich wiedereinmal auf der Suche nach Lesestoff. So fiel meine Wahl auf “Die Henkerstochter”.
Die Geschichte hat durchaus Potenzial und ist über weite Teile historisch fundiert erzählt, aber zahlreiche kleine Macken trüben einen guten Gesamteindruck. Am scherwiegendsten ist dabei sicher, dass trotz einer vielversprechenden Handlung keine rechte Spannung aufkommen will. Das liegt zum einen am Schreibstil des Autors, der sich allzu oft in langen Beschreibungen bereits bekannter Orte und Personen verliert, anstatt die Handlung voran zu treiben, und zum anderen an den relativ farblos erscheinenden Charakteren.
Die namensgebende Henkerstochter spielt bestenfalls eine Nebenrolle und ihre Liebe zu dem jungen Medicus muss ohne große Emotionen auskommen. Einzig und allein dem Henker Jakob Kuisl wurde in dem Buch etwas Charakter verliehen. Über weite Teile der Handlung versucht er, eine zu unrecht verurteilte Hexe zu retten, indem er als Foltermeister und Henker Zeit schindet. Und genau dieses Zeit schinden meint man auch beim Lesen des Buches zu spüren. Immer wieder werden einzelne Beschreibungen und Gedankengänge in anderer Formulierung durchgekaut, oder überflüssige Erklärungen gegeben. So wird zum Beispiel eine Person, die im Buch stets als “der Teufel” bezeichnet wird, in einem Gespräch mit “Braunschweiger” angesprochen. Zur Erklärung fügt der Autor hinzu: “Sie nannten den Teufel auch Braunschweiger.” Soweit so gut. Aber warum muss ich dann ein Kapitel später, wieder lesen: “Der Teufel, den sie übrigens auch Braunschweiger nannten…” An anderer Stelle wird beiläufig erläutert, dass jemand der Sohn von jemand anderem ist, obwohl das zuvor bereits ausführlich erwähnt wurde.
Das ganze ist sicher praktisch, wenn man täglich nur ein paar Seiten liest und zwischendurch die Hälfte wieder vergessen hat, aber für Leute, die sich gerne in ein Buch vertiefen, ist es überflüssig und nimmt viel Schwung aus der Handlung.
Gegen Ende gewinnt die Erzählung zwar wieder etwas an Fahrt, aber zwischendurch schweiften meine Gedanken oft wehmütig zu anderen Büchern ab. Aber anhand der zahlreichen positiven Rezensionen merkt man, wie unterschiedlich doch der Geschmack sein kann. Für mich war “Die Henkerstochter” leider eine Enttäuschung.
30. März 2010 um 02:17 Uhr
WÜRZIG!
Das Buch ist sehr würzig geschrieben. Von Allem ist was dabei (Tod, Liebe, Politik). Es regt einen dazu an, die Hintergründe für die geschehnen Taten erfahren zu wollen. Deshalb kann man das Buch auch schwerlich beiseite legen. Der einzige Haken an dem Buch ist der Titel. Meiner Meinung nach passt er überhaupt nicht, da die Henkerstochter eher eine passive Rolle gespielt. Anders steht es um ihren Vater. Er ist der Henker mit Herz und Verstand. Meiner Meinung nach hätte das Buch nach ihm betitelt werden müssen. Absolut lesenswert!
4. April 2010 um 05:34 Uhr
so mittel
Wirkliche Spannung geht anders….bei mir dümpelt das Buch als Zweit- bzw. Drittbuch seit einigen Wochen so vor sich hin, man kann ab und an mal ein paar Seiten lesen, es aber auch ebensogut wieder weglegen. Ich bin noch nicht durch, aber so langsam sollte die titelgebende Hernkerstochter mal etwas in Erscheinung treten, wieso heisst das Buch sonst nach ihr?? Müsste doch eher “Der Henker” (und Detektiv, Mediziner usw ) bzw. “Der Sohn des Medicus” heissen.
Nicht so toll ist auch die Sprache, sehr einfach, oft auch unfreiwillig komisch (z.B. der vom Vater ererbte dunkel Vollbart…), und das trägt auch nicht eben dazu bei, dass das hier eines meiner Lieblingsbücher werden wird.
Gibt aber sehr viel schlimmere Drcukerzeugnisse, daher noch 3 Sterne.
4. April 2010 um 05:34 Uhr
Toll
Dieses Buch ist einfach toll. Es liest sich leicht und flüssig. Die Personen werden gut beschrieben und man lernt sich richtig kennen, was ich beim lesen wirklich als angenehm empfinde. Die Geschichte an sich ist spannend und die Spannung lässt auch auf keiner Seite nach. Kann es wirklich nur jedem empfehlen.
4. April 2010 um 05:34 Uhr
so mittel
Wirkliche Spannung geht anders….bei mir dümpelt das Buch als Zweit- bzw. Drittbuch seit einigen Wochen so vor sich hin, man kann ab und an mal ein paar Seiten lesen, es aber auch ebensogut wieder weglegen. Ich bin noch nicht durch, aber so langsam sollte die titelgebende Hernkerstochter mal etwas in Erscheinung treten, wieso heisst das Buch sonst nach ihr?? Müsste doch eher “Der Henker” (und Detektiv, Mediziner usw ) bzw. “Der Sohn des Medicus” heissen.
Nicht so toll ist auch die Sprache, sehr einfach, oft auch unfreiwillig komisch (z.B. der vom Vater ererbte dunkel Vollbart…), und das trägt auch nicht eben dazu bei, dass das hier eines meiner Lieblingsbücher werden wird.
Gibt aber sehr viel schlimmere Drcukerzeugnisse, daher noch 3 Sterne.
4. April 2010 um 05:34 Uhr
Toll
Dieses Buch ist einfach toll. Es liest sich leicht und flüssig. Die Personen werden gut beschrieben und man lernt sich richtig kennen, was ich beim lesen wirklich als angenehm empfinde. Die Geschichte an sich ist spannend und die Spannung lässt auch auf keiner Seite nach. Kann es wirklich nur jedem empfehlen.
9. April 2010 um 12:00 Uhr
Gut und fesselnd geschrieben
Ein historischer Roman, der an keiner Stelle durchhängt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen,
vor allem die eigentliche Hauptfigur der Henker.
Von den Trinkexzessen bis hin zu den rauchenden Stellen an denen man ihn einfach nur antreiben möchte.
Aber auch die Rolle des Schreibers ist in meinen Augen so typisch für diese Zeit dargestellt.
Ich kann das Buch nur jedem empfehlen. Kein Geschichtsbuch, aber das erwartet man ja auch nicht.
3. Juni 2010 um 06:00 Uhr
sehr spannender Krimi im Mittelalter
Eigentlich wollte ich mir das Buch nie kaufen weil mich der Titel nicht angesprochen hat. Aufgrund der vielen guten Bewertungen habe ich es dann doch gekauft und war begeistert.
Es ist ein wirklich sehr spannender Roman, welcher im Mittelalter spielt. Fasziniert hat mich das der krimi aus der Perspektive einer Henkersfamilie geschrieben ist.
Zu empfehlen ist auch der 2. Teil, welcher einen eigenen abgeschlossenen Krimi darstellt.
9. Juni 2010 um 00:51 Uhr
naja
Der Roman hat mich nicht überzeugt, hier mal ein paar Punkte die mir nicht gefallen
- Oberflächliche Personen
- Sehr einfacher Schreibstiel
- mäßige Spannung
8. Juli 2010 um 18:00 Uhr
Reiselektüre
Ich mir habe das Buch für den Urlaub gekauft. Es ist so spannend geschrieben das ich es in zwei Tagen gelesen habe. Ich konnte es einfach nicht mehr weglegen. Sehr zu empfehlen für Liebhaber historischer Romane.