Du sollst nicht lügen!: Von einem, der auszog, ehrlich zu sein (Jürgen Schmieder)

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34 Kommentare zu „Du sollst nicht lügen!: Von einem, der auszog, ehrlich zu sein (Jürgen Schmieder)“

  1. Birger sagt:

    Unbedingt lesen!
    Habe schon lange kein so lustiges und unterhaltsames, zugleich ehrliches Buch gelesen. Konnte mich nur schwer trennen, und habe das Buch somit innerhalb kürzerster Zeit verschlungen. Zum Schluss war ich dann aber doch etwas traurig und enttäuscht, aber nur, weil es schon vorbei war. Hätte nur zu gerne weiter gelesen. Ein absolut lesenswertes Buch - für jeden.

  2. Ronaldo sagt:

    Rückschritt für die Ethik
    Nachdem ich auf swr2 ein Interview mit dem Autor gehört habe, empfehle ich, das Buch nicht zu lesen.

    Was soll ein derartiges auf die Verteidigung des Lügens abzielendes Buch? Soll man es witzig finden, dass der Autor berichtet, seine Frau habe mit Scheidung gedroht, als er ihr ankündigte, 40 Tage lang mal nicht zu lügen???

    Ich halte die Grundidee für sehr bedenklich und frage mich, warum, wenn nicht zum Geldverdienen, ein solches Buch verfasst wird.

  3. Anita sagt:

    Unbedingt lesen!
    Habe schon lange kein so lustiges und unterhaltsames, zugleich ehrliches Buch gelesen. Konnte mich nur schwer trennen, und habe das Buch somit innerhalb kürzerster Zeit verschlungen. Zum Schluss war ich dann aber doch etwas traurig und enttäuscht, aber nur, weil es schon vorbei war. Hätte nur zu gerne weiter gelesen. Ein absolut lesenswertes Buch - für jeden.

  4. Pandora sagt:

    Endlich
    Endlich mal wieder ein frisch und lustiges Buch, Hr. Schmieder hat es geschafft selbst einen Lesemuffel in seinen Bann zu ziehen. Großartiges Buch, lustig, ehrlich usw.

  5. Juliane sagt:

    Rückschritt für die Ethik
    Nachdem ich auf swr2 ein Interview mit dem Autor gehört habe, empfehle ich, das Buch nicht zu lesen.

    Was soll ein derartiges auf die Verteidigung des Lügens abzielendes Buch? Soll man es witzig finden, dass der Autor berichtet, seine Frau habe mit Scheidung gedroht, als er ihr ankündigte, 40 Tage lang mal nicht zu lügen???

    Ich halte die Grundidee für sehr bedenklich und frage mich, warum, wenn nicht zum Geldverdienen, ein solches Buch verfasst wird.

  6. Sarah chantal sagt:

    Endlich
    Endlich mal wieder ein frisch und lustiges Buch, Hr. Schmieder hat es geschafft selbst einen Lesemuffel in seinen Bann zu ziehen. Großartiges Buch, lustig, ehrlich usw.

  7. Geraldine sagt:

    Von einem der auszog, ehrlich zu sein
    Es war ein gutes Zeichen, dass ich dieses Buch nicht aus der Hand legen konnte als ich es öffnete und begann darin zu lesen - zu faszinierend ist das Thema LÜGEN - das Buch DU SOLLST NICHT LÜGEN von Jürgen Schmieder widmet sich mit Hingabe einem Selbstversuch des Autoren für 40 Tage auf Lügen zu verzichten, wobei er der Ehrlichkeit vor der Wahrheit den Vorzug gibt - die sich daraus ergebende Katastrophe kann man im Vorfeld erahnen, daher habe ich genau das bekommen, was ich mir erhoffte, ein buch zwischen Satire und Selbstkasteiung. DU SOLLST NICHT LÜGEN von Jürgen Schmieder - ein gutes Buch zu etwas so Alltäglichem wie unseren ewigen Lügen…

    Der Autor will also ehrlich bleiben, aber nicht immer die Wahrheit sagen - schlimm genug und doch so treffend was er da schon auf den ersten Seiten bemerkt. Ob es der Besuch im Mc Donalds ist oder der Besuch beim Fahrkartenschalter der DB immer ein Grund zur Freude und der Anlass für ein kultiviertes Gespräch von Kunde zu Anbieter - oder?

    Nein, es ist eher ganz anders und Jürgen Shmieder gibt allen Saures, er schreckt auch nicht davor zurück seinen langjährigen Freund zu verraten - so schnell macht man sich also Feinde wenn man ehrlich ist…

    Doch halt - keiner bezeichnet sich selbst als Lügner und doch lügen wir alle innerhalb eines 10 Minutengespräches 3 Mal - wirklich? Ist das nicht erschreckend?

    Das Buch DU SOLLST NICHT LÜGEN von Jürgen Schmieder ist amüsant, gruselig und doch kann man es nicht aus der hand legen, man muss einfach wissen was er als nächstes sagt und grinst innerlich - ja, das hätte man selbst auch schon gerne einmal jemanden ins Gesicht gesagt aber nicht getan.

    Hier eine ehrliche Aussage noch von mir, die Hinweise und Vergleiche zu Schlag den Raab hätte der Autor Jürgen Schmieder sich sparen können, die habe ich ganz schnell überlesen, ich fand sie total langweilig und unpassend.

    Insgesamt gesehen finde ich das Buch aber lesenswert und sehr aktuelle - lügen tun wir doch anscheinend alle und andauernd?!

    Empfehlenswert

  8. Solomon sagt:

    Von einem der auszog, ehrlich zu sein
    Es war ein gutes Zeichen, dass ich dieses Buch nicht aus der Hand legen konnte als ich es öffnete und begann darin zu lesen - zu faszinierend ist das Thema LÜGEN - das Buch DU SOLLST NICHT LÜGEN von Jürgen Schmieder widmet sich mit Hingabe einem Selbstversuch des Autoren für 40 Tage auf Lügen zu verzichten, wobei er der Ehrlichkeit vor der Wahrheit den Vorzug gibt - die sich daraus ergebende Katastrophe kann man im Vorfeld erahnen, daher habe ich genau das bekommen, was ich mir erhoffte, ein buch zwischen Satire und Selbstkasteiung. DU SOLLST NICHT LÜGEN von Jürgen Schmieder - ein gutes Buch zu etwas so Alltäglichem wie unseren ewigen Lügen…

    Der Autor will also ehrlich bleiben, aber nicht immer die Wahrheit sagen - schlimm genug und doch so treffend was er da schon auf den ersten Seiten bemerkt. Ob es der Besuch im Mc Donalds ist oder der Besuch beim Fahrkartenschalter der DB immer ein Grund zur Freude und der Anlass für ein kultiviertes Gespräch von Kunde zu Anbieter - oder?

    Nein, es ist eher ganz anders und Jürgen Shmieder gibt allen Saures, er schreckt auch nicht davor zurück seinen langjährigen Freund zu verraten - so schnell macht man sich also Feinde wenn man ehrlich ist…

    Doch halt - keiner bezeichnet sich selbst als Lügner und doch lügen wir alle innerhalb eines 10 Minutengespräches 3 Mal - wirklich? Ist das nicht erschreckend?

    Das Buch DU SOLLST NICHT LÜGEN von Jürgen Schmieder ist amüsant, gruselig und doch kann man es nicht aus der hand legen, man muss einfach wissen was er als nächstes sagt und grinst innerlich - ja, das hätte man selbst auch schon gerne einmal jemanden ins Gesicht gesagt aber nicht getan.

    Hier eine ehrliche Aussage noch von mir, die Hinweise und Vergleiche zu Schlag den Raab hätte der Autor Jürgen Schmieder sich sparen können, die habe ich ganz schnell überlesen, ich fand sie total langweilig und unpassend.

    Insgesamt gesehen finde ich das Buch aber lesenswert und sehr aktuelle - lügen tun wir doch anscheinend alle und andauernd?!

    Empfehlenswert

  9. Ramzi sagt:

    Lustig und traurig zugleich, nichtsdestotrotz unheimlich unterhaltsam!
    Ich habe mir schon das Vorgängerbuch “Meine Bauch gehört mir” des Autors Jürgen Schmieder gekauft. Ich finde dieses Buch schon unheimlich unterhaltsam und war deswegen auch gespannt auf das Neue “du sollst nicht lügen”. Ich muss sagen, ich bin vollends begeistert und angetan. Von der Darstellung verschiedener Weisen des Nahrungsverzichts zum Verzicht auf das Lügen im Alltag?!

    Auf dem ersten Blick konnte ich dem Titel nichts Besonderes abzugewinnen, wurde aber von Seite zu Seite mehr und mehr vom Thema verschlungen und vor allem nachdenklich. Denn neben der lockeren und direkten Sprache birgt das Buch eigentlich ein ernstes, wenn nicht sogar trauriges Fazit, in sich. Die Wahrheit kann schmerzen und verletzen- wie die Faust eines Freundes und wie oft man eigentlich versucht diese “Schmerzen” mit Lügen zu umgehen! Anschaulich wird dargestellt wie der Verzicht auf Lügen sich auf das Verhältnis zur Ehefrau, zur Familie, zu Freunden, zu Kollegen und zu anderen Mitmenschen auswirkt. Nicht nur der Autor im Selbstversuch muss mit den Konsequenzen einer- ehrlichen Steuererklärung- oder der -Bloßstellung eines Freundes- leben sondern auch die Menschen, welche mit der Wahrheit konfrontiert werden. Die ehrliche Meinung über das Aussehen der Ehefrau im neuen Bikini, über das Verhalten des besten Freundes, können sich offen kundgetan negativ für beide Seiten auswirken.Die Kritik oder besser gesagt, offene Meinung über den Kollegen schaden dagegen nur dem Autor selbst- Ausschluss von der Redaktionskonferenz! Nur die Stelle im Buch- auf dem Weg zur U-Bahn- wirft die Frage auf, ist es wirklich notwendig jedem zaudernden Spaziergänger seine Meinung aus dem Weg” kundzutun?! Ist Schweigen schon Lügen?

    Das Buch wirft für mich auch weitere ernste Fragen auf:: Kann unsere Gesellschaft eigentlich ohne Lügen noch funktionieren? Wäre eine Gesellschaft ohne Lügen eigentlich besser?

    Ich denke das Buch soll nicht als Basisliteratur zum Thema Moral und Ethik dienen, sondern auf amüsante Weise Leute dazu bringen über ihr Verhältnis zum Lügen und vor allem über die Bedeutung des Lügens in der Gesellschaft nachzudenken. Und wer nicht über das Thema nachdenken will, der kann unzählige Male über die Erlebnisse des Autors schmunzeln und lachen- garantiert!

    Ich finde das Buch wahnsinnig lustig und traurig zugleich-unheimlich unterhaltsam!

  10. Bernarde sagt:

    Lustig und traurig zugleich, nichtsdestotrotz unheimlich unterhaltsam!
    Ich habe mir schon das Vorgängerbuch “Meine Bauch gehört mir” des Autors Jürgen Schmieder gekauft. Ich finde dieses Buch schon unheimlich unterhaltsam und war deswegen auch gespannt auf das Neue “du sollst nicht lügen”. Ich muss sagen, ich bin vollends begeistert und angetan. Von der Darstellung verschiedener Weisen des Nahrungsverzichts zum Verzicht auf das Lügen im Alltag?!

    Auf dem ersten Blick konnte ich dem Titel nichts Besonderes abzugewinnen, wurde aber von Seite zu Seite mehr und mehr vom Thema verschlungen und vor allem nachdenklich. Denn neben der lockeren und direkten Sprache birgt das Buch eigentlich ein ernstes, wenn nicht sogar trauriges Fazit, in sich. Die Wahrheit kann schmerzen und verletzen- wie die Faust eines Freundes und wie oft man eigentlich versucht diese “Schmerzen” mit Lügen zu umgehen! Anschaulich wird dargestellt wie der Verzicht auf Lügen sich auf das Verhältnis zur Ehefrau, zur Familie, zu Freunden, zu Kollegen und zu anderen Mitmenschen auswirkt. Nicht nur der Autor im Selbstversuch muss mit den Konsequenzen einer- ehrlichen Steuererklärung- oder der -Bloßstellung eines Freundes- leben sondern auch die Menschen, welche mit der Wahrheit konfrontiert werden. Die ehrliche Meinung über das Aussehen der Ehefrau im neuen Bikini, über das Verhalten des besten Freundes, können sich offen kundgetan negativ für beide Seiten auswirken.Die Kritik oder besser gesagt, offene Meinung über den Kollegen schaden dagegen nur dem Autor selbst- Ausschluss von der Redaktionskonferenz! Nur die Stelle im Buch- auf dem Weg zur U-Bahn- wirft die Frage auf, ist es wirklich notwendig jedem zaudernden Spaziergänger seine Meinung aus dem Weg” kundzutun?! Ist Schweigen schon Lügen?

    Das Buch wirft für mich auch weitere ernste Fragen auf:: Kann unsere Gesellschaft eigentlich ohne Lügen noch funktionieren? Wäre eine Gesellschaft ohne Lügen eigentlich besser?

    Ich denke das Buch soll nicht als Basisliteratur zum Thema Moral und Ethik dienen, sondern auf amüsante Weise Leute dazu bringen über ihr Verhältnis zum Lügen und vor allem über die Bedeutung des Lügens in der Gesellschaft nachzudenken. Und wer nicht über das Thema nachdenken will, der kann unzählige Male über die Erlebnisse des Autors schmunzeln und lachen- garantiert!

    Ich finde das Buch wahnsinnig lustig und traurig zugleich-unheimlich unterhaltsam!

  11. Pietro sagt:

    da erwischt man sich bei der Selbstanalyse
    Ein lesenswertes und sehr unterhaltsames Buch! Außerdem kann man einige Situationen sehr gut nachempfinden, zum Beispiel habe ich mich selbst schon oft genug über die überraschend-vor-einem-Stehenbleiber und Langsamgeher geärgert… Auch die Differenzierung der verschiedenen Lügenabstufungen ist sehr interessant. Sehr empfehlenswert!

  12. Ana sagt:

    da erwischt man sich bei der Selbstanalyse
    Ein lesenswertes und sehr unterhaltsames Buch! Außerdem kann man einige Situationen sehr gut nachempfinden, zum Beispiel habe ich mich selbst schon oft genug über die überraschend-vor-einem-Stehenbleiber und Langsamgeher geärgert… Auch die Differenzierung der verschiedenen Lügenabstufungen ist sehr interessant. Sehr empfehlenswert!

  13. Anselm sagt:

    amüsant-nachdenklicher Selbstversuch
    Mit dem Rauchen aufhören, mehr Sport treiben, die Schokolade im Schrank lassen, auf das allabendliche Feierabendbier oder Glas Wein verzichten - das sind Dinge, die die Menschen sich des Öfteren vornehmen und nur selten durchziehen.

    Laut einigen Statistiken lügt jeder Mensch ca. 200 Mal - täglich. Bewusst und unbewusst, um andere zu schützen und um für sich selbst Vorteile rauszuschlagen, harmlos und raffiniert. Jürgen Schmieder, seines Zeichens Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung, wagt einen Selbstversuch der Ehrlichkeit und stößt dabei nicht nur auf Hindernisse, sondern auch an seine Grenzen - wer hätte gedacht, dass gründliches Ehrlichsein sich doch so schwierig gestalten würde? In seinem Ehrlichkeits-Tagebuch zeigt Schmieder, dass es noch viel schwerer ist, 24 Stunden am Tag, vierzig Tage lang jederzeit zu jedem schonungslos ehrlich zu sein.

    In allen Lebensbereichen setzt sich der Autor mit den kleinen und großen Lügen des Lebens auseinander, um jeden Tag neu festzustellen, dass es gar nicht so einfach ist, immer ehrlich zu sein. Schon mit der ersten Anekdote aus seinem Selbstversuch zieht er den Leser auf seine Seite; es fällt schwer, das Buch überhaupt wieder aus der Hand zu legen, obwohl es keine erzählende Handlung hat. Angefangen bei der Steuererklärung, die trotz der Möglichkeit einer späteren Erledigung (nach dem Zeitraum der vierzig Tage) sofort gemacht werden muss, über den Verrat des langjährigsten Freundes bis hin zur ehrlichen Meinung über Kollegen stolpert Schmieder ungewünscht, aber überaus bewusst (und niemals lügend) von einem Fettnapf in den nächsten. Das ist für den Leser zwar amüsant, bringt ihn aber auch dazu, sein eigenes Verhältnis zu kleinen Bequemlichkeitslügen zu überdenken.

    Letztendlich lässt dieses Buch tief in die gesellschaftlichen Zusammenhänge gucken und macht sehr deutlich, dass eine Welt ohne unsere kleinen alltäglichen Notlügen gar nicht funktionieren könnte.

    Dass der Autor ein geübter Schreiber ist, unterstützt die Wirkung des Buches nur zusätzlich. Sprachlich einwandfrei, ohne Stolperstellen oder erwähnenswerte Längen stellt Du sollst nicht lügen! nicht nur eine Unterhaltungslektüre dar, sondern dürfte bei dem einen oder anderen Leser sogar die Idee wecken, selbst einen solchen Versuch der Ehrlichkeit auszuprobieren - natürlich nicht mit allen Konsequenzen, denn man lernt schließlich aus den Fehlern der anderen, in diesem Falle aus den Fehlern Schmieders.

    ——————————————————————————–

    Fazit:

    Mit seinem Selbstversuch Du sollst nicht lügen! zeigt Jürgen Schmieder, wie sehr das Lügen zu unserem Leben gehört, und wie schwer es ist, 24 Stunden am Tag grundehrlich zu sein. Unterhaltsame Anekdoten regen zum Nachdenken an und obwohl deutlich wird, wie notwendig das Lügen für ein gutes Zusammenleben ist, wird es in diesem Buch nicht schön geredet. Vielmehr wird der Leser animiert, sich selbst anders zu betrachten. Empfehlenswert!

    ——————————————————————————–

    Wertung: viereinhalb Sterne

    Hintergründe: 4,5/5

    Recherche: 4,5/5

    Lesespaß: 5/5

    Preis/Leistung: 4/5

    (Originalrezension fü Literatopia.de)

  14. Ben sagt:

    amüsant-nachdenklicher Selbstversuch
    Mit dem Rauchen aufhören, mehr Sport treiben, die Schokolade im Schrank lassen, auf das allabendliche Feierabendbier oder Glas Wein verzichten - das sind Dinge, die die Menschen sich des Öfteren vornehmen und nur selten durchziehen.

    Laut einigen Statistiken lügt jeder Mensch ca. 200 Mal - täglich. Bewusst und unbewusst, um andere zu schützen und um für sich selbst Vorteile rauszuschlagen, harmlos und raffiniert. Jürgen Schmieder, seines Zeichens Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung, wagt einen Selbstversuch der Ehrlichkeit und stößt dabei nicht nur auf Hindernisse, sondern auch an seine Grenzen - wer hätte gedacht, dass gründliches Ehrlichsein sich doch so schwierig gestalten würde? In seinem Ehrlichkeits-Tagebuch zeigt Schmieder, dass es noch viel schwerer ist, 24 Stunden am Tag, vierzig Tage lang jederzeit zu jedem schonungslos ehrlich zu sein.

    In allen Lebensbereichen setzt sich der Autor mit den kleinen und großen Lügen des Lebens auseinander, um jeden Tag neu festzustellen, dass es gar nicht so einfach ist, immer ehrlich zu sein. Schon mit der ersten Anekdote aus seinem Selbstversuch zieht er den Leser auf seine Seite; es fällt schwer, das Buch überhaupt wieder aus der Hand zu legen, obwohl es keine erzählende Handlung hat. Angefangen bei der Steuererklärung, die trotz der Möglichkeit einer späteren Erledigung (nach dem Zeitraum der vierzig Tage) sofort gemacht werden muss, über den Verrat des langjährigsten Freundes bis hin zur ehrlichen Meinung über Kollegen stolpert Schmieder ungewünscht, aber überaus bewusst (und niemals lügend) von einem Fettnapf in den nächsten. Das ist für den Leser zwar amüsant, bringt ihn aber auch dazu, sein eigenes Verhältnis zu kleinen Bequemlichkeitslügen zu überdenken.

    Letztendlich lässt dieses Buch tief in die gesellschaftlichen Zusammenhänge gucken und macht sehr deutlich, dass eine Welt ohne unsere kleinen alltäglichen Notlügen gar nicht funktionieren könnte.

    Dass der Autor ein geübter Schreiber ist, unterstützt die Wirkung des Buches nur zusätzlich. Sprachlich einwandfrei, ohne Stolperstellen oder erwähnenswerte Längen stellt Du sollst nicht lügen! nicht nur eine Unterhaltungslektüre dar, sondern dürfte bei dem einen oder anderen Leser sogar die Idee wecken, selbst einen solchen Versuch der Ehrlichkeit auszuprobieren - natürlich nicht mit allen Konsequenzen, denn man lernt schließlich aus den Fehlern der anderen, in diesem Falle aus den Fehlern Schmieders.

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    Fazit:

    Mit seinem Selbstversuch Du sollst nicht lügen! zeigt Jürgen Schmieder, wie sehr das Lügen zu unserem Leben gehört, und wie schwer es ist, 24 Stunden am Tag grundehrlich zu sein. Unterhaltsame Anekdoten regen zum Nachdenken an und obwohl deutlich wird, wie notwendig das Lügen für ein gutes Zusammenleben ist, wird es in diesem Buch nicht schön geredet. Vielmehr wird der Leser animiert, sich selbst anders zu betrachten. Empfehlenswert!

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    Wertung: viereinhalb Sterne

    Hintergründe: 4,5/5

    Recherche: 4,5/5

    Lesespaß: 5/5

    Preis/Leistung: 4/5

    (Originalrezension fü Literatopia.de)

  15. Alexandra sagt:

    Klasse!
    Nach einem Artikel in der FTD bestellte ich dieses Buch. Jürgen Schmieder schafft es, mir als Leser auf sehr humorvolle Weise den Spiegel vorzuhalten. Die Beschreibung und die Wirkung der ganz “alltäglichen” kleinen Lügen ist einfach gelungen. An einigen Stellen konnte ich mich als Leser selbst wiederfinden. Kurzweilig, faszinierend und mit einem überraschenden Fazit ist dieses Buch sehr lesenswert. Er gibt viele kleine Denkanstöße verbunden mit der Frage, ob die kleinen Lügen wirklich sein müssen. Die Wahrheit ist aus eigener Erfahrung, für die Mitmenschen manchmal nur sehr schwer zu verstehen!

  16. Serfine sagt:

    Lustig aber zäh….
    Sehr lustiges und gut geschriebenes Buch.

    Ich jedoch hatte etwas mehr erwartet,

    teilweise zieht es sich etwas in die Länge …

  17. Wolter sagt:

    Klasse!
    Nach einem Artikel in der FTD bestellte ich dieses Buch. Jürgen Schmieder schafft es, mir als Leser auf sehr humorvolle Weise den Spiegel vorzuhalten. Die Beschreibung und die Wirkung der ganz “alltäglichen” kleinen Lügen ist einfach gelungen. An einigen Stellen konnte ich mich als Leser selbst wiederfinden. Kurzweilig, faszinierend und mit einem überraschenden Fazit ist dieses Buch sehr lesenswert. Er gibt viele kleine Denkanstöße verbunden mit der Frage, ob die kleinen Lügen wirklich sein müssen. Die Wahrheit ist aus eigener Erfahrung, für die Mitmenschen manchmal nur sehr schwer zu verstehen!

  18. Senad sagt:

    Lustig aber zäh….
    Sehr lustiges und gut geschriebenes Buch.

    Ich jedoch hatte etwas mehr erwartet,

    teilweise zieht es sich etwas in die Länge …

  19. Helga sagt:

    Ein Stern ist genau einer zuviel.
    Wenn der Autor einmal ehrlich gewesen wäre, dann hätte er eingeräumt das dieses Buch das Thema bei weitem verfehlt hat und es nur einen Zweck dient, sein Portmonee zu füllen.

    Eine Anhäufung von groben Unfug.

    Der Autor sieht das nicht gesagte Wort als Lüge an. Nur weil ich nicht jedem erzähle was ich von ihm halte bin ich noch lang kein Lügner.Sogar etwas gesagtes in einem nicht vulgärer Umgangston, dass dennoch die Wahrheit transportiert, wird als Lüge deklariert.

    Ein Beispiel “Der Bikini ist unvorteilhaft für deine Figur” (Wird als Lüge angesehen) “Dein A_rsch sieht in dem Bikini ekelhaft Fett aus” (Wird als Wahrheit angesehen)

    Beides ist aber die “Wahrheit” nur der Umgangston ist anders. (Gesetz dem Fall der Kritiker empfindet und sieht dies auch so)

    Die Wenigsten würde wohl überhaupt so herablassend vulgär über die eigene Frau oder Mitmenschen denken. Dazu müsste dieser einen wohl vorher schon arg missfallen und gereizt haben.

    Ein anderes Beispiel:

    Wenn mir in einem Restaurant ein essen nicht mundet sage ich das, aber tituliere den Koch dabei nicht als inkompetentes dummes A_rschloch und beleidige nebenbei seine Mutter. Oder erzähle ihm das ich lieber den Fußboden im WC lecken würde, als hier noch einen Bissen zu tun. So würde doch ein normaler Mensch doch überhaupt nicht denken.

    Die Lüge ist klar Definiert. Eine Lüge ist eine Aussage, von der der Sender (Lügner) weiß oder vermutet, dass sie unwahr ist, und die mit der Absicht geäußert wird, dass der oder die Empfänger sie trotzdem glauben.Dies geschieht meist, um einen Vorteil zu erlangen oder um einen Fehler oder eine verbotene Handlung zu verdecken und so Kritik oder Strafe zu entgehen. Gelogen wird aber auch aus Höflichkeit, aus Scham, aus Angst, zum Schutz anderer Personen oder um die Pläne des Gegenübers zu vereiteln. Die Lüge ist auf Sprache einen Kommunikationsweg angewiesen.

    Inhaltlich ist das Buch mehr als schwach daher rate von einem Kauf dringend ab.

  20. Siegmund sagt:

    Vor allem der Schluss enttäuscht
    Ich lüge nicht, wenn ich sage, dass ich das Buch wirklich zu Ende gelesen habe. Dies, obwohl gerade der Schluss alles andere als überzeugend ist. Seine allgemeingültigen Regeln sind so etwas von banal und ein unpassender Abschluss seines Experiments immer die Wahrheit zu sagen, dass die Bewertung drastisch sinkt (”Man braucht keinen Luxus, um glücklich zu sein. Eine Schmusedecke, liebe Menschen und ein bisschen Essen reichen vollkommen.”).

    Grundsätzlich finde ich seine Idee mit dem Selbstversuch schon interessant: Wer lügt schon nicht - und was heisst es, immer die Wahrheit zu sagen (auch beim Pokern)? Spannend. Besonders beeindruckend fand ich die beiden Kapitel 18 und 19, als er zu seinen Eltern und seiner Frau permanent offen und ehrlich war. Leider sind dann seine Schlussfolgerungen nicht über alle Zweifel erhaben.

  21. Rodmund sagt:

    Schwer zu glauben
    Zu einfach, zu ausgedacht… Der Selbstversuch ist mehr ein Selbstbetrug, und man soll doch nicht lügen, auch wenn es den Absatz des eigenen Buches anregt… :-(

  22. Helmut sagt:

    Du sollst nicht lügen… genau, das sollst du nicht
    Das Buch wird vom Verlag als “einzigartigen Selbstversuch” beschrieben. Dazu wollte ich lediglich anmerken, dass 1. A.J. Jacobs (Autor von “Die Bibel & ich” und “Britannica & ich zu ihm und seinen Bücher kann man stehen, wie man will) bereits 2007 ein äußert ähnliches Experiment durchgeführt hat und darüber einen Artikel “I Think You’re Fat” in der US-Zeitschrift Esquire geschrieben hat. Lässt sich übrigens leicht googeln und ist online lesbar.

    Außerdem stammt die Idee zur “Radikalen Ehrlichkeit” von einem amerikanischen amerikanischen Psychologen namens Brad Blaton, der genau unter diesem Titel (”Radikale Ehrlichkeit”, hier bei Amazon zu finden) seine These repräsentiert, stets die Wahrheit zu sagen.

    Ich finde, v.a. der Presserummel um Jürgen Schmieder wird etwas aufgebauscht, denn so “einzigartig” scheint sein Selbstversuch dann doch nicht gewesen zu sein.

  23. Oleg sagt:

    Enttäuschend.
    Das Buch habe ich mir besorgt, nachdem ich in der Zeitung einen super Artikel darüber gelesen habe. Jetzt muss ich sagen, dass ich da vielleicht etwas zu geblendet war und der Artikel nicht ganz der Wahrheit entsprach. Somit bin ich mit hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen - wurde aber sehr enttäuscht. Um ehrlich zu sein ;-) - ich habe das Buch nach der Hälfte weg gelegt, weil ich es so unglaubwürdig und furchtbar fand.

    Sicherlich ist der Versuch, immer ehrlich zu sein sehr interessant und auch ein schönes Thema, aber wie dies hier umgesetzt wurde fand ich eher unpassend.

    Ich bin der Meinung, dass es nicht gelogen ist, wenn man mal etwas verschweigt und anderen Menschen nicht gleich auf die Nase bindet. Außerdem denke ich, dass man, wenn man schon nicht den Mund halten kann und das sagen muss was man denkt, bestimmt nicht gleich unter die Gürtellinie gehen und andere beschimpfen muss (Beispiel im Buch: siehe die Bahnangestellte gleich am Anfang des Buches). Man kann anderen auch vernünftig die Meinung sagen. Klar kam das mit der Bahnangestellten witzig rüber, aber auf Gefühlen anderer rumtrampen muss man bestimmt nicht.

    Ach, da sind noch mehr Beispiele im Buch, die ich total daneben fand. Aber die will ich hier nicht alle erwähnen.

    Gut, ich muss zugeben, dass sicherlich vieles Ansichtssache ist, aber ich fand das Buch nicht gut.

    Fazit: Zum ersten Mal kann ich für ein Buch nur 1 Stern vergeben. Wären 0 möglich gewesen hätte ich gar keinen Stern vergeben.

  24. Ronny sagt:

    Habe das Buch nach der Hälfte nun in den Schrank geräumt
    Ich habe das Buch/ die Empfehlung über den SWR1 gehört und es hat mich neugierig gemacht.

    - Er hat wegen Ehrlichkeit von seinem Kumpel eine Rippe gebrochen bekommen

    - Er hat wegen Ehrlichkeit starke Probleme mit seiner Frau bekommen usw.

    Und nun hab ich mich mittlerweile bis zur hälfte durch das Buch gequält und habe beschlossen es wegzulegen.

    Ich lese um mich zu unterhalten und freu mich drauf neugierig zu sein …

    dass wenn ich mal wieder bischen Zeit habe zu lesen und ich mir diese Zeit wirklich logistisch erarbeiten muss …

    … das ich es dann gerne tu und mich drauf freue.

    Ich habe nun aufgegeben!

  25. Abraham sagt:

    Großartig geschrieben
    Der Autor wirft in seinem Buch “Du sollst nicht lügen” zunächst die nicht uninteressante Frage auf, ob eine Welt ohne Lügen und Flunkereien vorstellbar ist. Nachdem in vielen Talkshows und Rezensionen das Experiment selbst diskutiert wurde, habe ich mir das Buch gekauft - und möchte nun vielmehr auf den Inhalt als den Selbstversuch eingehen - von dem mag jeder halten, was immer er möchte.

    Der Autor wagt mit seinem Text eine Gratwanderung, weil er einerseits einen Erfahrungsbericht abliefert, andererseits jedoch Studien und Philosophen zitiert und am Ende gar selbst einige höchst interessante philosophische Thesen aufstellt. Dem Text ist deshalb kein Genre zuzuordnen, es ist kein philosophisches Sachbuch, kein reiner Erfahrungsbericht und auch kein Essay, weshalb ich ich den Text einfach nur als “Buch” bezeichnen würde.Die Gratwanderung gelingt dem Autor famos, weil er seine Erfahrungen zwar häufig viszeral (manchmal über der Grenze), aber doch stets mit einem Augenzwinkern beschreibt. Einen Bruch gibt es etwa in der Mitte des Buches, als der Autor vom beleidigenden Proll erst zum Zyniker wird und dann nachdenklich und philosophisch wird. Es ist dieser Bruch und die Entwicklung, die dieses Buch spannend und lesenswert macht - bis zum Schluss.

    Der Autor wird nun manchmal als “bad boy” der Literatur hingestellt, wie es vor Jahren auch mit Charlotte Roche passierte. Dabei weisen die Sprachspiele, die zahlreichen Vergleiche und immer wiederkehrende Elemente den Autor als Sprachküsntler aus, der durchaus in der Lage ist, sich selbst zu reflektieren und bereit ist, sich zu entwickeln. Darin liegt der Unterschied zu vielen anderen Büchern, die sich mit philosophischen Fragen auseinander setzen: Jürgen Schmieder geht nicht mit einer vorgefassten Meinung in dieses Experiment und sucht nach Bestätigung seiner Thesen, sondern beginnt naiv eine Reise. Aus den Erlebnissen ergeben sich für ihn die Thesen, die am Ende zu einer Erkenntnis führen.

    Popkulturelle Referenzen - davon gibt es Hunderte - runden diese Erfahrungen ab und schaffen einen Übergang zu den ersthaften Elementen - bei denen ich vielmals über mein eigenes Leben und das Zusammenleben mit meinen Mitmenschen nachgedacht habe.Darin liegt eine weitere Kunst des Autors: Er schafft es, zwar auf den ersten Blick nur den Mikrokosmos seines Lebens zu beschreiben - aber dadurch allgemeine Fragen aufzuwerfen.

    Nach dem Erscheinen des Buches wurde oftmals polemisch diskutiert, ob Lügen sinnvoll sind und ob eine Welt ohne Lügen vorstellbar ist. Ich finde diese Diskussion zu einfach und finde, sie wird dem Buch nicht gerecht. “Du sollst nicht lügen” wirft keine Schwarz-Weiß-Frage auf - sondern der letzte Satz fasst es zusammen: “Es gibt Menschen, denen ich weniger Lügen erzähle.” Da liegt der Punkt der ganzen philosophischen Diskussion: Nicht “Lüge - ja oder nein”, sondern “Wie viele Lügen müssen es sein?” und “Könnten wir nicht weniger lügen?”. Das sind die Fragen, die dieses Buch aufwirft.

    Ich habe “Du sollst nicht lügen” als philosophisches Experiment wahrgenommen, und als sehr gut geschriebenen Essay. Ich kann verstehen, dass einige, die nur vom Expermient gehört haben oder nur 100 Seiten gelesen haben, nur einen Stern vergeben - dieses Thema polarisiert wie kaum ein zweites. Ich habe alle 330 Seiten gelesen und gehöre zur Fünf-Sterne-Gruppe. Dieses Buch sollte viele Leser finden.

  26. Ottilie sagt:

    Eine Menschheitsfrage wird biographisch verhandelt…
    Ich habe das Buch von J. Schmieder innerhalb weniger Tage durchgelesen und war bis zur letzten Seite von seinen Gedanken gefesselt. Die Folgen seines “Selbstversuchs”, 40 Tage lang nicht zu lügen ( was ihm letztlich auch nicht ganz gelungen ist ) hinterlassen bei mir als Leser einen hohen Respekt vor diesem Wagnis, einen hohen Respekt vor seiner Frau, die dieses “Experiment” mitgetragen hat, als auch eine Anerkennung der Selbstreflexion des Autors am Ende des Buches.

    Als Theologe tut sich mir am Ende der Lektüre eine andere Dimension des “Experiments” auf: Gehört es womöglich zu gefallenen Schöpfung, dass selbst Lüge und Wahrheit in den Strudel der Gefallenheit mitgerisssen sind, sodass ein absolutes Ehrlichsein genausowenig zu unserer Existenz passt wie eine dauernde Lüge ? Was ist mit uns als Menschen passiert, dass wir weder das eine noch das andere als absolute Regel vertragen. Jedes Liebespaar, das sich verspricht, absolut ehrlich zueineinander zu sein, wäre damit von vorneherein schon verloren. Unsere schöne Welt ist eine gefallene Welt - mit Tod, Fressen und Gefressen werden, Kriegen und Kämpfen. M.E. hat Schmieder - sehr klar , aber auch amüsant - gezeigt, dass Lüge inzwischen zu einem integralen Bestandteil der menschlichen Existenz geworden ist, “ohne die es nicht mehr gehen würde”. Eine vernichtendere Aussage über den Menschen und seine Erlösungsbdürftigkeit kann man sich kaum vorstellen.

    Da das Buch zu diesen grundsätzlichen Fragen - wer immer sie an sich heranlassen will - hinführt, ehrliche 5 Punkte.

  27. Alicia sagt:

    Lockeres Lesevergnügen für Zwischendurch, leider nicht mehr
    Das Thema fand ich erstmal recht interessant und man muss dem Buch zugestehen, dass es sich recht flüssig und zeitweise auch witzig herunterliest. Es ist auch wirklich nicht schlecht, aber irgendetwas stört mich. Vielleicht ist es der Autor, der anscheinend ein ganz anders gestrickter Mensch ist, als ich es bin. Die Haupterkenntnis die er als Fazit zieht, dass der Mensch am meisten sich selbst belügt, sollte man als Mensch, der sich nicht scheut, sich auch mal selbstkritisch zu betrachten, eigentlich schon erkannnt haben, hieraus konnte ich für mich persönlich nichts Erhellendes entdecken. Interessant fand ich hingegen, wie einige Personen auf Ehrlichkeit reagieren, teilweise doch manchmal anders als man es erwarten würde.

    Ohne viel weiteres Geschwafel, mein Fazit:

    Streckenweise lustig, durchgehend unterhaltsam, aber leider etwas zu zahm ausgefallen. Kann man mal zum Zeitvertreib im Liegestuhl lesen, wenn man sich locker berieseln lassen möchte.

  28. Ylva sagt:

    Lockeres Lesevergnügen für Zwischendurch, leider nicht mehr
    Das Thema fand ich erstmal recht interessant und man muss dem Buch zugestehen, dass es sich recht flüssig und zeitweise auch witzig herunterliest. Es ist auch wirklich nicht schlecht, aber irgendetwas stört mich. Vielleicht ist es der Autor, der anscheinend ein ganz anders gestrickter Mensch ist, als ich es bin. Die Haupterkenntnis die er als Fazit zieht, dass der Mensch am meisten sich selbst belügt, sollte man als Mensch, der sich nicht scheut, sich auch mal selbstkritisch zu betrachten, eigentlich schon erkannnt haben, hieraus konnte ich für mich persönlich nichts Erhellendes entdecken. Interessant fand ich hingegen, wie einige Personen auf Ehrlichkeit reagieren, teilweise doch manchmal anders als man es erwarten würde.

    Ohne viel weiteres Geschwafel, mein Fazit:

    Streckenweise lustig, durchgehend unterhaltsam, aber leider etwas zu zahm ausgefallen. Kann man mal zum Zeitvertreib im Liegestuhl lesen, wenn man sich locker berieseln lassen möchte.

  29. Gaston sagt:

    Von einem, der auszog, ehrlich zu sein … :)
    Die NDR-Talkshow am 26-03-2010 hat mich dazu bewegt, dieses Buch

    zu kaufen & ich wurde nicht enttäuscht. Schmieders Frau sollte diesen

    Selbstversuch auch mal über 40 Tage machen & ein Buch darüber schreiben. :)

    Sicher ist eine unausgesprochene Meinung aus Anstand, Zurückhaltung

    oder welche Etikette dafür hergehalten wird, eine Lüge. Wenn ich

    eine Meinung habe, sollte ich sie äußern. Kraftausdrücke sollten

    jedoch vermieden werden denn die “Form machts”. Was Herr Schmieder

    auch mit der Zeit gelernt hat. Man bekommt eine Entwicklung des

    Autors mit & das finde ich persönlich schon sehr lesenswert.

    Dieses Buch ist nicht mit einem Fachbuch zu verwechseln. Es dokumentiert

    auf lustige & unterhaltsame Art & Weise den Selbstversuch eines

    Journalisten 40 Tage nicht zu lügen.

  30. Aurelie sagt:

    Von einem, der auszog, ehrlich zu sein … :)
    Die NDR-Talkshow am 26-03-2010 hat mich dazu bewegt, dieses Buch

    zu kaufen & ich wurde nicht enttäuscht. Schmieders Frau sollte diesen

    Selbstversuch auch mal über 40 Tage machen & ein Buch darüber schreiben. :)

    Sicher ist eine unausgesprochene Meinung aus Anstand, Zurückhaltung

    oder welche Etikette dafür hergehalten wird, eine Lüge. Wenn ich

    eine Meinung habe, sollte ich sie äußern. Kraftausdrücke sollten

    jedoch vermieden werden denn die “Form machts”. Was Herr Schmieder

    auch mit der Zeit gelernt hat. Man bekommt eine Entwicklung des

    Autors mit & das finde ich persönlich schon sehr lesenswert.

    Dieses Buch ist nicht mit einem Fachbuch zu verwechseln. Es dokumentiert

    auf lustige & unterhaltsame Art & Weise den Selbstversuch eines

    Journalisten 40 Tage nicht zu lügen.

  31. Dagfinn sagt:

    Schlicht eine Zumutung
    Nachdem ich etwa ein Drittel des Buches gelesen hatte, wurd’s mir dann doch wirklich zu dumm…

    Zunächst werden im ersten Kapitel grundsätzliche Gedanken zum Thema Ehrlichkeit und Wahrheit angesprochen, und dass Ehrlichkeit und Wahrheit nicht unbedingt ein und dasselbe sind.

    Damit erschöpft es sich aber auch schon. Im weiteren Verlaufe ist erkennbar, warum es dem Auto nicht gelingen kann, das Thema mit Tiefe und Ernsthaftigkeit zu präsentieren.

    1.der Auto ist darauf angewiesen, sich von einem Kind abzuschauen, wie ehrliche Aussagen ganz einfach formuliert werden können, anstatt beleidigend zu überborden (was natürlich eine unglaublich horizonterweiternde Erkenntnis für einen Mann im deutlichen Erwachsenenalter ist, wow!

    2.Glaubt er wohl ernsthaft daran, dass das Zum-Besten-Geben jedweder persönlichen Meinungen hinsichtlich Geschmack und Neigung wahrhaft eine Bereicherung ist, egal ob das Gegenüber dies hören will oder nicht.

    Die Beispiele sind aus einem banalen, oberflächlichen und verwöhnten Yuppie-Spaßgesellschaftsalltag entnommen, der sprachliche Witz erinnert an Slapstick-Humor und insgesamt ist das Niveau eher das der Unterhaltungssendungen der Massenmedien. Was ich vor allem unerträglich fand ist die “Erkenntnis” des Autors, den “Erlös” seiner unterlassenen Steuerhinterziehung als “unfreiwillige Spende an den Staat” zu betrachten. Er nennt es “Ehrlichkeit kann teuer zu stehen kommen”! Einem Modedesigner mittels eines Beschwerdebriefes sagen zu wollen, “dass er ein unglaublich hässliches Kleid entworfen hat und dass es ihn ärgert, dass seine Frau auch noch Geld dafür bezahlt hat”, erfordert wahrhaftig viel Mut und Zivilcourage - ich bin sehr beeindruckt (Sarkasmus off).

    Den Rest überfliegend kann ich auch leider nicht sagen, dass sich Text und Inhalt darüber hinaus heben.

    Das Buch ist schlicht und ergreifend eine Zumutung und bin geneigt zu sagen, dass nicht jeder unbedingt ein Buch schreiben sollte. Manche sollten es einfach lassen, auch wenn das Klingeln in der Kasse verlockend sein mag. Meine Empfehlung: Kauf lohnt sich nicht, dann doch lieber Stefan Raab gucken oder Dieter Bohlen…

  32. Sam sagt:

    Schlicht eine Zumutung
    Nachdem ich etwa ein Drittel des Buches gelesen hatte, wurd’s mir dann doch wirklich zu dumm…

    Zunächst werden im ersten Kapitel grundsätzliche Gedanken zum Thema Ehrlichkeit und Wahrheit angesprochen, und dass Ehrlichkeit und Wahrheit nicht unbedingt ein und dasselbe sind.

    Damit erschöpft es sich aber auch schon. Im weiteren Verlaufe ist erkennbar, warum es dem Auto nicht gelingen kann, das Thema mit Tiefe und Ernsthaftigkeit zu präsentieren.

    1.der Auto ist darauf angewiesen, sich von einem Kind abzuschauen, wie ehrliche Aussagen ganz einfach formuliert werden können, anstatt beleidigend zu überborden (was natürlich eine unglaublich horizonterweiternde Erkenntnis für einen Mann im deutlichen Erwachsenenalter ist, wow!

    2.Glaubt er wohl ernsthaft daran, dass das Zum-Besten-Geben jedweder persönlichen Meinungen hinsichtlich Geschmack und Neigung wahrhaft eine Bereicherung ist, egal ob das Gegenüber dies hören will oder nicht.

    Die Beispiele sind aus einem banalen, oberflächlichen und verwöhnten Yuppie-Spaßgesellschaftsalltag entnommen, der sprachliche Witz erinnert an Slapstick-Humor und insgesamt ist das Niveau eher das der Unterhaltungssendungen der Massenmedien. Was ich vor allem unerträglich fand ist die “Erkenntnis” des Autors, den “Erlös” seiner unterlassenen Steuerhinterziehung als “unfreiwillige Spende an den Staat” zu betrachten. Er nennt es “Ehrlichkeit kann teuer zu stehen kommen”! Einem Modedesigner mittels eines Beschwerdebriefes sagen zu wollen, “dass er ein unglaublich hässliches Kleid entworfen hat und dass es ihn ärgert, dass seine Frau auch noch Geld dafür bezahlt hat”, erfordert wahrhaftig viel Mut und Zivilcourage - ich bin sehr beeindruckt (Sarkasmus off).

    Den Rest überfliegend kann ich auch leider nicht sagen, dass sich Text und Inhalt darüber hinaus heben.

    Das Buch ist schlicht und ergreifend eine Zumutung und bin geneigt zu sagen, dass nicht jeder unbedingt ein Buch schreiben sollte. Manche sollten es einfach lassen, auch wenn das Klingeln in der Kasse verlockend sein mag. Meine Empfehlung: Kauf lohnt sich nicht, dann doch lieber Stefan Raab gucken oder Dieter Bohlen…

  33. Petrus sagt:

    Zeitverschwendung
    Aufgrund einer 5-Sterne-Lobeshymne habe ich dieses Buch gekauft. (Zwischenfrage: Kann man Rezensionen auch sponsoren?) Anfangs habe ich mich noch amüsiert. Aber ständige Wiederholungen und seine Umständlichkeit nervten mit der Zeit und ließen den Verdacht aufkommen, Schmieder will unbedingt Seiten machen.

    Der Gipfel aber war seine obszöne Sprache, nicht nur beim Lieblingsthema mancher Männer (Frauen?) sondern auch sonst. Leider kann man man seinen O-Ton hier nicht wiedergeben, weil amazon das zensiert. Ich hatte es im ersten Anlauf versucht.

    Ich habe mich bis zum Ende durchgequält und festgestellt, dass er seinem großen Vorbild A. J. Jacobs (Die Bibel und ich) nicht das Wasser reichen kann. Schade um Zeit und Geld.

  34. Abelina sagt:

    Zeitverschwendung
    Aufgrund einer 5-Sterne-Lobeshymne habe ich dieses Buch gekauft. (Zwischenfrage: Kann man Rezensionen auch sponsoren?) Anfangs habe ich mich noch amüsiert. Aber ständige Wiederholungen und seine Umständlichkeit nervten mit der Zeit und ließen den Verdacht aufkommen, Schmieder will unbedingt Seiten machen.

    Der Gipfel aber war seine obszöne Sprache, nicht nur beim Lieblingsthema mancher Männer (Frauen?) sondern auch sonst. Leider kann man man seinen O-Ton hier nicht wiedergeben, weil amazon das zensiert. Ich hatte es im ersten Anlauf versucht.

    Ich habe mich bis zum Ende durchgequält und festgestellt, dass er seinem großen Vorbild A. J. Jacobs (Die Bibel und ich) nicht das Wasser reichen kann. Schade um Zeit und Geld.

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