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	<title>Kommentare zu: Eine exklusive Liebe (Johanna Adorján)</title>
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	<description>Wöchentlich aktualisiert: die Bücher Top-Seller bei Amazon</description>
	<pubDate>Tue, 22 May 2012 08:24:51 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Celestino</title>
		<link>http://www.top10-buecher.de/ISBN-3630872913-Johanna-Adorj-n-Eine-exklusive-Liebe/comment-page-1#comment-48793</link>
		<dc:creator>Celestino</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 10:34:02 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Liebes- und Familiengeschichte der besonderen Art&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;1991 nehmen sich Vera und István, ein älteres Ehepaar, zusammen das Leben. Während Vera mit Anfang 70 noch topfit ist, leidet István an einer fortschreitenden Herzerkrankung und hätte seine Frau in absehbarer Zeit wohl alleine zurückgelassen. Dieser ultimativen Trennung haben sich die beiden nun durch den gemeinsamen Suizid entzogen, die Familie bleibt verstört zurück und rätselt um die genauen Beweggründe.
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Vera und István waren die Großeltern der Autorin. In jüdischen Familien in Ungarn geboren und aufgewachsen, floh Vera während des Holocaust zunächst nach Deutschland, István wurde in ein KZ verschleppt.
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Johanna Adorján erzählt in diesem Buch auf zwei Ebenen: einmal versucht sie, den letzten Lebenstag ihrer Großeltern bis zur abschließenden gemeinsamen Tat nachzuzeichnen, wie er möglicherweise gewesen sein könnte, andererseits schildert sie ihre eigenen familiären Erlebnisse und blickt zurück in die Vergangenheit, in die bewegte Lebensgeschichte von Vera und István.
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Es klingt beinahe, als wäre die Autorin wirklich dabei gewesen, so detailliert und plausibel beschreibt sie den Schicksalstag dieses Ehepaares, das sich zeitlebens nach ungarischer Tradition siezte und sich dennoch so nahe war, dass einer nicht ohne den anderen zurückbleiben wollte. In einer klaren, angenehmen, schnörkellosen Sprache nähert sie sich ihrer Familiengeschichte und berichtet von ihren eigenen Versuchen, mit dem Grauen umzugehen, das ihre Großeltern erlebt haben.
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Eine berührende und persönliche Auseinandersetzung mit der eigenen Familie und deren Vergangenheit.&lt;br&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Liebes- und Familiengeschichte der besonderen Art</strong><br />1991 nehmen sich Vera und István, ein älteres Ehepaar, zusammen das Leben. Während Vera mit Anfang 70 noch topfit ist, leidet István an einer fortschreitenden Herzerkrankung und hätte seine Frau in absehbarer Zeit wohl alleine zurückgelassen. Dieser ultimativen Trennung haben sich die beiden nun durch den gemeinsamen Suizid entzogen, die Familie bleibt verstört zurück und rätselt um die genauen Beweggründe.</p>
<p>Vera und István waren die Großeltern der Autorin. In jüdischen Familien in Ungarn geboren und aufgewachsen, floh Vera während des Holocaust zunächst nach Deutschland, István wurde in ein KZ verschleppt.</p>
<p>Johanna Adorján erzählt in diesem Buch auf zwei Ebenen: einmal versucht sie, den letzten Lebenstag ihrer Großeltern bis zur abschließenden gemeinsamen Tat nachzuzeichnen, wie er möglicherweise gewesen sein könnte, andererseits schildert sie ihre eigenen familiären Erlebnisse und blickt zurück in die Vergangenheit, in die bewegte Lebensgeschichte von Vera und István.</p>
<p>Es klingt beinahe, als wäre die Autorin wirklich dabei gewesen, so detailliert und plausibel beschreibt sie den Schicksalstag dieses Ehepaares, das sich zeitlebens nach ungarischer Tradition siezte und sich dennoch so nahe war, dass einer nicht ohne den anderen zurückbleiben wollte. In einer klaren, angenehmen, schnörkellosen Sprache nähert sie sich ihrer Familiengeschichte und berichtet von ihren eigenen Versuchen, mit dem Grauen umzugehen, das ihre Großeltern erlebt haben.</p>
<p>Eine berührende und persönliche Auseinandersetzung mit der eigenen Familie und deren Vergangenheit.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Bonifaz</title>
		<link>http://www.top10-buecher.de/ISBN-3630872913-Johanna-Adorj-n-Eine-exklusive-Liebe/comment-page-1#comment-43603</link>
		<dc:creator>Bonifaz</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 22:51:02 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Debüt hin oder her&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;...,es ist ein gutes Buch. Ich habe lange gehadert, dieses Buch zu lesen. Was interessieren mich die Eltern oder Großeltern anderer Leute? Doch den Kritikern muß ich zu stimmen: Es ist ein gutes Buch. Und zwar deshalb, weil sie ihre Familie, besonders ihre Großmutter, nicht glorifiziert. Sie hatte Ecken und Kanten wie alle Menschen. 
&lt;br /&gt;Die Autorin hat einen wunderbaren leichten Schreibstil. Das Buch ist auch deshalb, nicht nur wegen der Kürze (184 Seiten, großräumig aufgeteilt) schnell zu lesen.
&lt;br /&gt;&lt;br&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Debüt hin oder her</strong><br />&#8230;,es ist ein gutes Buch. Ich habe lange gehadert, dieses Buch zu lesen. Was interessieren mich die Eltern oder Großeltern anderer Leute? Doch den Kritikern muß ich zu stimmen: Es ist ein gutes Buch. Und zwar deshalb, weil sie ihre Familie, besonders ihre Großmutter, nicht glorifiziert. Sie hatte Ecken und Kanten wie alle Menschen.<br />
<br />Die Autorin hat einen wunderbaren leichten Schreibstil. Das Buch ist auch deshalb, nicht nur wegen der Kürze (184 Seiten, großräumig aufgeteilt) schnell zu lesen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Rowe</title>
		<link>http://www.top10-buecher.de/ISBN-3630872913-Johanna-Adorj-n-Eine-exklusive-Liebe/comment-page-1#comment-43604</link>
		<dc:creator>Rowe</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 22:51:02 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Vielversprechend&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
&lt;br /&gt;Frau Adorjan hat einen guten Schreibstil und sicher wird man noch von ihr hören.
&lt;br /&gt;Diese Geschichte allerdings hinterläßt einen falen Geschmack. Viel zu persönlich für einen Roman, beschreibt sie ihre Großeltern und ihre Familie. Zudem scheint ihre Großmutter nicht sonderlich sympathisch gewesen zu sein, exzentrisch und gleichzeitig lebensuntüchtig. Es wirft einfach kein gutes Licht auf diese Familie. Sicher war das nicht beabsichtigt. Ich habe mich wie ein Voyeur gefühlt und war erleichtert, als ich am Ende des Buches angelangt war. Was wollte mir die Autorin sagen? Ich weiß es eigentlich nicht.&lt;br&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vielversprechend</strong></p>
<p>Frau Adorjan hat einen guten Schreibstil und sicher wird man noch von ihr hören.<br />
<br />Diese Geschichte allerdings hinterläßt einen falen Geschmack. Viel zu persönlich für einen Roman, beschreibt sie ihre Großeltern und ihre Familie. Zudem scheint ihre Großmutter nicht sonderlich sympathisch gewesen zu sein, exzentrisch und gleichzeitig lebensuntüchtig. Es wirft einfach kein gutes Licht auf diese Familie. Sicher war das nicht beabsichtigt. Ich habe mich wie ein Voyeur gefühlt und war erleichtert, als ich am Ende des Buches angelangt war. Was wollte mir die Autorin sagen? Ich weiß es eigentlich nicht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Olivia</title>
		<link>http://www.top10-buecher.de/ISBN-3630872913-Johanna-Adorj-n-Eine-exklusive-Liebe/comment-page-1#comment-37832</link>
		<dc:creator>Olivia</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 07:17:02 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Die Rolle ihres Lebens&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Das Leben hat 1945 erst begonnen; Davor? "Darüber-sprechen-wir-nicht";
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Der Roman beginnt und endet mit dem gemeinsamen, wohl überlegten und bis ins Detail geplanten Selbstmord Johanna Adorjans Großeltern väterlicherseits, "Vera" und "Pista". Sie waren ungarische Juden, Holocaust Überlebende, Flüchtlinge, die in Dänemark eine neue Heimat gefunden haben. - Der Großvater ein orthopädischer Chirurg, ruhig und in sich gekehrt. Die Großmutter ... sie war wunderschön, sie war extrovertiert, extravagant gekleidet, sie hatte ein selbstbewusstes Auftreten, sie war launenhaft, exzentrisch, unberechenbar, egoistisch und rauchte Kette - sie war eine Grande Dame, eine Überlebenskünstlerin und dabei im Innersten zutiefst unsicher. 
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;"... Sie sind vielmehr weitere Vertreter des Kopenhagener Publikums, vor denen meine Großeltern ihr Erfolgsstück gaben: Das interessante, faszinierende Paar, das Musik liebte. Meine Großmutter hielt sie freundlich plaudernd auf Abstand, zeigte ihnen die glänzende Oberfläche ihres Lebens, rauchte dazu Zigaretten und sah fabelhaft aus. Es war die Rolle ihres Lebens, sie spielte sie fehlerlos." S152
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Das wahrhaft Exklusive an dem Roman ist seine unglaubliche Leichtigkeit, die außerordentlich diskrete Aufarbeitung eines Schicksals, die aufdeckt und ans Licht bring, ohne dabei jemandem Gesicht und Ansehen zu nehmen, die unheimlich betreffende Auseinandersetzung mit jüngster europäischer Geschichte und die Frage Adorjans nach den eigenen Wurzeln, die ohne zurückzublicken gekappt wurden. 
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Herausragend aufgerollt, wundervoll nüchtern! 
&lt;br /&gt;&lt;br&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Rolle ihres Lebens</strong><br />Das Leben hat 1945 erst begonnen; Davor? &#8220;Darüber-sprechen-wir-nicht&#8221;;</p>
<p>Der Roman beginnt und endet mit dem gemeinsamen, wohl überlegten und bis ins Detail geplanten Selbstmord Johanna Adorjans Großeltern väterlicherseits, &#8220;Vera&#8221; und &#8220;Pista&#8221;. Sie waren ungarische Juden, Holocaust Überlebende, Flüchtlinge, die in Dänemark eine neue Heimat gefunden haben. - Der Großvater ein orthopädischer Chirurg, ruhig und in sich gekehrt. Die Großmutter &#8230; sie war wunderschön, sie war extrovertiert, extravagant gekleidet, sie hatte ein selbstbewusstes Auftreten, sie war launenhaft, exzentrisch, unberechenbar, egoistisch und rauchte Kette - sie war eine Grande Dame, eine Überlebenskünstlerin und dabei im Innersten zutiefst unsicher. </p>
<p>&#8220;&#8230; Sie sind vielmehr weitere Vertreter des Kopenhagener Publikums, vor denen meine Großeltern ihr Erfolgsstück gaben: Das interessante, faszinierende Paar, das Musik liebte. Meine Großmutter hielt sie freundlich plaudernd auf Abstand, zeigte ihnen die glänzende Oberfläche ihres Lebens, rauchte dazu Zigaretten und sah fabelhaft aus. Es war die Rolle ihres Lebens, sie spielte sie fehlerlos.&#8221; S152</p>
<p>Das wahrhaft Exklusive an dem Roman ist seine unglaubliche Leichtigkeit, die außerordentlich diskrete Aufarbeitung eines Schicksals, die aufdeckt und ans Licht bring, ohne dabei jemandem Gesicht und Ansehen zu nehmen, die unheimlich betreffende Auseinandersetzung mit jüngster europäischer Geschichte und die Frage Adorjans nach den eigenen Wurzeln, die ohne zurückzublicken gekappt wurden. </p>
<p>Herausragend aufgerollt, wundervoll nüchtern! </p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Jaromir</title>
		<link>http://www.top10-buecher.de/ISBN-3630872913-Johanna-Adorj-n-Eine-exklusive-Liebe/comment-page-1#comment-36477</link>
		<dc:creator>Jaromir</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 13:51:02 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Starkes Debüt&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;"Ihre große Liebe ist die Antwort" teilen die Angehörigen in der Todesanzeige auf die unausgesprochene Frage nach dem Grund für den gemeinsamen Freitod Veras und Istváns mit.
&lt;br /&gt;Die Beiden blicken auf eine langjährige, intakte Ehe zurück als István erfährt, dass er wegen einer Herzerkrankung nicht mehr lange zu leben hat.
&lt;br /&gt;Vera, die mit ihren 71 Jahren eine kerngesunde Frau ist, kommt zu dem Entschluss, dass sie ohne ihren Mann nicht leben kann und will und so beginnen die beiden alten Leute, minutiös ihren Selbstmord zu planen.
&lt;br /&gt;An alles wird bei den Vorbereitungen gedacht, nichts soll dem Zufall überlassen werden und so erhält die Enkelin und Autorin des Buches anhand der Ordnung in Haus, Garten und Leben der Verstorbenen eine sehr genaue Vorstellung von ihren letzten Stunden.
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die als Redakteurin beschäftigte Johanna Adorján deckt sechzehn Jahre nach dem Tod ihrer Großeltern die Hintergründe dieser verzweifelten Tat auf. Wortgewandt und einfühlsam bringt sie dem Leser Vera und István nahe und lässt ein konkretes Bild der Beiden entstehen. 
&lt;br /&gt;Die junge Frau liebte ihre glamouröse Großmutter mit zärtlicher Bewunderung, scheut sich aber nicht, sie gleichzeitig als launisch, unberechenbar und egoistisch zu schildern.
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Abwechselnd zu dem vermutlichen Verlauf des Todestages berichtet Frau Adorján über die Vergangenheit ihrer Großeltern, erzählt über Gespräche mit Freunden und Verwandten und man bekommt den Eindruck, dass die 1971 geborene Autorin erst viele Jahre nach Veras und Istváns Tod das Bild komplettiert und die Vergangenheit verarbeitet. 
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Dem ernsten Thema zum Trotz handelt es sich keineswegs um eine traurige Familiengeschichte, sondern um einen brillant erzählten, teilweise sogar heiteren und unterhaltsamen Ausflug in die Vergangenheit und Gefühlswelt zweier ungarischer Juden.
&lt;br /&gt;Ich habe diese biografische Mischung aus Recherche, Realität und Fantasie sehr gern gelesen und ertappte mich dabei, dass ich beim Lesen der letzten Seiten immer langsamer wurde, weil ich nicht wollte, dass die Geschichte zu Ende geht.
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Eine exklusive Geschichte um eine exklusive Liebe.&lt;br&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Starkes Debüt</strong><br />&#8220;Ihre große Liebe ist die Antwort&#8221; teilen die Angehörigen in der Todesanzeige auf die unausgesprochene Frage nach dem Grund für den gemeinsamen Freitod Veras und Istváns mit.<br />
<br />Die Beiden blicken auf eine langjährige, intakte Ehe zurück als István erfährt, dass er wegen einer Herzerkrankung nicht mehr lange zu leben hat.<br />
<br />Vera, die mit ihren 71 Jahren eine kerngesunde Frau ist, kommt zu dem Entschluss, dass sie ohne ihren Mann nicht leben kann und will und so beginnen die beiden alten Leute, minutiös ihren Selbstmord zu planen.<br />
<br />An alles wird bei den Vorbereitungen gedacht, nichts soll dem Zufall überlassen werden und so erhält die Enkelin und Autorin des Buches anhand der Ordnung in Haus, Garten und Leben der Verstorbenen eine sehr genaue Vorstellung von ihren letzten Stunden.</p>
<p>Die als Redakteurin beschäftigte Johanna Adorján deckt sechzehn Jahre nach dem Tod ihrer Großeltern die Hintergründe dieser verzweifelten Tat auf. Wortgewandt und einfühlsam bringt sie dem Leser Vera und István nahe und lässt ein konkretes Bild der Beiden entstehen.<br />
<br />Die junge Frau liebte ihre glamouröse Großmutter mit zärtlicher Bewunderung, scheut sich aber nicht, sie gleichzeitig als launisch, unberechenbar und egoistisch zu schildern.</p>
<p>Abwechselnd zu dem vermutlichen Verlauf des Todestages berichtet Frau Adorján über die Vergangenheit ihrer Großeltern, erzählt über Gespräche mit Freunden und Verwandten und man bekommt den Eindruck, dass die 1971 geborene Autorin erst viele Jahre nach Veras und Istváns Tod das Bild komplettiert und die Vergangenheit verarbeitet. </p>
<p>Dem ernsten Thema zum Trotz handelt es sich keineswegs um eine traurige Familiengeschichte, sondern um einen brillant erzählten, teilweise sogar heiteren und unterhaltsamen Ausflug in die Vergangenheit und Gefühlswelt zweier ungarischer Juden.<br />
<br />Ich habe diese biografische Mischung aus Recherche, Realität und Fantasie sehr gern gelesen und ertappte mich dabei, dass ich beim Lesen der letzten Seiten immer langsamer wurde, weil ich nicht wollte, dass die Geschichte zu Ende geht.</p>
<p>Eine exklusive Geschichte um eine exklusive Liebe.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Vivienne</title>
		<link>http://www.top10-buecher.de/ISBN-3630872913-Johanna-Adorj-n-Eine-exklusive-Liebe/comment-page-1#comment-36478</link>
		<dc:creator>Vivienne</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 13:51:02 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Starkes Debüt&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;"Ihre große Liebe ist die Antwort" teilen die Angehörigen in der Todesanzeige auf die unausgesprochene Frage nach dem Grund für den gemeinsamen Freitod Veras und Istváns mit.
&lt;br /&gt;Die Beiden blicken auf eine langjährige, intakte Ehe zurück als István erfährt, dass er wegen einer Herzerkrankung nicht mehr lange zu leben hat.
&lt;br /&gt;Vera, die mit ihren 71 Jahren eine kerngesunde Frau ist, kommt zu dem Entschluss, dass sie ohne ihren Mann nicht leben kann und will und so beginnen die beiden alten Leute, minutiös ihren Selbstmord zu planen.
&lt;br /&gt;An alles wird bei den Vorbereitungen gedacht, nichts soll dem Zufall überlassen werden und so erhält die Enkelin und Autorin des Buches anhand der Ordnung in Haus, Garten und Leben der Verstorbenen eine sehr genaue Vorstellung von ihren letzten Stunden.
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die als Redakteurin beschäftigte Johanna Adorján deckt sechzehn Jahre nach dem Tod ihrer Großeltern die Hintergründe dieser verzweifelten Tat auf. Wortgewandt und einfühlsam bringt sie dem Leser Vera und István nahe und lässt ein konkretes Bild der Beiden entstehen. 
&lt;br /&gt;Die junge Frau liebte ihre glamouröse Großmutter mit zärtlicher Bewunderung, scheut sich aber nicht, sie gleichzeitig als launisch, unberechenbar und egoistisch zu schildern.
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Abwechselnd zu dem vermutlichen Verlauf des Todestages berichtet Frau Adorján über die Vergangenheit ihrer Großeltern, erzählt über Gespräche mit Freunden und Verwandten und man bekommt den Eindruck, dass die 1971 geborene Autorin erst viele Jahre nach Veras und Istváns Tod das Bild komplettiert und die Vergangenheit verarbeitet. 
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Dem ernsten Thema zum Trotz handelt es sich keineswegs um eine traurige Familiengeschichte, sondern um einen brillant erzählten, teilweise sogar heiteren und unterhaltsamen Ausflug in die Vergangenheit und Gefühlswelt zweier ungarischer Juden.
&lt;br /&gt;Ich habe diese biografische Mischung aus Recherche, Realität und Fantasie sehr gern gelesen und ertappte mich dabei, dass ich beim Lesen der letzten Seiten immer langsamer wurde, weil ich nicht wollte, dass die Geschichte zu Ende geht.
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Eine exklusive Geschichte um eine exklusive Liebe.&lt;br&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Starkes Debüt</strong><br />&#8220;Ihre große Liebe ist die Antwort&#8221; teilen die Angehörigen in der Todesanzeige auf die unausgesprochene Frage nach dem Grund für den gemeinsamen Freitod Veras und Istváns mit.<br />
<br />Die Beiden blicken auf eine langjährige, intakte Ehe zurück als István erfährt, dass er wegen einer Herzerkrankung nicht mehr lange zu leben hat.<br />
<br />Vera, die mit ihren 71 Jahren eine kerngesunde Frau ist, kommt zu dem Entschluss, dass sie ohne ihren Mann nicht leben kann und will und so beginnen die beiden alten Leute, minutiös ihren Selbstmord zu planen.<br />
<br />An alles wird bei den Vorbereitungen gedacht, nichts soll dem Zufall überlassen werden und so erhält die Enkelin und Autorin des Buches anhand der Ordnung in Haus, Garten und Leben der Verstorbenen eine sehr genaue Vorstellung von ihren letzten Stunden.</p>
<p>Die als Redakteurin beschäftigte Johanna Adorján deckt sechzehn Jahre nach dem Tod ihrer Großeltern die Hintergründe dieser verzweifelten Tat auf. Wortgewandt und einfühlsam bringt sie dem Leser Vera und István nahe und lässt ein konkretes Bild der Beiden entstehen.<br />
<br />Die junge Frau liebte ihre glamouröse Großmutter mit zärtlicher Bewunderung, scheut sich aber nicht, sie gleichzeitig als launisch, unberechenbar und egoistisch zu schildern.</p>
<p>Abwechselnd zu dem vermutlichen Verlauf des Todestages berichtet Frau Adorján über die Vergangenheit ihrer Großeltern, erzählt über Gespräche mit Freunden und Verwandten und man bekommt den Eindruck, dass die 1971 geborene Autorin erst viele Jahre nach Veras und Istváns Tod das Bild komplettiert und die Vergangenheit verarbeitet. </p>
<p>Dem ernsten Thema zum Trotz handelt es sich keineswegs um eine traurige Familiengeschichte, sondern um einen brillant erzählten, teilweise sogar heiteren und unterhaltsamen Ausflug in die Vergangenheit und Gefühlswelt zweier ungarischer Juden.<br />
<br />Ich habe diese biografische Mischung aus Recherche, Realität und Fantasie sehr gern gelesen und ertappte mich dabei, dass ich beim Lesen der letzten Seiten immer langsamer wurde, weil ich nicht wollte, dass die Geschichte zu Ende geht.</p>
<p>Eine exklusive Geschichte um eine exklusive Liebe.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: August</title>
		<link>http://www.top10-buecher.de/ISBN-3630872913-Johanna-Adorj-n-Eine-exklusive-Liebe/comment-page-1#comment-35423</link>
		<dc:creator>August</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 18:00:13 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;großartige Erzählerin&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Ich habe dieses Buch mit Begeisterung gelesen, weil die Autorin eben nicht klischeehaft die Erwartungen bedient, die ganz schnell an eine Geschichte gestellt werden, die sich vom Holocaust bis zum Freitod der beiden Protagonisten erstreckt. Johanna Adorjan findet für jede Situation, die sie beschreibt, eine angemessene, unaufgeregte und gerade deshalb oft überraschende Sprache. Nirgends wird nach Mitleid geheischt, für den Freitod ihrer Großeltern werden nicht Ursachen oder Verantwortlichkeiten konstruiert. Sie lässt den Personen ihre Würde und versucht gar nicht erst, Ereignisse zu kommentieren, die ihren Erfahrungshorizont übersteigen. Diese Zurückhaltung, mit der sich Adorjan ihren Großeltern erzählerisch nähert, ist berührend und großartig, und sie ermöglicht den Lesern einen würdigenden und doch intimen Blick auf diese besonderen Menschen. Die Frühstückszigarette der Großmutter auf der zweiten Seite des Buches ist so wunderbar beschrieben, dass man sich wünscht, diese Frau gekannt zu haben.&lt;br&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>großartige Erzählerin</strong><br />Ich habe dieses Buch mit Begeisterung gelesen, weil die Autorin eben nicht klischeehaft die Erwartungen bedient, die ganz schnell an eine Geschichte gestellt werden, die sich vom Holocaust bis zum Freitod der beiden Protagonisten erstreckt. Johanna Adorjan findet für jede Situation, die sie beschreibt, eine angemessene, unaufgeregte und gerade deshalb oft überraschende Sprache. Nirgends wird nach Mitleid geheischt, für den Freitod ihrer Großeltern werden nicht Ursachen oder Verantwortlichkeiten konstruiert. Sie lässt den Personen ihre Würde und versucht gar nicht erst, Ereignisse zu kommentieren, die ihren Erfahrungshorizont übersteigen. Diese Zurückhaltung, mit der sich Adorjan ihren Großeltern erzählerisch nähert, ist berührend und großartig, und sie ermöglicht den Lesern einen würdigenden und doch intimen Blick auf diese besonderen Menschen. Die Frühstückszigarette der Großmutter auf der zweiten Seite des Buches ist so wunderbar beschrieben, dass man sich wünscht, diese Frau gekannt zu haben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Yves</title>
		<link>http://www.top10-buecher.de/ISBN-3630872913-Johanna-Adorj-n-Eine-exklusive-Liebe/comment-page-1#comment-32553</link>
		<dc:creator>Yves</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2009 19:17:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">#comment-32553</guid>
		<description>&lt;strong&gt;Einfühlsam und originell&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Einfühlsam und originell. Das sind die Adjektive, die mir zu diesem kleinen, feinen Buch in den Sinn kommen. Es handelt von der großen Liebe zwischen Vera und István, die den Holocaust überleben, sich durch die ungarische Nachkriegszeit schlagen und die letzten dreißig Jahre in Dänemark leben. 
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Es ist nicht nur eine geschichtliche Reise von den Grausamkeiten des letzten Jahrhunderts über den ungarischen Kommunismus bis hin zum heutigen Dänemark (bis 1991), es ist vor allem ein Rückblick auf eine große, gelebte Liebe zweier Menschen, die einander genug waren. Ihnen waren andere und die jeweils aktuelle Umgebung eher zweitrangig. Geschrieben von der Enkelin spiegelt sich hierin aber auch die ganz persönliche Geschichte der Autorin wider. 
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Ein fesselndes Buch auch wegen der Originalität der Figuren, dass mit feiner Feder und leisem Humor geschrieben wurde. Empfehlenswert!
&lt;br /&gt;&lt;br&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Einfühlsam und originell</strong><br />Einfühlsam und originell. Das sind die Adjektive, die mir zu diesem kleinen, feinen Buch in den Sinn kommen. Es handelt von der großen Liebe zwischen Vera und István, die den Holocaust überleben, sich durch die ungarische Nachkriegszeit schlagen und die letzten dreißig Jahre in Dänemark leben. </p>
<p>Es ist nicht nur eine geschichtliche Reise von den Grausamkeiten des letzten Jahrhunderts über den ungarischen Kommunismus bis hin zum heutigen Dänemark (bis 1991), es ist vor allem ein Rückblick auf eine große, gelebte Liebe zweier Menschen, die einander genug waren. Ihnen waren andere und die jeweils aktuelle Umgebung eher zweitrangig. Geschrieben von der Enkelin spiegelt sich hierin aber auch die ganz persönliche Geschichte der Autorin wider. </p>
<p>Ein fesselndes Buch auch wegen der Originalität der Figuren, dass mit feiner Feder und leisem Humor geschrieben wurde. Empfehlenswert!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Cornelius</title>
		<link>http://www.top10-buecher.de/ISBN-3630872913-Johanna-Adorj-n-Eine-exklusive-Liebe/comment-page-1#comment-26842</link>
		<dc:creator>Cornelius</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 15:34:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">#comment-26842</guid>
		<description>&lt;strong&gt;Istvan und Vera!&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Der 13. Oktober 1991 war ein Sonntag. Ein besonderer Tag im Leben von Vera und Istvan, den Großeltern der Journalistin Johanna Adorjan. Am Ende dieses Tages werden die beiden ihrem Leben nach mehr als 50 gemeinsamen Jahren ein Ende setzen.
&lt;br /&gt;Der Doppelselbstmord ist von langer Hand geplant und sogar mehrfach von Vera angekündigt, die nie einen Hehl daraus machte, ohne ihren Mann - der schwer krank geworden ist und den die Kräfte allmählich verlassen - nicht weiterleben zu wollen.
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Johanna Ardorjans Buch ist die Geschichte einer "exklusiven Liebe" und die Dokumentation einer besonderen Spurensuche. Zugleich verlässt es die dokumentarische Ebene, denn Johanna Adorjan rekonstruiert mit dichterischer Freiheit diesen letzten Tag im Leben der Großeltern und sie tut dies mit Wärme und Humor. 
&lt;br /&gt;Sie porträtiert zwei wunderbare und außergewöhnliche Menschen, denen es zeitlebens gelang, zumindest für die Familie und den Freundeskreis den biographischen Traumata mit Trotz zu begegnen. 
&lt;br /&gt;"Darüber sprechen wir nicht" war die Antwort, wenn die Kinder und Enkelkinder nach der Zeit des  2. Weltkriegs oder den Jahren danach im kommunistischen Ungarn fragten. Mit der Flucht aus Budapest nach Dänemark 1956 begann ein neues Leben, in dem das Paar wieder die Rolle einnahm, die es so perfekt verkörperte:
&lt;br /&gt;Ein Paar mit ungeheurer Strahlkraft, König und Königin ihres eigenen Reiches.
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Beide stammten aus dem jüdischen Bürgertum Budapests und verliebten sich auf den ersten Blick ineinander. 
&lt;br /&gt;Johanna Adorjan rekonstruiert die schweren ersten Jahre, den KZ-Aufenthalt des Großvaters und den anschließenden Todesmarsch, das Überleben der Großmutter mit falschen Papieren und einem Säugling (Johannas Vater) mitten in Budapest. Die Jahre danach, in denen es dem Ehepaar vergleichsweise gut geht und Istvan seinen Chirurgenberuf wieder ausübt.
&lt;br /&gt;Schnell wurden die beiden nach der Flucht in Dänemark heimisch und faszinierten ihre Umgebung: Mit blitzgescheiter Intelligenz, unorthodoxem Auftreten und auch damit, dass zwischen den beiden eine besondere Magie herrschte.
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Johanna Adorjan hat ihr sich zeitlebens sietzendes Großelternpaar sehr gern gehabt. Ihrer Großmutter begegnete sie immer mit einer Mischung aus Vorsicht und Faszination, dem Großvater vor allem mit kindlicher Zuneigung.
&lt;br /&gt;Sie hält eigene Erfahrungen und Begegnungen in ihrem Buch ebenso fest wie Gespräche mit Menschen, die Istvan und Vera nahestanden.
&lt;br /&gt;In den von ihr rekonstruierten möglichen Ablauf des letzten Lebenstages webt sie all das ein, was sie im Lauf der Recherche in Erfahrung bringen konnte und sie trifft einen ganz besonderen Ton, der dem Lebensgefühl und der konsequent gelebten Liebe beider erstaunlich nahe zu kommen scheint.
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die Geschichte von Johanna Adorjans Großeltern auf diese Weise erzählt zu bekommen, ist ein wirklicher Glücksfall.
&lt;br /&gt;Hier verweben sich erlebte und gelebte Geschichte, die Magie einer ganz großen Liebe aber auch die Erschütterung darüber, dass diese innige Beziehung und ihr konsequentes Ende alle anderen Menschen ausschloss.
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Man kann in dieses Buch hineingleiten wie in einen gut erfundenen Roman,
&lt;br /&gt;zieht jedoch ungleich mehr aus dieser Lektüre.
&lt;br /&gt;Ein ganz besonderes Buch!
&lt;br /&gt;&lt;br&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Istvan und Vera!</strong><br />Der 13. Oktober 1991 war ein Sonntag. Ein besonderer Tag im Leben von Vera und Istvan, den Großeltern der Journalistin Johanna Adorjan. Am Ende dieses Tages werden die beiden ihrem Leben nach mehr als 50 gemeinsamen Jahren ein Ende setzen.<br />
<br />Der Doppelselbstmord ist von langer Hand geplant und sogar mehrfach von Vera angekündigt, die nie einen Hehl daraus machte, ohne ihren Mann - der schwer krank geworden ist und den die Kräfte allmählich verlassen - nicht weiterleben zu wollen.</p>
<p>Johanna Ardorjans Buch ist die Geschichte einer &#8220;exklusiven Liebe&#8221; und die Dokumentation einer besonderen Spurensuche. Zugleich verlässt es die dokumentarische Ebene, denn Johanna Adorjan rekonstruiert mit dichterischer Freiheit diesen letzten Tag im Leben der Großeltern und sie tut dies mit Wärme und Humor.<br />
<br />Sie porträtiert zwei wunderbare und außergewöhnliche Menschen, denen es zeitlebens gelang, zumindest für die Familie und den Freundeskreis den biographischen Traumata mit Trotz zu begegnen.<br />
<br />&#8220;Darüber sprechen wir nicht&#8221; war die Antwort, wenn die Kinder und Enkelkinder nach der Zeit des  2. Weltkriegs oder den Jahren danach im kommunistischen Ungarn fragten. Mit der Flucht aus Budapest nach Dänemark 1956 begann ein neues Leben, in dem das Paar wieder die Rolle einnahm, die es so perfekt verkörperte:<br />
<br />Ein Paar mit ungeheurer Strahlkraft, König und Königin ihres eigenen Reiches.</p>
<p>Beide stammten aus dem jüdischen Bürgertum Budapests und verliebten sich auf den ersten Blick ineinander.<br />
<br />Johanna Adorjan rekonstruiert die schweren ersten Jahre, den KZ-Aufenthalt des Großvaters und den anschließenden Todesmarsch, das Überleben der Großmutter mit falschen Papieren und einem Säugling (Johannas Vater) mitten in Budapest. Die Jahre danach, in denen es dem Ehepaar vergleichsweise gut geht und Istvan seinen Chirurgenberuf wieder ausübt.<br />
<br />Schnell wurden die beiden nach der Flucht in Dänemark heimisch und faszinierten ihre Umgebung: Mit blitzgescheiter Intelligenz, unorthodoxem Auftreten und auch damit, dass zwischen den beiden eine besondere Magie herrschte.</p>
<p>Johanna Adorjan hat ihr sich zeitlebens sietzendes Großelternpaar sehr gern gehabt. Ihrer Großmutter begegnete sie immer mit einer Mischung aus Vorsicht und Faszination, dem Großvater vor allem mit kindlicher Zuneigung.<br />
<br />Sie hält eigene Erfahrungen und Begegnungen in ihrem Buch ebenso fest wie Gespräche mit Menschen, die Istvan und Vera nahestanden.<br />
<br />In den von ihr rekonstruierten möglichen Ablauf des letzten Lebenstages webt sie all das ein, was sie im Lauf der Recherche in Erfahrung bringen konnte und sie trifft einen ganz besonderen Ton, der dem Lebensgefühl und der konsequent gelebten Liebe beider erstaunlich nahe zu kommen scheint.</p>
<p>Die Geschichte von Johanna Adorjans Großeltern auf diese Weise erzählt zu bekommen, ist ein wirklicher Glücksfall.<br />
<br />Hier verweben sich erlebte und gelebte Geschichte, die Magie einer ganz großen Liebe aber auch die Erschütterung darüber, dass diese innige Beziehung und ihr konsequentes Ende alle anderen Menschen ausschloss.</p>
<p>Man kann in dieses Buch hineingleiten wie in einen gut erfundenen Roman,<br />
<br />zieht jedoch ungleich mehr aus dieser Lektüre.<br />
<br />Ein ganz besonderes Buch!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Sasna</title>
		<link>http://www.top10-buecher.de/ISBN-3630872913-Johanna-Adorj-n-Eine-exklusive-Liebe/comment-page-1#comment-24444</link>
		<dc:creator>Sasna</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 05:51:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">#comment-24444</guid>
		<description>&lt;strong&gt;Tief &#038; Leicht&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Ein kleines Buch. Ein feines Buch. Ein leises Buch.
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die Geschichte von der Spurensuche einer Enkelin zum Selbstmord ihrer jüdischen Großeltern, Überlebende des Holocaust, Flüchtlinge nach dem Ungarn-Aufstand 1956.
&lt;br /&gt; 
&lt;br /&gt;Zeitzeugen kommen zu Wort, alte Dokumente werden aus alten Kisten gekramt, verstaubte Fotoalben aufgeschlagen, beständig im Wechselspiel mit einer Rekonstruktion der letzten Stunden vor dem Freitod, wie sie evtl stattgefunden haben könnten. 
&lt;br /&gt;Puzzleteile werden zusammen getragen, Mosaiksteinchen zu Mosaiksteinchen gesetzt, und am Ende darf sich der Leser das Bild doch ganz alleine zusammen bauen. 
&lt;br /&gt;Ohne Moralisieren! Ohne Dramatisieren! Wohltuend! Nachhallend!
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Und am Ende bleibt die schlichte Wahrheit: 
&lt;br /&gt;Die Würde des Menschen ist unantastbar!&lt;br&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Tief &#038; Leicht</strong><br />Ein kleines Buch. Ein feines Buch. Ein leises Buch.</p>
<p>Die Geschichte von der Spurensuche einer Enkelin zum Selbstmord ihrer jüdischen Großeltern, Überlebende des Holocaust, Flüchtlinge nach dem Ungarn-Aufstand 1956.</p>
<p>Zeitzeugen kommen zu Wort, alte Dokumente werden aus alten Kisten gekramt, verstaubte Fotoalben aufgeschlagen, beständig im Wechselspiel mit einer Rekonstruktion der letzten Stunden vor dem Freitod, wie sie evtl stattgefunden haben könnten.<br />
<br />Puzzleteile werden zusammen getragen, Mosaiksteinchen zu Mosaiksteinchen gesetzt, und am Ende darf sich der Leser das Bild doch ganz alleine zusammen bauen.<br />
<br />Ohne Moralisieren! Ohne Dramatisieren! Wohltuend! Nachhallend!</p>
<p>Und am Ende bleibt die schlichte Wahrheit:<br />
<br />Die Würde des Menschen ist unantastbar!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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