Dieser Beitrag wurde vor am Freitag, 29. Januar 2010 um 17:50 Uhr veröffentlicht und unter Rezensionen gespeichert. Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS-2.0-Feed verfolgen.
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58 Kommentare zu „Das war ich nicht (Kristof Magnusson)“
SUPER!! Habe das Buch als empfehlung gelesen in einer zeitschrift. autor war mir bis dato unbekannt, aber ich bin begeistert! es liest sich super und ist interessant, hat auch mal ne andere struktur der geschichte.
Die Absurdität des Alltäglichen Drei Menschen - drei Leben - drei Schicksale
Der Junior Trader Jasper Lüdemann kommt von einer Software-Schulung aus London nach Chicago zurück. Seitdem er in der Zentrale der Privatbank Rutherford & Gold vor zwei Jahren vom Back Office in den Händlersaal geholt wurde, hat er keinen Tag Urlaub genommen. Nun will Jasper mit 31 Jahren karrieremäßig so richtig durchstarten.
Die Übersetzerin Meike Urbanski aus Hamburg hat sich gerade von ihrem Freund getrennt und ist in ein runtergekommenes Häuschen in Nordfriesland gezogen. Sie wartet ungeduldig auf das neue Manuskript des Autors Henry LaMarck, dessen deutsche Übersetzerin sie ist. Denn Meike ist praktisch pleite.
In Chicago veranstaltet sein Verlag für Henry LaMarck eine Überraschungsparty zu seinem sechzigsten Geburtstag. Henry hatte vor einem Jahr leichtfertig ein neues Buch angekündigt, einen Jahrhundertroman über den 11. September. Nur hat er seitdem keine Zeile geschrieben. Als Henry erfährt, dass er mit seinem letzten Buch auch noch Finalist für den Pulitzerpreis ist, flieht er und mietet sich in einem Hotel ein Zimmer unter falschem Namen.
Von ihrem Lektor erfährt Meike, dass es bisher kein neues Manuskript von LaMarck gibt und er darüber hinaus verschwunden ist. Kurzentschlossen fliegt Meike nach Chicago, um den Autor zu suchen.
Henry entdeckt beim Lesen des Chicago Tribune im Wirtschaftsteil das Foto eines jungen, erschöpften Mannes, das ihn so fasziniert, dass er sich inspiriert für seinen Roman wähnt und sich deshalb auf die Suche dieses Mannes, Jasper, macht.
Geschickt verknüpft Kristof Magnusson das Schicksal der drei Menschen, die sich im Cafè Caribou treffen und wieder verlieren.
Jasper verliebt sich in Meike, Henry merkt, dass er nicht inspiriert, sondern verliebt in den “verzweifelten Business-Boy” ist.
Beruflich gerät Jasper in einen schrecklichen, unaufhaltsamen Strudel. Um einem Kollegen zu helfen, einen kleineren Verlust zu vertuschen, beginnt Jasper mit unerlaubten Transaktionen, die ihm einen viel zu großen Gewinn bescheren. Bei dem Versuch, dieses Geld loszuwerden, setzt er am Ende mehrere hundert Millionen Dollar in den Sand.
Mag der Plot etwas verwirrend klingen, so wird sie Story von Kristof Magnusson auf geniale Weise leicht, flüssig und amüsant erzählt. In kurzen Kapiteln erzählen die drei Hauptprotagonisten abwechselnd jeweils aus der Ich-Perspektive und man folgt freudig den vielschichtigen Verwicklungen. Dem Autor gelingt eine glaubwürdige und authentische Darstellung seiner Figuren. Die Absurditäten des Aneinander-Vorbeiredens und -Vorbeilaufens braucht Magnusson nicht zu überspitzen. Er beschreibt das Alltägliche pointiert, witzig und klug.
Den drei Protagonisten scheint ihr Leben zu entgleiten, wobei der Autor gerade für Laien auf einfache Weise darstellt, wie Fehler beim Jonglieren mit Millionen nicht nur eine Existenz ins Schleudern bringen, sondern zu einer Finanzkrise führen können.
Kristof Magnusson ist mit “Das war ich nicht” ein spannender und amüsanter Roman gelungen, ausgehend von ganz gewöhnlichen Alltagsgeschichten.
Die Absurdität des Alltäglichen Drei Menschen - drei Leben - drei Schicksale
Der Junior Trader Jasper Lüdemann kommt von einer Software-Schulung aus London nach Chicago zurück. Seitdem er in der Zentrale der Privatbank Rutherford & Gold vor zwei Jahren vom Back Office in den Händlersaal geholt wurde, hat er keinen Tag Urlaub genommen. Nun will Jasper mit 31 Jahren karrieremäßig so richtig durchstarten.
Die Übersetzerin Meike Urbanski aus Hamburg hat sich gerade von ihrem Freund getrennt und ist in ein runtergekommenes Häuschen in Nordfriesland gezogen. Sie wartet ungeduldig auf das neue Manuskript des Autors Henry LaMarck, dessen deutsche Übersetzerin sie ist. Denn Meike ist praktisch pleite.
In Chicago veranstaltet sein Verlag für Henry LaMarck eine Überraschungsparty zu seinem sechzigsten Geburtstag. Henry hatte vor einem Jahr leichtfertig ein neues Buch angekündigt, einen Jahrhundertroman über den 11. September. Nur hat er seitdem keine Zeile geschrieben. Als Henry erfährt, dass er mit seinem letzten Buch auch noch Finalist für den Pulitzerpreis ist, flieht er und mietet sich in einem Hotel ein Zimmer unter falschem Namen.
Von ihrem Lektor erfährt Meike, dass es bisher kein neues Manuskript von LaMarck gibt und er darüber hinaus verschwunden ist. Kurzentschlossen fliegt Meike nach Chicago, um den Autor zu suchen.
Henry entdeckt beim Lesen des Chicago Tribune im Wirtschaftsteil das Foto eines jungen, erschöpften Mannes, das ihn so fasziniert, dass er sich inspiriert für seinen Roman wähnt und sich deshalb auf die Suche dieses Mannes, Jasper, macht.
Geschickt verknüpft Kristof Magnusson das Schicksal der drei Menschen, die sich im Cafè Caribou treffen und wieder verlieren.
Jasper verliebt sich in Meike, Henry merkt, dass er nicht inspiriert, sondern verliebt in den “verzweifelten Business-Boy” ist.
Beruflich gerät Jasper in einen schrecklichen, unaufhaltsamen Strudel. Um einem Kollegen zu helfen, einen kleineren Verlust zu vertuschen, beginnt Jasper mit unerlaubten Transaktionen, die ihm einen viel zu großen Gewinn bescheren. Bei dem Versuch, dieses Geld loszuwerden, setzt er am Ende mehrere hundert Millionen Dollar in den Sand.
Mag der Plot etwas verwirrend klingen, so wird sie Story von Kristof Magnusson auf geniale Weise leicht, flüssig und amüsant erzählt. In kurzen Kapiteln erzählen die drei Hauptprotagonisten abwechselnd jeweils aus der Ich-Perspektive und man folgt freudig den vielschichtigen Verwicklungen. Dem Autor gelingt eine glaubwürdige und authentische Darstellung seiner Figuren. Die Absurditäten des Aneinander-Vorbeiredens und -Vorbeilaufens braucht Magnusson nicht zu überspitzen. Er beschreibt das Alltägliche pointiert, witzig und klug.
Den drei Protagonisten scheint ihr Leben zu entgleiten, wobei der Autor gerade für Laien auf einfache Weise darstellt, wie Fehler beim Jonglieren mit Millionen nicht nur eine Existenz ins Schleudern bringen, sondern zu einer Finanzkrise führen können.
Kristof Magnusson ist mit “Das war ich nicht” ein spannender und amüsanter Roman gelungen, ausgehend von ganz gewöhnlichen Alltagsgeschichten.
schneller, guter Plot Das Buch ist gut geschrieben, der Plot ist etwas verworren, aber nach kurzer Zeit transparent. Jokes kommen zu Hauf. Nette Lektüre
schneller, guter Plot Das Buch ist gut geschrieben, der Plot ist etwas verworren, aber nach kurzer Zeit transparent. Jokes kommen zu Hauf. Nette Lektüre
Sehr temporeich Seit langem habe ich mal wieder ein Buch fast in einem Rutsch durch gelesen. Flüssig geschriebener Roman mit aktuellem Inhalt, der drei Lebensgeschichten logisch und glaubwürdig mit einander verknüpft. Sehr zu empfehlen!
Sehr temporeich Seit langem habe ich mal wieder ein Buch fast in einem Rutsch durch gelesen. Flüssig geschriebener Roman mit aktuellem Inhalt, der drei Lebensgeschichten logisch und glaubwürdig mit einander verknüpft. Sehr zu empfehlen!
Kurzweiliger Roman zur Finanzmarktkrise Kristof Magnusson ist mit “Das war ich nicht” ein durchaus gelungener Roman zur Finanzmarktkrise gelungen.
Die drei Hauptfiguren des Romans befinden sich alle in einer Sackgasse ihres bisherigen Lebens und versuchen aus dieser Auszubrechen.
Jasper, Investmentbanker bei der Chicagoer Bank Rutherford & Gold zuständig für die eher kleinen Fische, lebt für die Arbeit und hat es doch noch nicht in den Kreis der “popstars” auf dem Börsenparkett geschafft. Als eine kleine Fehlbuchung seine schon geringen Karriereaussichten in Gefahr bringt, schlittert er von einer Rettungsaktion in die nächste und hat mir nichts dir nichts einige hundert Millionen Dollar mit Optionsscheinen und Leerverkäufen verzockt.
Henry LaMarck hat mit Geld nichts am Hut, außer dass er reichlich davon besitzt. Er ist Erfolgsautor. Die ganze Welt wartet auf seinen großen Roman zu 9/11. Allerdings hat er noch nicht eine Zeile zu Papier gebracht. Als sein Verlag eine spontane Feier zu seinem 60sten Geburtstag veranstaltet und er für den Pullitzer-Preis gehandelt wird, bleibt ihm nur noch die Flucht.
Meike ist Übersetzerin, sie übersetzt LaMarcks Romane ins Deutsche. Auch sie hat gerade die Flucht aus ihrem bisherigen Leben angetreten, da sie die Verwandlung ihres ehemals alternativ-individuellen Freundeskreis in Mittelstandsfamilien mit allerlei Luxus-Öko-Schnick-Schnack nicht mehr ertrage will. Jetzt sitzt sie alleine in einem heruntergekommenen Haus im Hinterland von Husum und ist pleite. Die nächste Einnahmequelle wäre die Übersetzung von LaMarck 9/11 Roman.
Drei einsame Seelen, deren Fluchtwege sich wenig später in Chicago kreuzen. Eine rasanter, kurzweiliger Roman mit drei sehr liebenswürdigen Protagonisten vor dem Hintergrund der hereinbrechenden Finanzmarktkrise, die Jasper genauso ungewollt wie hilflos auslöst.
Vergnügliches Doku-Drama über die Paradigmen des Kapitalismus, die eine Bank und ein Leben schnell zerstören können Es ist ein Jahr her, da entstanden gewaltige Turbulenzen in der internationalen Finanzwelt. Da konnte man schon leicht einmal den Überblick bei all den Immobilien-, Finanzmarkt-, Devisen-, Kunstmarkt- und Weltwirtschaftskrisen verlieren. Die Schriftsteller gehörten scheinbar zu einer der Berufsgruppen die sich von dem Ganzen am wenigsten erschüttert zeigten. Das mag möglicherweise daran liegen, dass die Literaten sich traditionell thematisch nicht so gern auf die Wirtschaft und ihre Akteure einlassen. Kristof Magnusson hat es in seinem neuesten Buch, das den lapidaren und eher unschuldigen Titel “Das war ich nicht” trägt, mit der Welt der Trader und Global Player auseinander gesetzt. Der deutsch-isländische Autor Magnusson ist Schriftsteller und Übersetzer aus dem Isländischen. Seine Komödie “Männerhort” war ein riesiger Theatererfolg. Seinen Debütroman “Zuhause” veröffentlichte er 2005.
Tatsächlich kam die Finanzkrise für den Autor zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, weil er zu diesem Zeitpunkt sein Manuskript bereits beendet hatte das er vor der Insolvenz von Lehman Brothers ausgedacht hatte. Wirtschaftsfiguren, die zwar eine große Rolle in der Welt spielen, in der Literatur aber selten vorkommen, haben scheinbar auf den Autor eine gewisse Faszination ausgelöst, weil Geld einen großen Raum in unserem Leben einnimmt. Das kommt auch in diesem substanzielle gekonnt recherchierten Roman zum Tragen. Die rigiden Werteraster der Bankenszene stützen sein Handlungsgerüst.
Viele von uns arbeiten mehr als sie eigentlich sollten, weil sie mehr Geld verdienen wollen als sie müssen. Manche Leute wollen Geld haben, weil sie sich dadurch mächtiger oder anerkannter fühlen. Träume und Macht, das sind doch eigentlich Dinge die in der Literatur eine große Rolle spielen, und so ist es dem Autor gelungen mit großer Simplizität von unermesslich unheilvollen Momenten zu erzählen.
Es gibt drei wichtige Personen in dem Buch. Da ist zunächst einmal der einunddreißig jährige junge Broker, der auf den schönen Namen Jasper Lüdemann hört. Nach dem Mathematikstudium hat der Bochumer eine Anstellung bei einer renommierten Investment Bank in Chicago gefunden. Dort ist er schnell aufgestiegen, hat das Back Office verlassen und kann sein Können in Sachen Optionen nun im großen Händlersaal unter Beweis stellen. Privatleben ist da zunächst abgesagt. Frau, Kind und Familienleben haben Zeit. “Zwischen dreißig und vierzig muss man für die Karriere brennen”. Um das Privatleben kann man sich später kümmern. Der Autor bemüht sich erfolgreich hier einen Banker auftreten zu lassen, der nicht den üblichen Banker Klischees entspricht. Doch ein ganzes Buch über so einen Banker würde kein Leser wirklich aushalten. Er ist eigentlich ein Mensch, der sich in eine totale Isolation begeben hat, der zwar gern dieses Banker Klischee von einem erfolgreichen, effizienten Business leben würde, aber es eben nicht schafft.
Dann haben wir die Literaturübersetzerin Meike. “Ihr Autor” ist der homosexuelle Bestsellerautor Henry LaMarck. Ihre Existenzgrundlage scheint ins Kippen zu geraten, da der angekündigte neue Roman bisher nicht abgeliefert worden ist und sie deshalb ihren Übersetzungsauftrag verlieren könnte. Meike fliegt kurz entschlossen nach Chicago, um den Autor zu treffen. Der hat die Party anlässlich seines sechzigsten Geburtstages verlassen, ist in einem Hotel untergetaucht. Er fühlt sich einsam, leidet unter einer totalen Schreibsperre, weil er sich in das Foto eines jungen Brokers verliebt hat, der resigniert den Blick auf fallende Kurse geheftet hat. Dieser “Business-Boy” imponiert ihm, weil er erkennt, dass dieser eigentlich nie die Rücksichtslosigkeit und Coolness aufbringen kann die ein Global Player benötigt, um rein auf Profitmaximierung orientierte Finanzsysteme zugunsten hoher Bonus-Zahlungen miteinander zu verbinden, wobei sich der legale Börsenhandel als suchterzeugendes Glücksspiel erweist.
So viel zum Personal. Im Mittelpunkt steht eine Bank, um die diese drei Figuren herum gruppiert werden, die die sich am Anfang nicht kennen und auch nicht viel gemeinsam haben, bis eben auf die Tatsache das ihr Leben an einem Punkt angelangt ist wo sie so eigentlich nicht mehr weiter können. Sie sind genau in dieser Sackgasse zwischen Anspruchsdenken und Wirklichkeit angekommen. Deshalb finden sie sich schließlich. Es ist am Anfang ein sehr loses Dreieck das sich im Laufe der Handlung in eine abenteuerliche Abhängigkeit verengt, wobei Magnusson ein virtuoses Gespür für unterschiedliche soziale Sphären entwickelt.
Ohne zu viel zu verraten, Jasper verliebt sich in Meike, überlegt sich ob er mit ihr zusammenleben könnte. Zunächst will er ihr imponieren. Am Anfang stehen noch ein paar gelungene, wenn auch etwas verschleierte Transaktionen, doch dann kauft Lüdemann Optionen ohne Kundenvollmacht. Von seiner Omnipotenz überzeugt beginnt er damit unerlaubte Gewinne zu waschen. Zunächst macht er Profit und dann kommt es mit einem ungeheueren Dominoeffekt zu existenzgefährdenden Verlusten. Am Schluss stehen da sechs Milliarden miese. Das Ende einer Karriere scheint besiegelt Der Motivationsschub lautet nun Kapital neu erleben”, sonst ist eine Bank und ein Leben schnell ruiniert. Jetzt führt uns der Autor vor, wie der Terror der Effizienz irgendwann völlig ins Leere läuft. Lüdemann sitzt irgendwann um drei Uhr hoffnungsvoll in seinem Büro in Chicago, weil zu diesem Zeitpunkt die Geschäfte in Europa anfangen. Zu diesem Zeitpunkt ist zwar schon alles verloren. Reue sucht man vergeblich, viel mehr versinkt eigentlich alles im Chaos.
Drei Menschen aus ganz verschiedenen Lebensrealitäten, ein alter Amerikaner, eine junge deutsche Frau und dieser Banker. Drei Menschen die so völlig unterschiedlich vom Hintergrund her sind, wie die sich finden, als Lucky Loser Kopf und Kragen bei ihrer Glückssuche verlieren und nachher doch eine gewisse Stärke in sich finden, das fand ich besonders reizvoll.
Und es gibt in dem Roman dann auch so etwas, wie eine Sehnsucht nach Heimat. In einer Zeit, in der wir immer verrückter mit der Welt der Wirtschaft verflochten sind, gibt es so etwas wie eine Renaissance des Ländlichen”. Die Übersetzerin Mike, die in Hamburg eine unglückliche Beziehung beendet hat zieht über Nacht bei ihrem Freund aus, mit dem sie über zehn Jahre zusammen gelebt hat, in ein nicht ganz so vornehmes Haus hinter dem Deich. Sie macht sich ein bisschen lustig darüber, dass sie nun dort wohnt wo die Produkte aus der Region, die in Hamburg sehr gefragt sind, herkommen. Sie läuft eigentlich der entgegen gesetzten Traumvorstellung hinter her. Jasper der Global Player und Meike die Übersetzerin die auf dem Lande mit ihren Büchern glücklich ist, interessant wie diese beiden Menschen nun im Rahmen einer komplikationsreichen Liebesgeschichte aufeinander treffen. Das nonchalante Happy End federt die materiellen “Kollateralschäden” zwar ab, verstärkt aber auch die Erkenntnis, dass viel Haben nicht viel Sein bedeutet. “Das war ich nicht” ist eine spannende, faszinierend und intelligent geflochtene Geschichte mit ausgeklügelt solidem Personal bei dem die Krisen der Finanzmärkte kommen und gehen.
Aus der globalen Krise wird das Schicksal Einzelner; von der Flucht vor der Verantwortung und den Salzmühlen mit Peugeotmahlwerk Ein amerikanischer Erfolgsschriftsteller steckt in seiner großen persönlichen Schaffenskrise; er hat einen Jahrhundertroman angekündigt, und noch keine Zeile geschrieben. Auf das immer lauter werdende Drängen des Verlages reagiert er mit Flucht und verschwindet in den Hochhausschluchten Chicagos.
Auf der andere Seite des Atlantiks sitzt eine junge Übersetzerin, deren wirtschaftliches Überleben vom Erscheinen eben dieses Romanes abhängt. Eben erst glaubt sie ihr Leben neu geordnet zu haben; sie hat der Hamburger Schanzenviertel-Bohème der Thirty-Somethings mit ihrem durchgestylten Leben zwischen Biogemüse und Designermöbeln den Rücken gekehrt und sich ein Haus auf dem Land gekauft. Als der Autor spurlos verschwindet, beschliesst sie ihn in Chicago zu suchen.
Im Handelsraum einer Investmentbank in Chicago sitzt ein junger Deutscher, der sich anschickt, eine ganz große Karriere zu machen, als ihm ein zunächst kleiner, lässlicher Fehler unterläuft. Doch dieser Fehler ist der Anfang einer ganz großen Katastrophe.
Geschickt verwebt Magnusson die Lebensfäden dieser drei ganz unterschiedlichen Protagonisten, die sich am Vorabend der Krise 2008 in Cicago treffen. Subtil zeigt er dabei aus immer wieder abwechselnder Perspektive, wie globale Ereignisse ins Leben des Einzelnen eingreifen, ohne dass diese das zunächst spüren und so am Ende noch immer der Illusion erliegen, von den Mechanismen der globalen Ökonomie persönlcih nicht betroffen zu sein.
Ein rundum gelungener, perfekt konstruierter Roman zu einem aktuellen Thema, der ganz ohne den erhobenen Zeigefinger daher kommt und doch mehr erklärt und sichtbar macht, als die meisten der Talkshows, mit denen wir in den letzten beiden Jahren beglückt wurden.
Aus der globalen Krise wird das Schicksal Einzelner; von der Flucht vor der Verantwortung und den Salzmühlen mit Peugeotmahlwerk Ein amerikanischer Erfolgsschriftsteller steckt in seiner großen persönlichen Schaffenskrise; er hat einen Jahrhundertroman angekündigt, und noch keine Zeile geschrieben. Auf das immer lauter werdende Drängen des Verlages reagiert er mit Flucht und verschwindet in den Hochhausschluchten Chicagos.
Auf der andere Seite des Atlantiks sitzt eine junge Übersetzerin, deren wirtschaftliches Überleben vom Erscheinen eben dieses Romanes abhängt. Eben erst glaubt sie ihr Leben neu geordnet zu haben; sie hat der Hamburger Schanzenviertel-Bohème der Thirty-Somethings mit ihrem durchgestylten Leben zwischen Biogemüse und Designermöbeln den Rücken gekehrt und sich ein Haus auf dem Land gekauft. Als der Autor spurlos verschwindet, beschliesst sie ihn in Chicago zu suchen.
Im Handelsraum einer Investmentbank in Chicago sitzt ein junger Deutscher, der sich anschickt, eine ganz große Karriere zu machen, als ihm ein zunächst kleiner, lässlicher Fehler unterläuft. Doch dieser Fehler ist der Anfang einer ganz großen Katastrophe.
Geschickt verwebt Magnusson die Lebensfäden dieser drei ganz unterschiedlichen Protagonisten, die sich am Vorabend der Krise 2008 in Cicago treffen. Subtil zeigt er dabei aus immer wieder abwechselnder Perspektive, wie globale Ereignisse ins Leben des Einzelnen eingreifen, ohne dass diese das zunächst spüren und so am Ende noch immer der Illusion erliegen, von den Mechanismen der globalen Ökonomie persönlcih nicht betroffen zu sein.
Ein rundum gelungener, perfekt konstruierter Roman zu einem aktuellen Thema, der ganz ohne den erhobenen Zeigefinger daher kommt und doch mehr erklärt und sichtbar macht, als die meisten der Talkshows, mit denen wir in den letzten beiden Jahren beglückt wurden.
Fesselnd Ich hab das Buch verschlungen. Die Verstrickungen der 3 Personen sind intelligent und spannend verknüpft.
Den Stern Abzug mußte ich geben, weil ich bei den Aktionen des Traders ein flaues Gefühl im Magen bekam. Er kennt die theoretischen Grundlagen, beschreibt sie gar, aber handelt nicht danach. Das ist nicht nachvollziehbar. Alles in allem jedoch eine spannende, abwechslungsreiche und gut strukturierte Lektüre.
Fesselnd Ich hab das Buch verschlungen. Die Verstrickungen der 3 Personen sind intelligent und spannend verknüpft.
Den Stern Abzug mußte ich geben, weil ich bei den Aktionen des Traders ein flaues Gefühl im Magen bekam. Er kennt die theoretischen Grundlagen, beschreibt sie gar, aber handelt nicht danach. Das ist nicht nachvollziehbar. Alles in allem jedoch eine spannende, abwechslungsreiche und gut strukturierte Lektüre.
Unterhaltsame Lektüre, aber zu klischeeverstrickt. Nachdem ich sowohl hier auf Amazon bisher nur 5 Sterne-Rezensionen gesehen habe als auch das Presseecho komplett positiv war, bin ich vielleicht mit etwas zu hohen Erwartungen an das Buch heran gegangen.
Es hat sicherlich viele positive Aspekte: Es liest sich leicht herunter, der Plott ist gelungen, es ist meist spannend und unterhaltsam. Nur hätte ich mir nach all dem Lob etwas mehr erwartet:
-Die Charaktere könnten kaum stereotyper sein.
Meike: Nachdem in der Kurzbeschreibung das berüchtigte Peugeot-Mahlwerk genannt wurde, erhoffte ich mir weitere subtile Analyse und Kritik des urbanen Bildungsbürgertums. Aber es kamen nur noch offensichtlich alberne Prioritäten (Weinklimaschrank, Bio-Food, etc.), was ich enttäuschend fand.
Henry: Na ja, älterer eitler Künstler, natürlich schwul, in der Schaffenskrise…
Jasper: Banker, natürlich arrogant, Mathematiker, Schachspieler, ignorant gegenüber gesellschaftlichen Problemen, nur mit seiner Karriere beschäftigt. Dabei fing gerade der Charakter so gut an: Geht mit den Kollegen abends weg, obwohl er eigentlich keine Lust hat, kann mit dem Geschwätz von Handys, Autos und (zumindest englischem) Fußball nicht viel anfangen.
-Der Plot wird manchmal etwas zwanghaft verfolgt: So wirkt z.B. die Begründung, warum Meike meint nach Chicago zu müssen, nur ein kurzer Absatz, krampfig und an den Haaren herbei gezogen. Ähnlich absurd kam mir die Szene vor, in der Alex, Jaspers Chef, sich Henry annähert.
Fazit: Das Buch ist leichte Kost, die gut unterhält, und deren fachliche Basis (was Bankgeschäfte angeht) gut recherchiert zu sein scheint. Aber zum Nachdenken anregen tut es nicht. Es lässt einen guten, aber eben auch keinen sensationellen Blick des Autors für menschliche Verhaltensweisen erkennen.
Unterhaltsame Lektüre, aber zu klischeeverstrickt. Nachdem ich sowohl hier auf Amazon bisher nur 5 Sterne-Rezensionen gesehen habe als auch das Presseecho komplett positiv war, bin ich vielleicht mit etwas zu hohen Erwartungen an das Buch heran gegangen.
Es hat sicherlich viele positive Aspekte: Es liest sich leicht herunter, der Plott ist gelungen, es ist meist spannend und unterhaltsam. Nur hätte ich mir nach all dem Lob etwas mehr erwartet:
-Die Charaktere könnten kaum stereotyper sein.
Meike: Nachdem in der Kurzbeschreibung das berüchtigte Peugeot-Mahlwerk genannt wurde, erhoffte ich mir weitere subtile Analyse und Kritik des urbanen Bildungsbürgertums. Aber es kamen nur noch offensichtlich alberne Prioritäten (Weinklimaschrank, Bio-Food, etc.), was ich enttäuschend fand.
Henry: Na ja, älterer eitler Künstler, natürlich schwul, in der Schaffenskrise…
Jasper: Banker, natürlich arrogant, Mathematiker, Schachspieler, ignorant gegenüber gesellschaftlichen Problemen, nur mit seiner Karriere beschäftigt. Dabei fing gerade der Charakter so gut an: Geht mit den Kollegen abends weg, obwohl er eigentlich keine Lust hat, kann mit dem Geschwätz von Handys, Autos und (zumindest englischem) Fußball nicht viel anfangen.
-Der Plot wird manchmal etwas zwanghaft verfolgt: So wirkt z.B. die Begründung, warum Meike meint nach Chicago zu müssen, nur ein kurzer Absatz, krampfig und an den Haaren herbei gezogen. Ähnlich absurd kam mir die Szene vor, in der Alex, Jaspers Chef, sich Henry annähert.
Fazit: Das Buch ist leichte Kost, die gut unterhält, und deren fachliche Basis (was Bankgeschäfte angeht) gut recherchiert zu sein scheint. Aber zum Nachdenken anregen tut es nicht. Es lässt einen guten, aber eben auch keinen sensationellen Blick des Autors für menschliche Verhaltensweisen erkennen.
das Schicksal verbindet Drei Menschen, die durch schicksalhafte Begegnungen miteinander verbunden werden, beschreibt Kristof Magnusson in seinem neuen Roman”Das war ich nicht”. Herausgekommen ist dabei ein Mix aus Satire,Krimi und Unterhaltungsroman, den man besser nicht hätte schreiben können.
Jasper,ein junger ehrgeiziger Banker, der an einer Privatbank in Chicago Karriere machen will, lebt nur für seinen Beruf. Arbeiten, schlafen,essen,vorzugsweise Snickers,das ist sein Tagesablauf. Das Leben findet ohne ihn statt.Als er,um einem Kollegen aus der Patsche zu helfen, mit Millionen an der Börse jongliert und sich dabei verspekuliert, scheint seine Karriere zu Ende, ehe sie richtig begonnen hat.
Jasper trifft in einem Coffeshop in Chicago auf Meike, in die er sich verliebt. Meike ist nach Chicago gekommen , um den Schriftsteller Henry LaMarck zu finden, für den sie als Übersetzerin arbeitet.Das Auffinden des Schriftstellers ist von absoluter Dringlichkeit, da Meike sich gerade von ihrem langjährigen Freund getrennt hat und ein Haus bezahlen muss, dass sie sich in einem kleinen nordfriesischen Ort gekauft hat.
Henry LaMarck, will aber nicht gefunden werden,da er momentan unter einer Schreibblockade leidet, die es ihm unmöglich macht, den angekündigten Jahrhundertroman zu schreiben . Nach einer Überraschungsparty zu seinem 60. Geburtstag taucht er unter.Als Henry einen Zeitungsausschnitt von Jasper entdeckt, verliebt er sich in den jungen Mann und setzt alles daran ,um mit Jasper in Kontakt zu treten.Nach und nach treffen alle drei Protagonisten aufeinander und es kommt zu turbulenten Verwicklungen.
Unterhaltsam, spannend und mit einem Augenzwinkern schreibt der Autor seine Geschichte, die den täglichen Drahtseilakt an der Börse, verpasste Lebenschancen und die Beziehungsschwierigkeiten in unserer schnelllebigen Zeit gut wiederspiegeln.Der augesprochen gute Schreibstil dieses Buches macht das Lesen zum Vergnügen und wird mich dieses Buch nicht so schnell vergessen lassen.
Drei im falschen Film… Für die Dauer eines Romans wird die Welt aus den Angeln gehoben:
Da sind die literarische Übersetzerin Meike Urbanski,
der deutsche Banker Jasper Lüdemann
und der hochgefeierte Schriftsteller Henry LaMarck.
Meike hat gerade ihren Freund in Hamburg verlassen. Die beiden waren kurz davor, sich eine Salzmühle mit Peugeot-Mahlwerk zuzulegen und Kinder zu bekommen. Kurz vorher zieht sie die Notbremse und kauft sich ein altes Haus am Deich in einem kleinen Dorf. Sie hofft, bald den neuen Roman des großen zeitgenössischen Schriftstellers Henry LaMarck übersetzen und dann auch das notwendige Geld für die Hypotheken aufbringen zu können.
Doch Henry LaMarck leidet an einer Schreibblockade. Alle warten auf seinen neuen großen Roman, doch er hat noch keine einzige Zeile geschrieben. Und dann flieht er von der Feier zu seinem sechzigsten Geburtstag im Verlag und versteckt sich fortan in einem Luxushotel in seiner Heimatstadt Chicago. Im Grunde muss er sich eingestehen, dass er auf dem Weg von den Buchhandlungen in die Literaturgeschichte ist.
Nach Chicago hat es auch Jasper Lüdemann geschafft. Vom Backoffice in den Händlersaal der Investmentbank “Rutherford & Gold”, mit einem 16-Stunden Arbeitstag und einem unglaublichen Verbrauch von Snickers hofft er schon bald ins ganz große Trading-Geschäft einsteigen zu können.
Als Meike erfährt, das Henry LaMarck von der Bildfläche verschwunden ist, kratzt sie ihr letztes Geld zusammen und reist nach Chicago. Dort lernt sie nicht nur Henry LaMarck kennen, sondern auch Jasper, der auffälliges Interesse an ihr zeigt. Alsbald sind alle drei Protagonisten tief miteinander verstrickt und rasen gemeinsam auf eine ganze Reihe von Katastrophen zu…
“Das war ich nicht” ist ein origineller Schelmenroman, in dem Magnusson sich zwar über die Geschicke seiner Protagonisten lustig macht, sie aber dennoch nicht der Lächerlichkeit preisgibt. Vor dem Hintergrund turbulenter Finanzmärkte und einem eitlen Literaturbetrieb lässt er seine bis in kleinste Details stimmige Figuren trudeln und stolpern, bis sie sich am Ende wieder fangen. Rasant und witzig, zugleich mit sprachlicher Raffinesse erzählt Magnusson von drei sehr unterschiedlichen Menschen in sich überschlagenden Ereignissen, von drei Menschen im falschen Film.
Den Namen des begabten und lustvollen Erzählers Kristof Magnusson sollte man sich unbedingt merken.
Lebensentwürfe, die in der Sackgasse landen… Drei Menschen, die mit ihren Lebensentwürfen, zur Geltung kommen wollen, eine Wirtschaftskrise die aufzeigt wo wir gerade stehen, ein Roman über eine Übersetzerin, einen Banker und einen Schriftsteller, deren Leben zum Stillstand kommt, wo einiges zusammenbricht, die Krise unabwendbar erscheint, die Zielrichtung des eigenen Lebens verloren geht.
Im Dreieck erzählt, lernen wir Henry LaMarck kennen, 60 Jahre alt, der aufhört zu schreiben und nicht mehr schreiben will. Eine Übersetzerin, die keine “Hausfrauenp*rnos” mehr übersetzen will, und eine Abfuhr erhält, und ein Banker/Trader, der eine Bank mit seinen Geschäften und Spekulationen in den Ruin treibt. Im Wechsel der verschiedenen Perspektiven, lernen wir also diese drei Biographien Stück für Stück kennen, die in einem gewissen Zusammenhang stehen, und im Laufe der Geschichte immer mehr aufeinander zugehen.
Eine Story über Aufstieg und Verfall, in Zeiten der Rezension, die an manchen Stellen unglaubhaft wirkt, die Protagonisten irren durch die Geschichte, laufen mehr umeinander herum, als dass sie sich wirklich begegnen,verstehen sich nur teilweise und verlieren sich wieder aus den Augen. Ein wenig ratlos, verzweifelt, irgendwie dann doch in die unvermeidbare Sackgassen endent.
Auch wenn der Plot an die heutige Zeit der wirtschaftlichen Rezension angepasst ist und dadurch aktuellen Charakter hat, hat mich die Story nun wirklich nicht gepackt. Ein Schriftsteller der mit Elten John kommuniziert, naja ich weiss nicht, und ein Trader, der über die Bankkontodaten seines Kunden (LaMarck) verfügt und damit über 9 Mio. verfügen kann, naja ich weiss nicht.
Keine weissgott anspruchsvolle Sprache, keine grosse Spannung, keine grossen Gefühle, na was denn nun? Scheiternde Existenzen, die so dahindümpeln, nichts was einen wirklich vom Hocker reissen würde. Der Roman endet mit: “Steht nichts Weltbewegendes drin”. Tja, muss ich mich leider anschliessen. Ein Suchen und wieder Verlieren, ob wir als Leser bei dieser Geschichte wirklich noch gewinnen? Vielleicht geht ja die Geschichte am Leser vorbei, was wäre eigentlich dann? Wird hier nicht wieder einmal der Durchschnitt in den Himmel gehoben? Irgendwie habe ich dann doch das Gefühl..Vielleicht findet ja der Roman ja ohne den Leser statt..Von einem Lesevergnügen, war zumindest ich wohl meilenweit davon entfernt..
Lebensentwürfe, die in der Sackgasse landen… Drei Menschen, die mit ihren Lebensentwürfen, zur Geltung kommen wollen, eine Wirtschaftskrise die aufzeigt wo wir gerade stehen, ein Roman über eine Übersetzerin, einen Banker und einen Schriftsteller, deren Leben zum Stillstand kommt, wo einiges zusammenbricht, die Krise unabwendbar erscheint, die Zielrichtung des eigenen Lebens verloren geht.
Im Dreieck erzählt, lernen wir Henry LaMarck kennen, 60 Jahre alt, der aufhört zu schreiben und nicht mehr schreiben will. Eine Übersetzerin, die keine “Hausfrauenp*rnos” mehr übersetzen will, und eine Abfuhr erhält, und ein Banker/Trader, der eine Bank mit seinen Geschäften und Spekulationen in den Ruin treibt. Im Wechsel der verschiedenen Perspektiven, lernen wir also diese drei Biographien Stück für Stück kennen, die in einem gewissen Zusammenhang stehen, und im Laufe der Geschichte immer mehr aufeinander zugehen.
Eine Story über Aufstieg und Verfall, in Zeiten der Rezension, die an manchen Stellen unglaubhaft wirkt, die Protagonisten irren durch die Geschichte, laufen mehr umeinander herum, als dass sie sich wirklich begegnen,verstehen sich nur teilweise und verlieren sich wieder aus den Augen. Ein wenig ratlos, verzweifelt, irgendwie dann doch in die unvermeidbare Sackgassen endent.
Auch wenn der Plot an die heutige Zeit der wirtschaftlichen Rezension angepasst ist und dadurch aktuellen Charakter hat, hat mich die Story nun wirklich nicht gepackt. Ein Schriftsteller der mit Elten John kommuniziert, naja ich weiss nicht, und ein Trader, der über die Bankkontodaten seines Kunden (LaMarck) verfügt und damit über 9 Mio. verfügen kann, naja ich weiss nicht.
Keine weissgott anspruchsvolle Sprache, keine grosse Spannung, keine grossen Gefühle, na was denn nun? Scheiternde Existenzen, die so dahindümpeln, nichts was einen wirklich vom Hocker reissen würde. Der Roman endet mit: “Steht nichts Weltbewegendes drin”. Tja, muss ich mich leider anschliessen. Ein Suchen und wieder Verlieren, ob wir als Leser bei dieser Geschichte wirklich noch gewinnen? Vielleicht geht ja die Geschichte am Leser vorbei, was wäre eigentlich dann? Wird hier nicht wieder einmal der Durchschnitt in den Himmel gehoben? Irgendwie habe ich dann doch das Gefühl..Vielleicht findet ja der Roman ja ohne den Leser statt..Von einem Lesevergnügen, war zumindest ich wohl meilenweit davon entfernt..
Suchtstoff … Kaum bin ich durch, möchte ich am liebsten gleich wieder von vorn anfangen !!! Was für eine köstlich geistreich-skurril-spannende Superunterhaltung. Hauptthema des Romans ist die Bankenkrise des letzten Jahres. Nebenschauplätze sind die Liebe zwischen Peaugot-Salzmühlen und Klimaweinschränken, die Gratwanderung zwischen Scheitern und Erfolg, Einsamkeit, Lebenssinn und -unsinn. Das Alles ist so spannend und kurzweilig von Kristof Magnusson beschrieben, daß ich das Buch kaum aus der Hand legen mochte. Lieber Autor: mehr davon …
Suchtstoff … Kaum bin ich durch, möchte ich am liebsten gleich wieder von vorn anfangen !!! Was für eine köstlich geistreich-skurril-spannende Superunterhaltung. Hauptthema des Romans ist die Bankenkrise des letzten Jahres. Nebenschauplätze sind die Liebe zwischen Peaugot-Salzmühlen und Klimaweinschränken, die Gratwanderung zwischen Scheitern und Erfolg, Einsamkeit, Lebenssinn und -unsinn. Das Alles ist so spannend und kurzweilig von Kristof Magnusson beschrieben, daß ich das Buch kaum aus der Hand legen mochte. Lieber Autor: mehr davon …
Allerbeste Unterhaltung Das nenne ich einen unterhalsamen Roman: realitätsnah - und trotzdem irgendwie verrückt; keine Aneinanderreihung von Gags - und trotzdem zum Lachen; keine langwierigen Beschreibungen von Orten - und trotzdem kann man sich alles gut vorstellen; keine Psychogramme der Protagonisten - und trotzdem haben sie Charakter. (Das “trotzdem” kann man getrost jeweils durch “deswegen” ersetzen.) Der Plot ist einfallsreich erdacht und geschickt aufgebaut, die Sprache ist klar und angenehm. Sehr empfehlenswerte Lektüre!
Wie Bolle amüsiert Sie sind Helden und Opfer zugleich. Und ein Beispiel des modernen Menschen: Banker Jasper, Übersetzerin Meike und Schrifsteller Henry LaMarck. Als sie sich im Cafe Caribou treffen, wissen sie noch nicht, dass ihr Schicksal ab da mit dem der anderen verknüpft sein und welch aberwitzige Geschichte folgen soll - bei der alle - und vor allem der Leser - den Atem anhalten werden…
Ein tolles Buch, das schon durch seine gestochen scharfe und präzise Sprache für großen Sog sorgt und immer wieder auf amüsante Weise Tiefgang zeigt. Einmal in die Hand genommen, ist es schwer wieder wegzulegen. Und wenn, dann nur, um den besten Freunden am Telefon zuzurufen: “Du, das musst Du unbedingt lesen!” Zumindest war es bei mir so! Vielleicht wird’s ja Trend. Dem Buch ist es ganz klar zu wünschen!
Ist er es wirklich nicht gewesen? In seinem neuen Roman “Das war ich nicht” zeigt Kristof Magnusson, Absolvent des Leipziger Literaturinstitutes, wie sich das Leben von drei Menschen zur Tour de force entwickelt, im rasanten Tempo und ohne die geringste Chance, dieser Dreiecksbeziehung zu entgehen.
Zwei Männer und eine Frau werden vom Schicksal unbarmherzig zusammengeführt und kommen nicht mehr los voneinander. Natürlich ist die Liebe im Spiel, aber auch der Flirt mit dem Job, die Angst des Versagens und der ernüchternde Blick auf das bisher gelebte Leben treiben diese Menschen zusammen und gleichzeitig doch auch auseinander - so weit, wie es weiter nicht sein kann.
Beim Kunstmann Verlag erschienen, ist Magnussons Roman ein unheimlich aktueller Blick auf die Realität in all ihrer unüberwindbaren Dramatik, großartig inszeniert und uneingeschränkt lesenswert.
Ist er es wirklich nicht gewesen? In seinem neuen Roman “Das war ich nicht” zeigt Kristof Magnusson, Absolvent des Leipziger Literaturinstitutes, wie sich das Leben von drei Menschen zur Tour de force entwickelt, im rasanten Tempo und ohne die geringste Chance, dieser Dreiecksbeziehung zu entgehen.
Zwei Männer und eine Frau werden vom Schicksal unbarmherzig zusammengeführt und kommen nicht mehr los voneinander. Natürlich ist die Liebe im Spiel, aber auch der Flirt mit dem Job, die Angst des Versagens und der ernüchternde Blick auf das bisher gelebte Leben treiben diese Menschen zusammen und gleichzeitig doch auch auseinander - so weit, wie es weiter nicht sein kann.
Beim Kunstmann Verlag erschienen, ist Magnussons Roman ein unheimlich aktueller Blick auf die Realität in all ihrer unüberwindbaren Dramatik, großartig inszeniert und uneingeschränkt lesenswert.
Das war ich nicht - ein Roman über drei Personen: Jasper, Anfang 30, ein Banker auf dem Sprung zur großen Karriere. Meike, eine Literaturübersetzerin, auf der Flucht vor einer vorhersehbaren Zukunft: Partnerschaft, Pärchenfreunde, zusammenziehen, über Kinder nachdenken… und Henry, ein international gefeierter Schriftsteller mit Schreibblockade und Altersangst, der von der Party zu seinem sechzigsten Geburtstag verschwindet und untertaucht.
Auf abenteuerliche Weise geraten diese drei Personen in Abhängigkeit voneinander: Meike Urbanski ist die Übersetzerin “ihres” Schriftstellers Henry LaMarck, ihrer Existenzgrundlage. Da dieser weder seinen versprochenen Jahrhundertroman beim Verlag abliefert hat, noch auffindbar ist, fliegt Meike nach Chicago, um ihn zu finden. Henry LaMarck verliebt sich in das Foto von einem jungen Banker, der verzweifelt auf die fallenden Kurse starrt - das könnte der Aufhänger für seinen großen Roman sein! - und eben dieser Banker namens Jasper Lüdemann versucht eine junge deutsche Frau wiederzufinden, die ihm im Café Caribou seinem Kaffee vor der Nase weggeschnappt hat…
Jasper will Meike treffen, Meike will Henry treffen, Henry will Jasper treffen. Jasper interessiert sich nicht für Henry, Henry fühlt sich durch Meike belästigt und bloßgestellt, Meike findet Jasper arrogant und unsympathisch, und jetzt?
Eigene Meinung:
Eigentlich ist es erschreckend, dass Menschen ihre Karriere und damit möglicherweise ihr ganzes Leben ruinieren, aber Kristof Magnusson verpackt das Ganze in einen urkomischen modernen Schelmenroman. Die Geschichte ist abwechselnd aus den Perspektiven der drei Protagonisten erzählt. Zu Beginn des Buches fand ich die Geschichte aus Jaspers Sicht etwas anstrengend, weil er auf mich einen sehr arroganten und unsympathischen Eindruck machte, und wer mag sich schon mit einem solchen Charakter identifizieren? Außerdem interessiere ich mich nicht für die Börsengeschäfte, die Jasper in seinem Job tagtäglich abwickeln muss. Aber selbst aus dieser Erzählperspektive hat mich das Buch nach einigen Kapiteln gefangen genommen, und als das Unheil plötzlich unaufhaltsam seinen Lauf nahm, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, und zum Ende hin sind mir die verschrobenen und stellenweise unsympathischen Charaktere doch tatsächlich ans Herz gewachsen ;o) Kristof Magnussons Charaktere wirken nie gekünstelt, konstruiert oder eindimensional und das macht diesen Roman so überaus lesenswert!
Fazit:
Dieses Buch war eine literarische Überraschung für mich. Zuvor hatte ich von Kristof Magnusson weder etwas gehört noch gelesen und war von seinem Schreibstil und seinem Humor schlichtweg begeistert!
Das war ich nicht - ein Roman über drei Personen: Jasper, Anfang 30, ein Banker auf dem Sprung zur großen Karriere. Meike, eine Literaturübersetzerin, auf der Flucht vor einer vorhersehbaren Zukunft: Partnerschaft, Pärchenfreunde, zusammenziehen, über Kinder nachdenken… und Henry, ein international gefeierter Schriftsteller mit Schreibblockade und Altersangst, der von der Party zu seinem sechzigsten Geburtstag verschwindet und untertaucht.
Auf abenteuerliche Weise geraten diese drei Personen in Abhängigkeit voneinander: Meike Urbanski ist die Übersetzerin “ihres” Schriftstellers Henry LaMarck, ihrer Existenzgrundlage. Da dieser weder seinen versprochenen Jahrhundertroman beim Verlag abliefert hat, noch auffindbar ist, fliegt Meike nach Chicago, um ihn zu finden. Henry LaMarck verliebt sich in das Foto von einem jungen Banker, der verzweifelt auf die fallenden Kurse starrt - das könnte der Aufhänger für seinen großen Roman sein! - und eben dieser Banker namens Jasper Lüdemann versucht eine junge deutsche Frau wiederzufinden, die ihm im Café Caribou seinem Kaffee vor der Nase weggeschnappt hat…
Jasper will Meike treffen, Meike will Henry treffen, Henry will Jasper treffen. Jasper interessiert sich nicht für Henry, Henry fühlt sich durch Meike belästigt und bloßgestellt, Meike findet Jasper arrogant und unsympathisch, und jetzt?
Eigene Meinung:
Eigentlich ist es erschreckend, dass Menschen ihre Karriere und damit möglicherweise ihr ganzes Leben ruinieren, aber Kristof Magnusson verpackt das Ganze in einen urkomischen modernen Schelmenroman. Die Geschichte ist abwechselnd aus den Perspektiven der drei Protagonisten erzählt. Zu Beginn des Buches fand ich die Geschichte aus Jaspers Sicht etwas anstrengend, weil er auf mich einen sehr arroganten und unsympathischen Eindruck machte, und wer mag sich schon mit einem solchen Charakter identifizieren? Außerdem interessiere ich mich nicht für die Börsengeschäfte, die Jasper in seinem Job tagtäglich abwickeln muss. Aber selbst aus dieser Erzählperspektive hat mich das Buch nach einigen Kapiteln gefangen genommen, und als das Unheil plötzlich unaufhaltsam seinen Lauf nahm, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, und zum Ende hin sind mir die verschrobenen und stellenweise unsympathischen Charaktere doch tatsächlich ans Herz gewachsen ;o) Kristof Magnussons Charaktere wirken nie gekünstelt, konstruiert oder eindimensional und das macht diesen Roman so überaus lesenswert!
Fazit:
Dieses Buch war eine literarische Überraschung für mich. Zuvor hatte ich von Kristof Magnusson weder etwas gehört noch gelesen und war von seinem Schreibstil und seinem Humor schlichtweg begeistert!
Niemand ist Schuld und keiner hat es gesehen. Schnell, amüsant, lehrreich und nachdenklich. Ein moderner Roman eben. Aber was für einer.
Wer bis heute nicht verstanden hat, warum das mit der Finanzkrise eigentlich so schwer zu verstehen ist, der kann das ab sofort ändern.
Und der lernt von diesem Buch,
- warum kleine Handlungen große Auswirkungen haben können, wenn man nur lang genug daran glaubt, alles unter Kontrolle zu haben.
- warum der beste Plan immer noch kein Plan ist und der Zufall ein dichteres Netz webt, in das man fallen kann.
- warum Glück auf der Straße liegt und das kein Klischee ist.
Aber: wieder entsteht das Gefühl, dass nach der Scheiße, die so gebaut wird, letztlich ein blaues Auge bleibt. Da hätte Herr Magnusson vielleicht nicht so rosarot schreiben müssen. Alles wird gut, aber nur in Hollywood.
Trotzdem totale Leseempfehlung: der Unterhaltungsgrad ist enorm und man lernt noch was dabei. So wie ein moderner Roman eben.
Niemand ist Schuld und keiner hat es gesehen. Schnell, amüsant, lehrreich und nachdenklich. Ein moderner Roman eben. Aber was für einer.
Wer bis heute nicht verstanden hat, warum das mit der Finanzkrise eigentlich so schwer zu verstehen ist, der kann das ab sofort ändern.
Und der lernt von diesem Buch,
- warum kleine Handlungen große Auswirkungen haben können, wenn man nur lang genug daran glaubt, alles unter Kontrolle zu haben.
- warum der beste Plan immer noch kein Plan ist und der Zufall ein dichteres Netz webt, in das man fallen kann.
- warum Glück auf der Straße liegt und das kein Klischee ist.
Aber: wieder entsteht das Gefühl, dass nach der Scheiße, die so gebaut wird, letztlich ein blaues Auge bleibt. Da hätte Herr Magnusson vielleicht nicht so rosarot schreiben müssen. Alles wird gut, aber nur in Hollywood.
Trotzdem totale Leseempfehlung: der Unterhaltungsgrad ist enorm und man lernt noch was dabei. So wie ein moderner Roman eben.
Eines der besten Bücher dieses Frühlings Der Münchner Schriftsteller Kristof Magnusson ist nicht nur ein großartiger Übersetzer (zuletzt das geniale Buch von Hallgrimur
Helgason, Zehn Tipps, das Morden zu beenden und endlich mit dem Abwasch zu beginnen, Klett-Cotta 2010), sondern auch seine eigenen Bücher mausern sich langsam zu wirklich großer Literatur. Die Finanzkrise seit 2008 hat in der Zwischenzeit einige literarische Be- und Verarbeitungen erfahren. Der vorliegende Roman “Das war ich nicht” ist meines Erachtens der bisher beste unter ihnen.
Er erzählt von drei Menschen, deren Leben durch Zufall in eine abenteuerliche Abhängigkeit gerät. Da ist zunächst Meike aus Hamburg. Sie ist Übersetzerin und wartet sehnsüchtig auf das neue Manuskript eines amerikanischen Bestsellerautors, dessen Bücher sie seit einiger Zeit übersetzen darf. Im Vorgriff auf die zu erwartenden Tantiemen hat sie sich ein Haus im Grünen gekauft. Aber das Manuskript taucht nicht auf und sie begibt sich mit ihren letzten Rücklagen auf die Suche nach ihm.
Der hingegen, Henry La Marck, leidet unter einer Schreibstörung und hat von dem Roman, den der Verlag schon als den Schlüsselroman zum 11. September 2001 ankündigt und bewirbt, noch keine einzige Zeile geschrieben und hat sich in einem Hotel in Chicago versteckt.
Dort in diesem Hotel in Chicago findet Meike ihren Autor. Sie begegnet aber auch Jasper Lüdemann, einem deutschen, seit einigen Jahren in Chicago als Banker arbeitenden Mann, Anfang dreißig, der ganz für seine lange ersehnte Tätigkeit im Händlersaal einer großen Chicagoer Investmentbank aufgeht, nachdem er jahrelang nur im Backoffice arbeiten durfte. Er lebt ausschließlich für seine Arbeit, denn zwischen dreißig und vierzig muss man brennen” wie er, ähnlich wie Tausende seiner Kollegen sagt.
Die genaue Beschreibung dieser spekulativen Arbeit, die Japser in den Ruin zu treiben droht, ist eines der vielen Kunststücke, die Magnusson in diesem unterhaltsamen Roman gelungen sind. Er lässt seine drei Figuren abwechselnd in der Ich-Form erzählen und alle miteinander erleben sie, wie ihnen ihr jeweiliges Leben zu entgleiten droht. Magnusson führt die drei behutsam zueinander, indem er die jeweiligen Geschichten immer mehr verknüpft zu einem Roman, der eine gelungene Mischung darstellt zwischen Finanzkrimi, Komödie und Alltagswelt .
Eines der besten Bücher dieses Frühlings Der Münchner Schriftsteller Kristof Magnusson ist nicht nur ein großartiger Übersetzer (zuletzt das geniale Buch von Hallgrimur
Helgason, Zehn Tipps, das Morden zu beenden und endlich mit dem Abwasch zu beginnen, Klett-Cotta 2010), sondern auch seine eigenen Bücher mausern sich langsam zu wirklich großer Literatur. Die Finanzkrise seit 2008 hat in der Zwischenzeit einige literarische Be- und Verarbeitungen erfahren. Der vorliegende Roman “Das war ich nicht” ist meines Erachtens der bisher beste unter ihnen.
Er erzählt von drei Menschen, deren Leben durch Zufall in eine abenteuerliche Abhängigkeit gerät. Da ist zunächst Meike aus Hamburg. Sie ist Übersetzerin und wartet sehnsüchtig auf das neue Manuskript eines amerikanischen Bestsellerautors, dessen Bücher sie seit einiger Zeit übersetzen darf. Im Vorgriff auf die zu erwartenden Tantiemen hat sie sich ein Haus im Grünen gekauft. Aber das Manuskript taucht nicht auf und sie begibt sich mit ihren letzten Rücklagen auf die Suche nach ihm.
Der hingegen, Henry La Marck, leidet unter einer Schreibstörung und hat von dem Roman, den der Verlag schon als den Schlüsselroman zum 11. September 2001 ankündigt und bewirbt, noch keine einzige Zeile geschrieben und hat sich in einem Hotel in Chicago versteckt.
Dort in diesem Hotel in Chicago findet Meike ihren Autor. Sie begegnet aber auch Jasper Lüdemann, einem deutschen, seit einigen Jahren in Chicago als Banker arbeitenden Mann, Anfang dreißig, der ganz für seine lange ersehnte Tätigkeit im Händlersaal einer großen Chicagoer Investmentbank aufgeht, nachdem er jahrelang nur im Backoffice arbeiten durfte. Er lebt ausschließlich für seine Arbeit, denn zwischen dreißig und vierzig muss man brennen” wie er, ähnlich wie Tausende seiner Kollegen sagt.
Die genaue Beschreibung dieser spekulativen Arbeit, die Japser in den Ruin zu treiben droht, ist eines der vielen Kunststücke, die Magnusson in diesem unterhaltsamen Roman gelungen sind. Er lässt seine drei Figuren abwechselnd in der Ich-Form erzählen und alle miteinander erleben sie, wie ihnen ihr jeweiliges Leben zu entgleiten droht. Magnusson führt die drei behutsam zueinander, indem er die jeweiligen Geschichten immer mehr verknüpft zu einem Roman, der eine gelungene Mischung darstellt zwischen Finanzkrimi, Komödie und Alltagswelt .
Eine Literaturübersetzerin flüchtet vor dem Leben, aber wo soll sie hin? In ein altes Haus, gleich hinterm Deich?
Von Schreibblockaden, von Chicago und vom Leben ist in diesem wundervollen poetischen Werk von Kristof Magnusson die Rede.
Beim lesen des Buches treffe ich drei Helden die eigentlich, man sagt wohl normalerweise, an einem ganz anderen Ort zu sein hätten. aber sind sie eben nicht. Und sie machen die Erfahrung, auch so geht das Leben weiter.
Ein Buch voller Ernst bei dem ich auch geschmunzelt habe!
Toller Roman, drei Welten in einer… Drei verschiedene Persönlichkeiten treffen in einer durchgestylten Welt aufeinander und eine spannende Geschichte nimmt ihren Lauf! Super geschrieben! 5 Sterne!
Das braucht man nicht Kristof Magnusson - der neue Stern am Literaturhimmel? Nö, das ist kein Autor, den man sich unbedingt merken müsste. Sein “Ich war das nicht” ist zu einfach geschrieben, da gibt es keine wirkliche sprachliche Kunst. Nach der zehnten Seite ist das Ende absolut vorhersehbar, die Geschichte ist ohne jede Spannung, da zu schnell deutlich wird, wie alles enden wird mit diesen drei Personen. Der Wechsel der Erzählperspektive der drei Protagonisten gelingt nicht überzeugend, alle drei bleiben flach und extrem klischeehaft. Der Stil Magnussons ist sehr “drehbuchorientiert”.
Das Buch ist unterhaltsam, es liest sich mal eben so weg und unterhält dabei in gewisser Weise. Aber - ist es das, was ich von einem Buch will? Mal eben schnell weglesen, weglegen und dann sofort vergessen? Nicht wirklich. Wer Tiefgründiges sucht, ist hier falsch. Wer sich ein paar Stunden nett unterhalten lassen will, ohne viel nachzudenken, kann das Buch kaufen.
Das braucht man nicht Kristof Magnusson - der neue Stern am Literaturhimmel? Nö, das ist kein Autor, den man sich unbedingt merken müsste. Sein “Ich war das nicht” ist zu einfach geschrieben, da gibt es keine wirkliche sprachliche Kunst. Nach der zehnten Seite ist das Ende absolut vorhersehbar, die Geschichte ist ohne jede Spannung, da zu schnell deutlich wird, wie alles enden wird mit diesen drei Personen. Der Wechsel der Erzählperspektive der drei Protagonisten gelingt nicht überzeugend, alle drei bleiben flach und extrem klischeehaft. Der Stil Magnussons ist sehr “drehbuchorientiert”.
Das Buch ist unterhaltsam, es liest sich mal eben so weg und unterhält dabei in gewisser Weise. Aber - ist es das, was ich von einem Buch will? Mal eben schnell weglesen, weglegen und dann sofort vergessen? Nicht wirklich. Wer Tiefgründiges sucht, ist hier falsch. Wer sich ein paar Stunden nett unterhalten lassen will, ohne viel nachzudenken, kann das Buch kaufen.
Das 3mal1 für einen tollen Roman Schon der Titel lässt einen Schmunzeln und der Roman hält dann auch das, was der Titel verspricht: sehr amüsante Szenen und Dialoge, drei toll verwobene Schicksalsläufe und eine spannende Geschichte, für die der Autor - ganz mutig - sogar ein glückliches Ende findet. Selten habe ich einen so gelungenen Roman gelesen und bin drauf und dran mir von Magnusson auch die anderen Bücher zu holen.
Ich bin kein Freund davon, den Inhalt eines Romans in einer Rezension zu beschreiben. Ungern lese ich solche Rezensionen, bevor ich das Buch gelesen habe. Doch wer es wissen will findet hier sehr gute Beschreibungen. Das Buch ist es aber einfach Wert, ganz viele 5 Sterne Empfehlungen zu bekommen. Es steht bei mir jetzt auch ganz weit oben auf meiner Liste möglicher Geschenke. Ich kann mir kaum jemanden vorstellen, dem dieses Buch nicht gefallen würde. Es ist unterhaltsam im besten Sinne, sprachlich ausgefeilt und auch die Geschichte durchweg spannend - und dazu auch noch einige sehr weise menschliche Beobachtungen.
“Das war ich nicht” ist so ein Buch, das einem mal wieder richtig Lust auf Lesen macht. Bitte mehr davon, Herr Magnusson.
Das 3mal1 für einen tollen Roman Schon der Titel lässt einen Schmunzeln und der Roman hält dann auch das, was der Titel verspricht: sehr amüsante Szenen und Dialoge, drei toll verwobene Schicksalsläufe und eine spannende Geschichte, für die der Autor - ganz mutig - sogar ein glückliches Ende findet. Selten habe ich einen so gelungenen Roman gelesen und bin drauf und dran mir von Magnusson auch die anderen Bücher zu holen.
Ich bin kein Freund davon, den Inhalt eines Romans in einer Rezension zu beschreiben. Ungern lese ich solche Rezensionen, bevor ich das Buch gelesen habe. Doch wer es wissen will findet hier sehr gute Beschreibungen. Das Buch ist es aber einfach Wert, ganz viele 5 Sterne Empfehlungen zu bekommen. Es steht bei mir jetzt auch ganz weit oben auf meiner Liste möglicher Geschenke. Ich kann mir kaum jemanden vorstellen, dem dieses Buch nicht gefallen würde. Es ist unterhaltsam im besten Sinne, sprachlich ausgefeilt und auch die Geschichte durchweg spannend - und dazu auch noch einige sehr weise menschliche Beobachtungen.
“Das war ich nicht” ist so ein Buch, das einem mal wieder richtig Lust auf Lesen macht. Bitte mehr davon, Herr Magnusson.
Keine große Literatur, aber unterhaltsam Der Plot ist abenteuerlich überdreht: Die Wege einer Übersetzerin, eines jungen Bankers und eines weltberühmten, am Ende doppelten Pulitzerpreisträgers kreuzen sich schicksalhaft am Vorabend der Banken- und Finanzkrise. Die Übersetzerin Meike fährt nach Chicago, um den Autor Henry zur Fertigstellung seines lang erwarteten Jahrhundertromans über die Ereignisse des 11. September zu überreden. Henry meint in Jasper nach langer Schreibblockade die Inspiration für diesen lang angekündigten Roman gefunden zu haben. Jasper treibt mit riskanten Optionsscheingeschäften die Bank, für die er arbeitet, in den Ruin. Alle drei finden sich schließlich in Meikes marodem Haus hinterm Deich in Tetenstedt wieder, in das sie sich Hals über Kopf aus ihren Hamburger Beziehungen zurückgezogen hat. Sie steht ohne Geld da, Jasper ist auf der Flucht vor dem FBI und Henry im Glauben, dass er durch die Bankenpleite alles verloren habe.
Das Buch lebt bei aller Vorhersehbarkeit von seinen unterhaltsamen Wendungen sowie von seinen aktuellen Seitenhieben auf die neue Bürgerlichkeit der Generation in den 30- bis 40ern und die Wirtschaftswelt. Es ist insgesamt flüssig und in einem angenehmen Rhythmus geschrieben. Die Figuren selbst sind eher klischeeartig angelegt und entwickeln sich nicht großartig. Nervend fällt das Bestreben des Autors auf, die Bankenkrise und das touristische Grundwissen Chicagos erklären zu wollen.
Fazit: Popcornliteratur mit dem Tiefgang eines Spreewaldkahns oder um es mit den Worten Magnussons zu sagen: eine Art Hausfrauenporno für die Thirty- and Fortysomethings. Einigermaßen gut gemachte Unterhaltung - nicht mehr und nicht weniger.
Keine große Literatur, aber unterhaltsam Der Plot ist abenteuerlich überdreht: Die Wege einer Übersetzerin, eines jungen Bankers und eines weltberühmten, am Ende doppelten Pulitzerpreisträgers kreuzen sich schicksalhaft am Vorabend der Banken- und Finanzkrise. Die Übersetzerin Meike fährt nach Chicago, um den Autor Henry zur Fertigstellung seines lang erwarteten Jahrhundertromans über die Ereignisse des 11. September zu überreden. Henry meint in Jasper nach langer Schreibblockade die Inspiration für diesen lang angekündigten Roman gefunden zu haben. Jasper treibt mit riskanten Optionsscheingeschäften die Bank, für die er arbeitet, in den Ruin. Alle drei finden sich schließlich in Meikes marodem Haus hinterm Deich in Tetenstedt wieder, in das sie sich Hals über Kopf aus ihren Hamburger Beziehungen zurückgezogen hat. Sie steht ohne Geld da, Jasper ist auf der Flucht vor dem FBI und Henry im Glauben, dass er durch die Bankenpleite alles verloren habe.
Das Buch lebt bei aller Vorhersehbarkeit von seinen unterhaltsamen Wendungen sowie von seinen aktuellen Seitenhieben auf die neue Bürgerlichkeit der Generation in den 30- bis 40ern und die Wirtschaftswelt. Es ist insgesamt flüssig und in einem angenehmen Rhythmus geschrieben. Die Figuren selbst sind eher klischeeartig angelegt und entwickeln sich nicht großartig. Nervend fällt das Bestreben des Autors auf, die Bankenkrise und das touristische Grundwissen Chicagos erklären zu wollen.
Fazit: Popcornliteratur mit dem Tiefgang eines Spreewaldkahns oder um es mit den Worten Magnussons zu sagen: eine Art Hausfrauenporno für die Thirty- and Fortysomethings. Einigermaßen gut gemachte Unterhaltung - nicht mehr und nicht weniger.
spannend und amüsant, aber auch nicht viel mehr wenn man zu beginn den karriere-geilen banker geschildert bekommt, fragt man sich schon: muss es so ein plattes klischee sein? es wird dann besser. und vor allem spannend. auch wenn man ahnt wie es ausgehen könnte, die wendungen und ecken sind amüsant und nett zu lesen. die hamburger jung-familien-idylle, aus der die übersetzerin flieht, ist köstlich beschrieben.
ein grosser roman ist es aber sicher nicht. die sprache ist oft etwas hilflos - und bemüht daher klischees. aber es muss ja nicht alles so hoch intellektuell sein - es liest sich gut. das richtige nach einem strengen arbeitstag.
spannend und amüsant, aber auch nicht viel mehr wenn man zu beginn den karriere-geilen banker geschildert bekommt, fragt man sich schon: muss es so ein plattes klischee sein? es wird dann besser. und vor allem spannend. auch wenn man ahnt wie es ausgehen könnte, die wendungen und ecken sind amüsant und nett zu lesen. die hamburger jung-familien-idylle, aus der die übersetzerin flieht, ist köstlich beschrieben.
ein grosser roman ist es aber sicher nicht. die sprache ist oft etwas hilflos - und bemüht daher klischees. aber es muss ja nicht alles so hoch intellektuell sein - es liest sich gut. das richtige nach einem strengen arbeitstag.
Großartig! Es beginnt wie einer dieser Thirtysomethings-Romane, wie ein Buch über das Älterwerden, das Kinderkriegen und die vermeintlich wichtigen Dinge im Leben: Die Literaturübersetzerin Meike entscheidet sich spontan gegen all das, verlässt ihren Freund und zieht in ein Häuschen aufs Land, “hinterm Deich”, das sie sich allerdings nur leisten kann, weil bald der Vorschuss für das nächste Buch, den “Jahrhundertroman” des großen amerikanischen Erzählers Henry LaMarck, den sie sehr verehrt und in ihren Übersetzungen auch in Deutschland zu einem Bestseller gemacht hat, eintreffen wird - auf das Manuskript wartet allerdings nicht nur sie händeringend. Von Vorteil ist auch, dass die Hypothek für das hübsch-hässliche Häuschen über “HomeStar” läuft, eine Kreditbank, die auch weniger solventen Kunden gerne Geld gibt.
Jener Erfolgsautor, just zum zweiten Mal für den Pulitzer-Preis nominiert, wird soeben sechzig, weshalb auch im Verlag nicht, wie angekündigt war, ein Gespräch über die Taschenbuchausgabe seines vorletzten Romans stattfindet, sondern eine Überraschungsparty zu Ehren des Schriftstellers, der noch keine einzige Zeile seines langerwarteten Jahrhundertbuches geschrieben hat. LaMarck flieht von der Party, mietet sich in ein Hotel ein und schottet sich von der Welt ab, von der er glaubt, sie wäre ab diesem Moment detektivisch auf der Suche nach ihm.
Und dann ist da noch der junge Jasper, aus Bochum stammend, der es in der Chicagoer Investmentbank vom “Back-Office” in den Handelssaal geschafft hat, der also endlich “Trader” ist. Nachdem er irrtümlich geglaubt hatte, entlassen zu werden, wittert Jasper Morgenluft, weil es jenen Kollegen erwischt, auf dessen Posten der junge Deutsche scharf ist. Da er - aus seiner Tätigkeit im überwachenden “Back Office” - die gesamten technischen Strukturen gut kennt, hilft er einem anderen Trader, dessen unzulässige Transaktionen zu vertuschen, macht dabei aber versehentlich so viel Gewinn, dass nun wiederum er selbst in die Schusslinie geraten würde. Jasper fängt damit an, auf dem Konto des gefeuerten Kollegen Optionsgeschäfte mit Papieren der Kreditbank “HomeStar” abzuschließen, aber statt eines überschaubaren Verlusts explodieren die roten Zahlen plötzlich, und Jasper gerät in einen Teufelskreis, aus dem es nur einen Ausweg gäbe, würden die “HomeStar”-Kurse dramatisch fallen. Als sie das schließlich tun, geschieht das, kurz nachdem Jasper auf Gewinn gewettet hat, und alles wird immer schlimmer und schlimmer.
In Chicago treffen sich die drei. Der Erfolgsautor will den jungen Banker, dessen Foto er zufällig in der Zeitung gesehen hat, zum Helden seines Romans machen, aber eigentlich nicht nur das. Meike ist nach Chicago gekommen, um den vermeintlich verschollenen Schriftsteller zu suchen, trifft dort aber zunächst Jasper, der sich in sie verliebt. Aus den drei Geschichten wird eine, und zwar eine fantastisch spannende, extrem amüsante, wirklich vortrefflich erzählte.
Vor dem Hintergrund der längst nicht überstandenen Weltwirtschaftskrise, die zu einem Gutteil dadurch ausgelöst wurde, dass Leute in den Handelssälen der Banken Luftgeschäfte von grandiosem Ausmaß tätigen, erzählt Magnusson wechselnd aus den Perspektiven der drei Protagonisten eine fulminante Geschichte über Literatur, Wirtschaft, Liebe und geborgte Träume. Da passt jeder Satz, da ist fast nichts überflüssig, da stimmt jedes Detail. Ein beneidenswert gutes, gutlauniges, amüsantes und faszinierendes Buch, exzellent recherchiert, minutiös geplottet, toll erzählt. Großartig!
Großartig! Es beginnt wie einer dieser Thirtysomethings-Romane, wie ein Buch über das Älterwerden, das Kinderkriegen und die vermeintlich wichtigen Dinge im Leben: Die Literaturübersetzerin Meike entscheidet sich spontan gegen all das, verlässt ihren Freund und zieht in ein Häuschen aufs Land, “hinterm Deich”, das sie sich allerdings nur leisten kann, weil bald der Vorschuss für das nächste Buch, den “Jahrhundertroman” des großen amerikanischen Erzählers Henry LaMarck, den sie sehr verehrt und in ihren Übersetzungen auch in Deutschland zu einem Bestseller gemacht hat, eintreffen wird - auf das Manuskript wartet allerdings nicht nur sie händeringend. Von Vorteil ist auch, dass die Hypothek für das hübsch-hässliche Häuschen über “HomeStar” läuft, eine Kreditbank, die auch weniger solventen Kunden gerne Geld gibt.
Jener Erfolgsautor, just zum zweiten Mal für den Pulitzer-Preis nominiert, wird soeben sechzig, weshalb auch im Verlag nicht, wie angekündigt war, ein Gespräch über die Taschenbuchausgabe seines vorletzten Romans stattfindet, sondern eine Überraschungsparty zu Ehren des Schriftstellers, der noch keine einzige Zeile seines langerwarteten Jahrhundertbuches geschrieben hat. LaMarck flieht von der Party, mietet sich in ein Hotel ein und schottet sich von der Welt ab, von der er glaubt, sie wäre ab diesem Moment detektivisch auf der Suche nach ihm.
Und dann ist da noch der junge Jasper, aus Bochum stammend, der es in der Chicagoer Investmentbank vom “Back-Office” in den Handelssaal geschafft hat, der also endlich “Trader” ist. Nachdem er irrtümlich geglaubt hatte, entlassen zu werden, wittert Jasper Morgenluft, weil es jenen Kollegen erwischt, auf dessen Posten der junge Deutsche scharf ist. Da er - aus seiner Tätigkeit im überwachenden “Back Office” - die gesamten technischen Strukturen gut kennt, hilft er einem anderen Trader, dessen unzulässige Transaktionen zu vertuschen, macht dabei aber versehentlich so viel Gewinn, dass nun wiederum er selbst in die Schusslinie geraten würde. Jasper fängt damit an, auf dem Konto des gefeuerten Kollegen Optionsgeschäfte mit Papieren der Kreditbank “HomeStar” abzuschließen, aber statt eines überschaubaren Verlusts explodieren die roten Zahlen plötzlich, und Jasper gerät in einen Teufelskreis, aus dem es nur einen Ausweg gäbe, würden die “HomeStar”-Kurse dramatisch fallen. Als sie das schließlich tun, geschieht das, kurz nachdem Jasper auf Gewinn gewettet hat, und alles wird immer schlimmer und schlimmer.
In Chicago treffen sich die drei. Der Erfolgsautor will den jungen Banker, dessen Foto er zufällig in der Zeitung gesehen hat, zum Helden seines Romans machen, aber eigentlich nicht nur das. Meike ist nach Chicago gekommen, um den vermeintlich verschollenen Schriftsteller zu suchen, trifft dort aber zunächst Jasper, der sich in sie verliebt. Aus den drei Geschichten wird eine, und zwar eine fantastisch spannende, extrem amüsante, wirklich vortrefflich erzählte.
Vor dem Hintergrund der längst nicht überstandenen Weltwirtschaftskrise, die zu einem Gutteil dadurch ausgelöst wurde, dass Leute in den Handelssälen der Banken Luftgeschäfte von grandiosem Ausmaß tätigen, erzählt Magnusson wechselnd aus den Perspektiven der drei Protagonisten eine fulminante Geschichte über Literatur, Wirtschaft, Liebe und geborgte Träume. Da passt jeder Satz, da ist fast nichts überflüssig, da stimmt jedes Detail. Ein beneidenswert gutes, gutlauniges, amüsantes und faszinierendes Buch, exzellent recherchiert, minutiös geplottet, toll erzählt. Großartig!
Unterhaltsam - aber nicht unbedingt eine Perle Ich habe mir dieses Buch insbesondere wegen der vielen guten Bewertungen in Amazon und einer guten Rezension in meiner Tageszeitung angeschafft.
Vielleicht waren deshalb meine Erwartungen etwas (zu) hoch…
Unterhaltsam - aber nicht unbedingt eine Perle Ich habe mir dieses Buch insbesondere wegen der vielen guten Bewertungen in Amazon und einer guten Rezension in meiner Tageszeitung angeschafft.
Vielleicht waren deshalb meine Erwartungen etwas (zu) hoch…
In der Sackgasse des Lebens Die drei Protagonisten stehen in einer Sackgasse ihres bisherigen Lebens und versuchen, daraus auszubrechen: Jasper, der Banker auf dem Sprung zur vermeintlich großen Karriere, verzockt ein paar hundert Millionen mit Optionsscheinen und Leerverkäufen. Meike, die Übersetzerin auf der Flucht vor dem schönen, alternativ-individuellen Leben mit Weinklimaschrank und Sushibars, ist pleite und wartet sehnsüchtig auf den neuen Roman ihres Erfolgsautors. Henry Lamarck, der gefeierte Autor, erträgt den ganzen Rummel um seine Person nicht mehr, gerät in eine Schreibblockade und taucht unter.
Diese drei Menschen geraten unversehens in eine bizarre Abhängigkeit vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrise, die Jasper ebenso ungewollt wie hilflos mit auslöst.
Ein fesselnder Roman, erschreckend und komisch, über unheimliche Zeiten.
In der Sackgasse des Lebens Die drei Protagonisten stehen in einer Sackgasse ihres bisherigen Lebens und versuchen, daraus auszubrechen: Jasper, der Banker auf dem Sprung zur vermeintlich großen Karriere, verzockt ein paar hundert Millionen mit Optionsscheinen und Leerverkäufen. Meike, die Übersetzerin auf der Flucht vor dem schönen, alternativ-individuellen Leben mit Weinklimaschrank und Sushibars, ist pleite und wartet sehnsüchtig auf den neuen Roman ihres Erfolgsautors. Henry Lamarck, der gefeierte Autor, erträgt den ganzen Rummel um seine Person nicht mehr, gerät in eine Schreibblockade und taucht unter.
Diese drei Menschen geraten unversehens in eine bizarre Abhängigkeit vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrise, die Jasper ebenso ungewollt wie hilflos mit auslöst.
Ein fesselnder Roman, erschreckend und komisch, über unheimliche Zeiten.
Es gibt wenige Autoren, die es schaffen mich beim Lesen nah an den Rand des Herzinfarktes zu bringen. Eigentlich fällt mir nur Ian McEwan ein, dessen Figuren ich durch die Seiten am liebsten zurufen möchte: Tu das nicht! Siehst du nicht wohin das führt? Nun habe ich einen weiteren Kandidaten entdeckt: Kristof Magnusson. Auch hier ließ mir das Entsetzen den Atem stocken, während ich den hochriskanten und ins Verderben führenden Transaktionen Jaspers zu folgen versuchte. Gleichzeitig kamen meine Augen kaum meinem japsenden Verstand hinterher, der sich den Inhalt von “Das war ich nicht” in großer Eile einverleiben wollte.
Maike hat sich von ihrem langjährigen Freund Arthur getrennt, ein altes Bauernhaus in der friesischen Heide gekauft und wartet nun auf ihren nächsten Verlagsauftrag. Das Manuskript für die Übersetzung des Jahrhundertromans “ihres” Schriftstellers Henry LaMarck. Als dieses nicht kommt und daher auch nicht der dringend benötigte Vorschuss des Verlages, macht sich Maike auf den Weg nach Chicago um Henry zu suchen und sich das Manuskript direkt bei ihm zu holen. In einer Kaffeebar trifft sie Jasper, dem sie aus Mangel an Bargeld erstmal seinen Kaffee klaut. Jasper, ein ebenso aufstrebender wie freundlicher Devisenhändler findet Maike trotzdem nett und lädt sie gleich auf einen weiteren Espresso ein. Was im Verlauf der Unterhaltung zu Henry LaMarck führt. Der wiederum gerade seine Schreibblockade zu überwinden versucht, indem er mit einem Foto aus dem Wall Street Journal, in das er sich spontan verliebt hat, auf die Suche nach dem abgebildeten Broker geht: Jasper!
Sehr geschickt webt Magnusson diese drei Geschichten zunächst nebeneinander her, bevor er sie im Verlauf der Handlung ineinander flicht. Erzählt wird jeweils aus der Ich-Perspektive, abwechselnd von Jasper, Maike und Henry. Das gibt der Geschichte zusätzliche Würze, denn gerade wenn man sich vor Spannung nicht mehr zu halten weiß, kann man sicher sein, das nun erst mal der nächste Erzähler dran ist. Das steigert das Lesetempo ungemein.
Vor allem Jaspers Schicksal hat mich besonders berührt. Aufgrund seines liebenswerten Charakters ist er an seinem Arbeitsplatz eigentlich völlig Fehl am Platz. Das zeigt sich, als er einem Kollegen hilft eine verunglückte Transaktion zu vertuschen und dabei auf seinen Spekulationen ausrutscht. In kürzester Zeit haben sich auf seinem schwarzen Konto siebenstellige Millionenverluste angehäuft. Wollten Sie schon immer wissen, wie das eigentlich funktioniert? Hier wird die Finanzkrise einfach, verständlich und sehr unterhaltsam erklärt.
Natürlich kann ich hier unmöglich den Schluss verraten. Nur soviel. Es gibt einige überraschende Wendungen, Stellen an denen man vor innerer Anspannung entweder laut aufschreien oder loslachen möchte. Beides habe ich beim Lesen auf dem Crosstrainer in meinem Fitnessstudio getan. Wer mich überrascht ansah, bekam eine Buchempfehlung. Die ich hiermit weitergebe.
Spannend gemachte Gesellschaftsstudie ! Jasper Lüdemann hat es geschafft. Er ist aus dem Back Office in den Händlersaal der großen Investmentbank in Chicago aufgestiegen, Desk 3, Futures und Optionen. Jetzt kann er zeigen, was in ihm steckt. Privatleben ist abgemeldet. Zwischen dreißig und vierzig muss man für die Karriere brennen. Meike ist Übersetzerin. Der Bestsellerautor Henry LaMarck ist “ihr” Autor, ihre Existenzgrundlage. Den versprochenen großen Roman hat er nicht abgeliefert und ist auch nicht erreichbar. Um ihn zu finden, ist sie in Chicago. LaMarck ist von der Verlagsparty zu seinem sechzigsten Geburtstag abgehauen und in einem Hotel untergetaucht. Er kann nicht mehr schreiben, er ist einsam, aber er hat sich verliebt. In ein Foto von einem jungen Banker, der verzweifelt auf die fallenden Kurse starrt. Fallende Kurse. Seit Jasper Meike in einem Cafe getroffen hat, brennt er für sie. Um ihr zu imponieren, zeigt er ihr, wie man Geschäfte macht. Er kauft Optionen ohne Kundenvollmacht. Erst macht er Gewinn. Dann Verluste, existenzgefährdende Verluste. Eine aussichtslose Lage, bis er LaMarck begegnet.
~~~
Magnusson gelingt eine spannend zu lesende und geschickt ineinander verwebte Gesellschaftsstudie, in dem die Finanz- und Bankenkrise nur vordergründig das Hauptthema darstellen. Der Roman wird aus der Sicht (einander abwechselnd) der drei Protagonisten erzählt und liest sich recht spannend.
Viel spannender ist aber, wie Magnusson es schafft, die Generation zwischen 30 und 40 in Szene zu setzen. Mit knappen (der Roman hat nur 280 Seiten), aber doch sehr präzisen und treffsicheren, sprachlichen Mitteln bringt er den Spagat, den diese Generation zwischen Beruf und Privatleben hinlegen muss, und vor allem das zerrissene Innenleben (für den Fall, dass dies nicht gelingt!) sehr gut zum Ausdruck.
Die Geschichte als solche ist clever aufgebaut (jedoch teilweise arg konstruiert und zufällig) und mündet in ein nicht überraschendes (aber versöhnliches) Finale.
Wie gesagt, “Das war ich nicht” glänzt vor allem durch seine Charaktere und die spannenden Details.
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Fazit:
Gelungene Ferienlektüre, spannend (und zum Nachdenken anregend)!
Auf dieses Buch bin ich über eine tolle Livestream-Lesung bei Lovelybooks aufmerksam geworden. Eigentlich wollte ich bei meinem Buchmessen-Besuch den Autor auch noch mal persönlich erleben, aber in den Massen ergab sich das leider nicht. Dennoch habe ich mir das Buch von der Messe mitgebracht und nun in einem Rutsch gelesen.
Sehr flüssig, rasant, witzig und klug beschreibt Magnusson in diesem Roman die Verstrickung dreier Menschen in die Finanzkrise des letzten Jahres. Erzählt wird die Geschichte aus der Persepektive aller drei Protagonisten. Abwechselnd sind die Kapitel jeweils aus der Sicht von Jasper, Henry und Meike geschrieben.
Jasper ist ein junger Banker, der in Chicago bei Rutherford & Gold gerade zum Trader in den Händlersaal aufgestiegen ist und nun sehr ehrgeizig an der Börse handelt. Recht schnell gerät er aber durch unglückliche Umstände in eine Spirale nicht genehmigter Börsengeschäfte, die am Ende nicht nur ihn ruinieren.
Meike dagegen ist eine kleine Übersetzerin, die hauptsächlich den berühmten, mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Schriftsteller Henry LaMarck übersetzt. Gerade aus ihrem bürgerlichen Leben des nach und nach etablierten Hamburger Schanzenviertels entflohen (köstlich erzählt und auch im Berliner Prenzl Berg wiederzufinden), braucht sie dringend Geld. Der nächste Roman ihres Erfolgsautors läßt allerdings auf sich warten. Der Abgabetermin ist längst da, aber kein Manuskript.
Deshalb beschließt Meike nach Chicago zu fliegen und nach Henry zu suchen. Dieser wiederum hat keiner Zeile geschrieben, seit er großspurig verkündigt hat, der nächste Roman würde über den 11. September erzählen. Seitdem plagt ihn eine Schreibblockade und im Grunde sehnt er sich nach einem ruhigen Dasein als Rentner.
Zufälle bestimmen diesen Roman: Jasper lernt zufällig Meike in einer Bar kennen und da beide Deutsche und gerade ziemlich einsam sind, verbindet sie bald etwas ganz eigenes. Henry hingegen verliebt sich in das Zeitungsbild von Jasper und versucht, ihn ausfindig zu machen und für sich zu gewinnen.
In welchem skurilen Durcheinander das Ganze endet, kann man nun vielleicht schon ahnen. Auf jeden Fall ist die Story so amüsant geschrieben, daß man das Buch gar nicht mehr beiseite legen kann, bis man weiß, wie sie endet.
Lies dieses Buch unvoreingenommen und…. Ich lese mir immer bevor ich ein Buch kaufe bei Amazon die Kundenrezensionen durch.
Und immer wieder bin ich davon überrascht, wie doch die Meinungen auseinadnergehen. Ich versuche nach Beendigung der Lektüre dann immer die Rezensionen erneut zu lesen und mit meiner eigenen Meinung zu vergleichen und prüfe somit, wie die Qualität der Meinungen meiner Mitleser ist.
Hiervon mache ich es abhänging, wie ich in Zukunft die Meinungen anderer beurteile.
Ich habe festgestellt, dass es so gut wie keine Bücher gibt, die nur positive Bewertungen erhalten.
Allerdings finde ich auch, wenn ein Buch viele sehr gute Beurteilungen bekommt und man eine gegensätzliche Meinung hat, sollte man diese fairerweise ausfühlich begründen. Mich stören doch immer wieder die drei Satz Kritiker, die mit ihrem “Statement” nichts wirklich wissenswertes Kund tun.
So auch bei vielen schlechten Rezensionen hier. Es wird zum Beispiel die Sprache kritisiert.
Von meiner Seite kann ich nur sagen, dass die Art wie der Autor schreibt ausgerwöhnlich und vor allem für mich recht unbekannt war. Die Sprache ist absolut klar und deutlich und läßt sämtliche Schnörkel weg. Das mag nicht jedermanns Sache sein, aber ist sehr angenehm zu lesen und dazu sehr orginell.
Die Charaktäre fand ich persönlich recht gut. Sicherlich hätte ein bisschen literarische Tiefe hier und da nicht schlecht gestanden, aber ich vermute mal, dem Autor ging es darum gar nicht. Die Geschichte, die vorkommenden Personen und die Art zu schreiben sind so aufeinander abgestimmt, dass man unweigerlich den Eindruck erhält, dies ist gewollt und genau die Identität dieses Romans.
Ich habe mich immer vor dem Lesen auf das Buch gefreut. Mir kamen während des lesens nie Kritikfähige Gedanken auf. Ich bin im Nachhinein betrachtet von der anderen Sprache Magnussons mehr wie beeindruckt.
Zudem möchte ich festhalten, dass mir der Roman eine klare und deutliche Geschichte hinterlassen hat, die zwar unspektakulär, aber irgendwie in der Summe sehr wertvoll erscheint.
Zudem fand ich den Humor und die Denkweise grad unseres Bankers sehr orginell und witzig.
Im Gesamtresumee betrachtet:
Sehr gutes Buch, absolut orginell, aussergewöhnlich gute und unbekannte Schreibweise und ein Buch welches man am Ende zur Seite legt und sich freut es gelesen zu haben.
Lies dieses Buch unvoreingenommen und…. Ich lese mir immer bevor ich ein Buch kaufe bei Amazon die Kundenrezensionen durch.
Und immer wieder bin ich davon überrascht, wie doch die Meinungen auseinadnergehen. Ich versuche nach Beendigung der Lektüre dann immer die Rezensionen erneut zu lesen und mit meiner eigenen Meinung zu vergleichen und prüfe somit, wie die Qualität der Meinungen meiner Mitleser ist.
Hiervon mache ich es abhänging, wie ich in Zukunft die Meinungen anderer beurteile.
Ich habe festgestellt, dass es so gut wie keine Bücher gibt, die nur positive Bewertungen erhalten.
Allerdings finde ich auch, wenn ein Buch viele sehr gute Beurteilungen bekommt und man eine gegensätzliche Meinung hat, sollte man diese fairerweise ausfühlich begründen. Mich stören doch immer wieder die drei Satz Kritiker, die mit ihrem “Statement” nichts wirklich wissenswertes Kund tun.
So auch bei vielen schlechten Rezensionen hier. Es wird zum Beispiel die Sprache kritisiert.
Von meiner Seite kann ich nur sagen, dass die Art wie der Autor schreibt ausgerwöhnlich und vor allem für mich recht unbekannt war. Die Sprache ist absolut klar und deutlich und läßt sämtliche Schnörkel weg. Das mag nicht jedermanns Sache sein, aber ist sehr angenehm zu lesen und dazu sehr orginell.
Die Charaktäre fand ich persönlich recht gut. Sicherlich hätte ein bisschen literarische Tiefe hier und da nicht schlecht gestanden, aber ich vermute mal, dem Autor ging es darum gar nicht. Die Geschichte, die vorkommenden Personen und die Art zu schreiben sind so aufeinander abgestimmt, dass man unweigerlich den Eindruck erhält, dies ist gewollt und genau die Identität dieses Romans.
Ich habe mich immer vor dem Lesen auf das Buch gefreut. Mir kamen während des lesens nie Kritikfähige Gedanken auf. Ich bin im Nachhinein betrachtet von der anderen Sprache Magnussons mehr wie beeindruckt.
Zudem möchte ich festhalten, dass mir der Roman eine klare und deutliche Geschichte hinterlassen hat, die zwar unspektakulär, aber irgendwie in der Summe sehr wertvoll erscheint.
Zudem fand ich den Humor und die Denkweise grad unseres Bankers sehr orginell und witzig.
Im Gesamtresumee betrachtet:
Sehr gutes Buch, absolut orginell, aussergewöhnlich gute und unbekannte Schreibweise und ein Buch welches man am Ende zur Seite legt und sich freut es gelesen zu haben.
Einfach nur enttäuschend Zur Handlung brauche ich nicht viel zu sagen. Das haben bereits andere Rezensoren übernommen. Ich dachte, ich würde ein wirklich witziges Buch erwerben. Weit gefehlt. Das Buch ist weder witzig noch origínell. Den Zusammenbruch einer Investmentbank auf das ungewollte Fehlverhalten eines Brokers zu reduzieren, ist schon beinahe fahrlässig. Es wäre zu akzeptieren, wenn es wirklich witzig wäre. Die Protagonisten sind nur langweilige Typen, die aber wunderbar in den Mainstream und in die Klischees passen: den ehrgeizigen aber erfolglosen Bänker, den homosexuellen Schriftsteller und die Powerfrau, die merkt, dass doch nicht alles so toll läuft in ihrem Leben. Fahrlässig finde ich das Buch deshalb, weil es suggeriert, die aktuelle Wirtschafts-und Finanzkrise wäre nur durch das Fehlverhalten einiger erfolgsgeiler Finanzjongleure hervorgerufen. Dass unser komplettes System hinten und vorne nicht mehr zusammenpasst, wird durch dieses Buch leider nicht klar. Wie gesagt: wäre das Buch witzig, könnte ich mit dieser Verharmlosung leben.
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29. Januar 2010 um 18:51 Uhr
SUPER!!
Habe das Buch als empfehlung gelesen in einer zeitschrift. autor war mir bis dato unbekannt, aber ich bin begeistert! es liest sich super und ist interessant, hat auch mal ne andere struktur der geschichte.
SUPER eben.
29. Januar 2010 um 18:51 Uhr
Die Absurdität des Alltäglichen
Drei Menschen - drei Leben - drei Schicksale
Der Junior Trader Jasper Lüdemann kommt von einer Software-Schulung aus London nach Chicago zurück. Seitdem er in der Zentrale der Privatbank Rutherford & Gold vor zwei Jahren vom Back Office in den Händlersaal geholt wurde, hat er keinen Tag Urlaub genommen. Nun will Jasper mit 31 Jahren karrieremäßig so richtig durchstarten.
Die Übersetzerin Meike Urbanski aus Hamburg hat sich gerade von ihrem Freund getrennt und ist in ein runtergekommenes Häuschen in Nordfriesland gezogen. Sie wartet ungeduldig auf das neue Manuskript des Autors Henry LaMarck, dessen deutsche Übersetzerin sie ist. Denn Meike ist praktisch pleite.
In Chicago veranstaltet sein Verlag für Henry LaMarck eine Überraschungsparty zu seinem sechzigsten Geburtstag. Henry hatte vor einem Jahr leichtfertig ein neues Buch angekündigt, einen Jahrhundertroman über den 11. September. Nur hat er seitdem keine Zeile geschrieben. Als Henry erfährt, dass er mit seinem letzten Buch auch noch Finalist für den Pulitzerpreis ist, flieht er und mietet sich in einem Hotel ein Zimmer unter falschem Namen.
Von ihrem Lektor erfährt Meike, dass es bisher kein neues Manuskript von LaMarck gibt und er darüber hinaus verschwunden ist. Kurzentschlossen fliegt Meike nach Chicago, um den Autor zu suchen.
Henry entdeckt beim Lesen des Chicago Tribune im Wirtschaftsteil das Foto eines jungen, erschöpften Mannes, das ihn so fasziniert, dass er sich inspiriert für seinen Roman wähnt und sich deshalb auf die Suche dieses Mannes, Jasper, macht.
Geschickt verknüpft Kristof Magnusson das Schicksal der drei Menschen, die sich im Cafè Caribou treffen und wieder verlieren.
Jasper verliebt sich in Meike, Henry merkt, dass er nicht inspiriert, sondern verliebt in den “verzweifelten Business-Boy” ist.
Beruflich gerät Jasper in einen schrecklichen, unaufhaltsamen Strudel. Um einem Kollegen zu helfen, einen kleineren Verlust zu vertuschen, beginnt Jasper mit unerlaubten Transaktionen, die ihm einen viel zu großen Gewinn bescheren. Bei dem Versuch, dieses Geld loszuwerden, setzt er am Ende mehrere hundert Millionen Dollar in den Sand.
Mag der Plot etwas verwirrend klingen, so wird sie Story von Kristof Magnusson auf geniale Weise leicht, flüssig und amüsant erzählt. In kurzen Kapiteln erzählen die drei Hauptprotagonisten abwechselnd jeweils aus der Ich-Perspektive und man folgt freudig den vielschichtigen Verwicklungen. Dem Autor gelingt eine glaubwürdige und authentische Darstellung seiner Figuren. Die Absurditäten des Aneinander-Vorbeiredens und -Vorbeilaufens braucht Magnusson nicht zu überspitzen. Er beschreibt das Alltägliche pointiert, witzig und klug.
Den drei Protagonisten scheint ihr Leben zu entgleiten, wobei der Autor gerade für Laien auf einfache Weise darstellt, wie Fehler beim Jonglieren mit Millionen nicht nur eine Existenz ins Schleudern bringen, sondern zu einer Finanzkrise führen können.
Kristof Magnusson ist mit “Das war ich nicht” ein spannender und amüsanter Roman gelungen, ausgehend von ganz gewöhnlichen Alltagsgeschichten.
29. Januar 2010 um 18:51 Uhr
Die Absurdität des Alltäglichen
Drei Menschen - drei Leben - drei Schicksale
Der Junior Trader Jasper Lüdemann kommt von einer Software-Schulung aus London nach Chicago zurück. Seitdem er in der Zentrale der Privatbank Rutherford & Gold vor zwei Jahren vom Back Office in den Händlersaal geholt wurde, hat er keinen Tag Urlaub genommen. Nun will Jasper mit 31 Jahren karrieremäßig so richtig durchstarten.
Die Übersetzerin Meike Urbanski aus Hamburg hat sich gerade von ihrem Freund getrennt und ist in ein runtergekommenes Häuschen in Nordfriesland gezogen. Sie wartet ungeduldig auf das neue Manuskript des Autors Henry LaMarck, dessen deutsche Übersetzerin sie ist. Denn Meike ist praktisch pleite.
In Chicago veranstaltet sein Verlag für Henry LaMarck eine Überraschungsparty zu seinem sechzigsten Geburtstag. Henry hatte vor einem Jahr leichtfertig ein neues Buch angekündigt, einen Jahrhundertroman über den 11. September. Nur hat er seitdem keine Zeile geschrieben. Als Henry erfährt, dass er mit seinem letzten Buch auch noch Finalist für den Pulitzerpreis ist, flieht er und mietet sich in einem Hotel ein Zimmer unter falschem Namen.
Von ihrem Lektor erfährt Meike, dass es bisher kein neues Manuskript von LaMarck gibt und er darüber hinaus verschwunden ist. Kurzentschlossen fliegt Meike nach Chicago, um den Autor zu suchen.
Henry entdeckt beim Lesen des Chicago Tribune im Wirtschaftsteil das Foto eines jungen, erschöpften Mannes, das ihn so fasziniert, dass er sich inspiriert für seinen Roman wähnt und sich deshalb auf die Suche dieses Mannes, Jasper, macht.
Geschickt verknüpft Kristof Magnusson das Schicksal der drei Menschen, die sich im Cafè Caribou treffen und wieder verlieren.
Jasper verliebt sich in Meike, Henry merkt, dass er nicht inspiriert, sondern verliebt in den “verzweifelten Business-Boy” ist.
Beruflich gerät Jasper in einen schrecklichen, unaufhaltsamen Strudel. Um einem Kollegen zu helfen, einen kleineren Verlust zu vertuschen, beginnt Jasper mit unerlaubten Transaktionen, die ihm einen viel zu großen Gewinn bescheren. Bei dem Versuch, dieses Geld loszuwerden, setzt er am Ende mehrere hundert Millionen Dollar in den Sand.
Mag der Plot etwas verwirrend klingen, so wird sie Story von Kristof Magnusson auf geniale Weise leicht, flüssig und amüsant erzählt. In kurzen Kapiteln erzählen die drei Hauptprotagonisten abwechselnd jeweils aus der Ich-Perspektive und man folgt freudig den vielschichtigen Verwicklungen. Dem Autor gelingt eine glaubwürdige und authentische Darstellung seiner Figuren. Die Absurditäten des Aneinander-Vorbeiredens und -Vorbeilaufens braucht Magnusson nicht zu überspitzen. Er beschreibt das Alltägliche pointiert, witzig und klug.
Den drei Protagonisten scheint ihr Leben zu entgleiten, wobei der Autor gerade für Laien auf einfache Weise darstellt, wie Fehler beim Jonglieren mit Millionen nicht nur eine Existenz ins Schleudern bringen, sondern zu einer Finanzkrise führen können.
Kristof Magnusson ist mit “Das war ich nicht” ein spannender und amüsanter Roman gelungen, ausgehend von ganz gewöhnlichen Alltagsgeschichten.
29. Januar 2010 um 18:51 Uhr
Der erste Roman zur Bankenkrise
Wenn es “nur” der erste Roman zur Bankenkriese wäre,
hätte ich das Buch mit Sicherheit nicht gelesen.
Magnusson erzählt mit genauer Beobachtungsgabe die
verstrickten Lebenswege der drei Protagonisten und
läßt uns detailreich am Arbeitsleben der Finanzjongleure
teilhaben. Er karikiert ebenso de Verlagsszene wie die
Bankenszene und läßt immer wieder Gags und unerwartete
Wendungen zu, so wird der Roman zu einem großem
Lesevergügen. Super !
Nachdem ich seinen ersten Roman “Zuhause” nicht zu Ende
gelesen habe, war dieser Roman eine echte Überaschung
für mich.
29. Januar 2010 um 18:51 Uhr
Der erste Roman zur Bankenkrise
Wenn es “nur” der erste Roman zur Bankenkriese wäre,
hätte ich das Buch mit Sicherheit nicht gelesen.
Magnusson erzählt mit genauer Beobachtungsgabe die
verstrickten Lebenswege der drei Protagonisten und
läßt uns detailreich am Arbeitsleben der Finanzjongleure
teilhaben. Er karikiert ebenso de Verlagsszene wie die
Bankenszene und läßt immer wieder Gags und unerwartete
Wendungen zu, so wird der Roman zu einem großem
Lesevergügen. Super !
Nachdem ich seinen ersten Roman “Zuhause” nicht zu Ende
gelesen habe, war dieser Roman eine echte Überaschung
für mich.
29. Januar 2010 um 18:51 Uhr
schneller, guter Plot
Das Buch ist gut geschrieben, der Plot ist etwas verworren, aber nach kurzer Zeit transparent. Jokes kommen zu Hauf. Nette Lektüre
29. Januar 2010 um 18:51 Uhr
schneller, guter Plot
Das Buch ist gut geschrieben, der Plot ist etwas verworren, aber nach kurzer Zeit transparent. Jokes kommen zu Hauf. Nette Lektüre
29. Januar 2010 um 18:51 Uhr
Sehr temporeich
Seit langem habe ich mal wieder ein Buch fast in einem Rutsch durch gelesen. Flüssig geschriebener Roman mit aktuellem Inhalt, der drei Lebensgeschichten logisch und glaubwürdig mit einander verknüpft. Sehr zu empfehlen!
29. Januar 2010 um 18:51 Uhr
Sehr temporeich
Seit langem habe ich mal wieder ein Buch fast in einem Rutsch durch gelesen. Flüssig geschriebener Roman mit aktuellem Inhalt, der drei Lebensgeschichten logisch und glaubwürdig mit einander verknüpft. Sehr zu empfehlen!
3. Februar 2010 um 10:00 Uhr
Kurzweiliger Roman zur Finanzmarktkrise
Kristof Magnusson ist mit “Das war ich nicht” ein durchaus gelungener Roman zur Finanzmarktkrise gelungen.
Die drei Hauptfiguren des Romans befinden sich alle in einer Sackgasse ihres bisherigen Lebens und versuchen aus dieser Auszubrechen.
Jasper, Investmentbanker bei der Chicagoer Bank Rutherford & Gold zuständig für die eher kleinen Fische, lebt für die Arbeit und hat es doch noch nicht in den Kreis der “popstars” auf dem Börsenparkett geschafft. Als eine kleine Fehlbuchung seine schon geringen Karriereaussichten in Gefahr bringt, schlittert er von einer Rettungsaktion in die nächste und hat mir nichts dir nichts einige hundert Millionen Dollar mit Optionsscheinen und Leerverkäufen verzockt.
Henry LaMarck hat mit Geld nichts am Hut, außer dass er reichlich davon besitzt. Er ist Erfolgsautor. Die ganze Welt wartet auf seinen großen Roman zu 9/11. Allerdings hat er noch nicht eine Zeile zu Papier gebracht. Als sein Verlag eine spontane Feier zu seinem 60sten Geburtstag veranstaltet und er für den Pullitzer-Preis gehandelt wird, bleibt ihm nur noch die Flucht.
Meike ist Übersetzerin, sie übersetzt LaMarcks Romane ins Deutsche. Auch sie hat gerade die Flucht aus ihrem bisherigen Leben angetreten, da sie die Verwandlung ihres ehemals alternativ-individuellen Freundeskreis in Mittelstandsfamilien mit allerlei Luxus-Öko-Schnick-Schnack nicht mehr ertrage will. Jetzt sitzt sie alleine in einem heruntergekommenen Haus im Hinterland von Husum und ist pleite. Die nächste Einnahmequelle wäre die Übersetzung von LaMarck 9/11 Roman.
Drei einsame Seelen, deren Fluchtwege sich wenig später in Chicago kreuzen. Eine rasanter, kurzweiliger Roman mit drei sehr liebenswürdigen Protagonisten vor dem Hintergrund der hereinbrechenden Finanzmarktkrise, die Jasper genauso ungewollt wie hilflos auslöst.
3. Februar 2010 um 10:00 Uhr
Vergnügliches Doku-Drama über die Paradigmen des Kapitalismus, die eine Bank und ein Leben schnell zerstören können
Es ist ein Jahr her, da entstanden gewaltige Turbulenzen in der internationalen Finanzwelt. Da konnte man schon leicht einmal den Überblick bei all den Immobilien-, Finanzmarkt-, Devisen-, Kunstmarkt- und Weltwirtschaftskrisen verlieren. Die Schriftsteller gehörten scheinbar zu einer der Berufsgruppen die sich von dem Ganzen am wenigsten erschüttert zeigten. Das mag möglicherweise daran liegen, dass die Literaten sich traditionell thematisch nicht so gern auf die Wirtschaft und ihre Akteure einlassen. Kristof Magnusson hat es in seinem neuesten Buch, das den lapidaren und eher unschuldigen Titel “Das war ich nicht” trägt, mit der Welt der Trader und Global Player auseinander gesetzt. Der deutsch-isländische Autor Magnusson ist Schriftsteller und Übersetzer aus dem Isländischen. Seine Komödie “Männerhort” war ein riesiger Theatererfolg. Seinen Debütroman “Zuhause” veröffentlichte er 2005.
Tatsächlich kam die Finanzkrise für den Autor zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, weil er zu diesem Zeitpunkt sein Manuskript bereits beendet hatte das er vor der Insolvenz von Lehman Brothers ausgedacht hatte. Wirtschaftsfiguren, die zwar eine große Rolle in der Welt spielen, in der Literatur aber selten vorkommen, haben scheinbar auf den Autor eine gewisse Faszination ausgelöst, weil Geld einen großen Raum in unserem Leben einnimmt. Das kommt auch in diesem substanzielle gekonnt recherchierten Roman zum Tragen. Die rigiden Werteraster der Bankenszene stützen sein Handlungsgerüst.
Viele von uns arbeiten mehr als sie eigentlich sollten, weil sie mehr Geld verdienen wollen als sie müssen. Manche Leute wollen Geld haben, weil sie sich dadurch mächtiger oder anerkannter fühlen. Träume und Macht, das sind doch eigentlich Dinge die in der Literatur eine große Rolle spielen, und so ist es dem Autor gelungen mit großer Simplizität von unermesslich unheilvollen Momenten zu erzählen.
Es gibt drei wichtige Personen in dem Buch. Da ist zunächst einmal der einunddreißig jährige junge Broker, der auf den schönen Namen Jasper Lüdemann hört. Nach dem Mathematikstudium hat der Bochumer eine Anstellung bei einer renommierten Investment Bank in Chicago gefunden. Dort ist er schnell aufgestiegen, hat das Back Office verlassen und kann sein Können in Sachen Optionen nun im großen Händlersaal unter Beweis stellen. Privatleben ist da zunächst abgesagt. Frau, Kind und Familienleben haben Zeit. “Zwischen dreißig und vierzig muss man für die Karriere brennen”. Um das Privatleben kann man sich später kümmern. Der Autor bemüht sich erfolgreich hier einen Banker auftreten zu lassen, der nicht den üblichen Banker Klischees entspricht. Doch ein ganzes Buch über so einen Banker würde kein Leser wirklich aushalten. Er ist eigentlich ein Mensch, der sich in eine totale Isolation begeben hat, der zwar gern dieses Banker Klischee von einem erfolgreichen, effizienten Business leben würde, aber es eben nicht schafft.
Dann haben wir die Literaturübersetzerin Meike. “Ihr Autor” ist der homosexuelle Bestsellerautor Henry LaMarck. Ihre Existenzgrundlage scheint ins Kippen zu geraten, da der angekündigte neue Roman bisher nicht abgeliefert worden ist und sie deshalb ihren Übersetzungsauftrag verlieren könnte. Meike fliegt kurz entschlossen nach Chicago, um den Autor zu treffen. Der hat die Party anlässlich seines sechzigsten Geburtstages verlassen, ist in einem Hotel untergetaucht. Er fühlt sich einsam, leidet unter einer totalen Schreibsperre, weil er sich in das Foto eines jungen Brokers verliebt hat, der resigniert den Blick auf fallende Kurse geheftet hat. Dieser “Business-Boy” imponiert ihm, weil er erkennt, dass dieser eigentlich nie die Rücksichtslosigkeit und Coolness aufbringen kann die ein Global Player benötigt, um rein auf Profitmaximierung orientierte Finanzsysteme zugunsten hoher Bonus-Zahlungen miteinander zu verbinden, wobei sich der legale Börsenhandel als suchterzeugendes Glücksspiel erweist.
So viel zum Personal. Im Mittelpunkt steht eine Bank, um die diese drei Figuren herum gruppiert werden, die die sich am Anfang nicht kennen und auch nicht viel gemeinsam haben, bis eben auf die Tatsache das ihr Leben an einem Punkt angelangt ist wo sie so eigentlich nicht mehr weiter können. Sie sind genau in dieser Sackgasse zwischen Anspruchsdenken und Wirklichkeit angekommen. Deshalb finden sie sich schließlich. Es ist am Anfang ein sehr loses Dreieck das sich im Laufe der Handlung in eine abenteuerliche Abhängigkeit verengt, wobei Magnusson ein virtuoses Gespür für unterschiedliche soziale Sphären entwickelt.
Ohne zu viel zu verraten, Jasper verliebt sich in Meike, überlegt sich ob er mit ihr zusammenleben könnte. Zunächst will er ihr imponieren. Am Anfang stehen noch ein paar gelungene, wenn auch etwas verschleierte Transaktionen, doch dann kauft Lüdemann Optionen ohne Kundenvollmacht. Von seiner Omnipotenz überzeugt beginnt er damit unerlaubte Gewinne zu waschen. Zunächst macht er Profit und dann kommt es mit einem ungeheueren Dominoeffekt zu existenzgefährdenden Verlusten. Am Schluss stehen da sechs Milliarden miese. Das Ende einer Karriere scheint besiegelt Der Motivationsschub lautet nun Kapital neu erleben”, sonst ist eine Bank und ein Leben schnell ruiniert. Jetzt führt uns der Autor vor, wie der Terror der Effizienz irgendwann völlig ins Leere läuft. Lüdemann sitzt irgendwann um drei Uhr hoffnungsvoll in seinem Büro in Chicago, weil zu diesem Zeitpunkt die Geschäfte in Europa anfangen. Zu diesem Zeitpunkt ist zwar schon alles verloren. Reue sucht man vergeblich, viel mehr versinkt eigentlich alles im Chaos.
Drei Menschen aus ganz verschiedenen Lebensrealitäten, ein alter Amerikaner, eine junge deutsche Frau und dieser Banker. Drei Menschen die so völlig unterschiedlich vom Hintergrund her sind, wie die sich finden, als Lucky Loser Kopf und Kragen bei ihrer Glückssuche verlieren und nachher doch eine gewisse Stärke in sich finden, das fand ich besonders reizvoll.
Und es gibt in dem Roman dann auch so etwas, wie eine Sehnsucht nach Heimat. In einer Zeit, in der wir immer verrückter mit der Welt der Wirtschaft verflochten sind, gibt es so etwas wie eine Renaissance des Ländlichen”. Die Übersetzerin Mike, die in Hamburg eine unglückliche Beziehung beendet hat zieht über Nacht bei ihrem Freund aus, mit dem sie über zehn Jahre zusammen gelebt hat, in ein nicht ganz so vornehmes Haus hinter dem Deich. Sie macht sich ein bisschen lustig darüber, dass sie nun dort wohnt wo die Produkte aus der Region, die in Hamburg sehr gefragt sind, herkommen. Sie läuft eigentlich der entgegen gesetzten Traumvorstellung hinter her. Jasper der Global Player und Meike die Übersetzerin die auf dem Lande mit ihren Büchern glücklich ist, interessant wie diese beiden Menschen nun im Rahmen einer komplikationsreichen Liebesgeschichte aufeinander treffen. Das nonchalante Happy End federt die materiellen “Kollateralschäden” zwar ab, verstärkt aber auch die Erkenntnis, dass viel Haben nicht viel Sein bedeutet. “Das war ich nicht” ist eine spannende, faszinierend und intelligent geflochtene Geschichte mit ausgeklügelt solidem Personal bei dem die Krisen der Finanzmärkte kommen und gehen.
12. Februar 2010 um 16:34 Uhr
Aus der globalen Krise wird das Schicksal Einzelner; von der Flucht vor der Verantwortung und den Salzmühlen mit Peugeotmahlwerk
Ein amerikanischer Erfolgsschriftsteller steckt in seiner großen persönlichen Schaffenskrise; er hat einen Jahrhundertroman angekündigt, und noch keine Zeile geschrieben. Auf das immer lauter werdende Drängen des Verlages reagiert er mit Flucht und verschwindet in den Hochhausschluchten Chicagos.
Auf der andere Seite des Atlantiks sitzt eine junge Übersetzerin, deren wirtschaftliches Überleben vom Erscheinen eben dieses Romanes abhängt. Eben erst glaubt sie ihr Leben neu geordnet zu haben; sie hat der Hamburger Schanzenviertel-Bohème der Thirty-Somethings mit ihrem durchgestylten Leben zwischen Biogemüse und Designermöbeln den Rücken gekehrt und sich ein Haus auf dem Land gekauft. Als der Autor spurlos verschwindet, beschliesst sie ihn in Chicago zu suchen.
Im Handelsraum einer Investmentbank in Chicago sitzt ein junger Deutscher, der sich anschickt, eine ganz große Karriere zu machen, als ihm ein zunächst kleiner, lässlicher Fehler unterläuft. Doch dieser Fehler ist der Anfang einer ganz großen Katastrophe.
Geschickt verwebt Magnusson die Lebensfäden dieser drei ganz unterschiedlichen Protagonisten, die sich am Vorabend der Krise 2008 in Cicago treffen. Subtil zeigt er dabei aus immer wieder abwechselnder Perspektive, wie globale Ereignisse ins Leben des Einzelnen eingreifen, ohne dass diese das zunächst spüren und so am Ende noch immer der Illusion erliegen, von den Mechanismen der globalen Ökonomie persönlcih nicht betroffen zu sein.
Ein rundum gelungener, perfekt konstruierter Roman zu einem aktuellen Thema, der ganz ohne den erhobenen Zeigefinger daher kommt und doch mehr erklärt und sichtbar macht, als die meisten der Talkshows, mit denen wir in den letzten beiden Jahren beglückt wurden.
Die Leseentdeckung dieses Bücherwinters.
12. Februar 2010 um 16:34 Uhr
Aus der globalen Krise wird das Schicksal Einzelner; von der Flucht vor der Verantwortung und den Salzmühlen mit Peugeotmahlwerk
Ein amerikanischer Erfolgsschriftsteller steckt in seiner großen persönlichen Schaffenskrise; er hat einen Jahrhundertroman angekündigt, und noch keine Zeile geschrieben. Auf das immer lauter werdende Drängen des Verlages reagiert er mit Flucht und verschwindet in den Hochhausschluchten Chicagos.
Auf der andere Seite des Atlantiks sitzt eine junge Übersetzerin, deren wirtschaftliches Überleben vom Erscheinen eben dieses Romanes abhängt. Eben erst glaubt sie ihr Leben neu geordnet zu haben; sie hat der Hamburger Schanzenviertel-Bohème der Thirty-Somethings mit ihrem durchgestylten Leben zwischen Biogemüse und Designermöbeln den Rücken gekehrt und sich ein Haus auf dem Land gekauft. Als der Autor spurlos verschwindet, beschliesst sie ihn in Chicago zu suchen.
Im Handelsraum einer Investmentbank in Chicago sitzt ein junger Deutscher, der sich anschickt, eine ganz große Karriere zu machen, als ihm ein zunächst kleiner, lässlicher Fehler unterläuft. Doch dieser Fehler ist der Anfang einer ganz großen Katastrophe.
Geschickt verwebt Magnusson die Lebensfäden dieser drei ganz unterschiedlichen Protagonisten, die sich am Vorabend der Krise 2008 in Cicago treffen. Subtil zeigt er dabei aus immer wieder abwechselnder Perspektive, wie globale Ereignisse ins Leben des Einzelnen eingreifen, ohne dass diese das zunächst spüren und so am Ende noch immer der Illusion erliegen, von den Mechanismen der globalen Ökonomie persönlcih nicht betroffen zu sein.
Ein rundum gelungener, perfekt konstruierter Roman zu einem aktuellen Thema, der ganz ohne den erhobenen Zeigefinger daher kommt und doch mehr erklärt und sichtbar macht, als die meisten der Talkshows, mit denen wir in den letzten beiden Jahren beglückt wurden.
Die Leseentdeckung dieses Bücherwinters.
12. Februar 2010 um 16:34 Uhr
Fesselnd
Ich hab das Buch verschlungen. Die Verstrickungen der 3 Personen sind intelligent und spannend verknüpft.
Den Stern Abzug mußte ich geben, weil ich bei den Aktionen des Traders ein flaues Gefühl im Magen bekam. Er kennt die theoretischen Grundlagen, beschreibt sie gar, aber handelt nicht danach. Das ist nicht nachvollziehbar. Alles in allem jedoch eine spannende, abwechslungsreiche und gut strukturierte Lektüre.
12. Februar 2010 um 16:34 Uhr
Fesselnd
Ich hab das Buch verschlungen. Die Verstrickungen der 3 Personen sind intelligent und spannend verknüpft.
Den Stern Abzug mußte ich geben, weil ich bei den Aktionen des Traders ein flaues Gefühl im Magen bekam. Er kennt die theoretischen Grundlagen, beschreibt sie gar, aber handelt nicht danach. Das ist nicht nachvollziehbar. Alles in allem jedoch eine spannende, abwechslungsreiche und gut strukturierte Lektüre.
12. Februar 2010 um 16:34 Uhr
Unterhaltsame Lektüre, aber zu klischeeverstrickt.
Nachdem ich sowohl hier auf Amazon bisher nur 5 Sterne-Rezensionen gesehen habe als auch das Presseecho komplett positiv war, bin ich vielleicht mit etwas zu hohen Erwartungen an das Buch heran gegangen.
Es hat sicherlich viele positive Aspekte: Es liest sich leicht herunter, der Plott ist gelungen, es ist meist spannend und unterhaltsam. Nur hätte ich mir nach all dem Lob etwas mehr erwartet:
-Die Charaktere könnten kaum stereotyper sein.
Meike: Nachdem in der Kurzbeschreibung das berüchtigte Peugeot-Mahlwerk genannt wurde, erhoffte ich mir weitere subtile Analyse und Kritik des urbanen Bildungsbürgertums. Aber es kamen nur noch offensichtlich alberne Prioritäten (Weinklimaschrank, Bio-Food, etc.), was ich enttäuschend fand.
Henry: Na ja, älterer eitler Künstler, natürlich schwul, in der Schaffenskrise…
Jasper: Banker, natürlich arrogant, Mathematiker, Schachspieler, ignorant gegenüber gesellschaftlichen Problemen, nur mit seiner Karriere beschäftigt. Dabei fing gerade der Charakter so gut an: Geht mit den Kollegen abends weg, obwohl er eigentlich keine Lust hat, kann mit dem Geschwätz von Handys, Autos und (zumindest englischem) Fußball nicht viel anfangen.
-Der Plot wird manchmal etwas zwanghaft verfolgt: So wirkt z.B. die Begründung, warum Meike meint nach Chicago zu müssen, nur ein kurzer Absatz, krampfig und an den Haaren herbei gezogen. Ähnlich absurd kam mir die Szene vor, in der Alex, Jaspers Chef, sich Henry annähert.
Fazit: Das Buch ist leichte Kost, die gut unterhält, und deren fachliche Basis (was Bankgeschäfte angeht) gut recherchiert zu sein scheint. Aber zum Nachdenken anregen tut es nicht. Es lässt einen guten, aber eben auch keinen sensationellen Blick des Autors für menschliche Verhaltensweisen erkennen.
12. Februar 2010 um 16:34 Uhr
Unterhaltsame Lektüre, aber zu klischeeverstrickt.
Nachdem ich sowohl hier auf Amazon bisher nur 5 Sterne-Rezensionen gesehen habe als auch das Presseecho komplett positiv war, bin ich vielleicht mit etwas zu hohen Erwartungen an das Buch heran gegangen.
Es hat sicherlich viele positive Aspekte: Es liest sich leicht herunter, der Plott ist gelungen, es ist meist spannend und unterhaltsam. Nur hätte ich mir nach all dem Lob etwas mehr erwartet:
-Die Charaktere könnten kaum stereotyper sein.
Meike: Nachdem in der Kurzbeschreibung das berüchtigte Peugeot-Mahlwerk genannt wurde, erhoffte ich mir weitere subtile Analyse und Kritik des urbanen Bildungsbürgertums. Aber es kamen nur noch offensichtlich alberne Prioritäten (Weinklimaschrank, Bio-Food, etc.), was ich enttäuschend fand.
Henry: Na ja, älterer eitler Künstler, natürlich schwul, in der Schaffenskrise…
Jasper: Banker, natürlich arrogant, Mathematiker, Schachspieler, ignorant gegenüber gesellschaftlichen Problemen, nur mit seiner Karriere beschäftigt. Dabei fing gerade der Charakter so gut an: Geht mit den Kollegen abends weg, obwohl er eigentlich keine Lust hat, kann mit dem Geschwätz von Handys, Autos und (zumindest englischem) Fußball nicht viel anfangen.
-Der Plot wird manchmal etwas zwanghaft verfolgt: So wirkt z.B. die Begründung, warum Meike meint nach Chicago zu müssen, nur ein kurzer Absatz, krampfig und an den Haaren herbei gezogen. Ähnlich absurd kam mir die Szene vor, in der Alex, Jaspers Chef, sich Henry annähert.
Fazit: Das Buch ist leichte Kost, die gut unterhält, und deren fachliche Basis (was Bankgeschäfte angeht) gut recherchiert zu sein scheint. Aber zum Nachdenken anregen tut es nicht. Es lässt einen guten, aber eben auch keinen sensationellen Blick des Autors für menschliche Verhaltensweisen erkennen.
17. Februar 2010 um 10:00 Uhr
das Schicksal verbindet
Drei Menschen, die durch schicksalhafte Begegnungen miteinander verbunden werden, beschreibt Kristof Magnusson in seinem neuen Roman”Das war ich nicht”. Herausgekommen ist dabei ein Mix aus Satire,Krimi und Unterhaltungsroman, den man besser nicht hätte schreiben können.
Jasper,ein junger ehrgeiziger Banker, der an einer Privatbank in Chicago Karriere machen will, lebt nur für seinen Beruf. Arbeiten, schlafen,essen,vorzugsweise Snickers,das ist sein Tagesablauf. Das Leben findet ohne ihn statt.Als er,um einem Kollegen aus der Patsche zu helfen, mit Millionen an der Börse jongliert und sich dabei verspekuliert, scheint seine Karriere zu Ende, ehe sie richtig begonnen hat.
Jasper trifft in einem Coffeshop in Chicago auf Meike, in die er sich verliebt. Meike ist nach Chicago gekommen , um den Schriftsteller Henry LaMarck zu finden, für den sie als Übersetzerin arbeitet.Das Auffinden des Schriftstellers ist von absoluter Dringlichkeit, da Meike sich gerade von ihrem langjährigen Freund getrennt hat und ein Haus bezahlen muss, dass sie sich in einem kleinen nordfriesischen Ort gekauft hat.
Henry LaMarck, will aber nicht gefunden werden,da er momentan unter einer Schreibblockade leidet, die es ihm unmöglich macht, den angekündigten Jahrhundertroman zu schreiben . Nach einer Überraschungsparty zu seinem 60. Geburtstag taucht er unter.Als Henry einen Zeitungsausschnitt von Jasper entdeckt, verliebt er sich in den jungen Mann und setzt alles daran ,um mit Jasper in Kontakt zu treten.Nach und nach treffen alle drei Protagonisten aufeinander und es kommt zu turbulenten Verwicklungen.
Unterhaltsam, spannend und mit einem Augenzwinkern schreibt der Autor seine Geschichte, die den täglichen Drahtseilakt an der Börse, verpasste Lebenschancen und die Beziehungsschwierigkeiten in unserer schnelllebigen Zeit gut wiederspiegeln.Der augesprochen gute Schreibstil dieses Buches macht das Lesen zum Vergnügen und wird mich dieses Buch nicht so schnell vergessen lassen.
17. Februar 2010 um 10:00 Uhr
Drei im falschen Film…
Für die Dauer eines Romans wird die Welt aus den Angeln gehoben:
Da sind die literarische Übersetzerin Meike Urbanski,
der deutsche Banker Jasper Lüdemann
und der hochgefeierte Schriftsteller Henry LaMarck.
Meike hat gerade ihren Freund in Hamburg verlassen. Die beiden waren kurz davor, sich eine Salzmühle mit Peugeot-Mahlwerk zuzulegen und Kinder zu bekommen. Kurz vorher zieht sie die Notbremse und kauft sich ein altes Haus am Deich in einem kleinen Dorf. Sie hofft, bald den neuen Roman des großen zeitgenössischen Schriftstellers Henry LaMarck übersetzen und dann auch das notwendige Geld für die Hypotheken aufbringen zu können.
Doch Henry LaMarck leidet an einer Schreibblockade. Alle warten auf seinen neuen großen Roman, doch er hat noch keine einzige Zeile geschrieben. Und dann flieht er von der Feier zu seinem sechzigsten Geburtstag im Verlag und versteckt sich fortan in einem Luxushotel in seiner Heimatstadt Chicago. Im Grunde muss er sich eingestehen, dass er auf dem Weg von den Buchhandlungen in die Literaturgeschichte ist.
Nach Chicago hat es auch Jasper Lüdemann geschafft. Vom Backoffice in den Händlersaal der Investmentbank “Rutherford & Gold”, mit einem 16-Stunden Arbeitstag und einem unglaublichen Verbrauch von Snickers hofft er schon bald ins ganz große Trading-Geschäft einsteigen zu können.
Als Meike erfährt, das Henry LaMarck von der Bildfläche verschwunden ist, kratzt sie ihr letztes Geld zusammen und reist nach Chicago. Dort lernt sie nicht nur Henry LaMarck kennen, sondern auch Jasper, der auffälliges Interesse an ihr zeigt. Alsbald sind alle drei Protagonisten tief miteinander verstrickt und rasen gemeinsam auf eine ganze Reihe von Katastrophen zu…
“Das war ich nicht” ist ein origineller Schelmenroman, in dem Magnusson sich zwar über die Geschicke seiner Protagonisten lustig macht, sie aber dennoch nicht der Lächerlichkeit preisgibt. Vor dem Hintergrund turbulenter Finanzmärkte und einem eitlen Literaturbetrieb lässt er seine bis in kleinste Details stimmige Figuren trudeln und stolpern, bis sie sich am Ende wieder fangen. Rasant und witzig, zugleich mit sprachlicher Raffinesse erzählt Magnusson von drei sehr unterschiedlichen Menschen in sich überschlagenden Ereignissen, von drei Menschen im falschen Film.
Den Namen des begabten und lustvollen Erzählers Kristof Magnusson sollte man sich unbedingt merken.
22. Februar 2010 um 07:00 Uhr
Inhalt
Bis zur Hälfte des Buches war der Autor gut, danach ist ihm die Luft ausgegangen.
27. Februar 2010 um 01:51 Uhr
Lebensentwürfe, die in der Sackgasse landen…
Drei Menschen, die mit ihren Lebensentwürfen, zur Geltung kommen wollen, eine Wirtschaftskrise die aufzeigt wo wir gerade stehen, ein Roman über eine Übersetzerin, einen Banker und einen Schriftsteller, deren Leben zum Stillstand kommt, wo einiges zusammenbricht, die Krise unabwendbar erscheint, die Zielrichtung des eigenen Lebens verloren geht.
Im Dreieck erzählt, lernen wir Henry LaMarck kennen, 60 Jahre alt, der aufhört zu schreiben und nicht mehr schreiben will. Eine Übersetzerin, die keine “Hausfrauenp*rnos” mehr übersetzen will, und eine Abfuhr erhält, und ein Banker/Trader, der eine Bank mit seinen Geschäften und Spekulationen in den Ruin treibt. Im Wechsel der verschiedenen Perspektiven, lernen wir also diese drei Biographien Stück für Stück kennen, die in einem gewissen Zusammenhang stehen, und im Laufe der Geschichte immer mehr aufeinander zugehen.
Eine Story über Aufstieg und Verfall, in Zeiten der Rezension, die an manchen Stellen unglaubhaft wirkt, die Protagonisten irren durch die Geschichte, laufen mehr umeinander herum, als dass sie sich wirklich begegnen,verstehen sich nur teilweise und verlieren sich wieder aus den Augen. Ein wenig ratlos, verzweifelt, irgendwie dann doch in die unvermeidbare Sackgassen endent.
Auch wenn der Plot an die heutige Zeit der wirtschaftlichen Rezension angepasst ist und dadurch aktuellen Charakter hat, hat mich die Story nun wirklich nicht gepackt. Ein Schriftsteller der mit Elten John kommuniziert, naja ich weiss nicht, und ein Trader, der über die Bankkontodaten seines Kunden (LaMarck) verfügt und damit über 9 Mio. verfügen kann, naja ich weiss nicht.
Keine weissgott anspruchsvolle Sprache, keine grosse Spannung, keine grossen Gefühle, na was denn nun? Scheiternde Existenzen, die so dahindümpeln, nichts was einen wirklich vom Hocker reissen würde. Der Roman endet mit: “Steht nichts Weltbewegendes drin”. Tja, muss ich mich leider anschliessen. Ein Suchen und wieder Verlieren, ob wir als Leser bei dieser Geschichte wirklich noch gewinnen? Vielleicht geht ja die Geschichte am Leser vorbei, was wäre eigentlich dann? Wird hier nicht wieder einmal der Durchschnitt in den Himmel gehoben? Irgendwie habe ich dann doch das Gefühl..Vielleicht findet ja der Roman ja ohne den Leser statt..Von einem Lesevergnügen, war zumindest ich wohl meilenweit davon entfernt..
27. Februar 2010 um 01:51 Uhr
Lebensentwürfe, die in der Sackgasse landen…
Drei Menschen, die mit ihren Lebensentwürfen, zur Geltung kommen wollen, eine Wirtschaftskrise die aufzeigt wo wir gerade stehen, ein Roman über eine Übersetzerin, einen Banker und einen Schriftsteller, deren Leben zum Stillstand kommt, wo einiges zusammenbricht, die Krise unabwendbar erscheint, die Zielrichtung des eigenen Lebens verloren geht.
Im Dreieck erzählt, lernen wir Henry LaMarck kennen, 60 Jahre alt, der aufhört zu schreiben und nicht mehr schreiben will. Eine Übersetzerin, die keine “Hausfrauenp*rnos” mehr übersetzen will, und eine Abfuhr erhält, und ein Banker/Trader, der eine Bank mit seinen Geschäften und Spekulationen in den Ruin treibt. Im Wechsel der verschiedenen Perspektiven, lernen wir also diese drei Biographien Stück für Stück kennen, die in einem gewissen Zusammenhang stehen, und im Laufe der Geschichte immer mehr aufeinander zugehen.
Eine Story über Aufstieg und Verfall, in Zeiten der Rezension, die an manchen Stellen unglaubhaft wirkt, die Protagonisten irren durch die Geschichte, laufen mehr umeinander herum, als dass sie sich wirklich begegnen,verstehen sich nur teilweise und verlieren sich wieder aus den Augen. Ein wenig ratlos, verzweifelt, irgendwie dann doch in die unvermeidbare Sackgassen endent.
Auch wenn der Plot an die heutige Zeit der wirtschaftlichen Rezension angepasst ist und dadurch aktuellen Charakter hat, hat mich die Story nun wirklich nicht gepackt. Ein Schriftsteller der mit Elten John kommuniziert, naja ich weiss nicht, und ein Trader, der über die Bankkontodaten seines Kunden (LaMarck) verfügt und damit über 9 Mio. verfügen kann, naja ich weiss nicht.
Keine weissgott anspruchsvolle Sprache, keine grosse Spannung, keine grossen Gefühle, na was denn nun? Scheiternde Existenzen, die so dahindümpeln, nichts was einen wirklich vom Hocker reissen würde. Der Roman endet mit: “Steht nichts Weltbewegendes drin”. Tja, muss ich mich leider anschliessen. Ein Suchen und wieder Verlieren, ob wir als Leser bei dieser Geschichte wirklich noch gewinnen? Vielleicht geht ja die Geschichte am Leser vorbei, was wäre eigentlich dann? Wird hier nicht wieder einmal der Durchschnitt in den Himmel gehoben? Irgendwie habe ich dann doch das Gefühl..Vielleicht findet ja der Roman ja ohne den Leser statt..Von einem Lesevergnügen, war zumindest ich wohl meilenweit davon entfernt..
27. Februar 2010 um 01:51 Uhr
Suchtstoff …
Kaum bin ich durch, möchte ich am liebsten gleich wieder von vorn anfangen !!! Was für eine köstlich geistreich-skurril-spannende Superunterhaltung. Hauptthema des Romans ist die Bankenkrise des letzten Jahres. Nebenschauplätze sind die Liebe zwischen Peaugot-Salzmühlen und Klimaweinschränken, die Gratwanderung zwischen Scheitern und Erfolg, Einsamkeit, Lebenssinn und -unsinn. Das Alles ist so spannend und kurzweilig von Kristof Magnusson beschrieben, daß ich das Buch kaum aus der Hand legen mochte. Lieber Autor: mehr davon …
27. Februar 2010 um 01:51 Uhr
Suchtstoff …
Kaum bin ich durch, möchte ich am liebsten gleich wieder von vorn anfangen !!! Was für eine köstlich geistreich-skurril-spannende Superunterhaltung. Hauptthema des Romans ist die Bankenkrise des letzten Jahres. Nebenschauplätze sind die Liebe zwischen Peaugot-Salzmühlen und Klimaweinschränken, die Gratwanderung zwischen Scheitern und Erfolg, Einsamkeit, Lebenssinn und -unsinn. Das Alles ist so spannend und kurzweilig von Kristof Magnusson beschrieben, daß ich das Buch kaum aus der Hand legen mochte. Lieber Autor: mehr davon …
3. März 2010 um 21:17 Uhr
Allerbeste Unterhaltung
Das nenne ich einen unterhalsamen Roman: realitätsnah - und trotzdem irgendwie verrückt; keine Aneinanderreihung von Gags - und trotzdem zum Lachen; keine langwierigen Beschreibungen von Orten - und trotzdem kann man sich alles gut vorstellen; keine Psychogramme der Protagonisten - und trotzdem haben sie Charakter. (Das “trotzdem” kann man getrost jeweils durch “deswegen” ersetzen.) Der Plot ist einfallsreich erdacht und geschickt aufgebaut, die Sprache ist klar und angenehm. Sehr empfehlenswerte Lektüre!
3. März 2010 um 21:17 Uhr
Wie Bolle amüsiert
Sie sind Helden und Opfer zugleich. Und ein Beispiel des modernen Menschen: Banker Jasper, Übersetzerin Meike und Schrifsteller Henry LaMarck. Als sie sich im Cafe Caribou treffen, wissen sie noch nicht, dass ihr Schicksal ab da mit dem der anderen verknüpft sein und welch aberwitzige Geschichte folgen soll - bei der alle - und vor allem der Leser - den Atem anhalten werden…
Ein tolles Buch, das schon durch seine gestochen scharfe und präzise Sprache für großen Sog sorgt und immer wieder auf amüsante Weise Tiefgang zeigt. Einmal in die Hand genommen, ist es schwer wieder wegzulegen. Und wenn, dann nur, um den besten Freunden am Telefon zuzurufen: “Du, das musst Du unbedingt lesen!” Zumindest war es bei mir so! Vielleicht wird’s ja Trend. Dem Buch ist es ganz klar zu wünschen!
13. März 2010 um 18:51 Uhr
Ist er es wirklich nicht gewesen?
In seinem neuen Roman “Das war ich nicht” zeigt Kristof Magnusson, Absolvent des Leipziger Literaturinstitutes, wie sich das Leben von drei Menschen zur Tour de force entwickelt, im rasanten Tempo und ohne die geringste Chance, dieser Dreiecksbeziehung zu entgehen.
Zwei Männer und eine Frau werden vom Schicksal unbarmherzig zusammengeführt und kommen nicht mehr los voneinander. Natürlich ist die Liebe im Spiel, aber auch der Flirt mit dem Job, die Angst des Versagens und der ernüchternde Blick auf das bisher gelebte Leben treiben diese Menschen zusammen und gleichzeitig doch auch auseinander - so weit, wie es weiter nicht sein kann.
Beim Kunstmann Verlag erschienen, ist Magnussons Roman ein unheimlich aktueller Blick auf die Realität in all ihrer unüberwindbaren Dramatik, großartig inszeniert und uneingeschränkt lesenswert.
13. März 2010 um 18:51 Uhr
Ist er es wirklich nicht gewesen?
In seinem neuen Roman “Das war ich nicht” zeigt Kristof Magnusson, Absolvent des Leipziger Literaturinstitutes, wie sich das Leben von drei Menschen zur Tour de force entwickelt, im rasanten Tempo und ohne die geringste Chance, dieser Dreiecksbeziehung zu entgehen.
Zwei Männer und eine Frau werden vom Schicksal unbarmherzig zusammengeführt und kommen nicht mehr los voneinander. Natürlich ist die Liebe im Spiel, aber auch der Flirt mit dem Job, die Angst des Versagens und der ernüchternde Blick auf das bisher gelebte Leben treiben diese Menschen zusammen und gleichzeitig doch auch auseinander - so weit, wie es weiter nicht sein kann.
Beim Kunstmann Verlag erschienen, ist Magnussons Roman ein unheimlich aktueller Blick auf die Realität in all ihrer unüberwindbaren Dramatik, großartig inszeniert und uneingeschränkt lesenswert.
13. März 2010 um 18:51 Uhr
Urkomischer moderner Schelmenroman
Inhalt:
Das war ich nicht - ein Roman über drei Personen: Jasper, Anfang 30, ein Banker auf dem Sprung zur großen Karriere. Meike, eine Literaturübersetzerin, auf der Flucht vor einer vorhersehbaren Zukunft: Partnerschaft, Pärchenfreunde, zusammenziehen, über Kinder nachdenken… und Henry, ein international gefeierter Schriftsteller mit Schreibblockade und Altersangst, der von der Party zu seinem sechzigsten Geburtstag verschwindet und untertaucht.
Auf abenteuerliche Weise geraten diese drei Personen in Abhängigkeit voneinander: Meike Urbanski ist die Übersetzerin “ihres” Schriftstellers Henry LaMarck, ihrer Existenzgrundlage. Da dieser weder seinen versprochenen Jahrhundertroman beim Verlag abliefert hat, noch auffindbar ist, fliegt Meike nach Chicago, um ihn zu finden. Henry LaMarck verliebt sich in das Foto von einem jungen Banker, der verzweifelt auf die fallenden Kurse starrt - das könnte der Aufhänger für seinen großen Roman sein! - und eben dieser Banker namens Jasper Lüdemann versucht eine junge deutsche Frau wiederzufinden, die ihm im Café Caribou seinem Kaffee vor der Nase weggeschnappt hat…
Jasper will Meike treffen, Meike will Henry treffen, Henry will Jasper treffen. Jasper interessiert sich nicht für Henry, Henry fühlt sich durch Meike belästigt und bloßgestellt, Meike findet Jasper arrogant und unsympathisch, und jetzt?
Eigene Meinung:
Eigentlich ist es erschreckend, dass Menschen ihre Karriere und damit möglicherweise ihr ganzes Leben ruinieren, aber Kristof Magnusson verpackt das Ganze in einen urkomischen modernen Schelmenroman. Die Geschichte ist abwechselnd aus den Perspektiven der drei Protagonisten erzählt. Zu Beginn des Buches fand ich die Geschichte aus Jaspers Sicht etwas anstrengend, weil er auf mich einen sehr arroganten und unsympathischen Eindruck machte, und wer mag sich schon mit einem solchen Charakter identifizieren? Außerdem interessiere ich mich nicht für die Börsengeschäfte, die Jasper in seinem Job tagtäglich abwickeln muss. Aber selbst aus dieser Erzählperspektive hat mich das Buch nach einigen Kapiteln gefangen genommen, und als das Unheil plötzlich unaufhaltsam seinen Lauf nahm, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, und zum Ende hin sind mir die verschrobenen und stellenweise unsympathischen Charaktere doch tatsächlich ans Herz gewachsen ;o) Kristof Magnussons Charaktere wirken nie gekünstelt, konstruiert oder eindimensional und das macht diesen Roman so überaus lesenswert!
Fazit:
Dieses Buch war eine literarische Überraschung für mich. Zuvor hatte ich von Kristof Magnusson weder etwas gehört noch gelesen und war von seinem Schreibstil und seinem Humor schlichtweg begeistert!
13. März 2010 um 18:51 Uhr
Urkomischer moderner Schelmenroman
Inhalt:
Das war ich nicht - ein Roman über drei Personen: Jasper, Anfang 30, ein Banker auf dem Sprung zur großen Karriere. Meike, eine Literaturübersetzerin, auf der Flucht vor einer vorhersehbaren Zukunft: Partnerschaft, Pärchenfreunde, zusammenziehen, über Kinder nachdenken… und Henry, ein international gefeierter Schriftsteller mit Schreibblockade und Altersangst, der von der Party zu seinem sechzigsten Geburtstag verschwindet und untertaucht.
Auf abenteuerliche Weise geraten diese drei Personen in Abhängigkeit voneinander: Meike Urbanski ist die Übersetzerin “ihres” Schriftstellers Henry LaMarck, ihrer Existenzgrundlage. Da dieser weder seinen versprochenen Jahrhundertroman beim Verlag abliefert hat, noch auffindbar ist, fliegt Meike nach Chicago, um ihn zu finden. Henry LaMarck verliebt sich in das Foto von einem jungen Banker, der verzweifelt auf die fallenden Kurse starrt - das könnte der Aufhänger für seinen großen Roman sein! - und eben dieser Banker namens Jasper Lüdemann versucht eine junge deutsche Frau wiederzufinden, die ihm im Café Caribou seinem Kaffee vor der Nase weggeschnappt hat…
Jasper will Meike treffen, Meike will Henry treffen, Henry will Jasper treffen. Jasper interessiert sich nicht für Henry, Henry fühlt sich durch Meike belästigt und bloßgestellt, Meike findet Jasper arrogant und unsympathisch, und jetzt?
Eigene Meinung:
Eigentlich ist es erschreckend, dass Menschen ihre Karriere und damit möglicherweise ihr ganzes Leben ruinieren, aber Kristof Magnusson verpackt das Ganze in einen urkomischen modernen Schelmenroman. Die Geschichte ist abwechselnd aus den Perspektiven der drei Protagonisten erzählt. Zu Beginn des Buches fand ich die Geschichte aus Jaspers Sicht etwas anstrengend, weil er auf mich einen sehr arroganten und unsympathischen Eindruck machte, und wer mag sich schon mit einem solchen Charakter identifizieren? Außerdem interessiere ich mich nicht für die Börsengeschäfte, die Jasper in seinem Job tagtäglich abwickeln muss. Aber selbst aus dieser Erzählperspektive hat mich das Buch nach einigen Kapiteln gefangen genommen, und als das Unheil plötzlich unaufhaltsam seinen Lauf nahm, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, und zum Ende hin sind mir die verschrobenen und stellenweise unsympathischen Charaktere doch tatsächlich ans Herz gewachsen ;o) Kristof Magnussons Charaktere wirken nie gekünstelt, konstruiert oder eindimensional und das macht diesen Roman so überaus lesenswert!
Fazit:
Dieses Buch war eine literarische Überraschung für mich. Zuvor hatte ich von Kristof Magnusson weder etwas gehört noch gelesen und war von seinem Schreibstil und seinem Humor schlichtweg begeistert!
13. März 2010 um 18:51 Uhr
Niemand ist Schuld und keiner hat es gesehen.
Schnell, amüsant, lehrreich und nachdenklich. Ein moderner Roman eben. Aber was für einer.
Wer bis heute nicht verstanden hat, warum das mit der Finanzkrise eigentlich so schwer zu verstehen ist, der kann das ab sofort ändern.
Und der lernt von diesem Buch,
- warum kleine Handlungen große Auswirkungen haben können, wenn man nur lang genug daran glaubt, alles unter Kontrolle zu haben.
- warum der beste Plan immer noch kein Plan ist und der Zufall ein dichteres Netz webt, in das man fallen kann.
- warum Glück auf der Straße liegt und das kein Klischee ist.
Aber: wieder entsteht das Gefühl, dass nach der Scheiße, die so gebaut wird, letztlich ein blaues Auge bleibt. Da hätte Herr Magnusson vielleicht nicht so rosarot schreiben müssen. Alles wird gut, aber nur in Hollywood.
Trotzdem totale Leseempfehlung: der Unterhaltungsgrad ist enorm und man lernt noch was dabei. So wie ein moderner Roman eben.
13. März 2010 um 18:51 Uhr
Niemand ist Schuld und keiner hat es gesehen.
Schnell, amüsant, lehrreich und nachdenklich. Ein moderner Roman eben. Aber was für einer.
Wer bis heute nicht verstanden hat, warum das mit der Finanzkrise eigentlich so schwer zu verstehen ist, der kann das ab sofort ändern.
Und der lernt von diesem Buch,
- warum kleine Handlungen große Auswirkungen haben können, wenn man nur lang genug daran glaubt, alles unter Kontrolle zu haben.
- warum der beste Plan immer noch kein Plan ist und der Zufall ein dichteres Netz webt, in das man fallen kann.
- warum Glück auf der Straße liegt und das kein Klischee ist.
Aber: wieder entsteht das Gefühl, dass nach der Scheiße, die so gebaut wird, letztlich ein blaues Auge bleibt. Da hätte Herr Magnusson vielleicht nicht so rosarot schreiben müssen. Alles wird gut, aber nur in Hollywood.
Trotzdem totale Leseempfehlung: der Unterhaltungsgrad ist enorm und man lernt noch was dabei. So wie ein moderner Roman eben.
13. März 2010 um 18:51 Uhr
Klar.
Ein großartig unpatentiös geschriebenes Buch.
Ich wusste nichts von dem Buch, hatte auch noch nichts gelesen von Magnusson
und entschied mich für den Kauf wegen des Titels und des tollen Covers;
sobald ich angefangen hatte zu lesen konnte ich nicht aufhören an das Gelesene
zu denken. Die Personen sind sehr klar und subtil umfasst und es macht eine
große Freude die unverschnörkelte Schrift zu lesen. Kein bißchen aufgesetzt oder
gewollt wirkt sein Stil.
Sehr empfehlenswert!
13. März 2010 um 18:51 Uhr
Klar.
Ein großartig unpatentiös geschriebenes Buch.
Ich wusste nichts von dem Buch, hatte auch noch nichts gelesen von Magnusson
und entschied mich für den Kauf wegen des Titels und des tollen Covers;
sobald ich angefangen hatte zu lesen konnte ich nicht aufhören an das Gelesene
zu denken. Die Personen sind sehr klar und subtil umfasst und es macht eine
große Freude die unverschnörkelte Schrift zu lesen. Kein bißchen aufgesetzt oder
gewollt wirkt sein Stil.
Sehr empfehlenswert!
13. März 2010 um 18:51 Uhr
Eines der besten Bücher dieses Frühlings
Der Münchner Schriftsteller Kristof Magnusson ist nicht nur ein großartiger Übersetzer (zuletzt das geniale Buch von Hallgrimur
Helgason, Zehn Tipps, das Morden zu beenden und endlich mit dem Abwasch zu beginnen, Klett-Cotta 2010), sondern auch seine eigenen Bücher mausern sich langsam zu wirklich großer Literatur. Die Finanzkrise seit 2008 hat in der Zwischenzeit einige literarische Be- und Verarbeitungen erfahren. Der vorliegende Roman “Das war ich nicht” ist meines Erachtens der bisher beste unter ihnen.
Er erzählt von drei Menschen, deren Leben durch Zufall in eine abenteuerliche Abhängigkeit gerät. Da ist zunächst Meike aus Hamburg. Sie ist Übersetzerin und wartet sehnsüchtig auf das neue Manuskript eines amerikanischen Bestsellerautors, dessen Bücher sie seit einiger Zeit übersetzen darf. Im Vorgriff auf die zu erwartenden Tantiemen hat sie sich ein Haus im Grünen gekauft. Aber das Manuskript taucht nicht auf und sie begibt sich mit ihren letzten Rücklagen auf die Suche nach ihm.
Der hingegen, Henry La Marck, leidet unter einer Schreibstörung und hat von dem Roman, den der Verlag schon als den Schlüsselroman zum 11. September 2001 ankündigt und bewirbt, noch keine einzige Zeile geschrieben und hat sich in einem Hotel in Chicago versteckt.
Dort in diesem Hotel in Chicago findet Meike ihren Autor. Sie begegnet aber auch Jasper Lüdemann, einem deutschen, seit einigen Jahren in Chicago als Banker arbeitenden Mann, Anfang dreißig, der ganz für seine lange ersehnte Tätigkeit im Händlersaal einer großen Chicagoer Investmentbank aufgeht, nachdem er jahrelang nur im Backoffice arbeiten durfte. Er lebt ausschließlich für seine Arbeit, denn zwischen dreißig und vierzig muss man brennen” wie er, ähnlich wie Tausende seiner Kollegen sagt.
Die genaue Beschreibung dieser spekulativen Arbeit, die Japser in den Ruin zu treiben droht, ist eines der vielen Kunststücke, die Magnusson in diesem unterhaltsamen Roman gelungen sind. Er lässt seine drei Figuren abwechselnd in der Ich-Form erzählen und alle miteinander erleben sie, wie ihnen ihr jeweiliges Leben zu entgleiten droht. Magnusson führt die drei behutsam zueinander, indem er die jeweiligen Geschichten immer mehr verknüpft zu einem Roman, der eine gelungene Mischung darstellt zwischen Finanzkrimi, Komödie und Alltagswelt .
Eines der besten Bücher dieses Frühlings.
13. März 2010 um 18:51 Uhr
Eines der besten Bücher dieses Frühlings
Der Münchner Schriftsteller Kristof Magnusson ist nicht nur ein großartiger Übersetzer (zuletzt das geniale Buch von Hallgrimur
Helgason, Zehn Tipps, das Morden zu beenden und endlich mit dem Abwasch zu beginnen, Klett-Cotta 2010), sondern auch seine eigenen Bücher mausern sich langsam zu wirklich großer Literatur. Die Finanzkrise seit 2008 hat in der Zwischenzeit einige literarische Be- und Verarbeitungen erfahren. Der vorliegende Roman “Das war ich nicht” ist meines Erachtens der bisher beste unter ihnen.
Er erzählt von drei Menschen, deren Leben durch Zufall in eine abenteuerliche Abhängigkeit gerät. Da ist zunächst Meike aus Hamburg. Sie ist Übersetzerin und wartet sehnsüchtig auf das neue Manuskript eines amerikanischen Bestsellerautors, dessen Bücher sie seit einiger Zeit übersetzen darf. Im Vorgriff auf die zu erwartenden Tantiemen hat sie sich ein Haus im Grünen gekauft. Aber das Manuskript taucht nicht auf und sie begibt sich mit ihren letzten Rücklagen auf die Suche nach ihm.
Der hingegen, Henry La Marck, leidet unter einer Schreibstörung und hat von dem Roman, den der Verlag schon als den Schlüsselroman zum 11. September 2001 ankündigt und bewirbt, noch keine einzige Zeile geschrieben und hat sich in einem Hotel in Chicago versteckt.
Dort in diesem Hotel in Chicago findet Meike ihren Autor. Sie begegnet aber auch Jasper Lüdemann, einem deutschen, seit einigen Jahren in Chicago als Banker arbeitenden Mann, Anfang dreißig, der ganz für seine lange ersehnte Tätigkeit im Händlersaal einer großen Chicagoer Investmentbank aufgeht, nachdem er jahrelang nur im Backoffice arbeiten durfte. Er lebt ausschließlich für seine Arbeit, denn zwischen dreißig und vierzig muss man brennen” wie er, ähnlich wie Tausende seiner Kollegen sagt.
Die genaue Beschreibung dieser spekulativen Arbeit, die Japser in den Ruin zu treiben droht, ist eines der vielen Kunststücke, die Magnusson in diesem unterhaltsamen Roman gelungen sind. Er lässt seine drei Figuren abwechselnd in der Ich-Form erzählen und alle miteinander erleben sie, wie ihnen ihr jeweiliges Leben zu entgleiten droht. Magnusson führt die drei behutsam zueinander, indem er die jeweiligen Geschichten immer mehr verknüpft zu einem Roman, der eine gelungene Mischung darstellt zwischen Finanzkrimi, Komödie und Alltagswelt .
Eines der besten Bücher dieses Frühlings.
18. März 2010 um 19:51 Uhr
wenn es ums ganze geht
Eine Literaturübersetzerin flüchtet vor dem Leben, aber wo soll sie hin? In ein altes Haus, gleich hinterm Deich?
Von Schreibblockaden, von Chicago und vom Leben ist in diesem wundervollen poetischen Werk von Kristof Magnusson die Rede.
Beim lesen des Buches treffe ich drei Helden die eigentlich, man sagt wohl normalerweise, an einem ganz anderen Ort zu sein hätten. aber sind sie eben nicht. Und sie machen die Erfahrung, auch so geht das Leben weiter.
Ein Buch voller Ernst bei dem ich auch geschmunzelt habe!
23. März 2010 um 23:17 Uhr
Toller Roman, drei Welten in einer…
Drei verschiedene Persönlichkeiten treffen in einer durchgestylten Welt aufeinander und eine spannende Geschichte nimmt ihren Lauf! Super geschrieben! 5 Sterne!
23. März 2010 um 23:17 Uhr
Das braucht man nicht
Kristof Magnusson - der neue Stern am Literaturhimmel? Nö, das ist kein Autor, den man sich unbedingt merken müsste. Sein “Ich war das nicht” ist zu einfach geschrieben, da gibt es keine wirkliche sprachliche Kunst. Nach der zehnten Seite ist das Ende absolut vorhersehbar, die Geschichte ist ohne jede Spannung, da zu schnell deutlich wird, wie alles enden wird mit diesen drei Personen. Der Wechsel der Erzählperspektive der drei Protagonisten gelingt nicht überzeugend, alle drei bleiben flach und extrem klischeehaft. Der Stil Magnussons ist sehr “drehbuchorientiert”.
Das Buch ist unterhaltsam, es liest sich mal eben so weg und unterhält dabei in gewisser Weise. Aber - ist es das, was ich von einem Buch will? Mal eben schnell weglesen, weglegen und dann sofort vergessen? Nicht wirklich. Wer Tiefgründiges sucht, ist hier falsch. Wer sich ein paar Stunden nett unterhalten lassen will, ohne viel nachzudenken, kann das Buch kaufen.
23. März 2010 um 23:17 Uhr
Das braucht man nicht
Kristof Magnusson - der neue Stern am Literaturhimmel? Nö, das ist kein Autor, den man sich unbedingt merken müsste. Sein “Ich war das nicht” ist zu einfach geschrieben, da gibt es keine wirkliche sprachliche Kunst. Nach der zehnten Seite ist das Ende absolut vorhersehbar, die Geschichte ist ohne jede Spannung, da zu schnell deutlich wird, wie alles enden wird mit diesen drei Personen. Der Wechsel der Erzählperspektive der drei Protagonisten gelingt nicht überzeugend, alle drei bleiben flach und extrem klischeehaft. Der Stil Magnussons ist sehr “drehbuchorientiert”.
Das Buch ist unterhaltsam, es liest sich mal eben so weg und unterhält dabei in gewisser Weise. Aber - ist es das, was ich von einem Buch will? Mal eben schnell weglesen, weglegen und dann sofort vergessen? Nicht wirklich. Wer Tiefgründiges sucht, ist hier falsch. Wer sich ein paar Stunden nett unterhalten lassen will, ohne viel nachzudenken, kann das Buch kaufen.
23. März 2010 um 23:17 Uhr
Das 3mal1 für einen tollen Roman
Schon der Titel lässt einen Schmunzeln und der Roman hält dann auch das, was der Titel verspricht: sehr amüsante Szenen und Dialoge, drei toll verwobene Schicksalsläufe und eine spannende Geschichte, für die der Autor - ganz mutig - sogar ein glückliches Ende findet. Selten habe ich einen so gelungenen Roman gelesen und bin drauf und dran mir von Magnusson auch die anderen Bücher zu holen.
Ich bin kein Freund davon, den Inhalt eines Romans in einer Rezension zu beschreiben. Ungern lese ich solche Rezensionen, bevor ich das Buch gelesen habe. Doch wer es wissen will findet hier sehr gute Beschreibungen. Das Buch ist es aber einfach Wert, ganz viele 5 Sterne Empfehlungen zu bekommen. Es steht bei mir jetzt auch ganz weit oben auf meiner Liste möglicher Geschenke. Ich kann mir kaum jemanden vorstellen, dem dieses Buch nicht gefallen würde. Es ist unterhaltsam im besten Sinne, sprachlich ausgefeilt und auch die Geschichte durchweg spannend - und dazu auch noch einige sehr weise menschliche Beobachtungen.
“Das war ich nicht” ist so ein Buch, das einem mal wieder richtig Lust auf Lesen macht. Bitte mehr davon, Herr Magnusson.
23. März 2010 um 23:17 Uhr
Das 3mal1 für einen tollen Roman
Schon der Titel lässt einen Schmunzeln und der Roman hält dann auch das, was der Titel verspricht: sehr amüsante Szenen und Dialoge, drei toll verwobene Schicksalsläufe und eine spannende Geschichte, für die der Autor - ganz mutig - sogar ein glückliches Ende findet. Selten habe ich einen so gelungenen Roman gelesen und bin drauf und dran mir von Magnusson auch die anderen Bücher zu holen.
Ich bin kein Freund davon, den Inhalt eines Romans in einer Rezension zu beschreiben. Ungern lese ich solche Rezensionen, bevor ich das Buch gelesen habe. Doch wer es wissen will findet hier sehr gute Beschreibungen. Das Buch ist es aber einfach Wert, ganz viele 5 Sterne Empfehlungen zu bekommen. Es steht bei mir jetzt auch ganz weit oben auf meiner Liste möglicher Geschenke. Ich kann mir kaum jemanden vorstellen, dem dieses Buch nicht gefallen würde. Es ist unterhaltsam im besten Sinne, sprachlich ausgefeilt und auch die Geschichte durchweg spannend - und dazu auch noch einige sehr weise menschliche Beobachtungen.
“Das war ich nicht” ist so ein Buch, das einem mal wieder richtig Lust auf Lesen macht. Bitte mehr davon, Herr Magnusson.
3. April 2010 um 04:51 Uhr
Keine große Literatur, aber unterhaltsam
Der Plot ist abenteuerlich überdreht: Die Wege einer Übersetzerin, eines jungen Bankers und eines weltberühmten, am Ende doppelten Pulitzerpreisträgers kreuzen sich schicksalhaft am Vorabend der Banken- und Finanzkrise. Die Übersetzerin Meike fährt nach Chicago, um den Autor Henry zur Fertigstellung seines lang erwarteten Jahrhundertromans über die Ereignisse des 11. September zu überreden. Henry meint in Jasper nach langer Schreibblockade die Inspiration für diesen lang angekündigten Roman gefunden zu haben. Jasper treibt mit riskanten Optionsscheingeschäften die Bank, für die er arbeitet, in den Ruin. Alle drei finden sich schließlich in Meikes marodem Haus hinterm Deich in Tetenstedt wieder, in das sie sich Hals über Kopf aus ihren Hamburger Beziehungen zurückgezogen hat. Sie steht ohne Geld da, Jasper ist auf der Flucht vor dem FBI und Henry im Glauben, dass er durch die Bankenpleite alles verloren habe.
Das Buch lebt bei aller Vorhersehbarkeit von seinen unterhaltsamen Wendungen sowie von seinen aktuellen Seitenhieben auf die neue Bürgerlichkeit der Generation in den 30- bis 40ern und die Wirtschaftswelt. Es ist insgesamt flüssig und in einem angenehmen Rhythmus geschrieben. Die Figuren selbst sind eher klischeeartig angelegt und entwickeln sich nicht großartig. Nervend fällt das Bestreben des Autors auf, die Bankenkrise und das touristische Grundwissen Chicagos erklären zu wollen.
Fazit: Popcornliteratur mit dem Tiefgang eines Spreewaldkahns oder um es mit den Worten Magnussons zu sagen: eine Art Hausfrauenporno für die Thirty- and Fortysomethings. Einigermaßen gut gemachte Unterhaltung - nicht mehr und nicht weniger.
3. April 2010 um 04:51 Uhr
Keine große Literatur, aber unterhaltsam
Der Plot ist abenteuerlich überdreht: Die Wege einer Übersetzerin, eines jungen Bankers und eines weltberühmten, am Ende doppelten Pulitzerpreisträgers kreuzen sich schicksalhaft am Vorabend der Banken- und Finanzkrise. Die Übersetzerin Meike fährt nach Chicago, um den Autor Henry zur Fertigstellung seines lang erwarteten Jahrhundertromans über die Ereignisse des 11. September zu überreden. Henry meint in Jasper nach langer Schreibblockade die Inspiration für diesen lang angekündigten Roman gefunden zu haben. Jasper treibt mit riskanten Optionsscheingeschäften die Bank, für die er arbeitet, in den Ruin. Alle drei finden sich schließlich in Meikes marodem Haus hinterm Deich in Tetenstedt wieder, in das sie sich Hals über Kopf aus ihren Hamburger Beziehungen zurückgezogen hat. Sie steht ohne Geld da, Jasper ist auf der Flucht vor dem FBI und Henry im Glauben, dass er durch die Bankenpleite alles verloren habe.
Das Buch lebt bei aller Vorhersehbarkeit von seinen unterhaltsamen Wendungen sowie von seinen aktuellen Seitenhieben auf die neue Bürgerlichkeit der Generation in den 30- bis 40ern und die Wirtschaftswelt. Es ist insgesamt flüssig und in einem angenehmen Rhythmus geschrieben. Die Figuren selbst sind eher klischeeartig angelegt und entwickeln sich nicht großartig. Nervend fällt das Bestreben des Autors auf, die Bankenkrise und das touristische Grundwissen Chicagos erklären zu wollen.
Fazit: Popcornliteratur mit dem Tiefgang eines Spreewaldkahns oder um es mit den Worten Magnussons zu sagen: eine Art Hausfrauenporno für die Thirty- and Fortysomethings. Einigermaßen gut gemachte Unterhaltung - nicht mehr und nicht weniger.
3. April 2010 um 04:51 Uhr
spannend und amüsant, aber auch nicht viel mehr
wenn man zu beginn den karriere-geilen banker geschildert bekommt, fragt man sich schon: muss es so ein plattes klischee sein? es wird dann besser. und vor allem spannend. auch wenn man ahnt wie es ausgehen könnte, die wendungen und ecken sind amüsant und nett zu lesen. die hamburger jung-familien-idylle, aus der die übersetzerin flieht, ist köstlich beschrieben.
ein grosser roman ist es aber sicher nicht. die sprache ist oft etwas hilflos - und bemüht daher klischees. aber es muss ja nicht alles so hoch intellektuell sein - es liest sich gut. das richtige nach einem strengen arbeitstag.
3. April 2010 um 04:51 Uhr
spannend und amüsant, aber auch nicht viel mehr
wenn man zu beginn den karriere-geilen banker geschildert bekommt, fragt man sich schon: muss es so ein plattes klischee sein? es wird dann besser. und vor allem spannend. auch wenn man ahnt wie es ausgehen könnte, die wendungen und ecken sind amüsant und nett zu lesen. die hamburger jung-familien-idylle, aus der die übersetzerin flieht, ist köstlich beschrieben.
ein grosser roman ist es aber sicher nicht. die sprache ist oft etwas hilflos - und bemüht daher klischees. aber es muss ja nicht alles so hoch intellektuell sein - es liest sich gut. das richtige nach einem strengen arbeitstag.
3. April 2010 um 04:51 Uhr
Großartig!
Es beginnt wie einer dieser Thirtysomethings-Romane, wie ein Buch über das Älterwerden, das Kinderkriegen und die vermeintlich wichtigen Dinge im Leben: Die Literaturübersetzerin Meike entscheidet sich spontan gegen all das, verlässt ihren Freund und zieht in ein Häuschen aufs Land, “hinterm Deich”, das sie sich allerdings nur leisten kann, weil bald der Vorschuss für das nächste Buch, den “Jahrhundertroman” des großen amerikanischen Erzählers Henry LaMarck, den sie sehr verehrt und in ihren Übersetzungen auch in Deutschland zu einem Bestseller gemacht hat, eintreffen wird - auf das Manuskript wartet allerdings nicht nur sie händeringend. Von Vorteil ist auch, dass die Hypothek für das hübsch-hässliche Häuschen über “HomeStar” läuft, eine Kreditbank, die auch weniger solventen Kunden gerne Geld gibt.
Jener Erfolgsautor, just zum zweiten Mal für den Pulitzer-Preis nominiert, wird soeben sechzig, weshalb auch im Verlag nicht, wie angekündigt war, ein Gespräch über die Taschenbuchausgabe seines vorletzten Romans stattfindet, sondern eine Überraschungsparty zu Ehren des Schriftstellers, der noch keine einzige Zeile seines langerwarteten Jahrhundertbuches geschrieben hat. LaMarck flieht von der Party, mietet sich in ein Hotel ein und schottet sich von der Welt ab, von der er glaubt, sie wäre ab diesem Moment detektivisch auf der Suche nach ihm.
Und dann ist da noch der junge Jasper, aus Bochum stammend, der es in der Chicagoer Investmentbank vom “Back-Office” in den Handelssaal geschafft hat, der also endlich “Trader” ist. Nachdem er irrtümlich geglaubt hatte, entlassen zu werden, wittert Jasper Morgenluft, weil es jenen Kollegen erwischt, auf dessen Posten der junge Deutsche scharf ist. Da er - aus seiner Tätigkeit im überwachenden “Back Office” - die gesamten technischen Strukturen gut kennt, hilft er einem anderen Trader, dessen unzulässige Transaktionen zu vertuschen, macht dabei aber versehentlich so viel Gewinn, dass nun wiederum er selbst in die Schusslinie geraten würde. Jasper fängt damit an, auf dem Konto des gefeuerten Kollegen Optionsgeschäfte mit Papieren der Kreditbank “HomeStar” abzuschließen, aber statt eines überschaubaren Verlusts explodieren die roten Zahlen plötzlich, und Jasper gerät in einen Teufelskreis, aus dem es nur einen Ausweg gäbe, würden die “HomeStar”-Kurse dramatisch fallen. Als sie das schließlich tun, geschieht das, kurz nachdem Jasper auf Gewinn gewettet hat, und alles wird immer schlimmer und schlimmer.
In Chicago treffen sich die drei. Der Erfolgsautor will den jungen Banker, dessen Foto er zufällig in der Zeitung gesehen hat, zum Helden seines Romans machen, aber eigentlich nicht nur das. Meike ist nach Chicago gekommen, um den vermeintlich verschollenen Schriftsteller zu suchen, trifft dort aber zunächst Jasper, der sich in sie verliebt. Aus den drei Geschichten wird eine, und zwar eine fantastisch spannende, extrem amüsante, wirklich vortrefflich erzählte.
Vor dem Hintergrund der längst nicht überstandenen Weltwirtschaftskrise, die zu einem Gutteil dadurch ausgelöst wurde, dass Leute in den Handelssälen der Banken Luftgeschäfte von grandiosem Ausmaß tätigen, erzählt Magnusson wechselnd aus den Perspektiven der drei Protagonisten eine fulminante Geschichte über Literatur, Wirtschaft, Liebe und geborgte Träume. Da passt jeder Satz, da ist fast nichts überflüssig, da stimmt jedes Detail. Ein beneidenswert gutes, gutlauniges, amüsantes und faszinierendes Buch, exzellent recherchiert, minutiös geplottet, toll erzählt. Großartig!
3. April 2010 um 04:51 Uhr
Großartig!
Es beginnt wie einer dieser Thirtysomethings-Romane, wie ein Buch über das Älterwerden, das Kinderkriegen und die vermeintlich wichtigen Dinge im Leben: Die Literaturübersetzerin Meike entscheidet sich spontan gegen all das, verlässt ihren Freund und zieht in ein Häuschen aufs Land, “hinterm Deich”, das sie sich allerdings nur leisten kann, weil bald der Vorschuss für das nächste Buch, den “Jahrhundertroman” des großen amerikanischen Erzählers Henry LaMarck, den sie sehr verehrt und in ihren Übersetzungen auch in Deutschland zu einem Bestseller gemacht hat, eintreffen wird - auf das Manuskript wartet allerdings nicht nur sie händeringend. Von Vorteil ist auch, dass die Hypothek für das hübsch-hässliche Häuschen über “HomeStar” läuft, eine Kreditbank, die auch weniger solventen Kunden gerne Geld gibt.
Jener Erfolgsautor, just zum zweiten Mal für den Pulitzer-Preis nominiert, wird soeben sechzig, weshalb auch im Verlag nicht, wie angekündigt war, ein Gespräch über die Taschenbuchausgabe seines vorletzten Romans stattfindet, sondern eine Überraschungsparty zu Ehren des Schriftstellers, der noch keine einzige Zeile seines langerwarteten Jahrhundertbuches geschrieben hat. LaMarck flieht von der Party, mietet sich in ein Hotel ein und schottet sich von der Welt ab, von der er glaubt, sie wäre ab diesem Moment detektivisch auf der Suche nach ihm.
Und dann ist da noch der junge Jasper, aus Bochum stammend, der es in der Chicagoer Investmentbank vom “Back-Office” in den Handelssaal geschafft hat, der also endlich “Trader” ist. Nachdem er irrtümlich geglaubt hatte, entlassen zu werden, wittert Jasper Morgenluft, weil es jenen Kollegen erwischt, auf dessen Posten der junge Deutsche scharf ist. Da er - aus seiner Tätigkeit im überwachenden “Back Office” - die gesamten technischen Strukturen gut kennt, hilft er einem anderen Trader, dessen unzulässige Transaktionen zu vertuschen, macht dabei aber versehentlich so viel Gewinn, dass nun wiederum er selbst in die Schusslinie geraten würde. Jasper fängt damit an, auf dem Konto des gefeuerten Kollegen Optionsgeschäfte mit Papieren der Kreditbank “HomeStar” abzuschließen, aber statt eines überschaubaren Verlusts explodieren die roten Zahlen plötzlich, und Jasper gerät in einen Teufelskreis, aus dem es nur einen Ausweg gäbe, würden die “HomeStar”-Kurse dramatisch fallen. Als sie das schließlich tun, geschieht das, kurz nachdem Jasper auf Gewinn gewettet hat, und alles wird immer schlimmer und schlimmer.
In Chicago treffen sich die drei. Der Erfolgsautor will den jungen Banker, dessen Foto er zufällig in der Zeitung gesehen hat, zum Helden seines Romans machen, aber eigentlich nicht nur das. Meike ist nach Chicago gekommen, um den vermeintlich verschollenen Schriftsteller zu suchen, trifft dort aber zunächst Jasper, der sich in sie verliebt. Aus den drei Geschichten wird eine, und zwar eine fantastisch spannende, extrem amüsante, wirklich vortrefflich erzählte.
Vor dem Hintergrund der längst nicht überstandenen Weltwirtschaftskrise, die zu einem Gutteil dadurch ausgelöst wurde, dass Leute in den Handelssälen der Banken Luftgeschäfte von grandiosem Ausmaß tätigen, erzählt Magnusson wechselnd aus den Perspektiven der drei Protagonisten eine fulminante Geschichte über Literatur, Wirtschaft, Liebe und geborgte Träume. Da passt jeder Satz, da ist fast nichts überflüssig, da stimmt jedes Detail. Ein beneidenswert gutes, gutlauniges, amüsantes und faszinierendes Buch, exzellent recherchiert, minutiös geplottet, toll erzählt. Großartig!
3. April 2010 um 04:51 Uhr
Unterhaltsam - aber nicht unbedingt eine Perle
Ich habe mir dieses Buch insbesondere wegen der vielen guten Bewertungen in Amazon und einer guten Rezension in meiner Tageszeitung angeschafft.
Vielleicht waren deshalb meine Erwartungen etwas (zu) hoch…
3. April 2010 um 04:51 Uhr
Unterhaltsam - aber nicht unbedingt eine Perle
Ich habe mir dieses Buch insbesondere wegen der vielen guten Bewertungen in Amazon und einer guten Rezension in meiner Tageszeitung angeschafft.
Vielleicht waren deshalb meine Erwartungen etwas (zu) hoch…
13. April 2010 um 18:34 Uhr
In der Sackgasse des Lebens
Die drei Protagonisten stehen in einer Sackgasse ihres bisherigen Lebens und versuchen, daraus auszubrechen: Jasper, der Banker auf dem Sprung zur vermeintlich großen Karriere, verzockt ein paar hundert Millionen mit Optionsscheinen und Leerverkäufen. Meike, die Übersetzerin auf der Flucht vor dem schönen, alternativ-individuellen Leben mit Weinklimaschrank und Sushibars, ist pleite und wartet sehnsüchtig auf den neuen Roman ihres Erfolgsautors. Henry Lamarck, der gefeierte Autor, erträgt den ganzen Rummel um seine Person nicht mehr, gerät in eine Schreibblockade und taucht unter.
Diese drei Menschen geraten unversehens in eine bizarre Abhängigkeit vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrise, die Jasper ebenso ungewollt wie hilflos mit auslöst.
Ein fesselnder Roman, erschreckend und komisch, über unheimliche Zeiten.
13. April 2010 um 18:34 Uhr
In der Sackgasse des Lebens
Die drei Protagonisten stehen in einer Sackgasse ihres bisherigen Lebens und versuchen, daraus auszubrechen: Jasper, der Banker auf dem Sprung zur vermeintlich großen Karriere, verzockt ein paar hundert Millionen mit Optionsscheinen und Leerverkäufen. Meike, die Übersetzerin auf der Flucht vor dem schönen, alternativ-individuellen Leben mit Weinklimaschrank und Sushibars, ist pleite und wartet sehnsüchtig auf den neuen Roman ihres Erfolgsautors. Henry Lamarck, der gefeierte Autor, erträgt den ganzen Rummel um seine Person nicht mehr, gerät in eine Schreibblockade und taucht unter.
Diese drei Menschen geraten unversehens in eine bizarre Abhängigkeit vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrise, die Jasper ebenso ungewollt wie hilflos mit auslöst.
Ein fesselnder Roman, erschreckend und komisch, über unheimliche Zeiten.
21. Mai 2010 um 14:34 Uhr
Die Glücksritter
Es gibt wenige Autoren, die es schaffen mich beim Lesen nah an den Rand des Herzinfarktes zu bringen. Eigentlich fällt mir nur Ian McEwan ein, dessen Figuren ich durch die Seiten am liebsten zurufen möchte: Tu das nicht! Siehst du nicht wohin das führt? Nun habe ich einen weiteren Kandidaten entdeckt: Kristof Magnusson. Auch hier ließ mir das Entsetzen den Atem stocken, während ich den hochriskanten und ins Verderben führenden Transaktionen Jaspers zu folgen versuchte. Gleichzeitig kamen meine Augen kaum meinem japsenden Verstand hinterher, der sich den Inhalt von “Das war ich nicht” in großer Eile einverleiben wollte.
Maike hat sich von ihrem langjährigen Freund Arthur getrennt, ein altes Bauernhaus in der friesischen Heide gekauft und wartet nun auf ihren nächsten Verlagsauftrag. Das Manuskript für die Übersetzung des Jahrhundertromans “ihres” Schriftstellers Henry LaMarck. Als dieses nicht kommt und daher auch nicht der dringend benötigte Vorschuss des Verlages, macht sich Maike auf den Weg nach Chicago um Henry zu suchen und sich das Manuskript direkt bei ihm zu holen. In einer Kaffeebar trifft sie Jasper, dem sie aus Mangel an Bargeld erstmal seinen Kaffee klaut. Jasper, ein ebenso aufstrebender wie freundlicher Devisenhändler findet Maike trotzdem nett und lädt sie gleich auf einen weiteren Espresso ein. Was im Verlauf der Unterhaltung zu Henry LaMarck führt. Der wiederum gerade seine Schreibblockade zu überwinden versucht, indem er mit einem Foto aus dem Wall Street Journal, in das er sich spontan verliebt hat, auf die Suche nach dem abgebildeten Broker geht: Jasper!
Sehr geschickt webt Magnusson diese drei Geschichten zunächst nebeneinander her, bevor er sie im Verlauf der Handlung ineinander flicht. Erzählt wird jeweils aus der Ich-Perspektive, abwechselnd von Jasper, Maike und Henry. Das gibt der Geschichte zusätzliche Würze, denn gerade wenn man sich vor Spannung nicht mehr zu halten weiß, kann man sicher sein, das nun erst mal der nächste Erzähler dran ist. Das steigert das Lesetempo ungemein.
Vor allem Jaspers Schicksal hat mich besonders berührt. Aufgrund seines liebenswerten Charakters ist er an seinem Arbeitsplatz eigentlich völlig Fehl am Platz. Das zeigt sich, als er einem Kollegen hilft eine verunglückte Transaktion zu vertuschen und dabei auf seinen Spekulationen ausrutscht. In kürzester Zeit haben sich auf seinem schwarzen Konto siebenstellige Millionenverluste angehäuft. Wollten Sie schon immer wissen, wie das eigentlich funktioniert? Hier wird die Finanzkrise einfach, verständlich und sehr unterhaltsam erklärt.
Natürlich kann ich hier unmöglich den Schluss verraten. Nur soviel. Es gibt einige überraschende Wendungen, Stellen an denen man vor innerer Anspannung entweder laut aufschreien oder loslachen möchte. Beides habe ich beim Lesen auf dem Crosstrainer in meinem Fitnessstudio getan. Wer mich überrascht ansah, bekam eine Buchempfehlung. Die ich hiermit weitergebe.
2. Juni 2010 um 01:34 Uhr
Spannend gemachte Gesellschaftsstudie !
Jasper Lüdemann hat es geschafft. Er ist aus dem Back Office in den Händlersaal der großen Investmentbank in Chicago aufgestiegen, Desk 3, Futures und Optionen. Jetzt kann er zeigen, was in ihm steckt. Privatleben ist abgemeldet. Zwischen dreißig und vierzig muss man für die Karriere brennen. Meike ist Übersetzerin. Der Bestsellerautor Henry LaMarck ist “ihr” Autor, ihre Existenzgrundlage. Den versprochenen großen Roman hat er nicht abgeliefert und ist auch nicht erreichbar. Um ihn zu finden, ist sie in Chicago. LaMarck ist von der Verlagsparty zu seinem sechzigsten Geburtstag abgehauen und in einem Hotel untergetaucht. Er kann nicht mehr schreiben, er ist einsam, aber er hat sich verliebt. In ein Foto von einem jungen Banker, der verzweifelt auf die fallenden Kurse starrt. Fallende Kurse. Seit Jasper Meike in einem Cafe getroffen hat, brennt er für sie. Um ihr zu imponieren, zeigt er ihr, wie man Geschäfte macht. Er kauft Optionen ohne Kundenvollmacht. Erst macht er Gewinn. Dann Verluste, existenzgefährdende Verluste. Eine aussichtslose Lage, bis er LaMarck begegnet.
~~~
Magnusson gelingt eine spannend zu lesende und geschickt ineinander verwebte Gesellschaftsstudie, in dem die Finanz- und Bankenkrise nur vordergründig das Hauptthema darstellen. Der Roman wird aus der Sicht (einander abwechselnd) der drei Protagonisten erzählt und liest sich recht spannend.
Viel spannender ist aber, wie Magnusson es schafft, die Generation zwischen 30 und 40 in Szene zu setzen. Mit knappen (der Roman hat nur 280 Seiten), aber doch sehr präzisen und treffsicheren, sprachlichen Mitteln bringt er den Spagat, den diese Generation zwischen Beruf und Privatleben hinlegen muss, und vor allem das zerrissene Innenleben (für den Fall, dass dies nicht gelingt!) sehr gut zum Ausdruck.
Die Geschichte als solche ist clever aufgebaut (jedoch teilweise arg konstruiert und zufällig) und mündet in ein nicht überraschendes (aber versöhnliches) Finale.
Wie gesagt, “Das war ich nicht” glänzt vor allem durch seine Charaktere und die spannenden Details.
~~~
Fazit:
Gelungene Ferienlektüre, spannend (und zum Nachdenken anregend)!
13. Juni 2010 um 15:34 Uhr
Rasantes Finanzkrisen-Roadmovie
Auf dieses Buch bin ich über eine tolle Livestream-Lesung bei Lovelybooks aufmerksam geworden. Eigentlich wollte ich bei meinem Buchmessen-Besuch den Autor auch noch mal persönlich erleben, aber in den Massen ergab sich das leider nicht. Dennoch habe ich mir das Buch von der Messe mitgebracht und nun in einem Rutsch gelesen.
Sehr flüssig, rasant, witzig und klug beschreibt Magnusson in diesem Roman die Verstrickung dreier Menschen in die Finanzkrise des letzten Jahres. Erzählt wird die Geschichte aus der Persepektive aller drei Protagonisten. Abwechselnd sind die Kapitel jeweils aus der Sicht von Jasper, Henry und Meike geschrieben.
Jasper ist ein junger Banker, der in Chicago bei Rutherford & Gold gerade zum Trader in den Händlersaal aufgestiegen ist und nun sehr ehrgeizig an der Börse handelt. Recht schnell gerät er aber durch unglückliche Umstände in eine Spirale nicht genehmigter Börsengeschäfte, die am Ende nicht nur ihn ruinieren.
Meike dagegen ist eine kleine Übersetzerin, die hauptsächlich den berühmten, mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Schriftsteller Henry LaMarck übersetzt. Gerade aus ihrem bürgerlichen Leben des nach und nach etablierten Hamburger Schanzenviertels entflohen (köstlich erzählt und auch im Berliner Prenzl Berg wiederzufinden), braucht sie dringend Geld. Der nächste Roman ihres Erfolgsautors läßt allerdings auf sich warten. Der Abgabetermin ist längst da, aber kein Manuskript.
Deshalb beschließt Meike nach Chicago zu fliegen und nach Henry zu suchen. Dieser wiederum hat keiner Zeile geschrieben, seit er großspurig verkündigt hat, der nächste Roman würde über den 11. September erzählen. Seitdem plagt ihn eine Schreibblockade und im Grunde sehnt er sich nach einem ruhigen Dasein als Rentner.
Zufälle bestimmen diesen Roman: Jasper lernt zufällig Meike in einer Bar kennen und da beide Deutsche und gerade ziemlich einsam sind, verbindet sie bald etwas ganz eigenes. Henry hingegen verliebt sich in das Zeitungsbild von Jasper und versucht, ihn ausfindig zu machen und für sich zu gewinnen.
In welchem skurilen Durcheinander das Ganze endet, kann man nun vielleicht schon ahnen. Auf jeden Fall ist die Story so amüsant geschrieben, daß man das Buch gar nicht mehr beiseite legen kann, bis man weiß, wie sie endet.
Also: unbedingt lesen!
19. Juni 2010 um 12:51 Uhr
Lies dieses Buch unvoreingenommen und….
Ich lese mir immer bevor ich ein Buch kaufe bei Amazon die Kundenrezensionen durch.
Und immer wieder bin ich davon überrascht, wie doch die Meinungen auseinadnergehen. Ich versuche nach Beendigung der Lektüre dann immer die Rezensionen erneut zu lesen und mit meiner eigenen Meinung zu vergleichen und prüfe somit, wie die Qualität der Meinungen meiner Mitleser ist.
Hiervon mache ich es abhänging, wie ich in Zukunft die Meinungen anderer beurteile.
Ich habe festgestellt, dass es so gut wie keine Bücher gibt, die nur positive Bewertungen erhalten.
Allerdings finde ich auch, wenn ein Buch viele sehr gute Beurteilungen bekommt und man eine gegensätzliche Meinung hat, sollte man diese fairerweise ausfühlich begründen. Mich stören doch immer wieder die drei Satz Kritiker, die mit ihrem “Statement” nichts wirklich wissenswertes Kund tun.
So auch bei vielen schlechten Rezensionen hier. Es wird zum Beispiel die Sprache kritisiert.
Von meiner Seite kann ich nur sagen, dass die Art wie der Autor schreibt ausgerwöhnlich und vor allem für mich recht unbekannt war. Die Sprache ist absolut klar und deutlich und läßt sämtliche Schnörkel weg. Das mag nicht jedermanns Sache sein, aber ist sehr angenehm zu lesen und dazu sehr orginell.
Die Charaktäre fand ich persönlich recht gut. Sicherlich hätte ein bisschen literarische Tiefe hier und da nicht schlecht gestanden, aber ich vermute mal, dem Autor ging es darum gar nicht. Die Geschichte, die vorkommenden Personen und die Art zu schreiben sind so aufeinander abgestimmt, dass man unweigerlich den Eindruck erhält, dies ist gewollt und genau die Identität dieses Romans.
Ich habe mich immer vor dem Lesen auf das Buch gefreut. Mir kamen während des lesens nie Kritikfähige Gedanken auf. Ich bin im Nachhinein betrachtet von der anderen Sprache Magnussons mehr wie beeindruckt.
Zudem möchte ich festhalten, dass mir der Roman eine klare und deutliche Geschichte hinterlassen hat, die zwar unspektakulär, aber irgendwie in der Summe sehr wertvoll erscheint.
Zudem fand ich den Humor und die Denkweise grad unseres Bankers sehr orginell und witzig.
Im Gesamtresumee betrachtet:
Sehr gutes Buch, absolut orginell, aussergewöhnlich gute und unbekannte Schreibweise und ein Buch welches man am Ende zur Seite legt und sich freut es gelesen zu haben.
In diesem Sinne….
D.L.
19. Juni 2010 um 12:51 Uhr
Lies dieses Buch unvoreingenommen und….
Ich lese mir immer bevor ich ein Buch kaufe bei Amazon die Kundenrezensionen durch.
Und immer wieder bin ich davon überrascht, wie doch die Meinungen auseinadnergehen. Ich versuche nach Beendigung der Lektüre dann immer die Rezensionen erneut zu lesen und mit meiner eigenen Meinung zu vergleichen und prüfe somit, wie die Qualität der Meinungen meiner Mitleser ist.
Hiervon mache ich es abhänging, wie ich in Zukunft die Meinungen anderer beurteile.
Ich habe festgestellt, dass es so gut wie keine Bücher gibt, die nur positive Bewertungen erhalten.
Allerdings finde ich auch, wenn ein Buch viele sehr gute Beurteilungen bekommt und man eine gegensätzliche Meinung hat, sollte man diese fairerweise ausfühlich begründen. Mich stören doch immer wieder die drei Satz Kritiker, die mit ihrem “Statement” nichts wirklich wissenswertes Kund tun.
So auch bei vielen schlechten Rezensionen hier. Es wird zum Beispiel die Sprache kritisiert.
Von meiner Seite kann ich nur sagen, dass die Art wie der Autor schreibt ausgerwöhnlich und vor allem für mich recht unbekannt war. Die Sprache ist absolut klar und deutlich und läßt sämtliche Schnörkel weg. Das mag nicht jedermanns Sache sein, aber ist sehr angenehm zu lesen und dazu sehr orginell.
Die Charaktäre fand ich persönlich recht gut. Sicherlich hätte ein bisschen literarische Tiefe hier und da nicht schlecht gestanden, aber ich vermute mal, dem Autor ging es darum gar nicht. Die Geschichte, die vorkommenden Personen und die Art zu schreiben sind so aufeinander abgestimmt, dass man unweigerlich den Eindruck erhält, dies ist gewollt und genau die Identität dieses Romans.
Ich habe mich immer vor dem Lesen auf das Buch gefreut. Mir kamen während des lesens nie Kritikfähige Gedanken auf. Ich bin im Nachhinein betrachtet von der anderen Sprache Magnussons mehr wie beeindruckt.
Zudem möchte ich festhalten, dass mir der Roman eine klare und deutliche Geschichte hinterlassen hat, die zwar unspektakulär, aber irgendwie in der Summe sehr wertvoll erscheint.
Zudem fand ich den Humor und die Denkweise grad unseres Bankers sehr orginell und witzig.
Im Gesamtresumee betrachtet:
Sehr gutes Buch, absolut orginell, aussergewöhnlich gute und unbekannte Schreibweise und ein Buch welches man am Ende zur Seite legt und sich freut es gelesen zu haben.
In diesem Sinne….
D.L.
1. Juli 2010 um 10:51 Uhr
Einfach nur enttäuschend
Zur Handlung brauche ich nicht viel zu sagen. Das haben bereits andere Rezensoren übernommen. Ich dachte, ich würde ein wirklich witziges Buch erwerben. Weit gefehlt. Das Buch ist weder witzig noch origínell. Den Zusammenbruch einer Investmentbank auf das ungewollte Fehlverhalten eines Brokers zu reduzieren, ist schon beinahe fahrlässig. Es wäre zu akzeptieren, wenn es wirklich witzig wäre. Die Protagonisten sind nur langweilige Typen, die aber wunderbar in den Mainstream und in die Klischees passen: den ehrgeizigen aber erfolglosen Bänker, den homosexuellen Schriftsteller und die Powerfrau, die merkt, dass doch nicht alles so toll läuft in ihrem Leben. Fahrlässig finde ich das Buch deshalb, weil es suggeriert, die aktuelle Wirtschafts-und Finanzkrise wäre nur durch das Fehlverhalten einiger erfolgsgeiler Finanzjongleure hervorgerufen. Dass unser komplettes System hinten und vorne nicht mehr zusammenpasst, wird durch dieses Buch leider nicht klar. Wie gesagt: wäre das Buch witzig, könnte ich mit dieser Verharmlosung leben.