Die Inflation kommt! Die besten Strategien, sich davor zu schützen. (Stefan Riße)
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Schlagworte: Stefan Riße
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8. Februar 2010 um 11:00 Uhr
Eine saubere Analyse der Ursachen für die Kernschmelze der Wirtschafts und Finanzindustrie und ihre Folgen.
Seit 2008 wird über die Medien, sei es TV oder Presse mehr plakativ als fundiert und mehr verwirrend als aufklärend über die Finanzmaktkrise berichtet.Es wird mit Begriffen um sich geworfen, die nicht einmal die meisten Finanzfachleute verstehen
Stefan Riße ist es mit seinem Buch gelungen,die wirtschaftlichen Zusammenhänge und die verschiedenen Wirtschaftstheorien für jedermann leicht nachvollziebar darzustellen und die abenteuerlichen Finanzprodukte, die uns beinahe in den Abgrund geführt hätten, endlich mal verständlich zu erklären. Das Buch ist stilistisch hervorragend geschrieben und spannend zu lesen,was bei dieser komplizierten Materie eher überrascht. Es ist eine hochkompetente, profunde und detailierte Analyse des wirtschaftlichen Geschehens in den letzten 80 Jahren,
Riße zeigt die Ursachen der verschiedenen Krisen, beginnend mit der großen Depression, als Folge des Aktien - Crashe vom Oktober 1929 in chronologischer Weise, und die Wirkung der getroffenen Maßnahmen zur Behebung der Krisen auf.Er beschreibt logisch und folgerichtig.daß es zwangsläufig zu der jetzigen Krise aufgrund des seit Jahren praktizierten, vagabundierenden, heißen Geldes kommen mußte. Er stellt sehr informativ die Wirkung der Geldpolitik auf Deflation und Inflation dar und erklärt die Funktion des Geldes.
Beim lesen kristallisiert sich dann heraus, daß ursächlich die die ungezügelte Gier der Bankmaneger und das Versagen der Politik Auslöser der Krise waren. Er begnügt sich aber nicht damit Ursachen und Wirkung aufzuzeigen,sondern zeigt auch auf, wie aus seiner Sicht die Finanzstruktur von morgen aussehen muß. Ohne anerkannte Regeln und Gesetze, die die Moral prägen geht es nicht - so sein Credo
Die logische, gut nachvollziehbare Konsequenz als Folge der Billionen, die in die Wirtschaft gepumpt wurden, ist für Riße eine kommende Inflation, womit er wohl auch Recht hat,es sei denn,die Politik riskiert eine Deflation mit ihren verheerenden Folgen
Die Zeche für die Gier und die Zockerei der Finanzinstitute zahlen wir alle durch ein schleichende Geldentwertung.Wie man sich gegen den Kaufkraftverlust schützen kann,istInhalt seines letzten Kapitels. Riße macht dazu eine Reihe von konkreten, interessanten und realistischen Vorschlägen. Er gibt Hinweise,wie man im günstigsten Fall von einer Inflation sogar profitieren kann.
Das Buch von Stefan Riße sollte zur Pfichtlektüre für alle Politiker werden,die gar zu häufig mit Nichtwissen oder Halbwissen über unser Wohl und Wehe entscheiden.Für alle in der Finanzbranche Tätigen,und für alle,die ihr Geld vor einer Inflation schützen wollen,sollte die Lektüre dieses Buches eine Selbstverständlichkeit sein.Das Buch ist sehr lehrreich und kann studierenden der Ökonomie nur empfohlen werden. Ein meisterhaftes Buch auf das ich gewartet habe.
8. Februar 2010 um 11:00 Uhr
Interessante Anregungen
Schade, dass selbst ein eigentlich seriöses Buch heutzutage offensichtlich so ein reißerisches Buchcover benötigt um sich zu verkaufen.
In den ersten drei Kapiteln wird sehr schön aufgezeigt, wie die verschiedenen Wirtschaftskrisen in den letzten hundert Jahren entstanden sind, wie man sie bekämpfte und welche Auswirkungen dies auf die Geldmenge hatte. Auch wenn keine Krise mit einer vorherigen identisch ist, die Gründe ähneln sich doch oft erstaunlich und für ein grundlegendes Verständnis erhält man wertvolle Anregungen und Hinweise.
In den beiden anschließenden Kapitel wird dann grundsätzlich unser deckungsloses Papiergeldsystem mit der Geldschöpfung der Geschäftsbanken erklärt und unter welchen Voraussetzungen Inflation entsteht. Es wird dargelegt, dass eine Wirtschaftskriese, selbst bei einer starken Geldmengenausweitung, auch in einer Deflation münden kann (z.B. Japan), wobei der Autor zutreffend feststellt, dass eine Deflation noch katastrophalere Folgen für eine Volkswirtschaft hat als eine Inflation.
Es folgt ein Kapitel in dem der Autor seine eigene Vorstellung von einer gerechten zukünftigen Wirtschaftsordnung kundtut bevor dann im letzten Kapitel konkrete Ratschläge zur Vorbereitung auf eine kommende Inflation folgen. Warum in einem 290 Seiten Buch diese sehr wichtige Frage nur im letzten Kapitel (37 Seiten) kurz angerissen wird, ist etwas unverständlich.
Des Weiteren zieht sich wie ein roter Faden durch dieses Kapitel die Auffassung des Autors, dass vermutlich Gold der beste Schutz ist. Dies ist als (subjektive) Einschätzung vollkommen in Ordnung, die Umsetzung ist jedoch nicht gelungen. Da werden hochriskante kreditfinanzierte Anlagemöglichkeiten (z.B. über CFDs) mit “normalen” Anlagemöglichkeiten verglichen. Für Kurzfristanleger, welche ihre Anlagen täglich im Auge haben, mag ein Investment über Derivate eine gute Möglichkeit sein, für alle anderen Anleger ist allein aus steuerlichen Gesichtspunkten der reale physische Erwerb immer erheblich vorteilhafter. Auch die Aussage, es wäre immer eine währungsgesicherte Anlage zu bevorzugen, kann ich so nicht zustimmen. Diese teuer bezahlte Absicherung kann auch die Rendite mindern bzw. zu einem Währungsverlust führen, wenn der EUR gegen den Dollar fällt. Noch schwerer wiegt jedoch, dass ein Anleger sich in diesem Fall durch den Goldkauf im Ergebnis gegen die Inflation der USA und nicht gegen die Inflation in Deutschland absichern würde!
Fazit:
Die ersten fünf Kapitel sind wirklich gelungen, da sie sehr verständlich und trotzdem fundiert das Buchthema vermitteln. Das letzte Kapitel ist leider recht oberflächlich und ich kann jedem Leser nur empfehlen, die Ausführungen nur als Anregung zu sehen sich vertiefend über die verschiedenen Anlagemöglichkeiten zu informieren.
8. Februar 2010 um 11:00 Uhr
Wichtig für krisenbewusste Geldanleger!
Die Krisen der letzten 100 Jahre mit ihren Auswirkungen auf die Finanzmärkte werden vom Autor überzeugend durchleuchtet. Dabei kommentiert Herr Riße fachgerecht und verständlich die mehr oder weniger richtigen Reaktionen der Banken, der Politiker, der Anleger u.a. auf das Marktgeschehen und auf die Wertentwicklung des Geldes. Es werden wahrscheinliche Entwicklungstendenzen in Richtung Inflation aufgezeigt und begründet.
Gut und verständlich, mit Argumenten untermauert, führt der Börsenexperte detailliert auf, mit welchen Strategien und mit welchen Produkten - sei es Gold, Immobilien und/oder Wertpapiere - ein Anleger ohne allzu großen Wertverlust sein Vermögen über eine Inflation retten kann.
Nach dem Studium dieses Buches wird der Leser auf alle Fälle leichter und sicherer Entscheidungen bei Geldanlagen unter besonderer Berücksichtigung von Kapitalerhalt und Inflationsschutz treffen können.
8. Februar 2010 um 11:00 Uhr
Fundiertes Finanzissen interessant dargeboten
Eine eigentlich eher trockene Materie lesesüffig darzustellen, gelingt nicht vielen Autoren.
Stefan Risse indessen gelingt die gut lesbare Darstellung einerseits durch den Bezug auf die Alltagsrelevanz der drohenden Geldentwertung für viele Bundesbürger. Andererseits besticht er durch einen klaren Aufbau seiner Argumente und durch seine gut sortierte und noch besser informierte finanzgeschichtliche Rückschau der vergangenen 100 Jahre (z. B. Aktiencrash u. Große Depression 1929, Ölkrise der 1970er-Jahre, Asienkrise 1997/98 u. Russlandkrise 2000/01).
Auf die Darstellung der großen und kleinen Krisen knüpft er dann die Beschreibung der derzeitigen Lage und bittere Prognosen an. Der angemessene Sprachstil und die Fähigkeit, auch kompliziertere Zusammenhänge in leicht verständliche Sätze zu bannen, muss als weiterer Pluspunkt gewertet werden.
Besonders informativ sind auch die Ausführungen zur Verbindung zwischen Geldpolitik, Deflation und Inflation, auf denen er dann seine weiteren Überlegungen zur prognostizierten, kommenden Inflation und zur Finanzarchitektur der Zukunft sehr einleuchtend aufbaut.
In seiner konzisen Darstellung konzentriert sich Risse ansonsten auf die überzeugende Problematisierung privater Zukunfts-Geldanlagen, um sich dann seiner akribischen Diagnose der Inflationsgründe und den stichhaltigen Prognosen zuzuwenden. Besonders wertvoll ist dabei wiederum der Ansatz, die Analyse des Themas am Ende auch an praktische Tipps und die Darstellung von Strategien zu binden, wie Privatanleger den Herausforderungen einer kommenden Inflation nicht nur begegnen, sondern gegebenenfalls sogar daraus Kapital schlagen können. Werden in Zukunft also wieder die Goldbarren vermehrt in den Banktresoren von Privatinvestoren eingelagert? Im ausführlichen siebten Kapitel werden hierzu interessante Überlegungen angestellt …
Man kann insgesamt sagen: Risse bietet fundiertes Wissen zum Thema “Inflation” in einem breit gespannten Rahmen höchst interessant dar. Er warnt, dass das Schlimmste der Rezession noch nicht überwunden sein könnte, zeigt Kontinuitätslinien der Finanzgeschichte und gibt gut überlegte Ratschläge. Ein hochaktuelles, sehr lesenswertes Finanz-Buch für Anleger, die den Kaufkraftverlust ihres Geldes fürchten.
8. Februar 2010 um 11:00 Uhr
Wenn das Gesetz der ungewollten Folge zuschlägt
Als Alan Greenspan die Zügel an der Spitze der amerikanischen Notenbank in die Hände gelegt bekam, galt sehr schnell ein neues Axiom: Jede Krise der Finanzmärkte wird mit einer Dollar-Liquiditätsflut beantwortet. Dieses Geld wird von der Federal Reserve aus dem Nichts geschöpft und gegen Schuldscheine in die Welt entlassen. Es kann nur wieder aus dieser Welt verschwinden, wenn diese Schuld mit bereits vorhandenem Geld getilgt wird.
Der vorgebliche Grund für Greenspans Gelderschaffungsorgien war seine theoretische Erkenntnis, dass zu Zeiten der Großen Depression die FED das genaue Gegenteil tat und so die schreckliche Krise erst richtig befeuerte. Die Greenspan-Dollars sollten den Wirtschaftskreislauf beleben. Dieses Ziel wurde wenigstens teilweise erreicht. Doch leider gilt in diesem Universum auch das vielen Entscheidungsträgern offenbar unbekannte Gesetz der ungewollten Folge. Da die US-Geldmenge von der Wirtschaftskraft der USA inzwischen völlig abgehoben ist, entstehen nun immer wieder zwangsläufig Spekulationsblasen, denn auf gesundem Wege findet dieses überflüssige Geld keine Anlage mehr. Eine solche Spekulationsblase, die obendrein politisch durch bewusst ungeregelte Märkte förmlich herbeigerufen wurde, ist nun geplatzt. Auch die gelegentlich astronomischen Managergehälter sind letztlich eine Konsequenz dieses überflüssigen Geldes. Das jedenfalls behauptet der Autor in seinem Buch. Und damit hat er wohl Recht.
Greenspans Nachfolger Bernake setzt das Werk seines Vorgängers nun in völlig neuen Dimensionen fort. Nachdem der Autor diese Ausgangssituation an mehreren Stellen seines Buches in unterschiedlicher Tiefe und Breite beschrieben hat, stellt er die Frage, ob der riesige ökonomische Feldversuch, Schulden mit immer noch mehr Schulden zu bekämpfen, ein gutes Ende nehmen kann und behauptet, dass dies gelingen wird, wenn es zu einer gemäßigten Geldentwertung kommt. Was kann einem Schuldner Besseres passieren als eine Inflation? Seine Schulden bleiben nominal gleich, aber der Wert des Geldes sinkt. Bislang hat das Ausland den amerikanischen Schuldenwahn finanziert, indem es amerikanische Staatsanleihen mit vorhandenen Dollars kaufte und so die US-Währung stabil hielt. Inflationieren die USA nun ihre Währung noch intensiver, dann berauben sie ihre Gläubiger um ihr Eigentum. Und genau das ist ihre Strategie.
Ob sie völlig aufgehen wird, ist jedoch fraglich. Man kann schon deshalb an ihrem Erfolg zweifeln, weil sie von den gleichen Leuten erdacht wurde, die uns den gegenwärtigen Schlamassel erst eingebrockt haben. Ob man eine Inflation steuern kann, wenn sie denn kommt, wird man sehen. Denn neben den USA gibt es noch eine Reihe von anderen Wirtschaftsmächten und -blöcken, die selbstverständlich eigene Strategien verfolgen werden.
In den ersten drei Kapiteln geht der Autor auf die wichtigsten Finanzmarktkrisen der letzten 80 Jahre und insbesondere auf die gegenwärtige Situation ein. Er schildert dabei insbesondere, warum es für Banken so lukrativ war Milliarden in Subprime-Anleihen und Kreditderivate zu stecken. Lobenswert ist auch hier schon Rißes Fähigkeit, scheinbar komplizierte Zusammenhänge so einfach zu erklären, wie sie sich nämlich wirklich darstellen. Besonders interessant sind im dritten Kapitel die dort geschilderten wirtschaftlichen Zukunftsaussichten für die einzelnen Weltregionen.
Das vierte Kapitel befasst sich mit der Rolle des Geldes im Wirtschaftskreislauf. Außerdem werden die Begriffe Inflation und Deflation erläutert. Danach begründet Riße seine Meinung, dass es zwangsläufig zu einer Inflation kommen muss, die aber im Rahmen bleibt. Der Steuerzahler wird mit einer Inflation doppelt bestraft. Er trägt mit seinen Steuern die Schulden anderer ab und verliert nun auch noch Teile seines Vermögens.
Im vorletzten Kapitel erklärt uns der Autor dann schließlich seine Vorstellungen von der Finanzarchitektur von morgen. Märkte brauchen Regeln, sonst macht jeder, was er will. Die Subprime-Krise ist in einem bis heute nicht regulierten Markt entstanden. Der Autor schlägt einige solcher vernünftigen Regeln vor. Selbstverständlich muss man ihm zustimmen, wenn er meint, dass Gesetze und Regeln die Moral prägen müssen.
Bis jetzt ist es jedoch so, dass kein wirklich erfolgreicher Ansatz dafür zu sehen ist. Regierungen und Aufsichtsbehörden stehen offenbar hilflos vor so genannten Experten, die mit schlichten mathematischen Modellen hantieren, die sie nicht verstanden haben und deren Voraussetzungen sie nicht kennen oder einfach missachten. Aus solchen Modellen haben diese Genies auch den Schluss gezogen, dass man (etwas übertrieben formuliert) Risiko irgendwie verschwinden lassen kann. Das Parkett, auf dem diese Irren tanzen, ist spiegelglatt und selbstverständlich bis heute völlig unreguliert. Stattdessen wird über Managergehälter, Gier und andere Ablenkungen öffentlich diskutiert. In der Sache jedoch läuft alles wie bisher.
Im letzten Kapitel schließlich lernen wir, wie wir unser Kapital vor der Inflation schützen können. Letztlich läuft alles auf Gold hinaus. Und das erklärt uns der Autor sehr ausführlich.
Fazit.
Ein überraschend gutes und sehr flüssig geschriebenes Buch, das uns scheinbar komplizierte Zusammenhänge so einfach erläutert, wie sie tatsächlich sind. Es hilft die gegenwärtige Krise besser zu verstehen und bereitet seine Leser auf eine eventuell eintretende Situation vor, die nicht unwahrscheinlich ist. Ob es dann letztlich so kommt, wie der Autor prognostiziert, bleibt abzuwarten. Seine Ratschläge für diesen Fall sind konsequent und einsichtig.
8. Februar 2010 um 11:00 Uhr
Eine saubere Analyse der Ursachen für die Kernschmelze der Wirtschafts und Finanzindustrie und ihre Folgen.
Seit 2008 wird über die Medien, sei es TV oder Presse mehr plakativ als fundiert und mehr verwirrend als aufklärend über die Finanzmaktkrise berichtet.Es wird mit Begriffen um sich geworfen, die nicht einmal die meisten Finanzfachleute verstehen
Stefan Riße ist es mit seinem Buch gelungen,die wirtschaftlichen Zusammenhänge und die verschiedenen Wirtschaftstheorien für jedermann leicht nachvollziebar darzustellen und die abenteuerlichen Finanzprodukte, die uns beinahe in den Abgrund geführt hätten, endlich mal verständlich zu erklären. Das Buch ist stilistisch hervorragend geschrieben und spannend zu lesen,was bei dieser komplizierten Materie eher überrascht. Es ist eine hochkompetente, profunde und detailierte Analyse des wirtschaftlichen Geschehens in den letzten 80 Jahren,
Riße zeigt die Ursachen der verschiedenen Krisen, beginnend mit der großen Depression, als Folge des Aktien - Crashe vom Oktober 1929 in chronologischer Weise, und die Wirkung der getroffenen Maßnahmen zur Behebung der Krisen auf.Er beschreibt logisch und folgerichtig.daß es zwangsläufig zu der jetzigen Krise aufgrund des seit Jahren praktizierten, vagabundierenden, heißen Geldes kommen mußte. Er stellt sehr informativ die Wirkung der Geldpolitik auf Deflation und Inflation dar und erklärt die Funktion des Geldes.
Beim lesen kristallisiert sich dann heraus, daß ursächlich die die ungezügelte Gier der Bankmaneger und das Versagen der Politik Auslöser der Krise waren. Er begnügt sich aber nicht damit Ursachen und Wirkung aufzuzeigen,sondern zeigt auch auf, wie aus seiner Sicht die Finanzstruktur von morgen aussehen muß. Ohne anerkannte Regeln und Gesetze, die die Moral prägen geht es nicht - so sein Credo
Die logische, gut nachvollziehbare Konsequenz als Folge der Billionen, die in die Wirtschaft gepumpt wurden, ist für Riße eine kommende Inflation, womit er wohl auch Recht hat,es sei denn,die Politik riskiert eine Deflation mit ihren verheerenden Folgen
Die Zeche für die Gier und die Zockerei der Finanzinstitute zahlen wir alle durch ein schleichende Geldentwertung.Wie man sich gegen den Kaufkraftverlust schützen kann,istInhalt seines letzten Kapitels. Riße macht dazu eine Reihe von konkreten, interessanten und realistischen Vorschlägen. Er gibt Hinweise,wie man im günstigsten Fall von einer Inflation sogar profitieren kann.
Das Buch von Stefan Riße sollte zur Pfichtlektüre für alle Politiker werden,die gar zu häufig mit Nichtwissen oder Halbwissen über unser Wohl und Wehe entscheiden.Für alle in der Finanzbranche Tätigen,und für alle,die ihr Geld vor einer Inflation schützen wollen,sollte die Lektüre dieses Buches eine Selbstverständlichkeit sein.Das Buch ist sehr lehrreich und kann studierenden der Ökonomie nur empfohlen werden. Ein meisterhaftes Buch auf das ich gewartet habe.
8. Februar 2010 um 11:00 Uhr
Interessante Anregungen
Schade, dass selbst ein eigentlich seriöses Buch heutzutage offensichtlich so ein reißerisches Buchcover benötigt um sich zu verkaufen.
In den ersten drei Kapiteln wird sehr schön aufgezeigt, wie die verschiedenen Wirtschaftskrisen in den letzten hundert Jahren entstanden sind, wie man sie bekämpfte und welche Auswirkungen dies auf die Geldmenge hatte. Auch wenn keine Krise mit einer vorherigen identisch ist, die Gründe ähneln sich doch oft erstaunlich und für ein grundlegendes Verständnis erhält man wertvolle Anregungen und Hinweise.
In den beiden anschließenden Kapitel wird dann grundsätzlich unser deckungsloses Papiergeldsystem mit der Geldschöpfung der Geschäftsbanken erklärt und unter welchen Voraussetzungen Inflation entsteht. Es wird dargelegt, dass eine Wirtschaftskriese, selbst bei einer starken Geldmengenausweitung, auch in einer Deflation münden kann (z.B. Japan), wobei der Autor zutreffend feststellt, dass eine Deflation noch katastrophalere Folgen für eine Volkswirtschaft hat als eine Inflation.
Es folgt ein Kapitel in dem der Autor seine eigene Vorstellung von einer gerechten zukünftigen Wirtschaftsordnung kundtut bevor dann im letzten Kapitel konkrete Ratschläge zur Vorbereitung auf eine kommende Inflation folgen. Warum in einem 290 Seiten Buch diese sehr wichtige Frage nur im letzten Kapitel (37 Seiten) kurz angerissen wird, ist etwas unverständlich.
Des Weiteren zieht sich wie ein roter Faden durch dieses Kapitel die Auffassung des Autors, dass vermutlich Gold der beste Schutz ist. Dies ist als (subjektive) Einschätzung vollkommen in Ordnung, die Umsetzung ist jedoch nicht gelungen. Da werden hochriskante kreditfinanzierte Anlagemöglichkeiten (z.B. über CFDs) mit “normalen” Anlagemöglichkeiten verglichen. Für Kurzfristanleger, welche ihre Anlagen täglich im Auge haben, mag ein Investment über Derivate eine gute Möglichkeit sein, für alle anderen Anleger ist allein aus steuerlichen Gesichtspunkten der reale physische Erwerb immer erheblich vorteilhafter. Auch die Aussage, es wäre immer eine währungsgesicherte Anlage zu bevorzugen, kann ich so nicht zustimmen. Diese teuer bezahlte Absicherung kann auch die Rendite mindern bzw. zu einem Währungsverlust führen, wenn der EUR gegen den Dollar fällt. Noch schwerer wiegt jedoch, dass ein Anleger sich in diesem Fall durch den Goldkauf im Ergebnis gegen die Inflation der USA und nicht gegen die Inflation in Deutschland absichern würde!
Fazit:
Die ersten fünf Kapitel sind wirklich gelungen, da sie sehr verständlich und trotzdem fundiert das Buchthema vermitteln. Das letzte Kapitel ist leider recht oberflächlich und ich kann jedem Leser nur empfehlen, die Ausführungen nur als Anregung zu sehen sich vertiefend über die verschiedenen Anlagemöglichkeiten zu informieren.
8. Februar 2010 um 11:00 Uhr
Wichtig für krisenbewusste Geldanleger!
Die Krisen der letzten 100 Jahre mit ihren Auswirkungen auf die Finanzmärkte werden vom Autor überzeugend durchleuchtet. Dabei kommentiert Herr Riße fachgerecht und verständlich die mehr oder weniger richtigen Reaktionen der Banken, der Politiker, der Anleger u.a. auf das Marktgeschehen und auf die Wertentwicklung des Geldes. Es werden wahrscheinliche Entwicklungstendenzen in Richtung Inflation aufgezeigt und begründet.
Gut und verständlich, mit Argumenten untermauert, führt der Börsenexperte detailliert auf, mit welchen Strategien und mit welchen Produkten - sei es Gold, Immobilien und/oder Wertpapiere - ein Anleger ohne allzu großen Wertverlust sein Vermögen über eine Inflation retten kann.
Nach dem Studium dieses Buches wird der Leser auf alle Fälle leichter und sicherer Entscheidungen bei Geldanlagen unter besonderer Berücksichtigung von Kapitalerhalt und Inflationsschutz treffen können.
8. Februar 2010 um 11:00 Uhr
Fundiertes Finanzissen interessant dargeboten
Eine eigentlich eher trockene Materie lesesüffig darzustellen, gelingt nicht vielen Autoren.
Stefan Risse indessen gelingt die gut lesbare Darstellung einerseits durch den Bezug auf die Alltagsrelevanz der drohenden Geldentwertung für viele Bundesbürger. Andererseits besticht er durch einen klaren Aufbau seiner Argumente und durch seine gut sortierte und noch besser informierte finanzgeschichtliche Rückschau der vergangenen 100 Jahre (z. B. Aktiencrash u. Große Depression 1929, Ölkrise der 1970er-Jahre, Asienkrise 1997/98 u. Russlandkrise 2000/01).
Auf die Darstellung der großen und kleinen Krisen knüpft er dann die Beschreibung der derzeitigen Lage und bittere Prognosen an. Der angemessene Sprachstil und die Fähigkeit, auch kompliziertere Zusammenhänge in leicht verständliche Sätze zu bannen, muss als weiterer Pluspunkt gewertet werden.
Besonders informativ sind auch die Ausführungen zur Verbindung zwischen Geldpolitik, Deflation und Inflation, auf denen er dann seine weiteren Überlegungen zur prognostizierten, kommenden Inflation und zur Finanzarchitektur der Zukunft sehr einleuchtend aufbaut.
In seiner konzisen Darstellung konzentriert sich Risse ansonsten auf die überzeugende Problematisierung privater Zukunfts-Geldanlagen, um sich dann seiner akribischen Diagnose der Inflationsgründe und den stichhaltigen Prognosen zuzuwenden. Besonders wertvoll ist dabei wiederum der Ansatz, die Analyse des Themas am Ende auch an praktische Tipps und die Darstellung von Strategien zu binden, wie Privatanleger den Herausforderungen einer kommenden Inflation nicht nur begegnen, sondern gegebenenfalls sogar daraus Kapital schlagen können. Werden in Zukunft also wieder die Goldbarren vermehrt in den Banktresoren von Privatinvestoren eingelagert? Im ausführlichen siebten Kapitel werden hierzu interessante Überlegungen angestellt …
Man kann insgesamt sagen: Risse bietet fundiertes Wissen zum Thema “Inflation” in einem breit gespannten Rahmen höchst interessant dar. Er warnt, dass das Schlimmste der Rezession noch nicht überwunden sein könnte, zeigt Kontinuitätslinien der Finanzgeschichte und gibt gut überlegte Ratschläge. Ein hochaktuelles, sehr lesenswertes Finanz-Buch für Anleger, die den Kaufkraftverlust ihres Geldes fürchten.
8. Februar 2010 um 11:00 Uhr
Wenn das Gesetz der ungewollten Folge zuschlägt
Als Alan Greenspan die Zügel an der Spitze der amerikanischen Notenbank in die Hände gelegt bekam, galt sehr schnell ein neues Axiom: Jede Krise der Finanzmärkte wird mit einer Dollar-Liquiditätsflut beantwortet. Dieses Geld wird von der Federal Reserve aus dem Nichts geschöpft und gegen Schuldscheine in die Welt entlassen. Es kann nur wieder aus dieser Welt verschwinden, wenn diese Schuld mit bereits vorhandenem Geld getilgt wird.
Der vorgebliche Grund für Greenspans Gelderschaffungsorgien war seine theoretische Erkenntnis, dass zu Zeiten der Großen Depression die FED das genaue Gegenteil tat und so die schreckliche Krise erst richtig befeuerte. Die Greenspan-Dollars sollten den Wirtschaftskreislauf beleben. Dieses Ziel wurde wenigstens teilweise erreicht. Doch leider gilt in diesem Universum auch das vielen Entscheidungsträgern offenbar unbekannte Gesetz der ungewollten Folge. Da die US-Geldmenge von der Wirtschaftskraft der USA inzwischen völlig abgehoben ist, entstehen nun immer wieder zwangsläufig Spekulationsblasen, denn auf gesundem Wege findet dieses überflüssige Geld keine Anlage mehr. Eine solche Spekulationsblase, die obendrein politisch durch bewusst ungeregelte Märkte förmlich herbeigerufen wurde, ist nun geplatzt. Auch die gelegentlich astronomischen Managergehälter sind letztlich eine Konsequenz dieses überflüssigen Geldes. Das jedenfalls behauptet der Autor in seinem Buch. Und damit hat er wohl Recht.
Greenspans Nachfolger Bernake setzt das Werk seines Vorgängers nun in völlig neuen Dimensionen fort. Nachdem der Autor diese Ausgangssituation an mehreren Stellen seines Buches in unterschiedlicher Tiefe und Breite beschrieben hat, stellt er die Frage, ob der riesige ökonomische Feldversuch, Schulden mit immer noch mehr Schulden zu bekämpfen, ein gutes Ende nehmen kann und behauptet, dass dies gelingen wird, wenn es zu einer gemäßigten Geldentwertung kommt. Was kann einem Schuldner Besseres passieren als eine Inflation? Seine Schulden bleiben nominal gleich, aber der Wert des Geldes sinkt. Bislang hat das Ausland den amerikanischen Schuldenwahn finanziert, indem es amerikanische Staatsanleihen mit vorhandenen Dollars kaufte und so die US-Währung stabil hielt. Inflationieren die USA nun ihre Währung noch intensiver, dann berauben sie ihre Gläubiger um ihr Eigentum. Und genau das ist ihre Strategie.
Ob sie völlig aufgehen wird, ist jedoch fraglich. Man kann schon deshalb an ihrem Erfolg zweifeln, weil sie von den gleichen Leuten erdacht wurde, die uns den gegenwärtigen Schlamassel erst eingebrockt haben. Ob man eine Inflation steuern kann, wenn sie denn kommt, wird man sehen. Denn neben den USA gibt es noch eine Reihe von anderen Wirtschaftsmächten und -blöcken, die selbstverständlich eigene Strategien verfolgen werden.
In den ersten drei Kapiteln geht der Autor auf die wichtigsten Finanzmarktkrisen der letzten 80 Jahre und insbesondere auf die gegenwärtige Situation ein. Er schildert dabei insbesondere, warum es für Banken so lukrativ war Milliarden in Subprime-Anleihen und Kreditderivate zu stecken. Lobenswert ist auch hier schon Rißes Fähigkeit, scheinbar komplizierte Zusammenhänge so einfach zu erklären, wie sie sich nämlich wirklich darstellen. Besonders interessant sind im dritten Kapitel die dort geschilderten wirtschaftlichen Zukunftsaussichten für die einzelnen Weltregionen.
Das vierte Kapitel befasst sich mit der Rolle des Geldes im Wirtschaftskreislauf. Außerdem werden die Begriffe Inflation und Deflation erläutert. Danach begründet Riße seine Meinung, dass es zwangsläufig zu einer Inflation kommen muss, die aber im Rahmen bleibt. Der Steuerzahler wird mit einer Inflation doppelt bestraft. Er trägt mit seinen Steuern die Schulden anderer ab und verliert nun auch noch Teile seines Vermögens.
Im vorletzten Kapitel erklärt uns der Autor dann schließlich seine Vorstellungen von der Finanzarchitektur von morgen. Märkte brauchen Regeln, sonst macht jeder, was er will. Die Subprime-Krise ist in einem bis heute nicht regulierten Markt entstanden. Der Autor schlägt einige solcher vernünftigen Regeln vor. Selbstverständlich muss man ihm zustimmen, wenn er meint, dass Gesetze und Regeln die Moral prägen müssen.
Bis jetzt ist es jedoch so, dass kein wirklich erfolgreicher Ansatz dafür zu sehen ist. Regierungen und Aufsichtsbehörden stehen offenbar hilflos vor so genannten Experten, die mit schlichten mathematischen Modellen hantieren, die sie nicht verstanden haben und deren Voraussetzungen sie nicht kennen oder einfach missachten. Aus solchen Modellen haben diese Genies auch den Schluss gezogen, dass man (etwas übertrieben formuliert) Risiko irgendwie verschwinden lassen kann. Das Parkett, auf dem diese Irren tanzen, ist spiegelglatt und selbstverständlich bis heute völlig unreguliert. Stattdessen wird über Managergehälter, Gier und andere Ablenkungen öffentlich diskutiert. In der Sache jedoch läuft alles wie bisher.
Im letzten Kapitel schließlich lernen wir, wie wir unser Kapital vor der Inflation schützen können. Letztlich läuft alles auf Gold hinaus. Und das erklärt uns der Autor sehr ausführlich.
Fazit.
Ein überraschend gutes und sehr flüssig geschriebenes Buch, das uns scheinbar komplizierte Zusammenhänge so einfach erläutert, wie sie tatsächlich sind. Es hilft die gegenwärtige Krise besser zu verstehen und bereitet seine Leser auf eine eventuell eintretende Situation vor, die nicht unwahrscheinlich ist. Ob es dann letztlich so kommt, wie der Autor prognostiziert, bleibt abzuwarten. Seine Ratschläge für diesen Fall sind konsequent und einsichtig.
3. März 2010 um 23:00 Uhr
Inhalt super, Layout na ja
Vom Inhalt her ist dieses Buch wirklich sehr gut. Riße erklärt, wie die internationale Finanzarchitektur funktioniert und warum es dabei immer wieder zu einer Inflation kommen muss.
Vereinfacht gesagt: Eine Deflation und Rezession darf es nicht geben. Deshalb verschuldet sich der Staat auch mal. Für diese Schulden muss er Zinsen zahlen. Irgendwann werden ihm die Zinsen zu viel und er muss die Schulden loswerden. Das macht er über eine Inflation.
Sehr interessant fand ich die Aussage, dass die Bürger so lange im Ungewissen gelassen werden sollen, bis es zu spät ist - denn sonst würden sie ihr Geld ja nicht mehr brav auf dem Sparkonto lassen.
Auch die internationalen Zusammenhänge werden erklärt, z.B. die Auflösung von Carry Trades, den Einfluss des US$ auf die Weltwirtschaft, etc.
Es gibt derzeit viele Bücher über die Krise, ihre Ursachen und ihre möglichen Folgen. Das hier ist eins der Bücher über das Thema, die sich zu lesen lohnen!
Nicht gefallen hat mir die übertrieben häufige Trennung am Zeilenende. Diese behindert den Lesefluss teilweise merklich, weil die Wörter auch nicht dort getrennt werden, wo es passt und nötig ist, sondern wo der PC es für richtig hält. Dabei kommen Konstrukte wie “Marketin-getat” raus, außerdem unnötige Worttrennungen wie “le-ge, Ei-ne, oh-ne”. Ich finde jedenfalls 10-15 getrennte Wörter pro Seite ZU VIEL! So macht das Lesen keinen Spaß mehr.
3. März 2010 um 23:00 Uhr
Inhalt super, Layout na ja
Vom Inhalt her ist dieses Buch wirklich sehr gut. Riße erklärt, wie die internationale Finanzarchitektur funktioniert und warum es dabei immer wieder zu einer Inflation kommen muss.
Vereinfacht gesagt: Eine Deflation und Rezession darf es nicht geben. Deshalb verschuldet sich der Staat auch mal. Für diese Schulden muss er Zinsen zahlen. Irgendwann werden ihm die Zinsen zu viel und er muss die Schulden loswerden. Das macht er über eine Inflation.
Sehr interessant fand ich die Aussage, dass die Bürger so lange im Ungewissen gelassen werden sollen, bis es zu spät ist - denn sonst würden sie ihr Geld ja nicht mehr brav auf dem Sparkonto lassen.
Auch die internationalen Zusammenhänge werden erklärt, z.B. die Auflösung von Carry Trades, den Einfluss des US$ auf die Weltwirtschaft, etc.
Es gibt derzeit viele Bücher über die Krise, ihre Ursachen und ihre möglichen Folgen. Das hier ist eins der Bücher über das Thema, die sich zu lesen lohnen!
Nicht gefallen hat mir die übertrieben häufige Trennung am Zeilenende. Diese behindert den Lesefluss teilweise merklich, weil die Wörter auch nicht dort getrennt werden, wo es passt und nötig ist, sondern wo der PC es für richtig hält. Dabei kommen Konstrukte wie “Marketin-getat” raus, außerdem unnötige Worttrennungen wie “le-ge, Ei-ne, oh-ne”. Ich finde jedenfalls 10-15 getrennte Wörter pro Seite ZU VIEL! So macht das Lesen keinen Spaß mehr.
18. März 2010 um 21:34 Uhr
Na, ja
Nachdem ich mich sehr für das Thema interessiere und uns ja auf dem Finanzsektor noch einiges zu blühen scheint, habe ich mir das Buch gekauft und muss sagen, das Risse alles sehr sauber analysiert hat. Fachlich absolut korrekt, aber da liegt in meinen Augen das Problem, er schreibt sein Buch so, als wären alle fachlich so versiert wie er. Teilweise ist das Ganze dann doch wohl etwas langatmig. Mit das beste Buch zu dem Thema unserer Zeit ist für mich “Freiheit durch Gold” vom J. Bocker. Das lässt sich sehr gut lesen und danach weiß man, was man zu tun hat. Bei Risse kommt es mir so vor, als habe er die Dramatik der Situation noch nicht völlig erkannt. Er versucht dann auch abzuwiegeln, so schlimm wird es nicht kommen und so. Doch es wird so schlimm kommen und noch viel schlimmer.
2. Juni 2010 um 05:34 Uhr
Gold aus Ausweg, ist das Euer Ernst?
Wer es ok findet, sich Goldbarren in den Keller zu legen, sollten sich mal überlegen zu welchem Preis für die Umwelt und die betroffenen Menschen Gold abgebaut wird.
Sucht mal nach Yanacocha - und sehr wie der Goldabbau das Leben der Menschen und den Amazonas zerstört.
Besser als ein Bankster ist man damit bestimmt nicht.
7. Juli 2010 um 15:34 Uhr
Mangelnde volkswirtschaftliche Kompetenz
Diese Buch lässt jegliche volkswirtschaftliche Kompetenz vermissen. Schon der reisserische Titel zeigt das bei Journalsiten so weitverbreitete und gefährliche Halbwissen. Sicherlich sind Staatsschulden ein Faktor, der Inflation fördern kann. Aber das ist eben nicht der einzige Faktor. Mindestens genauso wichtig sind z.B. die Auslastung der Kapazitäten, die Arbeitslosigkeit (welche die Lohnkosten und die Konsumbereitschaft und damit die Preise drosselt), Verfügbarkeit von Krediten, usw. Insgesamt befinden wir uns zur Zeit in einer ähnlichen Situation wie Japan in den 90er Jahren, und das beduetet eine ernstzunehmende Deflations-, nicht eine Inflationsgefahr. Deflation ist viel gefährlicher als Inflation weil man da viel schwerer wieder herauskommt (weil Zinsen nicht negativ werden können). Japan hat sich von seiner Deflationskrise bis heute nicht erholt. Das Sparpaket der Bundesregierung verschärft dieses Problem noch einmal gewaltig, gerade weil es diejenigen trifft, die auf Grund ihrer schwachen finanziellen Situation gezwungen sind, jeden Cent, der ihnen noch übrig bleibt, für die nötigsten Dinge auszugeben. Ich halte es für unverantwortlich, so ein Buch zu veröffentlichen, das ausser Sensationsjournalismus nichts zu bieten hat. Eine gute Alternative sind Bücher von ernstzunehmenden Wirtschaftswissenschaftlern wie Bofinger, Stiglitz, Flassbeck oder Krugman.