Star Trek - Titan 03. Die Hunde des Orion (Christopher L. Bennett)
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Schlagworte: Christopher L. Bennett
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30. Mai 2009 um 21:34 Uhr
Der wahre Geist von STAR TREK
Ich fand das Konzept der neuen Roman-Reihe um Will Riker’s erstes eigenes Kommando absolut faszinierend und es wird mit jedem einzelnen Roman stetig besser.
Dieser 3. Band der Titan-Saga ist unglaublich spannend, glaubwürdig und führt den Leser wahrlich in Welten, in denen noch kein Star Trek-Roman gewesen ist.
Riker’s Besatzung trifft auf alte, ihm und Deanna bekannte Kosmozoane, im All lebende Lebensformen, deren Existenz bedroht wird.
Riker schreitet ein löst damit eine Ereignis-Kette nach der anderen aus.
Wiederum löst er sämtliche Probleme sehr unkonventionell und lässt dem Leser sehr schöne Blicke auf sich und seine Crew werfen, mit der er hoffentlich noch viele viele Abenteuer in den Tiefen des Alls bestehen wird.
Christopher L. Bennett ist ein unglaublicher Schriftsteller und formt die bereits eingeführten Charaktere dieser sehr bunt zusammen gestellten Crew wirklich toll weiter und gibt uns auch neue Mannschaftsmitglieder, mit deren Eigenheiten und Problemen sich der Leser mit befassen muß und auch gerne auseinandersetzt, wem dieses Buch so gut gefällt wir mir.
15. Juni 2009 um 06:51 Uhr
StarTrek
Ich fand die Romanreihe um die USS Titan insgesamt sehr gelungen.
Die Beegnnung mit den Wesen aus den ersten Folgen von TNG war auch eine sehr gelungen Iee
15. Juni 2009 um 06:51 Uhr
Riesige Weltraumwesen aus dem bekannten Star-Trek-Universum tauchen auf
Die Hunde des Orion von Christopher L. Bennett
Die USS Titan ist nun endlich aufgebrochen zu unbekannten Territorien der Galaxis. Doch schon bald treffen sie auf alte bekannte. Die Weltraum-Quallen aus Mission Farpoint erfordern ihre Hilfe. Und Cpt. Riker muss sich entscheiden, ob er wirklich Partei für die verfolgten Wesen ergreifen kann ohne das Gleichgewicht in der Galaxis zu gefährden. Dabei wird die Besatzung der USS Titan auch mit weiteren aus dem Star Trek Universum bekannten Kosmozoanen konfrontiert: tödliche Wolken , Amöben, und riesigen Kristallwesen, die ganze Planeten auslöschen könnten. Jedoch ganz im Sinne von Star Trek versucht Riker, mit Hilfe von Deanne Troi, Tuvok und anderen Besatzungsmitgliedern erst einmal zu vermitteln.
Die Idee von riesigen das Weltall bevölkernde Lebewesen wird von Bennett spannend, interessant und logisch vermittelt. Er versucht in diesem Roman Erscheinungen des Star Trek-Universums plausibel zu vereinen.
Für mich bisher der beste Roman aus der Titan-Reihe.
28. Juni 2009 um 05:51 Uhr
Kosmozeane - oder - der erste Fehler
Der Flug geht weiter und endlich geht es offiziell auf wissenschaftliche “Grosse Fahrt”. Und Riker macht seinen “grossen Fehler” - jeder Kapitän macht einen grossen Fehler während seines ersten Kommandos - und es ist schön zu sehen, wie die erste Direktive zum zweischneidigen Schwert wird - und dass “keine Entscheidung zu treffen” definitiv die falsche Entscheidung ist.
Die inhomogene Mannschaft findet gemeinsame Nenner und es lassen sich erste Synergieeffekte erkennen; die Beziehung zwischen Riker und Diana kommt im “echten Leben” an und wird hoffentlich bald den angedeuteten Fortlauf nehmen. Die “Grosse Jagd” und das Verhältnis zwischen Jägern und Beute spielt eine wichtige Rolle und lässt Raum zum Philosophieren. Das Buch war unterhaltsam und.. mal sehen, wie es weitergeht.
28. Juni 2009 um 05:51 Uhr
Hochinteressante Fortsetzung der Titan-Reihe
Das neueste Abenteuer der Star Trek Titan-Reihe setzt mit der Story direkt am Ende des letzten Buches ein und führt die Abenteuer um die Besatzung von Captain Riker gelungen fort.
Obwohl es von einem anderen Autor geschrieben ist, als die ersten beiden Bücher, erkennt man die Charaktere wieder und die Story ist erneut spannend und sehr interessant.
Dies kann unter anderem darauf zurückgeführt werden, dass zum ersten Mal in der Reihe der Schwerpunkt der Geschichte auf der eigentlichen Mission der U.S.S. Titan liegt, der Erforschung des Weltraums.
Hier gelingt es dem Autor Christopher L. Bennett eine fesselnde Geschichte zu entwickeln, die insbesondere durch die zahlreichen Verbindungen und Hinweise auf die unterschiedlichen Star Trek-Fernsehserien zu begeistern weiß. Im Rahmen des Romans spielen vor allen Dingen die unbekannten Lebewesen aus dem Pilotfilm von Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert “Der Mächtige/Mission Farpoint” eine wichtige Rolle sowie eine Vielzahl an weiteren im Weltraum lebenden Kreaturen. Hier schafft es Bennett mühelos diese Lebewesen plastisch darzustellen und die Einzigartigkeit und Schönheit jeder Spezies sowie des Universums allgemein herauszuarbeiten.
Außerdem gibt es in dem Buch ein Wiedersehen mit Tuvok, der nun offiziell zur Besatzung der Titan gehört. Und natürlich erfährt man mehr über Riker und Troi, Christine Vale und den Bajoraner Jaza, sowie Dr. Ree und viele andere mehr.
Fazit: Wem die ersten beiden Titan-Bücher gefallen haben, der sollte auch dieses auf keinen Fall verpassen. Eine phantastische und spannende Story in wahrer Star Trek-Art machen das Buch zu einem Lesevergnügen!
Auch bei der Auswahl und Übersetzung dieses Romans hat Cross Cult wieder einen guten Geschmack bewiesen.
7. September 2009 um 06:51 Uhr
Star Trek ist wieder da!
Ich habe gerade den 3. Band von Star Trek Titan gelesen und war sehr begeistert. Dieser 3. Band hat mir aus der Star Trek Titan Reihe bisher am besten gefallen. Die Geschichte ist interessant und flüssig erzählt. Alte bekannte werden hier endlich mal näher beleuchtet und ihre Kultur entdeckt. Eine neue Spezies wird entdeckt und mit ihr ein viele Probleme. Die Titan-Crew wird vor viele moralische Probleme gestellt und die man ganz nach Star Trek Manier versucht zu lösen.
Besonders gut haben mir die Charaktere gefallen. Ich habe nach den 3. Bänden wirklich schon das Gefühl alle neuen Charaktere sehr gut zu kennen und die alt bekannten haben sich gut in ihre bisherigen Charakterentwicklungen eingefügt. Man erkennt sie alle sehr gut wieder.
Ich freue mich schon sehr auf die 4. Band!
Ich möchte noch anmerken, dass ich erstaunt war, wieviele Anspielungen es in diesem Buch auf andere Roman gab, die z. B. nach dem Ende der TNG Filme oder dem Ende von DS9 spielen. Mir sind da offensichtlich einige gute Romane entgangen, die ich jetzt nach holen werden. Auch werden einige wohl sehr spannende Veröffentlichungen im Cross/Cult Verlag in nächster Zeit folgen, auf die ich mich schon freue.
30. Oktober 2009 um 23:51 Uhr
Gut, aber es fehlt was….
Die Idee die Quallenwesen aus der ersten TNG-Folge mit eiunzubeziehen finde ich eine gute Idee, leider fehlt mir an der Storry etwas, so dass das Buch für mich zum Teil etwas langweilig war.
Aber ansonsten war es ein nettes Star Trek Buch.
9. November 2009 um 01:51 Uhr
So liebe ich Star Trek!
So richtig motiviert war ich nicht, den dritten Band der Titan-Reihe zu lesen, da mein Enthusiasmus von dem schwachen Vorgänger “Der rote König” ziemlich gebremst wurde. Glücklicherweise wurden meine Bedenken schnell zerstreut: “Die Hunde des Orion” schlägt den zweiten Teil um Längen!
Die Crew der “Titan” kann sich endlich ihrem eigentlichen Zweck widmen, der Erforschung unbekannter Regionen im Weltall. Dabei stoßen sie auf die Sternquallen, deren Artgenossen schon im TNG-Pilotfilm auftauchten. Die empfindsamen Telepathen werden von den vogelähnlichen Pa’haquel gejagt, damit ihre toten Körper den stolzen Jägern als Raumschiff dienen können. Die Telepathen an Bord der Titan werden von der Todesangst der gejagten Sternquallen überwältigt, und Riker sieht sich genötigt einzugreifen. Seine Entscheidung stellt sich als ein fataler Fehler heraus, mit folgenschweren Konsequenzen…
“Eine neue Ära” hieß zwar schon der erste Teil von Titan, aber zum dritten Band hätte dieser Titel noch besser gepasst. Nachdem seine beiden Vorgänger noch stark von den Nachwehen der Shinzon-Ära geprägt waren, werden die Ereignisse des 10. Films in diesem Buch endlich ad acta gelegt, und sofort ist die Grundstimmung wieder um ein Vielfaches positiver und optimistischer. Statt politischer Geplänkel steht hier die Forschungsmission der Titan im Vordergrund. Dabei wurden bei mir Kindheitserinnerungen wach, da mich manche Stellen im Buch an die Dokumentarfilme von Jacques Cousteau erinnerten, nur dass statt eines Ozeans der Weltraum von einer Vielzahl geheimnisvoller Kreaturen bevölkert wird. Es ist erschreckend und faszinierend zugleich, zu lesen, welche Auswirkungen ein Ungleichgewicht dieses Ökosystems haben kann. Dabei schafft es der Autor mühelos, sowohl die Jäger als auch die Gejagten so spannend zu beschreiben, dass sie mir gleichermaßen sympathisch waren. Auch die Multikulti-Crew der Titan, die in den ersten beiden Bänden bei aller Vielgestaltigkeit ein wenig blass rüberkam, ist mir dank Bennetts hervorragenden Charakterisierungen endlich ans Herz gewachsen. Vor allem Deanna Troi kommt hier so gut weg wie nie zuvor. Als Vermittlerin zwischen den telepathischen Sternquallen, der Titan-Crew und den Pa’haquel-Jägern trägt sie einen Hauptteil der Handlung, und wer Deanna als gefühlsduseliges Seelchen in Erinnerung hat, der wird sich wundern, was eine taffe Braut sie in der Zwischenzeit geworden ist. Von der “neuen” Deanna würde ich gern mehr erleben! Auch Riker überzeugt als Kommandant wie nie zuvor, gerade weil er kein “Über-Captain” ist, sondern auch Fehler macht und mit ihnen umgehen muss. Was bei dem Vorgänger “Der rote König” noch überhaupt nicht funktionierte, gelingt Christopher L. Bennett perfekt: die vielen kleinen Einzelschicksale so zu verknüpfen, dass eine runde Sache daraus wird. Nur Tuvok gibt hier eine etwas unglückliche Figur ab, und auch seine Frau T’Pel macht als unterfordertes Heimchen am Herd nicht den allerbesten Eindruck. Das sind aber nur Kleinigkeiten, ansonsten habe ich nichts auszusetzen.
Fazit: “Die Hunde des Orion” ist ein hervorragend geschriebener Roman, der sich im Großen und Ganzen um das Zusammenspiel unterschiedlichster Kulturen dreht und damit Star Trek in Reinform darstellt. Volle Punktzahl für den bisher besten Titan-Roman!
9. November 2009 um 01:51 Uhr
So liebe ich Star Trek!
So richtig motiviert war ich nicht, den dritten Band der Titan-Reihe zu lesen, da mein Enthusiasmus von dem schwachen Vorgänger “Der rote König” ziemlich gebremst wurde. Glücklicherweise wurden meine Bedenken schnell zerstreut: “Die Hunde des Orion” schlägt den zweiten Teil um Längen!
Die Crew der “Titan” kann sich endlich ihrem eigentlichen Zweck widmen, der Erforschung unbekannter Regionen im Weltall. Dabei stoßen sie auf die Sternquallen, deren Artgenossen schon im TNG-Pilotfilm auftauchten. Die empfindsamen Telepathen werden von den vogelähnlichen Pa’haquel gejagt, damit ihre toten Körper den stolzen Jägern als Raumschiff dienen können. Die Telepathen an Bord der Titan werden von der Todesangst der gejagten Sternquallen überwältigt, und Riker sieht sich genötigt einzugreifen. Seine Entscheidung stellt sich als ein fataler Fehler heraus, mit folgenschweren Konsequenzen…
“Eine neue Ära” hieß zwar schon der erste Teil von Titan, aber zum dritten Band hätte dieser Titel noch besser gepasst. Nachdem seine beiden Vorgänger noch stark von den Nachwehen der Shinzon-Ära geprägt waren, werden die Ereignisse des 10. Films in diesem Buch endlich ad acta gelegt, und sofort ist die Grundstimmung wieder um ein Vielfaches positiver und optimistischer. Statt politischer Geplänkel steht hier die Forschungsmission der Titan im Vordergrund. Dabei wurden bei mir Kindheitserinnerungen wach, da mich manche Stellen im Buch an die Dokumentarfilme von Jacques Cousteau erinnerten, nur dass statt eines Ozeans der Weltraum von einer Vielzahl geheimnisvoller Kreaturen bevölkert wird. Es ist erschreckend und faszinierend zugleich, zu lesen, welche Auswirkungen ein Ungleichgewicht dieses Ökosystems haben kann. Dabei schafft es der Autor mühelos, sowohl die Jäger als auch die Gejagten so spannend zu beschreiben, dass sie mir gleichermaßen sympathisch waren. Auch die Multikulti-Crew der Titan, die in den ersten beiden Bänden bei aller Vielgestaltigkeit ein wenig blass rüberkam, ist mir dank Bennetts hervorragenden Charakterisierungen endlich ans Herz gewachsen. Vor allem Deanna Troi kommt hier so gut weg wie nie zuvor. Als Vermittlerin zwischen den telepathischen Sternquallen, der Titan-Crew und den Pa’haquel-Jägern trägt sie einen Hauptteil der Handlung, und wer Deanna als gefühlsduseliges Seelchen in Erinnerung hat, der wird sich wundern, was eine taffe Braut sie in der Zwischenzeit geworden ist. Von der “neuen” Deanna würde ich gern mehr erleben! Auch Riker überzeugt als Kommandant wie nie zuvor, gerade weil er kein “Über-Captain” ist, sondern auch Fehler macht und mit ihnen umgehen muss. Was bei dem Vorgänger “Der rote König” noch überhaupt nicht funktionierte, gelingt Christopher L. Bennett perfekt: die vielen kleinen Einzelschicksale so zu verknüpfen, dass eine runde Sache daraus wird. Nur Tuvok gibt hier eine etwas unglückliche Figur ab, und auch seine Frau T’Pel macht als unterfordertes Heimchen am Herd nicht den allerbesten Eindruck. Das sind aber nur Kleinigkeiten, ansonsten habe ich nichts auszusetzen.
Fazit: “Die Hunde des Orion” ist ein hervorragend geschriebener Roman, der sich im Großen und Ganzen um das Zusammenspiel unterschiedlichster Kulturen dreht und damit Star Trek in Reinform darstellt. Volle Punktzahl für den bisher besten Titan-Roman!
20. Februar 2010 um 09:00 Uhr
alles auf anfang
vor der lektüre empfiehlt sich vielleicht die pilotfolge der next generation. von den dort vorgestellten wesen sieht man im tv nie wieder was. die idee sie in form einer romanreihe zu thematisieren liegt allein aufgrund der genialen idee nahe. der roman hingegen verliert sich etwas in seiner vielseitigkeit. daher ist er für mich nach dem fulminanten zweiteiligen auftakt der bisher schwächste teil. dennoch lohnt sich die lektüre. die figuren werden weiter ausgebaut. der einzige stolperstein liegt hier in der story selbst, die teilweise arg ausholt und hier und da, trotz science fiction, sehr weit hergeholt wirkt. das ende war für mich auch schon vorhersehbar. daher war der lesegenuss eher ein aufs ende hin arbeiten.
im anhang sind wieder wie für crosscult üblich ein paar extras…
27. April 2010 um 14:00 Uhr
Kosmozeane - oder - der erste Fehler
Der Flug geht weiter und endlich geht es offiziell auf wissenschaftliche “Grosse Fahrt”. Und Riker macht seinen “grossen Fehler” - jeder Kapitän macht einen grossen Fehler während seines ersten Kommandos - und es ist schön zu sehen, wie die erste Direktive zum zweischneidigen Schwert wird - und dass “keine Entscheidung zu treffen” definitiv die falsche Entscheidung ist.
Die inhomogene Mannschaft findet gemeinsame Nenner und es lassen sich erste Synergieeffekte erkennen; die Beziehung zwischen Riker und Diana kommt im “echten Leben” an und wird hoffentlich bald den angedeuteten Fortlauf nehmen. Die “Grosse Jagd” und das Verhältnis zwischen Jägern und Beute spielt eine wichtige Rolle und lässt Raum zum Philosophieren. Das Buch war unterhaltsam und.. mal sehen, wie es weitergeht.
13. Mai 2010 um 17:34 Uhr
Tolle Science Fiction, spannend bis zum Schluss.
Das dritte Buch in der “Star Trek: Titan”-Reihe verbindet die Hauptelemente der Serie–Erforschung, Diplomatie und Action–zu einer spannenden Episode, die die Crew der Titan und die Leser endlich wieder in wirklich neue Welten entführt.
Der Klappentext beschreibt die Ausgangssituation recht gut. Die U.S.S. Titan trifft in ihrem ersten Abenteuer auf dem Weg zum Gum-Nebel auf riesige im Weltall lebende Tiere, die Captain Riker und Commander Troi schon von der Farpoint-Mission bekannt sind. Diese “Sternenquallen” sind ohne Verstand dafür in eine Jahrtausende währende Jagd verwickelt und dienen den Paha’quel als Beute und Waffe zugleich. Die Besatzung der Titan ändert unverhofft die Bedingungen dieser Jagd und ermöglicht dadurch ein Ungleichgewicht, das die Leben vieler Zivilisationen in diesem Teil der Galaxie in Gefahr bringt.
Der wissenschaftliche Auftrag des Schiffes, der in den ersten beiden Teilen der “Titan”-Reihe noch weitestgehend ignoriert wurde, wird in “Die Hunde des Orion” mit aller Macht und Erfindungsgeist nachgeholt: die Titan trifft auf ein Ökosystem von astronomischen Ausmassen und ein unwahrscheinliches, aber von Christopher L. Bennett plausibel ergründetes Zusammenspiel von kleinen und grossen Lebewesen, die in einem immerwährenden Spiel des Lebens ihre Rollen mehr oder minder freiwillig ausüben. Das Thema des Romans, das Spiel des Lebens, wird vom Autor gründlich und engagiert behandelt, und der Leser wird regelmässig von neuen Erkenntnissen über die Zusammenhänge der als Hauptcharaktere agierenden Rassen überrascht. Letztendlich stellt Bennett die Frage, ob das Recht eines Einzelnen auf Leben mit dem Recht einer Biosphäre, sich in ihren gewohnten Bahnen ungestört zu entwickeln, übereinkommen kann. Diese Frage zieht sich durch den gesamten Roman und macht ihn zu einem spannenden Werk, dem bisher besten der “Titan”-Serie.
Die Erzählung ist flüssig und bietet zahlreiche Wendungen, Überraschungen und gefährliche Situationen. Die neuen Charaktere der Serie sind zu diesem Punkt in der Romanreihe auch genügend etabliert, dass Bennett sie nicht wiederholt vorstellen und bezeichnen muss–ein Vorteil gegenüber den ersten beiden Romanen, deren Autoren sich genötigt sahen, Charaktere wiederholt zu beschreiben und somit immer wieder den Fluss ihrer Erzählungen stören mussten. Insgesamt treibt Bennett seine Geschichte voran, indem er seine Charaktere auf neu gewonnene und unerwartete Eindrücke reagieren lässt und Pragmatismus gegen Tradition ausspielt, während er eine Umwelt beschreibt, die dem Science-Fiction-Anspruch von “Star Trek” gerechter wird als viele andere Erzählungen der Serie. Die persönlichen Subplots der Figuren fügen sich überraschend nahtlos und relevant in den Haupterzählstrang ein.
“Die Hunde des Orion” ist ein ausgezeichneter Teil der “Titan”-Serie und lässt hoffen, dass Christopher L. Bennett’s zweiter “Titan”-Roman, “Over a Torrent Sea”, genauso interessant und spannend ist wie dieser.
30. Mai 2010 um 18:34 Uhr
Sehr interessante Story, gute Charakterbeschreibungen
“Die Hunde des Orion” ist der dritte Roman der “Titan”-Reihe und der erste, der nicht von Michael Martin und Andy Mangels geschrieben wurde. Nachdem in den Vorgängerromanen noch Politik bzw. die Romulaner im Vordergrund standen, bricht die Titan diesmal zu ihrer eigentlichen Mission auf: Die Erforschung unbekannter Teile der Galaxie.
So haben wir es diesmal mit einer standalone “alien of the week”-Story zu tun, und zwar einer sehr gelungenen: Es geht um “Kosmozoane”, also Lebewesen, für die der Weltraum der natürliche Lebensraum ist, wie das Wasser für Fische. Insbesondere die “Sternenquallen” aus dem TNG-Pilotfilm “Der Mächtige/Mission Farpoint” stehen im Mittelpunkt, aber auch die Kristallwesen (TNG “Das Duplikat”, “Avatar”) und einige andere (teilweise in TNG und VOY gezeigt) tauchen auf. Captain Riker und die Mannschaft der Titan werden Zeuge einer Jagd von vogelähnlichen Humanoiden auf die Sternenquallen und geraten in ein Dilemma: Einerseits wollen sie das Abschlachten der intelligenten, empfindungsfähigen Spezies unterbinden, andererseits schreibt die Oberste Direktive Nichteinmischung vor.
Dabei ist die Story sehr gelungen. Wir erfahren viel, sowohl über die “Kosmozoane” und ihre Lebensweise, als auch über die Kultur ihrer Jäger. Die Darstellung ergänzt das Science-Fiction-Universum von Star Trek auf sehr interessante Weise - Der Fokus auf die Weltraumbewohner ist erfrischend neu und man wundert sich, warum sie bei Star Trek bisher noch nie im Mittelpunkt standen. Auch die Umsetzung weitgehend spannend, auch wenn sie gegen Ende des Romans etwas an Fahrt verliert. Anders als bei den zuletzt meist actionbetonten TNG-Relaunch-Romanen steht dabei diesmal auch wieder die Star Trek-typische Moral im Vordergrund. Die schlussendliche, versöhnliche Lösung des Problems hätte sich Gene Roddenberry persönlich nicht anders wünschen können.
Aber auch die Charakterbeschreibung ist sehr gelungen. Die Darstellung der verschiedenen exotischen Crewmitglieder der Titan ist plastisch, aber endlich auch sehr humorvoll - das hatte man in den Vorgängerromanen zuweilen noch vermisst. Die Exotik wirkt dabei nicht länger aufgesetzt, sondern ganz selbstverständlich und ungezwungen. So erfahren wir ein wenig Neues über Dr. Ree, K’chak!op, die Affäre zwischen Jaza und Vale und auch darüber, wie Troi und Riker ihr persönliches und berufliches Verhältnis unter einen Hut bringen. Bennett hat ganz offensichtlich ein Gespür für humorvolle, aber zugleich stimmige Figurenbeschreibung.
Somit ist “Die Hunde des Orion” ein deutlich besserer Roman als der Vorgänger “Der rote König” und mindestens so gut wie der erste der Reihe, “Eine neue Ära”, wenn nicht sogar noch einen Tick besser. Der einzige Negativpunkt besteht darin, dass das letzte Viertel des Romans ein wenig zu langatmig geraten ist. Aber das ist nur ein kleiner Schwachpunkt in einem ansonsten großartigen Star Trek-Roman. Absolut empfehlenswert!