Sebastian Deisler: Zurück ins Leben - Die Geschichte eines Fußballspielers (Michael Rosentritt)
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Schlagworte: Michael Rosentritt
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9. Oktober 2009 um 16:17 Uhr
Hatte mehr erwartet
Meines Erachtens steht in diesem Buch nicht so sehr “der Mensch Sebastian Deisler” im Vordergrund und dass er wirklich krank war, wie schwer diese Krankheit für ihn war, all die Zweifel und Fragen die im Verlauf einer Depression auftauchen usw. Es steht alles unter dem Einfluss der oberflächlichen und geldgeilen Fußballbranche und betrachtet eher “den Fußballer Sebastian Deisler”. Zudem finde ich an einigen Stellen Formulierungen wie “woran er letztlich scheiterte” oder “Schwächen” nicht angemessen oder schlecht erläutert. Das Buch bleibt auf einem sehr distanzierten Level und erscheint teilweise fast schon eher wie eine Entschuldigung (ggü Fans, Managern, Geldgebern?) des vermeintlichen Scheiterns ‘eines der größten Fußballtalente Deutschlands’ als eine persönliche Darstellung seiner Krankheit und all dem Leid das damit privat und menschlich einhergeht. Und welch wirklich große Leistung es menschlich erst ist, aus den Fängen einer Depressionen wieder heraus zu kommen! Schade. Ich hätte mir eine persönlichere Biografie gewünscht.
14. Oktober 2009 um 09:51 Uhr
ausgestiegen und dennoch aufgestiegen …
Sebastian Deisler verlaesst die glamourwelt des fussballs … die meisten derjenigen, die typen wie deisler als projektion eigener wuensche, illussionen oder auch zur kompensation eigener erfolgslosigkeit nutzen, koennen diesen schritt vom rampenlicht ins abseits des lebens nicht nachvollziehen … fuer deisler sieht es ganz anders aus: obwohl er auch im leben nach der bundesliga seine probleme hat und es ihm an orientierung fehlt, bereut er diesen schritt nicht … fuer ihn ist er eine befreiung aus einer situation, die ihm nur leidensdruck vermittelt hat. er konnte nichts anfangen mit den werten, denen er sich in seinem leben als star zu unterwerfen hatte und mit den verhaltensweisen, die ihm als star von der oeffentlichkeit und den medien abverlangt wurden … schein statt sein die maxime seines fussballerlebens … konzentration auf das wesentliche, das spiel, und seine faehigkeit, einem spiel seinen stempel aufzudruecken, reichen im heutigen medialen zeitalter nicht mehr aus, looser oder star, dazwischen gibt es nichts und beides wird ausgeschlachtet ohne ruecksicht auf verluste … die medien lechzen danach, ziehen scheinbar ihre berechtigung aus dieser polarisierung, die durch endlosschleifen, unzaehlige wiederholungen und zeitraffer ihre verstaerkung findet und dem einzelnen seinen stellenwert in der (fussball-)leistungs- und mediengesellschaft eindeutig zuweist.
deisler ist in den augen der welt gescheitert … in sich zerrissen, sucht er nach einem neuanfang und einem sinn fuer sein leben. bis zum heutigen zeitpunkt scheint es ihm nicht gelungen … dennoch ist er ein gewinner … er hat aufgehoert zu tun, was er nicht tun wollte und sich dem entzogen, was ihn kaputtzumachen drohte … auch auf die gefahr hin, alleine mit diesem schritt gegen die vorherrschenden wertehaltungen zu rebellieren und unverstaendnis und abneigung zu erzielen, obwohl er doch so sehr liebe und anerkennung suchte… deisler ist in gewisser weise ein revolutionaer, der sich dem taeglichen wahnsinn entzogen hat und grenzen zieht, die wir schon lange ueberschritten haben, ohne dabei zu erkennen, dass wir uns dabei selbst verloren haben
die autobiografie ist sehr lesenswert. sie fuehrt uns hinter die kulissen der heutigen fussballindustrie und laesst uns teilhaben an dem, was sich ausserhalb der 90 minuten abspielt … ” wichtig ist auf dem platz …” war gestern … deisler gewaehrt uns dabei einen tiefen blick in sein seelenleben, spricht von den alltaeglichen aengsten, seinen hoffnungen, dem versuch, trotz aller widrigkeiten sein leben in den griff zu bekommen … dabei zeigt er sich authentisch, offen, ehrlich, unsicher, nahbar, verletzlich und gebrochen … nicht mehr der star, den wir in ihm sehen wollten, sondern der mensch, der er immer gewesen ist … deisler ist als fussballstar gescheitert, als mensch jedoch hat er nicht zuletzt durch sein konsequentes verhalten (an wahrer groesse) gewonnen.
14. Oktober 2009 um 09:51 Uhr
»Von ganz unten nach ganz oben und wieder zurück«
Mich hat das Buch in keiner Weise enttäuscht, im Gegenteil - mich hat es berührt. Es ist kein skandalöses, kein lautes oder anklagendes Buch. Es ist in seinen Ausführungen oft still, sensibel und tiefgründig.
Ich habe mich auf dieses Buch erwartungsvoll gefreut, ich wollte endlich aus der Sicht Sebastian Deislers erfahren, wie er selbst diesen einzigartigen und doch seltsamen Karriereverlauf erlebte und vor allem durchlebte.
Dieses Buch handelt von einem Menschen, der mit einem außergewöhnlichen Talent Fußball zu spielen gesegnet ist, einem Menschen der das ganze öffentliche Tohuwabohu um sich selbst nie ganz verstehen und akzeptieren konnte. Das Buch liefert nicht die Antwort auf Deislers Scheitern, es liefert Antworten! Es zeichnet den ganzen Weg einer unvollendeten Fußballerkarriere, von Anfang bis Ende. Dem offenen Leser wird Deisler mit seiner Geschichte näher kommen, es geht im Grunde gar nicht um Verständnis, es geht um die verflixte Suche, die Flucht, den Ausweg eines Menschen, dem die Last des eigenen Anspruches irgendwann zu erdrücken drohte. Sebastian Deisler war nicht nur ein begabter Fußballer, sondern ist ein herausragender Mensch mit Schwächen - wie jeder Mensch sie hat.
Wie offen Sebastian Deisler in diesem Buch mit seinem Scheitern, seiner Krankheit und seinen Zweifeln umgeht, ist bemerkenswert in einer “VIP-Welt”, wo oft der Schein das Sein erkennbar überstrahlt. Ganz nebenbei gewährt Sebastian Deisler dem interessierten Leser einen weiteren interessanten und aufschlussreichen Einblick in das Fußballgeschäft als solches.
Ich saß nach diesem Buch etwas gelähmt auf meiner Couch. Und vergessen waren die boulevardesken Superlative über Sebastian Deisler aus der Vergangenheit. Die Rechnung ist aus heutiger Sicht einfach: Deisler war eben kein Superman! - auch wenn er es für einige Medien sein sollte.
Ich danke dem Autor für dieses Buch und zolle Sebastian Deisler großen Respekt für dessen Mut - seinen eigenen Weg zu gehen, ohne Profifußball! Auch wenn ich im Grunde seine Art Fußball zu spielen sehr vermisse, pass auf dich auf, du “Tänzer”! Mir bleibt nur noch zu schreiben: Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen!
Kleiner Vorgeschmack:
»Das Talent Deisler tauchte auf wie eine Erscheinung in dunkler Nacht. Der deutsche Fußball lag am Boden, und niemand weit und breit war in Sicht, der ihm hätte auf die Beine helfen können. So erklärt sich auch die Urheberschaft der Zuneigung. Sie war von einer Schwere, die vermutlich auch andere, weit stabilere Geister in arge Bedrängnis gebracht hätten. Sebastian Deisler wurde von ihr erdrückt. Ist es Tragik oder einfach nur Pech? Wurde Deisler letztlich nur am falschen Ort als Fußballer groß? Sebastian Deislers Karriere als Profi währte nur acht Jahre, aber er hat die vielleicht größtmögliche Wegstrecke zurückgelegt: von ganz unten nach ganz oben und wieder zurück. Dabei wurde er betrachtet und begutachtet von Millionen von Menschen, die ihm große und ehrliche Bewunderung entgegenbrachten, aber auch beängstigend sorglos mit ihrer Verehrung verfuhren. Deislers Scheitern ist mit langer Ansage gekommen. Und wir, sein Publikum und die Medien, haben der öffentlichen Person Sebastian Deisler bei ihrem Verschwinden zugeschaut, bis der Fußballer in ihm fristlos kündigte.«
14. Oktober 2009 um 09:51 Uhr
Danke und alles Gute
ich habe das buch in einer nacht durchgelesen. danke für den mut und die offenheit. für die zukunft alles gute und viel kraft!
14. Oktober 2009 um 09:51 Uhr
Ein mutiges und ehrliches Buch
Das Buch ist kein Skandalbuch, wie viele vielleicht erwartet (und gehofft) haben. Sondern es nähert sich auf sehr einfühlsame Weise dem Menschen und (Ex-)Fußballspieler Deisler. Sebastians Lebensweg und seinen Fußballkarriere werden darin nicht einfach nur nacherzählt. Das Buch versucht vor allem begreifbar zu machen, welche beruflichen und persönlichen Faktoren zu Deislers Erkrankung und letztlich zu seinem Ausstieg aus dem Profifußball geführt haben. Wie sich die Spirale aus Verletzungen, öffentlicher Meinungsmache und Depressionen immer schneller gedreht hat. Deisler beschreibt in seinen Gesprächen mit Michael Rosentritt sich und sein Verhalten in der Vergangenheit, was einem als Leser immer klarer macht, warum es überhaupt so weit kommen konnte. Wenn man krank wird, dann nützen einem die Millionen leider auch herzlich wenig, und ich denke, wenn er die Wahl gehabt hätte, hätte er lieber auf das Geld verzichtet. Im Grunde wollte er ja einfach nur mit Spaß an der Freude Fußball spielen, aber das geht anscheinend im heutigen Profigeschäft und bei all dem Medienrummel nur, wenn man sich einen dicken Panzer zulegt. Und der wurde bei Sebastian Deisler immer dünner, bis er nicht mehr konnte und auch nicht mehr wollte.
Ich finde es sehr mutig von Sebastian Deisler, noch einmal der Öffentlichkeit sein Innerstes zu offenbaren und ich hoffe, dass es für ihn jetzt möglich wird, seinen Weg zurück ins Leben zu finden.
19. Oktober 2009 um 05:51 Uhr
Deislers packende Geschichte!!
Die Geschichte von Sebastian Deisler ist in vielerlei Hinsicht sehr interessant, weil sie viele Extreme miteinander verbindet. Ein Jahrhundert-Talent, das genau dann auf der Bildfläche erscheint, als der deutsche Fussball eine schlimme Phase - vielleicht seine schlimmste überhaupt - erlebt. Angefangen in der “Nach-Vogts-Zeit” ab 1998 mit den Nationalelf-Debakeln um Häuptling Silberlocke (Ribbeck) mindestens bis zum EM-Ausscheiden 2004 rumpelt es bei den Spielern mit dem deutschen Bundesadler. Daran kann auch das Strohfeuer der WM 2002, in der man sich mit Querpass-Fussball bis ins Finale “ramelowt”, nicht wirklich etwas ändern, denn jeder Fussballfan weiß: Mehr Losglück und Dusel kann man in einem Turnier nicht haben. Aber was viel schlimmer ist: Es ist weit und breit keine Besserung in Sicht. Junge Spieler? Fehlanzeige! Einzig Michael Ballack und etwas später noch Klose machen Hoffnung. Genau zu Beginn dieser Phase der immer tieferen Tiefpunkte erscheint Sebastian Deisler auf der Bildfläche. In der Saison 1998/1999 macht er seine ersten Spiele und spätestens nach seinem ersten Tor (Sololauf über 60 Meter mit herrlichem Abschluss) ist klar: Das ist eine Granate; ein kleiner deutscher “Messi”. Es scheint so, als hätte man Deisler auch in 2 oder 3 Toptalente aufteilen können, stattdessen schenkt Gott den deutschen aber nur dieses eine “Jahrhundert-Talent”. Aber neben Deisler keine Spur von veranlagten Talenten, die U-Nationalmannschaften werden - wenn nicht schon in der Quali - spätestens in den Vorrunden aus den Turnieren gebolzt. Tatsächlich stößt Deisler damit - abgesehen von Ballack - in ein Kreativvakuum. Ein Wahnsinns-Hype entsteht, nur Deisler kann Deutschland retten, darüber ist man sich allseits eilig. Dazu gesellt sich Deislers emotionale Sensibilität. Ich denke diese 3 Pfeiler - die Medienmaschinerie, die eine Person vollkommen für sich vereinnahmt, die langandauernde Fussballdepression mit immer neuen Tiefpunkten und Deislers sensitive Veranlagung - beschreibt das Buch sehr schön und so kann man die ganze Geschichte um ihn zumindest begreifen.
Ballack hat damals Freude und Zuversicht bei den deutschen Fussballfans ausgelöst, Deisler aber hat zu Hysterie geführt. Er konnte flanken und Freistöße schießen wie Basler, hatte ein Auge wie Bernd Schuster und war quirlig wie Mehmet Scholl. Jeder wusste, in Topform ist er kaum zu stoppen; was, wenn der noch einige Jahre an sich feilt und sich weiterentwickelt? Durch sein außergewöhnliches Talent ist um ihn und in ihm eine kritische Gemengelage entstanden, an der er letztlich gescheitert ist. Allerdings frage ich mich auch, wie ein junger Mann um die 20 das überhaupt verkraften soll, den ganzen Hype, den medialen Wahnsinn. Ich denke er hätte einfach sein Ding machen müssen, unabhängig davon, was die Medien von ihm erwarteten und sich selbst nicht so unter Erfolgsdruck setzen dürfen. Natürlich leicht gesagt.
Das Buch gibt tiefe Einblicke in sein Leben, seine Seele und zu seinen Wurzeln, bis in seine Kindheit. Das macht es sehr interessant, weil man meint, die Geschichte zu verstehen. Ich halte ihn für eine absolut ehrliche Haut und habe großen Respekt vor ihm. Der Autor schreibt insgesamt unparteiisch, gut lesbar und trotzdem nicht oberflächlich, ganz im Gegenteil: Letztlich stellt sich die Frage, ob das, was heute in dem Geschäft abgeht, noch menschlich ist und jeder sollte ein wenig Kontemplation betreiben und in sich hineinhorchen, ob er durch seine Informations- und Sensationsgier nicht auch ein Stück weit daran beteiligt war/ist. Für Fussballfans ein absolutes Muss!!!
Schade, dass uns der Fussballer Deisler nicht mehr verzaubern kann!!
24. Oktober 2009 um 01:51 Uhr
Interessantes Buch !
Wer schon immer nach Hintergrundwissen zu Sebastian Deisler gesucht hat, der wird mit diesem Buch fündig. Es erzählt von seiner Zeit in Gladbach, Hertha,und bei den Bayern, und zeigt auf daß der Profifussball ein Sammelpunkt von Egositen ist, in der nur der Eine zählt und sich vieles nur um Macht und Geld dreht. Die Spielfreude, der Spass am Fussball
kann einem da vergehen, kein Wunder. Nichtsdestotrotz wünsche ich Sebastian viel
Glück in seinem Leben und wie sagte Dragoslav Stepanovic noch: “Lebbe geht weide”
1. November 2009 um 11:34 Uhr
naja…
Also ich habe das Buch gelesen ,wenn auch net selbst gekauft. Es ist schnell und gut lesbar-halt ein Buch über einen Fussballer,nicht sehr intellektuell. Wer sich grundsätzich für Fussball und für Deisler intressiert soll es sich kaufen.Das ist schon okay. Aber eigentlich ist es mir viel zu profan. Ich weiss gar nicht warum er ein Buch geschrieben hat..oder hat schreiben lassen ,wenn er im Grunde nur in Ruhe gelassen werden möchte-ich empfinde da eher als eine Heuchelei..warum alles den Menschen da draussen mitteilen? Er will doch laut dem Buch gar nicht öffentlich sein. Ich vermute hier Geldmacherei-total.
Wenn es um das Problem Burn-Out geht kauf euch was anderes..bitte. Das Buch ist dafür nicht echt geeignet..weil einfach zu simpel.
1. November 2009 um 11:34 Uhr
Ein einfach wunderbares Buch - Danke!!!
Vielen Dank an Michael Rosentritt und vor allem an Sebastian Deisler, für dieses in meinen Augen wunderbare Buch, das ich in einem Zug - repspektive einer Nacht - durchgelesen habe.
Ich bin seit längerer Zeit kein Fußball-Fan mehr, Sebastian Deisler war mir nur dadurch in Erinnerung, dass er laufend verletzt war.
Dieses Buch beschreibt in sehr eindrucksvoller, schonungslos offener Art und Weise, was es bedeutet krank zu sein, krank an der Seele
Die Dunkelziffer der an Depressionen erkrankten ist hoch, nur mit Medikamenten behandelt führt der Weg auf Dauer ausnahmslos in den Suizid.
Die einzige Möglichkeit der Rettung ist das komplette Umkrempeln der krank machenden Situation.
Dass es Sebastian Deisler gelungen ist, auszusteigen ist die größtmögliche Form der Bekämpfung.
Dass der Weg lange und beschwehrlich ist, wurde mehr als klar dokumentiert.
Dass es Rettung und Heilung gibt ebenso. Auch, wenn die finanziellen Mittel nicht denen eines Sebastian Deisler entsprechen.
Dieses Buch zeigt, dass es Rettung gibt, für diejenigen, die nicht an Rettung glauben, für diejenigen, die nur noch grau sehen.
Es zeigt eindrucksvoll, dass auch Geld nicht glücklich macht und das Leben lebenswert ist.
Es zeigt überraschend, dass es Manager im Profifußball gibt, die obwohl man es ihnen nie zutrauen würde (Uli Hoeness), in ihrem Innersten ganz anders sind und auch dazu in der Lage sind, gemäß ihren Werten und Normvorstellungen zu handeln, die vor allem noch vorhanden sind. Eine Erscheinung, die man in unserer Gesellschaft heute oftmals vergeblich sucht.
Es zeigt aber auch, dass die Depression nie ein monokausaler Prozess ist, sondern stets ein Motivbündel aus Erbanlage, anerzogenem Verhalten und den äußeren Umständen.
Danke für dieses schöne Buch, das ganz nebenbei auch noch einen für den Normalmenschen nicht möglichen Einblick in das Geschäft des Profifussballes gibt!
1. November 2009 um 11:34 Uhr
Enttäuschend
Hatte ein interessantes Buch über einen Spitzensportler und dessen Umfeld erwartet, leider ist das Buch nur sehr negativ. Wohl nur etwas für Deisler Fans, was allerdings ein Widerspruch in sich ist.
10. November 2009 um 07:51 Uhr
die blanke wahrheit
traurig aber (leider) wahr! ich denke, dass sebastian deisler heute noch spielen würde, wenn er nicht diesem enormen (medien)druck ausgesetzt worden sei. das größte talent unseres jahrhunderts musste aufgeben, ehe er sein können zu 100% unter beweis stellen konnte…
10. November 2009 um 07:51 Uhr
Die Geschichte eines Fußballsgenie!
Sebastian Deislers Buch:” Zurück ins Leben” ist für alle die nie verstanden haben warum er mit dem Fußballspielen aufgehört hat sehr Informativ. Nachdem ich das Buch gelesen hab kann ich seinen Entschluß nicht mehr zu spielen sehr gut nachvollziehen. Hut ab für diese Entscheidung und alles gute im weiteren Leben.
14. November 2009 um 02:34 Uhr
ein einfühlsames Buch
Dieses Buch zurück ins Leben ist sehr treffend geschrieben, auch sehr einfühlsam. Auch das ehrliche Vorwort von Ottmar Hitzfeld passt zu diesem Buch. Man kann es gut lesen.
14. November 2009 um 02:34 Uhr
Wie Ernie und Stromberg
Das Buch beschreibt die Welt mit den Augen von Sebastian Deisler über einen Zeitraum von zwei Jahren. Ganz interessant, liest sich schnell.
Im ersten Teil hat mich das Buch fast ein wenig genervt, weil immer wieder über die gleichen Dinge gejammert wird. Es scheint, als hätte es die ganze Fußballwelt nur darauf abgesehen, Sebastian Deisler fertig zu machen, ihn zu quälen. Ich hab hin und wieder an Ernie und Stromberg gedacht. Ernie war in meiner Vorstellung Sebastian Deisler und Stromberg die Medien. Es gibt viele Parallelen zur “normalen” Berufswelt.
Im zweiten Teil und zum Ende wird das Buch deutlich optimistischer, zurück ins Leben halt. Insofern paßt der Titel zur Dramaturgie des Buches.
Interessant, dass er fast nichts von seinen Eltern und seinen Freunden erzählt. Ich hatte kurz zuvor das Kretzschmar-Buch gelesen. Ein Unterschied, wie Tag und Nacht.
Gefehlt hat mir ein Dank an alle Menschen, die ihm geholfen haben. Sie werden beim Lesen überrascht sein, wer in diesem Zusammenhang des öfteren erwähnt wird.
14. November 2009 um 02:34 Uhr
Geschrieben voller Ehrlichkeit
Ich hab mir dieses Buch gekauft, weil ich im Vorfeld des Kaufs einige Interviews gelesen und gesehen habe und diese sehr ehrlich und interessant von mir empfunden wurden.
Im Gross und ganzen ist dieses Buch genau das, was versprochen wird. In eindrücklicher Weise wird dem Leser geschildert, wie ein Mensch in der Verfassung und mit dem Hintergrund Sebastians, Vorfälle und Entscheidungen versteht, aufnimmt und eigene Rückschlüsse daraus zieht, die für den gesunden 08/15 Menschen nicht nachvollziehbar sind.
Auch finde ich, dass er nie respektlos oder abwertend über die Leute des Geschäfts Fussball redet, auch wenn dies nach all den Vorfällen, IHM sicherlich zustehen würde.
Ich denke er hat sich zu diesem Projekt nicht entschlossen um noch einmal den grossen Reibach zu machen (ist warscheinlich mit einem Buch ohnehin nicht möglich), sondern um sich seinen Fans zu erklären und somit mit sich selbst im Reinen zu sein. Ausserdem wirds ihm an Schotter nicht fehe
len, wie er selbst im Buch immer wieder betont. Er zeigt einfach auf, wie unwichtig für ihn, den Liebhaber des Fussballs der selbige geworden ist. Hätte nie gedacht, dass mich ein Buch über “die schönste Nebensache der Welt” so berühren kann.
Ich habe es nicht bereut das Buch gekauft zu haben, auch wenn es schnell zu lesen war (in 5 Tagen ist man in etwa durch) und mit über 20 Euro nicht gerade ein Schnäppchen ist.
Wer sich für diese fast wiedersprüchlich scheinende Geschichte Deislers und den Blickwinkel eines von der kommenden VOlkskrankheit betroffenen Menschen interessiert, sollte sich vor dem Kauf auf keinen Fall scheuen.
14. November 2009 um 02:34 Uhr
FUSSBALL
DAS BUCH IST ECHT SUPER ICH HATTE ES AN EINEM TAG GELESEN.SCHADE DAS SO JUNGE TALENTE SO VERMARKTET WERDEN.SEBASTIN KAM MIT DEM RUMMEL NICHT KLAR AUCH DIE MILLIONEN VON EURO MACHTEN IHN NICHT GLÜCKLICH.
18. November 2009 um 03:17 Uhr
Werde krank und fülle dann deine Taschen
Es ist schon traurig wie weit es gekommen ist. Der Schicksalsschlag den Deissler erlebt hat wiederholt sich leider vermutlich um ein Vielfaches auch unter “Normalos”. Doch besitzen diese nicht die Möglichkeit dies Publik zu machen, oder werden nicht gehört, bzw. erfahren kein öffentliches Mittleid. Bekannte Persönlichkeiten dagegen können vom Verlegertrieb danach profitieren. Der Fall Robert Enke wird dieser Vorgehensweise vermutlich folgen, nur dass er persönlich nicht mehr davon profitieren wird.
18. November 2009 um 03:17 Uhr
…aktueller, denn je!
Ich habe mir das Buch gleich nach Erscheinen gekauft, da ich sehr neugierig darauf war, warum ein so wunderbarer Fußballer damals alles aufgab und vor allem, warum er überhaupt krank wurde.
Wenn es einen selber (be)trifft, ist vieles, was in diesem Buch steht, nachzuvollziehen und gerade die letzten Seiten machen durchaus Mut und Hoffnung, dass man 1. nicht alleine steht mit dieser Krankheit und 2.es einen Weg gibt, damit umzugehen und zu leben.
Auch gut war, dass es nicht um Skandale geht oder nur das “Leben” im Profifußball.
Viele Menschen waren damals sehr traurig darüber, dass Herr Deisler aufgehört hat zu spielen- mehr wahrscheinlich als jene, die sich über Herrn Deislers Entschluß an den Kopf gepackt haben und keinerlei Verständnis für diese Entscheidung hatten.
Aber das aktuelle Ereignis, nämlich den Tod des Robert Enke, hat gezeigt, wie sehr die Menschen betroffen sind und wahrscheinlich auch die Zweifler berührt, die nicht wissen, was es bedeutet,sich mit dieser Krankheit auseinanderzusetzen.
Sebastian Deisler hat wohl einen Weg gefunden und ich denke, dass dieses Buch einfach auch für ihn sehr wichtig war-so habe ich das empfunden und in keiner Hinsicht, Profit zu machen. Vielleicht findet ja auch ein Umdenken statt.
22. November 2009 um 02:17 Uhr
Offen und ehrlich
Ein echter Highlight. Mit viel Chuzpe, spannend und interessant.
Wenn ihr es noch auftreiben könnt, empfehle ich auch unbedingt folgendes Buch:
Das Mordkomplott Der Mord an Michael Jackson Die Wahrheit über den systematisch geplanten Mord an Michael Jackson! Unzensiert!: Was sind die … Buch, fern der üblichen Regeln!
Aber nur die UNZENSIERTE Version!
22. November 2009 um 02:17 Uhr
Offen und ehrlich
Ein echter Highlight. Mit viel Chuzpe, spannend und interessant.
Wenn ihr es noch auftreiben könnt, empfehle ich auch unbedingt folgendes Buch:
Das Mordkomplott Der Mord an Michael Jackson Die Wahrheit über den systematisch geplanten Mord an Michael Jackson! Unzensiert!: Was sind die … Buch, fern der üblichen Regeln!
Aber nur die UNZENSIERTE Version!
25. November 2009 um 21:51 Uhr
Interessante und berührende Details
“Zurück ins Leben” schildert sehr detailliert, wie der Weg von Sebastian Deisler aussah, wie er es bis nach ganz oben schaffte und
durch welche vielen Ereignisse und Einflüsse er letztlich aussteigen
musste. Jeder, der sich für die Person Deislers interessiert und
erfahren möchte, was sich vor allem in Berlin und München “hinter
den Kulissen” um Deisler abspielte, wird in diesem Buch fündig.
Dieses Buch ist keineswegs in die lange Liste vieler anderer
Fußballbiographien einzuordnen. Es ist einzigartig, weil es die
Fußballwelt von einem anderen Blickwinkel betrachtet. Vermutlich war Deisler nicht “hart” genug für diese Profiwelt. Und wenn jemand wie
er darüber berichtet, gibt das jedem Leser die Chance, eine wohl
unbekannte Seite dieses Geschäfts kennenzulernen.
29. November 2009 um 19:17 Uhr
“Ich habe gegen meine Natur gelebt.”
Dieser kurze Satz einer sehr schmerzlichen Selbsterkenntnis bringt den Kern des Dramas um Sebastian Deisler genau auf den Punkt. Nun kann man fragen, warum dieses Buch überhaupt erschienen ist. Was soll es uns sagen? Einer der wenigen, wenn nicht der einzige Sportjournalist, zu dem Sebastian Deisler noch Vertrauen hat, besuchte den ehemaligen Nationalspieler, hörte ihm zu und schrieb dann nach Deislers Bitte dieses Buch. Einige Rezensenten glauben, dass es hier um Geld geht. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, kam mir dieser Gedanke überhaupt nicht in den Sinn. Wenn es Sebastian Deisler jemals um Geld gegangen wäre, hätte er wohl keine Depressionen bekommen. Hier geht es eher um seelische Verletzungen, die ihm zugefügt wurden und die nun mit diesem Buch vielleicht besser heilen können.
Einige werfen Deisler auch jetzt noch vor, er würde jammern. Dabei stellt dieses Buch nur den Versuch dar, die Symmetrie der Berichterstattung wiederherzustellen, die bisher ziemlich einseitig auf der Seite von Journalisten lag, deren Charakter und Motive seltsamerweise niemand hinterfragt. Wer immer verstehen will, wie eine Depression beginnt und was wirklich hinter den Kulissen des schönen Scheins abläuft, dem wird mit diesem Buch ein Einblick in eine für den Zuschauer sonst verschlossene Welt gewährt.
Sebastian Deisler fällt bereits als Kind und erst recht als Jugendlicher durch seine außergewöhnliche Spielintelligenz beim Fußball auf. Er wird irgendwann entdeckt und kommt nach Mönchengladbach ins Internat. Doch er ist anders als die anderen Jungs. Bis in seine letzten Profijahre will niemand außer Ottmar Hitzfeld begreifen, dass man den Menschen Sebastian Deisler nicht teilen kann. Er erscheint als Fußballspieler anders und außergewöhnlich, weil er auch sonst anders als der übliche Profi ist. Doch das interessiert nicht. Deisler selbst will nur Fußball spielen. Das Drumherum mag er nicht. Später beginnt es ihn abzustoßen. Geld, Frauen und Autos sind ihm nicht so wichtig wie den anderen. Er ist ein eher nachdenklicher Mensch, der sich und andere oder auch Strukturen und Systeme in Frage stellt. Doch das ist nicht seine Aufgabe. Er soll vielmehr den deutschen Fußball retten. Und er soll Leute in die Stadien locken, Werbeträger und Wunderwaffe sein. Niemand sieht, dass man ihn damit völlig überfordert. Er hat das zu sein, was andere in ihm sehen wollen.
Und genau hier beginnt die Tragödie ihren Lauf zu nehmen. Deisler liebt das Spiel. Er weiß, welcher Spieler seiner Mannschaft wann welchen Ball braucht. Diese im Spiel gezeigte geniale sensorische Fähigkeit durchdringt den ganzen Menschen. Und ein solcher Mensch braucht Ruhe und Freiräume. Wenn alle an ihm zerren und ihre Träume in ihn projizieren, wird er schnell überlastet. In Berlin passiert dies zum ersten Mal in drastischer Form. Dann folgt ein fürchterlicher Fehler: Er geht zum FC Bayern, weil er denkt, dort könne er einer von vielen sein. Obwohl er viel verletzlicher ist als andere, dringt hier der Medienirrsinn tiefer in ihn ein, als es für ihn überhaupt erträglich ist.
Deislers Dilemma ist ganz einfach zu beschreiben: Auf der einen Seite liebt er das Fußballspiel und sucht den Erfolg. Doch je besser er wird, umso unerträglicher wird der mediale Zugriff. Die seelische Erosion ist schleichend. Zunächst fühlt er sie nur unbewusst, dann nimmt er sie als störend, aber unabänderbar in Kauf, weil er seinen Wunsch verwirklichen will. Später leidet er immer mehr darunter. Schließlich kippt dieser Prozess, und er sitzt in der Falle. Sein Spiel beginnt unter der seelischen Belastung zu leiden, der Körper verliert die Freude und Lockerheit. Es treten schwere Verletzungen auf, weil er kämpft und etwas beweisen will. Dann kommt der seelische Zusammenbruch. Sebastian Deisler offenbart den Verantwortlichen, dass er nicht mehr kann. Man schickt ihn in die Psychatrie. Dort verbreiten die Spezialisten großen Optimismus für den Verein und den deutschen Fußballtraum. Das kriegen wir schon wieder hin. Aber die selbsternannten Experten bekämpfen die Wirkungen, nicht die Ursache, erklären ihn für geheilt und schicken ihn geschwächt und gezeichnet erneut in das die seelische Implosion verursachende Getriebe.
Depressionen sind ein sich selbst verstärkender Prozess, auf den man offenbar irgendwann den Zugriff verliert. Wer depressiv ist, sieht nur noch, was die Depression verstärkt. Wenn an dieser Stelle die eigene Kraft versagt, führt das sehr oft in den Freitod, weil die Betroffenen den seelischen Schmerz nicht mehr aushalten können und keine Lösung sehen. Doch Sebastian Deisler ist ein starker Mensch, auch wenn dies vordergründig nicht so aussieht. Er hat den einzigen Ausweg gefunden, durch den andere - auch Robert Enke - nicht gehen wollten. Er hat die Verbindung zur Ursache seines Leidens durchschnitten und sich dadurch gerettet. Das schaffen nur sehr wenige Betroffene.
Ist es nicht verräterisch, dass dieser enormen Leistung in der Gesellschaft kaum Respekt gezollt wird? Man kann nicht auf Dauer gegen seine eigene Bestimmung leben. Die Fußball-Geschichte von Sebastian Deisler veranschaulicht diese einfache Wahrheit sehr eindrucksvoll und zeigt, welche schlimmen Folgen ein derartiger Versuch haben kann. Genies sind oft Außenseiter, und für Außenseiter ist in einer Massenmedienkultur nur Platz, wenn sie bereit sind sich zu häuten. Ansonsten werden sie gnadenlos verfolgt. Daran wird sich wohl auch nach tragischen Ereignissen nichts ändern.
Der Autor dieses Buches erzählt uns Deislers Geschichte chronologisch und mit sachlichem Abstand. Ab und zu wird diese Erzählung durch Schilderungen von Besuchen bei Deisler unterbrochen, die nach seinem Abschied von der Fußballwelt stattfanden. Dort kommt Deisler dann auch manchmal selbst zu Wort. Ich hätte mir mehr davon gewünscht und manchmal weniger aus der Welt des Autors.
Fazit.
Ein erleuchtendes Buch, aus dem ich sehr viel gelernt habe, weil es versucht, den ganzen Prozess der Entstehung und des Verlaufs eines seelischen Dramas nachzuzeichnen. Manchmal etwas langatmig, andererseits auch sehr entblößend, was den Umgang untereinander in der Welt des Fußballs anbetrifft. Am besten haben mir die wenigen Schilderungen gefallen, die Deislers jetziges Leben betreffen und die seine Versuche zeigen, sich neu aufzustellen. Alles, was man hervorragend kann und liebt, aufzugeben, um weiterleben zu können, ist eine außerordentliche Leistung. Es ist wie einen Teil von sich abzutrennen, um sich zu retten. Weil das kaum jemand kann, verdient diese Leistung allerhöchsten Respekt.
7. Dezember 2009 um 15:51 Uhr
Ja - und nun?
Ich habe mich sehr gefreut, in einer Buchhandlung zufällig auf dieses Buch gestoßen bin (das war noch vor der ganzen Werbung). Als einer, der leider den Horror der Krankheit kennt und den Mut des Sebastian Deisler, die Notbremse zu ziehen, wahnsinnig bewundert, dachte ich, in diesem Buch vielleicht irgendetwas für mich finden zu können. Natürlich keine Heilung, keine Tipps - aber eben irgendwas, was einem Mut macht. Etwas, dass einen “Ja” sagen lässt nach dem Lesen des Buches.
Aber das fehlt. Es ist leider doch einfach ein Buch über einen Fußballer, den in erster Linie seine vielen Verletzungen zum Aufgeben zwangen. Und der mit einem sehr tollen finanziellen Polster aussteigen konnte. Das beides wusste ich vorher nicht. Naja, jetzt bin ich schlauer und orientiere mich doch eher an Erfahrungsberichten von Betroffenen der normalen Gesellschaft. Die nicht einfach den Job aufgeben können, bei Therapeuten mit Kusshand aufgenommen werden oder ein Buch schreiben, das durch den Bekanntheitsgrad gleich in die Bestsellerliste hüpft.
Schade - das Buch hätte wirklich besser werden können. Vielleicht hätte es einfach kein Sportreporter schreiben sollen.
16. Dezember 2009 um 03:34 Uhr
Wirklich zurück? noch nicht angekommen…
Ein äußerst lesenswertes Buch, das für Robert Enke leider zu spät kam; er hätte es wohl auch nicht auf sich bezogen. Aber an Hand dieses schrecklichen Ereignisses kann man froh sein, dass Sebastian Deisler noch lebt und man kann nur wünschen, dass er den Weg ins wirkliche Leben ohne den Promi-Stress schafft und für sich neue Aufgaben entdeckt.
Das Buch sollte auch für Nicht-Fußballbegeisterte promotet werden, damit es von vielen Menschen gelesen wird.
16. Dezember 2009 um 03:34 Uhr
Wichtige Story - teilweise schlecht umgesetzt
Die Geschichte des Sebastian Deisler hatte mich von Anfang beeindruckt und ich habe ihn immer für den Mut, seine Krankheit öffentlich zu machen bewundert. Der Mut eines Verzweifelten. Der Mut zum Griff nach dem Strohhalm, wenn nur noch Scheitern oder Rückzug zur Auswahl stehen. Seine Erfahrungen zeigen, dass auch Geld vor Depressionen nicht schützen kann, sie zeige, wie allein ein Mensch im Rampenlicht doch sein kann und wie gering der Unterschied dann zu uns, dem Durchschnittsmenschen, ist.
Sebastian Deisler hätte ich einen besseren Autor, ein besseres Lektorat gegönnt. Klar, er hatte / hat nicht zu allen Vertrauen, ein gutes Lektorat hätte er aber nicht zu Gesicht bekommen. Das erste Drittel des Buches ist schlichtweg schlecht! Wiederholungen, schlechter Satzbau, erzwungene Länge des Textes…man muss sich wirklich durchringen, bis man zum besseren Teil kommt.
Ich weiß nicht, wie die Textteile entstanden sind und warum es ab dem zweiten Drittel besser wurde. Fakt ist, dass das Buch dadurch nicht so geschätzt werden kann, wie es die Geschichte Sebastian Deislers eigentlich nötig hätte. Ich bin selbst nicht perfekt Schreiben, aber ich weiß, was ein guter Text ist - und was eine Depression ist.
Sebastian Deisler kann ich nur von ganzem Herzen wünschen, dass er seine Liebe zum Fußball wieder findet und sein Talent vielleicht als Jugendtrainer einsetzen kann. Vielleicht kann er ja zum Begleiter, zur hilfreichen Hand für andere jugendliche Fußballtalente werden.
16. Dezember 2009 um 03:34 Uhr
Wirklich zurück? noch nicht angekommen…
Ein äußerst lesenswertes Buch, das für Robert Enke leider zu spät kam; er hätte es wohl auch nicht auf sich bezogen. Aber an Hand dieses schrecklichen Ereignisses kann man froh sein, dass Sebastian Deisler noch lebt und man kann nur wünschen, dass er den Weg ins wirkliche Leben ohne den Promi-Stress schafft und für sich neue Aufgaben entdeckt.
Das Buch sollte auch für Nicht-Fußballbegeisterte promotet werden, damit es von vielen Menschen gelesen wird.
16. Dezember 2009 um 03:34 Uhr
Wichtige Story - teilweise schlecht umgesetzt
Die Geschichte des Sebastian Deisler hatte mich von Anfang beeindruckt und ich habe ihn immer für den Mut, seine Krankheit öffentlich zu machen bewundert. Der Mut eines Verzweifelten. Der Mut zum Griff nach dem Strohhalm, wenn nur noch Scheitern oder Rückzug zur Auswahl stehen. Seine Erfahrungen zeigen, dass auch Geld vor Depressionen nicht schützen kann, sie zeige, wie allein ein Mensch im Rampenlicht doch sein kann und wie gering der Unterschied dann zu uns, dem Durchschnittsmenschen, ist.
Sebastian Deisler hätte ich einen besseren Autor, ein besseres Lektorat gegönnt. Klar, er hatte / hat nicht zu allen Vertrauen, ein gutes Lektorat hätte er aber nicht zu Gesicht bekommen. Das erste Drittel des Buches ist schlichtweg schlecht! Wiederholungen, schlechter Satzbau, erzwungene Länge des Textes…man muss sich wirklich durchringen, bis man zum besseren Teil kommt.
Ich weiß nicht, wie die Textteile entstanden sind und warum es ab dem zweiten Drittel besser wurde. Fakt ist, dass das Buch dadurch nicht so geschätzt werden kann, wie es die Geschichte Sebastian Deislers eigentlich nötig hätte. Ich bin selbst nicht perfekt Schreiben, aber ich weiß, was ein guter Text ist - und was eine Depression ist.
Sebastian Deisler kann ich nur von ganzem Herzen wünschen, dass er seine Liebe zum Fußball wieder findet und sein Talent vielleicht als Jugendtrainer einsetzen kann. Vielleicht kann er ja zum Begleiter, zur hilfreichen Hand für andere jugendliche Fußballtalente werden.
20. Dezember 2009 um 11:34 Uhr
klasse buch
also zu dem buch kann ich sagen das was ich in den ersten tagen verschlungen habe ist unbeschreiblich. Der Einblick dem einen Gewährt wird in einer Zeit wie er sie nennt. Die Entwicklung, die probleme, die ursachen und die versuche sie zu überspielen und sie in den griff zu bekommen. Ich selbst habe mir das Buch gekauft um zu erfahren wie so etwas passieren und was für folgen so eine heimtückische krankheit haben kann. Empfehlenswerts für jedermann der mal lesen möchte wie auch so hochgepreißter mensch bis zum Abgrund fallen kann und sich langsam wieder ans leben zurück”kämpft”.
29. Dezember 2009 um 06:34 Uhr
Basti, das hast du super gemacht
Ich finde dieses Buch einfach nur mutig. Es geht hier gar nicht um die grossen Geschichten, sondern um die kleinen Aussagen, die sehr eindrücklich das ausdrücken, was in Basti vorgeht und in welch tiefen seelischen Abgründen er sich befindet.
Basti, falls du ab und zu die Meinungen zu deinem Buch lesen solltest: Ich wünsche dir weiterhin soviel Mut und eine Menge Kraft, damit du dich wieder findest.
Ich kann keinen der sehr kritischen Meinungen verstehen, da sie meiner Meinung nach überhaupt nicht verstehen um was es hier geht. Diese Leute hätte ich nicht gerne als Freunde, wenn ich eine Depression hätte und ich gerne darüber reden würde.
29. Dezember 2009 um 06:34 Uhr
Basti, das hast du super gemacht
Ich finde dieses Buch einfach nur mutig. Es geht hier gar nicht um die grossen Geschichten, sondern um die kleinen Aussagen, die sehr eindrücklich das ausdrücken, was in Basti vorgeht und in welch tiefen seelischen Abgründen er sich befindet.
Basti, falls du ab und zu die Meinungen zu deinem Buch lesen solltest: Ich wünsche dir weiterhin soviel Mut und eine Menge Kraft, damit du dich wieder findest.
Ich kann keinen der sehr kritischen Meinungen verstehen, da sie meiner Meinung nach überhaupt nicht verstehen um was es hier geht. Diese Leute hätte ich nicht gerne als Freunde, wenn ich eine Depression hätte und ich gerne darüber reden würde.
2. Januar 2010 um 16:17 Uhr
Etwas zu sehr aufgebläht schwaches Korrektorat trotzdem lesenswert
Das Buch liest sich gut, so viel vorweg. So manch Neues erfährt der Leser über Sebastian Deislers Lebensweg, leider aber auch viel Altbekanntes, was dann auch noch bis zum Geht-nicht-mehr plattgewalzt wird. Ich habe beispielsweise die Stellen nicht gezählt, in denen sich der Autor darüber beklagt, Deisler sei zum Retter des deutschen Fußballs hochgejubelt worden, aber es dürfte mindestens zehnmal vorkommen. Dafür einen Stern Abzug. Trotzdem: Das Buch ist inhaltlich wohl die bestmögliche Annäherung an einen verschlossenen und zaudernden Menschen. Dem Korrektorat von Magnus Enxing ist allerdings Einiges durch die Lappen gegangen. Den zweiten Stern ziehe ich ab aufgrund der extrem vielen und zum Teil haarsträubenden Rechtschreib- und Grammatikfehler. Ich gebe zu, ich war zu faul um mir entsprechende Stellen herauszuschreiben; dem aufmerksamen Leser wird dieser Mangel jedoch nicht entgehen.
2. Januar 2010 um 16:17 Uhr
Sehr Emotional und Ergreifend
Das Buch ist sehr ehrlich und verständlich geschrieben. Man kann sich gut in “seine” Lage versetzen und findet sich auch gut wieder. Ich habe sehr großen Respekt vor dem Autor. Sehr gut lesbar und viele “Fussball-Geschichtliche-Dinge” mit aufgenommen. Klasse Buch
11. Januar 2010 um 12:51 Uhr
Aktuell
Habe ich verschenkt glaube es kommt gut an .Aktuelles Tema ich glaube im
Moment echt wichtig .
11. Januar 2010 um 12:51 Uhr
Aktuell
Habe ich verschenkt glaube es kommt gut an .Aktuelles Tema ich glaube im
Moment echt wichtig .
13. Februar 2010 um 18:34 Uhr
Buch in Neuzustand
Das Buch war wie neu und die Verpackung gut. Da der Verkäufer jedoch den kostenlosen Versand nicht anbieten wollte, hat er schon in der Auktion darauf hingewiesen, dass er Versandkosten berechnet. Der Hinweiss war für mich okay.
21. Februar 2010 um 19:34 Uhr
Gute Geschichte - schlecht geschrieben
Zunächst möchte ich mitteilen, dass mich die Geschichte Sebastian Deislers ehrlich berührt hat. Der Mensch wurde als Ware behandelt und es ist auch nur verständlich, dass der junge, aufstrebende Fussballer erkrankte. Ich frage mich, wie viele Fussballer wirklich an Depressionen leiden und gehe von einer sehr hohen Dunkelziffer aus.
Leider, leider empfand ich das Buch als schlecht geschrieben. Ich habe schon einige Biografien gelesen (auch nicht selbst verfasste) und in den meisten Fällen fesselten mich die Lebensgeschichten augenblicklich. In diesem Fall war ich oft gelangweilt… die Texte waren teilweise so, dass ich mich geärgert habe, so viel Geld für das Buch ausgegeben zu haben. Die zweite Hälfte des Buches fand ich flüssiger und ich las auch dementsprechend (vielleicht auch weil ich wusste, ich hab’s ja bald geschafft!).
Ich hätte gern mehr von Deisler’s Gefühlswelt erfahren, wie er mit seiner Krankheit zurecht kommt bzw. kam. Statt dessen, wurde der Leser in die Fussballwelt eingeweiht, aber nicht wirklich in Deislers Welt. Sein innerer Kampf mit dem Profi-Fussball kam nicht rüber.
Mein Fazit: Deisler fand nur “zurück ins Leben”, weil er mit dem Fussballspielen aufhörte. Für diese Erkenntnis musste kein Buch geschrieben werden.
8. März 2010 um 09:17 Uhr
Keine neuen Erkentnisse
Wer dieses Buch gekauft hat, weil er sich neue Erkenntnisse zum (ehemaligen) “Heilsbringer des deutschen Fußballs” versprochen hat, der wird enttäuscht werden. M. Rosentritt macht nicht weniger, als die Karriere des Sebastian Deisler nachzuzeichnen. Er macht aber auch nicht mehr.
Deisler Werdegang ist entscheidend von seiner Krankheit - der Depression - geprägt. Sie führte letztlich auch dazu , dass er mit dem Fußballspielen aufgehört hat. Mein Eindruck des Buches ist, dass der Autor die Krankheit nicht verstanden hat. Jedenfalls wird Deislers Depression allenfalls in Allgemeinplätzen wiedergegeben und kommt gemessen an der Bedeutung für die Entwicklung des Menschen Deisler viel zu kurz. Es lässt sich gar die Vermutung anstellen, Deisler selbst hat seine Depression nachwievor nicht intellektuell erfasst. Dies ist allerdings lediglich eine Vermutung, denn es ist ebenso möglich, dass dieser Teil bewusst aus dem Buch herausgehalten wurde oder werden sollte.
Hinzu kommt, was häufig passiert, wenn Jounalisten Bücher schreiben. Sprachlich ist das Werk keine Offenbarung, was dem unreflektierten gemeinen Fußballfan unter Umständen sogar entgegegenkommt. Rosentritt sollte sich auf das Schreiben von Artikeln konzentrieren. Das kann er sicherlich besser.
2. April 2010 um 16:51 Uhr
Wie der Fußball einen Menschen vereinnahmt
Michael Rosentritt wagt in diesem Buch einen Blick hinter die Kulissen des Profifußballs und der heutigen Medienlandschaft und bringt uns näher, wie ein Mensch (Sebastian Deisler) an dieser kommerzialisierten, medialen Welt (fast) zerbrochen wäre.
Diese Kritik wird zwischen den Zeilen erkennbar, denn vorrangig möchte der Autor den Menschen Sebastian Deisler vorstellen. Weder ist er der “Basti Fantasti” der Anfangsjahre noch ein weinerliches Sensibelchen. Sicher ist Deisler leicht verletzbar, neigt schon früh dazu, seinen Selbstwert v.a. über seinen Erfolg als Fußballer zu definieren. Unter anderen Umweltbedingungen wäre er aber möglicherweise nicht erkrankt. Gut nachvollziehbar wird beim Lesen der enorme Druck, alleiniger Hoffnungsträger des deutschen Fußballs zu sein - als ein Mensch, der viel zu früh das Elternhaus verlassen hat und zu schnell erwachsen werden sollte. Auch Berater und Manager erkannten seine verletzliche Seite nicht (oder wollten sie nicht erkennen).
Das Buch wechselt zwischen Rückblicken auf Deislers Karriere (aus Sicht des Autors) und persönlichen Begegnungen zwischen dem Autor und Deisler, in denen Deisler über seine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft spricht. Kritik an einzlnen Personen wird unterschwellig deutlich, aber ohne dass Deisler “schmutzige Wäsche wäscht”. Auch die Krankheit “Depression” wird näher erläutert.
Nach der Lektüre des Buches sehe ich die oberflächliche Berichterstattung vieler Medien (zwischen “himmelhochjauchzend” und “zu Tode betrübt”) noch kritischer. Auch kann ich Deislers Ausstieg besser verstehen und führe ihn nur noch am Rande auf seine zahlreichen Verletzungen zurück. Dem Autor gelingt das Kunststück, dem Leser in wenigen Stunden einen Menschon auf sehr empathische Weise vorzustellen.
9. Mai 2010 um 21:00 Uhr
Das hat Deisler nicht verdient
Mit unzähligen Redundanzen bläst Rosentritt sein Werk mit dürftigen Informationen und sprachlichem Unvermögen auf 240 Seiten auf.
Weder schafft es der Autor, Alltag und Werdegang eines Profifußballers, noch die Mechanismen einer Depression zu beleuchten; ein Könner hätte diesen Inhalt in eine höchstens zehnseitige Reportage gefaßt, was aber sicher nicht so lukrativ gewesen wäre.
Sebastian Deisler hat besseres verdient!
24. Juni 2010 um 20:34 Uhr
ein Buch über die Liebe zum Fußball, über Depression bis hin zum Weg zurück ins Leben
Watch Video Here: http://www.amazon.de/review/R29JMT2L6Q6SZZ
24. Juni 2010 um 20:34 Uhr
ein Buch über die Liebe zum Fußball, über Depression bis hin zum Weg zurück ins Leben
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